August 2015: Einer der schlimmsten Sommermonate aller Zeiten und ein Beleg für El Nino und eine alarmierende Klimakatastrophe.
August 2015: Einer der schlimmsten Sommermonate aller Zeiten und ein Beleg für El Nino und eine alarmierende Klimakatastrophe.

Der DWD hat die Klimabilanz für Deutschland für den dritten und gottlob letzten Sommermonat August 2015 herausgegeben (PDF).
Man dachte eigentlich, dass der Monat Juli im Ausmaß des Hitzegrauens nicht mehr getoppt werden könne – weit gefehlt. Der August schließt noch höher als der Juli, macht damit den Sommer 2015 zum zweitheißesten Sommer der Messungsgeschichte und übertrifft sogar in der Dauer der Hitze den Sommer 2003 mit 70.000 Hitzetoten.
Abgesehen vom Norden, der mit gut 1 Grad Abweichung (Emden nur ca. 1.1 Grad über dem Mittel 1961-1990) erneut einen Nichthitzemonat erlebte und dafür allen Wettergöttern auf Erden auf Knien danken sollte – allein, weil es schier unglaublich ist, litt Deutschland, allen voran der Süden in einer Linie südlich vom Saarland bis Magdeburg und Berlin unter Temperaturen jenseits aller Vorstellungen.
Der DWD spricht von 3,4 Grad über dem Mittel, die Karten unten von 3,25 Grad über dem Mittel – ich gehe davon aus, dass der DWD hier die korrekten Zahlen darstellt, auch wenn er noch von vorläufigen Werten ausgegangen ist, da die Klimabilanz bereits vor Abschluss des Monats erfolgte.

Temperaturkarte Deutschland im August 2015, © http://www.bernd-hussing.de/klima.htm
Temperaturkarte Deutschland im August 2015, © http://www.bernd-hussing.de/klima.htm

Niederschlagskarte Deutschland im August 2015, © http://www.bernd-hussing.de/klima.htm
Niederschlagskarte Deutschland im August 2015, © http://www.bernd-hussing.de/klima.htm

Karte der Sonnenscheinbelastung in Deutschland im August 2015, © http://www.bernd-hussing.de/klima.htm
Karte Sonnenscheinbelastung in Deutschland im August 2015, © http://www.bernd-hussing.de/klima.htm

Ursache dieser Hitzenaturkatastrophe war und ist immer noch der El Niño. In Verbindung mit Hochdrucksystemen und Südströmungen gelangte tropische Luft nach Deutschland, verschärfte die ohnehin seit Februar grassierende Dürre und stürzte das Land in ein Hitze-Chaos.
Eine ausführliche Dokumentation der Hitzekatastrophe findet sich bei Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Hitzewelle_in_Europa_2015.

Der Monat August 2015 war in Deutschland 3,4 Grad zu warm und ist somit der 12. zu warme Monat in Folge!

Die bisherigen Monate des Jahres bestätigen damit, dass die Klimaerwärmung nach wie vor aktiv ist – global ohnehin!

Januar 2015 = 2,2 Grad Celsius im Mittel = +2,7 Grad zu warm (2014: +2,6 Grad)
Februar 2015 = 0,7 Grad im Mittel = +0,3 Grad zu warm (2014: +4,7 Grad)
März 2015 = 5,2 Grad Celsius = +1,8 Grad zu warm (2014: +3,4 Grad).
April 2015 = 8,6 Grad Celsius = +1,2 Grad zu warm (2014: +3,4 Grad).
Mai 2015 = 12,5 Grad im Mittel = +0,4 Grad zu warm (2014: +0,3 Grad).
Juni 2015 = 16,0 Grad im Mittel = +0,6 Grad zu warm (2014: +0,7 Grad).
Juli 2015 = 19,5 Grad Celsius = +2,5 Grad zu warm (2014: +2,4 Grad).
August 2015 = 19,9 Grad Celsius = +3,4 Grad zu warm (2014: -0,5 Grad).

Noch einmal zur Erinnerung: Es handelt sich um monatliche MITTEL-Temperaturen. Zur groben Einschätzung halte man in Erinnerung, dass +1 Grad über dem Mittel etwa 3 Grad zu hohe Tagestemperaturen im Flachland bedeuten, also z. B. statt 16 Grad 19 Grad. +2 Grad über dem Mittel entsprechend ca. 6 Grad zu hohe und +3 Grad etwa 9 Grad zu hohe Tagesmaxima.

Quellen für alle Temperaturen: DWD, Zeitreihe der Lufttemperatur in Deutschland, Wetterkontor.

Die Dürre in der „Deutschen Sahelzone“ (DSZ) setzt sich im sage und schreibe 7. Monat in Folge (!) fort. Aufgrund des katastrophalen Hitze-Sommers verschärfte sich die Lage, wobei die Dürreregion sich nach Süden verlagerte und nun insbesondere das im Frühjahr mit Regen* beschenkte Bayern heimsuchte. Die Bilder sind ein erschreckendes Zeugnis für die Klimakatastrophe, vor allem, wenn man bedenkt, dass dies nur der Anfang ist und beileibe nicht das Ende: http://www.n-tv.de/mediathek/bilderserien/wissen/Deutschland-leidet-unter-Duerre-article15713066.html

Dürrezustand am 27.08.2015, Bodenoberfläche (links) und in 1.8 m Tiefe (rechts), © <a target="_blank" href="http://www.ufz.de/index.php?de=33328">Helmholtz-Zentrum Dürremonitor</a>
Dürrezustand am 27.08.2015, Bodenoberfläche (links) und in 1.8 m Tiefe (rechts), © Helmholtz-Zentrum Dürremonitor

Sonnenschein gab es erneut viel zu viel. Statt ohnehin unerträglicher 197 Stunden im deutschlandweiten Mittel gab es mit 235 leider auch noch 20% Leidensaufschlag.

