© krheesy auf flickr.com, Lizenz: CC BY 2.0
© krheesy auf flickr.com, Lizenz: CC BY 2.0

Die NOAA hat die Temperatur- und Klimadaten für den Planeten Erde im Februar 2016 ausgewertet und veröffentlicht. Der zehnte nicht nur zu warme, sondern der ZEHNTE Rekordhitzemonat in Folge ist das erschreckende Ergebnis. Und seit zehn Monaten wütet der El Niño mit seinen globalen Auswirkungen.

Doch die Zahlen sind mehr als nur alarmierend, da die globale Erwärmungsrate ganze Jahrzehnte überspringt. Die Erde brennt lichterloh! Es geschieht genau das, wovor bereits seit Jahrzehnten gewarnt wird und auf das ich immer wieder hinweise: Die Treibhausgase führen zu einem sich selbst beschleunigenden Erwärmungseffekt, der innerhalb von wenigen Jahren nun irreversibel wird (vermutlich bis 2030/40) und am Ende nach 60 bis 200 Jahren für 80 bis 95% allen Lebens auf Erde das Ende bedeuten wird, inklusive unserer Spezies – zumindest in der Art, wie wir es kennen.

Das CO2 in der Atmosphäre steigt aktuell immer schneller an. © <a target="_blank" href="http://www.esrl.noaa.gov/gmd/ccgg/trends/">NOAA</a>
Das CO2 in der Atmosphäre steigt aktuell immer schneller an. © NOAA

Die Zahlen im Februar 2016 zeigen für den Planeten, dass möglicherweise die Klimakatastrophe in einen sich selbst steigernden Effekt übergeht, der irreversibel ist und letztlich die gleichen Folgen aufweisen wird wie das größte Massensterben der Erdgeschichte vor 250 Millionen Jahren im Perm-Zeitalter. Allerdings dauerte diese Erwärmung damals 100.000 bis 800.000 Jahre, die Menschheit erledigt das im ultimativen Wahnsinn von 100 Jahren … Mehr dazu am Ende des Artikels.

Man beachte unbedingt bei den angegebenen Zahlen, dass
(a) das verwendete Mittel nicht der übliche Dreißigjährige Zeitrahmen ist (außer bei den Karten, wie angegeben), sondern das 20. Jahrhundert komplett als Maßstab verwendet wurde, also die Jahre 1901-2000.

(b) die beiden Regionen, in denen die stärkste Erwärmung auftritt, die Arktis und die Antarktis werden bei den Messungen und angegebenen Daten aufgrund nach wie vor fehlender Instrumente ausgespart. Die tatsächliche Erwärmung des Planeten ist somit noch (vermutlich deutlich) höher.

Ergebnis: Der Monat Februar 2016 liegt auf Platz 1 und ist somit der heißeste Februar-Monat, der jemals gemessen wurde.

Die Daten werden nach Landmassentemperaturen und Ozeantemperaturen unterteilt und lauten wie folgt:
Landtemperatur: +2.31 Grad über dem Mittel = Platz 1 aller jemals im Januar gemessenen Werte
Ozeantemperatur: +0.81 Grad über dem Mittel = Platz 1
Land und Ozean somit: +1.21 Grad über dem Mittel = Platz 1

Diese Zahlen muss man sich leider genauer ansehen: Der Landrekord wurde nicht etwa leicht überschritten. Nein, er wurde um unfassbare 0.63 Grad übertroffen und pulverisiert. Allein diese Zahl muss jedem Schrecken einjagen, der ansatzweise denken kann. Statt 0.1 Grad Erwärmung pro Jahrzehnt sind es nun 0.5 Grad und die in den Klimakonferenzen optimistische Grenze von 2.0 oder 2.5 Grad globaler Erwärmung, welche als Schwelle für eine irreversible und den Menschen als Ganzes bedrohende Klimakatastrophe betrachtet wird, könnte somit etwa 2030 bzw. 2040 erreicht werden – vermutlich früher, da die Steigerung selbst sich weiter steigert. Mehr dazu am Ende dieses Artikels.

Die Ozeantemperaturen steigen seit Monaten in einer bedenklichen Kurve an. El Niño befeuert im wahrsten Sinne des Wortes diese Entwicklung noch durch die Temperaturanomalien im Pazifik, die sich global verteilen. Dies addiert sich noch zu der These, dass die Kohlendioxidaufnahme der Meere ihr Limit erreicht hat.

Die Landtemperaturen sind El Niño-bedingt auf der nördlichen Hemisphäre geradezu explodiert und haben zum ersten Mal die Schwelle von 2 Grad oder mehr überschritten. Bitte beachten: Die Darstellung bezieht sich nicht auf ein ganzes Jahr, sondern immer nur auf den aktuell analysierten Monat, also in diesem Fall dem Januar! Die Hitze auf der nördlichen Hemisphäre sprengt im Grunde die Skalen.

Globale Temperaturentwicklung Land und Ozean im Monat Januar, © NOAA
Globale Temperaturentwicklung Land und Ozean im Monat Januar, © NOAA

Temperaturverteilungen auf dem Planeten

Der Februar 2016 zeigt vor allem in Russland und Sibirien eine Erwärmung, die sogar die Skalen sprengt (jenseits von +5 Grad Celsius). El Niño hat die Lage und den Planeten weiterhin im Würgegriff, zu erkennen an der „Hitzelanze“ vor der Westküste Südamerikas.
Somit sind die beiden auffälligsten globalen Kennzeichen nach wie vor:

* El Niño ist weiterhin aktiv und auch auf der Karte überdeutlich sichtbar vor der Westküste Südamerikas und wie man hier jetzt auch deutlich sieht als CP El Niño mit den höchsten Temperaturen nicht mehr direkt vor der Küste Südamerikas wie bei einem EP El Niño, sondern weit draußen auf dem Pazifik.

* Der „kalte Fleck“ im Atlantik, den viele für eine Abschwächung des Golfstroms halten, hält sich auch im Januar 2016, ebenso wie im Dezember 2015 wie im November 2015 (vgl. Darstellung bei Tropical Tidbits, Auswahl North Atlantic links unten). Vgl. auch die Diskussion um alternative Erklärungen zum Golfstromausfall.

