Das späte Major Warming hat uns vor sofetischen Hitzewünschen den April gerettet!; © Angelin Song auf flickr.com, Lizenz: CC BY 2.0
Das späte Major Warming hat uns vor sofetischen Hitzewünschen den April gerettet!; © Angelin Song auf flickr.com, Lizenz: CC BY 2.0

Der DWD hat die Klimabilanz für Deutschland im ersten Frühlingsmonat März 2016 veröffentlicht (Deutschlandwetter im April 2016 (DWD)).
Mit 0,6 Grad zu warmen Temperaturwerten im Mittel war der April 2016 nominell ebenso wie der März 2016 nur leicht zu warm. Das täuscht allerdings, da es im April auch zu den ersten zwei Hitzewellen in weiten Teilen Deutuschlands abseits der Küsten kam.

April: Ohne Major Warming im März wäre es ein Hitzealptraum geworden

Der April startete vor allem im Süden mit der ersten Hitzewelle des Jahres. 24 Grad in München wurden in der prallen Sonne zu unerträglichen 30 Grad, während in anderen Teilen Deutschlands die Hitzebilanz deutlich günstiger war.
Am 21. April folgte dann die zweite kurze Hitzewelle für ganz Deutschland abseits der Küsten, bevor endlich die Erlösung kam: Bedingt durch die Labilität des Polarwirbels aufgrund des Major Warmings im März, sieht ein Dr. Judah Cohen vom AER hierfür den Grund für die in Europa dann zum Ende des Monats April herrschende Troglage. Diese war so stark, dass man von einem Ereignis wie in Zeiten vor dem erlebten Beginn der Klimakatastrophe in den 1970er Jahren sprechen konnte und sie brachte dem höheren Flachland und Bergland natürlich Schnee, dem Flachland natürlich nicht.

Der Niederschlag war trotz einiger angenehmer Phasen am Ende bundesweit zu niedrig, wobei sich ein Gefälle von Südwest (zu viel Niederschlag) zu Nordost (deutlich zu wenig Niederschlag) herausbildete.
Die Sonnenscheinbelastung war etwas zu hoch und erreichte entsprechend dem Gefälle beim Niederschlag im Südwesten als ideale Region niedrige Werte, im Nordosten jedoch zu hohe Werte.

Die Karten spiegeln einen Monat wieder, der mit der Statistik deutlich über den Monat geglättet wird, während die Unterschiede typisch April im Monatsverlauf sehr groß waren (die Werte unterscheiden sich geringfügig von den „offiziellen“ DWD-Daten, da hier andere Messstationen vermutlich ausgewertet werden. Insgesamt aber dennoch die beste frei verfügbare Datendarstellung):

Temperaturkarte Deutschland April 2016, © <a target="_blank" href=" http://www.bernd-hussing.de/klima.htm"> http://www.bernd-hussing.de/klima.htm</a>
Temperaturkarte Deutschland April 2016, © http://www.bernd-hussing.de/klima.htm

Niederschlagskarte Deutschland April 2016, © <a target="_blank" href=" http://www.bernd-hussing.de/klima.htm"> http://www.bernd-hussing.de/klima.htm</a>
Niederschlagskarte Deutschland April 2016, © http://www.bernd-hussing.de/klima.htm

Karte Sonnenbelastung Deutschland April 2016, © <a target="_blank" href=" http://www.bernd-hussing.de/klima.htm"> http://www.bernd-hussing.de/klima.htm</a>
Karte Sonnenbelastung Deutschland April 2016, © http://www.bernd-hussing.de/klima.htm

Der Monat April 2016 war in Deutschland 0,6 Grad zu warm

Verglichen zum Februar 2016 waren die Monate März und April 2016 nicht extrem zu warm, sondern „nur“ leicht zu warm.
Um einmal das Ganze in Relation zu setzen, schauen wir uns doch einmal die April-Werte der letzten Jahre an. Die Mitteltemperatur für April beträgt im Mittel 1961-1990 7,4 Grad Celsius. Die Abweichungen von dieser Temperatur lauten:

April 2015: +1,0 Grad
April 2014: +3,4 Grad
April 2013: +0,7 Grad
April 2012: +0,7 Grad
April 2011: +4,2 Grad
April 2010: +1,3 Grad
April 2009: +4,4 Grad
April 2008: +0,2 Grad
April 2007: +4,1 Grad
April 2006: +0,6 Grad
April 2005: +1,9 Grad

