2015: El Nino steckt die gesamte Welt in Brand und überspringt etliche Jahrzehnte
2015: El Nino steckt die gesamte Welt in Brand und überspringt etliche Jahrzehnte "normaler" Erwärmung der Klimakatastrophe, beschönigend "Klimawandel" genannt.

In der letzten globalen Klimabilanz für Juni 2015 war der El Niño noch nicht in seinen Folgen zu sehen, doch jetzt in der Bilanz zum Juli steht die laufende Klimakatastrophe ganz im Zeichen seines besten Agenten. Allerdings anders, als man angesichts eines Horror-Juli in Europa denken könnte!

Der globale Klimabericht für den Monat Juli 2015 der US-amerikanischen NOAA zeigt vielmehr eine Auswirkung des El Niño auf die Ozeantemperaturen, aber weniger auf die Landtemperaturen – da die Hitze sich global in Hitze- und Kältepunkten verteilt, wie beim Bericht über die Hitzewelle im Juli und über die „Bipolare Telekonnektion“ als Folge des El Niño erwähnt. Dass Europa natürlich voll in einem Hitzepunkt lag, ist dem Pech und auch den geografischen Bedingungen geschuldet.

Den Juli 2015-Klimabericht für Deutschland finden Sie hier: http://byjrdp.myraidbox.de/klimabilanz-juli-2015-deutschland-der-el-nino-sommer-des-hitzetodes/.

Allmählich gehen einem die Superlative aus bzw. die Schreckensbeschreibungen, mit denen man die Klimakatastrophe noch bezeichnen soll. Erneut ist der Monat ein Rekordmonat mit immer weiterer Steigerung der Hitze*.
Das Schlimmste ist, dass nach wie vor besonders die Ozeantemperaturen rapide steigen. Damit scheint sich zu bewahrheiten, dass die Befürchtung der Forscher, der Ozean, der bisher 93% der Klimaerwärmung über die Treibhausgase „schluckt“, am Ende seiner Speicherkapazität angelangt ist. Natürlich werden diese Temperaturen im Juli bereits durch den El Niño beeinflusst, dessen abnorme Wassertemperaturen vor Südamerikas Küste in die Berechnungen mit einfließen.

Zurück zu den Zahlen.
Man beachte unbedingt bei den angegebenen Zahlen, dass
(a) das verwendete Mittel nicht der übliche Dreißigjährige Zeitrahmen ist (außer bei den Karten, wie angegeben), sondern das 20. Jahrhundert komplett als Maßstab verwendet wurde, also die Jahre 1901-2000.

(b) die beiden Regionen, in denen die stärkste Erwärmung auftritt, die Arktis und die Antarktis werden bei den Messungen und angegebenen Daten aufgrund nach wie vor fehlender Instrumente ausgespart. Die tatsächliche Erwärmung des Planeten ist somit noch (vermutlich deutlich) höher.

Ergebnis: Der Monat Juli 2015 liegt auf Platz 1 und ist somit der heißeste Juli-Monat, der jemals gemessen wurde.

Die Daten werden nach Landmassentemperaturen und Ozeantemperaturen unterteilt und lauten wie folgt:

Landtemperatur: +0.96 Grad über dem Mittel = Platz 6 aller jemals im Juli gemessenen Werte
Ozeantemperatur: +0.75 Grad über dem Mittel = Platz 1
Land und Ozean somit: +0.81 Grad über dem Mittel = Platz 1

Die Ozeantemperaturen steigen in einer bedenklichen Kurve an, wie ich es bereits im globalen Klimabericht zum April 2015, Mai 2015 und Juni 2015 erwähnt hatte. El Niño befeuert im wahrsten Sinne des Wortes diese Entwicklung noch durch die Temperaturanomalien im Pazifik, die sich global verteilen.

