Sonne im Jahr 2003 im Ultraviolettspektrum.
Sonne im Jahr 2003 im Ultraviolettspektrum.

Selbst in einem Monat, der viele Ostlagen sah und verhältnismäßig kühle Luft aus Osten und Norden heranführte, zeigt die Klimakatastrophe, dass das allgegenwärtige Kohlendioxid in der Atmosphäre die Temperaturen dennoch in die Höhe schnellen lässt.
Zudem erinnerte der April an 2014, denn bis auf den ersten April-Tag mit den Resten des Sturms, der Ende März Deutschland beglückte und bis auf die letzten wenigen Tage mit endlich erlösendem Regen strahlte die Sonne derart grausam über Deutschland, dass es zu Dürren kam und in Hessen sogar zu zwei Waldbränden.

Der DWD erwähnt zudem, dass der April zum sage und schreibe siebten Mal in Folge deutlich unter dem normalen Regensoll von 58 l/qm war – und dies ist bereits das zugrundegelegte Klimakatastrophenmittel 1981-2010!
Es handelt sich somit nachweislich um eine stetig wiederkehrende, radikale Änderung, die uns vor Augen führt, was die Klimakatastrophe in den nächsten Jahren und Jahrzehnten bringen wird: Naturkatastrophen im Frühling in Form von Dürre und Hitze, Wassermangel, Feldfrüchte verdorren.

Die Temperaturen: Zu warm, zu warm, zu warm

Der April endete natürlich im zu warmen Bereich mit einem deutlichen Plus von 1,2 Grad im Mittel, was etwa 5 Grad zu hohen Tageshöchsttemperaturen entspricht. Wir stehen damit vor einer langen Katastrophenreihe von 8 (in Worten: acht) zu warmen Monaten in Folge. Der letzte zu kühle Monat war der August 2014.

Bisher gestaltet sich in der Reihe der Monate des Jahres 2015 folgendes, grauenhaftes Bild:
Januar 2015 = 2,2 Grad Celsius im Mittel = +2,7 Grad zu warm
Februar 2015 = 0,7 Grad im Mittel = +0,3 Grad zu warm
März 2015 = 5,2 Grad Celsius = +1,8 Grad zu warm.
April 2015 = 8,6 Grad Celsius = +1,2 Grad zu warm.

Eine Unterscheidung nach Bundesländern lohnt sich dieses Mal kaum, weil die Lage flächendeckend schlecht war. Die Hitze und Sonne war überall mehr oder weniger gleich und beruhte wie immer auf sich ausbreitenden Hochdruckgebieten. Deutschland lag dabei an der Südostflanke von Hochdruckgebieten über England* und die meridionale Wetterlage verhinderte eine Hitze, wie sie 2014 Deutschland verheerte. Statt dessen wurden es „nur“ 1,2 Grad, die der April zu warm ausfiel, aber auch das ist bereits vollkommen anormal.
Lediglich an den Küsten war es aufgrund der noch kühlen Nord- bzw. Ostsee angenehmer, während in den anderen Bundesländern bereits Werte von knapp 30 Grad an vereinzelten Tagen erreicht wurden.

Regen: Fehlanzeige

Waldbrände gab es früher kaum im Sommer, jetzt bereits im April, © Tilo auf www.commons.wikimedia.org, Lizenz: http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de
Waldbrände gab es früher kaum im Sommer, jetzt bereits im April, © Tilo auf www.commons.wikimedia.org, Lizenz: http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de

Früher war der Frühling und vor allem der April bekannt für herrlichen Frühlingsregen, Schnee-Überraschungen und ein Monat, der angenehm war. Die Klimakatastrophe verwandelt den Frühling auf eine so radikale Weise in einen „Glühling“, dass er bereits wie der März zum Sommer zählt und das seit 7 langen Jahren. Eine Änderung dieser Verwandlung der Welt in eine arabische Wüste ist nicht abzusehen, im Gegenteil. Die Klimakatastrophe wird sich, wie es momentan aussieht, weiter fortsetzen und dank El Nino verschärfen.