Als Vergleich einmal die Jahre 1965-1970:
April 1965: -0,7 Grad
April 1966: +1,2 Grad
April 1967: -0,9 Grad
April 1968: +1,6 Grad
April 1969: -0,4 Grad
April 1970: -2,1 Grad

Man erkennt deutlich, dass sich mit immer höherem Sonnenstand der Treibhauseffekt auswirkt und im April im Unterschied zum März überdeutlich zu Tage tritt: Kein einziger kühler Monat und teilweise abstruse Hitzemonate, die alles Maß sprengen im Vergleich zu den 1960er Jahren.
Noch einmal zur Erinnerung: Es handelt sich um monatliche MITTEL-Temperaturen. Zur groben Einschätzung halte man in Erinnerung, dass +1 Grad über dem Mittel etwa 3 Grad zu hohe Tagesmaximaltemperaturen im Flachland bedeuten, also z. B. statt 16 Grad 19 Grad. +2 Grad über dem Mittel entsprechend ca. 5 Grad zu hohe und +3 Grad etwa 7 Grad zu hohe Tagesmaxima.

Quellen für alle Temperaturen: DWD, Zeitreihe der Lufttemperatur in Deutschland, Wetterkontor.

Wir sehen an den Zahlen vor allem 2 Aspekte:
1. Der April kennt ähnlich dem Januar, Februar und März in früheren Zeiten nur selten Normalität, was durchaus meteorologische Gründe hat. Entweder er unterstützt eine Kältelage oder eben nicht, womit dann wiederum sehr warme Temperaturen ins Spiel kommen und das typisch wechselhafte Aprilwetter sich in der Gesamtschau abbildet.

2. Die Klimakatastrophe ist an den Aprilwerten überdeutlich zu erkennen: Während früher der April oft kalt war und mit Schnee überraschte (weit mehr als diese kleine Episode vor einigen Tagen!), gibt es seit der Klimakatastrophe entweder nur warme Aprilmonate oder Brüllhitzealpträume mitten im Frühling. Man kann daher mit Fug und recht behaupten: Nirgends zeigt sich die Auswirkung der Klimakatastrophe in Deutschland so deutlich wie im April!

Temperaturentwicklung in den jeweiligen Jahreszeiten:

Temperaturentwicklung im Frühling von 1760 bis 2010, Quelle: <a target="_blank" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Zeitreihe_der_Lufttemperatur_in_Deutschland">Wikipedia Zeitreihe der Lufttemperatur in Deutschland</a>
Temperaturentwicklung im Frühling von 1760 bis 2010, Quelle: Wikipedia Zeitreihe der Lufttemperatur in Deutschland

Temperaturentwicklung im Sommer von 1760 bis 2010, Quelle: <a target="_blank" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Zeitreihe_der_Lufttemperatur_in_Deutschland">Wikipedia Zeitreihe der Lufttemperatur in Deutschland</a>
Temperaturentwicklung im Sommer von 1760 bis 2010, Quelle: Wikipedia Zeitreihe der Lufttemperatur in Deutschland

Temperaturentwicklung im Herbst von 1760 bis 2010, Quelle: <a target="_blank" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Zeitreihe_der_Lufttemperatur_in_Deutschland">Wikipedia Zeitreihe der Lufttemperatur in Deutschland</a>
Temperaturentwicklung im Herbst von 1760 bis 2010, Quelle: Wikipedia Zeitreihe der Lufttemperatur in Deutschland

Temperaturentwicklung im Winter von 1760 bis 2010, Quelle: <a target="_blank" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Zeitreihe_der_Lufttemperatur_in_Deutschland">Wikipedia Zeitreihe der Lufttemperatur in Deutschland</a>
Temperaturentwicklung im Winter von 1760 bis 2010, Quelle: Wikipedia Zeitreihe der Lufttemperatur in Deutschland

(1) Temperaturen im April 2016

Reihenfolge der Bundesländer, von Bundesländern mit der besten, also niedrigsten Temperatur bis hin zu den Klimaopfern mit der höchsten Temperatur – man beachte die Feinheiten: Wie erwähnt war der Nordosten regional zu warm, der Südwesten kälter als das regionale (!) Mittel. Dadurch näherten sich beide Regionen von den absoluten Zahlen natürlich an, weil der Südwesten im Vergleich zum Nordosten immer wärmer ist. Insgesamt halten sich daher die Aprilunterschiede bei den Temperaturen bundesweit zurück, auch wenn die einzelnen Phasen im Monat sich deutlich voneinander unterschieden und zwischen Hitze und Kälte wechselten.
Die Farbcodes (rot = zu warm, grün = dem Mittel entsprechend max. +0,2 Grad, orange = leicht zu warm, blau = kälter als das Mittel) geben daher die regionalen Besonderheiten wieder: Hessen und Rheinland-Pfalz lagen regional im normalen Temperaturbereich (da bundesweit im Mittel immer zu den wärmsten Regionen gehörend). Das Saarland war das einzige Bundesland, das das landesspezifische Temperaturmittel sogar unterbot!

