Grönlands Eisschmelze beschleunigt sich exponentiell durch
Grönlands Eisschmelze beschleunigt sich exponentiell durch "überraschende Entwicklungen", die jeder wissenschaftlich Gebildete bereits vor Jahren glasklar erkannt hat ...

Grönland ist für unsere nördliche Hemisphäre das, was die weitaus größere Antarktis für den südlichen Halbglobus darstellt: Ein unerlässlicher Eisschrank über einer Kontinentalmasse, der die Extreme des Klimas ausgleicht.

Grönland, die Rekordschmelze und die astronomischen Zahlen

Mit der Klimakatastrophe schmilzt allerdings das Packeis von Grönland wie Eis in einer unbarmherzigen Sonne.
Um das Ganze richtig einzuordnen, muss man zunächst zu Zahlen greifen, denn wer kennt sich schon in Grönland aus? Das wird irgendeine Insel sein mit zwar viel herrlichem Eis und Schnee, aber was soll da schon passieren?
So kann man sich irren!

Zu viel Wärme, zu viel Sonne: Mit Grönland und dem Eis der Arktis wird auch der Mensch sterben. © <a target="_blank" href="https://www.flickr.com/photos/gsfc/20280818003">NASA auf flickr.com</a>, Lizenz: <a target="_blank" href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">CC BY 2.0</a>
Zu viel Wärme, zu viel Sonne: Mit Grönland und dem Eis der Arktis wird auch der Mensch sterben. © NASA auf flickr.com, Lizenz: CC BY 2.0

Denn der grönländische Eisschild misst 2500 km in Nord-/Südrichtung und 1100 km in West-/Ostrichtung. Rumms. Das ist allein in der Breite die Strecke von Berlin bis nach Minsk und dementsprechend eine gigantische Masse an Gletschereis!
Das ist noch nicht alles! Die mittlere Dicke des Packeises beträgt (noch) 1,5 km. Nein, das ist kein Schreibfehler! 1.500 Meter! Vom Boden bis in den Himmel. Stellenweise ergibt sich in Zentralgrönland eine Höhe sogar von 3 km. Und noch eine Zahl: Das ergibt eine Masse des Eises von 2,67 Millionen Gigatonnen (2,67 · 1018 kg)

Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass bei einer Komplettschmelze des grönländischen Eises von einer Anhebung des Meeresspiegels um 7 Meter weltweit gesprochen wird.

Am Scheideweg: Die ultimative Schmelze in Grönland im Jahr 2012, © <a target="_blank" href="http://www.nasa.gov/topics/earth/features/greenland-melt.html">NASA</a>
Am Scheideweg: ultimative Schmelze in Grönland im Jahr 2012, © NASA

Das Tragische ist, dass nicht ein wenig Eis schmilzt, sondern nach derzeitigem Stand jährlich etwa 200 Gigatonnen, also 200 Milliarden Tonnen Eis, Tendenz stark steigend auf das Doppelte. Sie können ruhig versuchen, sich einmal diese Menge bildlich vorzustellen. Nehmen Sie die Hände wieder von den Augen, wenn Sie den Schock verarbeiten, sonst fällt das Weiterlesen schwer.

Während man bei Wikipedia noch beinahe verzweifelt optimistisch davon spricht, dass das Rekordschmelzereignis von 2012 sich hoffentlich nicht wiederholt, hat es 2015 ein solches erneut gegeben und bestätigt damit die Theorie, dass die Eisschmelze Grönlands eines der „Klimatischen Kippelemente“ im Weltklima ist. Das bedeutet: Wenn die Schmelze außer Kontrolle gerät durch einen sich selbst steigernden Effekt, dann erfolgt die Schmelze nicht linear, sondern plötzlich rasend schnell und verändert das Weltklima und den Planeten, um den nächsten Kipppunkt auszulösen, der zu einem weiteren Sprung in der globalen Erwärmung führt.

„Oh verdammt, der Jetstream beschleunigt die Grönlandschmelze. Das konnte man nicht ahnen“

Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, zu erfahren, warum es zu diesen Rekordschmelzen kommt. Während Klimalügner den Wissenschaftlern vorwerfen, dauernd zu übertreiben, verhält es sich eigentlich genau umgekehrt: Noch vor einigen Jahren prognostizierten Wissenschaftler, dass es 100.000 Jahre dauern würde, bis Grönland eisfrei sei.
Dann kamen die „Überraschungen“, die eigentlich offensichtlich waren, aber aufgrund der Seriosität der wissenschaftlichen Methode nicht geäußert werden durften: Dass der Magmaplume von Island die Schmelze möglicherweise indirekt von unten anfeuert (hier ist noch einiges strittig), dass „schmutziges Eis“ durch eine geringere Albedorate die Schmelze vorantreibt, ebenso wie Schmelzwasserseen, die allesamt nicht berücksichtigt wurden.
Mittlerweile spekulieren Forscher sogar, dass die Klimaapokalypse mit einer globalen Erwärmung von 8 Grad möglich sei und das Abschmelzen Grönlands nur noch 2000 Jahre dauern würde

Passend dazu findet man heraus, dass die Klimakatastrophe nicht nur durch wahnwitzige Temperaturen die Schmelze befeuert, sondern indirekt auch durch den Jetstream.
Die Rekordschmelze 2015 wurde nämlich durch den schwankenden Jetstream verursacht. Wir kennen das bereits aus dem Winter und der Arktischen Oszillation, wenn durch bestimmte Faktoren der Jetstream nicht stabil verläuft, sondern in Wellen ausbricht und dadurch einen Kaltwinter begünstigt.
Umgekehrt kann er dabei auch hinter der Welle Warmluft weit nach Norden transportieren, was im Sommer 2015 bei Grönland der Fall war und eine beispiellose Schmelze auslöste.

Ausformung einer Rossbywelle im Jetstream; © <a target="_blank" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Jetstream_-_Rossby_Waves_-_N_hemisphere.svg">Fred the Oyster auf commons.wikimedia.org</a>, Lizenz: <a target="_blank" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de">CC BY-SA 4.0</a>
Ausformung einer Rossbywelle im Jetstream; © Fred the Oyster auf commons.wikimedia.org, Lizenz: CC BY-SA 4.0

Warum pendelt der Jetstream plötzlich? Weil die globale Erwärmung den Jetstream verlangsamt und abschwächt. Das bedeutet nicht nur weniger Stürme für Europa, sondern auch ein Ausbrechen des nun langsameren Jetstream in sog. Rossby-Wellen. Dabei wird zwar in der südlichen „Delle“ der Jetstream-Welle arktische Luft weit nach Süden geführt, aber auf der nördlichen Wellen warme Luft aus Süden nach Norden.
2015 erfolgte auch hier ein trauriger Rekord: Erstmals überschritt der wellenförmige Jetstream mit seiner nördlichsten Welle den 76. Breitengrad!

