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Hitze verstärkt Kriege und Gewalt

Geahnt haben wir es immer und jetzt wird es endlich auch einmal bestätigt: Hitze begünstigt Gewalt im Alltag und als gesellschaftliche Folge auch regionale Kriege.
Da darf man schon einmal die unbequeme Frage stellen, warum einem Rechtsterroristen in nordischen Ländern (Breyvik) etwa einige tausend islamische oder nichtreligiöse (Afrika) Terrorakte in der Hitze ausgesetzten Ländern gegenüberstehen. Ist es reine politische und historische Zufälligkeit? Oder hat auch das Klima* einen gewissen Anteil?

Einige Studien haben hier in 2 Untersuchungsfeldern Theorien aufgestellt, die kein gutes Licht auf eine Menschheit in der Klimakatastrophe werfen. Eine behandelt unser Verhalten im Alltag bei Hitze im Sommer, bei der anderen stehen die bewaffneten Konflikt und damit der größere, gesellschaftliche Rahmen der Gewalt im Blickpunkt.

 

(1) Die Hitze im Alltag als Ursache für Aggression

Der Artikel der FAZ sieht hier im Rahmen verschiedener Aggressionsmodelle die Hitze als aggressionssteigernd, wobei die Versuche, unbedingt eine politisch inkorrekte Verurteilung von äquatornahen Staaten zu vermeiden, seltsame Blüten treibt: Nicht die Hitze sei aggressionssteigernd, sondern die fehlende Abkühlung.
Das mutet an wie ein Witz und ein passender Vergleich wäre: Nicht der Tod ist fatal, sondern nur die Schmerzen bei der Ermordung.

Das kennen wir: Hitze ist zermürbend und man kann ihr nicht entkommen. © <a target="_blank" href="https://www.flickr.com/photos/anoushdehkordi/2597420553">Ash Photoholic</a>, Lizenz: <a target="_blank" href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">CC BY 2.0</a>

Das kennen wir: Hitze ist zermürbend und man kann ihr nicht entkommen. © Ash Photoholic, Lizenz: CC BY 2.0

Da man der Hitze logischerweise nicht entkommen kann wie der Kälte, gibt es keinen Unterschied zwischen einer ohnehin unwirksamen Abkühlung und einer durch die Klimakatastrophe gesteigerten Dauerhitze. Mir persönlich geht es eher so, dass ich durch den Verlust der Kühle beim Verlassen von klimatisierten Räumen aggressiver werde. Der Wechsel von einer “Hitzeeintönigkeit” in den nichtgewollten Wechsel von erlösender Kühle in deprimierende Hitze steigert eher das Unwohlsein durch die erlebte Erinnerung, wie schön die Kälte ist im Vergleich zur real vorhandenen Nichtkälte.
Andererseits erscheint es psychologisch durchaus plausibel, dass eine eintönige Dauerhitze das Gefühl eines Ausgeliefertsein an die Hitze unterstützt und damit den Eindruck vollständiger Ohnmacht, den Qualen nicht entkommen zu können.
Oder wie es Joachim Müller-Jung, der Autor des Spiegel-Artikels lebensnah schreibt: “Zwei windstille Nächte im Hochsommer ohne Klimaanlage oder wahlweise ein paar Nächte unter dem Dach verleihen der amerikanisch-niederländischen Theorie einiges an Plausibilität.”

Übrigens: Insbesondere bei Urlaubern soll das “Reizklima” großer Hitze mitsamt einem Selbstkontrollverlust häufig in eskalierende Situationen und einem hohen Maß an Aggression münden.

 

(2) Hitze als Katalysator von bewaffneten Konflikten

Neben der Auswirkungen auf den Alltag haben Forscher auch mögliche Auswirkungen von Hitze auf außer Kontrolle geratene Konflikte in warmen Regionen untersucht. Dabei konnten lediglich in 9% der Fälle kausale Verbindungen von Hitzewellen mit außer Kontrolle geratenen Konflikten hergestellt werden.
Das bedeutet: Logischerweise sind Hitzewellen nicht allein entscheidend für kriegerische Auseinandersetzungen. Man darf davon ausgehen, dass bereits seit längerer Zeit schwelende kulturelle, soziale oder politische Streitpunkte die eigentliche Ursache von Kriegen sind.