Dies addiert sich noch zu der These, dass die Kohlendioxidaufnahme der Meere ihr Limit erreicht hat. Sollte sich dies in den Temperaturen in den kommenden Jahren wiederspiegeln, so würde sich in diesem Fall die Klimakatastrophe deutlich steigern über einen Schneeballeffekt: Wärmere Ozeane = schneller schmelzendes Eis = geringere Albedo (Reflexion) der Sonnenstrahlen = schnellere Erhitzung der Erde nebst Meeresspiegelanstieg, außerdem: Versauerung der Ozeane und Massensterben der Meerestiere aufgrund Sauerstoffmangels. Vgl. dazu auch: http://byjrdp.myraidbox.de/die-waermewirkung-des-kohlendioxids-und-die-klimasensitivitaet/ und http://byjrdp.myraidbox.de/daten-zur-eisschmelze-entlarven-klimawandelskeptiker-als-luegner/

Auffällig ist, dass auf der nördlichen Hemisphäre im Mittel die Temperaturen im Juli gemessen an den Vorjahren nicht so hoch sind, wie man durch El Niño meinen könnte – „nur“ Platz 6 aller gemessenen Werte. Dies hat auch seinen Grund in der ungleichen Verteilung der Spaltung der Welt in Hitze- und Kältepunkte durch El Niño, wobei nördlich und nordöstlich von uns ein Kältepunkt lag in Skandinavien und Westrussland. Dies mag zur Reduzierung der Temperaturen im Mittel der gesamten Nordhalbkugel beigetragen haben, obwohl Europa selbst einen grauenhaften Hitzesommer erdulden musste.

Globale Temperaturentwicklung Land und Ozean im Monat Juli, © NOAA
Globale Temperaturentwicklung Land und Ozean im Monat Juli, © NOAA

Temperaturverteilungen auf dem Planeten

Die Weltkarte zeigt nach wie vor überraschende regionale Unterschiede. Nach wie vor ist die Ostküste der USA* kälter als das Mittel, ebenso der Atlantik östlich Neufundlands, wo man eine Abschwächung des Golfstroms vermutet, allerdings ist die Anomalie in den USA nicht mehr so ausgeprägt wie noch im Frühjahr und Winter – möglicherweise auch eine Folge des El Niños bzw. der sommerlichen Jahreszeit, die die Differenzen nivelliert.

Deutschland ist nicht mehr deutlich zweigeteilt wie im Frühling und Juni, allerdings war die auf der globalen Karte kaum sichtbare Nordseeküste deutlich kühler als der inländische Hitzealptraum mit bisher nie gesehenen, gefährlichen Hitzetemperaturen*: Denn an der Küste profitiert Deutschland von den niedrigen Temperaturen, die vom Atlantik herrühren und der möglichen Golfstromschwächung östlich Neufundlands. Diese scheinen bis England und Norddeutschland sich zu erstrecken – wobei natürlich zu beachten ist, dass die Theorie der Golfstromschwächung noch umstritten ist.

Bitte beachten: Die hier dargestellten Veränderungen beziehen sich auf die Klimakatastrophenjahre 1981-2010 und nicht auf das Mittel 1901-2000, um deutlich zu machen, ob sich die Klimakatastrophe weiter verschärft oder sie abklingt.

Verteilung globaler Temperaturanomalien im Monat Juli 2015, © NOAA
Verteilung globaler Temperaturanomalien im Monat Juli 2015, © NOAA

War im April und Mai eine abnorme Hitze vor allem in Sibirien festzustellen, so ist nun wie erwähnt das kalte Skandinavien und Westrussland vor allem deutlich erkennbar.

Klima-Höhepunkte

In der Grafik zeigt sich im Juli 2015, dass die radikalen Klimaanomalien nach einer Abnahme im Juni wieder zunehmen – befeuert durch El Niño.

1. Arktis und Antarktis: Hier stellen wir erfreulicherweise keine neuen Rekordzahlen fest, sondern „nur“ den acht- bzw. viertniedrigste Stand. Trotz El Niño scheint Grönland nicht von Rekordschmelze und Dauerhochs betroffen gewesen zu sein, sodass die Schmelze zwar voranschreitet, aber keinen galoppierenden Effekt im Juli verzeichnet. Auf der Südhalbkugel ist logischerweise Winter und El Niño führte hier zu deutlichen Kälterekorden (was wir uns für die Nordhalbkugel dann im Winter ebenfalls erhoffen!).

2. Skandinavien erlebte nach einem sehr kühlen Juni auch einen kühlen Juli – bedingt durch die arktischen Troglagen. Östlich von Skandinavien, in Westrussland gab es sogar rekordverdächtige Kaltwerte.

3. Europa und West-USA, Afrika und Südamerika erlebten hingegen abnorme Hitze bzw. Trockenheit.

4. Asien und Kalifornien wurden von Hurricanes/Taifunen heimgesucht. In Asien waren es gleich 3 zur gleichen Zeit (!). In El Niño-Jahren reduzieren sich Hurricanes an der Ostküste der USA und steigen vor allem in Asien deutlich an (in La Nina-Jahren verhält es sich umgekehrt).