Platz 1: Schleswig-Holstein 7,3 Grad
Platz 2: Thüringen 7,4 Grad
Platz 3: Hessen 7,7 Grad
Platz 4: Bayern 7,8 Grad
Platz 5-8: Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Saarland und Mecklenburg-Vorpommern 7,9 Grad
Platz 9 und 10: Niedersachsen und Sachsen 8,0 Grad
Platz 11: NRW 8,2 Grad
Platz 12 und 13: Sachsen-Anhalt und Brandenburg 8,5 Grad

(2) Niederschlag im April 2016

Insgesamt notiert der DWD im deutschlandweiten Mittel das Soll von 58 l/m2 – aber nur, weil der DWD das Klimakatastrophenmittel 1981-2010 heranzieht! Nach dem sinnvolleren Mittel eines Vergleichs mit einer Zeit, in der die Klimakatastrophe zwar schon aktiv, aber noch nicht so durchgedreht war (1961-1990) waren es nur aufgerundete 54 l/m2. Damit ist der April 2016 der siebte zu trockene April in Folge!
Wir erinnern uns: Die Vorhersagen über die Folgen der Klimakatastrophe lauteten bereits vor Jahrzehnten, dass von Frühling bis Herbst Dürren entstehen und im Winter statt Schnee massiv Regen fällt, analog dem Klima in Kalifornien (dort allerdings noch extremer).

Die einzelnen Bundesländer mit dem besten Ergebnis, also der größten Menge des köstlichen, lebensspendenden Nass*, an erster Stelle bis hin zu den trockenen Regionen. Da es viele regionale Unterschiede zwischen den Bundesländern hinsichtlich des Niederschlagssolls gibt, sind die Länder teilweise auch mit gleichen absoluten Werten unterschiedlich markiert. Grün stellt hierbei das Soll oder einen Regenüberschuss dar, Orange ein mittleres Niederschlagsdefizit und Rot ein deutliches Niederschlagsdefizit.

Platz 1: Baden-Württemberg 105 l/m2
Platz 2: Saarland 80 l/m2
Platz 3 und 4: Bayern und Rheinland-Pfalz 65 l/m2
Platz 5 und 6: Hessen und Schleswig-Holstein 60 l/m2
Platz 7: NRW 55 l/m2
Platz 8: Niedersachsen 50 l/m2
Platz 9: Sachsen 45 l/m2
Platz 10: Thüringen 40 l/m2
Platz 11: Mecklenburg-Vorpommern 35 l/m2
Platz 12: Brandenburg 30 l/m2
Platz 13: Sachsen-Anhalt mit 25 l/m2

(3) Sonnenscheinbelastung im April 2016

Die Sonnenscheinbelastung ist im April nun bereits so hoch, dass Dauerfrust praktisch programmiert ist. Immerhin geht es immer weiter auf den Sonnenhöchststand und die Sommersonnenwende am 21.06. zu. Statt idealer 30 Stunden (1 Stunde Sonne am Tag) gab es Retinaberstende 150 bis 200 Stunden.
Bundesweit war der April 2016 nach dem Mittel 1961-1990 etwas größer als das Mittel hinsichtlich der Sonnenscheinbelastung. Statt eines schattigen Ausgleichs für einen Nichtwinter gab es also leider kein Entkommen vor dem gräßlichen Fusionsmonster am Himmel. Die Unterschiede in den Regionen fielen nur gering aus – lediglich der Raum um Saarbrücken verzeichnete deutlich weniger Sonnenschein als das Mittel und war in dieser Hinsicht im April der ideale Urlaubsort.

