Der anthropogene Klimahammer und seine Wirkung auf unsere Erde ...
Der anthropogene Klimahammer und seine Wirkung auf unsere Erde ...

Die NOAA hat die Temperatur- und Klimadaten für den Planeten Erde im August 2016 ausgewertet und veröffentlicht.

Nach wie vor eine alarmierende jährliche Steigerungsrate von mehr als 3 ppm (früher: 1 ppm); © <a target="_blank" href="http://www.esrl.noaa.gov/gmd/ccgg/trends/">NOAA</a>
Nach wie vor eine alarmierende jährliche Steigerungsrate von mehr als 3 ppm (früher: 1 ppm); © NOAA

Der August 2016 gehört wie der Mai 2016 zu einem „Schwankungsmonat“, wo entweder Land- oder Ozeantemperaturen ausnahmsweise einmal nicht auf Platz 1 eines neuen Hitzerekords landeten. Nichtsdestotrotz ergibt die Summe aus Land- und Ozeantemperaturen natürlich dennoch einen neuen Hitzerekord. Es handelt sich damit um den 16. Monat in Folge, der den globalen Temperaturrekord in Sachen Hitze für diesen jeweiligen Monat gebrochen hat und stellt somit eine neue Dimension der globalen Klimakatastrophe dar. 

Die Hand des El Niño ist dabei in den Zahlen deutlich ablesbar: Während zu Zeiten des aktiven Rekord-El Niños von 2015 bis April 2016 die Hitzerekorde um unfassbare 0.60 Grad zertrümmert wurden, werden jetzt die neuen Hitzerekorde „nur“ um ca. 0.02 bis 0.10 Grad (je nach Monat) überschritten.
Der August 2016 übertraf allerdings schon wieder in extremen Maße die Landtemperaturen des letzten Rekords aus dem Vorjahr 2015 und zwar um unfassbare 0.19 Grad – eine Steigerung von 0.10 Grad sollte nach bisherigen Angaben eigentlich die Summe der Steigerung von 10 (!) Jahren sein.

Mit anderen Worten: Die Treibhausgase steigen weiterhin dramatisch an und sind aktuell so hoch wie SEIT 14 MILLIONEN JAHREN nicht mehr und somit höher als jemals, seit es Menschen auf dem Planeten gibt! Die Erwärmung schreitet logischerweise ebenso voran und was weitaus schlimmer wiegt: Der Fall der extrem wichtigen Klimatischen Kipppunkte nähert sich mit jedem Zehntelgrad.

Die Ozeantemperaturen für den Monat August stagnieren einmal. Dennoch ist die Erwärmung der Ozeane ein Faktor, der von Wissenschaftlern genauestens beobachtet wird. Denn wenn die globale Katastrophe beginnt, wird sie höchstwahrscheinlich mit einem „Großen Anoxischen Ereignis“ starten.

Methan ist 30 bis 40x stärker als Kohlendioxid und steigt extrem an; © <a target="_blank" href="http://www.esrl.noaa.gov/gmd/ccgg/trends_ch4/">NOAA</a>
Methan ist 30 bis 40x stärker als Kohlendioxid und steigt extrem an; © NOAA

Wann ein sog. „Großes Anoxisches Ereignis“ kommt, also das komplette Umkippen der Ozeane durch den Kreislauf Erwärmung -> Verringerung des Sauerstoffgehaltes -> Vermehrung anaerober Bakterien (die ohne Sauerstoff auskommen) -> Ausscheidung von Giftstoffen -> Massensterben in den Ozeanen, ist unbekannt. Erste Anzeichen sind aber bereits aufgetreten (sog. „Todeszonen„).

Man beachte unbedingt bei den angegebenen Zahlen, dass
(a) das verwendete Mittel nicht der übliche Dreißigjährige Zeitrahmen ist (außer bei den Karten, wie angegeben), sondern das 20. Jahrhundert komplett als Maßstab verwendet wurde, also die Jahre 1901-2000.

