Eine Kapuzenbrille ist bei dem unerträglichen Sonnenterror unerlässlich gewesen...; © Isengardt auf flickr.com, Lizenz: CC BY 2.0
Eine Kapuzenbrille ist bei dem unerträglichen Sonnenterror unerlässlich gewesen...; © Isengardt auf flickr.com, Lizenz: CC BY 2.0

Der DWD hat die Klimabilanz für Deutschland im zweiten Wintermonat, Januar 2017, veröffentlicht: Deutschlandwetter im Januar 2017.

Nach dem ersten Wintermonat Dezember, der mit Hochdruck und Wärme in den Bergen und Nichtschnee und Kälte im Flachland daherkam, spaltete der Januar 2017 die Gemüter: Zwar war es der kälteste Januar seit 7 langen Jahren mit -2,3 Grad und -1,8 Grad unter dem Mittel (Januar 2010: -3,6 und -3,1 Grad unter dem Mittel), doch das Flachland war erneut der große Verlierer. Bei erneut massivem Hochdruckwetter mit unerträglicher Dauersonne (regional teilweise weit über 200% des Solls) wirkte der Januar 2017 im Flachland bei so gut wie keinem Schnee optisch wie ein Mai. Die Lage erinnerte an einen Gefrierschrank, den man jubelnd öffnet, um die Nebelschwaden des Eises zu kosten, aber geblendet von einer durchbrennenden Halogenlampe namens Sonne wurde einem die Freude auf mieseste Weise überblendet. Es wurden auch draußen immer mehr Menschen gesichtet, die mit einer „Kapuzenbrille“ herumliefen, weil die Grelle nicht mehr zu ertragen war.
In den Bergen hingegen jubelte man über wochenlangen Dauerwinter, was aus Sicht des Flachlandes wirkte, als lägen die Berge nicht einfach nur höher, sondern auf einem anderen Planeten. Denn während man in Tropenhessen, den Küsten und dem Westen deprimiert auf ausgedörrten Waldwegen herumschlich, um Schutz vor der Sonne zu bekommen, versank man in den Mittelgebirgen und Alpen in 15 bis 60 cm Schnee.

Dürrekatastrophe mitten im Dezember statt im Hochsommer. © <a target="_Blank" href="http://www.ufz.de/index.php?de=37937">Dürremonitor des Helmholtz-Zentrums</a>
Dürrekatastrophe mitten im Winter statt im Hochsommer. © Dürremonitor des Helmholtz-Zentrums

Nachdem auch der Sommer und Herbst, sowie vor allem der Hochdruck-Dezember 2016 eine erneute Dürrephase brachte, die neuerdings (seit etwa 2014) immer mindestens 6 Monate dauert, gab es Pegelniedrigstände in den Flüssen Deutschlands, als sei es Hochsommer.
Sollte sich die Lage vor allem im Südwesten nicht bessern bei einem gewohnt zu warmen Frühjahr und dem anschließenden Hitzesommer in einer Klimakatastrophe, die Fahrt aufnimmt, sind Szenen zu befürchten, wie man sie zuvor noch niemals gesehen hat: Bodenerosion mit Ernteeinbrüchen, Sterben der Tierwelt und Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser-LKWs. So weit sind wir zwar noch nicht, aber im Grunde kann nur ein nasser Frühling dies verhindert. Ob dieser eintreffen wird, müssen wir beobachten.

Ansonsten wurde ein „Blizzard“ namens „Egon“ großspurig angekündigt, brachte im Januar 2017 aber nur ein wenig Wind und eher Regen als Schnee und auch das nur sporadisch. Man kann durchaus sagen, dass es sich um einen der größten Wetterprognoseflops der Geschichte handelt. Allerdings ist ein sogenannter „Schnellläufer“, also ein Tief, das schnell durchrauscht, extrem schwer vorhersagbar in seinen Auswirkungen.

Am Ende bleibt für die Bergregionen ein unvergesslicher Januar 2017 mit einer Note 1(+) und für das Flachland eine kalte Sonnenhölle mit Note 4 in Erinnerung.

Januar 2017: Endlich kalt, extrem trocken und ein Sonnenbelastungsalptraum!

Wie von Dr. Cohen und auch von meiner Wenigkeit in der Winterprognose 2016/17 angekündigt war der Januar 2017 wie bestellt kalt. Wenn der Winter in der Klimakatastrophe eine Chance hat, dann offenbar erst ab Januar. Leider waren Troglagen jedoch extrem selten und es gab auch im Januar wie im Dezember lange Zeit Hochdruckphasen mit Ostlage. Der Schnee kam bei den spärlichen Troglagen in der ersten Monatshälfte, aber fast ausschließlich in den Bergen für mehr als ein bis zwei Tage und dort gleich für Wochen. In der 2. Monatshälfte herrschten Hochdrucklagen ohne Schnee vor bei Dauersonne.
Die -2,3 Grad Celsius des Januar 2017 (entsprechen -1,8 Grad Kelvin Abweichung vom Mittel 1961-1990) waren die kältesten Werte seit Januar 2010.

Eine der seltenen Troglagen mit Schnee am 14.01.2017; © <a target="_blank" href="http://www.wetterzentrale.de/de/reanalysis.aspx?map=1&model=avn&var=1&jaar=2016&maand=7&dag=19&uur=0&h=1">Kartenarchiv wetterzentrale.de</a>
Eine der seltenen Troglagen mit Schnee am 14.01.2017; © Kartenarchiv wetterzentrale.de

Der Niederschlag war wie im Dezember 2016 ein einziger Alptraum aus Trockenheit bei Dauersonne. Mit nur 44 statt 61 Litern pro Quadratmeter betrug das Soll lediglich 73%. Wenn man bedenkt, dass der letzte Monat, der das Soll erreicht, der Juni 2016 (!) war, bekommt man ein Gefühl für die mittlerweile bedrohliche Lage.
Der Südwesten, von mir gerne Tropenhessen genannt, steht traditionell im Zentrum der Dürren und ähnelt somit eher einem Wüstenhessen. Der Rhein erreichte stellenweise Rekordniedrigpegel – wohlgemerkt Rekordwerte, die sonst nur im heißen Sommer gebrochen werden! Bei Worms betrug der Pegelstand zeitweise unter 30 cm.

Bei der Sonnenscheinbelastung fühlte man sich in den Sommer versetzt. Sonne und kein Ende. Es gab keine Gnade vor einer stundenlangen Grelle und nur der Umstand, dass die Tageslänge nicht so penetrant wie im Sommer war, verkürzte den blindmachenden Alptraum zumindest auf die Tagesstunden von 8.30 bis 17 Uhr.

Der Januar 2017 war somit völlig widersprüchlich: Endlich kalt, aber verschmutzt von Dauersonne. Dazu kam für das Flachland auch noch die demütigende Scham von Nichtschnee, während man in den Bergen damit dekadent wie in Kaviar badete. Wir halten fest: Wetter ist maximal ungerecht und kennt absolut keine Fairness. Nichts neues, zugegeben.
In den Karten sieht die meteorologische Summe des Monats folgendermaßen aus (die Werte unterscheiden sich geringfügig von den „offiziellen“ DWD-Daten, da hier andere Messstationen vermutlich ausgewertet werden. Insgesamt aber dennoch die beste frei verfügbare Datendarstellung):

Temperaturkarte Deutschland im Januar 2017, © <a target="_blank" href=" http://www.bernd-hussing.de/Archivdateien/Archiv.htm">Bernd Hussing (Archiv)</a>
Temperaturkarte Deutschland im Januar 2017, © Bernd Hussing (Archiv)

Niederschlagskarte Deutschland im Januar 2017, © <a target="_blank" href=" http://www.bernd-hussing.de/Archivdateien/Archiv.htm">Bernd Hussing (Archiv)</a>
Niederschlagskarte Deutschland im Januar 2017, © Bernd Hussing (Archiv)

Sonnenbelastungskarte Deutschland im Januar 2017, © <a target="_blank" href=" http://www.bernd-hussing.de/Archivdateien/Archiv.htm">Bernd Hussing (Archiv)</a>
Sonnenbelastungskarte Deutschland im Januar 2017, © Bernd Hussing (Archiv)

Der Monat Januar 2017 war in Deutschland 1,8 Grad zu kalt.