(1) Temperaturen im August 2015

Reihenfolge der Bundesländer, von Bundesländern mit der besten, also niedrigsten Temperatur bis hin zu den Klimaopfern mit der höchsten Temperatur – wobei es im August überall nur zu heiße Temperaturen gab und nirgendswo Temperaturen um oder unter dem Mittel:

Platz 1: Schleswig-Holstein: 18,2 Grad
Platz 2: Niedersachsen: 19,0 Grad
Platz 3: Mecklenburg-Vorpommern: 19,3 Grad
Platz 4: Rheinland-Pfalz 19,6 Grad
Platz 5: Hessen 19,8 Grad
Platz 6-8: NRW, Saarland und Baden-Württemberg 19,9 Grad
Platz 9: Thüringen 20,1 Grad
Platz 10: Bayern: 20,2 Grad
Platz 11: Sachsen-Anhalt 20,7 Grad
Platz 12: Sachsen: 21,3 Grad
Platz 13: Brandenburg: 21,5 Grad

Im Unterschied zum Juli war deutschlandweit das Temperaturniveau katastrophal hoch. Zwar verlebte der Norden mit etwa 1,1 Grad über dem Mittel einen vergleichsweise normalen Sommer, aber der Süden erlebte eine Naturkatastrophe. Wochenlange Dauerhitze ohne Erlösung, Temperaturrekorde von 40 Grad und mehr gleich einer Hitze-Gouillotine, Asphalt-Blow-ups mit Millionenschäden, Stromfolgekosten, überfüllte und unvorbereitete Krankenhäuser mit Kreislaufgeschädigten Menschen, ausgetrocknete Flüsse wie der Rhein und die Elbe und und und …
Wenn man bedenkt, dass durch den El Niño auf diese Weise ein Blick in die Zukunft geworfen wurde, muss man Angst um vor allem Südwest- und Süddeutschland haben.
Zwar rechne ich damit, dass möglicherweise 2016 im Zeichen von La Niña stehen wird und wir kühlere Zeiten bekommen könnten, aber die Klimakatastrophe hält das nicht auf. Die damit zusammenhängenden Probleme werden im Gegenteil exponentiell ansteigen – Grundwasserknappheit, Flüchtlingsströme, die Europa überlasten (damit sind die derzeitigen politischen Flüchtlinge nicht gemeint), Kriege um Ressourcen, Lahmlegung des öffentlichen Lebens in Gluthitzezeiten von April bis Oktober, hohe Sterberate durch Hitzewellen etc.

(2) Niederschlag im August 2015

Die Niederschlagszahlen sehen deutschlandweit mit etwas mehr als der Sollerfüllung vermeintlich gut aus, täuschen jedoch darüber hinweg, dass im 7. Monat in Folge im Südwesten und der Mitte Deutschlands teilweise nur 39-67% der üblichen Regenmenge fiel und die Dürre abstruse Ausmaße annimmt: Bilder-Galerie.

Die einzelnen Bundesländern in absoluter Reihenfolge, beginnend mit den regenreichsten Ländern als positives Vorbild bis hin zu den Ländern der Sahelzone Deutschlands.

Platz 1: NRW mit 128 l/qm
Platz 2: Niedersachsen 103 l/qm
Platz 3: Sachsen-Anhalt 100 l/qm
Platz 4: Sachsen mit 80 l/qm
Platz 5: Hessen mit 68 l/qm
Platz 6: Baden-Württemberg mit 65 l/qm
Platz 7-9: Schleswig-Holstein, Brandenburg und Bayern mit 64 l/qm
Platz 10: Rheinland-Pfalz 63 l/qm
Platz 11: Thüringen mit 62 l/qm
Platz 12: Mecklenburg-Vorpommern mit 60 l/qm
Platz 13: Saarland 57 l/qm

Geht man davon aus, dass dies erst der Anfang ist, so kann man Deutschlands Mitte bereits jetzt als ein europäisches Zentrum der Auswirkungen der Klimakatastrophe betrachten.

(3) Sonnenscheinbelastung im August 2015

Nach der Sommersonnenwende scheint die Sonne gottlob jeden Tag weniger. Dennoch waren sämtliche Werte in den einzelnen Bundesländern höher als das Mittel, sodass alle in Rot gehalten sind.

Im Gegensatz zu den Temperaturen und Niederschlagszahlen halten sich die regionalen Unterschiede in Grenzen. Die einzelnen Bundesländer, angefangen mit dem besten, also niedrigsten Wert und endend mit den Sonnenopfer-Ländern (da jedes Land über dem langjährigen Mittel landete, sind alle in Warn-Rot gehalten):

Platz 1: Saarland mit 215 Stunden
Platz 2 und 3: NRW und Niedersachsen mit 220 Stunden
Platz 4: Rheinland-Pfalz mit 223 Stunden
Platz 5: Hessen mit 225 Stunden
Platz 6: Schleswig-Holstein mit 230 Stunden
Platz 7: Baden-Württemberg mit 232 Stunden
Platz 8: Thüringen mit 240 Stunden
Platz 9: Bayern mit 255 Stunden
Platz 10: Sachsen mit 262 Stunden
Platz 11: Sachsen-Anhalt mit 262 Stunden
Platz 12: Mecklenburg-Vorpommern mit 270 Stunden
Platz 13: Brandenburg mit 276 Stunden

Der August der Hölle und die Ankunft des Herbst-Erlösers

Die dargestellten Werte sagen alles aus, was man wissen muss: Ein Monat mit einer 3 im Mittel vorne ist ein überdeutlicher Beleg für eine Klimakatastrophe. El Niño ist hier der „Brandbeschleuniger“ und stellt eines von vielen Indizien, die eine verhängnisvolle globale Erwärmung belegen – letztlich lässt sich der El Niño weit zurückverfolgen und sein Verhalten in anderen Warmzeiten ansatzweise eruieren.