Widersprüche in den Zahlen?

El Niño war im Juli bereits deutlich wirksam und führte in Europa zu einer beispiellosen Hitzekatastrophe ähnlich wie 2003 (2003 waren die 40-Grad über Wochen aktiv, 2015 waren sie „nur“ kurz, dafür waren die Hitzetage ohne Pause in vielen Teilen Deutschlands nahezu 6 Wochen am Stück eine unerträgliche Dauerbelastung).
Während Wikipedia eine Erhöhung der Temperaturen auf der Nordhalbkugel um 1.5 Grad Celsius verzeichnete, sieht man von diesen Zahlen bei der NOAA jedoch nichts. Die NOAA konstatiert eine Temperaturerhöhung von 0.92 Grad Celsius. Denkbar ist hier, dass Wikipedia sich nur auf die El Niño-Hitze über den Zeitraum der Hitzephase in Europa bezieht und die NOAA den kompletten Monat vom 01.07. bis zum 31.07. in die Berechnung einfließen lässt. Aktuell findet sich die Angabe mit 1.5 Grad für die Nordhalbkugel in der Hitzephase nicht mehr auf Wikipedia und wurde wohl überarbeitet.

Welche Katastrophe sich regional in Deutschlands Südwesten abspielt, zeigt der Rhein bei Nackenheim am 14.08.2015, wo ich einst gewohnt habe. Der große Fluss nur noch ein Rinnsal – und wenn man sich vorstellt, dass in 20 oder 30 Jahren jeder Sommer durch die Klimakatastrophe wie 2003 oder 2015 verlaufen wird, benötigt man nur wenig Fantasie, was das zur Folge haben wird:

Der beinahe ausgetrocknete Rhein am 14.08.2015 bei Nierstein/Nackenheim, <a target="_blank" href=https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Nierstein-_Rhein-_Richtung_Mainz_(Nord)_14.8.2015.JPG">Jivee Blau auf commons.wikimedia.org</a>, Lizenz: <a target="_blank" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de">CC BY-SA 3.0</a>
Der beinahe ausgetrocknete Rhein am 14.08.2015 bei Nierstein/Nackenheim, Jivee Blau auf commons.wikimedia.org, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Im August 2015 sind beim nächsten globalen Klimabericht höhere globale Hitzezahlen zu vermuten, da der El Niño im August sich weiter verstärkt hat. Logisch erscheint hingegen, dass vor allem die Wassertemperaturen durch El Niño ansteigen, da sich die heißen Temperaturen vor Südamerika zunächst über die Thermohaline Zirkulation verteilen und damit die Wasser- und nicht die Landtemperaturen nach oben schießen. Mit anderen Worten: Die sehr hohen Ozeantemperaturen führten in der Summe dazu, dass die moderat heißen Landtemperaturen nicht ausreichten, um den Juli global zu einem Monat zu stempeln, der keine Rekordwerte erreichte.

Es wird spannend zu beobachten, wie sich der El Niño global im August auswirken wird und auch im Herbst*, vor allem jedoch im Winter. Wobei die Regel bisher galt: Global führt El Niño mittelfristig zu einem Sprung in der Klimakatastrophe, regional in Europa können sich allerdings erfreulicherweise Kaltwinter einstellen, zumindest theoretisch.

DIE LETZTEN GLOBALEN KLIMABERICHTE: Juni 2015, Mai 2015, April 2015, März 2015
DIE LETZTEN NATIONALEN KLIMABERICHTE: Juli 2015, Juni 2015, Mai 2015, April 2015, März 2015
JAHRESKLIMABERICHTE: 2014.

  • Herrmann Walhalla

    http://www.ardmediathek.de/tv/Wetter-vor-acht/Schw%C3%A4chelt-der-Golfstrom-Droht-eine-neu/Das-Erste/Video?documentId=29645504&bcastId=338188
    Gerade bei Kai Zorn gefunden. Finde ich sehr interessant, vor allem, weil mich gerade dieses Thema sehr beschäftigt.