Am Ende stehen wir vor einem Teufelskreis und einem der klimatischen Sargnägel: Die Erwärmung verändert den Jetstream, dieser lässt das Grönlandeis in bisher unvorstellbarem Ausmaß schmelzen, dies wiederum verändert die Luftströmungen im Atlantik über das See-Eis, was wiederum zu weiteren Schwächungen des Jetstream führt.

„Oh nein, durch die Wärme plötzlich auftauchende Bakterien fressen Löcher in das Eis und beschleunigen die Schmelze. Das konnte man nicht ahnen“

Eine weitere der vielen „Überraschungen, die man nicht ahnen konnte“ hat eine Doktorandin mit ihrer Dissertation jüngst aufgedeckt: Auf dem Eis von Gletschern entstehen durch Staubpartikel Löcher im Eis, da die dunklen Punkte die Reflexionsrate des Eises reduzieren – Sonnenstrahlen werden also nicht mehr mit 97%iger Effizienz wie bei weißem Eis zurückgeworfen.

Schmelzwasserseen und "Löcher im Eis" verstärken den Schmelzeffekt zusätzlich zu den ohnehin viel zu hohen Temperaturen
Schmelzwasserseen und „Löcher im Eis“ verstärken den Schmelzeffekt zusätzlich zu den ohnehin viel zu hohen Temperaturen

Dadurch entstehen Löcher im Eis, was schon schlimm genug wäre. Unter diesen Löchern jedoch, so die Arbeit der Doktorandin Heidi Smith, bilden sich mikrobakterielle Lebensgemeinschaften. Sie ernähren sich von dem Kohlenstoff, der seit Jahrtausenden im Eis eingeschlossen ist und nun durch die Schmelze frei wird.
Dies wiederum begünstigt die Bildung größerer Löcher, die wiederum anfälliger für die Sonnenstrahlen sind und dadurch die Schmelze beschleunigen.

Salopp könnte man also sagen: Bakterien fressen Löcher ins Eis.
Die Albedoverschlechterung nicht nur durch Schwarzes Eis, sondern auch durch Schmelzwasserseen und nun auch noch durch bakterielle Prozesse zeigt sich in der Darstellung des Albedorückgangs in Grönland:

Rückgang der Albedorate in Grönland in Prozent (Minuswerte bedeuten also Erwärmungs- und Schmelzanstieg durch weniger Sonnenstrahlenreflexion!), NASA/NOAA (Stand der Karte: 2012)
Rückgang der Albedorate in Grönland in Prozent (Minuswerte bedeuten also Erwärmungs- und Schmelzanstieg durch weniger Sonnenstrahlenreflexion!), NASA/NOAA (Stand der Karte: 2012) 

Wenn also noch viele dieser „Überraschungen“, die im Grunde nur Selbstbeschränkungen geistiger Vollidiotie sind, uns erwarten, wird uns das überraschte dämliche Grinsen erst aus dem Gesicht getrieben, bis es dann in endloser Form wiederkehrt – als knöchernes Grinsen des Todes.

Homo sapiens: Mit brennender Klimafluppe in den Untergang!
Homo sapiens: Mit brennender Klimafluppe* in den Untergang!

Verhindern könnten wir dies, indem wir umdenken in allen Lebenslagen, von der Führungsspitze bis zum letzten Menschen, die Ärmel hochkrempeln und gemeinsam um unser Überleben kämpfen. Ich wette, dass es wie immer laufen wird: Wir heucheln Aktivität und guten Willen und ändern nichts. Kein Jota.
Statt dessen werden wir den Wahnsinn unter den üblichen Ausreden von Kriegen und Ausbeutung mit der hoch erhobenen und in dämlichen Stolz flatternden Flagge der vereinten Dummheit und Arroganz des Homo sapiens noch steigern. Wir dürfen uns als Zeitzeugen auf ein immer deutlicher werdendes großes weltgeschichtliches Drama freuen, wo mit jedem Akt die Bildgewalt und Farbe der Klimaexplosionen und -folgen bunter werden wird. Viel Spaß auf der Untergangsparty*!

Aktuelle Situation der Eisschmelze in Grönland

Als wollte uns Grönland bestätigen, ist auch das Jahr 2016 bisher kein gutes für die Rettung des Klimas – im Gegenteil!
Obwohl noch nicht einmal der Sommer begonnen hat, verzeichnete Grönland bereits im April 2016 eine überraschende Schmelze durch eine ungewöhnliche Warmphase. Die aktuellen Zahlen sehen alarmierend aus und bestätigen überdeutlich die These, dass die Schmelze immer stärker wird.

Stand der grönländischen Eisschmelze am 13. Juni 2016, © <a target="_blank" href="http://nsidc.org/greenland-today/">NSIDC</a>
Stand der grönländischen Eisschmelze am 13. Juni 2016, © NSIDC

Verlauf der grönländischen Eisschmelze im Jahr 2016: April bereits Schmelzphase, anomaler Peak, jetzt am oberen Ende der noch als "normal" geltenden Standardabweichung von +2. © <a target="_blank" href="http://nsidc.org/greenland-today/">NSIDC</a>
Verlauf der grönländischen Eisschmelze im Jahr 2016: April bereits Schmelzphase, anomaler Peak, jetzt am oberen Ende der noch als „normal“ geltenden Standardabweichung von +2. © NSIDC

Es stellt sich also kaum noch die Frage, ob die Schmelze aufgehalten wird, sondern nur, ob sie nicht völlig wahnwitzig außer Kontrolle gerät ab einem Zeitpunkt, den wir noch nicht kennen und der in diesem Jahr oder erst im Jahr 2100 eintreten könnte.

Viel wird von den Zahlen in diesem Jahr abhängen.
Die Arktis an sich ist, neben Grönland, offenbar an einem Scheideweg angelangt. Die Zahlen der Meereis-Ausdehnung sind 2015 eingebrochen, dass es im Grunde die Skalen sprengt.

Die Grafik demonstriert überdeutlich, was momentan in der Arktis erfolgt: Ein Absturz an See-Eis durch die globale Erwärmung, die letztlich eine globale Klimakatastrophe ist! © <a target="_blank" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Seaice-extent-past1450y-Nature10581.svg?uselang=de">DeWikiMan auf commons.wikimedia.org</a>, Lizenz: <a target="_blank" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de">CC BY-SA 3.0</a>
Die Grafik demonstriert überdeutlich, was momentan in der Arktis erfolgt: Ein Absturz an See-Eis durch die globale Erwärmung, die letztlich eine globale Klimakatastrophe ist! © DeWikiMan auf commons.wikimedia.org, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Insgesamt werden wir Zeugen einer Klimaveränderung durch unsere eigene Dummheit, die die Grenzen alles Vorstellbaren weit, weit übersteigt – denn man darf nicht einmal die Zahlen mit dem menschlichen Auge sehen, sondern mit geologischen Zeitfaktoren, für die tausende von Jahren wie Sekunden für uns sind. Mit anderen Worten: Diese Entwicklung, die bereits nach menschlichen Maßstäben abnorm ist, stellt sich aus geologischer Sichtweise als rasend schnelle Apokalypse dar. Nicht mehr und nicht weniger.