Die einzelnen Bundesländer, angefangen mit dem besten, also niedrigsten Wert und endend mit den Sonnenopfer-Ländern (grün = weniger Sonnenstunden als das Mittel, orange = Sonnenstunden etwa im Mittel, rot = mehr Sonnenstunden als das Mittel):

Platz 1: Saarland mit 120 Stunden
Platz 2: Baden-Württemberg mit 135 Stunden
Platz 3: Rheinland-Pfalz mit 145 Stunden
Platz 4 und 5: Bayern und Schleswig-Holstein mit 150 Stunden
Platz 6-8: Hessen, Niedersachsen und NRW mit 160 Stunden
Platz 9 und 10: Thüringen und Sachsen mit 165 Stunden
Platz 11: Mecklenburg-Vorpommern mit 170 Stunden
Platz 12: Brandenburg mit 175 Stunden
Platz 13: Sachsen-Anhalt mit 185 Stunden

Der April 2016 war dank der Anomalie durch das Major Warming im März 2016 ein „typischer“ April mit Wechsel zwischen Hitze und Normalwetter (1.-20.04.) und Wechsel zwischen Hitze und Kaltlage (21.04. bis Ende). Ohne diese Anomalie wäre in der Summe der April erwartungsgemäß irgendwo bei +2 und +4 Grad gelandet. Dies kann man dann vermutlich für den Mai 2016 erwarten, da sich die Wirkung des Major Warmings und der Troglagen ausschleichen wird. Nur für den Fall, dass die Eisheiligen um den 25.05. herum mit einer weiteren Klimaanomalie und Troglage aufwarten, könnte der Hitzekelch an uns vorübergehen.

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  • Blizzard

    Trifft die Situation recht gut! Und der Mai wird entgegen der Meinung der Langfristmodelle trotz des angenehmen Startes um oder über 1K zu warm ausfallen. Die kommenden 10 Tage werden wieder zu warm (~5K) in der Endphase allerdings Tiefdruckgeprägt.
    Blicken wir uns die Situation einmal an, so lässt sich aus der meridionalen Grundstruktur der bisherigen Zirkulation zum einen die Hitzehölle aus Südost erkennen (an den Alpen Föhnbedingt verstärkt); zum anderen das segenreiche Tief, das immer wieder über Europa schwankt. Das führte bisher zu einer etwas verhalteneren Heißluftproduktion über dem nordwestlichen Afrika, was prinzipiell den Aufbau einer längerandauernden SWa hemmt. Wie lange wir noch Tröge bei uns haben, wer weiß? Kanada erlebt gerade den Hitzeschock mit über 30° kommende Woche, bei uns ist wird das in der Sonne auch gemessen werden.
    Dreht sich der Mai doch noch zum Ende hin und beschert er uns noch ein paar einstellige Nachtwerte, oder kommen bald die Spanier zu uns, um von ihrem Atlantikwetter in den föhnigen Süden Deutschlands zu ziehen?

    • Danke für die wie immer hervorragende synoptische Zuckerrhetorik und Zusammenschau, Blizz ^^
      Wenn’s nach der Langfrist geht, muss ja zwingend noch ein Wunder geschehen, aber für mich ist ab Mai eh alles verloren. Selbst die radikalste Kaltwetterlage entlockt mir in diesem ersten Monat der Hölle nur ein müdes Lächeln. Das Maßband und 1 cm pro Tag weniger bis August (seltsamerweise mag ich den August trotz Brüllhitze wegen der Atmosphäre und spürbar häufigeren Nachtstunden noch am ehesten) oder September (wenn dieser kalt wird) oder Oktober (wenn dieser kalt wird) oder November (wenn dieser kalt wird) 😉

      • Lossoth

        Also bei mir kommt seit ein paar Jahren ab 1.6. ein Maßband raus, wird in die Küche gehängt u. jeden Tag 1 cm (1 Tag) abgeschnitten. Mag zwar manchem Zeitgenossen ein verständnisloses Lächeln entlocken, aber meiner Psyche hilft’s ungemein. Der August ist für mich auch der erträglichste der Sommermonate, da in diesem Monat schon sehr deutlich der Rückgang der gelben Pest zu beobachten ist (3-4 Minuten am Tag, das läppert sich).

        • Da sind wir uns in allen Dingen einig ^^

        • Autumn

          Das ist eine gute Idee mit dem Messband. Ich selbst habe vor allem mit dem Hochsommer Mühe; Im Juli beginnt bei mir der Countdown bis Mitte August. Da merkt man schon, dass der Sommer sich langsam verabschiedet. Juni finde ich meist okay, da kühlt es nachts noch ab. Aber Mitte Juli bis Mitte August finde ich grässlich.