Der Dürremonitor des Helmholtz-Zentrums zeigt dann auch eine Dürre, die insbesondere im deutschen Frühling vollkommen anormal ist und im deutlichen Kontrast zum Wetter in den 1970er und 1980er Jahren steht. Wobei der April letzten Jahres im Vergleich nicht mehr und nicht weniger als eine Naturkatastrophe darstellt, wie man deutlich sehen kann (mittleres Bild).
Als Nachweis sehen Sie rechts die Karte mit der Waldbrandgefahrenstufe am 21. April 2015. Kurz zuvor gab es am 20. April bei Obertshausen und kurz darauf am 22.04. in Bad Schwalbach/Taunus Waldbrände – und das im April!

Dürre im April 2015, © Helmholtz-Zentrum Dürremonitor, http://www.ufz.de/index.php?de=33328
Dürre im April 2015, © Helmholtz-Zentrum Dürremonitor, http://www.ufz.de/index.php?de=33328

Dürre im April 2014 , © Helmholtz-Zentrum Dürremonitor, http://www.ufz.de/index.php?de=33328
Dürre im April 2014 , © Helmholtz-Zentrum Dürremonitor, http://www.ufz.de/index.php?de=33328

Waldbrandgefahrenindex (1 = sehr geringe Gefahr bis zu 5 = sehr hohe Gefahr), © DWD, Waldbrandgefahren-Index WBI, http://www.dwd.de/waldbrand
Waldbrandgefahrenindex (1 = sehr geringe Gefahr bis zu 5 = sehr hohe Gefahr), © DWD, Waldbrandgefahren-Index WBI, http://www.dwd.de/waldbrand

Sonnenschein: Endlose UV-Gefahr

Die Sonne brannte gnadenlos vom Himmel, als verwechsle der Wettergott Deutschland mit Abu Dhabi.
Von Frühling keine Spur, statt dessen das gewohnte Bild: Blumen versuchten sich in der ungewohnten Trockenwüste emporzuquälen, während Sommerfetischisten in himmelschreiender Idiotie riefen „Das Leben kommt zurück, endlich Frühling“, derweil die Pflanzen und Ackerfrüchte auf dem Feld verdorrten. Vermutlich ist die Erkenntnis, dass krankhafte Hitze- und Sonnensucht von der Natur ganz und gar nicht geteilt wird, noch nicht bis in die vertrockneten und UV-gestörten Gehirnreste dieser Subspezies vorgedrungen. Aber das ist bekanntlich leider nichts neues.
Immerhin dürfte die UV-Belastung für ungebremste Hautkrebspflege bei gewissen Leuten gesorgt haben. Jeder bekommt das, was er verdient.

"Der Sand wird heller". Sommerfetischisten freuen sich über die Ankunft des Frühlings in Deutschland, © MagnusManske auf commons.wikimedia.org, Lizenz: http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en
„Der Sand wird heller“. Sommerfetischisten freuen sich über die Ankunft des Frühlings in Deutschland, © MagnusManske auf commons.wikimedia.org, Lizenz: http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en

Leider war ausgerechnet Hessen das Bundesland mit den meisten Sonnenstunden, wobei sich die Anzahl der Stunden nur wenig unterschied.
Insgesamt verzeichnete der April 2015 grauenerregende 223 Sonnenstunden und übertraf das (bereits Klimakatastrophenerhöhte) Soll 1981-2010, das 146 Stunden vorsieht, um somit 46 Prozent.

Insgesamt weist der April 2015 damit den vierthöchsten jemals gemessenen Sonnenstundenwert auf. 2007, 2009, 2010, 2011 stehen noch höher im Kurs des UV-Schreckenskabinetts und fällt es auf? Eben. Alles erfolgte in den letzten Jahren. Die Klimakatastrophe nimmt Fahrt und auf fällt vor allem in den Zwischenjahreszeiten Frühling und Herbst in Radikalismen, sodass der Sommer im Grunde von März bis November mittlerweile reicht und einen vollkommen unerträglichen Zustand manifestiert.
Die Hoffnung kann somit nur noch auf Vulkanausbrüchen mit entsprechender Abkühlung und einem Ausfall des Golfstroms liegen und angesichts der Fakten sind das nur berechtigte Hoffnungen, weil sie Zeit bedeuten. Zeit, dass die Welt und dass Sommerfetischisten zur Vernunft kommen, bevor die Katastrophe, die sich jedes Jahr weiter verschärft, ein Ausmaß erreicht, an dem unsere Rasse zerbrechen wird.

