Der Winter 2016/17 war ein rekordsonnenverseuchter La Nina-Sandwichwinter mit kaltem Januar und warmem Dezember und Februar. Wird der Winter 2017/18 ähnlich?
Der Winter 2016/17 war ein rekordsonnenverseuchter La Nina-Sandwichwinter mit kaltem Januar und warmem Dezember und Februar. Wird der Winter 2017/18 ähnlich?

Der Winter 2016/17 ist schon eine Weile her, gefühlt durch die Hölle des Sommers im Süden Jahre. Trotzdem ist er nicht Schnee von gestern, sondern verschenkt freimütig Erkenntnisse für die kommenden Winter, wenn man seinen Zerebralkortex anstrengt.

Genau dies hat Dr. Cohen vom US-amerikanischen AER wie jedes Jahr getan und den Winter 2016/17 ausführlich unter die Lupe genommen und zwar aus klimatologischer Perspektive. Originalartikel: Special recap of this past winter.

Schauen wir uns an, wieso der Winter 2016/17 und aus welchen Gründen genau er verlaufen ist, wie wir es in Erinnerung haben: Als „Sandwich-Winter“ mit eiskalten Freuden im Januar 2017, eingekesselt von warmen Monaten Dezember 2016 und Februar 2017 bei einer allerdings durchgängigen Flut von viel zu viel Sonne durch u.a. La Niña-Einfluss. Kaltwetter.com-Rückblick auf den Winter 2016/17: Winter-Analyse 2016/17: Der Waccy-induzierte Sandwich-Winter.

Dr. Cohens Winterfaktoren im Überblick

Dr. Cohens Ansatz ist der gleiche, den auch ich pflege: Die Aufeinanderfolge synoptischer Wetterlagen unterliegt der Chaostheorie und ist nicht prognostizierbar, da kleinste Änderungen der Anfangsbedingungen zu völlig gegensätzlichen Wetterlagen resultieren können.

Somit bleibt es, die Rahmenbedingungen auf klimatologischer Ebene zu analysieren und mit dieser Methodik die Wahrscheinlichkeiten des Auftretens von bestimmten Wetterlagen zu beziffern und indirekt damit letztlich auch eine klimatische Tendenz, in welche Richtung der Winter sich entwickelt.
Dass dies möglich ist, hat meine Prognose zum letzten Winter, die völlig zutraf, gezeigt. Zugegeben war auch etwas Glück dabei, denn der Januar 2017 wurde nicht aus den Gründen kalt, die ich angenommen hatte.

Der Winter 2016/17 wurde nach Dr. Cohen von folgenden Faktoren bestimmt:

1. Im Oktober 2016 kam es zu einer massiven Schneedecke in Sibirien

2. Die sterbende Arktis führte zu massiven Erwärmungen und verankerte Hochdrucklagen in der Region, speziell Nordeuropa/Skandinavien. Die Luftströmungen um das Hoch resultierten in Nordostlagen für Gesamteuropa und einem kalten Kernwinter (Januar 2017).

3. Die Analyse des Rekordniedrigstandes des Meereises in der Barentssee ergab, dass dieses ursächlich für die warmen Wintertemperaturen sowohl in Nordamerika wie auch in Nordeuropa war.

4. Nach dem altbekannten Schema führte der schnelle Aufbau einer Schneedecke im Oktober 2016 in Sibirien und der rekordniedrige Stand des Meereises der Arktis zu einem schwachen Polarwirbel im Herbst 2016.

Verlauf (schwarz) und Prognose (rot) der Arktischen Oszillation (AO): Trotz einer deutlich negativen AO im Oktober 2016 spiegelte sich dies NICHT im Januar 2017, wo der Polarwirbel trotz nicht weniger Warmings überraschend stabil blieb (vermutlich wegen der Treibhausgase, die die Stratosphäre kühlen und aufgrund der West-QBO); © <a target="_blank" href="http://www.cpc.ncep.noaa.gov/">NOAA</a>
Verlauf (schwarz) und Prognose (rot) der Arktischen Oszillation (AO):
Trotz einer deutlich negativen AO im Oktober 2016 spiegelte sich dies NICHT im Januar 2017, wo der Polarwirbel trotz nicht weniger Warmings überraschend stabil blieb (vermutlich wegen der Treibhausgase, die die Stratosphäre kühlen und aufgrund der West-QBO); © NOAA