Wie bereits erwähnt, scheint der Januar als ein im Vergleich zum Dezember vielversprechender Wintermonat der Klimakatastrophe aufzutreten. Zwar schließt das Atlantiksturm-Januare wie in den Jahren 2014 und 2015 mit überdeutlichen Warmwerten über 2,x Grad Kelvin Temperaturanomalie nicht aus, ermöglicht aber trotzdem ab und zu kalte Phasen.
Dies hängt aber mehr mit dem niedrigsten Temperaturmittel aller 12 Monate von -0,5 Grad Celsius zusammen. Selbst wenn der Januar in der Klimakatastrophe in 90% der Fälle deutlich über dem Mittel landet, beinhaltet das dennoch 1 bis 2 sporadische Kälteepisoden. Insgesamt bildet der Januar aber somit von den Werten gerade in den zu milden Varianten ganz klar die Klimakatastrophe ab.
Das Auftreten von kalten Episoden liegt vor allem an dem Umstand, dass sich das Polarwirbelverhalten aus dem Oktober in den Januar überträgt aus Gründen, die noch nicht so ganz klar sind. Anders ausgedrückt: Gibt es einen Oktober mit negativer Arktischer Oszillation (und zumeist kalten Temperaturen), so wiederholt sich dies im darauffolgenden Januar. Klimamärchen wie die Pseudoregel, ein warmer Oktober garantiere einen kalten Winter, sind somit spätestens seit der Klimakatastrophe völlig vom Tisch aufgrund der Belege und Zahlen!

Mit früheren Zeiten haben solche Werte wie aktuell kaum etwas zu tun. Der Januar war zumeist bitterkalt, dass man selbst im Januar 2017 den Monat lediglich als eine endlich einmal angenehme Winterepisode bezeichnen konnte.

Um das zu verdeutlichen werfen wir auch einen Blick auf die Jahre 1965-1970, um zu sehen, ob vor der großen Verschärfung der Klimakatastrophe signifikante Unterschiede zu erkennen sind in den Monatsmitteln. Die monatliche Mitteltemperatur des Dezembers beträgt 0,8 Grad Celsius (Mittel 1961-1990) und ist damit die höchste von allen drei (meteorologischen) Wintermonaten. Die Abweichung von dieser Temperatur beträgt (Blau = unter dem Mittel, Grün 0,0 bis +0,4 Grad, Orange +0,5 bis +0,9 Grad, Rot +1,0 bis +2,5 Grad, Violett über +2,5 Grad):
Januar 2016: +1,5 Grad
Januar 2015: +2,7 Grad

Januar 2014: +2,6 Grad
Januar 2013: +0,7 Grad
Januar 2012: +2,4 Grad
Januar 2011:  +1,5 Grad
Januar 2010: -3,1 Grad
Januar 2009: -1,7 Grad
Januar 2008: +4,1 Grad
Januar 2007:  +5,26 Grad
Januar 2006: -2,1 Grad
Januar 2005:  +2,5 Grad

Als Vergleich einmal die Jahre 1965-1970:
Januar 1965: +1,7 Grad
Januar 1966: -2,2 Grad
Januar 1967: +1,2 Grad
Januar 1968: -0,6 Grad
Januar 1969: +0,9 Grad
Januar 1970: -2,1 Grad

Die Zahlen zeigen deutlich die Abnahme von Kalt-Januaren. Interessant ist die Beobachtung, dass von 1965-1970 immer schön im Wechsel ein milder Januar sich mit einem Kaltjanuar abwechselte.

Noch einmal zur Erinnerung: Es handelt sich bei den obigen Januarwerten um monatliche MITTEL-Temperaturen. Zur groben Einschätzung halte man in Erinnerung, dass +1 Grad über dem Mittel etwa 3 Grad zu hohe Tagesmaximaltemperaturen im Flachland bedeuten, also z. B. statt 5 Grad 8 Grad. +2 Grad über dem Mittel entsprechend ca. 5 Grad zu hohe und +3 Grad etwa 7 Grad zu hohe Tagesmaxima.

Quellen für alle Temperaturen: DWD, Zeitreihe der Lufttemperatur in Deutschland, Wetterkontor.

Wir sehen an den Zahlen vor allem zwei Aspekte:
Der Januar bildet die Klimakatastrophe bei milden Varianten ab. Die Steigerung der Temperaturen erfolgt dann oft auf extreme Weise durch die nördlich verlagerten subtropische Klimazone bei Südlage oder den Treibhauseffekt, bei dem ein immer größerer Anteil der Sonnenenergie am Erdboden ankommt (Watt pro Quadratmeter).

Ab und zu kommt es zu Kaltjanuaren, die oft in Verbindung mit dem Polarwirbelverhalten im Oktober und der Schneedeckenentwicklung in Sibirien stehen. Bei negativer Arktischer Oszillation im Oktober samt schneller und weitläufiger Ausdehnung der Schneedecke in Sibirien gibt es oft kalte Temperaturen auch in Europa bei günstigen Wetterlagen. Dieses Verhalten des Polarwirbels wiederholt sich dann im darauffolgenden Januar – die Temperaturen aber nicht unbedingt, weil es bei ungünstigen Entwicklungen mit schlechten Splitachsen bei einem Polarwirbelsplit oder ungünstig gelegenen Trögen auch bei negativer AO zu milden Varianten kommen kann (Jahre 2014 und 2015 als Paradebeispiel). Es steigen somit also nur die Winterchancen im Januar, wenn der vorhergehende Oktober eine negative AO aufwies, aber es gibt keine 1:1-Garantie für Kaltwinter im Januar.

Temperaturentwicklung in den jeweiligen Jahreszeiten:

Temperaturentwicklung im Frühling von 1760 bis 2010, Quelle: <a target="_blank" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Zeitreihe_der_Lufttemperatur_in_Deutschland">Wikipedia Zeitreihe der Lufttemperatur in Deutschland</a>
Temperaturentwicklung im Frühling von 1760 bis 2010, Quelle: Wikipedia Zeitreihe der Lufttemperatur in Deutschland

Temperaturentwicklung im Sommer von 1760 bis 2010, Quelle: <a target="_blank" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Zeitreihe_der_Lufttemperatur_in_Deutschland">Wikipedia Zeitreihe der Lufttemperatur in Deutschland</a>
Temperaturentwicklung im Sommer von 1760 bis 2010, Quelle: Wikipedia Zeitreihe der Lufttemperatur in Deutschland

Temperaturentwicklung im Herbst von 1760 bis 2010, Quelle: <a target="_blank" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Zeitreihe_der_Lufttemperatur_in_Deutschland">Wikipedia Zeitreihe der Lufttemperatur in Deutschland</a>
Temperaturentwicklung im Herbst von 1760 bis 2010, Quelle: Wikipedia Zeitreihe der Lufttemperatur in Deutschland

Temperaturentwicklung im Winter von 1760 bis 2010, Quelle: <a target="_blank" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Zeitreihe_der_Lufttemperatur_in_Deutschland">Wikipedia Zeitreihe der Lufttemperatur in Deutschland</a>
Temperaturentwicklung im Winter von 1760 bis 2010, Quelle: Wikipedia Zeitreihe der Lufttemperatur in Deutschland

Das (hoffentlich) kühle Frühjahr ist nicht mehr weit. Die aktuell besten Sportprodukte

(1) Temperaturen im Januar 2017

Zunächst die Reihenfolge der Bundesländer, von Bundesländern mit der besten, also niedrigsten Temperatur bis hin zu den Klimaopfern mit der höchsten Temperatur.
Die Rangfolge ist beinahe identisch mit jener vom Vormonat Dezember 2016.
Die meisten Länder landeten teilweise deutlich unter ihrem regionalen Mittel, wobei Bayern – natürlich – den üblichen Dauerplatz 1 einnimmt. Der Norden nahm wieder die klassische Rolle der Warmländer im Winter durch den atlantischen Nordsee-/Ostseeeinfluss ein, welcher dafür sorgt, dass im Winter die Seewärme für mildere Temperaturen sorgt, während ab dem Frühjahr bis in den Frühherbst der Norden als Kälteerlösungsland aus einer anderen Klimazone erscheint.