Unter anderem werden extreme El Niños sich in ihrer Zahl verdoppeln, dadurch die Sommer in Europa zur Gluthölle umwandeln, die Winter werden in El Niño-Jahren in Europa kühler und global wird die Temperatur sprunghaft ansteigen und Klimakipppunkte schneller gefährden, als derzeit angenommen wird.

Jetzt allerdings wird uns nach dem August ein herrlich kühler Herbstbeginn erwarten. Zwar sind die prognostizierten 10 Tage rund um das Mittel kein Ausgleich für die abartigen Hitzebuckel in den GFS-Läufen über Monate, aber wir sollten nehmen, was wir bekommen können. Die Prognosen deuten auf einen etwas zu warmen Herbst, wenngleich ich die Boulevardpresse-Meldungen „Altweibersommer im Anmarsch“ für bloße Arschkriecherei für Sofeten halte, um die Auflage zu erhöhen. Stattdessen könnte es durch El Niño und die meridionale Wetterlage zu einem kalten und (leider) sonnigen Herbst kommen.
In jedem Fall wäre es weise, wenn wir jeden Tag der Nichthitze feiern. Ich habe mir fest vorgenommen, im (immer früher erfolgenden) Sonnenuntergang wieder spazieren zu gehen, wenn der Kernfusionsalptraum verschwindet und Kühle und Nacht* sich die Hand reichen.

Herbst, Wolken, Wandern - endlich wieder Leben! Auf Nimmerwiedersehen, Sommer.
Herbst*, Wolken, Wandern* – endlich wieder Leben! Auf Nimmerwiedersehen, Sommer.

DIE LETZTEN GLOBALEN KLIMABERICHTE: Juli 2015, Juni 2015, Mai 2015, April 2015, März 2015
DIE LETZTEN NATIONALEN KLIMABERICHTE: Juli 2015, Juni 2015, Mai 2015, April 2015, März 2015
JAHRESKLIMABERICHTE: 2014.

  • huch. Wo ist das denn mit 16+3? Ich finds nicht.
    EDIT: habs gefunden, danke! Lag daran, dass ich die Abschätzung von Mitteltemps auf reale, max. Temps angepasst und reduziert habe, vorher waren es 5 Grad statt 3 Grad max. mehr.

  • Milan

    Und hier meldet sich das „europäische Zentrum der Auswirkungen der Klimakatastrophe“: Danke für diese Wahnsinnsarbeit!

    Platz 9 bei den Temperaturen, also ganz weit „vorne“ (huch, verflixte Sch…, aber geahnt), weit vorne bei den Sonnenstunden (aggressivster Art und Weise), Wasser ca. 80% vom Soll… noch was vergessen? Und dennoch keinen Sofeten gekillt, die letzten Nervenreste zusammengerafft und brav durchgehalten. Bin stolz auf mich. 😉 Und geplättet ob dieser Zahlen. :((( Noch mehr über Menschen, die dem auch noch nachtrauern. Und als drittes geschockt über die Zukunft, die uns demnach bevorsteht. Vor allem meinen Kindern und Enkeln. Man (wer auch immer) schicke uns bitte den abreißenden Golfstrom, wenn die Menschen schon nichts selber auf die Reihe kriegen.
    Werde deinen Artikel nunmehr verbreiten und verbreiten und…

    • Mehr als die Wahrheit verkünden kann man nicht, auch wenn die wenigsten auf sie hören und sie erkennen (wollen). Danke für Lob und völlig zutreffende Worte – die Gemütslage ist bei mir ähnlich ^^

      • Milan

        Es ist so offensichtlich, und trotzdem. Das macht mich manchmal richtig krank. 🙁 Warum kann man nur nicht auch mal auf etwas verzichten. Warum muss alles immer nur noch mehr (Geld bringen z.B.) und noch größer und noch… Die Lebensqualität erhöht genau das in den seltensten Fällen. Im Gegenteil, es vernichtet uns.

        PS: Ich habe aber nicht nur die große Klappe. Ich lebe auch danach. 😉

        • Sehe ich exakt genauso. wir müssen, in Krisenzeiten wie den unseren sowieso, Werte leben und nicht nur das Geld – da fallen mir spontan Flüchtlinge ein, die wahrlich einen Grund haben, zu uns zu kommen (mal abgesehen davon, dass ich Frau Merkel einen Tritt in den Hintern geben möchte, weil sie keine Task Force zur Betreuung der Flüchtlinge gründet, damit diese professionell betreut werden – statt dessen pinkeln Flüchtlinge in Vorgärten (!), weil sie es nicht anders kennen u. v. m., aber das ist ein anderes Thema). Ein Philosoph hat einmal gesagt, dass nur die guten Taten Bedeutung haben, denn unseren Besitz können wir nicht mit dem Tod mitnehmen und die schlechten Erfahrungen gehen mit unserem Leben auch verloren. Doch wenn wir Menschen, die es verdienen, aufrecht helfen, dann lebt jede gute Tat in diesem Menschen weiter – durch die Erinnerung, durch die Nachahmung (denn jeder, dem ohne Grund etwas Gutes widerfährt, könnte auch einem anderen Gutes tun). Werte werden in die Gesellschaft transponiert, indem man sie lebt und anwendet, Tag für Tag.

          Zugegeben bin ich weniger der Pragmatiker als ein Theoretiker, aber man müht sich. Neben der Kaltwetterseite bin ich zudem in einem Bereich tätig, der Tieren zugute kommt (man sehe mir nach, wenn ich mich etwas schwammig ausdrücke – es gibt genug Sofeten, die mir etwas Böses wollen ^^). Und wie es auf der Unterstützungsseite steht: Jeder Cent, der nach Begleichung der Kosten dieser meiner Seite Gewinn wäre (derzeit liegen die Kosten, die Arbeitszeit von 2-5 Stunden täglich nicht berechnet, bei ca. 100 EUR pro Monat, die Einnahmen bei etwa 25 EUR), wird zur Bekämpfung der Klimakatastrophe gespendet. Ein Mann, ein Wort!