Trotz dieser Vorbedingungen kam es im Winter 2017 untypischerweise zu einem starken Polarwirbel, der die Kältelagen nicht unterstützte (Wieso führt ein schwacher Polarwirbel zu kalten Wintern?).
Ich folgere daraus, dass die Januarkälte somit andere Ursachen hatte (La Niña möglicherweise). Der warme Spätwinter resultierte dann zwangsläufig aus dem starken Polarwirbel, der ohne Rossbywellen die Kälte vor Europa „wegschloss“. Ursache könnte hier die Abkühlung der Stratosphäre durch die Treibhausgase gewesen sein.

5. Es gab Anfang Februar 2017 ein kurzzeitiges Major Warming, das aber kaum Auswirkungen in der Troposphäre hatte. Die Westphase der QBO scheint hier die Auswirkungen deutlich reduziert zu haben, da die Westwindphase die für ein Major Warming benötigte Umkehr der Winde auf Ost verhinderte.

Neue Erkenntnisse bei der Auswirkungen von Schneedeckenhöhe und Meereis für Europa

Bekannt ist fleißigen Lesern der Winterprognosen von kaltwetter.com die vom AER und internationalen Forschern ausgearbeitete Systematik, dass die Schneedecke in Sibirien im Oktober den darauffolgenden europäischen Winter massiv beeinflusst.

In Kurzform:

Schnelle und weitflächige Verbreitung der Schneedecke in Sibirien
=> führt zu einem starken sibirischen Hoch
=> führt zu einer Stärkung des troposphärischen (unteren Bereich des) Jetstreams
=> führt zu atmosphärisch vertikalem Transport von Wärme in die Stratosphäre
=> führt zu einem schwachen stratosphärischem Jetstream (negative Arktische Oszillation)
=> Durch die Verlangsamung entstehen Rossbywellen, die arktische Kälte nach Europa transportieren können (bei günstiger Lage und nicht immer!). Hitzeanomalien in der Stratosphäre sinken in die Troposphäre ab und beeinflussen zusätzlich das Wettergeschehen.

Wirkungsweise von Schneedecke in Eurasien und der Arktischen Oszillation
Wirkungsweise von Schneedecke in Eurasien und der Arktischen Oszillation

Die Bedeutung des Meereises in der arktischen Barentssee wurde jedoch bisher unterschätzt bzw. nicht vollständig erkannt, so Dr. Cohen in der Analyse zum Winter 2016/17.
Die Analysen zeigen, dass der Entwicklungsstand des Meereises in der Barentssee nicht im Oktober, aber im November die gleiche Bedeutung als Faktor für Europa hat wie die Schneedecke in Sibirien im Oktober für den darauffolgenden Winter!

Meereisfläche im November 2016. Mit nahezu keinem Meereis in der Barentssee (ungefähr Lage in gelb eingezeichnet). © <a target="_blank" href="http://nsidc.org/arcticseaicenews/2016/12/">NSIDC</a>
Meereisfläche im November 2016. Mit nahezu keinem Meereis in der Barentssee (ungefähre Lage in gelb eingezeichnet). © NSIDC

Für Europa hat sie sogar noch größere Bedeutung als die Schneedecke in Sibirien, was den atmosphärischen Zustand des Polarwirbels angeht. Eine große Schneedecke in Sibirien bleibt unabhängig davon ohnehin wichtig, da sie das Kältereservoir schlechthin für Europa ist, das über Ostlagen „angezapft“ werden und so wie im Januar 2017 für einen temporären Kaltwinter in Europa sorgen kann.

Das Meereis der Barentssee führt somit im November und frühen Dezember zur gleichen Kausalitätsfolge wie die sibirische Schneedecke, allerdings mit umgekehrten Vorzeichen: Geringeres Meereis als positiver Faktor für einen Kaltwinter. In Kurzform:

Geringes Meereis im November und frühen Dezember in der Barentssee
=> führt zu einem stärkeren sibirischen Hoch
=> führt zu vertikalem Transport von Wärme in die Stratosphäre
=> führt zu einem schwachen Polarwirbel mit negativer AO
=> führt zu potentiellen Kaltwinterepisoden in Europa.

