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Die "vollgekotzte Kokosnuss" ist ein Preis, den kaltwetter.com für den schlimmsten sommerfetischistischsten Artikel oder Aktionen im Jahr verleiht.

Zugrundeliegender „Artikel“: Hitzeblasen machen Hoffnung auf Rekordsommer (Bildzeitung)

Der erzsofetische Meteorologe Dominik Jung wirkt immer so verkniffen. Man weiß nicht, ob er sich bei dem inkompetenten Gestammel und dem Hintern pudern von Sommerfetischisten (Sofeten) seiner Pseudoarbeit für seine Meteorologenzunft schämt oder ob er sich beim Sonnenbad in den von ihm bejubelten 40 Grad einfach nur die Hoden verbrannt hat.
Die Bildzeitung hat unter Zuhilfenahme von Dominik Jung und eines ungenannten Bild-Autors nun den Vogel abgeflammt. Selbst für das geistige Niveau dieser Sofetenpresse ist ihnen ein echter Tiefschlag beim Niveau meteorologischen Journalismus gelungen.

Damit qualifiziert sich die Bild-Zeitung als erster Kandidat für den Preis der „vollgekotzten Kokosnuss“ 2017 – der Würdigung der schlimmsten pseudojournalistischen Artikel im Stil des deutschen Sommerfetischismus (Sofetentum).

Sommerfetischistischer Strafrechtsparagraf überfällig!

„Endlich Hitze. Endlich Sonne. Endlich Sommer!“

In der klassisch dreifachen Wiederholungsepilepsie beginnt das Pamphlet, da die Wiederholung der Freund geistig benachteiligter Sofeten ist. Normalerweise sollte es zudem einen Strafrechtsparagrafen dafür geben, wenn man lebensbedrohliche Hitze auf solch ekelerregende Weise positiv konnotiert.

„Endlich Hitze“: Denn Hitze hat 2003 zu 70.000 Toten in Europa geführt. Aktuell führte die Hitze zu den schlimmsten Waldbränden in Portugal mit derzeit 70 Todesopfern. Dagegen fallen Todesopfer von Kälte (1-2) und Stürmen (ein Dutzend) kaum ins Gewicht, rein statistisch gesehen. Dass man die Hitze bejubelt, während man gleichzeitig die Opfer totschweigt, zeugt von einer ethischen Gesinnungsamputation, dass es fassungslos macht.

Tatsächlich. Die Sonne lacht!
Tatsächlich. Die Sonne lacht!

„Endlich Sonne“ kennzeichnet wohl überdeutlich den Bildungsstand des Autoren der Bild. Als wäre die Sonne nie vorhanden. Leider ist sie immer da, selbst wenn Wolken sie gnädigerweise verdecken und auf diese Weise die Temperaturen um etwa 7 Grad senken. Insofern wäre es also weitaus weiser, klüger und auch sinnvoller zu schreiben „Endlich Wolken!“ (wenn sie aufträten). Und die Sonne (auch wenn sie nichts für ihre Hitze kann) ruhig einmal herzhaft zu verteufeln, wenn man schon irrational sein möchte: Die 16 besten Beschimpfungen für die Sonne.

„Endlich Sommer“: Sommer wurde früher in Zeiten mit einem normalen Klima mit 15-25 Grad in Verbindung gebracht, mit Wind, mit Sommerregen und somit 3 meteorologischen Monaten, die zumeist erträglich wurden. Vgl. hierzu auch den Vergleich der Sommermitteltemperaturen mit früheren Zeiten: Wie wird der Sommer 2017?

"Im Namen des Volkes ergeht folgendes Urteil: Der Angeklagte hat aufgrund Mittäterschaft an der globalen klimatischen Katastrophe im Hochsommer täglich 8 Stunden in der Kernhitzezeit von 11 bis 19 Uhr mit einer Zahnbrüste den Asphalt zu säubern". © <a target="_blank" href="https://www.flickr.com/photos/ahtd/20875325628">Arkansas Highways auf flickr.com</a>, Lizenz: <a target="_blank" href="https://creativecommons.org/licenses/by-nd/2.0/">CC BY-ND 2.0</a> (keine Bildveränderung!)
„Im Namen des Volkes ergeht folgendes Urteil: Der Angeklagte hat aufgrund Mittäterschaft an der globalen klimatischen Katastrophe im Hochsommer täglich 8 Stunden in der Kernhitzezeit von 11 bis 19 Uhr mit einer Zahnbürste den Asphalt zu säubern“. © Arkansas Highways auf flickr.com, Lizenz: CC BY-ND 2.0 (keine Bildveränderung!)