    • Milan

      Danke für den Link, interessant. Bin gespannt, was Kaltwetter dazu sagt… äh… schreibt. 😉

  • Milan

    Braucht er gar nicht, hier steht’s ja bereits. 😉
    http://byjrdp.myraidbox.de/verwirrung-um-den-golfstrom/

  • So ist es, Milan 🙂
    Irgendjemand hatte glaube ich letztens bereits den Link gepostet, egal. Die Abkühlung im Atlantik ist bekannt und darauf verweise ich ja auch im Artikel von jedem globalen Klimabericht. Der wissenschaftliche Beleg ist jedoch noch strittig.
    Die Logik allerdings macht Hoffnung: Immerhin wurde eine solche Abkühlung genau an der Stelle bereits vor Jahren als Anzeichen einer Schwächung des Golfstroms prognostiziert. Lediglich ein dauerndes Trogverhalten an der Stelle im Atlantik käme mir als alternatives Antwortszenario in den Sinn, aber dann würde diese Abkühlung eigentlich kaum über Monate stabil daherkommen, wie sie es nun mal macht.

    Ob jedoch die Golfstromschwächung, wenn sie denn eine ist, noch Jahrzehnte anhalten wird, bevor der Golfstrom abbricht, ob er überhaupt abbricht oder ob das Erreichen eines Kipppunktes so schnell geht, dass es schon bald soweit sein kann, das kann derzeit niemand auch nur annähernd sagen.
    Grundlage der potentiellen Schwächung des Golfstroms soll die Eisschmelze Grönlands sein, da Schmelzwasser Süßwasser ist und der Golfstrom vor allem durch den Salzgehalt aufrecht erhalten wird. Sinkt dieser, so kann es zum Abbruch des Golfstroms kommen, sobald er einen bestimmten Punkt unterschreitet beim Salzgehalt. Wo der liegt, weiß aber keiner ^^

    Also stehen wir vor der alten Frage: Hoffnung oder Skepsis. Am besten weiter beobachten und abwarten.
    Sollte der Golfstrom abbrechen, ergeben sich weitere Fragen: Einige Forscher sprechen von 10 Grad weniger für Europa und damit einem Klima, das unserem Breitengrad endlich angemessen ist. Andere behaupten, der Golfstrom werde völlig überbewertet und er würde lediglich die Klimakatastrophe etwas reduzieren (1-2 Grad kühler).
    Dass beides uns in Europa den glühenden Hintern retten würde, muss ich wohl nicht extra erwähnen. Als prima Nebeneffekt würden Sofeten in Scharen das Land verlassen, was den Durchschnitts-IQ rapide steigen lassen würde 😉

  • Herrmann Walhalla

    Oh ooh, da war die Euphorie mal wieder im Vordergrund… 🙂 Sorry für’s “ Aufwärmen “ dieses Themas! Aber ich bin nun mal ein einsamer Verfächter dieses, meines Strohhalmes *schäm* *g*
    Vielleicht ist dieser herrlich dunkelblaue Fleck im Nordatlantik aber tatsächlich mal ein Imunstimulanz-Eruptionspunkt der Erde, mit dessen Hilfe sie sich zunächst an einer Stelle endlich zur Wehr setzt.
    Mich würde aber auch brennend interessieren, was dieser blaue Bereich über Afrika zu bedeuten hat. Wirklich „nur“ zu dünnes Sensorik-Netz? Auf jeden Fall beobachtenswert!

    • Subjektive Euphorie ist ok solange man die objektive Wahrheitssuche davon nicht beeinträchtigen lässt, sonst macht einen die Selbstbelügung zum Narren seines Spiegelbildes ^^
      Das sehe ich bei deinen selbstkritischen Worten nicht. 🙂
      lol ein „Immunstimulanz-Eruptionspunkt“ der Erde? Sehr schön, sehr kreativ. Wollen wir mal hoffen, dass etwas oder jemand die Erde am G-Punkt stimuliert, damit sie einen Kälteorgasmus bekommt. 😉
      Aber ernsthaft: Ich sehe das ebenso spannend wie du. Das könnte in Zukunft richtig was für die Schlagzeilen werden und ich träume immer wieder, dass ich eines Morgens aufwache und die Schlagzeile in den Boulevardblättern lautet „Golfstrom ausgefallen – Eiszeit in Europa“.

  • Herrmann Walhalla

    Beruhigend zu lesen, dass ich mich noch nicht wahnverzettelnd auf geistigen Abwegen befinde. 🙂
    Ja, da stimme ich Dir auf ganzer Linie zu – das wäre mal ein „Stromausfall“, der nicht so schnell zu beheben wäre. Es ist und bleibt definitiv eine Anomalie und wenigstens latent potentialträchtig genug, um sie im Auge zu behalten.

