Der Blick in Sofetenforen kann manchmal überraschend unterhaltsam sein ...; © Michael auf www.flickr.com, Lizenz: CC BY 2.0
Der Blick in Sofetenforen kann manchmal überraschend unterhaltsam sein ...; © Michael auf www.flickr.com, Lizenz: CC BY 2.0

Wie wir alle leidgeprüft wissen, gehören Sommerfetischisten eher zum intellektuellen Bodensatz der Bevölkerung (andere sind Hitzeliebhaber, die aufgrund ihrer Bildung Fähigkeiten zur Toleranz und Reflexion besitzen und subjektive Vorlieben und objektive Wahrheit unterscheiden können und sich von Sommerfetischisten – Sofeten – unterscheiden).

Kennzeichen dieser Spezies ist auch ein psychisch gestörtes Trollverhalten. Statt sich um seinesgleichen zu kümmern und sich über Hitzerekorde im Death Valley zu unterhalten oder eher vom Niveau her über Geschlechtsverkehroverflow* bei 40 Grad oder einfach eine Hitze-Website zum Austausch zu programmieren (dafür fehlt womöglich die Intelligenz) und Andersdenkende zu tolerieren, trollen sie lieber herum und greifen jeden ungefragt an, der über Verantwortung und normales Temperaturempfinden verfügt und in einer Zeit der unmöglichen Klimakatastrophe Sommer und Hitze aufgrund der objektiven Gefahren und der Entwicklung verteufelt.

Die Mischung aus Bauernschläue und RTL-Niveau fördert dabei Entgegnungen zutage, deren häufigste ich einmal auflisten möchte. Man trifft sie auch oft im Alltag an.

1. Dann wander doch aus!
Wer über keinerlei Reflektionsvermögen verfügt und Andersdenkende nicht verstehen will und kann, greift gerne zur affektiven Bevormundung.

Dank Zwangsabgabe von Sommerfetischisten bald möglich: Endlich Auswandern in die Kühle!; © <a target="_blank" alt="kühl, auswandern, flucht, klimakatastrophe, klimaflüchtling, klimawandel" target="https://www.flickr.com/photos/kongharald/4498794059">Harald Groven auf www.flickr.com</a>, Lizenz: <a target="_blank" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/">CC BY-SA 2.0</a>
Dank Zwangsabgabe von Sommerfetischisten bald möglich: Endlich Auswandern in die Kühle!; © Harald Groven auf www.flickr.com, Lizenz: CC BY-SA 2.0

In diesem Fall wird uns ein Auswandern geraten. Eigentlich sind wir darauf bereits seit Jahren gekommen, allerdings fehlt meist das Geld*. Ich schlage daher eine Steuer vor, die per Zwangsabgabe für jeden Sommerfetischisten geregelt wird, sodass sich die normalen Menschen alle in Skandinavien wiederfinden und mitansehen, wie Sommerfetischisten irgendwo südlich von Nordrhein-Westfalen eine Mauer bauen, um ihr Wüstenland zu schützen.
Sie bauen es besser aus Keramik – das ist hitzeresistenter. Wenn die Klimakatastrophe in einigen Jahren alles Leben in dieser Todeszone des Südens erledigt haben sollte (tragisch!), könnte man das desertifizierte Gebiet immer noch als Müllabladeplatz nutzen.

2. Lern erstmal frieren!
Diese ungewollte inverse Logik legt uns nahe, dass wir erst einmal das Frieren lernen sollen, um zu begreifen, wie sich Sommerfetischisten bei 30 Grad fühlen, geschweige denn in der Todeszone darunter, die zu spontaner Schockfrostung führt.

Einfach wie Atmen: Sie hat frieren gelernt!
Einfach wie Atmen: Sie hat frieren gelernt!

Leider verstehen Sommerfetischisten nicht, dass wir Frieren sehr gerne empfinden. Dieser wohlige Schauer, wenn im Winter bei geöffnetem Fenster mal kein 20-Grad-Hauch durch das Schlafzimmer weht, sondern skandinavienflüsternde 5 Grad. Dann strecken wir unser „Kühlbein“, das immer außerhalb der Bettdecke liegt, noch ein Stück weiter dem Fenster entgegen, um einen Kuss der Frostgötter zu erhaschen und genießen das zarte Frösteln, einer Liebkosung der Asen* gleich.
Der Punkt ist: 5 Grad sind in der Klimakatastrophe so selten wie ein Sommerfetischist mit akademischem Titel. Frieren würden wir so gerne wieder lernen, aber mit der Sofetensteuer (siehe Punkt 1) und dem Auswandern aus der deutschen Gluthölle wird es vielleicht wieder möglich sein.

3. Genieß‘ doch die Sonne!
Der sommerfetischistische Imperativ! Im Gegensatz zu Kants kategorischen Imperativ ist die Aufforderung jedoch kein allgemeingültiges Gesetz des Handelns, sondern eine Aufforderung zum Selbstmord und daher ebenso sinnvoll.
Das „Genieß‘ doch die Folter!“ eines SM-süchtigen Serienkillers an sein Opfer und „Arbeit macht frei!“ aus einer jüngst vergangenen Geschichtsepoche sind verwandte Aufforderungen zu selbstzerstörerischem und sinnentleertem Handeln.
Wir könnten natürlich entgegnen im (seltenen!) Winter: „Genieß‘ doch Schnee und Eis!“, aber wir wissen, dass die eigentlich selbstverständliche Aufforderung des Eintauchens in eine Welt der weißen, kalten Wunder auf taube Ohren stößt und unsere Ethik dies verbietet. Außerdem fällt es wirklich schwer, all die Ketten* vorher zu lösen, mit denen sich Sommerfetischisten an die glühende Heizung gekettet haben, um nicht den Tod durch Schockfrostung außerhalb der 29 Grad glühenden Wohnung zu erleiden.

4. Der Winter kommt früh genug!
Man könnte meinen, es handle sich hier um einen satirischen Aphorismus im Sinne von „so sinnvoll wie ein Sofet in Island“ mit der Aussage, dass ein herrlicher Kaltwinter schon seit Jahren überfällig ist.