Leben im Glühling oder: Von einem, der auszog, um seinen Stuhl im Kernfusionsreaktor aufzustellen

Der DWD erwähnt in seiner Klimabilanz für den April, dass es seit 7 Jahren keinen Frühling mehr gibt, sondern nur noch Dauersonne und abnorme Temperaturen mit begleitender, erschreckender Trockenheit.
Aus irgendeinem Grunde scheint den meisten Sommerfetischisten die Unlogik ihrer Aussage „endlich erwacht das Leben“ angesichts verdorrender Feldfrüchte, der zweitägigen Lebensdauer von vertrockneten Frühlingsblumen (statt wie in den 70ern 2 Wochen), Waldbränden und dem Sinken des Grundwasserspiegels nicht aufzugehen. Das Leben erwacht. Um stante pede zu sterben. Aber Hauptsache, Sommerfetischisten können dem eigenen Hautkrebs frönen und sich dabei, garniert von nach Wasser lechzenden, sterbenden Blumen, im Frühling wähnen.

UV-Strahlung der Sonne zertrümmert die DNS
UV-Strahlung der Sonne zertrümmert die DNS

Was aber ist Sonnenlicht wirklich?
Abgesehen von der irritierenden, grellen Strahlung im sichtbaren Bereich (wobei der direkte Blick in die Sonne zur Zerstörung der Netzhaut führt, was alleine schon zeigt, wie gefährlich es ist, einen Stern zu verharmlosen) ist besonders die UV-Strahlung hochgradig gefährlich.
Ein Stern wie die Sonne ist nicht mehr und nicht weniger als ein Kernfusionsofen. Nicht zu verwechseln mit der Kernspaltung! Während bei der Kernspaltung Atomkerne eben „gespalten“ werden und dabei auch eine Menge radioaktiver Müll übrig bleibt, der aufwändig entsorgt werden muss, verschmelzen (fusionieren) bei der Kernfusion Atomkerne. Zwar bleibt dabei kein radioaktiver Müll übrig, allerdings ist die UV-Strahlung für Leben tödlich.

Bis zum 18. Lebensjahr bekommen Kinder und Jugendliche bereits 80 Prozent der UV-Strahlendosis ihres gesamten Lebens ab. Schließlich verbringen sie weitaus mehr Zeit im Freien als Erwachsene. Je intensiver die Belastung mit natürlichen oder künstlichen UV-Strahlen ist, desto höher ist das Risiko, später im Leben an Hautkrebs zu erkranken. Daher haben Eltern eine besondere Verantwortung und Vorbildfunktion […] Denn die durch UV-Strahlen bedingten Genschäden in der Haut beginnen bereits lange bevor ein Sonnenbrand entsteht. Daher sollten Sonnencremes nicht dazu genutzt werden, den Aufenthalt in der Sonne auszudehnen. (Deutsche Krebshilfe)

Zwar schützt uns unsere Atmosphäre, doch bei weitem nicht vollständig.
Vor allem die sogenannte UV-A-Strahlung schädigt die Haut durch vorzeitige Alterung und zerstört die genetischen Informationen, was Ursache für Hautkrebs ist. Was Sommerfetischisten gnadenlos in ihrer Hitzeperversion ignorieren, fasst die deutsche Krebshilfe prägnant zusammen. Bei den meisten Menschen genügen 10 bis 15 Minuten Sonnenaufenthalt, um bereits irreparable Hautschäden davonzutragen, die auch nicht repariert werden, sondern sich mit den Jahren akkumulieren.