  • Herrmann Walhalla

    http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-19022-2015-06-30.html
    Hier mal noch etwas dazu, falls nicht schon bekannt. 🙂

  • Milan

    Danke fürs Posten, Walhalla, hatte ich noch nirgends gelesen.
    Ich in meinem manchmal kindlichen Gemüt sage mir ja gelegentlich, dass sich doch – grob gesagt – in einem geschlossenen System alles ausgleicht. Kräfte von der einen Seite rufen verstärkt Kräfte auf der anderen hervor. Wo genau, das ist dann eine andere Frage und richtet sich nach „günstigen Bedingungen“. Warum also nicht genau das? 😉

    • Wenn diese doch etwas allzu „kindliche“ oder sagen wir simplifizierende Denkweise korrekt wäre, gäbe es keine Venus mit 500 Grad Oberflächentemperatur ^^ Mit anderen Worten: Das System selbst hat keinen „Normalzustand“, auch wenn wir Menschen das mit unserem kurzen Minileben gerne glauben möchten. Das System ist zudem nämlich nicht die Erde, sondern das gesamte Sonnensystem, das auf uns Einfluss nimmt, allen voran die Sonne. Wenn wir unsere Erde treibhausmäßig aufheizen, wird der Außenfaktor Sonne verstärkt – wie auf der Venus.
      Die Folge: Der Erde ist es tatsächlich als System egal, ob sie ohne Leben ist oder mit Leben. Uns Menschen sollte es nicht egal sein, ob wir uns mit einer selbsterschaffenen Klimakatastrophe ausradieren. Vielen scheint jedoch kurzfristige Hitzeperversion wichtiger zu sein als dass unsere Kinder noch auf dem Planeten leben können.

      Der Ausfall des Golfstroms wäre eine temporal sehr kurzlebige Unterbrechung der Klimakatastrophe, die überdies zu einer stärkeren Erwärmung der Südhalbkugel führen würde und nach einem derzeit noch unbestimmbaren Zeitraum (50 bis 1000 Jahre) wäre trotzdem ein 97%iges Artensterben auf dem Planeten dank einer galoppierenden Klimakatastrophe zu beobachten ^^

    • Herrmann Walhalla

      Gerne. Die Richtung ist denke ich vorgegeben, und sie geht definitiv in die Falsche. Bleibt einfach nur zu hoffen, dass Ereignisse wie eben diese, die Geschwindigkeit etwas herausnehmen und wenigstens kurzzeitig einen Schritt zurück Richtung Normalität bringen. 5 Kaltwinter in Folge – DAS wäre doch schon mal was… *träum* 🙂

  • Milan

    Schade, Kaltwetter, ist leider sehr überzeugend. :(( Der Versuch war es wert. 😉 Manchmal geht es eben in die Richtung, sich selber Trost zu spenden. Ein derartiger Zukunfts-Horror ist ja kaum zu ertragen.
    Meine Güte, was hat die Erde schon alles durch. Zusammenstöße mit dem Mond, die ganzen Kometen… und dann kommt so eine blöde Spezies und macht sie zum Gesteinsklumpen.

  • cleopatra

    Die Existenz der schwarzen Löcher gilt ja nun als ziemlich sicher. Wenn es nun angenommen auch die weißen Wurmlöcher auf dem Ozeangrund gäbe…. die ins Paralleluniversum… dann könnte man doch… so ein bisschen altes verseuchtes Wasser abgeben und neues vom Mars oder so holen? Oder!?

    man muss schon bisschen kreativ und offen für alles sein! 🙂

    • Mein Plan geht eher in die Richtung, mit Mikrowurmlöchern alle Sofeten in ein Paralleluniversum mit Merkurähnlichen Planeten zu verfrachten, die Politiker gleich hinterherzuschiessen und hier endlich mal vernünftig die Probleme auf der guten alten Erde anzupacken. Ethik statt Geldgier, Umweltschutz statt industrieller Machtspielchen, Klimareparatur statt sofetenbeklatschte Vernichtung der eigenen Rasse usw.
      Es wird wohl ein Traum bleiben, aber vielleicht wird die kommende Generation ganz anders als die Sofetenbrote denken und die Probleme anpacken – mit oder ohne Schwarze Löcher und Wurmlöcher ^^. Eigentlich war es in der Geschichte immer so.