Dr. Cohen sieht im Detail nicht unbedingt die Auswirkung des Meereises auf die Arktische Oszillation, sondern eine deutliche Stärkung des sibirischen Hochs bzw. die Ausdehnung der Schneedecke in die nordwestlichen Bereiche als entscheidend an.

Desweiteren dürfen die statischen, stets wirksamen Faktoren der Klimakatastrophe nicht unterschätzt werden, so Dr. Cohen: Die generelle Treibhausgaserwärmung der Erde und speziell die abnorme Wärme der Ozeane haben selbstverständlich einen negativen Einfluss auf einen kalten Winter und dies gilt für jedes winterliche Szenario – egal ob mit schwachem oder starkem Polarwirbel, mit niedriger oder hoher Schneedecke in Sibirien, unabhängig vom Meereseis der Arktis und egal ob westlich oder östlich geprägte QBO.

Ursachen für den kalten Januar 2017 in Europa

Wie erwähnt, gab es im Januar 2017 einen unerwartet starken Polarwirbel – ganz entgegen der im Oktober 2016 festgestellten starken sibirischen Schneedecke und einer negativen AO. Also ist der Winter 2016/17 in dieser Hinsicht ein Bruch der Systematik gewesen und meine eigene Prognose eher zufällig zutreffend gewesen, da ich von einer Kopplung Oktober/Januar ausgegangen war.

Die Januarkälte in Europa hatte nach Dr. Cohen einen anderen Grund: Eben der erwähnte Faktor des Meereises in der Barentssee. Der drittniedrigste Stand seit 1979 dort führte zu einem starken Hochdrucksystem. Gleichzeitig entwickelte sich südlich Grönland ein Hochdrucksystem. Durch diese Konstellation ergaben sich nördliche Lagen für Europa, die arktische Kälte heranführten – also eher durch meteorologische Wetterlagen statt durch übergeordnete klimatologische Einflüsse (es sei denn man zieht den Meereisfaktor der Barentssee hier in den Fokus).

Ursache des kalten Januar 2017: Kein schwacher Polarwirbel, sondern meteorologisch ein Hoch südöstlich Grönlands und ein Hoch (durch geringes Meereis) in der Barentssee führen zur Anströmung nördlicher, arktischer Luftmassen nach Deutschland. © <a target="_blank" href="http://www.wetterzentrale.de/reanalysis.php?jaar=2017&maand=1&dag=3&uur=000&var=1&map=1&model=avn">wetterzentrale.de</a>
Ursache des kalten Januar 2017: Kein schwacher Polarwirbel, sondern meteorologisch ein Hoch südöstlich Grönlands und ein Hoch (durch geringes Meereis) in der Barentssee führen zur Anströmung nördlicher, arktischer Luftmassen nach Deutschland. © wetterzentrale.de

Welche Faktoren bestimmen den Winter nach neuestem Stand?

Dr. Cohen sieht in der Zusammenschau die klimatologischen Faktoren und meteorologischen Folgen in den höheren Breiten (sprich Arktis) als winterbestimmend an. Das Zusammenspiel von sibirischer Schneedecke und dem dort sich daraus entwickelndem Hochdruckgebiet, das Meereis der Barentssee, Polarwirbel und Arktische Oszillation (AO) sind hier entscheidend. Hinzu kommen Omega-Lagen und auftretende Extremtemperaturanomalien.

Globale Ozeanoberflächentemperaturen (SSTs) am 27. November 2016. Im Gegensatz zum letzten Jahr ist der nördliche Nordatlantik gleichmäßig warm ohne eine Aufspaltung in Kälte- und Hitzeanomalien. Fehlende Kälteanomalien im Nordatlantik begünstigen kalte Winter; © <a target="_blank" href="http://www.ospo.noaa.gov/Products/ocean/sst/contour/">NOAA</a>
Globale Ozeanoberflächentemperaturen (SSTs) am 27. November 2016. Im Gegensatz zum letzten Jahr ist der nördliche Nordatlantik gleichmäßig warm ohne eine Aufspaltung in Kälte- und Hitzeanomalien. Fehlende Kälteanomalien im Nordatlantik begünstigen kalte Winter; © NOAA

Dazu gehören auch die Wasseroberflächentemperaturen (SSTs, sea surface temperatures) im Nordatlantik, wobei warme SSTs kältere Winter begünstigen (z. B. Winter 2016/17) und kältere SSTs Mildwinter begünstigen (Winter 2015/16).