Für ein vernünftiges Wesen (und immerhin schimpft sich der Mensch bekanntlich „homo sapiens“, also „wissender Mensch“) stellt es ungefähr die Krönung der Idiotie dar, freiwillig täglich sich schutzlos in die Sonne zu begeben.
Vergleichbar ist es, einen Stuhl in einem Kernfusionsreaktor aufzustellen und sich freiwillig zu verstrahlen. Genau dies aber scheint exakt das Ziel der meisten Hitzeperversen zu sein. Als Ursache ist dabei sowohl eine übermäßige Ausschüttung von Endorphinen als Glückshormone beim Anblick der Sonne zu vermuten, also quasi eine legale Drogenwirkung, die das Bewusstsein trübt.
Oder aber die Unfähigkeit, sich gegen die Allgemeinheit zu stellen und dem in Deutschland grassierenden Sonnenwahn mit einem „Nein“ entgegenzutreten. Dieses Lemmingeverhalten, mit einem debilen Grinsen positiv auf die Frage „Schönes Wetter heute, oder?“ zu reagieren, während bei 30 Grad die Erde kocht, das Leben dahinsiecht und der eigene Kreislauf umkippt, erinnert fatal an Fragen wie „Wollt ihr den totalen Krieg?“. Ein „Ja“ war auch schon damals nicht die richtige Reaktion und scheinbar hat angesichts „Ja“ brüllender Massen auf die Frage „Wollt ihr die Klimakatastrophe und das Aussterben?“ Deutschland nicht wirklich etwas dazugelernt.

Aber manche müssen wohl erst im Laufe der Jahrzehnte und dann nicht mehr zu ignorierender Folgen das ganze Ausmaß ihrer Dummheit am eigenen Leib erleben. Das wirklich Dumme daran ist nur: Es wird zu spät sein. Und unsere Kinder und Kindeskinder werden an den Fehlern unserer Generation leiden und auch sterben.
Sogar die für ihre Klugheit nicht unbedingt bekannten Amerikaner* haben dies erkannt. Um die Welt ging das Foto eines LKW-Fahrers, dessen eine Gesichtsseite für 20 Jahre der Sonne ausgesetzt war, während die andere Gesichtsseite im Schatten lag. Der furchtbare Effekt ist mehr als deutlich und veranschaulicht, was der „Lebensspender“ Sonne wirklich mit menschlichen Zellen anstellt, denn, was die Sommerfetischisten vergessen: Wir sind keine Pflanzen* und wir leben auch nicht durch Photosynthese… Erstaunlich, dass die Boulevardjournalistin in dem Video zu dem Schluss kommt „Ich nehme jeden Tag Sonnencreme auf dem Weg zur Arbeit“. In Deutschland? Undenkbar solche Einsichten.

  • Zoppo Trump

    Ja die Sonne nervt mich auch übertrieben. Da kann man nur noch Hoffen sonst nix und warten auf kühlere Zeiten. Die Sonne wird ja jetzt schwächer in form der Sonnenflecken. Mal sehen ob es was bringt, denn das ist ja schon mal sicher das die abnehmen. Übrigens wieder schön zu lesen, freu mich eigentlich immer auf neues von dir. Weiter so Michael 😉

    • Danke Tim 🙂 Momentan habe ich viel beruflich zu tun, da muss ich mir die Zeit für Kaltwetter aus den Rippen schneiden ^^
      Das Sonnenfleckenminimum bzw. die tägliche Auswirkung der SF zeigt sich schon seit einiger Zeit in der Atlantikblockade und zunehmend meridionalem Wetter, das leider oft auch sonnig ist, wie wir merken. Ich denke, wenn wir keine Atlantikblockadesituation so verbreitet gehabt hätten, wäre es wie 2014 gekommen mit 3 oder 4 oder noch mehr Grad im Monat über dem Mittel. Dennoch sind wir von „normalen“ Werten weit entfernt, lediglich der Februar qualifizierte sich dafür mit +0,3 Grad über dem Mittel.

      Ich rechne im Sommer mit dem, was bereits vor 30 Jahren prognostiziert wurde als Folge der Klimakatastrophe: Dürren, viel zu hohe Temperaturen im Wechsel mit gewaltigen Unwettern (und zunehmender Wahrscheinlichkeit von Tornados, auch wenn dies noch strittig ist, siehe den neuesten Artikel).