Das mag zwar bedeuten, dass wir derzeit Lebende das wirkliche Ausmaß bis 2050 oder 2070 nicht mehr wirklich mitbekommen werden, aber Gnade Gott der uns nachfolgenden Generation, der unserer Kinder und Kindeskinder. Nicht zu vergessen den Lebewesen wie dem Eisbär und vielen, vielen anderen, die wir im Vorbeilaufen schultzerzuckend und gleichgültig ausrotten und für immer von der Erde und aus dem Universum tilgen, als hätte es sie nie gegeben – obwohl nur wir dies verdienten, denn nur der Mensch ist fähig und willens, die Massenvernichtung inklusive seiner selbst mit Vorsatz und unaussprechlicher Dummheit in diesem irrsinnigen Maßstab durchzuführen. Sollte also alles eintreten, wie es momentan von der Entwicklung bis 2100 aussieht, dann würden wir selbst mit unserer eigenen Vernichtung am Ende für eine Art Gerechtigkeit sorgen und beweisen, dass die Evolution sich in uns vollständig geirrt und nur eine Sackgasse kolossalen Ausmaßes gebaut hat.

Unser kaltwetter.com-User Michael Bodin hat eine Dokufiction aufgetrieben, die hervorragend veranschaulicht, was wir unseren Nachfahren derzeit antun und antun werden. Das Jahr 2075 und eine Welt, in der sich nicht mehr leben lässt.





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Artikel
kaltwetter.com: Klimakatastrophe in Aktion: Gletscherschmelze nimmt Fahrt auf
kaltwetter.com: Schwarzes Eis in Grönland lässt Forscher rätseln
Bayerischer Rundfunk: Rekordschmelze in der Arktis befürchtet
Max-Planck-Institut: Mikroben auf dem Eis heizen ein
Scinexx: Grönland – Rekordschmelze durch Jetstream-Welle

Gut vorbereitet in die Apokalypse! Passende Artikel zum Weltuntergang

  • Autumn

    Sehr spannend. Auch schon im Sommer 2013, dieser brüllend heiße Ekeljuli war z.T. auf einen abnormen Jetstreamverlauf zurückzuführen. Da kommen einfach viele Faktoren zusammen und die Sache ist hochkomplex. Was ich allerdings auch festgestellt habe, ist dass die häufig „zu warmen“ Sommer im Grunde lediglich auf einzelne brutale Hitzewellen (Ausnahme: Höllensommer 2015) zurückzuführen sind. Ich habe mir die Temperaturen während der vergangenen Jahre/Jahrzehnte mal angeschaut: oft wird aus dem Sommer ein „zu warmer Sommer“, weil entweder im Juni, Juli oder August…irgendwann eine mehr oder minder kurze oder lange Hitzewelle kam. Häufig war eine Südwest- oder Südlage dafür verantwortlich. Diese könnte mit 1. dem abnormen Verlauf des Jetstreams und 2. mit dem „kalten Fleck“ auf dem Atlantik korreliieren. Nichtsdestotrotz, ein ganz super toll recherchierter Artikel, allerdings hätte ich eine kleine Bitte: Langsam werde ich als Stammuserin hier depressiv 🙁 – sooo viele negative Artikel in letzter Zeit, da kommt man ja in eine apokalyptische Stimmung. Würde mich wieder einmal über ganz neutrale Wetteranalysen oder auch wieder einmal etwas Lustiges freuen :)))

    Also zurück zum Wetter: 2015 war eindeutig der El Nino an diesem Satanssommer beteiligt, das kann nun keiner mehr abstreiten. Der El Nino begünstigt ja die Ausbildung von Trögen. Ja, das hat er auch!! Nur lagen diese Tröge für uns an der schlimmsten Stelle, die man sich vorstellen kann: westlich von uns auf dem Atlantik. Dies führte in Kombination mit einem Hoch östlich von uns immer wieder zu piefigen Südlagen und der Advektion subtropischer Luft, da ja Tiefs gegen -und Hochs im Uhrzeigersinn rotieren.

    Was die Eisschmelze angeht: Einige der Salomonen-Inseln sind ja bereits versunken. Unsere Umwelt wird immer mehr zerstört. Hauptschuld sind die profitgeilen, nimmersatten, gierigen Großkonzerne. Ja, wir müssen etwas für unsere Umwelt tun. Wir müssen gehen sie vorgehen und das können wir auf eine friedliche Art und Weise über unseren eigenen Konsum steuern! Jetzt sollten sich ALLE hier mal überlegen, ob sie vielleicht nicht bereit wären, für gute nachhaltig erwirtschaftete Lebensmittel etwas tiefer in die Tasche zu greifen? Und vielleicht auch einen kleinen Mehraufwand in Kauf zu nehmen und zum regionalen Bauernladen zu tigern statt in den nahelegenen Supermarkt (was ja so bequem wäre)? Ein guter Weg, wie wir den Umweltzerstörern schaden können, ist ihre Produkte konsequent zu BOYKOTTIEREN!! Ich kaufe keine konventionellen Produkte mehr und weder ALDI, REWE noch LIDL und Konsorte kriegen einen müden Cent von mir. Nestlé als Allerletztes (erkläre ich ein ander Mal, würde zu weit führen).
    Jetzt können wir uns überlegen, ob wir Plastikprodukte nicht lieber vermeiden möchten? (Siehe Plastikstrudel im Pazifik – zum ko….!!!). Jeder kann sich jetzt überlegen, was er für unsere Umwelt tun möchte, Freunde, jeder kleinste Schritt zählt, jede kleinste Tat zählt, nicht fürchten diese Umweltzerstörer mehr als Gewinneinbußen! Gehen wir´s an.

    • Ich mache die Nachrichten nicht, ich berichte sie nur 😉
      Aber ich hatte die letzten 5 Tage am letzten Dinosaurier-Artikel gearbeitet, der seeeeehr lang geworden ist. Zwar endet der logischerweise mit dem Chixculub-Einschlag aber wenigstens liegt der in der Vergangenheit ^^
      Durch den globalen Klimabericht Mai 2016 in dieser Woche musst du aber noch durch – wer weiß, vielleicht gibts da ja auch zum ersten Mal seit 1 Jahr etwas positivere Zahlen.