  • Jo1965

    Blizzard hat zwar recht, dass der Mai summa summarum wieder überdurchschnittlich ausfallen wird, aber die Tendenz zu zunehmendem Tiefeinfluss ab nächster Woche wird von den Modellen konsequent weitergerechnet, sodass wir zum Abschluss diesen letzten Monat mit noch steigender gelber Pest am Himmel einigermaßen gut weggehauen haben könnten.
    Auch global stehen wir bezüglich der Temperaturanomalien aktuell relativ gut da, wie die Karte von Karsten Hauenstein zeigt.
    Besonders auffällig finde ich die unterkühlten Regionen in der Mitte der USA und auch Kanadas, während dort gleichzeitig in anderen Landesteilen sich die Hitze austobt, und die „Unterkühlung“ bei den von Hitze wahrlich genug geplagten Aussies.
    Bei uns heißt es in den nächsten Tagen „Augen zu und durch“. Denn viel schlimmer als die Temperaturen, die bei uns im Bergischen wahrscheinlich nicht die 25 Grad übersteigen werden, ist dieses 16stündige Photonentrommelfeuer von diesem Thermonuklearmonster da oben, wie es heute schon zu erleben war.
    Ich fange auch schon an, die Tage bis zur Sommersonnenwende zu zählen!
    Ob ich das mit dem Maßband auch mal versuchen soll?

    • Prima Karte. Endlich hat Kanada mal die Hitzehölle am Hintern ^^
      Beim Tiefdruckeinfluss bin ich sehr skeptisch. Die GFS-Ensembles täuschen da doch über die reale Wetterlage hinweg, wo es sich lediglich um abtropfende Minitiefs handelt, die kaum Kraft haben und zudem dem Vektorenlotto unterliegen – d.h. einige Kilometer Verschiebung und wir haben weiter die Hitze. http://www.wetterzentrale.de/pics/Rtavn1921.gif
      Ich sehe es aktuell sehr pessimistisch und erwarte allenfalls Richtung 20.05. eine möglicherweise Eisheiligen-Anomalie. Viel Kaltluft ist am Pol im Unterschied zum letzten Jahr aber nicht vorhanden.

  • Blizzard

    Haupt und Kontrolllauf (EZ von der Ausgangslage ähnlich) simulieren nochmal sagenumwobene Kühle, bevor die Sonne wohl ihr übriges tut. Die Modelle werden das wieder nivellieren, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich erst im Juni 😉

  • Michael Bodin

    Nach dem der Sofetenfusionsreaktor gestern zur Höchstform aufgelaufen ist und heute auch schon den ganzen Tag vom Himmel brennt, ist die Durchschnittstemperatur um 0,4 Grad auf nunmehr -1,0 Grad (Mittel 1961-1990) für Berlin-Tegel (meine Referenz) gesunken !!!!!

    Finde ich voll gut. Schätze aber mal, dass ab morgen die Zahlen wieder steigen werden…

    http://www.wetterkontor.de/de/wetter/deutschland/monatswerte-station.asp?id=10382

  • Alptraum der Sofeten

    In Spanien soll es die nächsten Tage „kühler“ sein als bei uns. Krasse Sache :O
    Ist da immer noch ein Trog aktiv? Aktuell haben wir also Temperaturen wie in Süd-Spanien!

  • Alptraum der Sofeten

    Es besteht wieder mehr Hoffnung laut dem GFS 06z
    (Bild)

  • cleopatra

    Huhu,

    ich fand den April als Gesamtpaket bei uns absolut ansprechend.
    Endlich erobern das Grün und Bunt der Natur die Lande, dazu die perfekte Milde für meine Natur, die Sonne wurde durch Wölkchen im Zaum gehalten, immer mal durch ein Regen-Päuschen unterbrochen, Wind vorhanden, aber nicht zuviel …. ahhhhhh…..

    und aus der Traum!
    Seit gestern donnert die Sonne knallhart herunter, mein zartes frisches Grün droht schon das erste Mal zu verbrühen, und da ist der Sommer noch weit entfernt, und ich muss immer dran denken, mir Gesicht und so Arme und was ich sonst der Sonne noch so zu zeigen gedenke, eincremen. Oder mich ständig an- und ausziehen. Sehr nervig.

    Ich hab aber jetzt gemerkt, dass ich generell viel zu wenig trinke. Seit ich das ändere, leide ich doch nicht mehr ganz so sehr unter der Wärme, zumindest drinnen. wo sie noch moderat ist bisher.

    Mai ist an sich einer meiner Lieblingsmonate, aber nur, wenn es nicht so weitergeht.

