"Schönwetter": Terrorhitze, Migräne, Dürren in der Natur, Lärm - kurz: Exponentielle Minderung der Lebensqualität von April bis Ende September.

Die Medien werden nicht müde, mitten in der einzigartig größten globalen Klimakatastrophe der Erde die Existenzbedrohung für die Menschheit schön zu reden. Das mag in Zeiten einer immer mehr von Politikmacht und Firmeninteressen abhängigeren, beeinflussten und propagandistisch angehauchten Presse mittlerweile eine traurige Realität zu sein. Letztlich führt es dazu, die Wahrheit in der Klimapolitik durch eine Anbiederung an den sommerfetischistischen Massengeschmack zu verschleiern.

"Schönwetter", Hitze und Dürre - die Dreifaltigkeit einer bitteren Klimazukunft
„Schönwetter“, Hitze und Dürre – die Dreifaltigkeit einer bitteren Klimazukunft (Bild ist unverändert frei zur eigenen Verwendung)

Schönwetterdürren werden hochgejubelt

Die neueste Variante ist die eigentlich gar nicht so neue Behauptung, der Klimawandel führe zu mehr „Schönwettertagen“ (Links zu den sofetischen Jubelidiotien in der Lügenpresse spare ich mir).
Früher hieß es mit Schwerpunkt auf die reine Temperaturlage, dass es mit dem Klimawandel grundsätzlich wärmer werde und dies wurde von der hitzeperversen und regenphobischen Masse subjektiv positiv gesehen. Ebenso subjektiv können wir festhalten, dass eine solche Entwicklung nahezu gleichbedeutend mit dem Weltuntergang und Minderung der Lebensqualität auf Null wäre: Denn „Schönwetter“ – das ist nicht die öde Langeweile eines blauen Himmels, Sonnengrelle, Hitzewellen und Hochdruckwetter bis zur Migräne, sondern das sind Wolkengemälde am Himmel, das Geschenk des Lebens (Regen in all seinen dutzenden wunderbaren Erscheinungsformen), Schneewunder, Eisästhetik und Sturmdramatik!

Objektiv ist darüber hinaus „Schönwetter“ gleichbedeutend mit dem, was wir bereits seit einigen Jahren mit zunehmender Sorge betrachten: Endlos lange Dürreperioden, die immer länger währen und sich immer mehr ausbreiten – und damit einhergehend der Verlust des Trinkwassers, die Absenkung des Grundwassers und die Erosion fruchtbaren Bodens mit Ertragsminderung und Preiserhöhung für Lebensmittel. Auch aktuell ist der letzte Monat mit Regen, der das monatliche Soll erreichte, der Juni 2016. Seitdem gab es nur zu trockene Monate und aktuell ist die Dürrelage sogar im Winter bedrohlich mit Rekordniedrigwasser im Rhein, was eigentlich nur im Sommer möglich ist.

Schönwetter/Traumwetter mit der richtigen Definition!
Schönwetter/Traumwetter mit der richtigen Definition! (Bild ist unverändert frei zur eigenen Verwendung)

Immer weniger Landregen, immer mehr Extremniederschlag

Regen ist (neben seiner seelenschmeichelnden Wirkung und Begünstigung von Verinnerlichung und kontemplativer Ruhe) pures Leben für Land, Boden, Pflanzen und Tiere.
Gerade beim Regen haben die Klimatologen nun eine besorgniserregende Entwicklung aufgezeigt: Scinexx – Europa: Mehr Schauer, weniger Landregen.
Der wundervolle Landregen, der erst herrlich entspannende Regentage möglich macht und im Gegensatz zum Extremregen nicht oberflächlich abfließt, sondern in den Boden einsickert, wird immer weniger gesehen. Statt dessen nehmen Schauer zu und natürlich auch die durch die Zunahme des Energiepotentials in der Atmosphäre und die Extremwetterlagen bedingten extremen Starkniederschläge. Die Entwicklung zu immer mehr Dürren in Europa und Deutschland muss da nicht verwundern.
Die Entwicklung zu weniger (aber höheren) Wolken passt ebenfalls in diese besorgniserregende Gesamtentwicklung: Wie die Venus? Klimawandel und Wolken beschleunigen sich gegenseitig.

Nygardspark in Bergen/Norwegen. An Wasser, dunklen Wolken und Regenherrlichkeit kein Mangel! © <a target="_blank" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Nygardsparken_Bergen.jpg">Smtunli, Svein-Magne Tunli - http://www.tunliweb.no/SM/English/sm_eng.htm auf commons.wikimedia.org</a>, Lizenz: <a target="_blank" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en">CC BY-SA 3.0</a>
Nygardspark in Bergen/Norwegen. An Wasser, dunklen Wolken und Regenherrlichkeit kein Mangel! © Smtunli, Svein-Magne Tunli – http://www.tunliweb.no/SM/English/sm_eng.htm auf commons.wikimedia.org, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Die Lösung: Klimafluchturlaub in Bergen!