Platz 1: Bayern -4,8 Grad Celsius
Platz 2: Baden-Württemberg -3,6 Grad Celsius
Platz 3: Sachsen -3,3 Grad Celsius
Platz 4: Thüringen -3,0 Grad Celsius
Platz 5: Hessen -2,5 Grad Celsius
Platz 6: Rheinland-Pfalz -2,0 Grad Celsius
Platz 7: Saarland -1,7 Grad Celsius
Platz 8: Brandenburg -1,4 Grad Celsius

Platz 9: Sachsen-Anhalt -1,3 Grad Celsius
Platz 10: NRW -0,5 Grad Celsius
Platz 11: Mecklenburg-Vorpommern -0,2 Grad Celsius
Platz 12: Niedersachsen -0,1 Grad Celsius
Platz 13: Schleswig-Holstein 1,0 Grad Celsius

(2) Niederschlag im Januar 2017

Es folgt die Aufstellung der einzelnen Bundesländer mit dem besten Ergebnis, also der größten Menge des köstlichen, lebensspendenden Nass*, an erster Stelle bis hin zu den trockenen Regionen. Wie schon im Dezember 2016 mit regionalen Rekorddürrezahlen war auch der Januar hauptsächlich in der zweiten Monatshälfte von Dauerhochdruck geprägt.
Da es viele regionale Unterschiede zwischen den Bundesländern hinsichtlich des Niederschlagssolls gibt, sind die Länder teilweise auch mit gleichen absoluten Werten unterschiedlich markiert. Grün stellt hierbei das Soll oder einen Regenüberschuss dar, Orange ein mittleres Niederschlagsdefizit und Rot ein deutliches Niederschlagsdefizit, sowie Lila ein extremes Niederschlagsdefizit mit weniger als 75% des Solls. Blau kennzeichnet deutliche Niederschlagsmengen über dem Mittel.
Mecklenburg-Vorpommern war das einzige Bundesland, das das (regional niedrige) Regensoll erreichen konnte.

Platz 1: Niedersachsen 55 l/m2
Platz 2 und 3: Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg 50 l/m2
Platz 4 bis 7: NRW, Bayern, Saarland und Mecklenburg-Vorpommern 45 l/m2
Platz 8 und 9: Rheinland-Pfalz und Sachsen 40 l/m2
Platz 10 bis 13: Hessen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen 35 l/m2

(3) Sonnenscheinbelastung im Januar 2017

Insgesamt notiert der DWD im bundesweiten Mittel 75 statt übliche 44 Sonnenstunden und damit statistisch skalenbrechende 171% des Solls (Dezember 2016: 170%). Man kann es nicht mehr hören: Es war der viertsonnigste Januar seit Messungsbeginn. Nach einem drittsonnigsten Dezember seit Messungsbeginn. Ein Ausgleich könnte nur in einem Regensommer vom 01. Juni bis 31. August bestehen und 70% weniger Sonne als in den Monaten üblich … natürlich kommt das genaue Gegenteil, das kennen wir ja. Wie Boden und Natur neben der menschlichen Seele und UV-belasteten Haut dann damit umgehen werden, wird spannend, vor allem ersteres.

Die einzelnen Bundesländer, angefangen mit dem besten, also niedrigsten Wert und endend mit den Sonnenopfer-Ländern (grün = weniger Sonnenstunden als das Mittel, orange = Sonnenstunden etwa im Mittel, rot = mehr Sonnenstunden als das Mittel, violett = mind. 25% mehr Sonnenstunden als das Mittel).
Da das Plasmamonster ohne Unterlass brannte, als gäbe es keinen Winter, sind alle Bundesländer so abnorm hoch in der Sonnenscheinbelastung, dass auch alle im violetten Farbcodebereich landeten.

Platz 1: Mecklenburg-Vorpommern mit 55 Stunden
Platz 2 und 3: Schleswig-Holstein und Niedersachsen mit 60 Stunden
Platz 4 und 5: Brandenburg und Sachsen-Anhalt mit 65 Stunden
Platz 6 und 7: Saarland und Sachsen mit 70 Stunden
Platz 8: Thüringen mit 75 Stunden
Platz 9 bis 12: Hessen, NRW, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg mit 80 Stunden
Platz 13: Bayern mit 90 Stunden

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JAHRESKLIMABERICHTE: 2014, 2015, 2016.





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  • MINDERQUEST

    Also langsam möchte ich den Frühling, so unbeliebt ich mich jetzt mache. 😀
    Hab kein Bock mehr auf Winterdepression, und möchte wieder Frühling 😀

    • Ich auch. Aber bitte Frühling mit 10 Grad oder weniger, massig Regen und Wolken. Nichts anderes.

      • MINDERQUEST

        Regen brauchen wir zwar aber es wär gut wenn es jetzt regnet und dann lieber schauerartig und länger als massig und kurz.
        Das nimmt die Natur weniger auf und führt mehr zu Überschwemmung

          • MINDERQUEST

            Der Klimawandel führt auch zu nicht existenten Sommern und Wintern… Und 10 Grad im Frühling ist wie 25 Grad im Sommer, zwar vorhanden aber sehr selten gewordne

          • Wieso? Sommer gibts ja von März/April bis September oder Oktober als Dauerzustand.

          • MINDERQUEST

            Willst du wirklich sagen, dass die „Sommer“ über 30 Grad wirklich noch richtige Sommer sind? Diese sind meist bis stetig einfach nur heiß und hell…

          • ach so meinst du das. Nein, mit den Sommern früherer Jahrzehnte haben die wirklich nichts mehr gemein. Kein Wunder bei der Nordverlagerung der Klimazonen mit Ausfall der Westdriftlagen im Sommer, somit kein Wind, kein Regen und dann kommt ja noch die erhöhte Wattzahl der Sonnenenergie am Erdboden durch den Treibhauseffekt hinzu sowie Extremhitzelagen durch Schwächung des Jetstream, bei denen Deutschland immer zwischen zwei Trögen in der Dauerhitze hängt. Alles am Ende zwangsläufig und auch schon vor Jahrzehnten prognostiziert. Nur die Geschwindigkeit hat man falsch eingeschätzt, da man Rückkopplungseffekte unterschätzt hat.

      • Thomas Gauss

        Hallo Kaltwetter muß mich auch mal wieder nach langer Zeit aus Stuutgart melden,dieser Winter ist nur ein Alptraum für mich nur 4-5 cm im ganzen Winter
        ,lange Weile ohne Ende und seit 1 Woche nur noch Mildpampe vom feinsten
        und wenn die Pestbeule zwischen den Wolken durch kam so grell echt äzend.

        Aber weißt du was da war ich richtig neidisch in Kroatien hinter Karlovac wo ich
        in ein paar Jahren mit meiner Frau meinen Lebensabend verbringen werde,lag
        bei meiner Schwägerin im ganzen Januar 1 Meter Schnee das mußt du dir
        mal auf der Zunge zergehen lassen „1 Meter Schnee “ da träumen wir davon.

        Ich glaube ich bin nicht alleine wenn ich sage das wetter in Deutschland ist
        so was von Äzend und beschissen zum Kotzen.

        • So sieht’s aus Thomas. Aber ich bin halt ein Patriot, im Ausland würde ich mich letztlich nicht heimisch fühlen. Ostfriesland wäre schon optimal aufgrund der atlantischen Kühlzone ab ca. März bis September. Vom Schnee habe ich mich innerlich verabschiedet, mir sind aber auch Wolken und Regen letztlich wichtiger als Schnee.