  • cleopatra

    ohgott! Hätte ich mir nur nicht (seit Wochen wiedermal) die Vorschau für unsere Region angeschaut…. bis Dienstag durchgehend Sonne ohne eine Wolke, dabei hatte ich gehofft, dass es nach zwei solchen Tagen dann doch langsam mal vorbei geht.
    Die Temperaturen (22) finde ich noch nicht mal schlimm, damit könnte ich leben.
    Aber diese Elendssonne knallt so richtig von oben herunter und ich frage mich langsam, ob ich die Blumentöpfe und Pflanzen, die ich noch bestellt habe, nicht einfach wieder storniere. Weder mir macht das Spaß, bei dieser Hitze draußen zu sein noch den Pflanzen.
    Ich hoffe noch auf einen „kühlen“ verregneten Sommer, wo ich mich aufrege, dass es zu wenig Sonne gibt und das Grünzeug nicht so richtig wächst…. 😉 ach waren das noch Zeiten!

  • Na toll. Die Heinis von der NOAA sind lustig. Monatelang propagieren sie einen „normalen“ Mai.
    Jetzt mitten im Mai korrigieren sie ihre Vorhersage auf Brüllhitze … So viel zu der Verläßlichkeit von Langfristprognosen…
    http://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/CFSv2/imagesInd3/euT2mMonInd1.gif

    • lake-effect

      Wo ist da brüllhitze? Ich seh über Deutschland nur weiß, das wäre doch durchschnittlich.. je nach Referenz müsste es also dann in der 2. Mai Hälfte kalt bleiben.

      • Michael Bodin

        Du musst die obere Karte vom 26.04. ansehen, die untere ist vom 20.4.

        • so ähnlich. die obere ist die frisch geänderte, geht bis zum 08. Mai (rechts oben steht das Datum in der Karte). Die untere ist die alte, bis zum 29. April.

    • Jo1965

      Siehste, Michael, bestätigt mal wieder meine Meinung über Langzeitprognosen: Kaffeesatzleserei funktioniert nicht besser.
      Sollte es tatsächlich in etwa so kommen wie auf dieser aktualisierten Karte gezeigt (und eine größere Wahrscheinlichkeit ist ja aufgrund des verkürzten Vorhersagezeitraums leider durchaus gegeben), dann stechen besonders zwei Dinge mal wieder ins Auge: Maximale Ausschläge nach oben insbesondere über Skandinavien und Russland, negatve Abweichungen dagegen in Andalusien und dem westlichen Nordafrika. Wieder eine Folge weit westlich von uns stattfindender Austrogungen über dem Atlantik bis nach Südwesteuropa? Überhaupt sind ja Spanien und Portugal bisher von Frühjahrshitzewellen weitgehend verschont geblieben.

      • Im Gegenteil. Die Langfristprognosen werden ja immer einfacher: Es kann nur wärmer werden in einer Welt, die CO2-verseucht ist und nicht handelt. Insofern liegt man prima, wenn man voll auf die Hitze setzt. Leider ist das nur 50% Ironie und 50% auch Wahrheit. 😛
        Tja.
        Also was tippst du für den Sommer? Ende Mai ist die Prognose fällig! ^^ Alle Prognosen sagen noch „normaler Sommer“. Ich tendiere momentan entgegen aller Kühlzeichen (Sonnenfleckentiefstand, Profiprognosen sagen Normalsommer voraus) voll auf die Klimakatastrophe zu tippen, die am Ende über die wie immer kommende Omegalage irgendwo zwischen einem Hitzesommer und einem Hitzetotensommer a la 2003/2015 landen wird, also zwischen monatlich +2 bis +5 Grad über dem Mittel.

        Aber ich les mich noch ausführlich in diverse Stellungnahmen ein ^^

  • cleopatra

    Bei uns stimmt aber zum Glück die runde Sonne in der Vorschau nicht. Gestern gabs etliche Wolken und heute noch mehr. Dafür wurde aus der halben Wolkensonne für Mittwoch inzwischen wieder eine Vollsonne. Und nächste Woche wird es auch schon wieder so, nach kurzer Unterbrechung.

    Ich mag ja durchaus die mittleren Temperaturen, also im Sommer zwischen 18 und 22 Grad. Im Mai etwas drunter, 15 – 20.
    Wenn es nur die Temperaturen an sich wären!

    Aber die Sonne macht das alles zum unerträglichen Desaster. habe gerade vorhin mal auf meinem Balkon das Hygro aufgestellt, weil ich gesehen hatte, meine Palme hatte prompt mal wieder einen Sonnenbrand, selbst gestern bei dem diesig verhangenen Himmel. War ja keine echte Vollsonne.
    Und heute selbst mit den Wolken waren es im Schatten bombige 32 Grad unten auf dem Boden. Kein Wunder, wenn ich das hasse, wenn die Sonne scheint. Meinen Balkon kann ich einfach kein Stück genießen. Letztes Jahr erreichten in der Sommerglut die Werte sicher auch mal gut 50 Grad.
    Aber auch auf der Straße im Freien brennt die Sonne so lästig. Ich verstehe das überhaupt nicht…. hat sich die Sonne so dermaßen verändert in ihrer Invasion und Aggressivität oder bilde ich mir das ein?
    und wenn ja, gibt es dafür auch konkrete Beweise?