Was bleibt ist die Hoffnung, dass es trotz der Pressemeldungen nicht zwangsläufig so kommen muss, auch wenn die Wahrscheinlichkeit angesichts der beobachteten Entwicklungen natürlich hoch ist. Die Golfstromabschwächung oder der „Waccy-Effekt“ mit Winterrekorden durch kalte Kontinente aufgrund einer sterbenden Arktis wurde auch nicht vorhergesehen und es bleiben somit immer noch Entwicklungen, die Hoffnung machen. Wenngleich diese günstigen Effekte sich auch eher im Herbst und Winter abspielen und die regional negativen Folgen der Klimakatastrophe vorrangig im Sommer aufgrund des Treibhauseffektes beim höchsten Sonnenstand des Jahres immer schlimmer werden.

Die Entwicklung zu immer weniger Regen und vor allem weniger Regentagen, wo man stundenlang die stille Stimmung genießen konnte, ist von der subjektiven Empfindung und Erfahrung schon lange kein Geheimnis mehr. Nun ist also die objektive Beweisführung erfolgt.

Es bleibt nichts anderes übrig, als in Zukunft die Urlaube äußerst überlegt anzugehen. Wer Winter bevorzugt, hat es am schwersten durch die Unvorhersehbarkeit weißer Wunder. Wer Regen und dunkle Wolken liebt, findet beispielsweise in der einzigartigen Lage Bergens, der Regenhauptstadt Europas (ca. 285 Regentage im Jahr!), einen Ort himmlischer Wunder, angefüllt mit dem wahren Schönwetter: Regen und Wolken (Artikel: Vom Glück, in Bergen viel Regen zu erleben). Und wer noch jung und ungebunden ist, dem kann man nur raten, sein Leben neu und global zu interpretieren und sein Lebenszentrum vielleicht doch außerhalb von Deutschland zu verlegen – was klimatisch recht einfach erscheint, aber in anderen Aspekten (Gesellschaft, Mentalität, Sprache, Arbeitsmarkt) jahrelanger Vorarbeit bedarf.




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  • Rob Dukes

    Ein seht guter Bericht!
    Mit Grauen erinnere ich mich an den abartigen Tropensommer 2003 und 2006, den heissen April 2007, den trockenen und sonnigen Frühling 2011 und 2012, den gestörten Hitzesommer 2015, und den abartigen September 2016.
    Das zunehmend wochenlange, sonnige Ekel Tropen und Wüstenwetter geht mir so etwas auf den Geist, und raubt mir zunehmend meine fast gesamte Lebensqualität als 4 Jahreszeiten Liebhaber!

    • Gut aufgezählt. Ich hatte heute Nacht einen Traum mit einer 16-Tagesprognose für April 2017, wo es auf 30 Grad hochging. Bin von meinem eigenen Schreien im Traum wachgeworden … Die Welt ist ab April beinahe schon mit Garantie im Südwesten ohne Lebensqualität. Bald geht der Kampf wieder los, irgendwie bis Oktober 2017 zu überleben. Es sind seltsame Zeiten.

      • Stefan

        Ein wahrhafter Alptraum.. Und wir wissen ja, dass das nicht unrealistisch ist. Die Hitze ist das eine, der immer öfter fehlende Regen macht die Sache noch viel schlimmer.

        • So sieht’s aus. Mal sehen, was der sterbende Waccy-Effekt bzw. die erwärmte Arktis mit dem Frühling anstellt ^^

          • Stefan

            Keine Ahnung. Hatten wir schon mal ähnliche Voraussetzungen? Wie auch immer, ich schätze mal im März fällt zum ersten mal die 20, wie so oft. Diese scheiß Dauerhitze aber noch viel mehr die Dauerdürre raubt uns extrem viel Lebensqualität. 🙁

          • Nein, einmalige Situation bisher und ein Sprung in der Klimakatastrophe. Folgen unbekannt. Selbst für Forscher. Von 35 Grad im März über 10 Grad im Juni bis null Wirkung alles möglich ^^
            Ja, die Lebensqualität ist mittlerweile durch das Klima so gefährdet, dass es einen krank macht. Allerdings ist das hier in Tropenhessen extrem verstärkt durch die geografischen Bedingungen. Immer wenn ich in Ostfriesland bin, denke ich mir: Leute ihr wisst überhaupt nicht, wie gut ihr es hier habt im Atlantikeinfluss.