      Nachhaltige Lebensmittel gut und schön, aber es ist (a) nicht die einzige Baustelle neben dutzenden anderen in dieser Gesellschaft und (b) hat leider nun nicht jeder das Geld dafür eben wegen dieser Gesellschaft in der so viel falsch läuft.
      Wenn jeder allein sich einem Aspekt widmet, den er für sich zum Positiven wenden möchte, wäre das schon mal ein guter Anfang.
      Gesellschaftlich wird sich erst etwas ändern, wenn man eine Mehrheit in der Gesellschaft zum Umdenken bewegt und die Gleichgültigen sind in der 90%-Überzahl. Daher müssen die gesellschaftlichen Grundlagen geändert werden und damit die Politik und die Welt an sich. Traurig, aber wahr. Denn das wird niemals passieren.
      Es bleibt somit, dass man für sich, vor dem eigenen Gewissen das Möglichste unternimmt und hofft, dass die nachfolgenden Generationen es besser machen werden, wenn sich die Gesellschaft ändert und das wird nicht ohne Schmerzen geschehen.

      • Autumn

        Die Zahl der Aufgewachten muss die so genannte „kritsche Menge“ überschreiten, dass was passiert, das heißt, ab einer gewissen % – Zahl der Aufgewachten kann erst etwas bewegt werden, wenn der Rest bequem-ignorant-doof bleibt, kann (uns) das scheißegal sein.
        Es sind jede Menge Probleme zu lösen, das ist wahr aber die löst man weder mit Bequemlichkeit noch mit Ignoranz (Mainstream), hinzu kommt, dass der Mainstream sich auch immer wieder von unwesentlichen Nachrichten und Ereignissen ablenken lässt („Brot und Spiele fürs Volk“). Och, das gibt es Dutzende Analysen…. aber wäre das nicht mal einen Artikel Wert? Auch wenn es hier zwar ums Wetter und das Klima geht: Das hat ja mit unserem Klima zu tun…

        ..“hat leider nun nicht jeder das Geld dafür ..“

        Ne ne ne! Das lassen wir nicht gelten. Man kann günstiger Klamotten kaufen, günstiger Urlauben, gebrauchtes Auto, nicht das neueste Handy, kein Sky oder sonstiges Pay-TV, doch doch, viele haben schon das Geld dazu, nur spart man eben fürs Eigenheim, für die Eigentumswohnung, für das schicke Auto, für das neueste High-Tech-Spielzeug, Zigaretten? …. ne ne, die meisten können sich durchaus Bio leisten, aber die eigene Gesundheit und unsere Umwelt ist ihnen weniger Wert als ein cooles Auto, schicke Klamotten oder Urlaub in der Karibik. Es ist auch sehr interessant, was man sich so alles leisten kann, wenn man vom Raucher zum E-Dampfer wird.
        Ne, die meisten wollen lieber billig (fr)essen und sich von der Industrie langsam und schleichend vergiften lassen, die Krebsraten wachsen und wachsen, warum wohl? Sagt Monsanto, Nestlé & Co. schön brav „Dankeschön“. Und die Pharmaindustrie reibt sich die Hände und profitiert von den vielen Krebskranken Menschen und Victim blaming sei Dank, erfährt niemand von unserem täglich Gift, denn: Du rauchst, du säufst, du isst Dein Gemüse nicht brav auf, Du treibst zu wenig oder keinen Sport, also selber Schuld…und schon sind die wahren Ursachen perfekt verschleiert!!!

        >:-/ !!!!!!

        (Sorry, ein wütender Post etwas am Thema vorbei, aber das tat gut. Wenn Du magst, kannst Du ihn löschen, ich würde mir aber wünschen, dass die Menschen das lesen und aufwachen)

        • Ich bleibe beim Klima mit den Artikeln, das ist meine Front an der ich arbeite ^^ Wenn du eine Website programmierst mit deinem Thema das dir am nächsten ist, verspreche ich, dich zu unterstützen 🙂

          Dennoch: Was das Geld angeht, irrst du dich.
          Zwar gibt es einige die wie von dir beschrieben leben und die sich definitiv ändern können, aber es gibt weitaus mehr, die nach 40 Berufsjahren täglich überlegen müssen ob das Geld noch reicht fürs bloße Ernähren oder ob der Gang zur Essenstafel für Bedürftige führt … Es läuft so vieles falsch in dieser Gesellschaft, so unendlich vieles. Wie eine kleine Version der ganzen Welt. So einfach ist es nicht, das ändern zu können. Leider.
          Und bei dem Ausmaß, in dem wir ernährungstechnisch stecken, ist es schon eine Arbeit, überhaupt herauszufinden was man überhaupt noch essen und kaufen kann. Wenn man näher drüber nachdenkt und recherchiert, wird einem übel. In doppelter Hinsicht. Und das gilt für Mensch UND Haustier.
          Das Ganze fühlt sich surreal an mittlerweile.

          • Autumn

            Ja, das ist so. Natürlich gibt es Leute, die jeden Cent fünfmal umdrehen müssen, aber die meisten gehören immer noch zu den „Normalverdienern“. Und ein solcher kann sich durchaus Bio leisten, wenn er geschickt kalkuliert und auch mal die Sonderangebote im Bioladen oder im Hofladen ansieht. Außerdem kostet frisches Biogemüse und Obst direkt beim Bauern gekauft deutlich weniger als irgendwelche Gemüsen aus Spanien, Italien oder weiß der Geier von wo das Zeug kommt. Sparen kann man also schon, vor allem gibt es immer wieder stark reduzierte Biogemüse, wenn die Ernte nicht so dolle ausgefallen ist, das Zeug ist schon gut, nur halt nicht so perfekt, wie das Gemüse im Regal. Steht immer in speziellen Körbchen oder einfach mal Bauer Hans danach fragen 😉
            Ich spreche jetzt aber von einigermaßen „Normalverdienern“‚ und nicht von Hartz IV-lern oder working poor.

          • Jep, nur den Feuchtigkeitsgrad von selbst gebackenem Brot bekomme ich nicht hin. Es ist grauenhaft trocken dass es staubt, da muss ich mir noch was einfallen lassen ^^ Andernfalls verkaufe ich es als Zwergenbrot (Insiderwitz für Terry Pratchett-Kenner)

      • buumms

        Ich weiß schon wie der Mai war 😉 muhahaha, da werden einige staunen,

        nicht.

  • Das mit den 1500 km Höhe des grönländischen Eisschilds kann aber irgendwie nicht stimmen, denn dann würde dieser ja bis in den Weltraum reichen! Bzw. Grönland schon irgendwie im Erdmantel versinken. Soweit mir bekannt ist die tiefste Stelle des Meeresbodens 11 km tief und der höchste Berg ist nicht mal 9 km hoch. Und der Übergang in den Weltraum ist irgendwo so in der Ecke 80 – 100 km über dem Erdboden. Meintest Du vielleicht die waagerechte Ausdehnung des Eisschilds? Wikipedia spuckt für die Maximalhöhen sowas um die 3 km aus, was mir doch realistischer erscheint…

    • Darth Vader

      Ja, das denke ich auch Zerog. Auch das sich der Meeresspielgen um 7 Meter anheben würde, spricht dass die Eisdecke nicht so enorm sein kann. Ich gehen davon aus, dass der feste Boden Grönlands über dem Meeresspiegel liegt und dann die dicke Eisschicht oben drauf ist (die meines Wissens auch 1.5 – 3 Km dick ist). Sollte also das Eis schmelzen, würde der Meeresspiegel steigen. Andersrum: Wenn die Eisdecke 1500Km dick wäre, würde das Eis bis tief ins Erdinnere reichen… falls also dieses Eis schmilzt würde sich der Meeresspiegel wohl 7 Meter absenken, da ja Eis bekanntlich stärker ausgedehnt ist als Wasser. Dieser enorme, 1500 Km tiefe Krater würde förmlich die Weltmeere in sich verschlingen.