  • Schön geschrieben wieder einmal 😉
    Aber warum ist das niederschlagsreichste Bundesland Niedersachsen auf Platz 13 und die trockensten auf Platz 1 ? 🙂
    Tja, das Flachland durfte diesen Januar wirklich fast keinen Schnee erleben 🙁
    Wird der Rekord von 1,5 cm Schnee für 8 Stunden ( bei uns ) sowohl in Dauer als auch in Höhe in diesen Februar übertroffen, dann kann ich mich in Frieden von diesen Winter verabschieden 🙂

    • Stimmt. Das geht ja mal gar nicht. Moment …. ^^

      • Hm….Ob in deinen tiefsten Unterbewusstsein nicht doch 1% Sofet steckt, der manchmal zum Vorschein kommt? 😛

        • lol nein. Ich war eher im Katastrophenoptimum, sprich: Die Opfer ganz nach oben in diesem Sonnenwahnsinn ^^

        • MINDERQUEST

          Bei mir ein 25% Sofet, dieser ist ein Frühlingsfetischist und das nur von Februar bis April 😛

          • Das geht ja noch. Wobei mich da interessieren würde, welche mentalen Strukturen und Emotionen dazu geführt haben. Sehr ungewöhnlich. Meist sind ja nur Voll-Hillies (Hitzeliebhaber, Sofeten sind bekanntlich unreflektierte Idioten) ja automatisch Frühlingsfans.

          • MINDERQUEST

            Ich bin zwar ein Frühlingfan aber kein Sofet, sondern ein „Früfet“ und dieser ist nur bei den frühlingshaften Monaten, und dieser will ein Limit für die genannten Monat von 24 Grad

          • MINDERQUEST

            Es ist diese fast-selbstentstehene Unlust an etwas, woran man zu viel hat, du musst zugeben selbst wenn es nicht immer winterliche Phasen gab, es gab dunkles Dauergrau und immer dieses machte zwar Im Herbst noch Spaß aber im Februar wird es deprimierend. Da will man Sonne und Wärme. Ist für mich genauso wie im Sommer, der Anfang macht Spaß, der Ende macht einfach deprimierend

          • Verstehe. Das Prinzip kenne ich durchaus, wenn auch nicht im Klima, weil ich das Klima nur noch als Dauerwärme empfinde. Früher habe ich das tatsächlich auch so gesehen. Da waren Frühling und Herbst meine Lieblingsjahreszeiten – da gab es aber auch noch Schnee im Frühling und Sturm im Herbst… seit es das nicht mehr gibt, bin ich süchtig nach Wolken, Kühle und Regen – eben weil es davon viel zu wenig gibt im Vergleich zu früher.
            Aber vom Prinzip her kann ich das gut nachvollziehen. Unlust an Pleonexie. Ethisch vollkommen logisch. Und Enthaltsamkeit ist ja auch eine Vorbedingung, um wieder Lust an etwas durch den Mangel an selbigem zu erhalten.

          • Tja, die Vorliebe für ein warmes Frühjahr teile ich mir wohl mit Minderquest 😉
            Ich persönlich mag einfach den Kontrast zwischen Winter und Frühling. Bedingung müsste dafür aber sein, dass es im Winter auch Schnee gibt. Da es an diesen bisher arg mangelte, setzte ich nun meine Hoffnungen auf die kommenden Woche. Ab Ende Februar kann es von mir aus wärmer werden. Ich finde ich es dann einfach spannend, wie sich Temperaturen ( nach einer winterlichen Phase ) von 10 bis 20 Grad überhaupt anfühlen, zumal solche Temperaturwerte ja monatelang nicht mehr erreicht worden. Ab 25 Grad wird es für mich unangenehm.

          • Suum cuique. Ich denke mir immer, dass ein bisschen Wärme nicht schaden kann. Wie jedes Jahr hält dieser „Hitzeenthusiasmus“ max. 24 Stunden, nachdem es erstmalig über 12 Grad geht und ich im T-Shirt und kurzen Hosen mich zu Tode schwitze. Tja. Anschließend erfolgt der Countdown zum nächsten Tag unter 12 Grad ^^Wenn man Glück hat, kommt er nach der Hitzewelle in 10 Tagen, wenn man Pech hat in 8 Monaten 😛

  • Jessy Ca

    Mal wieder ein toller Bericht, danke….

    Also zur Diskussion weiter unten…. Ich bin auch ein Jahreszeitenliebhaber. Aber nur dann, wenn die Jahreszeiten auch das tun, was sie sollen… Im Frühling milde, duftende Luft mit Sonne und Regen, damit die Natur schön erwachen kann, den Sommer angenehm mit Sonne und Wärme (wohlbemerkt Wärme, nicht Hitze) und nächtlichen Sommerregen für die Pflanzen, den Herbst mit der ersten Fröstelluft und dem goldenen Licht, was durch die fallenden Blätter blitzt und den Winter mit Kälte, Schnee und Eis. Ein Jahreszeiten-Märchen, das ich mir wünschen würde und was es heute so einfach nicht mehr gibt. Denn die Hitze und der Mildsiff schmarotzen sich im Grunde durchs ganze Jahr. 10 Grad im Februar empfinde ich schon fast als Hitze und diese Temperatur gehört da einfach nicht hin. Ich kenne auch das Gefühl von „Genug“ was Minderquest beschrieb. Es ist jetzt genug Jahreszeit, bitte die nächste und ich fühle es regelrecht in mir drin, wie mein ganzer Körper und meine Seele sich auf die nächste Jahreszeit einstellt und ein kleines Glücksgefühl aufsteigt. Leider ist diese Seelenglücksseligkeit seit einigen Jahren quasi nicht mehr existent, weil die Hitze einfach in jeder Jahreszeit total existent ist. Ich kann mich ehrlich gesagt in 2016 eh nicht an einen „goldenen Oktober“ erinnern. Ich weiß nur, dass mich der Hitzeangriff im September fast hat welk werden lassen und ich oftmals bewegungsunfähig und lebensmüde auf den Fliesen kriechend die kühlste Stelle im Haus gesucht habe…

    • Kann ich zu 100% genauso unterschreiben.
      Insofern ist „Kaltwetter.com“ auch eine direkte Folge dieser Entwicklung einer entkoppelten Klimakatastrophe. Wäre alles normal, gäbe es die Seite nicht. Das zeigt, dass Vorgänge in der Welt zu Veränderungen führen und am Ende im großen Maßstab auch Verbesserungen herbeiführen. Es wäre unseren Nachfahren zu wünschen.

      • Jessy Ca

        Ich auch. Und so sehe ich das auch… Ich bin dir sehr dankbar für diese Seite, denn endlich habe ich da draußen in „outer space“ *hihi* Leute gefunden, die das so fühlen wie ich und SEHEN, dass die Welt nicht mehr normal läuft.

        • Wir sind die verrückten Normalen, die in einer Welt aus Idioten querdenken und einen menschenverachtenden Mainstream bekämpfen. ^^
          Recht ähnlich mit Dürrenmatts Theaterstücke „Die Physiker“, wo die Irren die Gesunden sind und die therapierenden Ärzte wahnsinnig.