          • Stefan

            So wie ich unser „Glück“ hier kenne, dann … 😛

          • Ja, dieses ungute Gefühl ist immer da, oder? Aber ich bin im April 2 Wochen in meiner 2. Heimat ^^

      • Rob Dukes

        Das Ekel „Schönwetter“ wäre vielleicht noch „einigermassen“ erträglich …. wenn es in den Sofeten Medien nicht täglich (!) grausam wertend und penetrant vergöttert und verherrlicht würde!
        DAS macht mich rasend !! :((
        Bitte keinen April mit 30 Grad! 🙁

        • Stefan

          Geht mir genauso. Wenn wieder mal nach wochenlanger Dürre auch nur ein paar Spritzer Regen herunterkommen, wird sofort über das schlechte Wetter gejammert und sogleich frohlockt, dass eeeendlich wieder die Sonne scheint, wenn sich 1-2 Tage später wieder Dauer-Sonnenterror einstellt. Sonne, Wärme und Hitze werden ausschließlich positiv dargestellt. Offentlichtlich ist diese Gesellschaft schon demaßen degeneriert, dass sie herrlichen und lebensnotwendigen Regen als so etwas wie die Ausgeburt der Hölle ansieht. Nur noch bekloppt.

  • Leon

    Dankeschön! Machst ja echt viele Berichte in letzter Zeit, finde ich super!

    Ich habe heute morgen auf den Regenmesser geguckt und mich überhaupt nicht mehr gewundert das genau das eintrifft was ich gestern gesagt habe. 1,4mm Regen!!!
    Das ist wie immer viel zu wenig. Mal sehen was die nächsten „Fronten“ oder das was davon übrig bleibt, bringt.

    • Fieber inspiriert offenbar lol 😉
      Regen? Hier bahnbrechende 0,0 mm. Wahnsinn. Da fallen mir satirische Artikel zu ein. Wie man in Tropenhessen Phantomregen genießt. Mal sehen … ^^

      • Leon

        ja allerdings 😀

        Morgen dürftest du auch ein wenig abbekommen, die Frage ist nur mal wieder ob die Front schon wieder verpufft oder mal flächendeckend Regen bringt

        • Ich bin gespannt ^^

          • Stefan

            Laut den gängigen Wetterportalen sieht es ganz gut aus. Aber ich habe in der Vergangenheit gelernt, dass Regenprognosen immer so eine Sache sind, die liegen oftmals daneben. Für die Tage rund um „Egon“ wurde hier weniger prognostiziert als es tatsächlich war. Mein Regenmessbesser war danach bis zur 34,5 l Marke gefüllt. Laut DWD waren es am Frankfurter Flughafen etwas über 16 l. Nicht untypisch für die Region hier, wo wir am taunushang oft etwas mehr abbekommen als das tropenhessische Flachland.

          • Setz einfach ein Komma nach der ersten Zahl, dann passt es hier 😉

  • Leon

    So, hier ist die front durch und es sind ganze 5,3mm runtergekommen!!! WOOOOOOW ist das viel! Oder wie es Kai sagen würde, „das ist eine extreme Aquaplaning Gefahr“

    Also jetzt mal ohne Spaß, lächerlicher geht es einfach nicht mehr, wirklich. Da wird einem ein kleines bisschen Regen, was die Trockenheit keineswegs verbessert als Gefahr aufgetischt… Meine Fresse

    • Stefan

      Ich hab die Erfahrung gemacht, dass je mehr sie warnen desto weniger kommt. Gefährlich wird es immer dann, wenn sie nicht warnen. ^^

      • hahaha umgekehrte Proportionalität. Das könnte passen. Was sagt der Joe Cocker vom DWD dazu? Da gugge mer dumm aus de Wäsch. ^^

        • Stefan

          Bleed aus de Wäsch gugge mer hier in Hesse sowieso fast immä … weils Wätter eh meistens beschisse is in dem Loch hieä. ^^

          • Stefan

            Also wenn man diesen Dialekt hier so halbwegs phonetisch schreibt, sieht es schon ziemlich bescheuert aus. lol

          • haha Hessisch muss man live erleben. Die Ästhetik liegt in der niedlichen Aussprache verknüpft mit pädagogischer Direktheit, moralischer Bodenständigkeit und staubtrockenem Humor ^^

          • Stefan

            Ich weiß … hahaha. ^^
            https://youtu.be/GrPtT3Yw2W8

  • Autumn

    Regen? Hier herrscht Dauergrellsonne mit Frühlingstemperaturen. Ich glaub, ich kann meine Wintersachen bereits jetzt einmotten und die Frühlingsklamotten hervor holen….