(b) die beiden Regionen, in denen die stärkste Erwärmung auftritt, die Arktis und die Antarktis werden bei den Messungen und angegebenen Daten aufgrund nach wie vor fehlender Instrumente ausgespart. Die tatsächliche Erwärmung des Planeten ist somit noch (vermutlich deutlich) höher.

Ergebnis: Der Monat August 2016 liegt auf Platz 1 und ist somit der heißeste August-Monat, der jemals gemessen wurde.

Die Daten werden nach Landmassentemperaturen und Ozeantemperaturen unterteilt und lauten wie folgt:
Landtemperatur: +1.29 Grad über dem Mittel = Platz 1 aller jemals im August gemessenen Werte (bisheriger Rekord: 1.10 im Jahr 2015)
Ozeantemperatur: +0.77 Grad über dem Mittel = Platz 3 (bisheriger Rekord im August: +0.79 im Jahr 2015)
Land und Ozean somit: +0.92 Grad über dem Mittel = Platz 1 (bisheriger Rekord im August: +0.87 im Jahr 2015)

Anstieg der globalen Aufheizung in 3 Zukunftsvarianten bei ungebremsten Emissionen von Treibhausgasen (oben: Anstieg bei hoher Reaktion des globalen Klimas, Mitte: wahrscheinlichster Anstieg, unten: Anstieg bei nur geringer Klimasensitivität). Im Vergleich sieht man, wie stabil in den letzten Jahrtausenden vor dem menschlichen Einfluss die globalen Temperaturen waren vor der Explosion der Treibhausgase mit der Industriellen Revolution; © <a target="_blank" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Globale_Erw%C3%A4rmung#/media/File:Bau_future_warming_med.jpg">Skeptical Science auf commons.wikimedia.org</a>, Lizenz: <a target="_blank" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en">CC BY-SA 3.0</a>
Anstieg der globalen Aufheizung in 3 Zukunftsvarianten bei ungebremsten Emissionen von Treibhausgasen (oben: Anstieg bei hoher Reaktion des globalen Klimas, Mitte: wahrscheinlichster Anstieg, unten: Anstieg bei nur geringer Klimasensitivität). Im Vergleich sieht man, wie stabil in den letzten Jahrtausenden vor dem menschlichen Einfluss die globalen Temperaturen waren vor der Explosion der Treibhausgase mit der Industriellen Revolution; © Skeptical Science auf commons.wikimedia.org, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Ohne El Niño steigen also die Zahlen etwa um die bereits bekannten Größenordnungen von 0.02 bis 0.06 Grad an und betragen somit etwa ein Zehntel der El Niño-Daten. Dies bedeutet aber folgendes: Eine Abkühlung ist NICHT zu sehen! Mit anderen Worten: Der unglaubliche Erwärmungssprung, den El Niño ausgelöst hat, wird nicht anschließend ausgeglichen, sondern bleibt bestehen!
Der Beleg findet sich eindeutig in den globalen Zahlen. El Niño wird damit in der Tat zum Untergangsbeschleuniger der Menschheit, betrachtet man die These allein, dass El Niño zeitlich immer häufiger auftreten und qualitativ immer stärker wird in der Zukunft. Sogar ein Dauerzustand des El Niño wird diskutiert, was die Klimakatastrophe in einen Zeitrafferzustand übergehen lassen würde.

Zur Einordnung der globalen Zahlen sei darauf hingewiesen, dass ab einer globalen Erwärmungsschwelle von 2.0 oder 2.5 Grad eine weltweite Katastrophe angenommen wird, die nicht mehr zu verhindern sein wird.
Die globale Erwärmung betrug im Jahr 1997 bei Beginn der Aufzeichnungen der NOAA +0.42 Grad Celsius.
Im Jahr 2007 hatte sich die Erwärmung auf +1.02 Grad Celsius mehr als verdoppelt.
Das letzte Jahr 2015 bezifferte die Erwärmung auf +1.33 Grad Celsius, Tendenz stark ansteigend. Da auch 2016 bereits jetzt auf Hitzerekordkurs sich befindet, liegen wir als Menschheit mit einem maximalen Unbelehrbarkeitsfaktor und einem noch größeren Idiotenfaktor voll im Plan einer rasend schnellen Selbstvernichtung. Glückwunsch.