          • Schnuddelbudel

            Ich bin wiedermal Tito äh dito!

            Und hoffe, auch wenn ich und viele mehr tun könnten, das die kleinen Sachen das Gute in der Welt wenigstens erhalten, bis es mal gewinnt!

            Deswegen ist es falsch nur zu nörgeln und schlechtes in Alles hinein zu interpretieren.

            Gutes ist gut, tut gut (auch einem selbst) bleibt gut, wird immer gut sein und ist das einzig Richtige und nur Gutes macht wirklich glücklich und strahlt unsichtbar aus!
            Nur nicht wenn Mensch meint er entscheidet was das Gute ist!

            Einfach mal Fremden die einem näher vorbei kommen, freundlich ansehen und einen guten Tag wünschen, das Ergebnis ist in der Regel eindeutig und ermutigend!!!

            Machs trotzdem noch zu selten, aber immerhin.

            Ciao

          • Manchmal kommt man sich vor wie in Krieg der Sterne: Die helle und die dunkle Seite sind beide eine Wahl. Ich hab mich in meinem Philosophiestudium damit beschäftigt, ob es sinnvoll ist, den dunklen Weg zu gehen, weil ein Philosoph immer gnadenlos vorurteilsfrei ist – auch in dieser Frage.
            Ohne auf die jahrelangen Studien einzugehen, kann ich nur sagen, dass ich den „guten Weg“ bestätigt gesehen habe, aus vielen dutzenden Gründen. Nur wer einmal von der „dunklen Seite“ gelockt worden ist und sich bewusst für das Gute entscheidet, weiß, was er tut 😉
            Klare Kommunikation und Konfliktfähigkeit schließen das Gute nicht aus, wie viele meinen. Im Gegenteil: Falschem Handeln und Denken die Stirn zu bieten und selbst gut zu handeln sind wohl die ideale Leitlinien für das Leben. Dass man sie als Mensch nicht immer befolgen kann, liegt nahe, denn niemand ist perfekt. Aber auch ich habe das Ziel, etwas Gutes für die Welt zu bewirken und wenn wir ehrlich sind, gibt es zudem keinen Ersatz für das Gefühl, wenn man ohne einen Grund zu haben, einem Menschen hilft, der Hilfe wirklich bedarf – und sich nicht damit brüstet, sondern Hilfe gewährt, weil es selbstverständlich ist.
            All das ist leicht gesagt, aber die Umsetzung ist allein das, was zählt und nicht die schönen Worte (Aristoteles, Nikomachische Ethik).

          • Schnuddelbudel

            „Klare Kommunikation und…..
            Im Gegenteil…..“

            Ich bin überzeugt das ist die Crux unserer Zeit, würde das überwunden wäre das beste von Menschen gemachte Zeitalter möglich!

            Ich tue dies öfters kund, doch die Angesprochenen lügen sich entweder vor, sie würden sich ja so verhalten und glauben noch mehr Offenheit gäbe nur Ärger und das obwohl jedesmal das zu lösende Problem (Ärger) so nur immer weiter vor sich hergeschoben und nicht gelöst wird!

            Auch bleibt so die Problematik ein Lebenlang akut, was sehr schlecht für den Geist, Körper und meist für mehrere Personen ist!

            Wichtig, es geht hier nicht nur um persönliches, sondern betrifft Alles und genauso die Allgemeinheit!!!!

            Ciao

          • Danke auch für den Link – die private Wetterstation liegt ja zwischen Frankfurt und Franken und damit mitten im schlimmsten Gebiet der „Deutschen Sahelzone“ ^^ Da ist sicher etwas verwendbar.

          • Milan

            Uff. Danke. Du weißt nicht warum, aber diese Sätze bzw. dass sie mal „wer anderes äußert“, war mir jetzt sehr wichtig. Und hat gut getan. Weil sie bestärken. Denn nichts ist schlimmer, als beständig als „anders“ abgehandelt zu werden. Es kommt einer Abwertung gleich.

          • Milan

            Dass diese Seite einen großen Zeitaufwand und viel MÜhe bedeutet, kann ich mir vorstellen. Wie viel genau weißt nur du, der es täglich macht. Mir haben deine Aufsätze, Artikel und Themen sofort gefallen. Darum bin ich hier sogar „kleben geblieben“, obwohl ich per Zufall hier gelandet war und eben „bloß mal reinschaute“. Hättest auch schon längst was zum Spenden von mir, wenn ich nicht… auch ich möchte nicht zu genau werden. 😉 Sei nur so viel erwähnt, dass mein Gemüse im Garten oder die Hühner im Stall (plus super großem Auslauf natrülich) keine Freizeitbeschäftigungen darstellen, auch wenn ich es gerne mache.

            Und dennoch sage ich, dass ich eigentlich habe, was ich brauche. Ich muss nicht hungern, habe ein Dach über dem Kopf, muss nicht frieren.

            Und das meinte ich. Es reicht doch weit weniger völlig aus, um zu leben. Wie du schon schreibst: was kann man denn mitnehmen? Die eigene Zufriedenheit, Werte gelebt zu haben. Sogar anderen kann ich helfen, mit Taten. Mit spezifischem Wissen und Können.

            Hinsichtlich Anregung zur Nachahmung habe ich allerdings schlechte Erfahrungen gemacht. Also tue ich nur noch genau aus obigem Grund. Weil das einfach zu mir gehört und ich es nicht schaffe wegzusehen.