Typisches Dezemberbild in Tropendeutschland: Familienvater auf der Suche nach einem Weihnachtsbaum zum Selbstschlagen.
Typisches Dezemberbild in Tropendeutschland: Familienvater auf der Suche nach einem Weihnachtsbaum zum Selbstschlagen.

Weit gefehlt! Die Sommerfetischisten meinen dies tatsächlich ernst. Es handelt sich hier um ein klassisches Missverständnis. „Winter“ in der Klimakatastrophe meint jeden Tag mit einer Maximaltemperatur unter 30 Grad.
Weist man Sofeten darauf hin, dass ein echter Winter mindestens 0 Grad Celsius aufweist und erst bei -10 Grad und einer vorher gelegten 50 cm-Schneedecke wirklich interessant wird und den Namen „Winter“ verdient, erfolgt oft ein Schock, der zu gefährlichen Nebenwirkungen führen kann. Obacht also, wenn Sie einem Sofeten die schonungslose Wahrheit einfach unbedarft an den überhitzten fäkalienbraunen Kopf werfen!

5. Es gibt keine Klimakatastrophe sagen EIKE, KALTE SONNE u.a.
Es gibt sogar Sommerfetischisten, die sich trotz fehlender akademischer Ausbildung für Intellektuelle halten!
Doch, wirklich.

My brain hurts: Manche stehen bei höherem Denken vor unüberwindbaren Hürden
My brain hurts: Manche stehen bei höherem Denken vor unüberwindbaren Hürden

Diese neigen dazu, Klimalügnerseiten wie EIKE und Kalte Sonne meist mit einem Wust zusammenhangloser Namen und Fachbegriffe zu zitieren, die sie selbst nicht verstehen in dem Kindersandkastenversuch ihr vom Freund gestohlenes Eimerchen mit dubiosen Darminhalten um jeden Preis zu verteidigen.
Mein Rat: Halten Sie sich nicht damit auf, wissenschaftliche Methodik begreiflich zu machen, denn eine Stubenfliege würde ihren Vortrag über aristotelische Deduktion auch nicht mit überbordendem Interesse und Verständnis verfolgen. Ignorieren Sie den esoterischen Wahnsinn, die Zeit und die Realität wird der beste Lehrmeister sein!

6. Durch Kälte sterben mehr Menschen als durch Hitze!
Verzweifelt bemühen Sommerfetischisten alle möglichen Vergleiche, um zu beweisen, dass durch Kälte mehr Menschen sterben als durch Hitze im vergeblichen Versuch, Kälte und Hitze umzukehren.
Die Fakten (70.000 Hitzetoten im Sommer 2003 in Europa stehen 4 Kältetote beim Kalsarikännit, das unplanmäßig nach draußen verlegt wurde, in Finnland gegenüber) werden natürlich ignoriert.
Meist erfolgt dann der Rückgriff auf frühere Zeiten: „In der Steinzeit starben die Menschen durch Kälte“. Das stimmt sogar, denn es herrschte eine wundervolle Eiszeit. Allerdings war das Leben auf Kante genäht und der Supermarkt des endenden Pleistozäns (und nicht „Steinzeit“) waren Mammuts*, die ihre Steaks nicht freiwillig hergaben. Somit waren Tode nicht durch Kälte bedingt, sondern eher durch andere Faktoren. Aber der Rückgriff auf die „Steinzeit“ muss nicht verwundern, da sich die Spezies des Sommerfetischisten „Homo sofensis“ mit vermutlich gänzlich anders gearteten Genen seit dieser Zeit nicht mehr weiterentwickelt hat. Als das Holozän und die Erwärmung kam, bestand das Hobby der arbeitsfreien Zeit im sinnentleerten Braten in der Sonne, die plötzlich viel wärmer schien. Über Jahrtausende sank bis heute dadurch im gleichen Maße der IQ, wie die Hautkrebsrate und die Degeneration des mittlerweile nur rosinenförmigen Gehirns anstieg.

7. Ihr verdammten Ökoterroristen mit eurer Klimaanlage
Mit diesen charmanten Worten möchten die Sommerfetischisten uns vorwerfen, dass Klimaanlagen* zum Treibhauseffekt beitragen. Obwohl die Sommerfetischisten dies ja eigentlich unterstützen müssten, soll der heuchlerische Vorwurf uns wohl in unserer Ehre treffen und uns als Opportunisten abstempeln.
Tatsächlich ist es so, dass heutige Klimaanlagen mit einem ökologischen Kältemittel (R290) betrieben werden, dass keine Treibhausgase emittiert. Und der Stromverbrauch liegt niedrig. Stellt man dem den Heizungswahnsinn eines Sommerfetischisten gegenüber, der glaubt, 12 Monate im Jahr 22 bis 26 Grad in der Wohnung haben zu müssen statt angenehme 19 Grad, so ergibt sich ein zusätzlicher CO2-Rucksack von satten 10.400 kg für ein Einfamilienhaus. Ein normaler Mensch spart hier die Hälfte ein, also 5.200 kg. Die 1000 kg CO2 durch Stromverbrauch einer Klimaanlage für 3 Monate (die man meist gar nicht nutzt) fallen da kaum ins Gewicht.
Wer ist also hier der Heuchler, hm?

Frustrierte "Welcher Sommer?"-Frau bei viel zu kühlen 35 Grad
Frustrierte „Welcher Sommer?“-Frau bei viel zu kühlen 35 Grad

8. Welcher Sommer?
Mit dieser pseudolustigen Entgegnung, über die nur Menschen lachen können, deren neuronaler Humorlappen operativ entfernt oder irreparabel beschädigt worden ist, möchte der betreffende Sommerfetischist anmerken, dass es bisher ja nur 20 Tage mit 30 Grad im Monat gab und die Natur es wagte, tatsächlich Regen fallen zu lassen und damit das Verdorren der Pflanzen und Felder unverschämterweise verhinderte!
Eine korrekte Empfehlung wäre hier einen Industrieofen zu kaufen, diesen auf Maximum zu stellen und sich hineinzubegeben, um das gewünschte Klima zu erreichen. Man könnte auch eine Auswanderung in die Sahara, Dasht-e-Lut, Gobiwüste oder Atacama vorschlagen, aber so tief wollen wir ja nicht sinken, oder? (siehe Punkt 1).