Bitte beachten: Die hier dargestellten Veränderungen beziehen sich auf die Klimakatastrophenjahre 1981-2010 und nicht auf das Mittel 1901-2000, um deutlich zu machen, ob sich die Klimakatastrophe weiter verschärft oder sie abklingt. Das bedeutet: Allein um einen Vergleich zur Zeit vor dem Start der beschleunigten Klimakatastrophe zu erhalten, muss man für globale Verhältnisse etwa +0.2 Grad dazuzählen.

Verteilung globaler Temperaturanomalien im Monat Februar 2016, © NOAA
Verteilung globaler Temperaturanomalien im Monat Februar 2016, © NOAA

Klima-Höhepunkte

In der Grafik der NOAA zeigen sich im Februar 2016 endlose Beispiele für zu heiße und/oder zu trockene Gebiete in einem Ausmaß, das Angst macht und zwar zu recht!

1. Arktis und Antarktis: Hier verzeichnet die Arktis nach einigen Monaten der Entspannung nun den zweiten Rekordniedrigwert in Folge, was das See-Eis betrifft. Die Lage in der Antarktis verschärft sich ebenfalls: Nach dem lediglich sechzehntniedrigsten Stand im Vormonat handelt es sich im Februar 2016 um den sechstniedrigsten Stand der Aufzeichnungen. Bei dem komplexen Abschmelzungsprozess muss immer berücksichtigt werden, dass die Schwankungen mit dem Abschmelzen der Gletscher zusammenhängen, die zu einer Erhöhung des See-Eises führen.

2. Hitze und/oder Trockenheit gab es in folgenden  Regionen: Alaska, USA, Südamerika, Asien, Afrika, Australien, Pazifische Inseln, Neuseeland und Europa. Im Grunde also die gesamte Welt …

3. Niederschlagsanomalien über dem Mittel verzeichneten Finnland und generell Nordeuropa, sowie das südliche Südamerika durch den El Niño-Einfluss

4. Ein Hurricane auf dem Pazifik namens Winston trieb sein Unwesen bei den pazifischen Inselketten.

Schock-Zahlen!

Ich darf mit einem bitteren Geschmack sagen, dass ich bisher mit meinen Prognosen vollkommen recht hatte, was die Entwicklung des Klimas betrifft, auch wenn viele dies seit 2 Jahren nicht wahr haben wollen!
Wo startete die globale Erwärmung im Juli 2014, als kaltwetter.com an den Start ging? Bei 0.74 Grad Erwärmung an Land, 0.59 Grad bei den Ozeanen und einem Mittel von 0.64 Grad. Wissenschaftler sprachen von 0.2 Grad pro Jahrzehnt Zunahme, ja sogar von einer angeblichen Erwärmungspause, die niemals stattfand.
Nicht einmal 2 Jahre später haben wir +1.57 Grad mehr an Land, 0.22 Grad mehr bei den Ozeanen und im Mittel damit 0.57 Grad mehr – das entspräche nach der These von 2014 einer Erwärmung von fast 30 Jahren, die letztlich innerhalb von nur 2 Jahren erfolgt ist und somit 15x schneller als von den Wissenschaftlern prophezeit. Auf das absolute Mittel bezogen sind es statt 0.2 Grad 0.57 Grad und somit fast 3x mehr.
Die Gründe? Falsche Versprechen der Klimapolitik mit nach wie vor ungebremsten Treibhausgasausstoß, „unterstützende Maßnahmen“ wie massive Regenwaldvernichtung und „überraschende“ Entwicklungen wie Schwarzes Eis und Methanausstöße bei Seen und Gewässern und im Permafrostboden Sibiriens. Wie dumm muss man sein, dass man solche Beschleunigungsfaktoren nicht automatisch annimmt? Gewiss, die Wissenschaft kann nur von gemessenen und untersuchten, sprich „erlebten“ Ereignissen berichten und erst dann mit ihnen umgehen, wenn sie erfolgen. Das ist ihre Stärke. Und gleichzeitig ihre größte Schwäche.

Steigt unaufhörlich. Kohlendioxidgehalt seit 650.000 Jahren.
Steigt unaufhörlich. Kohlendioxidgehalt seit 650.000 Jahren.

Gehen wir von den obigen Zahlen aus, dass die Erwärmung eben nicht 0.2 Grad pro Jahrzehnt beträgt, und nicht nur 3x schneller, sondern sagen wir einmal 4x schneller, da weitere Beschleunigungsfaktoren hinzukommen, dann sieht die Zukunft nicht düster, sondern apokalyptisch aus. Nein, das ist keine Übertreibung!!
Wenn also in Zukunft der aktuelle Erwärmungsstand von 1.21 Grad sich mit von mir angenommenen 0.8 Grad pro Jahrzehnt weiter erhöht, liegen wir 2026 bei +2.01 Grad und haben damit die Schwelle überschritten, die als Untergangsszenario für die Welt gilt. Nehmen wir die etwas optimistischere Schwelle von +2.5 Grad an, so wäre diese nach weiteren 6 Jahren im Jahr 2032 erreicht. Diese Schwelle bedeutet nach Ansicht selbst der seriösen Wissenschaftler: Die Klimakatastrophe galoppiert, ist nicht mehr aufzuhalten (irreversibel) und wird in eine immer schnellere Folge von globalen Effekten münden.