    • Max Mustermann

      Ich wäre dafür Dland mit einer min. 10km hohen, U-förmigen, nach Norden hin offenen Mauer zu umgeben – hätte diverse Vorteile ;). Oder in mehreren km Höhe komplett überdachen. Oder einen riesigen Sonnenschirm zw. Sonne und Erde. Oder die Distanz zur Sonne um ein paar milliönchen km erweitern.
      Im besten Interesse von Liebhabern kalter Temperaturen entwickelt und bezahlt von Sofeten. 😀 😉

  • Milan

    Na, ihr habt ja Pläne. *lol Nicht schlecht.
    Ich wäre für die Variante von Kaltwetter zu begeistern. Eine gewisse Arche, nur umgekehrt und mit Regeln. Und schon könnten „wir“ dieses Wunder Erde genießen. Traumhaft.
    Aber woher nimmst du die Hoffnung auf die folgende Generation? Ich erlebe da lediglich an ihrem Umfeld (so ungefähr über den Abstand von ein bis zwei Metern hinaus) Desinteressierte, die eher der Schilderung Cleopatras in einem anderen Kommentar entsprechen. Also nichts mit „schlechterem“ Wetter anfangen können, Erdgeruch was Fremdes ist, die Finger immer sauber bleiben müssen, der Rücken schon im zarten Alter kaputt ist, bei jeder Kleinigkeit jammern und außer ihrer Wenigkeit selbst alles weitere eine unbekannte Größe darstellt.
    Zumindest, was die „Masse“ betrifft. Ausnahmen gibt es ja immer.

    • Die Masse hat noch nie entscheidende Wege beschritten …
      Die Hoffnung nehme ich von einem deutlich erkennbaren Wandel der Mentalität. In den Schulen wird über die Klimakatastrophe aufgeklärt und gottlob (Ausnahmen bestätigen die Regel) keine Sofetenpropaganda betrieben.
      In meinem Umfeld (und ich treffe berufsbedingt viele Menschen) sind auch die ca. 70% „Normalos“ besorgt und andere Kinder reden davon, dass es kaum mehr Regen gibt und die Hitze eine Qual ist.

      Es ist immer so, dass sich aus Fehlern einer Generation nach einigen Jahrzehnten neue Mentalitäten, Ziele und Handlungen ergeben. Diejenigen, die uns nachfolgen, werden zu einem hohen Teil bewusster handeln unter dem Druck und dem Einfluss der Klimakatastrophe, die ja zügig voranschreitet und nicht so bleibt, wie sie jetzt ist. Sie wird die große Herausforderung der Zukunft sein.
      Die Mentalitätsgeschichte lehrt uns, dass es von einer Generation zur nächsten immer einen Paradigmenwechsel gibt, manchmal dauert es auch 2 Generationen, aber der Wechsel kommt. Die Ansätze sind bereits jetzt in der Gesellschaft deutlich zu erkennen.
      Und wenn man die Dummheit der Sofeten und die große Masse der Gleichgültigen außen vor lässt, so wird das Potential der Veränderung in 30-50 Jahren gewaltig sein – das ist auch nötig, damit die Menschheit auf lange Sicht eine Chance hat, zu überleben. Wir können nur hoffen, dass unsere Nachfahren uns nicht verdammen werden für das, was wir mit dem Planeten und ihrer Zukunft angestellt haben …

      • Milan

        Danke. 🙂 Deine Gedanken machen Mut.

    • cleopatra

      Das Problem ist die Dynamik in Gruppen, die auch auf der Arche nach einiger Zeit ausbrechen würde.
      Jeder nimmt aufgrund seiner Persönlichkeit und Grundkapital an Eigenschaften bestimmte Rollen in einer Gruppe ein und es wird IMMER Alphatiere mit Machthunger und Kontrollwahn geben und mit den nötigen Fähigkeiten, dies auch durchzusetzen bei der Herde… es gibt ja auch die MItläufer und Vasallen, die ihre Herren und Gebieter brauchen. Mal noch ganz abgesehen von den vielen Nebenpersönlichkeiten….

      Kommunismus hat ja noch nie funktiniert, da der Mensch und jedes Lebewesen prinzipiell stark eigennützig denkt und das auch von der Natur stets belohnt wird. Also diese Pläne muss man leider aufgrund der Realitäten aufgeben….

      bliebe nur noch die Insel… alle Sonnenanbeter werden auf einer großen Sonneninsel ausgesetzt und können sich dort nach Herzenslust grillen und braten lassen 😛

      Ich wär auch mit dabei, zu einem anderen Planeten auszuwandern. Dieser hier ist mir viel zu voll und verdorben.