Dass man Sommer heutzutage mit abstruser Hitze mit Lebensqualität auf dem Nullpunkt und einem nahezu scheintoten Zustand des öffentlichen Lebens (waren Sie schon mal draußen bei 35-40 Grad und haben die Straßen beobachtet?) in Verbindung bringt, entspricht der Realität in einem globalen Treibhausgasselbstmord der Menschheit, ist aber von der Wertung ungefähr so erstrebenswert wie die Entführung durch einen mordlüsternen Psychopathen.
Bei der Bildzeitung hingegen scheint genau dies jedoch mit Vollgas angestrebt zu werden. Ist es ein Zeichen von bloßer Dummheit? Oder doch schon von Wahnsinn? Auf jeden Fall ist es als Mittäterschaft bei der Förderung des klimatischen Untergangs der Menschheit zu interpretieren. Ein überfälliger Strafrechtsparagraf wäre wohl dann als salomonisch zu bezeichnen, wenn der Verurteilte eine Strafe auferlegt bekäme, die ihn in die von ihm so bejubelte Hitze befördern würde. Das Säubern des 60 Grad kochenden Asphalts mit einer Zahnbürste beispielsweise.

Hitzeblasen aus Spanien?

„Hoffnung machen Hitzeblasen, die sich in den kommenden Wochen immer wieder über der Iberischen Halbinsel bilden werden.“

Dieser schreibepileptische Krampf erreicht vom meteorologischen Niveau nicht einmal eine Sendung der Teletubbies für 1-jährige über das Wetter.
Selbst die Spekulation darüber, was dieser angeblich voll ausgebildete Meteorologe damit gemeint haben könnte, ist wie das mentale Herumstochern in nicht nur etwas intellektuell Bodensätzigem, sondern darüber hinaus auch äußerst Unappetitlichem. In etwa so, als lese man als Universitätsprofessor eine wissenschaftliche Hausarbeit, die mit Mühe den Stellenwert eines Praline-Leserbriefs aufweist.

Von "Hitzeblasen" keine Spur. Stattdessen führt die Vorderseite eines wie immer ungünstig auf dem Atlantik gelegenen Trogs die abartige Hitze aus Spanien nach Deutschland. © <a target="_blank" href="http://www.wetterzentrale.de/de/topkarten.php?map=1&model=gfs&var=1&run=6&time=240&lid=OP&h=0&mv=0&tr=3#mapref">wetterzentrale.de</a>
Von „Hitzeblasen“ keine Spur. Stattdessen führt die Vorderseite eines wie immer ungünstig auf dem Atlantik gelegenen Trogs die abartige Hitze aus Spanien nach Deutschland. © wetterzentrale.de

Sollte mit „Hitzeblase“ etwa die Folge der Troglage gemeint sein, die westlich auf dem Atlantik liegt und auf der östlichen Vorderseite südwestliche Luftmassen einer unerquicklichen Hitze zu uns brandet? Sollte es so sein, dann fragt man sich, warum ein Meteorologe dann nicht die korrekten Begriffe verwendet oder sie zumindest so umschreibt, dass die Angehörigen seiner Zunft nicht bei der Wahl verzweifeln, ob sie vor fachlichem Entsetzen schreien oder angesichts umfassender Autorenblödheit enttäuscht weinen sollen.

Vielleicht sind mit Hitzeblasen aber auch nur die geistigen Hohlräume im deutschen Sommer gemeint, der gewisse Leute unterliegen. Man wundert sich bei dem gemeinen deutschen Sofeten nicht darüber, der kaum etwas mit intellektueller Beschäftigung anfangen kann und dessen hitzepervertierter Kosmos sich um die Bedürfnisbefriedigung aus Nahrung, Wasser, Schlafen und Fortpflanzung in der Sonne oder gar mit der Sonne dreht.
Ein Meteorologe hingegen erwirbt normalerweise mit seinem Wissen auch die ungeschriebene Verantwortung, dieses Wissen zum Wohl der Menschheit weise einzusetzen. Und ganz sicher nicht, um einem tumben Hitzlamistenmob in seinem Wahn zu bestätigen, Brüllhitze und Naturvernichtung zu bejubeln und die globale Vernichtung der Zukunft unserer Kinder in einer Treibhausgaskatastrophe zu verharmlosen.

Das Bild-Pamphlet deutet am Ende sogar an, dass die herrschenden Temperaturen zu hoch sind, ja bereits das gesamte erste Halbjahr 2017 zu warm ist und diese unnatürliche Hitze in den Vorjahren ebenso aufgetreten ist. Und dann – endet der Artikel. Dem nach Hitze geifernden Sofeten mutet man keine Schlussfolgerungen mehr zu. Etwa, dass die Treibhausgaskatastrophe im schlimmsten Fall bei einer Massenemission von Methan zu einer Apokalpyse der Menschheit führen könnte.
Oder dass Hitze in einer globalen Klimakatastrophe eben nicht bejubelt, sondern aufs Ärgste verflucht werden sollte, damit die Menschheit 5 nach 12 den Planeten mit allen gemeinsamen Mitteln abkühlen kann, um das Schlimmste für die Kinder und Kindeskinder unserer eigenen verfluchten Generation zu verhindern.