Die Zahlen belegen auch im August in einem erschreckenden Ausmaß, dass der „Klimawandel“ kein Klimawandel ist, sondern eine  Klimakatastrophe und immer weiter voranschreitet. Die begleitenden Nachweise von Treibhausgasen, globalen Hitzeentwicklungen, dem Zustand der Biodiversität, die Versauerung der Ozeane, zeigen, dass wir uns auf einem Weg in die Zukunft befinden, der zu einer Selbstvernichtung führt, die unsere Kinder erleben werden.

Globale Temperaturentwicklung Land und Ozean im Monat August; © NOAA
Globale Temperaturentwicklung Land und Ozean im Monat August; © NOAA
Globale Temperaturentwicklung Nördliche und Südliche Hemisphäre im Monat August; © NOAA
Globale Temperaturentwicklung Nördliche und Südliche Hemisphäre im Monat August; © NOAA

Temperaturverteilungen auf dem Planeten

Der August 2016 zeigt wie in den Vormonaten seit dem Abklingen des El Niño weniger Extreme, dafür eine weiter verbreitete gleichförmige Hitze – mit einer Ausnahme: Westrussland!
Dennoch sehen wir insgesamt statt Radikalhitze mit seltener Kälte nun eine gleichmäßig verteilte Hitze wie in der Zeit vor dem El Niño, ohne dass der Erwärmungssprung durch El Niño mit einer temporären Abkühlung verbunden wäre, denn La Niña fällt überraschend aus bzw. taucht nur ganz kurz und ganz schwach auf. Insgesamt scheint die ENSO in einem neutralen Zustand zu verbleiben.

Verteilung globaler Temperaturanomalien im Monat Juli 2015, © NOAA
Verteilung globaler Temperaturanomalien im Monat Juli 2015, © NOAA

Der „kalte Fleck“ im Atlantik, den viele für eine Abschwächung des Golfstroms halten, ist seit Juni 2016 arg am schwächeln im Sommertreibhaus der nördlichen Hemisphäre. Mittlerweile ist er so gut wie verschwunden! (vgl. aktuelle Werte im Nordatlantik bei Tropical Tidbits, Auswahl North Atlantic links unten). Vgl. auch die Diskussion um alternative Erklärungen zum Golfstromausfall). Somit hat die Realität selbst die Frage geklärt, was ursächlich für den „Kalten Fleck“ war: Nicht eine Schwächung des Golfstroms (denn die grönländische Eisschmelze hat sich sogar noch gesteigert!), sondern Windstress.
Oder aber der Kalte Fleck hat letztlich mit einer langen Vorlaufzeit kausal etwas mit dem El Niño zu tun, ganz ähnlich wie mit dem „Blob“ vor der Westküste Nordamerikas im Vorfeld des El Niño 2015.
Denn ein gravierendes Argument ist: Vor einem Jahr war der „Kalte Fleck“ auf dem Atlantik extrem groß und stabil – dagegen ist er jetzt kaum noch vorhanden! (vgl. Bild links)
Aus dieser überraschenden Veränderung der Lage direkt vor unserer Haustür ergeben sich nun überraschende Folgen für den Winter, der besser werden könnte, wie die Langfristprognosen es derzeit prognostizieren: Dr. Cohen reicht uns einen Winter-Strohhalm!

Bitte beachten: Die hier dargestellten Veränderungen beziehen sich auf die Klimakatastrophenjahre 1981-2010 und nicht auf das Mittel 1901-2000, um deutlich zu machen, ob sich die Klimakatastrophe weiter verschärft oder sie abklingt. Das bedeutet: Allein um einen Vergleich zur Zeit vor dem Start der beschleunigten Klimakatastrophe zu erhalten, muss man für globale Verhältnisse etwa +0.2 Grad dazuzählen.