      Ein guter Sonnenfleckenmonitor mit täglicher Aktualisierung übrigens ist dieser hier: http://space-env.esa.int/index.php/Daily-Sun-Spot-Number.html

      • Zoppo Trump

        Ja ist ja nicht so als ob du dich rechtfertigen musst, ist aber nett von dir :). Ist ne nette Seite, danke. Ja ist wirklich schlimm geworden mit dem starken aufheitzen, habe vor 2-3 Jahren noch nicht wirklich an die Klimaerwärmung geglaubt aber jetzt. Ist ja nicht aus zu alten….

        • Glaub mal, ich auch nicht. Ich gehe brutal nach den Daten und Schlussfolgerungen. Ausserhalb Deutschlands haben es die meisten auch schon begriffen und gehen ganz anders mit den Themen Sonne, Dauerhitze und anderen Folgen um. Warum nur in Deutschland die Idioten sitzen die Hitze und Tiersterben und Dürren toll finden, ist mir ein Rätsel. Ich wäre dankbar, endlich schreiben zu können „5. Monat in Folge zu kalt, Klimakatastrophe ist widerlegt“. Aber das werden wohl eher meine Nachfolger ca. im Jahr 2500 schreiben. Falls die Menschheit dazulernt und dann noch existieren wird.

          • Zoppo Trump

            In Deutschland ist Massenverblödung halt stärker ausgeprägt als in den anderen Ländern. Wir bekommen ja als USA Vasall die ganze Zeit Verdummung aus den USA geliefert. Damit wir leichter zu beeinflussen/zu steuern sind. Ist nur ne Theorie doch die Wahrheit stimmt mir zu wie du selber siehst.

          • hahaha ja daran habe ich auch schon gedacht, dass die Verblödung aus Amiland stammt *g* In einem Land, in dem die Schulkinder Adolf Hitler für unseren gegenwärtigen Bundeskanzler halten…
            Nein, aber ich weiß, dass Dummheit sich weit verbreitet, ganz ohne Zutun von Außen. Das ist auch eine Folge der Bildungspolitik, die seit den 1990er Jahren alle Gelder weggestrichen haben im Bereich Allgemeinbildung. Ob aus Intention, um die Massen besser zu kontrollieren, oder aus unfassbarer Kurzsichtigkeit, weil sich humanistische Bildung nicht direkt in Geldwerten zählen und erfassen lässt, sei dahingestellt.
            Andererseits muss man auch erst lernen, das eigene geistige Instrumentarium anzuwenden und selbstreflexiv zu bleiben. Ich versuche es und werde am Ball bleiben was die Klimakatastrophe angeht – egal ob pro oder contra, wenngleich die Fakten derzeit nur einen Schluss zulassen.

            Ich warte auch immer noch auf pointierte und intelligente Gegendarstellungen von Sommerfetischisten, die ich sogar posten würde, aber bis auf dümmliche Kommentare, die von mir gelöscht werden und peinliche Shitstorm-Kindereien habe ich bisher nichts brauchbares vorgefunden. Aber das ist ja eigentlich auch ein ungewollter Beweis, dass eine gewisse Subspezies von Anbetern des Fusionsmonsters sich vermutlich die letzten Neuronen weggebrannt hat und es gerade noch ausreicht, um in direkter Linie zum nächsten Strand zu taumeln, um seelenlos sich dem Hautkrebs hinzugeben. ^^

