© FlamingClaw auf Deviantart, Lizenz: CC BY 3.0
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Das Wissenschaftsmagazin „Nature“ berichtet über Forscher, denen ein Nachweis über den Zusammenhang des erhöhten Kohlendioxidgehalts in der Atmosphäre und dessen Wärmewirkung gelungen ist.

Der CO2-Gehalt in der Atmosphäre ist laut Messungen auf einem Niveau, dass das höchste seit sage und schreibe 3 Millionen Jahren ist. Die Wirkung entspricht vereinfacht gesagt, einer Effizienzsteigerung der Sonnenstrahlenwärme*. Durch das Kohlendioxid erzeugt theoretisch jeder Sonnenstrahl mehr Wärme und die Erde heizt sich auf – der sogenannte Treibhauseffekt.

CO2 als „Heizung“ für den einzelnen Sonnenstrahl

Tatsächlich ist nun der Nachweis erhöhter Infrarotstrahlung aufgrund des erhöhten CO2-Gehaltes nun gelungen.
Das große ABER lautet jedoch: Warum gab es dann eine Erwärmungspause?
Nach wie vor gibt es über diese Frage Rätsel, die in der Komplexität der Wetterkreisläufe der Erde liegen und auch die Forscher überraschen. Sei es,

  • dass die Ozeane mit ihrer gewaltigen Wassermenge derzeit die Erwärmung schlucken (und dadurch saurer und wärmer und dadurch wiederum sauerstoffärmer und lebensfeindlicher werden),
  • dass vermehrte Wolkenbildung zu einer Reduzierung der Sonnenstrahlung und dadurch indirekt zu einer Abschwächung des CO2-Wärmeverstärkers führt,
  • dass es gar keine Erwärmungspause gab, weil die Messungen die Arktis und Antarktis nicht einbeziehen (!) und dort bekanntlich die gravierendsten Folgen der Klimakatastrophe zu beobachten sind,
  • oder andere, noch weitaus komplexere Abläufe die letztlich unaufhaltsame Erwärmung verlangsamen.
CO2-Gehalt der Atmosphäre am Mauna Loa - da sich das CO2 global verteilt, gelten die Daten grosso modo auch global.
CO2-Gehalt der Atmosphäre am Mauna Loa – da sich das CO2 global verteilt, gelten die Daten grosso modo auch global.

Die Diskussion um die Klimasensitivität

Der Begriff, um den sich an dieser Stelle alles dreht ist die sogenannte „Klimasensitivität„, also vereinfacht gesagt: Um wieviel Grad erhöht sich die globale Temperatur, wenn sich der CO2-Gehalt von 280 ppm (Teile pro Millionen) in der vorindustriellen Zeit auf 560 ppm verdoppelt?

2007 errechnete man einen CO2-Gehalt von 380 ppm, 2014 von bereits 479 ppm – solche Zahlen erscheinen in der Tat bedrohlich, doch ist man selbst als Wahrheitssuchender nicht ganz sicher, ob diese Zahlen vom UNO-Klimarat nicht vielleicht doch dramatisiert wurden. Entsprächen sie den Tatsachen und dafür spricht sehr viel, dann wird die vermeintliche globale Erwärmungspause nicht lange anhalten und möglicherweise in eine galoppierende Klimakatastrophe münden, die derzeit kaum jemand auch nur ansatzweise in ihren Ausmaßen begreift.

Die Forscher sind noch sehr unsicher, was die Klimasensitivität angeht und geben eine hohe Bandbreite von 1,5 bis 4,5 Grad Celsius an. Auch hier zur Erinnerung: 2 Grad globaler Erwärmung wird als Schwelle vermutet, ab der die Klimakatastrophe außer Kontrolle gerät und einen galoppierenden, unaufhaltsamen und deutlich beschleunigten Wirkungsgrad erhält. Die derzeitige Erwärmung beträgt etwa 0.69 Grad, wobei die Landflächen mit gut 1 Grad den Hauptanteil besitzen.

Ozeane: Kein Schwarzes Loch für die menschengenerierte Wärme!
Ozeane: Kein Schwarzes Loch für die menschengenerierte Wärme!

Der Wärmeschlucker Ozean ist kein Loch ohne Boden!

Man kann nur hoffen, dass die Erde den menschlichen Wahnsinn kompensiert – allerdings sollte man sich hüten, in falscher Hoffnung die Ozeane als „schwarzes Loch“ und erkenntnistheoretisch als „Black Box“ zu sehen in dem Sinne, dass die Wärme ins Nichts verschwindet. Die Kapazitäten der Erde sind gewaltig, aber nicht unbegrenzt und wenn eine Schwelle überschritten wird, dann wird die Folge nicht eine gemütliche Erwärmung darstellen, sondern eher einem tiefen Fall in eine Schlucht ohne Wiederkehr entsprechen, bei dem die Todes-Schreie von Milliarden Menschen in der Zukunft (unseren Kindern) an den Schluchtwänden verzweifelt wiederhallen und die man jetzt bereits wie ein Echo der Zukunft hören kann.

Bereits jetzt sind Sauerstoffreduzierung und Säuregehaltanstieg in den Weltmeeren festzustellen. Zur Erinnerung: Im Perm-Zeitalter gab es nach geologischen Forschungen einen globalen Temperaturanstieg von 5 bis 10 Grad über dem Mittel und dies führte zu einem 97%igen Artensterben – auch im Meer! Denn die Vermehrung anaerober Bakterien verwandelte die riesigen Ozeane in das Pendant eines toten, stinkenden Flusses (durch Schwefelwasserstoff) wie man sie aus den 1980er Jahren durch industrielle Verschmutzung kennt.

Quellen:
Artikel von Spiegel Online: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/treibhauseffekt-messungen-zeigen-klimawandel-durch-co2-a-1020528.html

Studie (englischsprachig): http://www.nature.com/articles/nature14240.epdf