      • Milan

        :)))
        Möchte aber bei Gruppendynamik wiedersprechen, Sie ist nicht zwangsläufig. Es trifft nicht jeden. Es gibt durchaus Menschen, die OHNE Machtgeilheit oder Gier existieren. Und nicht nur, weil sie gerade mal „günstige Bedingungen“ haben, sondern grundsätzlich tatsächlich „andere Menschen sind“. Sie sind schlichtweg klüger. Sie wissen, wohin genau das eben führt.
        Allerdings, da gebe ich dir recht, das ist selten, also wäre das Kriterium „nicht-Sofetist“ und „klüger als“ nicht zwangsläufig auch „frei von Machthunger“ usw.

        Der Kommunismus hat ja eine riesige Masse an Menschen umfasst, ein ganzes System. Und DA sind natürlich sehr viele genau das.

        Ich „widerspreche“ (bitte mit Zwinker nehmen) also eigentlich nur in einem Punkt: sie sind es nicht prinzipiell, nur eben leider „die meisten“ bzw. fast alle. Der Natur des Menschen soll es auch nicht entsprechen , denn er wird angeblich tatsächlich uneigennützig und „unverdorben“ geboren. Er wird lediglich ziemlich zeitig oftmals „dazu gemacht“. Aber auch da gibt es welche, die trotz vieler Widrigkeiten nicht dahin mutieren.

        • cleopatra

          Da lege ich Widerspruch gegen den Widerspruch ein 😉

          Die Gruppendynamik trifft wirklich jeden.
          Ich habe ja nicht gesagt, dass dabei jeder machthungrig wird. Die Alphatiere brauchen ja auch ihre Untertanen und Gegenspieler. Es gibt ganz viele Rollen in Gruppen, die auszufüllen sind.
          Neulich unterhielt ich mich mit einer Pädagogin im weiteren Sinne (Sozialarbeit) darüber und stellte fest, dass sie das ganz genauso sieht, obwohl die Soziologie und die Biologie sich sonst kaum je einig sind.

          Nimm eine x-beliebige Kindergartengruppe und bereits dort bei den ungeformten Menschen wirst du diese Gruppenbesetzungen finden und es wird auch immer die Macher/Machthaber und die Diener und Mitläufer geben. Dazwischen noch jede Menge anderer Typen.
          dieses System hat sich scheinbar über die Jahrtausende auch erfolgreich bewährt, sonst wärs schon von der Evolution eliminiert worden.

          • Milan

            Klar doch. Hab ja auch nicht die unterschiedlichen Gene gemeint, das ist logisch. Ich meinte das sogenannt Schlechte, Egoismus oder Machtgier usw.
            Dass einer mehr zur „Führungsnatur“ neigt, extrovertierter, oder der andere introvertierter ist in einer Gruppe, ist auch unbenommen. Oder dass die Meinung der Masse stark prägt u.ä.m. Aber es gab auch einige, die im Experiment dennoch dabei blieben, dass die Linie eben kürzer ist (oder länger, weiß nicht mehr genau), wo also nicht unbedingt die Dynamik „gegriffen hat“. Auf eine Gruppe insgesamt bezogen, okay. Müsste man sich dann eben nur starke Charaktere auf die Arche holen. *lol

        • cleopatra

          ach so, dein letzeter Satz wird von mir natürlich nicht ernstgenommen, sonst hätte ich im Studium rein gar nix gelernt.
          Menschen und auch Tiere sowie alle Lebewesen werden nicht persilrein und identisch geboren sondern haben bereits da genetisch festgelegte Wesensmerkmale.
          Frag mal Mütter mit Zwilligen…. sogar mit eineiigen, wie unterschiedlich schon die als ganz kleine Babys sind. Die Unterschiede zwischen Geschwistern sind noch größer und zwischen fremden Babys natürlich nochmehr, weil die weniger gemeinsame Gene teilen.
          da beißt die Maus keinen Faden ab, daran ist nicht zu rütteln ;))

  • Milan

    Und obendrein stets von Haben und Rechten sprechen, aber Geben und Pflichten Fremdworte sind. Sorry, fürchterlich schlechte Erfahrungen… 🙁

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