  • sommerliebhaber

    Hallo Kaltwetter,
    zunächst einmal danke für die wissenschaftlich fundierten Analysen der Geschehnisse beim Wetter auf dieser Seite. Wenn man die Anfeindungen von Sommerfreunden ausblendet, sind die Beiträge auch für mich als Akademiker und Freund von angenehmer Wärme (20-30°) sehr interessant zu lesen.
    In Anbetracht der Tatsache, dass die Hochkulturen des Altertums im Mittelmeerraum/Mittlerer Osten/Nordafrika und nicht in Nordeuropa entstanden sind, halte ich die These, dass eine wärmeliebende Kultur dumm ist, für nicht haltbar.
    Was mich häufig schmunzeln lässt, sind Deine Überdramatisierungen in Bezug auf den Klimawandel gerade in Bezug auf Deutschland, denn selbst wenn es hier 2-3° wärmer wird – na und? Dann haben wir hier Durchschnittstemperaturen wie in Südfrankreich, das wird sich positiv auf den Weinbau und auf den Sommer-Tourismus auswirken, wobei der Winter-Tourismus in Lagen unter 1500m eben verlieren wird. Was die Polarregionen anbelangt, sehe ich – wie Du – ein großes Problem auf uns zukommen, da ich aber den Klimawandel nicht aufhalten kann, lasse ich es mir nicht nehmen, mich über warme Temperaturen hierzulande zu freuen, ändern kann ich es eh nicht.
    Über den Satz, dass „der März zum Sommer zählt“ kann man ebenfalls nur schmunzeln, da wir selbst am Oberrhein im März keinen Tag über 20° hatten und insgesamt in diesem Jahr bisher erst 3 Tage über 25° und 13 Tage über 20°. Wegen bisher 3 Tagen Sommer den Frühling als Glühling zu bezeichnen, halte ich persönlich für sehr übertrieben.
    Morgen Nachmittag nach Feierabend genieße ich erst einmal die Sonne – natürlich mit ausreichendem Sonnenschutz 🙂

    • Danke für den Beitrag.
      Gut, über die Folgen der Wärme lässt sich streiten. Ich bin nach wie vor der Ansicht, dass es ja nur der Beginn einer galoppierenden Klimakatastrophe sein wird und ob Dürren, wie wir sie bereits jetzt erleben, sich positiv auf Weinbau auswirken, mag dahingestellt sein. ^^ Selbst 2-3 Grad führen im Mittel zu Erscheinungen, die unsere Natur bedrohen, weil wir nun einmal nicht in Frankreich sind und andere geologische Voraussetzungen vorliegen. Zudem halte ich es für wenig weitsichtig, sich nach dem Motto „In Deutschland wird’s warm, was kümmert es mich wenn die Welt krepiert“ die Folgen der Klimakatastrophe schönzureden. Ob es so kommen wird am Ende, dass wir vor der größten Katastrophe der Menschheit stehen, ist natürlich nicht sicher. Allerdings bin ich aufgrund der Fakten davon zum momentanen Zeitpunkt überzeugt. Wir werden sehen.

      Übertreibung ist ein Stilmittel. Leider ist es so, dass man in der heutigen Gesellschaft nur dann gehört wird, wenn man provoziert. Langweilige wissenschaftliche Thesen nimmt kaum jemand an und wenn, dann ohnehin die Menschen, die über genug Bildung verfügen, um die Problematik korrekt einzuordnen. Zudem ist Übertreibung subjektiv. Was Sie als „angenehme Wärme“ empfinden, ist für andere eine unerträgliche Belastung – physisch wie seelisch.

      Was die Anfeindungen angeht, zielen diese auf eine ganz bestimmte Spezies ab, die Kälteliebhabern mit Aggression und Intoleranz begegnen und sich in dieser Gesellschaft derart krank gebärden, dass man diese täglichen Idiotien nicht mehr ertragen kann. Wie ich nicht müde werde zu betonen kann ich Sommer- und Hitzefreaks, die sich mit kulturhistorischen Assoziationen zu Ästhetik der Hitze befassen und die sich missionarischer Vorstellungen Andersdenkenden ihre Lebensart aufzwingen zu wollen enthalten, sehr gut leben. Wie es im übrigen auch in englischsprachigen Foren Gang und Gebe ist. 🙂

      Ich wünsche dennoch viel Spaß beim Sonnenbad ^^ Ich für meinen Teil lebe wieder wie so viele auf, wenn die Temperaturen unter 10 Grad sinken und Wolken den Himmel bereichern 😉

  • Zur Sonnengefahr noch ein Beitrag. Gut, es ist die Bild… trotzdem stimmen Story und Botschaft definitiv: http://www.bild.de/news/ausland/hautkrebs/mutter-warnt-vor-sonnenbad-mit-schock-selfie-40949136.bild.html

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