      • Wenn Grönlands Eisdecke 1500 km hoch sein würde, hätten wir keine Kälteprobleme mehr lol Das ist ja fast 1/10 des Erddurchmesser 😉 Da war wohl der Wunsch der Vater des Gedanken.

    • Du hast natürlich recht. Es handelt sich um 1,5 km! Wir sind ja nicht auf dem Mars lol Wird sofort korrigiert. Die Maße finden sich hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Gr%C3%B6nl%C3%A4ndischer_Eisschild

  • Michael Bodin

    Auch von mir Daumen hoch für den Artikel.
    Ich habe heute was neues gesehen, was ebenfalls unterstreicht, dass unser Planet kurz davor, sich komplett selbst zu entzünden.
    Auf weather.com gibt es einen Wetterbericht der nur mit der Klimakatastrophe zu erklären ist:
    Im Südwesten der USA steigen die Temperaturen bis mind. Montag, den 20.6. auf bis zu (flächendeckende) 119 Grad Fahrenheit, nicht nur in der Wüste, sondern auch in den Großstädten. Nachts noch in etwa 85 Grad Fahrenheit zum abkühlen.
    Da werden die nächsten Tage Berichte von vielen vielen Toten zu sehen sein.
    In 3 Bundesstaaten wüten riesege Brände, Evakuierungen wurden veranlasst.

    Ach so, hier noch die Umrechnung der Temperaturen: 119 Fahrenheit sind 48,33 Grad Celsius !!!
    85 Fahrenheit „kühle“ 29,44 Grad Celsius.
    Der Asphalt wird schmelzen, Stromausfälle wegen Überlastung dank Klimaanlagen dadurch mehr Hitze, und mehr Tote…..
    Die Welt entzündet sich selber……

  • Michael Bodin

    Seit etwa 05:00 Uhr heute morgen, den 17.06. hat der angekündigte Dauerregen eingesetzt. Leicht und gleichmäßig, bei Windstille.
    Mal sehen was der Tag so bringt….

  • Autumn

    Hat jemand den aktuellen HORROR-Gfs-Lauf für Frankfurt a.M. gesehen? Der 00Z spinnt ja völlig!!! Glücklicherweise gehen die Member nicht mit.

    • na ja die Bodendruckkarten sehen übel aus und nicht nur für Frankfurt …
      http://www.wetterzentrale.de/pics/Rtavn1381.gif
      Kommt jetzt doch die von mir geahnte gebratener-Siebenschläfer-Dauerhitze wie letztes Jahr?
      In den USA gibts momentan eine 48-Grad-Hitzewelle wie Michael Bodin unten belegt hat.

      • Autumn

        Der einzige Trost ist, dass die Member nicht mitgehen. Es ist ja nur der Hauptlauf, der so austickt. Da die Member überhaupt nicht mitgehen, ist diese Vorersage alles andere als genau/wahrscheinlich.

        • Ich weiß nicht, wo du das siehst. Das Mittel aller Läufe zeigt eine deutliche Hitzewelle und die Bodendruckkarte oben ist von Lage und Auswirkung noch deutlicher.
          Da das Ereignis um den 24.06. peakt, ist noch etwas Zeit für Korrekturen, das ist richtig. Zumal ECMWF das nicht ganz so heftig sieht. Schlimm genug, aber nicht die ultimative Katastrophe ^^ http://www.wetterzentrale.de/pics/Recm1201.gif

          • Autumn

            Na hier.

          • das ist aber der 06er, du sprachst vom 00er ^^ Darauf bezog ich mich. Wie ich gesagt hatte, könnte sich das noch reduzieren. Aber die Hitze ist eindeutig in den Läufen mit dem Peak am 23. Juni, auch in den anderen Läufen Berlin, München, Essen etc.
            Klar hast du mit dem Hauptlauf recht. Aber der Hauptlauf ist ja nie allein entscheidend. Im 00er war das (weiße) Mittel noch weiter oben, mittlerweile hat es sich gottlob reduziert.

            Es steht momentan auf Messers Schneide. Aktuell wird mehr die atlantische Frontalzone von GFS gesehen um den 25. rum… http://www.wetterzentrale.de/pics/Rtavn2041.gif
            hier vor allem der Norden im Vorteil, Hessen wäre zu weit südlich und bekäme noch Hitze mit, daher der krasse Hauptlauf.

            Mehr als 3 Tage im voraus lässt sich in dieser instabilen Lage kaum schauen.

          • Autumn

            Ja, der 00er sah auch schon so aus, der Hauptlauf hat total ausgeschlagen, der 18Z ebenfalls, bei keinem gingen die Kontrolläufe mit. Hat mich nur gewundert, dass der Hauptlauf so ausgeschlagen hat und man möge beten/Daumen drücken/meditieren/wasauchimmer, dass dieses Szenario NIEMALS eintritt. Das würde über eine Woche Temperaturen mit der fürchterlichen 3 vorne bedeuten! Schrecklich!

          • „Optimistisch“ wie ich bin, gehe ich davon aus, dass es noch schlimmer kommt lol

          • Autumn

            Ne, der 12Z hat sich wieder ein wenig „beruhigt“ . Nicht so toll, aber keine 35 Grad plus während zwei Wochen.

          • 15er Perzentile gehen schon mal bis 32 Grad hoch. In der Sonne sind das dann etwa 39 Grad. Also ehrlich gesagt, das ist 13 Grad von meiner Grenztemperatur entfernt und sage und schreibe 42 Grad von meiner Idealtemperatur … wird wieder Zeit für Kelleraufenthalte 24/7…

          • Autumn

            Aber es ist ja noch unsicher. Dies wäre der Fall wenn sich das Hoch tatsächlich durchsetzen würde, es ist aber noch alles andere als sicher. Wenn man die Member anschaut: die Prognose ist sehr ungenau und kann sich noch mir nichts dir nichts ändern…Es ist also nicht ausgeschlossen, dass die Hitze wieder weggerechnet wird.