          • Jessy Ca

            Lol das trifft es ziemlich genau…

    • Stefan

      Geht mir genauso. Jahreszeiten, die jahreszeitgemäß sind, wären ein Traum. Gibt’s aber nicht mehr. Dauersonnenschein, Hitze und Trockenheit bestimmen leider das Wetter. Wenn es hier mal ein klitzekleines bisschen regnel (so wie die lumpigen 9,5l in den letzten Tagen), ist das beinahe schon ein Feiertag. So weit ist es bereits gekommen. Früher war der Frühling (zusammen mit dem Herbst), das Erwachen der Natur, meine Lieblingsjahreszeit. Aber das wird mittlerweile durch Märzhitze und Dauerdürre nachhaltig versaut. Man freut sich nicht mehr darauf, sonder bangt nur noch darum, dass es nicht gar so schlimm wird. Oder ein schönes erfrischendes Sommergewitter, mit der herrlichen Luft danach. Gibt’s auch nicht mehr. Entweder gleich monströse Unwetter oder so komische Gewitterchen, bei denen es danach genauso heiß ist wie vorher, nur mit gefühlen 500% Luftfeuchtigkeit, Todes-Sauna also. Bleibt nur noch der Herbst, der immerhin 2016 ab Oktober fast perfekt war, ein Lebenselexir nach der stumpfen Dahinvegetriererei gerade im August und vor allem im September. Winter gibt es hier sowieso nicht (mehr). Dieser ganze Mist raubt einem immer mehr Lebensqualität. Wenn die Entwicklung allerdings so weitergeht und nun auch Herbst und Herbstwinter dauersonnig und staubtrocken sind, dann wird die lebenswerte Zeit immer weniger. Und das ist bitter, sehr sehr bitter.

      • Jessy Ca

        Genau….. Aber erinnerst du dich im Oktober 16 wirklich an das, was man im Oktober eigentlich erwartet? Das goldene Licht, was so typisch ist (war) für den Oktober? Hab ich ehrlich gesagt so erinnerungstechnisch gar nicht auf dem Schirm. Das Laub ist zwar gefallen aber sonst? Eine ziemlich dicke Kaltphase gegen Ende Oktober fällt mir da noch ein. Das fand ich nämlich auch so heftig. Es waren morgens -8,5 Grad und da hab ich noch gedacht, vor 4 Wochen noch ist einem vor Hitze der Draht aus der Mütze geflogen und nun haben wir dicke oder naja eben „dicke“ Minusgrade… Aber an einen richtigen „goldenen Herbst“ erinnere ich mich nicht.

        Aber das mit den Gewittern ist mir auch aufgefallen. Da rennst du schon schwachsinnig von der Hitze raus auf den Balkon, weil du merkst, da kommt ein Gewitter und dann passiert im Grunde nichts. Wenn überhaupt kommen ein paar Tropfen vom Himmel, es blitzt hier und da und grollt dort und drüben ein bisschen und wenn dir klar wird, das war´s da kommt nichts mehr fühlst dich auch noch voll verkaspert und stellst dich der enttäuschenden Situation indem du tapfer die Hitze weiter erträgst und wieder in der Wohnung den kühlen Platz suchst… Da kommt man sich vor, wie ein verzweifelter Affe, der an die aus Gemeinheit zu hoch gehangene Banane nicht dran kommt.

        • Stefan

          Nee, golden war er nicht der Oktober 2016, gottseidank nicht – aus meiner subjektiven Sicht. ^^ Er war sehr schön bewölkt und vor allem herrlich kühl, regelrecht unwirklich nach dem Terror-September. Ich glaube mehr als 15,16 Grad waren es im Oktober bei uns nicht mehr und die sonnigenTage waren sehr überschaubar. Herbststimmung ist für mich graue Bewölkung und Nebel. Nur das erzeugt die einizigartige Herbststimmung, zusammen mit dem geruch nach Erde durch die umgepflügten Äcker. Einzigartig.

          -8,5 Grad Ende Oktober? Nee, nicht wirklich oder? ^^ Also zumindest hier war das Mindeste so um die +2 Grad … was mehr als ok ist für Oktober.

          Ich wäre froh, wenn es bei uns überhaupt mal ein Gewitter, was man auch so nennen kann, geben würde. Die krachen entweder rund um Frankfurt den Main entlang oder im hohen Taunus. Für uns am Vortaunushang bleibt bestenfalls ein mehr oder weniger ausgepägter Regenschauer übrig.

          • Jessy Ca

            Doch, ich meine schon. Zumindest morgens, um halb 8 wenn wir zur Schule wandern, war es eisig kalt. Aber jetzt bin ich unsicher, ob das ende Oktober oder schon im November war.

          • Stefan

            Naja, nach der absurden Hitze im September haben sich +2 Grad durchaus angefühlt wie -8. ^^

          • Jessy Ca

            Ja jetzt hast du mich durcheinander gebracht. Schlag mich tot, ich weiß es jetzt auch ned mehr. Vorhin war ich mir eigentlich sicher. Aber okay, die Quintessenz bleibt die gleiche…

          • Stefan

            Haha, nicht schlimm, alles gut. ^^ Ob +2 oder -8 Grad. Eine Million mal besser als 35 Grad ist das auf alle Fälle. ^^

          • In Hannover haben sie beim Serienmörder Fritz Haarmann gesungen „Warte, warte nur ein Weilchen, dann kommt Haarmann mit seinem Beilchen“.
            Für uns könnte man nun anstimmen: „Warte, warte nur ein Weilchen, dann kommt schon der Sofetenteufel mit seinem Hitzepeitschchen“ 😛

          • Jessy Ca

            Ich find ja jetzt beide Varianten beängstigend. ^^

          • Ja, es gibt nur einen Unterschied: Haarmann ist lange tot. Der Sofetenteufel kommt aber jedes Jahr mit 100% Sicherheit…

          • Jessy Ca

            Ja und der ist auch nicht tot zu kriegen…. so viel ist gewiss…

          • Jessy Ca

            So ist es… 😀

  • bow-echo

    Diese maßlosen apokalyptischen Übertreibungen sind einfach nur unseriös. Weil es 6 Monate nicht die „Sollmenge“ geregnet hat, von Wüsten zu sprechen, als wären seit 10 Jahren keine Schauer über das Land gezogen sind eher Bildzeitungniveau. Ebenso die Sonnescheindauer als ungewöhnliche Klimakatastrophe zu beschreiben. Also das hat doch etwas von meinem schönstes Ferienerlebnis aus der dritten Klasse. Die Schilderung von „Unerträglicher Dauersonne“ und „Trinkwasserlkws für die Bevölkerung“ entziehen sich jeglicher wissenschaftlicher Grundlage. Solche Hochdruckwetterlagen sind nichts ungewöhnliches, gerade in Bezug auf die Wintermonate. Selbstverständlich tritt solch eine Großwetterlage nicht alle zwei Jahre auf, aber den klimatischen Weltuntergang an die Wand zu malen, kann ich aus meteorologischer Sicht nicht nachvollziehen. Ebenso wie Sie wohne ich im Westen, am Rhein, in der Nähe von Mainz und kann ihre Meinung nicht teilen wenn ich aus dem Fenster schaue.

    Verstehen Sie mich nicht falsch, ich lese Ihre Beiträge seit langem und gerne. Aber ihre sinnlose Übertreibung stört massiv das Lesevergnügen.

    • Stefan

      Nun ja, es ist ja nicht nur so, dass es 6 Monate nicht die Sollmenge geregnet hat. Teilweise hat es fast gar nicht geregnet. Ich erinnere ebenfalls an den Dürresommer 2015, in dem Laubbäume teilweise schon im August das Laub abgeworfen haben. Alles nur Zufall und Wetterlagen,die eben ab und zu mal vorkommen? Ich glaube nicht, zumal es nach meinen – zugegeben subjektiven – Beobachtungen als auch nach seriösen Studien so ist, dass die Form der Niederschläge sich verändert hat. Landregen wird immer seltener, schauerartige Niederschläge nehmen zu, ebenso wie längere Dürreperioden. Das sind Fakten und hier nachzulesen: http://byjrdp.myraidbox.de/die-schlimmste-folge-des-klimawandels-schoenwetter/

      Wir sind hier auch bestrebt, die Wahrheit zu suchen und zu sehen, wie sich die derzeitigen Entwicklungen in der Zukunft auswirken. Nicht mehr und nicht weniger. Trinkwasserknappheit hat es übrigens 2015 bereits gegeben, weil einige Brunnen vor allem im Bayerischen Wald zeitweise versiegt sind. Alles nur Zufall?