Eine solche Erwärmung von +2.50 Grad entspräche bereits dem Dinosaurierzeitalter – einer Epoche vor 250 bis 66 Millionen Jahren, wo es bekanntlich keine Menschen gab, die – auch wenn Sofeten dies nicht wahrhaben wollen – für Warmphasen in Eiszeiten konzipiert worden sind, abgesehen davon, dass die globalen Klimaveränderungen unsere globale Gesellschaft ins Chaos stürzen würden und werden und es bereits beginnt.
Und die Klimakatastrophe wird ja nicht innehalten! Sie wird sich immer weiter beschleunigen und wenn wir so weitermachen (und was spricht eigentlich dagegen angesichts des aktuellen Wahnsinns in der Welt?), droht tatsächlich (auch wenn sich das seltsam anhört) im Jahr 2100 herum eine Art von Weltuntergang des Menschen. Dieser ergäbe sich aus einer Kombination aus folgenden Faktoren:
* Meereserwärmung mit Produktion giftiger Substanzen durch Vermehrung von anaeroben Bakterien (nachgewiesen bei der Massenauslöschung im Perm, erste Ansätze in den Todeszonen der gegenwärtigen Ozeane und Meere)
* Eisschmelze (dadurch Verlust der Albedo-Sonnenreflektion und weiterer Anstieg der Erwärmung in Sprüngen)
* Anstieg des Meeresspiegels (dadurch Landverlust und Ackerflächenverlust und Flüchtlingsströme zu vielen Millionen Menschen)
* Zusammenbruch der Nahrungskette (Massensterben in den wärmevergifteten Ozeanen, Massensterben auf dem überhitzten Land),
* Kampf und Krieg um Ressourcen (Wasser ist bereits heute sogar in Deutschland ein Problem) und
* Rückfall in die für uns typische Verrohung und Barbarei.

Verschiedene Berechnungen der sog. globalen Erwärmung. Rot von mir eingezeichnet: 1,5 Grad globaler Erwärmung, ab der viele Klimatologen einen irreversiblen galoppierenden Effekt mit katastrophalen Folgen annehmen. Man sieht, dass dies etwa 2050 erreicht sein wird. Die Darstellung ist jetzt bereits von der Realität überholt worden (2016) ... © <a target="_blank" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Global_Warming_Predictions.png">Robert A. Rohde auf commons.wikimedia.org</a>, Lizenz: <a target="_blank" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en">CC BY-SA 3.0</a>
Verschiedene Berechnungen der sog. globalen Erwärmung. Rot von mir eingezeichnet: 1,5 Grad globaler Erwärmung, ab der viele Klimatologen einen irreversiblen galoppierenden Effekt mit katastrophalen Folgen annehmen. Man sieht, dass dies etwa 2050 erreicht sein wird. Die Darstellung ist jetzt bereits von der Realität überholt worden (2016) … © Robert A. Rohde auf commons.wikimedia.org, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Es ist kein Weltuntergang, der mit einem Knall geschieht wie bei einem Kometeneinschlag auf der Erde. Es ist ein schleichender Prozess, wo wie Wellen Krisen sich in Anzahl und Qualität stetig erhöhen, bis die Menschheit darunter zusammenbricht und die Welt plötzlich eine völlig andere ist. Ohne Sicherheiten, ohne das Netz der Zivilisation und nach einem Kataklysmus der Ereignisse wäre es ganz einfach der Untergang unserer Welt, wie wir sie kennen und mit Milliarden Todesopfern, dem Verlust von Wissen, einer für weitere Jahrhunderte und Jahrtausende klimatisch vernichteten Welt und dem Rückfall in eine Art neues Mittelalter (auch wenn ich als Historiker das Mittelalter nicht so dunkel sehe, wie es Klischees vermuten lassen).

Dies ist also die Zukunft, wie sie sich in den schlimmsten Prognosen abzeichnet. Und allein, dass diese Prognose durchaus als realistisch betrachtet werden kann, ist ein Erkenntnisschock, den die meisten vermutlich gar nicht einordnen können und deshalb wohl verdrängen nach dem Motto „Es wird schon alles gut werden“.
Gewiss, es gibt auch Hoffnung. Hoffnung, dass mit dem Fortgang des El Niño auch die abnormen Erwärmungsraten verschwinden. Aber wie soll man es einordnen, wenn der El Niño nach einigen Modellen aktuell nach einer kurzen Pause im Herbst schon wieder auftauchen soll und damit die These eines Dauer-El Niño befeuert? Dies würde in das Schema einer galoppierenden, globalen Klimakatastrophe passen. Ob es so kommt, weiß ich auch nicht und ich hoffe, dass dieser Kelch an uns vorübergehen wird.

Temperaturentwicklung des El Niño in Region 1.2 (Ostpazifik an der südamerikanischen Küste); © <a href="http://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/people/wwang/cfsv2fcst/images3/nino12Monadj.gif">NOAA</a>
Temperaturentwicklung des El Niño in Region 1.2 (Ostpazifik an der südamerikanischen Küste); © NOAA

Temperaturentwicklung des El Niño in Region 3.4 (Zentralpazifik); © <a href="http://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/people/wwang/cfsv2fcst/images3/nino34MonadjPDFC.gif">NOAA</a>
Temperaturentwicklung des El Niño in Region 3.4 (Zentralpazifik); © NOAA

Die Prognosen für den El Niño zeigen die Entsprechung klimatischer Alarmglocken!
In der küstennahen Region 1.2 steigt der El Niño nicht etwa gemächlich an oder stagniert, sondern die NOAA sieht ein massives Ansteigen auf Werte, die dem aktuellen Rekord-El Niño erneut entsprechen. Das hat es noch nie zuvor gegeben! Das ebenfalls in der Grafik zu sehende Absinken auf La Nina-Werte im Sommer wäre daher nur eine ganz kurze Momentaufnahme.

Ein El Niño, der seine höchsten Temperaturen an der Küste (Region 1+2) hat, wird als EP El Niño (Eastern Pacific = EP) bezeichnet. Ein El Niño mit den höchsten Temperaturen auf dem Zentralpazifik entfernt von der Küste (Region 3.4) wird als CP El Niño (CP = Central Pacific) bezeichnet.
Die Grenze für den El Niño-Status wird unterschiedlich gesehen. Manche setzen ihn bei +0.5 Grad Celsius Temperaturanomalie der Wasseroberfläche an, andere bei +0.8 Grad Celsius. Ab Werten über 1.5 Grad Celsius handelt es sich um einen starken El Niño, ab 2.0 Grad um einen sehr starken El Niño und bei Werten wie dem aktuellen El Niño von 2.5 bis 3.0 Grad Celsius um nicht für möglich gehaltene Rekordwerte.