            Und dennoch denke ich, dass du recht hast und es den einen oder anderen doch animiert, auch wenn ich selbst das leider noch nicht erlebt habe. Animiert Gleiches zu tun, zumindest nachzudenken.
            Mit einem ganz persönlichen Dankeschön an dich, dass es diese Seiten gibt, wünsche ich eine Gute Nacht. :)))

          • Vielen Dank für die Worte! 🙂
            Wie ich schon schrieb und auch auf der „Wie kann ich kaltwetter unterstützen“-Seite mitteilte: Nicht jeder hat materielle Mittel. Es gibt viele Möglichkeiten, mich hier zu unterstützen und letztlich sind wir alle ein Team. Allein schon durch das Posten und mitmachen trägst du ebenso wie alle hier deinen Teil bei, denn auch das kostet Zeit und Energie.
            Auch dir wünsche ich eine Gute Nacht und weiterhin viel Vorfreude auf die nächsten Herbsttage 😉

          • Milan

            Tröstet mich etwas.

  • Schnuddelbudel

    Auch danke für die Zusammenfassung,

    vielleicht hilfts für später mal und um andere doch zum Nachdenken anzuregen!

    Das niederschmetternde, haben wir Zuhause, im Garten (trotz Gießen), der Straße und Wetterstation Obernau leider jeden verdammten Tag miterlebt!
    Nur der Wein (soll halt robust sein wie Efeu) hat normale Früchte/wie schön anzusehen, war in der letzten Hitzwoche dann doch auch am kippen!

    Alles andere, Hitzetage, Trockenheit, Pflanzen, wie in meinen Beiträgen, alles obwohl nicht Süddeutschland, an der unsäglichen Tabellenspitze, da auch noch mehr Trockenheit und heiße Tage usw. als offiziell!

    (Regen heute gleich null, Temperatur 5 Grad mehr als Vorausgesagt)

    Da hilft wirklich nur noch sich über die kleinsten Dinge freuen.

    Ciao

    • Ich sehe es ausnahmsweise mal pragmatisch und meine Seite auch als digitale Dokumentation der Klimakatastrophe. Sollte ich mich wider Erwarten irren, dann kann man aus den Artikeln die Fehler eruieren. Sollte ich jedoch recht behalten, so kann ich dann in 20 Jahren oder so nachweisen, dass ich bereits 2014 und 2015 auf die Gefahren hingewiesen habe. Das hilft dann leider keinem mehr, aber ich hege die Hoffnung, dass sich der eine oder andere Gedanken macht und über die Sorge um die Zukunft unserer Welt und unserer Kinder und Nachfahren auch eine Handlungsbereitschaft zum Kampf gegen die Klimakatastrophe wächst. Vielleicht sind wir alle hier ein kleines Rädchen in der Maschine der Zeit und tragen unseren Teil dazu bei, dass die Katastrophe die in einer potentiellen Zukunft wahrscheinlich ist, noch abgewendet werden kann.

      • Schnuddelbudel

        Leider glaube ich nicht mehr an das Abwenden, jedoch mindestens an alles andere dito!

        Ciao

  • Autumn

    Furchtbar! Habe mir die August-Temperaturen noch mal angesehen! Mir fehlen die Worte! Wie ich diese Hölle bloß durchgestanden habe? Habe die Tage bis zur Erlösung gezählt. War noch nie so froh, dass endlich Herbst ist! Was für ein Satanssommer!

    • Milan

      So ging es mir auch, Atumn. Das kommt einem wie ein böser Traum vor.
      Hatte heute ein Gespräch mit einer alten Dame (89), geistig toppfit übrigens, die es aufs Alter schob, dass sie irritiert war, weil der Kalender schon September anzeigt. Ich durfte sie trösten, denn auch ich war irritiert beim Blick aufs Datum. Man ist innendrin noch gar nicht bei Herbst angelangt, weil die Hitze so lange dauerte und beinahe schon „zur Gewohnheit wurde“, weder atmen noch anderes tun zu können. Lästig, fürchterlich, nervend… und dennoch… Ist doch schon mehr als kaputt, dass man sich umgewöhnen muss, wieder eine leichte Jacke zu tragen, einen Pullover anzuziehen oder dass die Ernte der Kartoffeln winkt und vielleicht schon das Gewächshaus „kältefester“ zu machen. Dazu hatte man oft im August schon Zeit, sich allmählich, gemächlich auf den Herbst und das Ende eines Jahres einzustimmen (was mir persönlich immer viel gibt). Diese, gerade auch der Psyche, wohltuenden Phasen sind verschwunden. Ähnlich ist es ja seit Jahren im Frühjahr. Gerade noch Winter (je nachdem) und zack, schon ist es heiß und Sommer ausgerufen.
      Der Klimawandel bedeutet also noch viel viel mehr für uns Menschen. 🙁

  • Jo1965

    Damit diese Oase der Vernunft bzgl. des Themas Klimawandel nicht in der endlosen Wüste des Hitzewahns vertrocknet, hab‘ ich sie noch mal mit 10 Euro bewässert 😉

    • Danke – meine Güte, wenn jeder so großzügig wäre, könnten wir alle mittlerweile eine Stiftung gegen die Klimakatastrophe begründen. Vielen Dank!