      • Abgesehen davon, dass ich „aus dem Fenster sehen“ auch nicht als seriöse wissenschaftliche Methodik betrachte, sind beim Blick über den Horizont die Folgen offenkundig. Ich weiß gar nicht, wieso ich die Helmholtz-Bilder vom Dürremonitor dauernd poste seit 2015.
        Die Folgen sind wissenschaftlich tatsächlich katastrophal und wissenschaftlich (hört, hört) belegt: http://byjrdp.myraidbox.de/bedrohliche-erosion-klimakatastrophe-frisst-fruchtbaren-boden/

        Die Klimakatastrophe führt zu immer weniger Regen, dabei eine Zunahme von Schauern und Extremregen (deren Wasser abfließt und nicht einsickert) und Abnahme von Landregen: http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-21088-2017-01-26.html

        Die Wolken werden auch weniger, somit immer mehr „Schönwetter“, das zur Dürre beiträgt: http://byjrdp.myraidbox.de/venus-klimawandel-wolken-beschleunigen/

        Also ich weiß ja nicht, aber beim Blick auf die Veränderungen (und durchaus auch beim Blick aus dem Fenster) ist das Klima heutzutage grundlegend anders als vor 45 Jahren in meiner Kindheit. Da treffen sich dann wohl Subjektivität und Objektivität und reichen sich die Hände.

        • Stefan

          Dem ist nicht zu widersprechen. ^^ Ich achte auch erst seit ein paar Jahren bewusst auf diese Dinge und wissenschaftlich und statistisch erst, seitdem ich hier mitlese und -schreibe. Es war zuvor immer so ein Gefühl, dass sich da Dinge verändern, rein subjektiv. Und es ist nur zu menschlich, wenn man sich versucht einzureden, dass das alles nicht so schlimm ist und es ja immer schon mal trockene Sommer und Winter gegeben hat. Hab ich ja auch schon gemacht. Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Der Schritt, zu akzeptieren, dass sich hier Dinge grundlegend nicht zum Vorteil verändern, geht nicht von heute auf morgen und ist durchaus schmerzhaft.

          • Erkenntnis tut immer weh. Insofern ist ein Philosoph ein Sadomasochist ^^ Aber die meisten Menschen ignorieren Wahrheiten, weil sie Veränderungen im Leben hassen.

            Beim Klima kommt noch hinzu, dass die Methodik der Wissenschaftler in diesem Fall dazu führt, dass die Folgen offiziell unterschätzt werden, da die Rückkopplungseffekte sich nur scher nachweisen lassen für die Zukunft. Deswegen kommt es immer regelmäßig zu „Überraschungen“ in der Klimatologie und Meteorologie, weil die Entwicklungen springen und nachkorrigiert werden müssen für die Klimaprognosen der Zukunft. Von schwarzem Eis in Grönland über den Wegfall der Kühlwirkung der Wolken bis hin zur rasanten Beschleunigung von Eisschmelze und Meeresspiegelanstieg. Inoffiziell reden die Forscher ganz anders, aber sie haben Angst, als unseriös dargestellt zu werden, wenn sie ihre Vermutungen für die Zukunft offiziell äußern.
            Eigentlich paradox, weil die wissenschaftliche Methodik mit der Falsifikation die mit Abstand beste Wahl ist, um überprüfbares Wissen zu produzieren. Im Fall der Klimakatastrophe aber verzögert sie die Erkenntnis und verharmlost die Folgen durch eine Art der Überseriosität, weil das Chaosprinzip des Klimas die Prognosen verunmöglicht.
            Macht mir die Lage natürlich leicht, auch wenn ich dann als „Alarmist“, „Hysteriker“ und sonstwas gelte. Bisher sind alle meine Prognosen inkl. Arktischer Supererwärmung eingetroffen. Tja.

          • Stefan

            Eben. Menschen wollen keine Veränderungen, das kann man im Moment auch politisch verfolgen. Vermeintliche Heilsbriger, die die „guten alten Zeiten“ lobpreisen, stehen momentan sehr hoch im Kurs. Überall.

            Ich verfolge das Klima ja nun auch schon seit einiger Zeit, zumindest seit etwa 10 Jahren, zunächst am Rande, was eben so durch die Medien geisterte. Ich kann mich noch immer gut daran erinnern, dass die Experten immer gesagt haben, dass die Folgen erst in 50 oder 100 Jahren wirklich spürbar werden. Nun, die sind mittlerweile auf einen deutlich kürzeren Zeitrum zusammengeschrupft und wenn das so wietergeht wie bisher, dann ist hier in 100 Jahre nicht mehr viel. Ich erinnere mich noch an die Ausführungen von Mojib Latif. Der wurde ja auch immer als Alarmist bezeichnet, der sich wichtig machen will, damit er ins Fernsehen kommt.

          • Thomas Gauss

            Hallo Stefan hier ist mal nach langer Zeit der Stuttgarter.

            Ich gebe euch allen Recht ich lebe seit meiner Kindheit ich bin 1960
            geboren in Stuttgart.

            Das Wetter hat sich sehr drastisch in Stuttgart seit den 90 er Jahren
            sehr zum Nachteil verändert.

            Der Klassische Landregen ist fast ausgestorben,Mehr Tägiges Schauer
            Wetter auf den Rückseiten der Tiefs kenne ich schon gar nicht mehr,
            es gibt auch die Klassischen Wärmegewitter im Sommer kaum noch
            mit Quellwolken Bildungen statt dessen immer mehr Sonne ohne
            Wolkenbildungen bei einem Wolken losen Himmel.
            Ich glaube auch wie ihr viele wollen die Veränderungen nicht wahr haben aber wenn man genauer hinschaut wird es man gehörig merken
            ,

            Liebe grüße nach Troppenhessen aus einem Heiter bis Wolkigen
            Tag aus dem Schwabenländle

          • Wenn die Welt in linkspolitischem Wahnsinn kollabiert, muss aber nicht notwendigerweise das Gegenteil der „guten alten Zeiten“ richtig sein. Manchmal sind die „guten, alten Zeiten“ eben doch nur ein Fingerzeig auf zeitlose Werte, die früher Gültigkeit hatten und heute zum Schaden unserer Kinder dauervergewaltigt werden aus hanebüchenen Rechtfertigungen. Mir graust jetzt schon vor der Zeit, wenn meine blonde Tochter frei in dieser Gesellschaft herumläuft. Nicht ohne Grund lernt sie bereits mit 5 Jahren asiatische Selbstverteidigung….

            Mojib Latif, da hast du vollkommen recht. Einer der wenigen, die über den Horizont geblickt und gewarnt haben. Und der im Nachhinein betrachtet nicht nur recht hatte, sondern mit seinen Prognosen noch sehr verhalten war.

          • Stefan

            Ob die Welt an linkspoiltischem oder an rechtspopulistischem Wahnsinn kollabiert, wird sich leider erst noch zeigen … genausogut kann man zwischen Pest und Cholera wählen. Aber lassen wir das. ^^ Nun, ganz so meinte ich es nicht mit den „guten alten Zeiten“. Ich verstehe diese ausschließliche Kategiorisierung sowieso nicht. Die einen sagen „Früher beim Kaiser war alles besser“, was genau so ein unsägliches Gefasel ist wie diese: „Ich schau nur nach Vorne, die Vergangenheit ist vergangen und somit uninteressant“ Typen, die ebenfalls m. M. einen an der Glocke haben. Da wundert man sich nicht mehr, dass die Menschheit immer wieder die gleichen Fehler macht, die sie in der Vergangenheit bereits gemacht hat. Man sollte doch von halbwegs intelligenten Menschen erwarten können, die Vergangenheit entsprechend zu reflektieren und gute Werte und positive Dinge zu bewahren und darauf etwas Neues, vielleicht Besseres aufzubauen.
            Mir fällt dazu immer der Vergleich des von mir geschätzten Eisenbahn-Literaten Karl-Ernst Maedel ein. Der beschreibt die „preußische Zucht“ „als ein Verhältnis zwischen Anschnauzenden und Angeschnauzten und wie unmodern so etwas in unseren modernen Zeiten ist. Ein klein wenig der alten preußischen Ordnung täte allerdings in unserer hektischen, oberflächlichen und chaotischen Welt jedoch sehr gut.“ Die moderne Zeit war übrigens das Jahr 1964.