Wie man auf den derzeitigen Prognosen sieht, würden beide Regionen sich auf El Niño-Status erneut erhöhen, die zunächst im schwachen bis mittleren Bereich verbleiben (unterhalb 1.5 Grad Celsius). Das will jedoch nichts heißen. Denn allein die Tatsache, dass sich ein El Niño regeneriert statt wie üblich im neutralen ENSO-Bereich (zwischen +0,5 und -0,5 Grad) zu verbleiben oder in den La Nina-Modus zu wechseln (zu kalten Oberflächentemperaturen), ist ein klimatologisches Alarmsignal, das die schlimmsten Apokalypsebefürchtungen untermauert und belegt.

Zur Beruhigung am Ende etwas Hoffnung: Die Prognosen über die Zukunft und Vorhersage eines El Niño waren in der Vergangenheit oft relativ fehlerlastig. Insofern besteht die Hoffnung, dass diese Prognosen am Ende sich korrigieren werden im Laufe der Monate und sich ein La Nina etablieren wird, wie es eigentlich der Fall sein sollte nach dem gängigen und in der Vergangenheit beobachteten Schemata.
Sollten sich jedoch die Prognosen eines quasi Dauer-El Niño erhärten, dann ist es wirklich keine Übertreibung, dass man besser bald sein Testament machen kann. Die zu erwartenden Folgen wären mit dem eines Supervulkanausbruchs zu vergleichen, nur statt einer Abkühlung eine Steigerung der ohnehin vorhandenen Blitzerwärmung der Erde. Dadurch würden sich die Klimatologischen Kipppunkte rasend schnell auslösen und die Folgen wären nicht mehr absehbar, auch in diesem Fall die real vor Ort tatsächlich erlebten. Von Megadürren ohne Ende, Massenvernichtung von Arten, Umkippen der Ozeane, Blitzschmelze des Eises und der Gletscher und lokalen Überschwemmungen und einem Sprung des Meeresspiegelanstiegs. Und alles, ohne dass die Menschheit Zeit hätte, darauf zu reagieren.

Ich blicke auf die Zahlen und es ist das erste Mal, dass ich wirklich Angst bekomme. Nicht nur, weil alles genauso aktuell eintritt, wie ich es vorhergesagt habe, sondern angesichts einer Nullreaktion der Menschheit sowohl global wie auch lokal in Deutschland. Blindheit? Verdrängung? Unwissen als Schutz? Vermutlich alles und damit die übliche psychologische Gemengelage vor Krisen. Dieses erste Mal jedoch steht die gesamte Menschheit auf dem Spiel. Und es hat keine nachfolgende Generation mehr Zeit, alles zu reparieren, wie es oft in der Geschichte war. Es wird dann bereits zu spät sein, wenn sich die Klimakatastrophe vom menschlichen Zugriff abkoppelt und in eine Hitzesingularität spiraliert …
So wie ich es sehe, werden wir aktuell Zeugen der ersten globalen, existenzbedrohenden Katastrophe der Menschheit. Kein Supervulkanausbruch, kein Kometeneinschlag, sondern eine durch eigene Idiotie hervorgerufene globale Erwärmung, die alles jemals in der Erdgeschichte dokumentierte zigfach übersteigt, sodass eigentlich zeitlich normalerweise nicht Sichtbares sogar sichtbar wird und die Fratze eines Todes trägt, den wir nicht wahrhaben wollen.
Die Karten und die Zahlen sind keine harmlose Gedankenspielerei. Sie sind harte Fakten der Realität. Die Hoffnung schwindet und wir müssen genauestens in den nächsten Monaten hinschauen und die weitere Entwicklung beobachten. Unser aller Leben könnte davon abhängen.

DIE LETZTEN GLOBALEN KLIMABERICHTE: Januar 2016Dezember 2015, November 2015, Oktober 2015, September 2015, August 2015, Juli 2015, Juni 2015, Mai 2015, April 2015, März 2015
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JAHRESKLIMABERICHTE: 2015, 2014.




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  • Alptraum der Sofeten

    Oh man!

    • Ich bin sprachlos und das will was heißen. Entweder die Zahlen sind alle ein Computerfehler (und warum sollten sie das sein?) oder ich zweifel langsam an meinem Verstand. Das kann unmöglich alles wahr sein. Aber das sind wohl die üblichen Empfindungen vor einer solchen Katastrophe.
      Ich bete, dass die nächsten Monate das nicht bestätigen und dass die Erwärmung in dieser Form nur eine Art monatlicher Ausreißer ist.

      • Alptraum der Sofeten

        Mit meinem Kommentar hat man ja gesehen das ich auch sprachlos bin. Ebenfalls sage oder eher gesagt erhoffe ich mir schon seit letzten Sommer das es bald mal 1 Jahr oder zumindest ein paar Monate kühler werden muss. Statt dessen wird es ja immer wärmer/heißer! Das Klima dreht den Temperaturregler richtig auf und macht denen die es erkennen richtig angst und bange, stimmt. Hoffentlich ist es wirklich nur eine längere Anomalie die sich bald normalisiert oder besser in kühl übergeht was aber ein sehr großes Wunder wäre. Was soll man zu den Aussichten sagen?

        • Wenn die Aussichten der Beleg für eine Klimakatastrophe sind, die durchdreht, vor allem mit einem Dauer-El Nino, dann ist das Ergebnis bereits in wenigen Jahren der Zusammenbruch unserer gesamten Welt. Irgendwie will ich das nicht wahrhaben.

        • cleopatra

          Nun ja, wir haben Ende März und zumindest hier im Osten waren weder die letzten Nacht- noch Tagestemperaturen über 10 Grad. Eher weit drunter. Das weiß ich so genau, weil ich täglich abends checke, ob ich evtl wegen Frostgefahr Äpfel/Kartoffeln/usw reinholen muss oder manche empfindlichen Pflanzen abdecken.

          Ich finde für Ende März diese Temperaturen zu niedrig, nicht etwa zu hoch.
          Aktuell haben wir für meine Kleinstadt 7 Grad. Die letzten Tagen lagen sie um diese Zeit bei 4/5 Grad durchschnittlich.
          Also zu warm ist da doch sehr subjektiv, objektiv ist es sicher nicht zu warm.
          Mich nevt es schon, ich will Frühling und endlich richtig mit dem Gärtnern loslegen.
          Das wird bei diesen Temperaturen natürlich nix, keine Pflanze hat Lust zu wachsen. Sie dümpeln eher so herum.