Auch wenn Dr. Cohen bei dem im Winter 2016/17 wirksamen La Niña nur in Bezug auf die USA eingeht, so zeigen Forschungen, dass für Europa eine (leider) sonnenreiche Hochdruckwintersituation bei La Niña besteht (Grundlagenartikel: Einfluss von La Niña auf Europa). Eine West-QBO verstärkt das ENSO-Signal (La Niña/El Niño). Der Winter 2016/17 war in dieser Hinsicht der perfekte Beleg dafür.
Übrigens: Aktuell wird in den ENSO-Prognosen erneut für den Winter 2017/18 ein La Niña gesehen …

Der auffällige vertikale Wärmetransport in drei bis vier sehr starken Schüben war in den letzten 2 Wintern auffällig (auch wenn er nach meiner Meinung für Europa als Folge nicht die erhoffte Kälte brachte, da der Polarwirbel sich wahrscheinlich durch die Treibhausgase auffällig stark zeigte). Dr. Cohen hat dafür zunächst keine schlüssige Erklärung.

Kameras, um Kaltwettermomente festzuhalten!

Schlussfolgerungen für den Winter 2017/18

Die klimatischen Extreme nehmen zu und Dr. Cohen gibt Schwierigkeiten zu, diese in sichere Prognosen münden zu lassen. Man könnte auch sagen: Das Verständnis über die Zusammenhänge im Winter nimmt stark zu, die Extreme durch die Klimakatastrophe aber noch schneller.

WACCY-Effekt mit warmer Arktis und kalten Kontinenten, hier: 20.11.2016; © Karsten Haustein
WACCY-Effekt mit warmer Arktis und kalten Kontinenten, hier: 20.11.2016; © Karsten Haustein

Der „Waccy-Effekt“, den Dr. Cohen als solchen nicht erwähnt, obwohl er ihn als einer der ersten wissenschaftlich beschrieben hat, ist ja im Grunde eine Folge der detailreicheren Sicht Dr. Cohens. Der Waccy-Effekt ergibt sich im Detail also aus den beschrieben Ereignissen wie der Schneedecke in Sibirien (und entsprechender Kälte – siehe Bild links), dem Niedrigstand des Meereises und der veränderten Bedingungen in der arktischen Zone.

Das Problem bei Prognosen bleibt letztlich das Gleiche: Man muss extrem in die Details und in komplexe, differenzierte Analysen gehen, um eine passende Prognose für den Winter abgeben zu können.
Während der Winterfreak eher einfache Antworten hören möchte wie „Es wird ein Kaltwinter mit viel Schnee“, so sieht die klimatische Realität völlig anders aus. All die genannten Faktoren sind quasi Zeiger für den Winter. Je mehr in eine Richtung deuten, desto sicherer ist die Prognose. Aber wenn von den 6-10 Faktoren alle in unterschiedliche Richtungen zeigen, dann wird es kompliziert und damit auch ungenau. Denn dann stellen sich die Fragen, welche Zeiger am stärksten sind und wie die gegenseitige Beeinflussung der Zeiger aussieht. Hier besteht noch eine Menge an Lernpotential und somit an Verbesserungen.
Im Überblick einmal die „Zeiger“ für den Winter mit den Einstellungen, wie sie zum heutigen Zeitpunkt eingeschätzt werden können:

7 klimatologische "Zeiger", die verdeutlichen, ob die Wahrscheinlichkeiten eher in Richtung Mild- oder Kaltwinter gehen. Blau = Kaltwinter, Rot = Mildwinter. Bitte beachten: Es handelt sich nur um klimatologische Randfaktoren. Wie der Winter im Detail verläuft, darüber entscheiden meteorologische Wetterlagen, die maximal 2 Wochen vor dem Eintreffen prognostiziert werden können.
7 klimatologische „Zeiger“, die verdeutlichen, ob die Wahrscheinlichkeiten eher in Richtung Mild- oder Kaltwinter gehen.
Blau = Kaltwinter, Rot = Mildwinter.
Bitte beachten: Es handelt sich nur um klimatologische Randfaktoren. Wie der Winter im Detail verläuft, darüber entscheiden meteorologische Wetterlagen, die maximal 2 Wochen vor dem Eintreffen prognostiziert werden können. Eingestellt sind im Bild die Bedingungen, wie sie jetzt im August für den Winter 2017/18 eintreffen könnten.

Für den kommenden Winter bleibt es dabei: Wir werden ab September und verstärkt ab Oktober wieder auf die „Zeiger“ blicken, um herauszufinden, wie der Winter 2017/18 verlaufen wird. Bestimmte Randfaktoren stehen bereits jetzt fest, sodass eine erste „Winterprognose“ oder besser „Winterdiskussion“ 2017/18 bei Gelegenheit folgen wird.

Grundsätzlich gilt aus der Analyse Dr. Cohens für den kommenden Winter 2017/18: Mit niedrigem Meereis in der Barentssee ist fast sicher zu rechnen, ebenso mit einer erneuten Schneedeckenausbreitung in Sibirien, die ja durch den geringen Meereisstand hervorgerufen wird (Tiefdruckgebiete mit Schneefall südlich des Barentssee-Hochs).
Die QBO ist noch unsicher. Normalerweise müsste sie noch in der Westphase verharren und somit ungünstig bleiben, allerdings zeigt die QBO seit 1 Jahr seltsame Anomalien, die man nie zuvor beobachtet hat.

Der Sonnenfleckenzyklus befindet sich mit dem kommenden Winter 2017/18 im "Kaltwintermöglichen Bereich" der 2 Jahre rund um das Minimum. Daten: NOAA.
Der Sonnenfleckenzyklus befindet sich mit dem kommenden Winter 2017/18 im „Kaltwintermöglichen Bereich“ der 2 Jahre rund um das Minimum. Daten: NOAA.

Auch der Sonnenfleckenzyklus, der Richtung Minimum geht, spielt eine gewaltige Rolle, die Dr. Cohen überhaupt nicht zu berücksichtigen scheint. Hier wird es von mir in Kürze Neuigkeiten von der Forschungsfront und das sogar mit direktem Bezug auf Deutschland geben. Das wird geradezu ein Augenöffner, denn die Belege für kalte Perioden ist hier deutlich ausgeprägt.

Insgesamt ist also zunächst in der ersten, groben Übersicht ein ähnlicher Winter wie die letzten beiden zu erwarten mit einer Tendenz, auch kälter ausfallen zu können. Der Richtmonat Oktober 2017 mit dem tatsächlichen Verlauf der Schneedeckenentwicklung und im November 2017 mit der Meereisentwicklung in der Barentssee werden zeigen, ob diese Meinung revidiert werden muss oder sich diese bestätigt.

In jedem Fall erwarten uns nun bald wieder spannende Prognosezeiten für die schönsten 2 Jahreszeiten des klimatischen Jahres: Herbst und Winter. Mögen Sie so kaltwetteroptimiert werden wie nur irgendwie möglich!




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  • Hayli

    Huhu,
    lang nicht mehr gelesen!

    Ich kann es kaum erwarten wieder der schönsten Jahreszeit des Jahres entgegen zu fiebern. 🙂 Es ist aktuell geradezu unerträglich trotz dessen, dass ich im „milden“ Norden wohne.
    Diese erste Einschätzung läutet das nahe Ende der diesjährigen Hölle (auch Sommer genannt) für mich ein.

    Solang wir nicht wie letztes Jahr auf dem letzten Drücker im September nochmal dauerschmoren bei 30 Grad ertragen müssen, kann mir nun auch niemand diese Vorfreude nehmen.

    Sobald es für die Sofeten wieder ungemütlicher wird, melde ich mich wieder öfter!