          • Stimmt, in Form der ausschließlichen Kategorisierung ist die Wahrheit niemals zu finden. Insofern ist die Welt heute egal in welcher Richtung auf dem Holzweg und verloren. Wobei dem Familienvater die Sicherheit seiner Tochter wichtiger ist als Propaganda, ehrlich gesagt.

            1964 – das waren Zeiten, in denen nach heutiger Linksvorstellung 99,99% Nazis waren. Das mit der preußischen Ordnung habe ich beinahe wortwörtlich gestern in einer Diskussion mit Freunden benutzt und die Staatsformen und Politik unter Friedrich II. von Preußen näher ausgeführt. Ein Monarch mit philosophischer Bildung und Kontakten zu Rousseau und Konsorten. Davon kann man heutzutage bei einer atheistischen, kinderlosen und in der Kindheit weltanschaulich SED-geformten Kanzlerdarstellerin Merkel nur träumen. Oder sie selbst kann davon träumen bei ihrer täglichen Demokratie- und Deutschlandvernichtung im Zeitraffer. Dass man als Gegenpol einen Trump vom Schicksal vorgesetzt bekommt, stösst dann allerdings übel auf. Was soll man angesichts solcher Lage anders annehmen als einen gründlichen Untergang auf allen Ebenen?
            Trotz allem politischem Diskurs wird es spannend sein zu beobachten, was bei der ganzen historischen Weichenstellung unserer Zeit am Ende herauskommt. Vielleicht erleben wir das im Alter noch mit, bevor es zu Ende geht.

          • p.s.: Zum innenpolitischen Wahnsinn kommt 36 Tage zu spät folgendes heraus: http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/spaete-vorwuerfe-uebergriffe-in-der-silvesternacht-auf-der-fressgass-14859299.html

            Wie praktisch für Lügenpresse und Regierung, dass das so lange nicht auffiel ….

          • Stefan

            Schwieriges, weil hochemotionales Thema.

            Ok, Vorweg: Leider ist Derartiges nicht neu. Konkret: An
            meiner damaligen Schule ist es auch zu ähnlichen Vorfällen
            gekommen. Gespräche mit den Vätern haben sinngemäß folgendes
            ergeben. Da wo wir herkommen, sind blonde, derart bekleidete Mädchen Schlampen oder Nutten. Also kann mein Sohn die auch angrapschen. … Pöbeleien derartiger Migrantengruppen waren an der Tagesordnung. Scheiß Deutsche, Nazischweine, deutsche Frauen sind Nutten waren noch die harmloseren Dinge. Habe ich alles zu Schulzeiten ab und an persönlich erlebt. Natürlich waren nicht alle so aber die, die sich normal verhalten, fallen auch nicht auf Konsequenzen? Keine, bestenfalls pseudopädagogisches Gelaber, was bei der Zielgruppe mangels Intelligenz sowie so nicht angekommen ist. Praktisch: man ging diesen Gestalten eben aus dem Weg. Das war vor rund 25 Jahren

            Wir können heute in vielen Bereichen eine noch
            deutlichere Verrohung feststellen, die mittlerweile beängstigte
            Auswüchse annimmt. Sei es Migrantengruppen, die in ihrer eigenen
            Subkultur nach Regeln leben, die mit unserem Werte- und Rechtssystem nichts zu tun haben, irgendwelche Fußball-Hooligans, die mittlerweile Steine auf Familien und Kinder schmeißen, nur weil sie
            den „falschen“ Fanschal umhaben (am WE in Dortmund und
            Frankfurt geschehen) oder irgendwelche durchgeknallten Neonazis, die Jagd auf vermeintliche Flüchtlingskinder machen oder irgendwelche Antifa-Chaoten, die einfach nur um des Randalierens willen randalieren. Ursachen? Vielfältig, Eines ist sicher. Ein komplettes Versagen von Politik und Gesellschaft. Das hat in den 50er Jahren angefangen, als wir Ausländer ins Land geholt haben, um hier die Drecksarbeit zu machen. Fatalerweise hat man sie gleich als
            Gastarbeiter bezeichnet und sich mehr oder weniger einen Scheißdreck um sie gekümmert. Die sollten hier schaffen und dann bitteschön wieder gehen. Die meisten sind geblieben, viele sind heimisch geworden, andere immer Fremde geblieben, die sich mit der Kultur hier nicht identifiziert haben und in ihrer eigenen Welt leben. Die scheren sich nicht um unsere Werte. Logisch ist, dass auch unser
            Rechtssystem bei denen ins Leere läuft, weil Null Verständnis dafür
            vorhanden ist. Die Politik hat jahrzehntelang weggesehen oder das
            ganze in einer idealisierten Art und Weise betrachtet und Probleme
            ignoriert, weil es nicht in die eigene Heile-Welt Ideologie passt.

            Schlussendlich erleben wir mittlerweile das Ergebnis dieses jahrzehntelangen Versagens, politisch und gesellschaftlich. An der aktuellen Flüchtlingssituation sind wir nicht unschuldig. Jahrzehntelang machte man mit afrikanischen und arabischen Diktatoren glänzende Geschäfte und macht sie heute noch (Saudi-Arabien z. B.) Die Menschen waren mehr oder weniger egal, Das Problem haben die entsprechenden Despoten schon gelöst, wie – das wollte hier doch keiner wissen. Dann kam der sog. arabische Frühling und sämtliche Gutmenschen hier sind durchgedreht und haben glücklich
            jauchzend davon schwadroniert, dass in den entsprechenden Regionen jetzt endlich auch unsere schöne westliche Demokratie Einzug hält. Wie dumm naiv. Der einzige Mahner war Peter Scholl-Latour. Der hat damals völlig korrekt vorhergesagt, dass diese Regionen ins Chaos stürzen werden und ist von irgendwelchen dummignoranten Gutmenschen dafür auch noch als Schwarzmaler und alter Depp beschimpft worden. Dann kamen die Flüchtlinge … und Deutschland hat es nicht interessiert. Hat man sich doch schön ausgehandelt, dass sich gefälligst die EU-Staaten darum zu kümmern haben, wo Flüchtlinge ankommen. Es wurden mehr und mehr. Der Rest ist bekannt.

            Es gibt aber meiner Ansicht nach noch einen weiteren Grund für die Verrottung dieser Gesellschaft in vielen Bereichen und Schichten. Jahrzehntelang hat man eine falsche Ausbildungspolitik betrieben. Heutzutage braucht man ohne Abitur und Studium doch gar nicht mehr daherzukommen. Realschule oder gar Hauptschule kann man in die Tonne kloppen. Und unsere Eliten haben jahrzehntelang alles getan, um den Leuten unmissverständlich klar zu machen, dass sie sowieso keine Chance haben und mehr oder weniger der Bodensatz sind. Und dann wundert man sich noch über derartige Entwicklungen? Die einen kloppen den Bachelor runter, um hinterher als vergleichsweise billige Arbeitssklaven der Großkonzerne herhalten zu dürfen und von denen auch noch gnadenlos gegeneinander ausgespielt werden, während an anderen Ecken Facharbeiter und Handwerkarmangel herrscht. Viele von denjenigen, die noch übrig sind, sind aber nicht in der Lage, überhaupt noch einen Beruf auszuüben. Bodensatz eben. Das erzeugt Frust und Aggression. Die haben nichts zu verlieren, da helfen auch keine salbungsvollen Worte mehr. Der Wahnsinn des durchgeknallten Kapitalismus tut sein Übriges.