          • Also hier blüht alles seit Anfang der Woche… Grün an den Bäumen, Kirschblüte, alles weiß und rosa… Frost hatten wir glaube ich so ca. 3 bis 4 Tage seit Beginn des Herbstes 2015 und auch nur etwa max. -1 bis -3 Grad.
            Dass die Monate zu warm, teilweise (November, Dezember) viel zu heiß waren, muss man ja nur in die Statistik schauen. Und was global abgeht ist von dem kleinen Pissfleck Deutschland noch einmal völlig zu unterscheiden. Allerdings sollten die Nichtwinter in Reihe im Flachland mit lokal und zeitlich teilweise 15 Grad zu warmen Temperaturen an jedem einzelnen Tag Beweis sein ^^

  • Clear

    Steigende Temperaturen – Klimawandel verbessert französische Weine
    Begießt euren Frust – glücklich ist, wer vergißt, dass er/sie nicht zu retten ist …
    Alles ist schließlich vergänglich.

    • Keine Ahnung, wie Desertifikation französische Weine verbessert. Wer Sohn oder Tochter hat, kann sich nihilistische Zukunftsprognosen ethisch nicht leisten. Das Mittelalter lehrt uns, dass gerade Memento Mori und Vanitasgedanke eine Mahnung sind, es besser zu machen und eine lebenswerte Welt zu hinterlassen.

      • Clear

        Es ist ein Kreuz mit dem Menschen, wie schon selbiger festgestellt hat. Geboren, und nur überlegungsfähig mit „künstlicher Energie“, mehr dort, wo verfügbres cash dies erlaubt. Wie soll Menschheit da rauskommen? Die schwindende äußere Kälte wandert ins Gemüt – meine Prognose. Die Beschleunigung der Klimabeeinflussung menschlichen Ursprungs scheint mit diesen Weltengesellschaften und -konflikten nicht nachhaltig zu beeinflussen zu sein.
        Vanitas bestimmte den geistigen Teil des Barock während der andere Teil dem Dasein frönte. Scheint sich nicht viel geändert zu haben. Ich bitte, mein Erstpost als sarkastische Feststellung zu nehmen, Teil dieses unausweichlichen Dramas zu sein. Und sind wir schon in den kulturellen Epochen so erwarte ich keinen Gott, der aus diesem Quark einen Ausweg zeigt.

        • Ich auch nicht lol Letzten Endes wird der Einzelne machtlos sein und die Menschheit als Ganzes der üblichen Mischung aus Ignoranz und Wahnsinn folgen. Ich schließe mich den Vanitasehrenden barocken Untergangsfeiern an, wenn die Zivilisationsstreben endgültig zusammenbrechen 😉
          Wobei ein Teil von mir die Zahlen nicht glauben kann, die Folgen nicht wahrhaben will. Aber egal welche Wissenschaftler ich persönlich auch direkt befrage: Sie sehen es ebenso. Das bringt eine Form von Gewissheit, die jede Form von Hoffnung begräbt. Und ich schwanke zwischen Entsetzen, Faszination und einer Angst vor der Zukunft die surreal erscheint – weniger um meiner selbst, als um die meiner Tochter und der nachfolgenden Generation, die uns zu Recht verfluchen wird.

          • cleopatra

            Ich habe keine Kinder und auch keine NIchten oder Neffen…. also keine Menschen, die nach mir leben werden, von daher bin ich da tatsächlich eine ganze Ecke egostischer und heutelebender.

            hinzu kommt, dass ich gerade Menschen begleite, die unheilbar krank sind, an beschissenen Krankheiten, die kein Mensch braucht….
            das relativiert so vieles und ich lebe viel bewusster und intensiver.
            Kann ganz schnell vorbei sein oder ganz schnell ganz beschissen werden…..
            in der Tat ist meine Angst vor einer widerlichen Krankheit viel größer und realer als vor einer Klimakatastrophe. Die ist ja erstmal nur hypothetischer Natur…

            Auch muss ich sagen, dass mich persönliche Krisen so sehr an den Rand der Existenz gebracht haben, dass mir die Wetterbedrohung ganz banal dagegen erscheint.
            Manchmal finde ich schon, das ist ein Stückchen weit ein Luxusproblem….

            ist nur meine eigene Meinung aus meinem natürlich höchst individuellen Blickwinkel…..
            erst wenn ich richtig betroffen bin, wie letzten Sommer, wird das natürlich auch zum persönlichen Problem.

            Dieser Sommer wird aber nicht so, das weiß ich ganz sicher!!!!

          • Krisen sind essentiell oder wie Heidegger sagt: Es sind Grenzerfahrungen, an denen man Werte reflektiert und sich eigene Positionen verschieben. Ich habe davon auch so einige gehabt…
            Natürlich sind einem persönliche Krisen, egal ob gesundheitlich oder auf andere Menschen bezogen, viel näher.

            Egal, ob man daraus die Schlussfolgerung zieht, dass einem diese Krisen und deren Bewältigung wichtiger sind als weiterreichende Krisen in Raum (Welt) und Zeit (Zukunft): Letztere existieren halt doch.
            Und was die Klimakatastrophe angeht, sieht es derzeit danach aus, als ob die vermeintlich weit entfernten Krisen uns mehr oder weniger schnell einholen werden, wie es z. B. auch in Indien (http://www.wetter.com/news/indiens-wassermann-ein-segen-und-vorbild_aid_56f01296cebfc0b9568b4594.html) oder Thailand (http://www.wetter.de/cms/thailand-die-schwerste-duerre-seit-mehr-als-20-jahren-2783053.html) geschieht. Die Frage ist nur: Erreichen uns regional die Folgen in katastrophalem Ausmaß schon 2030? Oder doch erst 2100?

  • lake-effect

    Wenn ich das, was du schreibst, anderen Leuten erzähle, was wird dann passieren?
    Die sagen:
    – das ist doch bloß so ein Weltuntergang Prognostiker
    – Du brauchst auch nicht auf jeden zu hören

    Es ist natürlich gewagt, solche Theorien zu verbreiten, deshalb tut dies kein Politiker. Das wäre ein Schuss in den eigenen Hintern. Es hört sich so krass an, dass man für verrückt erklärt werden muss.