  • Jo1965

    BREAKING NEWS+++BREAKING NEWS: Zentralrat der Sofeten beschuldigt Bundesregierung, zu wenig für die Klimaerwärmung zu tun. Heute morgen hat der Zentralrat der Sofeten die Bundesregierung in scharfen Worten für ihre „völlig kontraproduktive Klimapolitik“ angegriffen. Die jetzt einsetzende herbstliche Witterungsphase sei ein Beweis dafür, dass die weitere Senkung des Ausstoßes von Treibhausgasen unverantwortlich sei und das Ziel, auch in mitteleuropäischen Breiten endlich subtropische Witterungsverhältnisse ganzjährig zu etablieren, noch in weiter Ferne liege. Nach Meinung des Zentralrats verstoße es gegen elementare Menschenrechte, außerhalb der Wohnung schon Anfang September u.a. eine Jacke anziehen und statt Badelatschen und Flipflops wieder festes Schuhwerk tragen zu müssen. Außerdem seien die verheerenden wirtschaftlichen Auswirkungen des kommenden Witterungsabschnittes noch gar nicht absehbar. Es sei u.a. mit massiven Einbrüchen beim Absatz von industriellem Gammelfleisch, Holzkohle und Billigbier zu rechnen. Als Sofortmaßnahmen gegen die insbesondere mit dem Beginn der Spätherbst- und Wintermonate drohenden weiteren katastrophalen Verschlechterungen der Lebensbedingungen in Deutschland werden massive steuerliche Erleichterungen für die Heizpilzindustrie gefordert sowie Bußgelder für Gastronomiebetriebe, die sich weigern, in diesem Zeitraum Heizpilze oder -strahler für eine adäqute Außengastronomie auch bei Minustemperaturen zu ermöglichen. Zur Kontrolle könne man kurzfristig die Anzahl der Mitarbeiter bei den Ordnungsämtern verdoppeln, was auch eine massive beschäftigungspolitische Wirkung hätte. Zur Untermauerung seiner Forderungen ruft der Zentralrat der Sofeten zu einem Autokorso Richtung Bundeskanzleramt in Berlin auf, wobei insbesondere alle Unterstützer mit extrem großen und ressourcenfressenden Fahrzeugen (SUVs aller Marken, Audi A8, Mercedes s-Klasse etc.) Präsenz zeigen sollten.

    • Milan

      Schön bissig. 😉

    • Den Zentralrat der Sofeten haha sollte man ins Dauerexil schicken. Eine Spalte des Bardarbunga käme dafür in Frage ^^
      Würde mich nicht wundern, wenn es bald tatsächlich so etwas gäbe – das würde zur politischen Idiotie in Deutschland wunderbar passen.

  • Dunja

    Hallo an Alle!
    Eine wirklich tolle Seite, die mir die letzten Wochen etwas erträglicher gemacht hat!
    Es ist toll zu lesen, dass man nicht allein ist mit seiner Abneigung gegen diese Wahnsinns-Hitze. Ich war gestern richtig happy, als hier Temperaturen von 16 Grand herrschten (dazu den ganzen Tag Regen) und ich hoffe so sehr, dass dieses Jahr keine 3 vorn mehr zu erwarten ist bei den Temperaturen….

    ich freue mich auf einen (hoffentlich frischen) Herbst 😉

    • Danke für den Zuspruch und willkommen in der Runde 🙂
      So wie es aussieht, wird der September ja zum Großteil angenehm – Fachmann Blizzard hat das oben ja eloquent beschrieben.
      Insofern wünsche ich dir und uns allen einen frischen Septemberherbst, bevor es im Oktober dann richtig losgeht (auch wenn alle Prognosen einen warmen Oktober vorhersagen, ich glaube nicht daran).

      • Dunja

        Dann hoffe ich, dass Du Recht behältst…man hat wirklich genug gelitten. Am Schlimmsten finde ich, dass scheinbar niemand begreift, dass 30 Grad plus x nicht für jeden das Höchste der Gefühle sind. Als ich neulich meine beiden „Sandwich-Mädels“ in den KiGa gebracht habe, hat es (gottlob) heftig geregnet. Die Begrüßung der Erzieherin: Na das ist ja ein schlechtes, trübes Wetter heute..da kann man ja gar nichts machen..ich sage meinen Kids aber immer, dass der Herbst+Winter einfach toll sind und die Erde auch den Regen braucht. Und „etwas unternehmen“ kann ich persönlich bei 0-20 Grad 1000mal besser als bei Horror-Hitze!
        Liebe Grüße, bis bald, ich freue mich auf weitere Berichte egal ob kritisch, poetisch oder heiter!

  • Blizzard

    Es wird Zeit, das ein Monat mal wieder an der Null krazt! Sigward vom Wz-Forum hält bei weiterer nördlich-meridionalen Aktivität einen normalen (für ihn ausdrücklich zu kühlen…) Monat für möglich. Aus Modellsicht lässt sich da nur wenig sagen, da beide Modelle das Hoch bei den Briten nicht deutlich genug einschätzen. Mögliche Folgewetterlagen wären Hoch Mitteleuropa (60%) Zwischenhoch mit Übergang zu SWz (30%) und 10% gehen an den Kaltlufttropfen der leider weggerechnet wurde, wäre diese Höhenkaltluft über den Alpenraum gelangt, hätte sie sich vermutlich dort länger gehalten.
    Der subtropische Hochdruckgürtel bleibt aber an Ort und Stelle, was atlantischen Trogsystemen von Zeit zu Zeit das Vordringen nach Westeuropa ermöglicht.
    Wie der Monat auch ausgeht genießen wir die aktuelle Witterung! Herrlich! Ich konnte heute drüh zum ersten Mal wieder joggen ohne komplett eingeölt zurückzukehren oder mich schlapp zu fühlen.

    • Milan

      Hm, ich hatte irgendwo was von 5° des nächtens gelesen. Rumms, nach oben unters Dach, zack in den Keller. Nichts gegen Kühle, absolut nicht, eher das Gegenteil, aber meine Pflanzen brauchen mal noch ne Weile „die Mitte“. 😉

    • Danke für die gewohnt fachlich herausragende und ausführliche Darstellung. *g* Sigward vom wz-Forum hehe der alte Sofet mit dem guten Wissen, was?
      Insgesamt gar keine so schlechte Lage, man wird ja bescheiden. September ist für mich ohnehin nur ein Wartemonat, der meist als August II daherkommt, bevor im Oktober meist eine Win-Win-Situation eintritt: meridional und richtig kalt oder Westdrift und Dauerwolken für Hessen durch Südwestlage.