Afrika: Wo Hitze, korrupte Machthaber und Konflikte zusammentreffen. Hier: Soldat der Äthiopischen Verteidigungsstreitkräfte, 2006

Afrika: Wo Hitze, korrupte Machthaber und Konflikte zusammentreffen. Hier: Soldat der Äthiopischen Verteidigungsstreitkräfte, 2006

Allerdings könnte somit der klimatische Einfluss in Form von Hitzewellen die bestehenden Konflikte beschleunigen und verstärken.

Das Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung sieht den Faktor von Hitzewellen und generell klimatischen Katastrophen sogar in 25% der untersuchten Fälle in einer anderen Studie als “destabilisierenden Faktor” für vorhandene Konflikte. In 98 von 241 Fällen sei hier ein bewaffneter Konflikt mit einem klimatischen Extremereignis wie einer Dürre oder einer Hitzewelle zusammengefallen.

Was individuell (abseits von Minderheiten wie Hitzeliebhabern) absolut nachvollziehbar ist, dass Hitze im Alltag extrem die Lebensqualität beeinträchtigt und somit zu Unwohlbefinden und Aggression führt, scheint auch global eine Auswirkung zu haben. Während man im Winter einfach warme Kleidung anzieht und so einem “Kältestress” entkommt, wie es einfacher nicht geht, lastet Hitzestress ohne Möglichkeiten einer effektiven, dauerhaften Abkühlung sehr viel schwerer auf Körper und Gemüt.
Wenn sich dies gesamtgesellschaftlich ereignet, können in Krisenländern durch das erhöhte Aggressionspotential sich Konflikte zu Kriegen ausweiten. Zumindest dieser Beleg scheint mittlerweile gelungen zu sein. Und er verheißt für die Menschheit in einer Welt mit immer schneller steigenden Globaltemperaturen wie auch deutlich ansteigenden innergesellschaftlichen, wie äußeren Konflikten nichts Gutes – und Europa inklusive Deutschland zählt mit einer Politik unkontrollierter Masseneinwanderung und dem globalen islamischen Terrorismus ebenfalls dazu.

Artikel
FAZ: Dieses Reizklima überall
Spiegel.de: Statistik – Naturkatastrophen erhöhen Kriegsrisiko
Potsdam Institut für Klimafolgenforschung: Klima-Desaster erhöhen das Risiko für bewaffnete Konflikte in ethnisch zersplitterten Ländern



  • Autumn

    Ich merke es an mir selber: Bei Hitze werde ich richtig knatischig.

    • Eben. Mit “Kälteheizung” und Kältekleidung, sozusagen in Gegenanalogie zum Winter für Sofeten, wäre das alles kein Problem. Aber nicht in diesem Universum mit diesen physikalischen Gesetzen (Abkühlung erfordert 1000 mal mehr Energie als Erwärmung).
      Mit einer gemäßigten Eiszeit und etwa 2 Grad weniger Globaltemperatur als aktuell wären wir im “Klimaoptimum”.