9. Hoch Michaela, wir alle lieben dich!
So und ähnlich lauten die ekstatischen Jubelrufe von Sommerfetischisten, wenn ein Hoch wie Michaela 2003 zu 70.000 Hitzeopfern führt.
In hitzediktatorischer Schieflage wird das „wir alle“ zum drohenden Aufruf, unter Gewaltandrohung zuzustimmen oder die Zustimmung aller normalen Menschen gleich vorauszusetzen.
Eine vergleichbare Situation, einem lebensgefährlichen Hoch mit Terrorhitze zuzujubeln, wäre vielleicht dem Boston-Bomber zuzujubeln „Drück den roten Knopf, wir lieben dich!“ oder Massenmörder Anders Breyvik* auf der Utoya-Insel zuzurufen „Da hinten ist noch einer! Wir lieben dich!“.
Die Italiener, hitzeleidgeprüft, benennen hingegen die Hochs (und nur die) nach Monstren und Dämonen aus der Sagenwelt und beweisen damit einen ästhetischen wie auch konsequent zutreffenden Weitblick, denn niemand will ein paralysiertes öffentliches Leben haben und sich in eine geistig inaktive 24-Stunden-Siesta begeben. Manchmal denke ich, Sommerfetischisten bejubeln Terrorhitze-Hochs, weil sich ihre Umgebung unter der unerträglichen Hitze ihrem IQ etwas annähert und sie sich nicht mehr als verblödete Minderheit fühlen.

10. Ihr seid nur eine Minderheit!
Stimmt.

Hochbegabte und Akademiker: Eine unbedeutende Minderheit ... © <a target="_blank" href="https://www.flickr.com/photos/benstephenson/148486190">Ben Stephenson auf www.flickr.com</a>, Lizenz: <a target="_blank" href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">CC BY 2.0</a>
Hochbegabte und Akademiker: Eine unbedeutende Minderheit … © Ben Stephenson auf www.flickr.com, Lizenz: CC BY 2.0

Allerdings wäre es neu, wenn die Masse entscheidend wäre für Meinungen. Denn dann müsste man daraus folgern, dass das „Ja“ auf die Frage „Wollt Ihr den totalen Krieg?“ eines Herrn Goebbels auf einer durchdachten, reflektierten und somit überlegenen Ansicht beruhte und die anschließende Zerstörung Deutschlands beabsichtigt und erwünscht gewesen war.
Oder ganz banal und unhistorisch: Dann müsste man Helene Fischer tatsächlich in einem Atemzug mit Mozart*, Beethoven, Vivaldi, Brahms und anderen stellen statt immer für den Fall der Fälle eine Familienpackung Ohropax mitzuführen, um bleibende Gehirnschäden zu vermeiden.
Mit anderen Worten: Intelligenz ist ein sehr seltenes Produkt. In der Masse bei den Sommerfetischisten findet sie sich leider nur in mikroskopisch geringen Spurenelementen. Die Meinung, dass eine Klimakatastrophe uns nicht etwa alle ausradiert, sondern lediglich ungeachtet klimatologischer Kipppunkte die „Heizung ein bißchen aufdreht“, damit die „Mehrheit“ ihre Hitzeperversion stillen kann, könnte womöglicherweise nicht die entscheidende sein – es sei denn, unsere Extinktion ist der Wille der Evolution und der Narr ist prädestiniert, ein König zu sein.

Abstimmung

Auch die Leser sollen zu Wort kommen!
Ich bin gespannt, welcher Spruch im Narren-Karussell der Sofetenparaphrasen das Rennen macht! 🙂

[Die Abstimmung steht wegen einer Softwareumstellung nicht mehr zur Verfügung]





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  • Eva

    Haha! So gut! Ich hab noch mehr:

    1, ENDLICH RICHTIG SOMMER! ( wenn eine katastrophale Hitzewelle wütet, wohlgemerkt)

    2. Magst du Sommer nicht? ( doch, aber gemäßigt. Keinen Hitzesommer)

    3. Es ist sooooo schönes Wetter, HURRA! (Für dic vielleicht)

    4. Lieber Hitze als Kälte (nööö! Bei Kälte kann man sich entsprechend kleiden. Bei Hitze……?)

    5. Sommerhasser sind im Grunde depressiv ( aha! Und Winterhasser nicht? Interessant! )

    6. Immer das Gejammer! Jetzt ist mal endlich richtig Sommer! (Jaaaa genau! Und WER bitteschön jammert das ganze Jahr über “ mir ist kalt“ ? )

    7. Genießt du auch das schööne Wetter? (Aber ja doch! Im kühlen, klimatisierten Kino zum Beispiel! )

    Eins hab ich mir fest vorgenommen; Im Herbst und Winter hagelt es von mir Sprüche zurück!!!!!

    • Vielen Dank für die Inspirationen, Eva. Die meisten lassen sich aber inhaltlich unter die bereits erwähnten subsummieren ^^ Punkt 4 und 5 notiere ich mir mal für einen eventuellen zweiten Teil 😉

  • Anne Wandklatschen

    Die Entscheidung ist echt nicht leicht – aber angesichts meiner Sonnenallergie fiel die Wahl dann doch auf das ganz besonders widersinnige „Genieß doch die Sonne!“
    Kein geistig gesunder Mensch würde Nussallergiker mit Nussecken füttern oder einem unter Heuschnupfen leidenden Mitmenschen einen großen Strauß mit blühenden Zweigen in die Hand drücken. Aber dass jemand die „liebe Sonne“ nicht nur einfach nicht mag, sondern sogar von ihrer Strahlung krank wird, das hat im Weltbild des modernen Heliosjüngers keinen Platz. So einen Menschen kann es nicht geben, das muss einfach ein Vampir sein, oder zumindest ein trauriges Kellerkind ohne jegliche Sozialkontakte.
    Dass ich stattdessen im Herbst und Winter – so er denn eintreffen sollte – die länger werdenden Nächte, die moderaten Temperaturen, Regen und Wind, Nebeltage, dichte Wolken, Schneefall, die klare Winterluft bei knackigen Minusgraden und so vieles mehr genieße… das können die Sofeten ja auch nicht wissen, da sie in dieser Zeit längst zuhause hocken und über das „schlechte Wetter“ jammern.

