Brutale Hitze in Deutschland und ein starkes Tiefdruckgebiet, das frontal hineinrauscht – perfekte Bedingungen für ein Unwetterszenario, nach dem sich Wexxer (was ist das?) die Finger lecken!

Die Bilder hat man so in Deutschland meines Wissens nach noch nie gesehen und haben amerikanische Verhältnisse.
Eine „Multilevel-Shelfcloud“ näherte sich Hamburg:

Die Auswirkungen lassen nicht lange auf sich warten:

Was ist eine „Shelf Cloud“?

Der Begriff ist trotz englischer Abstammung auch in Deutschland üblich. Der deutsche Begriff „Böenwalze“ wird eher selten verwendet.
Es handelt sich dabei um eine Gewitterwolke mit einer horizontalen Windachse. Der „Updraft“-Sog zieht auf der Vorderseite die Luft in die Wolke. Es kommt dabei auch zu Entstehung massiver Hagelkörner, wenn die Regentropfen durch den Aufwind abkühlen und zu Eis werden. Auf der Rückseite der Wolke gibt es den „Downdraft“, einen Abwindsog aus der Wolke auf den Boden. Im vorderen unteren Bereich der Wolke treffen beide Winde aufeinander.

Diese spezielle Wolke wird im Wolkenatlas als Sonderform „Arcus“ klassifiziert und ist in Deutschland sehr selten in dieser heute beobachteten Form anzutreffen. Es ist angesichts der massiven Erwärmungen durch die globale Treibhausgaskatastrophe davon auszugehen, dass sich solche Ereignisse in den kommenden Jahren häufen werden – auch wenn Meteorologen aufgrund Ausblendung klimatischer Wissensinhalte dies als lokales Ereignis bezeichnen würden.
Richtig ist, dass trotz dieser begünstigenden klimatischen Rahmbedingungen immer noch extreme Lagen erforderlich sind, damit Shelf Clouds auch in Deutschland zu sehen sind.
So gab es heute am Rand des Tiefdrucktrogs extreme Temperaturunterschiede von 17 Grad auf engstem Raum, was man eigentlich nur in den USA und den dort für Extremwetter günstigeren Bedingungen erlebt.

Artikel
DWD Wetterlexikon – Böenwalze
Wikipedia – Shelf Cloud




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