    Grüße Halina

    • Willkommen zurück ^^
      Ich freue mich auch schon wieder auf die Prognosezeit, vor allem ab Oktober. Heißer Tee, echter Kaltherbst, Wind, Nebel, Inversionslagen und Winterprognosen. Was gibt es Schöneres? Und dann wieder ästhetische Winterbilder, wenn wir Glück haben und der Winter kommen sollte, zumindest in Episoden. Die Zeit der (wahrscheinlich) positiven Neuigkeiten!

      • Hayli

        Vielen Dank 🙂

        Auf jeden Fall! Bis Oktober ist es zwar noch was hin aber man mag ja hier und da schon was vor sich hin träumen 😀

  • David (DAN/NI)

    Hallo, Danke für diesen Artikel. Es tut sehr gut, endlich wieder Spekulationen und Prognosen zum Winter zu lesen.
    Endlich kommen sie unaufhaltsam näher, die dunklen Jahreszeiten. Das wird dann auch für mich erträglicher, da mein Wohnbereich unter dem Dach liegt und die Sonne ab spätestens Mittag bis zum Sonnenuntergang unbarmherzig reinknallt. Würde ich dann Fenster öffnen, hätte ich binnen kürzester Zeit 20 Mücken bei mir, die mich um den Schlaf bringen. Wobei ich vor kurzem entdeckt habe, dass es tatsächlich Fliegengitter für schräge Dachfenster gibt. Da werde ich wohl in Kürze zuschlagen. Ich hoffe auf einen stürmischen Herbst und einen schneereichen Winter. Auf die Entwicklung darf man gespannt sein. Wie gesagt, eine Woche Winter habe ich sicher, wenn wir Ende Januar/Anfang Februar mit dem Skikurs zum Wenghof fahren und auf den Pisten in der Umgebung unterwegs sind. Das wird eine neue Erfahrung für mich, denn Skischuhe hatte ich noch nie unter den Füßen. Es wird sicherlich eine Menge Spaß bringen…

  • Leon

    WOW ich muss mir die Augen reiben, wenn ich das Wort Winter schon lese!!
    diesen Artikel werde ich jetzt so was von genießen in meiner 26 Grad Römertopf Wohnung

    • Wünsche dir kalte Genießerschauer beim mentalen Transzendieren in die Winterzeit 😉

  • Marcel

    Winter ist und bleibt die schönste Jahreszeit des Jahres !
    Mein absoluter Traumwinter würde so aussehen:
    Den ganzen winter über eine geschlossene Schneedecke, je höher die Schnnehöhe desto besser.
    Der Winter sollte (extrem) Schneereich sein und Monat langer Dauerfrost !
    Der Winter würde würde einer der kältesten und schneereichsten Winter werden mit Höchstwerte von ein paar tagen – 10 – 15 Grad. Und Tiefstwerte bis zu -35 Grad ! https://uploads.disquscdn.com/images/96c0ec42d673b59fd5eccad66655be5975223cc8bede9ed860b4a011d0264413.jpg https://uploads.disquscdn.com/images/1454073dd88f8f854e5228fb1bfdd3088e9f4d8a20a369132884e70f02f0cda2.jpg https://uploads.disquscdn.com/images/f3ed9a6f144070d099abca71136d8f0bd3a635f89e9e17569d80895f5e7dcb6e.jpg https://uploads.disquscdn.com/images/3a6859656d17d7b6034c94db3ba96ce1464caa4b16b826a3239d19a65b19b036.jpg
    Sorry die Fotos mussten jetzt einfach sein….. =)

  • Ein interessanter Artikel ! Besonders die Grafik mit den klimatologischen Winterzeigern finde ich sehr kreativ und verschafft einen super Überblick. ^^ Außerdem hältst du mit den in Kürze erscheinenden Artikel über die womöglich kalten Auswirkungen des Sonnenfleckenzyklus die Spannung ganz schön weit oben.^^

    Allgemein freue ich mich, dass die Winterprognosezeit wieder beginnt ^^ – auch wenn sie erst im Oktober richtig an Fahrt aufnehmen wird. Dennoch gibt es schon immer mehr Anzeichen, dass der Winter peu a peu näherkommt.
    So gab es bei uns vor wenigen Tagen wieder richtigen Nebel, wie es ihn seit Monaten nicht mehr gab.
    https://uploads.disquscdn.com/images/3e612bc8fae7e9c9ece0c0659e477165c3b3a09a30f867e2353090b0a92fbc8a.jpg
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    • Sieht genial aus! Für mich ist Nebel noch schöner als Schnee, ehrlich gesagt. Ein Ästhetikum erster Güte in Assoziationen und Gefühl. Und seine Seltenheit macht ihn umso kostbarer.