    • Die Sonne nicht, im Gegenteil, deren nur in sehr geringem Maße schwankende Strahlungsenergie nimmt sogar ab: http://www.skepticalscience.com/translationblog.php?n=3234&l=6

      Es ist der Treibhauseffekt und damit die Klimakatastrophe. Die Sonnenstrahlen treffen auf die Erde, der schädliche Anteil des UV wird größtenteils absorbiert und dann passiert die Energie die Atmosphäre, deren Luftschicht wie das Glas eines Treibhauses so gut wie alle Energie durchlässt. Durch einen sich steigernden Effekt wird jedoch die Reflektion der Wärmestrahlung durch die Treibhausgase in der Atmosphäre reduziert.

      Was du also subjektiv der Sonne zurechnest ist in Wirklichkeit die verhinderte Reflektion der Wärme (die aufgrund geringerer Sonnenaktivität sogar niedriger ist und bleiben wird als früher) von der Erde in den Weltraum und erklärt somit die abnorm steigenden Temperaturen, die auch im Alltag sehr kurzfristig auf Werte gehen, die in den 1970er Jahren noch undenkbar waren.
      Dass die CO2-Werte mittlerweile auf einem Niveau liegen, das so hoch ist wie seit 14 Millionen Jahren nicht mehr und somit so hoch wie noch niemals zuvor seit es Menschen auf der Erde gibt, ist ein von jedermann nachprüfbarer Beleg der Klimakatastrophe, da sich das CO2 grosso modo global gleich in der Atmosphäre verteilt.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenstoffdioxid_in_der_Erdatmosph%C3%A4re#/media/File:Carbon_Dioxide_400kyr.png

      Mauna Loa Messung aktuell: http://www.esrl.noaa.gov/gmd/ccgg/trends/full.html

      Mit anderen Worten: Eine Hitzewelle führt allein durch die Treibhausgase statt zu 25 Grad wie früher, gleich mal zu 32 Grad. Und die Wetterlagen selbst regional in Deutschland sind leider fast nur noch Hitzelagen ab Frühling, weil der sich verlangsamende Jetstream und der „Kalte Fleck“ auf dem Atlantik dafür sorgen, dass wir stets in ungünstiger meteorologischer Lage jenseits von Kaltlufttrögen liegen.

      • cleopatra

        Dank dir, nun ist ins dunkle oder besser gesagt gleißende mal etwas Licht gekommen, obwohl ich prinzipiell natürlich von alldem schon mal etwas aufgeschnappt habe; kommt man ja zwangsläufig nicht vorbei.

        Ich bedaure es ja fast, nicht 50 Jahre früher geboren zu sein. Oder dann doch besser gleich ein paar hunderttausende. Auf Großmutterzeit sowie auch Mittelalter und Co bin ich nicht sehr erpicht 😉

        Allerdings kennst du ja auch meine Meinung, glaub ich, hab ich hier schon ein oder zweimal geäußert, dass die Schuldfrage mir zu simpel auf unsere moderne und teils auch ausschweifende Lebensführung zu schieben ist.
        Spartanisch leben tut der Mensch an sich nur solange, wie er keine andere Wahl hat. Deshalb taugen auch all die Ideen, mit denen die Bevölkerung regelmäßig drangsaliert wird nicht wirklich. Für mich hat das sogar gewisse Ähnlichkeit zu Religionsschergen, die mit Hölle operieren, um das Fußvolk zu disziplinieren (und optimal ausbeuten zu können).
        Nichts gegen eine gewisse Nachhaltigkeit, find ich super, und ich bin auch großer Fan (geworden) für Minimalisierung, einfach sich mehr mit den Dingen umgeben, die man wirklich liebt und/braucht, überflüssiger, belastender Tand fliegt bei mir immer öfter raus bzw wird erst gar nicht angeschafft.
        Weiß aber ehrlich gesagt nicht, ob ich das auch so handhaben würde, wenn ich Personal hätte und die den ganzen Krempel verwalten würden. Und genug Platz um dennoch frei atmen zu können…. das wäre ja gegeben mit ein paar Milliönchen auf dem Konto.
        Also mach ich eher eine Tugend aus der Not, wenn ich sage, ich liebe die Begrenzung und Nachhaltigkeit 😉