    Vielen Dank für diese unterhaltsame und informative Seite, auf der ich vor allem jetzt in der schlimmsten Zeit des Jahres besonders gern und lange verweile! 🙂

    • Danke für das Lob und mein Mitgefühl, Anne – so eine Allergie ist nicht einfach. Andere können einfach die Allergene meiden (soweit es geht), aber Sonne? Ist ja immer da. Furchtbar.
      Freuen wir uns also kurzfristig auf die Abkühlung und langfristig auf den Herbst 🙂

  • Jo1965

    Auch wenn ich dieses Wort normalerweise hasse: Dieser Beitrag ist einfach nur GEIL! Leider kann ich mich bei den Sofetensprüchen schwer entscheiden, da sie alle so unglaublich dämlich sind. Aber in gewisser Weise favorisiere ich „Dann wander‘ doch aus!“, weil mich das an vergangene Zeiten erinnert, wo man, wenn politische Diskussionen endgültig auf ihrem intellektuellen Nullpunkt angelangt waren, mit einem „Dann geh‘ doch nach drüben!“ konfrontiert wurde.

    • Freut mich, wenn die Satire gefällt ^^ Vielleicht ist es ja auch ein Anreiz für die Sofeten, einmal diese sinnfreien Sprüche zu unterlassen.

  • FalkvonTrasic

    Weltklasse Kaltwetter!
    Ich kann gar nicht alle Lacher aufzählen, die ich beim Lesen hatte! Aber abseits von q-Tips, Arbeit macht frei, Breyvikzurufen und den ganzen PERLEN der deutschen Sprache bin ich so glücklich über ihre Arbeit! Alle unsäglichen Dummheiten aufgelistet und kommentiert!
    Ich möchte es 1000000 mal teilen, allen Sofeten auf ihre Hirnhaut brennen, ich möchte zukünftig nur noch ACHT schreiben wenn ich „welcher Sommer“ lese.
    Meinen tiefen Dank

    • Vielen Dank, Falk lol
      Vielleicht gibt es ja irgendwann sogar noch einen zweiten Teil. Alle Sprüche habe ich bestimmt noch nicht vollzählig 😉

  • Eva

    Dieser Artikel schreit nach einer Fortsetzung! Liebe Anne du bringst es perfekt auf den Punkt: Das Problem der Sofeten ist, dass sie bei moderaten und kalten Temperaturen sich zu Hause einbunkern und sich ohne Sonne gar nicht sinnvoll beschäftigen können. Bei den ersten Sonnenstrahlen kriechen sie dann aus ihren Löchern und denken, alle seien so wie sie. Dass man bei kühlen Temperaturen und bewölktem Himmel auch raus kann, man sich nur richtig kleiden muss, das ist wohl schon zu weit gedacht. Nein, dann wird gejammert, es ist sooo kalt, das Wetter sei soooo trist…..Ich antwortete dann: Gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung! ! 🙂

    • Ein öde blauer Himmel mit aufdringlicher Grellsonne ist für mich trist.
      Wie majestätisch und dennoch auch subtil ist dagegen Nebelwetter, Wolken und kühler Regen. Die ganze Pracht und Gewalt und Schönheit der nordischen Edda – an einem einzigen November- oder Wintertag.

      Und schlechtes Wetter? Sind Temperaturen über 25 Grad, weil es da auch kleidungstechnisch für uns keine Lösung gibt wie für Sofeten im Winter: die Haut abreißen kann man sich schließlich nicht und ein klimatisierter Raumanzug ist leider noch nicht Grundausstattung trotz aktiver Klimakatastrophe. Kommt aber bestimmt bald auf den Markt 😉 Vielleicht sollte man die Zwangsabgabe für Sofeten erhöhen …

  • Eva

    Juhuuuu, Sini sagt bis 5. August angenehme Temps voraus! Danach dauert es ja nicht mehr so lange bis zum gemäßigten Spätsommer! Ab Mitte August verliert die Sonne deutlich an Kraft! Sini hat auch wieder das schreckliche Wort „hochsommerlich“ NICHT erwähnt!

    Aber zum Thema: Noch mehr Sofetensprüche:

    1. Ich liebe es im Sommer braun zu werden. (Und ewig grüßt der Hautkrebs)

    2. Im Sommer hat man einfach gute Laune! (Naja, wenn man sonst keine gute Laune haben kann? Selbst Schuld! )

    3. Ach grillen und draußen sein ist doch so schön! (Öh…bei 20-25 Grad kann man also weder grillen noch draußen sein? )

    4. Ich liebe die langen Tage im Sommer. (Okay! Den lassen wir gelten!)

    5. Ach sonst ist es in Deutschland immer so grau und trüb. (Aha! Kleine Info: wir sind hier ja auch in Mitteleuropa, nicht im Süden!)

    6. Wo blieb bloß nur der Sommer? (Bei einem normalen Sommer, wohlgemerkt. Hierzu siehe Punkt5)

    • Das ist schon wieder überholt ^^ Der neue GFS-Lauf vor 20 Minuten zeigt ab ca. 03.08. Hitze an – es schwankt ganz ordentlich ^^
      Danke für die weiteren Vorschläge, wird alles gesammelt und das Beste am Ende noch mal zu geraumer Zeit zu einem Satireartikel aufgearbeitet – allerdings mit gebührendem Abstand, so was muss man genießen (im Gegensatz zur Sonne lol).