    Doch die klugen Köpfe wurden im Mittelalter auch für Hexen gehalten.
    Was, wenn es stimmt? Niemand will das wahrhaben.

    Wir brauchen Messwerte, um Theorien zu bestätigen. Die Messwerte misst man aber in real time, nicht im voraus. Wenn es da ist, ist es zu spät.

    Ich frag mich bloß, was, wenn du wirklich recht hast. Den Ernst der Lage kann niemand glauben.

    Ich muss unbedingt bis 2100 leben, damit ich es sehen kann, obs stimmt^^

    • Ich bin mir dessen voll bewusst und stimme vollkommen zu in allem, was du da schreibst.
      Ich bin weder ein Prophet, noch ein Hysteriker, noch ein aufmerksamkeitsgeiler Nerd. Ich suche die Wahrheit. Wo sie liegt, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass ich nichts weiß, wie Sokrates mit der Lampe, der blind umherwankend platonische Schatten von Wahrheiten erkennt, mal mehr, mal weniger.
      Wenn es tatsächlich die Wahrheit ist, dass wir vor der ersten globalen Katastrophe unserer gesamten Menschheitsgeschichte stehen, dann Gnade uns allen Gott.
      Wenn ich mich irre, dann wird die Erleichterung über mein Versagen die Scham deutlich übersteigen und auslöschen.
      Mir ist es wie jeder Philosoph völlig egal, was andere von mir denken. Ich suche die Wahrheit. Nichts anderes. Denn ich werde irgendwann Asche sein, vielleicht schon morgen oder übermorgen. Aber meine Tochter und alle Kinder dieser Welt mit ihr werden es nicht sein. Was wir täglich an Milliarden und Abermilliarden Verbrechen begehen an dieser Welt, die wir von unseren Nachfahren nur geliehen haben – Verbrechen an Natur, an Mitmenschen, an Tieren an unserer Verantwortung vor dem Universum – ist beispiellos. Wir könnten anders, aber wir sind gefangen aus einem Netz der Gier, der Macht, des Geldes. Selbst erschaffenen Dämonen und Wegen in der Geschichte, bei denen wir zielgerichtet immer die falsche Abzweigung gewählt haben, bis wir in der Gegenwart gelandet sind.

      Wenn die Zahlen nicht lügen, die ich sehe, wenn nicht irgendetwas Überraschendes passiert, das ich nicht erkennen kann, dann wird die aktuelle Entwicklung unser aller Ende sein. Dann haben wir bewiesen, dass der Zufall der Evolution, einem Affen ein Gehirn mit einer virtuellen Egomatrix zu schenken, in einer Sackgasse endet und nicht zu den Sternen führt. Das Licht des Menschen auf der Erde und im Kosmos wäre innerhalb von nicht einmal 2 Millionen Jahren, wenn man es großzügig betrachtet, beendet. Ein Miniaturlichtblitz-Augenblick im Universum. Eine kaum wahrnehmbare Skurrilität, bedeutungslos, nicht einmal einer Fussnote würdig.
      Ich weigere mich, das zu akzeptieren. Und hoffe, dass ich mich in unfassbarem Ausmaß irre. Und dass die nachfolgende Generation noch retten kann, was zu retten ist, auch wenn es längst zu spät sein wird.

      Was zählt schon das eigene Leben? Wir stehen in einer Kette. Einer langen Kette, die mit dem ersten Menschen beginnt, wir sind aneinander gebunden aus Ketten der Zeit, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verknüpfen. Und wir erfüllen unser Sein als Mensch nur dann, wenn wir unsere Vorfahren und ihre Leistungen ehren auf deren Bergen wir heute unverdient thronen und wenn wir unseren Kindern eine Welt hinterlassen, die es ihnen ermöglicht erfüllt zu leben und worauf sie das Recht aller vorangegangenen Zeitalter haben.
      Die Angst, die ich empfinde, die Wut, die Verzweiflung und die Trauer bezieht sich nicht auf mich. Sondern auf den Verlust. Den Verlust von Leben, von Schönheit, von Wundern. Und auf die Scham, Teil der Generation zu sein, die als erste Verantwortung, Gerechtigkeit und Weisheit auf eine Art mit Füßen tritt, an deren Ende tatsächlich das Ende von allem stehen könnte.

      • cleopatra

        Werter Kaltwetter,

        wenn du von einer These überzeugt bist und sie im Idealfall noch gut, also am besten wissenschaftlich, begründen kannst, dann musst du dir auch keine Gedanken machen, ob wer wie warum versteht bzw nicht versteht.

        Philosophie ist allerdings wieder ne andere Baustelle…… bin etwas verwirrt…
        bitte bitte nicht auch noch Esoterik ins Feld führen, dann wirds mir zu kunterbunt und ich flüchte 😉

        • Was denn für Esoterik? Seit wann hat Philosophie etwas mit Esoterik zu tun?

  • HaMa1975

    Sehr guter Beitrag … mit Albtraumpotential – bin sprachlos …

  • Die Gesellschaft kapiert es nicht. Ein Beitrag, der an geistiger Beschränktheit und Blindheit für die Folgen kaum zu überbieten ist: http://www.faz.net/aktuell/wissen/erde-klima/meteorologie-abschied-vom-winter-14134674-p3.html – der absolute Höhepunkt am Ende: Das Feiern der Klimareferenz 1991-2020, die in einigen Jahren der neue Maßstab ist und dann „zu warm“ relativiert, als würde eine Zahlenlegitimation einer beispiellosen Klimakatastrophe selbige irgendwie verbessern. Ich nenne das Verharmlosung, Reflektionsunfähigkeit und einen Beweis umfassender Idiotie und auch sinnbildlich eine Darstellung des Verhaltens der meisten Menschen für die Zukunft. Hoffnung auf ein Umdenken und eine Chance, die Klimakatastrophe doch noch in allerletzter Sekunde aufzuhalten? Umfassende Fehlanzeige.
    Die meisten rennen wie IS-Terroristen mit einem (hier: klimatischen) Sprengstoffgürtel herum, den sie rhetorisch und mental mit sich tragen. Der Unterschied ist nur zum IS-Terroristen: Die Klimaverweigerer und Klimanormalos wissen es nicht mal.