      • Blizzard

        Der aktuelle Lauf zeigt wieder Einigkeit, zumindest was die Hochdrucklage beider Modelle anbelangt: HB->HM->HFa die Europäer berechnen die Frontalzone näher, bei den Briten und den Kaltlufttropfen über der Ukraine, was evtl. (reine Spekulation) Omegacharakter hätte und bei aktueller Luftmassenverteilung einen antizyklonal-normalen September fortsetzen könnte. Das wäre das 4. Mal, dass HF als Antlantikblockade dient. Ich will das im Winter!!!! Mit Trog Mittelmeer, dann hätten wir Luftmassen, die hatten wir 20 Jahre nicht mehr! Aber so einheitliche Diagrammrechnungen und dazu noch günstige, hatten wir auch schon lange nicht mehr.
        1996: kontinentale Arktikluft erreicht Mitteleuropa

        • hahaha ja wie oft habe ich mir das auch schon gesagt: „Das will ich im Winter!“. Dank CP (!) El Nino (der El Nino stellt sich in diesen Tagen jetzt von EP auf CP um) und sehr geringer Sonnenfleckenzahl sollten wir aber theoretisch davon profitieren.

  • Fneeschall

    kopf hoch leute… in den läden stehen schon wieder die weihnachtssachen 😉

  • Huber Claudia

    Vielen Dank, wieder mal perfekt und zu 100% zutreffend.

  • Milan

    Habe doch noch eine Frage in die Runde. Mir kommt es immer mehr so vor, als ob die Sonneneinstrahlung mittlerweile IMMENS an den Temperaturen schraubt. Nur schon ein wenig Bewölkung und es kommt nicht gar so heftig, ob nun Südluft oder nicht.
    Während dieser Hitzewellen wurden ja stets die hohen Temperaturen nur mit Letzterem begründet. Hielten sich aber mal ein paar Wölkchen am Himmel auf, war es zwar schwül bzw. warm, aber nicht so katastrophal heiß. Man konnte regelrecht beobachten, wie das Thermometer kletterte, sobald die Sonne ungebremst schien.
    Ein Aufenthalt in der Sonne ist auch nicht mehr möglich, und selbst gestern konnte ich es wieder feststellen, obwohl die Temperaturen moderat gewesen sind. Nun heißt es aber, dass die Sonne derzeit wenig aktiv ist.
    Diese Frage habe ich schon früher Wetterfröschen gestellt und es wurde mir entweder gar nicht oder mit „zunehmend sauberer Luft“ begründet. Halte ich für Quatsch.
    Ist die Athmosphäre bereits derart geschädigt, die Ozonschicht dünner als dünn geworden und man schweigt sich darüber aus?

    • Die Aufheizung ohnehin heißer Wetterlagen sollte durch den Treibhausgehalt der Atmosphäre gesteigert werden, der als Verstärker fungiert. Vorindustriell beträgt der Wert 280 ppm (Teile pro Millionen), im Juli ist der 400er-Wert geknackt worden: http://www.esrl.noaa.gov/gmd/ccgg/trends/

      Allerdings ist es nicht ganz so einfach, weil tausende Faktoren eine Rolle spielen bei der Aufheizung des Klimas und der Wirkungskreislauf rund um die Treibhausgase einige Wochen Selbststudium erfordert, um dieses sehr komplizierte Thema einigermaßen zu verstehen.

      Die Ozonschicht hingegen wird nicht dünner, sondern seit einiger Zeit wieder stabiler und gilt als Beweis, was erreicht werden kann, wenn die Menschheit an einem Strang zieht. http://www.wissenschaft.de/home/-/journal_content/56/12054/1033388/ (2005)
      Allerdings: Eine stabile Ozonschicht reduziert zwar Strahlungsschäden durch die Sonne, heizt das Klima aber auch mehr auf, sodass paradoxerweise die stabile Ozonschicht zur Klimakatastrophe der globalen Erwärmung beiträgt.

      • Milan

        Aaah, danke für die Antwort! :))

  • Jo1965

    Wenn man sich die aktuellen Modelläufe anschaut, dann ist das herbstliche Wetter inkl. Trog Mitteleuropa am kommenden Wochenende bis Anfang nächster Woche endlich in trockenen Tüchern. Mir würden aber auch die Wärmefantasien des GFS-Hauptlaufs im UGKB keine Kopfschmerzen mehr bereiten, weil sie möglicherweise einen auch für mich angenehmen Altweibersommerabschnitt mit Tmax von vielleicht 25 Grad einläuten würden, und das bei einer milden Septembersonne, die nichts mehr mit dem grauenhaft grellen Fusionsmonster des Hochsommers gemein hat, und Tagen, die bald schon kürzer als die Nächte sind. Auch die Vegetation beginnt dann mit der allmählichen Verfärbung, wobei ich dazu sagen muss, dass wir hier im Bergischen niederschlagstechnisch noch mit einem blauen Auge davongekommen sind, im Gegensatz zu den Dürrezonen und Hitzehöllen in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz, sodass der Anteil verdorrter Pflanzen und Bäume glücklicherweise überschaubar ist. Lieber Herbst, wir heißen Dich und Deine Erlösung von diesem Horrorsommer willkommen!

    • Milan

      Schön gesagt, und danke für solch gute Nachrichten.
      Hab heute mal wieder nette Gespräche auch über dieses Thema geführt. Bemerke da, dass doch relativ viele so denken wie wir. Sie fühlen sich nur auch alle dem Ganzen recht hilflos ausgeliefert.
      Hier in einem Teil der Dürrezone (liegen auf der Lee-Seite des Mittelgebirges) ist vieles bereits braun verfärbt. Aber am meisten haben in diesem Jahr anscheinend Fichten inkl. mancher Lebensbaumarten unter der Trockenheit gelitten, und das ist irreversibel. Sie haben Unmengen an alten Nadeln abgeworfen und sehen fürchterlich aus. Für die Blaufichten der Region wurde es forstwirtschaftlich mit der Fichtenblattlaus begründet, die sich durch den warmen Winter enorm vermehrt habe. Na ja… 😐 und der Rest? Angeblich kümmert man sich schon um „Ersatzbaumarten“, die Trockenheit und Wärme vertragen. Die Buchen tun das ja auch nicht. Klingt in meinen Ohren wie Notbehelf und noch immer Verharmlosung.