            Zum Schluss bleibt mir nichts weiter übrig als Goethe zu zitieren:

            „Herr, die Not ist groß!
            Die ich rief, die Geister
            werd ich nun nicht los.“

            Leider gibt es keinen alten Meister, der den ganzen Spuk mit einem Spruch ein Ende bereiten kann.

          • Das fasst die Lage sehr detailliert und treffend zusammen. Ich versuche das meiste davon die meiste Zeit zu ignorieren, aber es fällt schwer. So schwer, dass ich heute eine schlaflose Nacht hatte. Denk ich an Deutschland in der Nacht …. das kennen wir ja schon aus dem 19. Jahrhundert, aber damals mit politisch umgekehrten Vorzeichen. Keine einfachen Zeiten, in denen man zu leben gezwungen ist. Immerhin wird man irgendwann ohne Wehmut aus dem Leben scheiden, weil vermutlich die Lage so unerträglich ist, dass Leid und Schmerz die Freuden des Lebens deutlich überwiegt.

          • Stefan

            Es bleibt einem irgendwie nichts anderes übrig, als bestimmte Dinge von Zeit zu Zeit zu ignorieren, ansonsten wird man ja irre. Gab es jemals einfache Zeiten? Ich glaube nicht wirklich… Man kann nur versuchen, das Beste draus zu machen, anständig und aufrecht durchs Leben zu gehen. Mir persönlich ist immer wichtig, dass ich morgens in den Spiegel schauen kann ohne Kotzreiz zu bekommen. ^^

          • Unmodern und unzeitgemäß, aber genau richtig und ist schon seit Jahren mein Standardspruch ^^

          • Mich nerven Menschen allgemein sehr, die ihre Meinung bzw. Auffassungen über etwas so extrem verbissen verteidigen. Diese verschließen sich vor den Argumenten anderer regelrecht und sehen ihre eigene Meinung als die einzig richtige an. Alle Gegenargumente, auch wenn diese die eigenen vollkommen entkräften, werden ignoriert. Diskussionen mit solchen kann man sich daher sparen, denn Einsicht scheint denen ja ein Fremdwort zu sein.
            Mir fällt gerade auf, dass diese Beschreibung eigentlich auf so gut wie alle Sofeten und auch JK zutrifft. ^^

          • Jein.
            Diskutieren mit harten Bandagen ist für einen Philosophen nie ein Thema. Aber nur mit einer Voraussetzung: Dass am Ende derjenige mit den überlegenen Argumenten (vorläufig) gewinnt und der Gesprächspartner die überlegenen Argumente gnadenlos in das eigene Weltbild integriert und es so besser (weil der Wahrheit näher) macht.
            Leider ist letzteres beinahe so gut wie nie anzutreffen, insofern hast du natürlich recht.
            Ich habe mein ganzes Leben immer bereitwillig meine Vorstellungen hinterfragt und oft umgeworfen – am Anfang beinahe monatlich, weil man erst mit der Zeit ein Wissen erhält, das sich miteinander verknüpft, sodass man gewisse zeitlose Wahrheiten und Muster erkennt.
            Die Tragik besteht darin, dass man für arrogant gehalten wird, wenn man die eigenen Argumente und das Wissen dann anwendet und Gegenargument zu recht zurückweist, weil man das schon unter Umständen vor Jahren tagelang durchdacht hatte. Das Gegenüber aber kann den Umfang und die Tiefe des Wissens nicht annehmen, weil es auch nicht über diese Erfahrung des Erkenntnisvorganges verfügt. Das ist dann meist der Punkt, wo man gerne über telepathische Fähigkeiten verfügen würde, um sein gesamtes Wissen in einer Millisekunde zu übertragen in seiner Vielfalt, sodass dem anderen die 1000 Aspekte der eigenen Argumentation, die mit Sprache gar nicht kommunizierbar ist, augenblicklich verständlich werden.
            Die Gefahr besteht auch hier jedoch, dass man sein Wissen als Besitz betrachtet, was es nicht ist, da es nur geliehen ist von klügeren Leuten und deren Erkenntnissen. Oder dass man doch keinen offenen Geist mehr hat, weil man nur noch selten Leute trifft, deren Argumente neu und so hoch sind, dass sie das eigene Wissensgerüst aus 30 Jahren noch ins Wanken bringen können.
            Das mal als Überlegung zur ethischen Interpretation von erkenntnistheoretischen Fragen 😉

          • Grundsätzlich ist es ja auch richtig, seine Argumente deutlich zu machen und zu verteidigen. Mein erster Satz bezog sich eher darauf, dass der Gesprächspartner immer noch auf seine längst widerlegten Argumente beharrt und sich somit jeder neuen möglichen Erkenntnis verweigert 😉
            Ansonsten gebe ich dir auch Recht.

          • Jep dachte ich mir dass du das so meinst, insofern meine letztliche Bemerkung „insofern hast du natürlich recht“. Wollte das nur mal differenzieren für die Öffentlichkeit. Philosophen machen das gerne. Differenzieren. Seitenlang. In aller Ausführlichkeit *g* Das wirft man uns ja oft vor.

          • Jessy Ca

            Also mit konstruktiver Kritik kann ich generell gut umgehen. Was ich aber weniger konstruktiv finde ist, wenn man jemanden in einem Beitrag Unseriösität vorwirft und sich dann nach einem Statement, einfach nicht mehr meldet.

    • Ansichtssache. Warten Sie nur ab, dann werden Sie die Folgen begreifen.
      Zu den Trinkwasser-LKWs: Bei der letzten Dürre wurden im Jahre 2015 war es glaube ich, in Bayern Gemeinden mit Trinkwasser-LKWs versorgt. Bin jetzt zu faul nach dem Artikel zu suchen, wo ich den Beleg dazu gepostet hatte.

      Außerdem: Ich gehe durchaus den Mittelweg zwischen subjektiver Wertung und objektiven Fakten und erwarte vom mündigen Leser, dass er die Unterscheidung treffen kann. „Unerträgliche Dauersonne“ ist bei bis zu 500% des Solls im Dezember und über 200% im Januar lokal gerechtfertigt und zwar als Wertung nicht wissenschaftlich, aber subjektiv von mir vorgenommen und angesichts der Zahlen auch durchaus berechtigt.

      Wenn Sie anderer Meinung sind, auch ok. Aber dann müssen Sie entweder mit meinem Stil leben oder das Lesen einstellen ^^

  • Jo1965

    Meine Fresse, was sind das zur Zeit grausige Aussichten: Im seriösen Zeitraum kein echtes Winterwetter mehr in Sicht und dann noch Hochdruck, Hochdruck und nochmals Hochdruck!

    Im Moment sehne ich mir einen echten Durchbruch des Atlantik geradezu herbei, damit diesem gammeligen Rotz endlich ein Ende bereitet wird und wir die immer notwendigeren Niederschläge kriegen!

  • Stefan

    Passend zur aktuellen Wetterentwicklung hier in Hessen. Endlich mal eine wirklich sinnvolle Verwendung für in Dürrehessen nicht mehr benötigte Regenschirme. ^^

    https://youtu.be/7BM92i6cZA4

    • Aber… aber… die kann man doch auch als Sonnenschirme verwenden. Und als Staubschutz vor dem Saharasand.
      Ansonsten aber eine prima Idee ^^

      • Stefan

        Du hast natürlich vollkommen recht – mit einem kleinen Denkfehler ^^. Unsereiner, also ein normaler Mensch, kann die als Sonnenschirm oder Sandschirm sehr gut verwenden – aber doch kein Sofet! Für den ist es doch das Ziel aller Träume, von der Sonne gut durchgebraten zu werden, während er in panischer Angst vor Regen, immer mindestens 2 Schirme mit sich führt, die er bereits beim typischen dürrehessichen Phantomregen aufspannt. So gesehen sind mehr als genügend dieser Dinger zur Schlafsackproduktion vorhanden. ^^

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