    • Alptraum der Sofeten

      Das ist ja mal wieder Vertuschung auf höchstem Niveau wie man es leider von fast allen Massenmedienartikeln kennt. Man muss erst mal irgendwo im Internet schauen ob die ach so ehrlichen Medien überhaupt ein wenig Wahrheit drin steckt oder doch wieder alles erfunden aus ihrem Transatlantischem Märchenbuch stammt.
      Richtig Frech einfach die wärmeren Jahre an zu nehmen.

      • Na ja frech ist es nicht, einfach die gängige Methodik. Nur als Journalist das dümmlich-süffisant hochzuloben nach dem Motto „Der Normalbürger wird sich wundern, wie wenig warm es dann sein wird“ ist pure Idiotie.
        Begleiten wir also weiter als ohnmächtige Zeugen des Wahnsinns den Klimaterror und den „normalen“ Terror, bei dem geheuchelte Anteilnahme verbunden wird mit Nichtstun in Deutschland und somit einer indirekten Befürwortung von Anschlägen in unserem Land, die garantiert kommen werden. Sog. „Gefährder“ in jedem Land machen den Eindruck, als spiele die Regierung eine Art Russisches Roulette nach dem Motto „Welches Bundesland erträgt die meisten Gefährder“ anstatt sie zu ergreifen und rauszuwerfen.
        http://www.focus.de/politik/videos/zellen-in-deutschland-karte-der-gefahr-in-diesem-bundesland-leben-die-meisten-islamistischen-gefaehrder_id_5381206.html

        Ich verstehe dieses Land nicht mehr. Mehr als offenen Auges die Fahrt vor die Wand zu begleiten, bleibt wohl nicht.

    • lake-effect

      „Den Winter neu definieren“
      Leider ist es so: Je weiter sich die Gesellschaft von der Natur wegbewegt, desto weniger weiß sie, was die Natur war.

  • Ein hervorragender Beitrag, der meine Intention und die objektive Lage unterstreicht: http://www.n-tv.de/wissen/Wir-saegen-den-Ast-ab-auf-dem-wir-sitzen-article17015451.html

  • cleopatra

    Heute hab ich endlich mal Zeit für überflüssiges und so schau ich mir gerade „Das Geschäft mit dem Wetter“ an. Weiß nicht, ob noch verfügbar in Mediathek, ich habs von einem online tv recorder.

    Außerdem möchte ich wegen der letzte Woche kurzen Diskussion hier über leere Regenfässer vermelden, dass es bei uns diese Woche insgesamt bisher an jedem Tag Niederschlag gab. Meist Niesel, so dass kaum viel Wasser zusammen kam, in einer Nacht auch stärkeren Regen.

    Was die Sonne angeht, blieb es bei uns bei dem einen Sonnentag. Sonst ließ sie sich kaum überhaupt blicken, schon gar nicht längere Zeit.

    Kann das Wetter so unterschiedlich sein in einem Land?

    Oder hat es bei euch auch geregnet, doch diesmal?

    • Natürlich kann das Wetter unterschiedlich sein, bedingt durch geografische Regionalitäten. Mehr noch: Es wäre seltsam, wenn es nicht so wäre ^^ Ist doch logisch. Nordseeküste ist nun mal völlig anders als jedes Mittelgebirge und die Täler (Oberrheintal… Rhein-Senke).
      Geregnet hat es heute zum ersten mal seit Wochen hier. Die mitteldeutsche Dürrezone ist ja bereits Forschungsgegenstand und wurde vor ca. 10-15 Jahren als Folge der Klimakatastrophe prognostiziert. Ausgenommen davon sind logischerweise die Küsten mit deutlich höherem Niederschlag, bedingt durch Nordsee und die Mittelgebirge (orthografischer Regen durch Hebung) und natürlich die Alpengebiete.

      • cleopatra

        ok, ich zähle dann zu den Mittelgebirgen, kann sie bei klarem Wetter sogar sehen 😉

        Mir kommt es eben doch spanisch vor, dass es hier soviel regnet und anderswo Dürre herrscht. Logisch mag das schon sein, aber nicht so richtig zu realisieren.

          • cleopatra

            ahja, ich wohne direkt am Fuße eines Berges, also eher kein Mittelgebirgsberg, so ein Wanderbergding.
            Habe die Beobachtung gemacht, dass 5 km entfernt, auf der anderen Seite des Berges entweder kein Nebel ist (bei uns schon) oder es auch Temperaturunterschiede von bis 4, 5 Grad gibt.
            Die hatten in ihrem Provinggarten dann oft richtig Frost, bei mir auf dem Balkon waren es 0 Grad oder sogar Plusgrade.
            Durch den Berg erlebe ich jedenfalls viel häufiger Nebel als andere (auf dem einen Foto war das zu sehen im Hintergrund).

    • Michael Bodin

      Zur völligen Überraschung hat es gestern eigentlich ganztägig geregnet hier in Schwante, 12 KM NW von Berlin.

      Es gab dadurch bisher 19,2 Liter (4,2 gestern) Niederschlag diesen Mpnat, was bei einem durchschnittlichen März etwa 47 % des Solls ausmachen. Da jetzt „schönes“ Wetter kommen soll, wird der Monat wohl zu trocken. Der erste allerdings seit November 2015 (96% Niederschlag). Meine Referenzdaten hole ich mir hier her :

      http://www.wetterkontor.de/de/wetter/deutschland/monatswerte-station.asp?id=10382&yr=2016&mo=-1

      Also der März wird zu trocken, mal sehen was die nächsten Monate bringen werden. Meine Pumpe ist schon einsatzbereit……

      • cleopatra

        Freut mich, dass ihr dann wenigstens einen Regentag hattet.
        Bei mir ist Regenwasser echt ein Problem, da ich es nicht direkt bei mir auf dem Balkon in einer Tonne sammeln kann (ich könnte zwar die durchlaufende Rinne anbohren und das Fass anschließen, hm, gibt dann aber wohl Ärger mit Vermieter).
        Ich muss jedesmal runter, und mittels Eimer dort gesammeltes Wasser (das macht jeder Mieter, wie er denkt, mit Tonnen oder Zinkwanne) bis zu mir schleppen.
        Ich nehm dann auch Wasser erst, wenns schon ein Weilchen geregnet hat, sonst ist das zu „dreckig“ für meine Naturorchideen. Ein richtiger AUfwand, bloß gut, dass wir sehr weiches Wasser in der Leitung haben und ich notfalls auch mal das verwenden könnte.
        Grüntechnisch tut sich hier noch kaum was draußen, man glaubt es kaum!