  • Jo1965

    Hier noch ein paar (spezielle) Sofetensprüche zur Ergänzung:

    – „Der November, ein grauenhafter Monat, so neblig und dunkel.“ (Völlig unabhängig von der tatsächlichen Witterung)
    – „Das Café XY ist wirklich das Allerletzte. Da kann man im Winter noch nicht mal
    draußensitzen, weil die keine Heizpilze haben, eine Frechheit!“
    – „Oh Gott, die Tage werden schon wieder kürzer!“ (So etwa ab Ende Juni)
    – „Weihnachten und Silvester geht’s dieses Jahr nach (wahlweise: Kanarische Inseln, Thailand, Karibik etc.). Mal richtig Sonne tanken und diesem grässlichen Schmuddelwetter entfliehen.“
    – „Ja, wo bleibt sie denn, die Klimaerwärmung?“ (Wenn’s im Sommer weniger als 30°C sind und im im Winter mal an die 0°C geht)

    • *schauder* oh wie wahr! Danke für die Inspirationen, sind notiert. Wenn’s so weitergeht kommen wir noch auf „Die 50 dämlichsten Sofetensprüche“ ^^

  • Lossoth

    Hallo,
    die meisten dieser Sprüche muss ich mir z.Zt.jeden Tag anhören, aber lachen kann ich über die Auflistung nicht.Liegt wohl daran,dass mir das derzeitige Wetter jede Art von Humor genommen hat. Tschuldigung,falls ich mit meinem Kommentar andere mit runterziehe, aber ich bin seit Wochen in einer depressiven Phase. Ich fürchte mich jeden Morgen vor dem Wetterbericht und muss mir u.a. Sprüche anhören wie: du musst das Wetter halt akzeptieren, ändern kannst du’s doch sowieso nicht oder freu dich doch, dass es (das Wetter) endlich (!) mal schön ist. Bin froh, dass ich diese Seite entdeckt habe, gibt mir wieder etwas Hoffnung, dass ich doch nicht mit meiner Einstellung allein dastehe.

    • Kein Thema, ging mir früher auch so – ich bin für mich zu dem Schluss gekommen, mich mit Satire gegen diesen täglichen Wahnsinn, der surreal anmutet, zu wehren in dem Sinne, dass ich aggressiv Toleranz für Kälteliebhaber einfordere bzw. klarstelle, dass es Menschen gibt, die ganz anders als die Hitzeperversen empfinden. Sonst hört ja ohnehin keiner darauf, wenn man es subtil versucht …
      Willkommen im Klub. Nimm dir’n Kühlkeks 😉

  • Eva

    Weiter geht’s;

    1. Warum bist du nicht draußen bei diesem Wetter? (Naja der neue Sommerlook „gekochter Hummer“ steht mir nicht)

    2. Oh nein! Morgen soll es regnen! (Yippiiieyeah!)

    3. Gehst du nicht gern ins Schwimmbad? (Siehe Punkt 1)

    4. Bist du sonnenempfindlich? (Herzlichen Glückwunsch. Der Kandidat hat es richtig verstanden! )

    5. So schön kann es den ganzen Sommer über bleiben (*beten dass es auf keinen Fall passiert*)

    Naja bis zum 3. August ist es ja noch ein wenig hin. ….Sini schreibt selbst, die weitere Entwicklung ist noch unsicher. ..und auch wenn…es ist August: der LETZTE Sommermonat! Die Zielgerade ist dann nicht mehr weit. …

    • Auch unter der Gefahr, dass ich jetzt negativ klinge: Ein Glühling wie die letzten 4 Herbste könnte bedeuten, dass sich der August fortsetzt zu einem August II und August III im September und Oktober. Meine Aufzeichnungen belegen 2014 den 27. Oktober als ersten echten, erträglichen Herbsttag. Vorher nur Sommer wie August. Tja. Klimakatastrophe halt.

  • Eva

    Ja, der letzte Herbst war eigentlich keiner. Spätsommer bis Ende Oktober. Ging mir extrem auf den Zeiger, hatte mich schon so sehr auf den Herbst gefreut:-( Sch….. Omega-Wetterlage war Schuld. Hoffe diesmal auf einen RICHTIGEN Herbst! Haben wir uns verdient! Wir mussten diesmal wirklich durch die Hölle! Mich macht so ein Ekelsommer auch knatschig. Aber die Tatsache, dass jetzt mal eine Weile Hitzepause ist, steigert meine Laune. Nächstes Jahr plane ich im Juli Urlaub im kühlen Norden und „verpasse“ so einige Ekelhitzetage 🙂

  • Zoppo Trump

    Ich hab mich für „Dann wander doch aus!“ entschieden, da ich es richtig dämlich. Wissen die nicht einmal mehr wie die „Normalen“ Deutschen Sommer und das Klima sind?! Darauf folgt dann meistens ein sich in wiedersprüchlichen verstricktes Netz von Untermensch Kommentaren. Die nur die garstige und unverschämte Art der Sofeten zum Vorschein bringt die sich nur um sich selbst kümmern. Am liebsten wäre mir wenn jetzt eine kleine Eiszeit kommt, damit die armen verstörten Seelen endlich mal wieder wissen 25 Grad schätzen zu lernen und nicht als kühl oder gar kalt an zu sehen. Oder aber das sie am eigenen Leib erfahren werden wie schlimm die Hitze doch seien kann, wenn man nicht mehr uneingeschränkt Leben kann. Also noch mehr wie jetzt schon.
    Mal sehen was Morgen mit dem Sturm so los ist und ob sich danach nicht doch das aufgewärmte Wetter verabschiedet und zumindest nicht mehr über 30 Grad geht. Aber jetzt wissen wir ja das der El Nino starke Auswirkungen für uns hat und darauf zu schließen ist das es so heiß ist. Dann denke ich mir schon das die Sonne auch erheblich unterschätzt wird (was sehr lächerlich ist) und somit die nächsten Jahre und Winter doch kälter werden. Was natürlich wunderbar schön wäre 🙂
    Aber das steht noch in den Sternen (unserem Stern) 😀

    • Vollkommen richtig, Tim.
      Wie es der Zufall will, habe ich genau zu den von dir genannten beiden Punkten einer unterschätzten Sonne und zum El Nino 2 neue brandaktuelle Artikel in Vorbereitung. Soviel schon mal vorab: Die unterschätzte Sonne wird leider nicht unterschätzt und die Argumente sind leider, leider so gewichtig, dass man sie nicht ignorieren kann. Man könnte auch sagen: „Die Hoffnung ist ein langes Henkersseil, an dem man sich gewöhnlich langsam zu Tode zieht“.
      Die Wirkung des El Nino hat Asaad Chneker gestern für mich sehr gut analysiert und in klimatologischen Fachbüchern gewühlt (schon mal ein Danke vor ab dafür!). So viel schon einmal: Der El Nino polt die Erde um. Wie genau und was wir davon erwarten können, in Kürze morgen oder übermorgen im neuen Artikel zur sog. „bipolaren Telekonnektion“. Es ist jedenfalls erschreckend in Wort, Beleg und Bild.