          • Das ist meine Hoffnung, aber die Erfahrung lehrt etwas anderes 😉

          • Autumn

            Warum immer so negativ? 🙁 Die aktuellen Prognosen deuten derzeit wirklich darauf hin, dass sich das Ekelhoch nicht durchsetzt und die Frontalzone Einfluss auf Europa nehmen kann. Und das gerade im Siebenschläferzeitraum 😉

          • Erfahrungswerte aus einer Kombination Klimakatastrophe + Leben in Tropenhessen + Fakt, dass Langzeitprognosen im meteorologischen Wetterrahmen sehr unsicher sind ^^
            Wenn du dir zudem das ruckartige Ansteigen des roten Mittels dir ansiehst, dann weißt du, was für den Juli normalerweise erfolgt: 10 Grad = 25 Grad Bodentemperatur als Minimum und damit bereits unerträglich, alles andere Alptraumwerte. Damit der Juli erträglich wird, müsste die 5 Grad-Perzentile erreicht werden. Das ist völlig utopisch.
            Und wenn die 15er oder gar 20er erreicht wird, bedeutet das ungewolltes Kellerexil.
            Was wirklich kommt? Die Hitze ist erstmal sicher mit ca. 30-35 Grad derzeit. Das reicht mir schon 😛

          • Autumn

            25 Grad ist für einen Sommer in Deutschland völlig normal. Bis zu 27, 28 Grad liegen also durchaus drin und damit muss man halt rechnen: Es ist nun mal Sommer. Aber immer wieder muss man auch mit der grausamen, fürchterlichen 3 vorne rechnen, was kommenden Donnerstag leider der Fall sein wird. Solange es aber nur ein paar Tage sind, ist das noch einigermaßen erträglich – einfach Countdown machen, runterzählen und sich auf die Tage ohne die fürchterliche 3 vorne wieder freuen.
            Aber im Sommer kann man nun mal nicht 15 Grad erwarten. Und bevor wir hier die große Katastrophe ausrufen, warten wir doch erst einmal ab. Vieles deutet darauf hin, dass es nur eine kurze Phase wird und die Frontalzone zumindest teilweise wieder das Zepter übernimmt. Es ist schließlich nur ein Azorenkeil und keine stabile Hochdruckbrücke. Die Zeichen deuten darauf hin, dass die Fronzalzone das labile Hoch (1020 hPa) nach Osten wegdrückt.

            Gut ist doch schon mal, dass sich keine stabile Hochdruckbrücke während des Siebenschläferzeitraums ausbildet. Das würde nämlich wieder Hitzesommer bedeuten, was dieses Jahr nicht der Fall zu sein scheint.

            Und lieber JETZT vor dem Siebenschläfer die Hitzewelle als dann während des Siebenschläferzeitraumes.

            Ein Drittel des Sommers ist bereits überstanden :)))) – Der Juli ist der schimmste Monat, im August werden die Tage schon wieder kürzer und meist ist ab Mitte August die Hochsommerphase vorbei :)))

          • Das ist der Grund warum ich gerne 3 bis 4 Monate von Mai bis August in Island wäre: http://www.wetter.com/island/reykjavik/ISXY00001.html

          • 12z scheint aber die Cohen-These von einer Rückkehr der Troglagen zu bestätigen: http://www.wetterzentrale.de/pics/Rtavn3841.gif

          • Autumn

            Yep, die letzten 3 Läufe sehen doch schon viel besser aus, hier der aktuelle: 3 Tage Hitze müssen wir jetzt wohl oder übel über uns ergehen lassen, aber hey, das sind ja nur 3 Tage….. damit können wir leben. Gönnen wir den Sofeten ihr Zückerchen 🙂

  • Uns stehen mal wieder harte Zeiten einer Hitzewelle bevor, wie Dr. Judah Cohen es auch klimatisch sieht:
    „With rising geopotential heights, temperatures will commence a warming trend both across the Eastern US and Europe.“

    Übersetzt: „Mit dem steigenden Geopotential stellen wir einen Erwärmungstrend der Temperaturen sowohl für die östlichen USA wie für Europa fest“.
    Das deckt sich mit den GFS-Ensembles und Bodendruckverteilungskarten. (Fuck!!)

    Aber Dr. Cohen macht uns Hoffnung (Quelle: https://www.aer.com/science-research/climate-weather/arctic-oscillation):
    „However longer term, I still feel that the tendency for high latitude blocking/positive geopotential height anomalies remains for the reasons discussed in previous blog posts. This will favor a return at times for troughing/lower geopotential height anomalies across Southeastern Canada/Northeastern US and Europe.“

    Übersetzt: „Langfristig jedoch habe ich das Gefühl, dass die Blockade/Anomalien durch positives Geopotential bestehen bleiben, wie in vorherigen Posts geschrieben wurde. Dies wiederum wird beizeiten die Rückkehr von Troglagen und niedrigem Geopotential über Südwest-Kanada, Nordosten der USA und Europa begünstigen.“

    Dr. Cohen sieht hier also nur eine Episode und definitiv KEINE Umstellung der Großwetterlage zu Siebenschläfer und damit eben keinen Höllensommer wie 2015 für Europa.
    Jetzt muss das nur noch eintreffen ^^

    • Autumn

      Also ich verstehe im Moment nur noch Bahnhof. Die GFS-Hauptläufe schlagen aus und würden Temperaturen von 35 °C plus bedeuten, die Member gehen aber nicht mit und es werden Temperaturen um die 28°C vorhergesagt. Warum schlägt der Hauptlauf so stark aus? Und warum stimmt das nicht mit den Prognostizierten Temps überein? Bin verwirrt!

      • Meinst du das jetzt in Bezug zu Dr. Cohen? Das passt doch: Erst Hitze (1. Zitat), dann Rückkehr mittelfristig zu Troglagen (2. Zitat). Ich würde das zeitlich mal so interpretieren: Bis Anfang Juli mehr oder weniger Hitze, danach wieder Troglage und normale Temps.

  • Dunja

    die aktuellen Vorhersagen sind die Hölle!
    Hier werden bei der 16 Tage Prognose Werte bis 37 Grad angesagt :-((( und das auch um den Siebenschläfer Zeitraum…..
    Ich will das nicht!

  • Alptraum der Sofeten

    Guter Artikel. Das wird bald echt richtig los gehen mit der Untergangsparty. Hoffe es kommt vorher noch mal ein richtig krasser Winter.

    • Ich spekuliere ja immer noch auf einen Golfstromausfall, der übrigens mit einem Großen Anoxischen Ereignis (siehe globaler Klimabericht aktuell) zusammenhängt: Je wärmer die Ozeane, desto mehr erlahmt die Thermohaline Zirkulation und damit auch der Golfstrom. Der Kalte Fleck im Atlantik ist wirklich erstaunlich stabil und besteht nun seit beinahe 3 Jahren wenn ich mich nicht irre…

      • Alptraum der Sofeten

        Ja, ein Golfstromausfall wäre wirklich wunder schön 🙂
        Meinst du der kalte Fleck dehnt sich langsam immer weiter aus? Oder eher ein abruptes ausdehnen wenn es so weit ist das der Golfstrom ausfällt? Man wenn ich das allein schon nur schreibe kommt bei diesen Worten richtig Freude auf 😀

        • Das hat noch keiner beobachtet ^^ Von der Theorie her müsste es eigentlich recht schnell und abrupt gehen, weil es einen (unbekannten) Schwellwert gibt, bei dessen Unterschreiten die Strömung einfach abbricht. Vor 2100 wird das jedoch momentan noch nicht erwartet.