      • Jo1965

        Hallo, Milan! Ich glaube, dass wir als „Antisofeten“ noch nicht einmal in der Minderheit sind, aber diese gleichgeschaltete, mediale Verblödungmaschinerie, die selbst lebens- und umweltbedrohende Hitzewellen wie die letzte als „herrliches Sommerwetter“ verkauft, wirkt wie eine Gehirnwäsche und hat etwas Einschüchterndes (kann man ja auch bei vielen anderen Themen beobachten) an sich. Mir ist es in letzter Zeit schon ein paar Mal passiert, dass ich, wenn jemand auch bei brüllender Hitze von „herrlichem Sommerwetter“ sprach und ich direkt entgegnete, dass ich die Sonne nicht mehr sehen könne und die Schnauze voll von diesen abartigen Temperaturen hätte, plötzlich Zustimmung bekam, so als ob der andere zuvor sich nicht unvoreingenommen zu äußern wagte, weil er mich zunächt mal zwangsläufig für einen Sofeten gehalten hat!

        • Milan

          Beide sowas von recht. Beruhigt ungemein. 😉

      • Autumn

        Habe auch festgestellt, dass wohl weniger Sofeten sind als man denkt. Aber Verblödungsmedien sei Dank trauen sich viele nicht zu sagen, dass sie auch Mühe mit dieser Brüllhitze haben. Gemäß Blödmedien muss manunerträgliche Hitze ja lieben!

    • Blizzard

      Ja, Rhein-Main bleibt Sahelzone, glücklicherweise sind die Verdunstungswerte nicht mehr so hoch. Niederschläge kommen wohl auch weiter nicht wirklich zu uns rein. Schauer im Norden bei maritimer Kaltluft und paar Regengebiete im Süden durch ein kleines Ariatief

      • Gar nicht mal schlecht momentan. Dicke, dunkle Herbstwolken rauschen von Westen rein. Erster echter Herbsttag heute bei 17 Grad. Man kann sein Glück ja kaum fassen. Prompt hatte ich 2 Tage 40 Grad Fieber wegen eines Kindergarten-Magen/Darm-Virus, das muss ein Fluch sein ^^
        Aber heute wird das Wetter draußen genossen!

        • Jo1965

          Gute Besserung, Kaltwetter!

          • Danke, Jo – mittlerweile alles wieder im grünen Bereich. Scheint ein seltsamer Virus gewesen zu sein, der aber wohl bundesweit rumgeht, wie ich derzeit den Eindruck habe. Menschen mit Kindern und/oder viel Menschenkontakt (hier beides ^^) kriegen den Kram immer als erste ab 😉

  • Milan

    Vielleicht bringen dich diese Worte eines bescheuerten Sofeten-Bestärkers (oder ist sogar selber einer) noch schneller auf die Beine, Kaltwetter. 😉
    Wetterbericht gestern in MDR, bezogen auf das kühle Herbstwetter: „An diese Temperaturen müssen wir uns wohl gewöhnen (..) Glühweinwetter am Wochenende (…) Ja wir büßen wohl jetzt so’n bisschen für die Hitze der vergangenen Wochen.“
    Sie leiden, oh ist das schön. 😉 Und sowas von bescheuert.
    Weiterhin gute Genesung auch von mir.

    • Bei allem Respekt für den Versuch, aber solche Sofetenspinner bringen mich nur auf die Palme und ziehen Energie ab, statt welche zu spenden. Nein, da konzentriere ich mich lieber auf das Positive unserer Tage: Immer noch warme, aber angenehme Temperaturen, vor allem nachts. Ich denke, ich werde – nun wieder genesen – heute mal einen Nachtspaziergang bei 11-12 Grad unternehmen und in Mond-Schönheit und Kühle eintauchen mit Geist, Körper und Seele 😉

      • Milan

        Sorry, wird nicht wieder vorkommen.

        • Kein Grund für eine Entschuldigung, Milan. Ich bin ein Freund direkter Kommunikation. Wenn mir etwas subjektiv nicht gefällt, kommuniziere ich das. Das heißt nicht, dass ich sauer bin oder du das nicht wiederholen darfst. Wie ich schrieb: Ich weiß ja dass deine Absicht positiv war, also alles gut 🙂
          Ich weiß, dass viele sich an der Idiotie der Sofeten hochziehen und aus der negativen Energie Kraft ziehen. Ich lebe nur bei positiven Dingen wirklich auf, selbst wenn ich mal Sofeten durch den Kakao ziehe 😉

          • Milan

            Stimmt, ich bin gerne mal „böse“. Gelegentliche Schadenfreude tut manchmal einer geschundenen Seele gut. Und geschunden hatte mich nicht nur die Hitze, sondern auch das Hurra-Geschrei der Sofeten. Vor allem auch dieses „Unverständnis“, wenn ich mal von mir gab, dass ich drunter leide wie ein Hund. Da kam als erstes: „ICH nicht!“ Ohne Mitgefühl oder Bedauern.
            Hatte aber vorher von mir gesprochen und nicht von ihnen. Warum sollte ich mich da nicht an IHREM nunmehrigen Leid ergötzen und auch mal ein „schlechter Mensch“ sein? 😉
            Ich akzeptiere es aber, dass es nicht jedem so geht. Insofern hatte ich dich überrollt, von mir auf dich geschlossen. Genau dem galt meine Entschuldigung.

          • ok. Top!
            Wollte nur Missverständnisse vermeiden. Kommunikation via Internet kann oft zu Fehlinterpretationen führen. 🙂

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