      • Zoppo Trump

        Hängt damit auch das umpolen des Magnetfeldes zusammen? Das ja auch Auffälligkeiten zeigt und gravierende Auswirkungen hat.

  • Hans-Jürgen Knospe

    Ich verfolge seit geraumer Zeit die Beiträge Ihrer Seite und bin über die Art und weiße der Berichtsrhetorik entsetzt und fassungslos. Das manche Kommentare das erträgliche Maß sprengen, ist auf Grund der schier endlosen Sehnsucht nach Kälte, Sturm, Regen , Schneestürme, warmer Unterwäsche und überfrorenen Straßen noch einigermaßen zu verstehen. Was sich allerdings der Verfasser der Berichte- nicht Müde werdend seine grenzenlose Intelligenz stets hervorzuheben-anmaßt, ist eine bodenlose Frechheit.
    Wie können Sie es wagen alle Menschen, die keine minus zehn Grad mögen, als hirnlose, fäkalienbraune, verblödete und verdummte Massen zu bezeichnen. Sie erwähnen das diese Menschen ein rosinenförmiges Gehirn haben und einen Blödheitsfaktor von 90%. So eine Unverschämtheit, Arroganz und Intoleranz ist mir noch nicht Untergekommen. Erschreckend dabei ist noch, dass ein paar wenige und immer die gleichen noch Beifall klatschen. Wie selbstherrlich und eingebildet kann man nur sein, sich auf so eine abfällige und erniedrigende Rhetorik einzulassen. Ich spreche Ihnen nicht die Kompetenz über die Klimaproblematik ab. Dass sie diese Besitzen, haben Sie schon oft in Ihren Berichten bewiesen. Die Art wie sie mit andersdenkenden Menschen umgehen ist erschreckend. Woher wollen sie denn wissen, wie sich ein schöner Hochsommertag am See anfühlt? Sie sitzen doch ständig mit der Klimaanlage im Keller und gehen blos Nachts nach draußen. Hoffe das müssen Ihre Kinder nicht auch mitmachen. Und bei Leibe mögen nicht 90% der Menschen 35 Grad 5 Wochen lang. Auch ich nicht, genieße immer einen erfrischenden Regentag. Bei aller Toleranz, die unter den verschieden denkenden Menschen selbstverständlich sein sollte, bitte ich Sie in Zukunft solche Fäkalienaussprache gegenüber Sommerliebhabern zu unterlassen. Die gibt es, ob es Ihnen nun passt oder nicht. Und wenn dieser kein Hochschulabschluss hat, so heißt das noch lange nicht, dass er verblödet ist!
    So nun können Sie meinen Beitrag löschen.

    • Also Herr Knospe,
      1. Haben Sie überlesen, dass ich klar trenne zwischen Sommerfetischisten und Hitzeliebhabern. Wenn Sie sich als Sommerfetischist angesprochen fühlen, dann ist das Ihr Problem, nicht meins.
      2. Haben Sie vermutlich das ungeschriebene Schild „Satire“ nicht entdeckt? Vielleicht besitzen Sie auch keinen Humor.
      3. Wenn Sie meinen Stil und den Inhalt (wozu bekanntlich auch nichtsatirische Artikel gehören) nicht mögen – auch gut. Wieso besuchen Sie dann meine Website? Um selbstherrlich und pseudomoralisch zu paraphrasieren? Bitte machen Sie das doch bitte auf ihrer eigenen Website. Danke.
      4. Was meine Kinder angeht: Das geht Sie überhaupt nichts an. Ich erziehe meine Kinder im Gegensatz zu Sommerfetischisten so, dass sie ihre eigene Entscheidung treffen können, welches Wetter sie mögen und zwinge sie nicht wie andere in die Hitze oder lasse sie im Auto sterben.

    • Horst

      Also zunächst mal wollte ich mich bei dem Betreiber dieser Seite hier bedanken. Ich bin da eher zufällig drauf gestoßen und finde die Artikel hier sehr informativ und unterhaltsam.

      Zu diesem Herrn Knospe kann ich eigentlich nur sagen, daß er diese Seite nicht besuchen muß, wenn ihm die derbe Sprache nicht gefällt. Mir ist das total unerklärlich, wie sich solche langweiligen Spießer immer über Sachen echauffieren, obwohl sie ganz einfach die Option haben, die Artikel auf dieser Seite nicht durchzulesen.

      • Danke sehr, Horst!
        Ich verstehe es auch nicht – wem’s nicht gefällt, der soll sich bei Webseiten mit den eigenen Interessen austoben. Aber Sofeten bevorzugen lieber das Trollen, um sich nach der Neanderthal-Methode besser zu fühlen: Andere versuchen runterzumachen und sich (vermeintlich) selbst dadurch aufwerten. Hier nicht! Basta.
        Und solange normale und kälteliebende Menschen in dieser Gesellschaft wie Dreck behandelt werden, solange sehe ich keine Veranlassung, die Unterscheidung zwischen (klugen) Hitzeliebhabern und (idiotischen) Sommerfetischisten aufzugeben. Was einem unprovoziert von einer ganz gewissen Gruppe an Hass entgegenschlägt, ist unfassbar.
        Deswegen gibt es kaltwetter.com. Und natürlich, um die Wahrheit über die Klimakatastrophe zu verkünden und herauszufinden. Ohne Vorurteile. Nur mit Wissen, das sich stetig ändert.
        Insofern: Willkommen im Club 😉

    • Peter Meyer

      Hirnlose, fäkalienbraune, verblödete und verdummte Masse ist ja mal eine exakt zutreffende Bezeichnung für die deutsche Sommer-Sonne-Spaßgesellschaft!