      • Tobi (VBG/AT)

        Naja, selten ist er hier nicht wirklich 😀

  • Jessy Ca

    Haaaallööööchen und guten Tag… Auch von mir mal wieder ein Lebenszeichen… Trotz längerem Schweigen habe ich Kaltwetter.com natürlich nicht vergessen und freu mich jetzt schon auf die bald startende Herbstsaison… Allerdings hab ich echt das beängstigende Gefühl, dass uns wieder ein knallheißer September, wie 2016, erwartet. Der August war bei uns relativ verregnet, was ich so ziemlich als einzige grinsend genossen habe… Aber heute ist es einfach nur heiß… *schwitz* Nun denn, ich bin wirklich gespannt, wenn das ganze Spiel wieder los geht, ob wir denn vielleicht diesmal einen tollen, schneereichen, arschkalten und Schnellkristalle-an-die-Fenster-zaubernden Winter 17/18 bekommen… (haha, ich geh dann mal weiter träumen….) Euch noch einen schönen Tag gewünscht… 😀

    Jessy

    • Hi Jessy,
      willkommen zurück. Wie es derzeit aussieht hast du mit dem September leider recht. Polarwirbelschwamm über die Asche – wenn der Oktober endlich da ist, beginnt wieder die spannende Zeit auf Nebel, Regen, Sturm, Wind – und den Winter 2017/18. Je näher wir dem Sonnenminimum rücken, umso besser die Chancen. Wobei die Chancen NACH dem Sonnenminimum laut Forschung am besten sind, also vermutlich 2020/21 oder 2022/23. Vielleicht haben wir ja schon diesen Winter Glück und bekommen mehr als 24 Stunden 7 cm Schnee wie sonst ^^

      • Jessy Ca

        Na das wäre ja was… ^^ man traut sich gar nicht, es sich auszumalen…

        Aber um mich für die September-Hölle zu wappnen, hab ich mich mit Familie in den zumindest etwas kühleren Norden verzogen. Zumindest noch für die letzten paar Tage der Ferien. Danach heißt es wohl Hitzeschild hochfahren und Zähne zusammen beißen… 🙁

        • Gute Wahl und sehr weise ^^ Der Hurrikan „Harvey“, der soeben Texas verwüstet, könnte über die Westdrift nach Europa gelangen und dann nochmal für … Hitze sorgen. Welche Überraschung 😛 Gut erklärt bei: http://wetterkanal.kachelmannwetter.com/was-hurrikan-gert-mit-unserem-wetter-macht/

          • Jessy Ca

            Oh ich hab mich wohl vertan, die Hitze geht im August schon los, nicht im September… *schwiiitz* Was Harvey angeht… das ist schon echt erschreckend. Bin da im Moment auch etwas sprachlos… Klar, ist natürlich weit weg und man ist nicht direkt betroffen. Aber was bedeutet es für die Zukunft? Man ist schon echt besorgt… Und es hört einem auch keiner zu und man wird dümmlich beäugt, wenn man mal was zum Thema los lässt… Was´n mit der los? Hat die was eingeworfen? Am Schlimmsten immer das Gejammer bei den Müttern am Fußballplatz… Die beklagen permanent, dass wir „überhaupt keinen Sommer mehr haben…“ Da rutscht dir mal ein: „WAS? Wir haben mittlerweile Ganzjahressommer!“ raus und schon gucken die dich an, als hätteste ne Pizza im Gesicht…. Ich geh dann nicht weiter drauf ein… leider hab ich die Nerven nicht, um diesem Dummgelaber entgegen zu stehen… Die Menschen sehen das Offensichtliche nicht…