El Niño-Radikalismen glätten sich trotz nach wie vor viel zu hohen Temperaturanomalien, vor allem in Westrussland. Verteilung globaler Temperaturanomalien im Monat August 2016, © NOAA
El Niño-Radikalismen glätten sich trotz nach wie vor viel zu hohen Temperaturanomalien, vor allem in Westrussland. Verteilung globaler Temperaturanomalien im Monat August 2016, © NOAA

Klima-Höhepunkte

In der Grafik der NOAA zeigen sich im August 2016 trotz der Ozeantemperaturstagnation wie immer endlose Beispiele für zu heiße und/oder zu trockene Gebiete in einem Ausmaß, das Angst macht und zwar zu recht!

1. Zu heiße Regionen: Die Auflistung wird langsam lächerlich, daher belasse ich es bei: Die ganze Welt.

2. Zu trockene Regionen: Mitteleuropa, Südamerika.

3. Niederschlagsanomalien über dem Mittel verzeichneten Nord- und Südeuropa, der Osten der USA, die Fidji-Inseln und Australien.

4. Die Lage an den Polen ist die altbekannte: In der Arktis schmilzt ohne einen vorhandenen Kontinent alles weg mit dieses mal dem viertniedrigsten Meereis-Wert der Aufzeichnungen. In der Antarktis ist die Lage deutlich entspannter (weil sich die Südhalbkugel weniger stark erwärmt als unsere Nordhalbkugel) mit dem lediglich neunzehntniedrigsten Wert der Aufzeichnungen.

Status des Klimas: Hitzerekorde als Begleiter für die nächsten 1000 Jahre

Hitzerekorde sind die andauernde Begleiterscheinung in den Medien seit ca. 1993.
Dass dabei lediglich die Rekorde seit Messungsbeginn Ende des 19. Jahrhunderts (in England seit dem 18. Jahrhundert) fallen, nehmen einige Sofetenpropagandaterroristen zum Anlass, diesen Rekorden keine Bedeutung zuzumessen. Es handele sich ja lediglich um geologisch bedeutungslose Zeiträume.
Was dabei übersehen wird: Die Sofeten haben recht. Allerdings nicht so, wie sie es gerne hätten. Sondern genau umgekehrt wird ein Schuh daraus, der dem selbstvernichtungsgeilen Homo sapiens passt. Denn ein Hitzerekord, der mittlerweile aufgestellt wird, ist nicht nur die wärmste Temperatur seit 1880, sondern eben seit mehreren tausend Jahren! Die Ausweitung der zeitlichen Komponente jenseits von 1880 bis weiter in die Vergangenheit lässt sich jedoch nicht exakt belegen, sondern nur ungefähr mit der Analyse von Eisbohrkernen und anderen Techniken.
Und auch, wer jetzt noch die sog. „Mittelalterliche Warmzeit“ als Gegenbeleg heranführt, beweist damit nur, dass er fachlich keine Ahnung hat. Denn die Temperaturen der „Mittelalterlichen Warmzeit“, in zynischer Sofetenweise auch noch „Klimaoptimum“ genannt, haben wir mittlerweile längst übertroffen und werden dies auch weiterhin, bis wir das „moderne Klimaapocalypticum“ erreicht haben werden …

Wie stellen sich die Unterschiede im Herbst dar?
Im Spätherbst kann man diese Unterschiede sehr gut aufzeigen. Vergleichen wir die 30 Novembertage einmal für 3 Jahre. 2013 bis 2015 mit 1970 bis 1972 hinsichtlich der Tageshöchsttemperatur in Frankfurt am Main (Quellen: DWD beim Archiv der www.wetterzentrale.de). Angegeben sind die Tageshöchstwerte in Grad Celsius vom jeweils 01.11. bis 30.11. und am Ende die Monatsmittelwerte zur Referenzperiode 1961-1990:

2015: 6.3/ 4.9/ 7.6/ 9.9/ 16.7/ 16.7/ 19.0/ 19.1/ 19.1/ 14.9/ 14.6/ 15.3/ 12.9/ 10.8/ 15.3/ 11.6/ 15.7/ 16.3/ 14.8/ 10.5/ 5.7/ 6.0/ 5.2/ 2.8/ 5.2/ 7.6/ 1.4/ 7.6/ 11.7/ 11.8; Monat: +3.5 Grad

2014: 11.0/ 12.4/ 14.7/ 14.7/ 10.7/ 9.6/ 8.8/ 13.1/ 10.5/ 10.5/ 9.5/ 9.7/ 11.6/ 12.4/ 11.7/ 10.4/ 11.0/ 9.7/ 9.4/ 8.7/ 9.3/ 8.4/ 9.3/ 9.4/ 6.1/ 5.7/ 6.6/ 5.1/ 4.3/ 4.0; Monat: +2.5 Grad

2013: 10.7/ 15.8/ 13.3/ 12.8/ 9.1/ 14.4/ 16.7/ 15.0/ 12.2/ 8.7/ 10.9/ 8.6/ 10.3/ 5.0/ 7.6/ 5.3/ 5.2/ 7.3/ 7.1/ 6.7/ 6.2/ 4.8/ 7.7/ 8.1/ 3.8/ 4.1/ -1.3/ 1.6/ 5.9/ 5.3; Monat: +0.6 Grad

1972: 14.5/ 8.1/ 7.7/ 6.5/ 9.1/ 9.5/ 10.5/ 10.5/ 9.6/ 12.5/ 12.2/ 7.9/ 12.2/ 6.0/ 6.0/ 2.5/ 1.2/ 2.1/ 3.3/ 9.8/ 8.8/ 8.6/ 8.0/ 4.5/ 4.9/ 2.8/ 0.5/ 4.0/ 5.0/ 5.5; Monat: +0.3 Grad

1971: 11.4/ 13.3/ 11.2/ 12.9/ 12.6/ 12.4/ 11.2/ 7.1/ 7.6/ 5.2/ 4.4/ 7.8/ 5.9/ 10.7/ 9.6/ 8.6/ 8.6/ 10.9/ 8.6/ 2.2/ 4.4/ 4.7/ 3.1/ 2.2/ 2.0/ 3.4/ 5.3/ 3.6/ 3.6/ 5.3; Monat: -0.5 Grad

1970: 12.4/ 14.1/ 15.7/ 13.3/ 12.7/ 9.7/ 7.5/ 4.2/ 9.0/ 8.1/ 10.5/ 15.3/ 11.8/ 7.2/ 6.7/ 7.9/ 5.1/ 13.7/ 14.6/ 10.0/ 10.0/ 7.5/ 7.7/ 8.8/ 6.4/ 1.5/ 3.1/ 3.2/ 5.9/ 11.0; Monat: +1.8 Grad

Was sieht man an diesen Zahlen?
Erstaunlicherweise gab es auch vor 45 Jahren warme Novemberwerte, was man oft vergisst.
ABER: Die Warmwerte waren nicht so hoch wie in der heutigen Zeit und es gab längere Phasen von etwas, was man heute „winterlich“ nennen würde (5 Grad und weniger).

Indikatoren für eine Klimatische Globalerwärmung bzw. -katastrophe, Quelle: NCDC
Indikatoren für eine Klimatische Globalerwärmung bzw. -katastrophe, Quelle: NCDC

Der Blick auf 2015 zeigt das ganze Ausmaß einer Klimakatastrophe: Temperaturen von bis zu 19.1 Grad wie in einem kühlen Sommer. Im November. Auf der Seite der Wetterzentrale sieht man parallel zu den Daten auch die dazugehörigen Bodendruckverteilungskarten, die zeigen: Das Azorenhoch und die Subtropen verlagern sich immer weiter nördlich bzw. nehmen extremen Einfluss auf Deutschland, während in den 1970er Jahren Trog- und Westdriftlagen vorherrschten. Wenn Azorenhochlagen im November auftraten, dann niemals so extrem und nicht so lange andauernd.