  • Jo1965

    Insbesondere zum Ende der kommenden Woche sieht’s grausig aus: An den 30 Grad und mehr kommen wir wohl nicht mehr vorbei und das Allerschlimmste: das Ganze bei unerträglicher Schwüle mit Taupunkten über 20 Grad!!
    Und Kai Zorn gibt mal wieder den Hofnarren, dessen letzte Kolumne mit „Licht am Ende des Tunnels“ betitelt ist. Aber er hat ja tatsächlich recht, denn es ist das Licht des entgegenkommenden Zuges LOL!
    Wenigstens besteht die Hoffnung, dass das Ganze ein relativ kurzer Spuk bleibt. Zudem könnte es ordentlich scheppern, wenn man sich die CAPE-Karte vom 18er GFS anschaut:

    • Michael Bodin

      Muss ich mir mal noch reinziehen das Video.
      Aber das scheppern hatte ich gestern: Während der alljährlichen Familiengrille fing pünktlich zum Grillen gegen 18 Uhr das Gewitter an. Ordentlicher Regen, aber kaum Wind. Dafür sind in unmittelbarer Nähe Blitze mit zeitgleichen Donner herniedergegangen, dass man sich fast in die Hose gemacht hat. Da spürte man die Gewalt der Natur, trotzdem es nur ein kleiner Auszug der (Wetter)Macht war.
      Ich stand trotzdem auf der Terasse und habe gegrillt, wir hatten ja Hunger. War ne lustige Aktion. Nebenbei gab es in 30 Minuten 9,3 L/qm, bei dem Dauerregen am Freitag 21,6 L/qm. Somit für Juni 44,5 L von durchschn. 62 L/qm. Der Monat geht ja noch ne Weile…..

    • Sieht nicht gut aus mit den Temps, allerdings macht mir die Langfrist eher Sorgen. Die Troglagen sind zu Siebenschläfer zwar in den Karten, aber die GFS-Ensembles wollen darauf nicht so recht anspringen. Wenn das der Auftakt zu einem 30 Grad-/Schwüle-Gewittersommer wird, dann gute Nacht… zwar besser als 35 Grad und trocken aber nicht viel …

      Hier gabs gestern 2x ordentlich Starkregen. Wir liegen hier jetzt schon bei 90 l/qm und über 100% des Solls. Das passt 🙂

  • HaMa1975
    • Na ja. Lebensgefahr halt. Die Hölle beginnt mal wieder. Zeit für das Keller-Exil und Klimaanlage auf Vollgas. Ich habs schon entsprechend eingeplant und bete, dass Dr. Cohen recht hat mit der Rückkehr von Troglagen zu Siebenschläfer.

      • Autumn

        Sieht gemäß aktuellem GFS-Lauf ganz danach aus. Genau zu Siebenschläfer übernimmt die Frontalzone das Zepter, auch Wetter-Sini schrieb gestern, dass sich KEINE stabile Hochdruckbrücke aufbauen kann zu Siebenschläfer. Die Hitzewelle ist nur von kurzer Dauer, 3 Tage dann ist es ja schon wieder vorbei 🙂 Mit hin und wieder Hitzetagen müssen wir im Sommer leider rechnen, aber so lange es keine Dauerhitze wird wie im Höllensommer 2015…..

  • Junge, junge. Momentan berechnet GFS in Sachen CAPE/Lifted-Index eine Hardcore-Gewitterdauerlage für Donnerstag und vor allem Freitag durch die Hitze (c) http://www.wetterzentrale.de

    Erklärung zu CAPE/Lifted Index: http://byjrdp.myraidbox.de/gewittervorhersage-leicht-gemacht/

    • Michael Bodin

      Ist diese Anzeige kostenpflichtig oder wo muss ich dort suchen um es zu sehen???

    • Michael Bodin

      Vergiss meine dumme Frage, hab es gefunden.

    • Michael Bodin

      Wird auch weiterhin berechnet…

  • Michael Bodin

    ohne worte…..

    • Autumn

      Mit Worten 😉 :))))) : Das ist der aktuelle Lauf.

      • Michael Bodin

        Und das alles, wo das Mittel für Deutschland auf +0,64 Grad gefallen ist.
        Ich sehe es schon kommen, mein Pool wird mein bester Freund

  • Autumn

    Kinder, beide Wettermodelle (GFS und Europäer) bestätigen nach der kleinen Hitzewelle den Rückgang der Temperaturen und den Einfluss der Frontalzone auf Deutschland. Im Zeitraum 25. bis 30. Juni wird es keine Hitze geben, eher Nordwestströmung – das ist im Siebenschläferzeitraum. Das heißt, dass zumindest schon ein Teil des Sommers wechselhaft sein wird, keine Dauerhitze, kein Höllenhitzesommer!! 🙂 Lasset das große Sofetengeheul bis nach China hören!!! 😀

    • Das wäre das Cohen-Szenario.
      Sieht momentan wirklich gut aus, aber ich bleibe noch misstrauisch.

      • Autumn

        Viele Zeichen sprechen dafür, nur schon dass beide Wettermodelle das Gleiche simulieren, die letzten GFS-Läufe, die eine Rückkehr zu normalen Temps berechnen, das Cohen-Szenario und nicht zuletzt das berühmte Ausgleichsverhalten. Nach einem Hitzesommer folgt meist einer, der wortwörtlich ins Wasser fällt :))) War schon 2004 und 2007 so.

    • Mxpale

      Dein Wort in Gottes Ohr! Ich weiß jetzt schon nicht, wie ich die 14 Stunden Sonne am Tag und Temperaturen jenseits der 30 Grad in den nächsten Tagen überstehen soll. Aber wenn danach die „Wiedergutmachung“ kommt, nehme das gerne in Kauf. 🙂

      • Autumn

        Du überstehst das ganz einfach so: Du ruftst Dir immer wieder ins Gedächtnis, dass es doch nur 2 Tage sind. Denk doch mal an den Sommer 2015. Den haben wir auch überlebt, die 2 Tage Hitze sind dagegen doch ein Spaziergang 😉

      • Eishammer Süd

        Ich sehs auch noch völlig entspannt. Im Gegensatz zu den Sofeten, die aufgrund der bevorstehnden Hitzetage gerade komplett durchdrehen. Die Not ist offenbar gerade sehr groß 🙂 Ich werte das mal als gutes Zeichen und als Bestätigung einer annehmbaren Witterung in den letzten Monaten hier im Süden.
        Zumindest habe ich in diesem Jahr noch keine freuden Sofetenpolonäsen entdecken können 🙂

        • Autumn

          Nein, die Sofetenmedien jammern und jaulen, was das Zeug hält. Blöd-Wetter.de spricht von „Wischi-Waschi-Sommer“. lol Das ist ein völlig durchschnittlicher deutscher Sommer, meine Damen und Herren Sofeten, aber es muss ja mindestens 35 Grad sein und Dauersonnenschein, nur dann ist es ein richtiger Sommer, Autsch! Kopf gegen die Wand!