      • Winter’s Majesty / Ullr

        Prinzipiell Zustimmung… nur, dass das mit 1000 Mal mehr Energie etwas zu simpel ausgedrückt ist. Es kommt darauf an, auf Basis welches Energiegradienten man eine Abkühlung in welcher Periode mit welcher Dauer und Auswirkung erzeugen will. Prinzipiell bräuchte man nur die Wärmequelle reduzieren und das kleinere System (in dem Fall die Erdatmosphäre) verliert die hierdurch zugefügte Energie automatisch nach und nach. Deswegen kann es ja auch Nachts abkühlen. Eine generelle Abkühlung erfordert also keinerlei Energie. Das wäre ja ein Paradoxon. Da durch das hinzufügen von Energie eine Erwärmung erzeugt wird. Ich weiß aber was du meinst. Will man z.B. ein Getränk kühlen, braucht man viel Energie um der Umgebung dieses Getränkes die Energie zu entziehen und damit dafür zu sorgen, dass (wieder Ausgleichsverhalten) vom höheren Energiequotienten des Getränkes (da wärmer) Energie auf das System mit niedrigerem Quotienten übergeht (Luft im Kühlschrank… da kühler)… Dadurch wird dem System (Getränk) Energie entzogen, was zu einer Abkühlung führt. 😀

  • Alptraum der Sofeten

    Exotische Themen die du ab und zu behandelst. Gefällt 🙂
    Man könnte ja mal Forschungen anstellen. Sind ja nun dank einer neuen Völkerwanderung gute Umstände vorhanden.

    • lol findest du das exotisch? Ehrlich gesagt ist mir so was andauernd in der Uni am Horizont der behandelten Themen immer wieder in die Hände gefallen. Aggressionsmodelle sind in der Soziologie ein vielbeachteter Gegenstand.
      Aber du hast recht: Für empirische Forschungen muss man jetzt nicht mehr ins Ausland in Kriegsgebiete reisen, das haben wir mittlerweile vor der eigenen Haustür. Erst vorletzte Woche mit einem Syrer, der im Hallenbad (ich muss halt meiner Tochter Schwimmen beibringen 😛 ) randalierte…

      Auf globaler Ebene wird das richtig gefährlich werden, wenn’s so weitergeht. Die Welt ist völlig aus den Angeln. “Spannend” zu verfolgen, wie die europäische Selbstvernichtung weitergeht. Fehlt nur noch Trump als US-Präsident ^^

      • Alptraum der Sofeten

        Also zumindest für mich ist es exotisch, da ich noch nie von dem “Zeugs” gehört habe 😀