  • Cora Hofmann

    Werter Herr Knospe,

    gerade an Ihrem Beitrag sieht man, dass Sie es eben nicht verstanden haben!

    Barbarus hic ergo sum, quia non intellegor ulli.

    Mit besten Grüßen

    Cora ❄️

  • Holger

    Hr. Knospe ist bereits den grammatikalischen Hitzetod gestorben…xD

  • Hans-Jürgen Knospe

    Sie haben Recht Cora Hofmann. „Ein Barbar bin ich hier, da ich von keinem verstanden werde“. Werde die Seite nicht mehr besuchen!

    • Eine weise Entscheidung und ich darf aus tiefstem Herzen in diesem Fall ein aufrichtiges „Danke“ aussprechen.

  • Blizzard

    „Quousque tandem abutere, Sofeto, patientia nostra?“ Wie lange noch setzt ihr unsere Geduld auf die Probe? Quo vadis, heac scordaliea? Wo führt sie hin, diese Zänkerei?
    würde der gute Cicero wohl antworten. Da ich in Anlehnung an seine Pro Sestio nun keine Pro Frigido schreiben werde, ich aber dennoch einen Vorwurf gewisse Kommentare würden das Maß sprengen und dann noch „auf Grund der schier endlosen Sehnsucht nach Kälte, Sturm, Regen und Schneestürme“, nicht einfach hinnehmen kann, ist wohl verständlich.
    (Übrigens kleiner Tip: Wenn man etwas kritisiert sollte man nicht dasselbe tun, was man kritisiert; si accusas sequi)
    So beende ich meine Rede mit den Worten
    „Quam ego iam tametsi laudabam, discernebam tamen a veritate rerum, quarum discendarum avidus eram, nec quali vasculo sermonis, sed quid mihi scientiae comedendum adponeret nominatus apud eos ille intuebar.“
    (Auch wenn ich dieselbe lobte, so unterschied ich sie doch von der Wahrheit der Dinge selbst, die ich zu lernen eifrig begehrte, und deshalb achtete ich nicht auf das Gefäß der Rede, sondern auf den Inhalt dessen, was mir als wissenschaftliche Nahrung jener gerühmte darbot. Augustinus-Bekenntnisse)

    • Hört, hört. Und wozu nehmen wir all dies Ungemach und Gezänk auf uns, möchte ich abschließend ergänzen? Ad maiorem hiemis gloriam!

  • Herrmann Walhalla

    Wunderschöner Artikel, toll zu lesen, Kaltwetter!
    Mein derzeitiger „Lieblingsspruch“ ist ebenfalls: „Dann wander doch aus…!“
    Zeugt er doch so wenig von Verstand, Überlegung und Toleranz als würde man einem hungernden Kind in Afrika, welches einem die Hand entgegenstreckt sagen: „…dann kauf Dir doch etwas zu essen, mein Kleiner.“ Man möge mir an dieser Stelle diesen, zugegeben etwas derben Vergleich nachsehen aber im Grunde ist es doch so!
    In diesem Sinne, Taten statt (hirnloser)Worte – eine kleine Spende von jedem Sofeten und unsere „Minderheit“, und man könnte sich im noch kühlen Norden ein temperaturerträgliches Leben leisten.

  • HaMa1975

    Ich habe mich für „Hoch Michaela, wir alle lieben dich!“ entschieden. In diesem Sommer hatten meine Familie und ich die meisten Nahtoderfahrungen. Die Temperatur betrug in unserer Wohnung auch nachts fast +40 Grad.

    Einen UV-Zombie-Spruch habe ich auch noch: „+35 Grad bis Weihnachten, danach kann es langsam wärmer werden – LOL!“

    Liebe Schrumpelhirnprimaten, geht doch bitte dahin, wo Ihr das Wetter 365 Tage im Jahr genießen könnt und zwar in die Wüste !

    • 2003 bleibt leider unvergessen, allerdings. Mit Eiswürfeln in der Badewanne, um verzweifelt das Herzstolpern wegzubekommen. Das war quasi Juli 2015 für über 2 Monate (obwohl der Juli 2003 damals noch weniger heiß war, dafür Juni und August der Tod und Juli auch keine wirklich Abkühlung).
      Danke für den Spruch – allmählich können wir daraus eine Sitcomserie machen, so viel habe ich schon lol

    • Jo1965

      Hallo HaMa1975! Danke für die Ergänzung von „+35 Grad bis Weihnachten, danach kann es langsam wärmer werden“. Den habe ich in verschiedenen Varianten auch schon so oft gehört und ich muss gestehen, dass ich bei dem Spruch jedes Mal kurz davor bin, mein gutes Benehmen zu vergessen.

  • Eva

    Dass manche Artikel auf dieser Seite genau zum Lachen gedacht sind, ist doch mehr als offensichtlich. Das zu verstehen, braucht es keinen Doktortitel :). Ich schmunzele jedes Mal über die Dame, die frieren gelernt hat 🙂 :). Und um zu verstehen, dass zuviel Sonne und extreme Hitze gefährlich sind, braucht es auch wirklich keinen Uniabschluss. Wer sich bei 36°C an die pralle Sonne legt, hat selbst Schuld, wenn er dann einen Hitzschlag, Sonnenstich und in einigen Jahren Hautkrebs bekommt oder mit 40 aussieht, als wäre er bereits 60. Manche wollen das halt eben nicht. Außerdem tummeln sich hier ja nicht nur Kälteliebhaber sondern auch Medium-Temps-Liebhaber wie ich zum Beispiel. Aber für Sommer- und Hitzeliebhaber ist diese Seite sicherlich nicht gedacht. Ich bin froh, auf diese coole Website gestoßen zu sein, weil man als Hitzehasser (nicht explizit Sommerhasser, sondern HITZEhasser!) hier unter Gleichgesinnten ist.