        was ich damit eigentlich sagen möchte: Es bringt nix, gegen die Natur des Menschen zu arbeiten und zu propagieren. Das wird nicht funktionieren, nicht auf Dauer und nicht massenübergreifend.
        Deshalb wäre nur eine längerfristige Bevölkerungsreduzierung, und zwar in größerem Umfang, wirklich eine Lösung und vor allem auch Entlastung für diesen geschundenen Planeten.
        Das wiederum ist eine heikle Sache, muss ich ja nicht erläutern wieso.
        Die Menschheit hätte niemals überhaupt so explodieren dürfen. Oder noch besser, gar keine Intelligenz unserer Form entstehen dürfen. Dann hätten wir auch niemals diese Probleme bekommen.

        Ist etwas lang geworden, so weit ausschwifen wollt ich gar nicht. Naja, geschrieben ist geschrieben und gegen längere Texte hast du ja hier auch nichts, habe ich den Eindruck.

        • Ich sehe es ähnlich wie du. Vielleicht mit dem Zusatz, dass ich als Historiker weiß, dass die Menschheit sich niemals ändern wird (außer es passiert etwas futuristisch revolutionäres mit Kybernetik und Genetik). Insofern wird sich der Homo sapiens wie immer selbst teilvernichten und damit die Population durch heute noch undenkbare Kriege massenhaft reduzieren.
          Ich glaube nicht an einen „erwachsenen“, reifen Homo sapiens. Wie die Masse denkt und wie idiotisch sie ist und wie leicht lenkbar, sieht man ja an den Sofeten.

          Seitdem ich dagegen nicht mehr wirklich kämpfe, sondern dies und die Schlussfolgerungen daraus für mich akzeptiert habe, kann ich damit viel leichter umgehen und es stört mich nicht mehr in meinem Leben.
          Letztlich ist es viel amüsanter, die Idiotien der dummen Masse zynisch und ironisch zu begleiten als sie zu verändern trachten – denn diese Sysiphusaufgabe ist nicht nur zu viel für einen Einzelnen, sondern angesichts der Natur der Dummheit einfach auch aussichtslos – was uns die historischen Quellen seit dem ersten Historiker Herodot ja auch zeigen. Nicht nur in den Aussagen endloser Qualen der Opfer, sondern auch in den Quellen der Klugen, die sehenden Auges in die Katastrophe reisen, während der Pöbel lauthals applaudiert.
          Die Geschichte wiederholt sich. Immer wieder.

  • Ich habs ja gesagt. Die Kühlphase dauert 3-4 Tage, anschließend wieder Todeshitze open end 😛

    • Alptraum der Sofeten

      Trotzdem besser als nix 😉

  • HaMa1975

    Hi Leude, ist das nicht traumhaft ? Der 6. Sommertag in Folge ! Mein Hirn ist ganz von selbst auf Rosinengröße geschrumpelt und die Nacht in der Sardinenbüchse ist herrlich; wie ganzkörpermariniert ich doch morgens aus dem Bett steigen kann. Ich habe Euch extra ein aktuelles Photo von Solarum Sadisticum mitgebracht… seufz…

    Edit: Ich hoffe, daß mein Hitzeschaden reversible ist. 😉

    • Toll. Jetzt hat mein Monitor ein Loch. Ich habe instinktiv aus dem Reflex meine Faust in die Sonne geschlagen. Immer wieder.
      Immerhin wurde mir dann klar, dass draussen der Himmel bewölkt ist in Tropenhessen und mein Adrenalin beruhigte sich wieder auf Normalniveau 😉
      Durchhalten! Ab dem Wochenende kommt erstmal die übliche 3-Tage-Nichthitzephase zum Durchatmen.

      • HaMa1975

        Heute ist es besonders schlimm. Mehr Luftfeuchte als an den anderen Tagen, gelber Himmel durch sehr dünne Quellwolken, etwas Wind, aber die Sonne ist echt am Backen ! Feeling wie im Hochsommer, aktuell +27 Grad im Schatten und +26,3 Grad in der Wohnung – jetzt schon ! Am Wochenende drückt POLARE KALTLUFT die Temps auf +12 Grad am Tage und Bodenfrost in der Nacht, ich werde Dauerdurchzug machen… ;-)))

        • Deine Region hat nun die Wanderarschkarte ^^
          Ich freue mich aber auch schon aufs Wochenende. Da wird dauergelüftet. 🙂

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