Regurgitation

Statt der Laudatio für eine herausragende Leistung nun also die Regurgitation (Vom Lateinischen ins Deutsche übernommen und auch synonym verwendet wird gelegentlich die begrifflich breitere Regurgitation, welche allerdings nicht unbedingt zum Austritt der regurgitierten Flüssigkeit aus dem Mund führen muss, sondern bei Einatmen auch zur Aspiration des Erbrochenen führen kann, Quelle: Wikipedia, Stichwort „Erbrechen“).

Man fragt sich, wer der für Wetter und Klima zuständige Bild-Schreiberling ist ... © <a target="_blank" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:A_group_of_deformed_men_force_one_of_their_number_to_vomit_in_a_bowl_Wellcome_V0011715.jpg">Wellcome Images auf commons.wikimedia.org</a>, Lizenz: <a target="_blank" href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en">CC BY 2.0</a>
Man fragt sich, wer der für Wetter und Klima zuständige Bild-Schreiberling ist … © Wellcome Images auf commons.wikimedia.org, Lizenz: CC BY 2.0

Insgesamt qualifiziert sich die Bildzeitung mit diesem Pamphlet für den sofetischen Preis der vollgekotzten Kokosnuss in herausragender Weise.
Ist man ohnehin von der Bildzeitung keine geistigen Höhenflüge in Meteorologie und Klimatologie gewohnt, so sticht der Artikel durch die umfassend dämliche Metaphorik der „Hitzeblasen aus Spanien“ hervor. Garniert von nahezu göbbelscher Begeisterungshysterie für mordende, unnatürliche Hitze einer globalen Klimakatastrophe gelingt es der Bildzeitung hier Massenanbiederung mit Hitzeterrorismusunterstützung zu kombinieren und dabei das sprachliche und geistige Niveau eines benachteiligten Kleinkindes konsequent vom ersten bis zum letzten Wort nicht mehr zu verlassen.

Diese ungewollte Kandidatur für den sofetischen Journalistenpreis der vollgekotzten Kokosnuss wird nur schwer umzustürzen sein. Man darf gespannt sein, welche Anwärter sich im Laufe des Jahres hinzugesellen werden. Am Ende wird im Rahmen einer Umfrage der Gewinner ermittelt werden, sollten sich noch weitere Kandidaten einfinden.
Fürs Erste jedoch gratulieren wir der Bildzeitung, dem Pseudometeorologen Dominik Jung und dem ungenannten Autor des Artikels „Hitzeblasen machen Hoffnung auf Rekordsommer“ (mein gütiger Gott …) zu einer herausragenden Leistung beim erfolgreich umgesetzten Anspruch, ein immerhin schriftsprachliches Artefakt der Menschheit noch unterhalb der mentalen Grasnarbe in einem „Bauer sucht Frau“-Fremschämgrab zu versenken. Herzlichen Glückwunsch!

Dieser Artikel besteht zu 100% aus Satire. Sollten Sie mit diesem Humorkonzept nicht vertraut sein, dann fragen Sie Ihren verbeamteten Humorberater oder ihre einstigen Erziehungsberechtigten.




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  • Stefan

    Sollte der Preis ursprünglich die Bildzeitung nicht explizit aussschießen? 😉 Deren regelmäßige journalistische Exkrementierungen lassen ja nichts anderes erwarten, sämig und leicht brockig garniert 😛

    Aber im Ernst. Das musste mal geschrieben werden und zwar genau SO wie du es getan hast, Michael. Applaus, Applaus, Applaus! 😉

    • Ich weiß, ich habe eine Ausnahme gemacht aus den o.g. angeführten Gründen ^^

      • Stefan

        Das ist aber auch eine Steilvorlage … ^^

        • Ich hatte eigentlich noch ganz andere Artikel zu schreiben (Wetterprognose und da wartet noch eine durchgeknallte Überraschung zur Sommersonnenwende für meine Leserschaft ^^), aber da musste man ja drauf reagieren. ^^

          • Stefan

            Oh, auf die durchgeknallte Überraschung bin ich gespannt. ^^

          • *gg* Am 21.06. zur Feier der Sommersonnenwende wird sie veröffentlicht. Im Wahn gestern 4 Stunden lang nachts geschrieben, heisere Schreie drangen aus dem gekühlten Keller, man weiß nicht, waren es Schreie des Schmerzes, der Verzückung oder dass man von der Muse missbraucht wurde, bis erst die vollkommene Erschöpfung die Ketten brach? 😉
            Mich hat es gelangweilt, nur langweilige Fakten und angestaubte völkerkundliche Banalitäten zu präsentieren. Also lieber genau umgekehrt.

    • Evgeny Mansurov

      Genau Bild! und wetter.de sollen aus dem Rennen sonst bleibt es für die andere Vollpfosten nix übrig!

  • Tuennemann72

    Der Text stimmt auf den Punkt genau 😉

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