    Lieber Herr Knospe, für Sie ist diese Website definitiv nicht das Richtige. Wenn Sie Hochsommer und Hitze mögen – schön für Sie! Genießen Sie es. Aber hier geht es um Leute, die Hochsommer und Hitze NICHT mögen (Ja, sowas gibt es) und dies und das ständige HURRA-SOMMER-Gekreische der Dumpfbacken-Medien mit einer großen Portion Humor nehmen :). Hier heißt es halt HURRA HERBST, HURRA WINTER und von meiner Seite her auch sehr gerne HURRA FRÜHLING! HURRA SOMMER nur, wenn er gemäßigt ist, was in Mitteleuropa übrigens eigentlich üblich ist. In unseren Breitengraden sind längere Perioden über 30°C eher die Ausnahme, da haben auch viele sehr unrealistische Vorstellungen von einem deutschen Durchschnittssommer.

  • stephan

    Och Mensch, Herr Knospe! Auch wenn Sie nach Art einer beleidigten Leberwurst diese Seite nicht mehr besuchen mögen, nachfolgend ein paar Worte zu Ihrem Beitrag:

    Grammatik und Rechtschreibung sind ja in Ihrem Text so eine Sache… Lag es an Ihrer Erregtheit – oder vielleicht doch an der Dauerhitze? (Entschuldigung, aber der mußte jetzt sein!)

    Ich selber bin als Winterfan und Sommerhasser erst vor ein paar Tagen dankbar auf kaltwetter.com gestoßen. Mit etwas Verspätung auch auf „Die 10 dämlichsten…“. Ja, die Seite ist natürlich polemisch. Oder zynisch – wie man will. Aber unabhängig von allen berechtigten Erklärungsversuchen von ‚kaltwetter‘ seien alle Sofeten gefragt, welchen Zynismus umgekehrt wir Sommerhasser eigentlich über uns ergehen lassen müssen, wenn selbst bei der schlimmsten Hitze Medien darüber immer noch in Jubelarien ausbrechen! Nach dem Motto „Oh – morgen kommen mal drei Wolken vorbei und es kann nur frische 30° werden. Durchhalten, übermorgen werden es wieder 38°!“.

    Beim googeln zum Thema „Hitze 2015“ unter verschiedenen Suchwörtern fielen mir da die BILD (wen wundert’s) und wetter.de (scheinen mit RTL zusammenzuhängen) wiederholt unangenehm auf. Während immer mehr Menschen hitzegeplagt auf den Brustwarzen laufen, verkaufen die einem das immer noch als perfekten Sommer: Dauersommer, Dauersonne, Dauerhitze, Dauerfun, Dauerparty! Also nochmal die Frage: Wer fragt Sommerhasser eigentlich mal, wo ihre Schmerzgrenze für Zynismus ist?! Und wer bringt Sofeten eigentlich mal bei, wie prollig sie sind?

    Wer am liebsten elf Monate Sommer mit Hitze und Sonne, mit Party, Beach und Fun satt hätte, ist ein Prolet!

    Nun noch eine Frage an ‚kaltwetter‘, die vielleicht etwas naiv daherkommen mag. Neben den beiden oben genannten Medien fällt mir in der Hinsicht auch der unsägliche MDR (speziell für Thüringen) auf. Was treibt die Schreiberlinge und Wettermoderatoren dazu, selbst den Katastrophensommer 2015 noch dermaßen schönzureden? Inzwischen verkünden einige ja frohlockend, daß auch der Monatswechsel August/September noch überdurchschnittlich warm werden soll – hurra! Was soll das? Ist die Antwort wirklich so simpel, daß das verordnete Gute-Laune-Propaganda ist? Ich bitte um eine ernste, keine polemische Antwort 😉 Danke.

    • Hallo Stephan,

      sorry für die verspätete Freischaltung des Kommentars, ich hatte hier einen Blitzschlag (wie es sich für eine kaltwetter-Seite gehört lol), siehe entsprechenden Beitrag dazu.
      Zu deiner Frage: Ich denke, dass Meteorologen mehr oder weniger unter Druck gesetzt werden, im Sinne des Sommerfetischismus zu predigen – egal ob das RTL, SAT1 (morgenmagazin oh mein Gott) oder Radiosender sind. Obwohl die größte Mehrheit nur noch über den Sommer und Temperaturen von 25 und mehr Grad fluchen, wird aus Quotengründen weiter fleißig der Apokalypse applaudiert, in die wir schlittern.
      Man könnte natürlich auch sagen: Bis sich eine Mentalität (in diesem Fall die Gute-Laune-Sonne-Hitze-Mentalität aus der Nachkriegszeit) ändert, vergehen Jahrzehnte. Den Paradigmenwechsel erleben wir gerade. Ich habe noch nie so viele Menschen sagen hören „Die Hitze wird uns umbringen“. Letztens sagte eine Oma „Oh mein Gott, die armen Kinder, was soll man ihnen nur wünschen in ihrer Zukunft, in der die Hitze uns umbringt?“.
      Mal sehen, wann sich dies gesellschaftsweit umsetzt. Dann erst wird mit Verspätung darauf reagiert werden, vermute ich. Oder auch nicht und es bleibt eine Sofeten-Randgruppe maßgebend, die zu dumm ist, um die Wahrheit zu erkennen und die ihre egoistische Hitzeperversion über das Wohl und Leben der Allgemeinheit stellt.

  • Milan

    Hallo Kaltwetter,
    diese herrliche Glosse mit einem ganzen Sack voll Wahrheit habe ich erst gestern entdeckt. Mich hat es geschüttelt vor Lachen! Danke dafür.
    Meine Abstimmung fiel auf das „Minderheits-Argument“ – weil mich dieses grundsätzliche Schwarmverhalten nervt. Insofern: Daumen ganz hoch über die Antwort auf solch eine gequrlte K… Passt. Aber wie die Faust aufs Auge. Schade, dass ich selber zu selten auf so was Tolles komme, vor allem bei solchen bescheuerten Sätzen. 😉 Abgespeichert. *lol Was waren die Massen in diesen Dunkeljahren alle begeistert und später alles nur arme Opfer. Wenn es schick wird und Mode, seine Oma zu killen, die Deutschen würden es tun.

    Wie war das gleich mit Intelligenz und Moralstufen? *lol
    Herr Knospe hat sie einfach nur alle mal wieder bestätigt.

    Viele Grüße!