      • Winter’s Majesty / Ullr

        Auch hier stimme ich dir zu 99% zu… bis auf das mit Trump… ich dachte erst so wie du… als ich mal durch Zufall in einer Unterhaltung mit einem amerikanischen Freund (farbig… sehr dunkelhäutig) den ich eigentlich immer als Demokraten (also Wähler der Demokraten… wie auch Obama) kannte auf das Thema Trump zu sprechen kam… ausgerechnet dieser Mensch hatte mir dann erklärt, was Trump wirklich macht, sagt, denkt und will… und dann hab ich mal recherchiert. Ja er hat einige fragwürdige Aussagen getroffen… aber das hast du, bei allem Respekt auch schon und ich sicher auch. Er ist dennoch der erste und einzige, der z.B. offen zugibt, dass die EU ein Fehler war, dass die Irak Offensive ein Fehler der USA war… dass die NATO unter den USA so an ihrem eigentlichen Ziel vorbeimarschieren… dass die gesamte Terror- und Flüchtlingskrise nur Folge der fehlerhaften US-Außenpolitik der vergangen Jahre und Jahrzehnte war. Dass daran ausschließlich die USA schuld sind und dass er diese Fehler, soweit möglich, wieder ausbügeln wird. Er wird solche Pfeifennudeln wie unsere pseudodeutsche Kaktusblüte in ihre Schranken weisen. Er wird mit einem wie Putin verhandeln können… Putin selbst sagte, dass Trump ein Mann ist, mit dem er reden könnte… sollte die (SEINE Worte umgangssprachlich übersetzt) Schlam*e Clinton gewinnen gibt es Krieg, von so einer korrupten, verlogenen, kriminellen Dampfplauderin will er sich nichts anhören. Und soll ich dir was sagen? Er hat Recht! Trump mag vielleicht immer noch viele Fehler machen… aber er ist immer noch besser, als der eigentlich mexikanisch-kanadische Cruz… der abhängige Rubio… der unqualifizierte, schleimige Romney … der körperlich und geistig verschrumpelte Sanders… die verlogene, geldgeile, schlampige, korrupte und verbrecherische Schlange Killary… der bestechliche, Wall-Street-buckelnde, unfähige Islamistenfreund Obama… der geistig im Wilden Westen hängen gebliebene George W. Bush… oder der Bill Clinton, der nicht einmal seiner eigenen Frau treu bleiben kann… wie soll er es dann bei einem ganzen Land schaffen? Nein Trump wäre in der Wirtschaft, gerade in der harten US Wirtschaft niemals so weit gekommen, wäre er nicht fähig vernünftig und gut zu verhandeln. Trump ist auch kein Rassist, er hat gerade bei den Latino-Stämmigen und Afro-Amerikanern viele Unterstützer und Wähler, weil sie selbst wissen, wie die illegalen Einwanderer auch gerade dieser Bevölkerungsschicht schaden. Trump geht es nur um die illegalen Einwanderer, nicht um Einwanderer insgesamt. Ihm geht es auch darum, die US Wirtschaft stark zu machen, nicht alle anderen zu vernichten. Man kann natürlich alles schon wieder mal so verdrehen, dass man seine “Berechtigung” hat, gegen den, der eigentlich die Wahrheit spricht und Frieden finden und schaffen und wahren will, Krieg zu führen. So wie sie es auch bei Putin machen. So wie sie es auch schon vor 100 Jahren gemacht haben… vor 200 Jahren… vor 300 Jahren. Es ist immer das selbe. Die Wahrheit wird verdreht oder komplett geheim gehalten oder zumindest geleugnet. Eine Pseudo-Wahrheit wird in die Köpfe der Leute geprügelt und gehämmert, so dass die Allgemeinheit die schmutzige Arbeit derer erledigt. Das gehört aber glaube ich gar nicht hier her? Hier geht es doch um Wetter oder? 😀 Entschuldige die Ausschweifun… Von dem Punkt abgesehen stimme ich dir ja sowieso voll zu.

        • Um es kurz zusammenzufassen: Deutschland hat so oder so die Arschkarte, egal welcher Ami Präsident wird, die Zeit der großen Allianzen, von denen wir profitieren ist seit dem Ende des kalten Kriegs vorbei.
          Ich beobachte amüsiert-entsetzt mit historischem Wissen, welchen Verlauf das Ganze nehmen wird …

      • MINDERQUEST

        Naja sonst wird stumpfsinnig über ein Gebiet berichtet…

  • Winter’s Majesty / Ullr

    Was meinst du, warum die Kreuzzüge im heißen Rom (Vatikan) beschlossen wurden… die Inquisition im heißen Spanien und Italien begonnen hat? Der heutige Terror nicht von Eskimos oder Sami kommt, sondern von Islamisten aus den heißen arabischen, bzw. allg. orientalischen Ländern und aus Afrika? Was meinst du, warum es in Südamerika so viel Korruption und Gewalt gibt? Auch im heißen Mexico? Schöne Landschaften kann auch das heiße Klima hervorbringen und leckere Früchte… und interessante Tiere. Das kann man nicht abstreiten… aber zum dauerhaften Leben vor Ort sind diese Regionen m.E. ungeeignet. Deshalb flüchten ja auch alle in die USA und in die EU… deshalb machen Dänemark, Österreich und die Schweiz die Grenzen dicht… deshalb steigt GB aus der EU aus… deshalb wird Trump die US-Wahl gewinnen, weil er es ihnen gleich tun will. Denn bei diesen Völkern ist die Hitze (“Hitzigkeit”/”Hitzkopf”) und der Hass und die Wut und die Aggressivität und Impulsivität, die daraus resultieren bereits in den Genen fest verankert. Die sind sozusagen verloren und sollten uns nicht noch anstecken damit… Was ja dank den SOFETEN hier überall sowieso auch ohne die schon geschieht… ^^