Zurück zu den „Rekordwerten“: Da die Klimakatastrophe nicht stehenbleibt und nicht einmal linear ansteigen wird, ganz gemächlich, sondern exponentiell oder in Sprüngen beim Fall von klimatologischen Kipppunkten bzw. beim Auftreten von El Niño wie 2015, werden die Hitzerekorde nicht Jahre, nicht Jahrzehnte und auch nicht Jahrhunderte weitergehen, sondern für Jahrtausende oder sogar Jahrzehntausende! Denn das Treibhausgas bleibt in der Atmosphäre, selbst wenn wir Menschen von heute auf morgen von diesem Planeten, den wir tagtäglich schänden, verschwinden würden.
Auch die von den Ozeanen geschluckte ca. 93% überschüssige Hitze der Klimakatastrophe wird dort unerreichbar für uns in der Tiefsee verbleiben und sich Jahrtausende lang auswirken.

Wo die Rekordwerte hinführen, kann derzeit niemand sagen. 30 Grad im November? 25 Grad zu Weihnachten? Alles ist leider möglich. Das einzige, was jetzt noch zeitlichen Aufschub bringen könnte, wäre ein Supervulkanausbruch, der selbst eine Katastrophe wäre.
Letztlich sind es nicht nur die Temperaturen, die uns vernichten werden, sondern die zusammenbrechenden Kausalketten und ihre Folgen: Meeresspiegelerhöhung, dadurch Landverknappung und Versalzung des Bodens und Grundwassers bei gleichzeitiger exponentiell ansteigender Weltbevölkerung, Hungersflüchtlinge, Klimaflüchtlinge, Zusammenbruch der gesellschaftlichen Ordnung, Kriege, Pandemien durch sich ausbreitende Krankheiten in bisher unbefallene (und genetisch ungeschützte Populationsgebiete), Zusammenbruch der Wirtschaft und globale Verarmung. Mit anderen Worten: Eine zusammengebrochene Welt, die im Klima ihren Anfang nahm und zu einer Hölle führen wird, die ihresgleichen sucht und wo im Vergleich die Massengräber aus dem Zweiten Weltkrieg, dem Ersten Weltkrieg und dem Dreißigjährigen Krieg nur als Vorspiele der letzten, ultimativen Selbstvernichtung anmuten werden.
Das ist das Szenario der Zukunft. Wenn wir nichts unternehmen. Und aktuell unternehmen wir bis auf belanglose Worte von Politikern, die mehr an Machterhalt als an der Zukunft und an unseren Kindern interessiert sind, nichts. Gar nichts …

Temperaturen auf der Erde im Laufe der geologischen Epochen von 500 Millionen Jahren vor unserer Zeit bis heute, © :Glen Fergus, hg6996 auf commons.wikimedia.org, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Temperaturen auf der Erde im Laufe der geologischen Epochen von 500 Millionen Jahren vor unserer Zeit bis heute. Der Mensch existiert erst seit max. 1 Million Jahren (ganz, ganz rechts…), © :Glen Fergus, hg6996 auf commons.wikimedia.org, Lizenz: CC BY-SA 3.0



Hat Ihnen der Artikel gefallen? Dann bitte ich Sie um eine kleine Spende, die Sie für angemessen halten.

DIE LETZTEN GLOBALEN KLIMABERICHTE: Juli 2016Juni 2016Mai 2016, April 2016März 2016, Februar 2016, Januar 2016Dezember 2015, November 2015, Oktober 2015, September 2015, August 2015, Juli 2015, Juni 2015, Mai 2015, April 2015, März 2015.
DIE LETZTEN NATIONALEN KLIMABERICHTE: August 2016Juli 2016Juni 2016, Mai 2016April 2016, März 2016, Februar 2016Januar 2016, Dezember 2015, November 2015, Oktober 2015, September 2015, August 2015, Juli 2015, Juni 2015, Mai 2015, April 2015, März 2015.
JAHRESKLIMABERICHTE: 2015, 2014.