        • Michael Bodin

          Hier fängt es aber auch erst seit 1 oder 2 Tagen an, dass es grün wird und die Rosen austreiben. Die letzten 6 oder 7 Tage hatten wir nicht über 9 Grad und nachts nur knapp über Null. Aber nach dem Regen gestern, heute kam die Sonne raus, kann man es förmlich sehen, wie die Knospen wachsen. Meine Erdbeerplantage fängt jetzt auch an, kräftig auszutreiben.
          Das Leitungswasser und auch das Grundwasser ist bei uns sehr hart, aber die Pflanzen und der Rasen vertragen es zum Glück gut.

  • Ein äußerst interessantes Buch, auch wenn es wohl die Klimakatastrophe deutlich unterschätzt. Die Darstellung der Strukturen und Folgen, die auf lange Sicht bei einem Überleben der Menschheit positiv wären und die wir heute bereits erleben, machen nachdenklich. Ein Buch, das sicher nur in deutschen Gedanken geschrieben werden konnte, da die Komplexität der Sprache die Komplexität der Argumente wiederspiegelt und am Ende wohl einen Beweis dafür liefert, dass Deutsch als Sprache der Philosophen gilt. Auch wenn seltsamerweise die Veröffentlichungssprache Englisch ist ^^ Kein Wunder dass Wörter wie „Weltanziehungskraft“ unübersetzbar bleiben.
    http://www.zeit.de/2016/12/the-metamorphosis-of-the-world-ulrich-beck

  • HaMa1975

    Hi Leude, in Alaska hat seit gestern der Vulkan PAVLOF einen gewaltigen Schluckauf ! Die Aschesäule erreichte dabei eine Höhe von knapp 12 Kilometer. Selbst vom All aus ist die große Rauchwolke gut zu sehen. Ich denke, man sollte dies weiter beobachten … ;-))

    • Hab den kleinen Ausbruch auch beobachtet. Nett. Trägt zur Aufrechterhaltung des vulkanischen Forcings bei, das die Atmosphäre etwas herunterregelt, aber nicht viel. Ich warte immer noch auf den richtig großen Knall a la Tambora oder Krakatau ^^

      • HaMa1975

        Kleinvieh macht auch Mist. 😉

  • lake-effect
    • HaMa1975

      Nun ja, mit den ganzen Infos, die uns Michael so schön aufbereitet hat, im Hinterkopf, würde ich sagen, daß die Chancen gut stehen, daß sich die Menschheit in 100 Jahren geschrottet bzw. zumindest stark dezimiert hat.

    • Nett gemacht. Etwas plakativ wie das halt bei einem Video so ist. Ich denke auch nicht, dass die Klimakatastrophe als reale und belegte Bedrohung in die Schiene „Verschwörungstheorie“ gehört, was für mich letztlich eine Theorie ist, die ohne echte Belege Paranoiagefühle befeuert.
      Ich denke auch nicht, dass die Menschheit ausstirbt in dem Sinne, dass der Homo sapiens an sich nicht mehr existieren wird. Aber von einem massiven Rückgang durch Millionen oder Milliarden Opfer gehe ich schon aus – davon wie immer der größte Teil durch Kriege und Krisen und somit von Menschen an Menschen, wie es halt immer war ^^
      Die Welt an sich wird sich radikal ändern und auf der einen Seite steht ein neues Mittelalter durch Barbarei (wie schnell das geht, sieht man im Islamischen Kulturbereich) oder auf der optimistischen Seite eine geeinte Menschheit, die durch die größte Bedrohung in der Menschheitsgeschichte ihre Differenzen beiseite legt. Wäre aber eine Premiere 😉

    • Jo1965

      Natürlich soll der Film „populärwissenschaftlich“ sein, trotzdem sollte man gerade angesichts der Wichtigkeit des Themas entsprechende Sorgfalt walten lassen. So sind z.B. 2 oder 3mal Filmausschnitte vom Tsunami 2004 in Thailand zu sehen, einer Naturkatastrophe, die nichts mit der Klimaerwärmung zu tun hat. Bei der Nennung der Zahlen von Naturkatastrophen in den 1970er und den 2000er Jahren wird nicht einmal erwähnt, ob es sich um wetterbedingte Katastrohen handelt oder ob auch hier nicht klimabedingte Ereignisse wie Erdbeben oder Vulkanausbrüche mitgezählt wurden. Zudem ist die Erde der 2000er Jahre viel dichter bevölkert und informationstechnisch auf einem ganz anderen Niveau als 30 Jahre zuvor, sodass Naturkatastrophen allein schon deshalb häufiger Menschenleben kosten und auch besser erfasst werden können. Auch wird kaum ein Wort über die Qualifikation der gezeigten Wissenschaftler verloren.
      Damit kein Missverständnis aufkommt: Ich habe nicht den geringsten Zweifel an den verheerenden Auswirkungen der Klimaerwärmung in Gegenwart und Zukunft, aber dieser Film macht es sich zu einfach, Populärwissenschaft hin oder her.

      • Sehe ich auch so. Leider ist das Problem, dass man als Weltuntergangsprophet verschrien wird. Ohne Belege hat man auch keine Argumente dagegen und selbst mit Belegen ist es oft schwierig genug, Menschen zu überzeugen, die zumeist entweder verdrängen oder egoistisch die Hitze auf Kosten der Welt herbeiflehen oder sich sogar am Weltuntergang als Extremszenario berauschen.
        Solche Videos schaden somit der Sache eher als dass sie helfen, auch wenn – davon gehe ich jetzt mal aus – die Absicht des Filmemachers positiv war ^^

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