  • Autumn

    Der 06Z-Lauf von heute 🙂

    • Da können gerne ab dem 27.06. noch mal 5 Grad runter … ^^

  • Eigentlich alle bereit für die Sommersonnenwende?
    Heute nacht ist es bereits um 00:34 Uhr soweit!
    Ich habe die letzten Wochen an einer Geschichte geschrieben, um das Ereignis angemessen zu feiern und um ein großes Geheimnis rund um die Sofeten zu lüften! Ich habe im Kühlraumschiff Kaltwetter eine (Science Fiction-)Reise in Sachen Sommersonnenwende unternommen.
    Heute Nacht um 00:34 mehr dazu 🙂

    Übrigens ist die Sommersonnenwende dieses Mal ziemlich einmalig: Es kommt zu einem „Erdbeermond“, da Vollmond und Sommersonnenwende zusammentreffen. 1967 kam es das letzt mal vor (da war das Wetter noch normal). Das nächste Mal wird es 2062 sein (wenn es uns und die Erde dann noch geben wird). Insofern könnte es auch ein Symbol für den Weltuntergang sein, wenn man abergläubisch ist 😉

    Wir sehen es jetzt einmal positiv als Umschaltpunkt, ab dem die Tage endlich wieder kürzer und die Nächte länger werden! 🙂

  • Jo1965

    Also, wenn man hier im Bergischen zur Zeit aus dem Fenster guckt, kann man noch nicht glauben, welcher Horror uns mindestens Freitag und Donnerstag bevorsteht: Dauerregen und herrlich kühle Temperaturen, aber ab Dienstag wird uns dann der Regen genau jener Warmfront des Frankreichtiefs beglücken, die die schwülheiße Dreckspampe aus dem Mittelmeerraum anzapft. Ich glaube noch nicht mal an die > 35 Grad, auf die sich die sofetenkompatiblen Ballermannportale im Internet schon wieder einen runterholen (zumindest hier im Westen verharrt das GFS-Meteogramm sogar unterhalb der 30 Grad-Marke), aber das ist auch fast egal, denn bei Taupunkten von bis zu 23 Grad hier im Westen, wie es der 12er von GFS (siehe unten) zeigt, wird es schlichtweg tropisch und somit unerträglich.
    Das Positive: Schon am Samstag könnte der größte Teil dieser widerwärtigen Siffluft ausgeräumt sein, wobei ich mal auf den Übergang gespannt bin, denn der könnte teilweise mit übelsten Schwergewittern vonstatten gehen.
    Und dann möchte ich natürlich noch die Vorlage vom Michael aufgreifen und es voll inniger Freude rausposaunen: Morgen ist Sommersonnenwende!! Jawoll, SOMMERSONNENWENDE!!
    Das thermonukleare Miststück wird uns zwar mit Sicherheit noch einige Male quälen, zumal die klimatisch wärmste Sommerperiode erst bevorsteht, aber für die Tageslänge gibt’s ab morgen nur noch eine Richtung, nämlich abwärts, und ab der 2. Julihälfte werden wir das langsame, aber stetige Näherkommen der „dunklen“ Jahreszeiten auch schon unmittelbar beobachten können. Yeah!!

    • hehe thermonukleares Miststück? ^^ Sehr schön!
      Der Hitzeberg sieht wirklich abartig aus. Ich hoffe auf bisher nicht vorstellbare Unwetter, dass es den Sofeten den Hintern aufreißt 😉

      • Jo1965

        Ja genau, selbst Donnerstag und Freitag, wenn man wahrscheinlich kaum noch richtig atmen kann, wird es noch genug Idioten geben, die das „herrlich“ finden, weil ja der bisher völlig durchschnittliche Juni auch „soo unglaublich kalt“ war. Und dass die globale Erwärmung solch „herrliche“ Luftmassen dieser Explosivität mit den daraus resultierenden Unwetterfolgen immer häufiger und intensiver produzieren wird, ist natürlich für das Rosinengehirn eines Sofeten leider nicht zu erfassen.

        • Gegen Dummheit kämpfen selbst Meteorologen und Klimatologen vergebens 😉

    • Michael Bodin

      Die riesige Dauerregenfront rennt sich aktuell im Bereich Niedersachsen zu Sachsen-Anhalt einen Wolf auf der Stelle. Ich fürchte, Berlin und Umgebung bekommt wieder mal nichts ab.
      Ach ja, heute morgen um 05:20 Uhr waren „sofetenfreundliche“ 6,0 Grad hier draußen in Schwante !!!!!

  • Michael Bodin

    Es ist der Fall gewesen, der Regen kam nicht bis nach Berlin.

    Dafür hält sich die Temperatur bei bedecktem Himmel bei unter 20 Grad und in Böen weht ein frischer Wind aus südwestlichen Richtungen.

    Habe auf Vulkane.net einen neuen Artikel von Marc Szeglat gelesen :

    „Auf Island bahnt sich möglicher Weise eine neue Eruption des Vulkans Hekla an. Diese Meinung vertritt zumindest der isländische Geophysiker Prof. Páll Einarsson. Nach seiner Auskunft ist der Druck im Inneren des Vulkans mittlerweile doppelt so hoch wie vor den letzten beiden Eruptionen der Hekla. Diese fanden bisher in einem zehnjährigen Intervall statt, doch der letzte Ausbruch ist bereits 16 Jahre her. Doch schon vor 2 Jahren wurde ein baldiger Vulkanausbruch proklamiert. Bereits damals war die Bodendeformation besorgniserregend. Trotzdem ist die Seismik relativ gering. Typischer Weise erhöht sie sich an der Hekla nur Stunden vor einem Ausbruch. Daher meint Páll Einarsson, dass ein Aufstieg auf die Hekla derzeit extrem gefährlich ist: der Vulkan könnte jeder Zeit ohne längere Vorwarnung eruptieren.“

  • Mxpale

    Guten Morgen, wie es in meiner App nach unserem kurzen „Kälteeinbruch“ aussieht, ist wieder die falsche Richtung. +27 Grad und Sonne. Hat sich was getan in den Läufen?

    • Michael Bodin

      Eigentlich nicht, der Hitzeberg wird weiter angezeigt.
      Dafür in Berlin und Umgebung gerade Regen und keine 20 Grad….

    • Autumn

      Azorenkeil, der sich u.U. zu einem autarken Hochdrucksystem entwickeln kann. BITTE NICHT!!!

      • Mxpale

        Es würde mich nicht wundern, wenn das passiert und den Sommer zum Hitzehorror werden lässt… Na super

        • Autumn

          Nee, keine fürchterliche 3 vorne. Das Hoch ist nicht stabil genug (glücklicherweise! Uff!)