© Les James auf www.flickr.com, Lizenz: CC BY 2.0
© Les James auf www.flickr.com, Lizenz: CC BY 2.0

Die US-amerikanische NOAA hat den globalen Klimabericht für den Monat Juni 2015 veröffentlicht. (Den Juni 2015-Klimabericht für Deutschland finden Sie hier: http://byjrdp.myraidbox.de/klimabilanz-juni-2015-deutschland-oh-seliger-norden/).

Es ist eine beispiellose Katastrophe.
Wieder ein Rekordmonat, der belegt, dass mit jedem Jahr die Klimakatastrophe weiter und weiter ansteigt. Dies ist KEINE Hysterie und KEINE Weltuntergangspanikmache, sondern es handelt sich um die objektiven, tausendfach bestätigten Fakten! Man muss sich nur die Mühe machen, die Zahlen zu lesen, zu hinterfragen und diese mit anderen Messungen zu vergleichen. Es mag sich unwirklich anfühlen, aber die Klimakatastrophe wird schlimmer und schlimmer und das wirklich gefährliche an der Sache ist: Die Ozeantemperaturen steigen rapide. Damit scheint sich zu bewahrheiten, dass die Befürchtung der Forscher, der Ozean, der bisher 93% der Klimaerwärmung über die Treibhausgase „schluckt“, am Ende seiner Speicherkapazität angelangt ist:

Wo wird der Großteil der Hitze (meist in Form von Kohlendioxid und Methan) der Klimakatastrophe abgelagert?; © Skeptical Science auf commons.wikimedia.org, Lizenz: http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/deed.en
Wo wird der Großteil der Hitze (meist in Form von Kohlendioxid und Methan) der Klimakatastrophe abgelagert?; © Skeptical Science auf commons.wikimedia.org, Lizenz: http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/deed.en

Die Folge (bitte auch die Belege in den Links lesen, wer es nicht glaubt!): Warmes Meer bedeutet Umkippen der Lebensräume mit „Todeszonen“ und dem ersten Anzeichen eines globalen Massensterbens, das zunächst im Meer beginnt. Todeszonen in der Nordsee sind bereits aktuell nachgewiesen, das Gleiche gilt im Pazifik durch eine rätselhafte Erwärmung und natürlich den El Nino.
Man kann spekulieren, wie lange das sich hinzieht und was als nächstes geschieht, aber so leid es mir tut, das sagen zu müssen: Die Daten lügen nicht! Und jeder, der versteht kann nur in Entsetzen den Kopf schütteln. Sollte die Klimakatastrophe galoppieren und sich exponentiell beschleunigen, dann stehen wir weit schneller vor einer globalen Katastrophe als sich irgendjemand das heute vorzustellen vermag.

Zurück zu den Zahlen.
Man beachte unbedingt bei den angegebenen Zahlen, dass
(a) das verwendete Mittel nicht der übliche Dreißigjährige Zeitrahmen ist (außer bei den Karten, wie angegeben), sondern das 20. Jahrhundert komplett als Maßstab verwendet wurde, also die Jahre 1901-2000.

(b) die beiden Regionen, in denen die stärkste Erwärmung auftritt, die Arktis und die Antarktis werden bei den Messungen und angegebenen Daten aufgrund nach wie vor fehlender Instrumente ausgespart. Die tatsächliche Erwärmung des Planeten ist somit noch (vermutlich deutlich) höher.

 

Ergebnis: Der Monat Juni 2015 liegt auf Platz 1 und ist somit der heißeste Juni-Monat, der jemals gemessen wurde.

 

Die Daten werden nach Landmassentemperaturen und Ozeantemperaturen unterteilt und lauten wie folgt:
Landtemperatur: +1.26 Grad über dem Mittel = Platz 1 aller jemals im Mai gemessenen Werte
Ozeantemperatur: +0.74 Grad über dem Mittel = Platz 1
Land und Ozean somit: +0.88 Grad über dem Mittel = Platz 1

Die Ozeantemperaturen steigen in einer bedenklichen Kurve an, wie ich es bereits im globalen Klimabericht zum April 2015 und Mai 2015 erwähnt hatte. Dies würde die These untermauern, dass die Kohlendioxidaufnahme der Meere ihr Limit erreicht hat. Sollte sich dies in den Temperaturen in den kommenden Jahren wiederspiegeln, so würde sich in diesem Fall die Klimakatastrophe deutlich steigern über einen Schneeballeffekt: Wärmere Ozeane = schneller schmelzendes Eis = geringere Albedo (Reflexion) der Sonnenstrahlen = schnellere Erhitzung der Erde nebst Meeresspiegelanstieg, außerdem: Versauerung der Ozeane und Massensterben der Meerestiere aufgrund Sauerstoffmangels. Vgl. dazu auch: http://byjrdp.myraidbox.de/die-waermewirkung-des-kohlendioxids-und-die-klimasensitivitaet/ und http://byjrdp.myraidbox.de/daten-zur-eisschmelze-entlarven-klimawandelskeptiker-als-luegner/

Globale Temperaturentwicklung Land und Ozean im Monat Juni, © NOAA
Globale Temperaturentwicklung Land und Ozean im Monat Juni, © NOAA

 

Temperaturverteilungen auf dem Planeten

Die Weltkarte zeigt nach wie vor überraschende regionale Unterschiede. Nach wie vor ist die Ostküste der USA kälter als das Mittel, ebenso der Atlantik östlich Neufundlands, wo man eine Abschwächung des Golfstroms vermutet, die hier auf der Karte deutlichen Niederschlag findet. Auch der insgesamt kalte Atlantik fällt auf.

Deutschland ist zweigeteilt: Im Norden so niedrige Temperaturen, dass sie eigentlich zu einer Eiszeit gehören (aufgrund des Golfstroms und des kalten Atlantiks oder doch eher wegen vorherrschender meridionaler Wetterlagen? Vermutlich letzteres!) und ab Mitte Deutschlands die übliche Klimakatastrophe bis in den Süden hinein.

Bitte beachten: Die hier dargestellten Veränderungen beziehen sich auf die Klimakatastrophenjahre 1981-2010 und nicht auf das Mittel 1901-2000, um deutlich zu machen, ob sich die Klimakatastrophe weiter verschärft oder sie abklingt.

Verteilung globaler Temperaturanomalien im Monat Juni 2015, © NOAA
Verteilung globaler Temperaturanomalien im Monat Juni 2015, © NOAA

Wie auch im April und Mai erkennt man eine abnorme Hitze vor allem in Sibirien – die evtl. ursächlich dafür ist, dass der Permafrostboden taut und die rätselhaften Riesenlöcher evtl. durch Methan erzeugt, die das Potential zum Weltuntergang haben. Sollte die These richtig sein, dass das dort gespeicherte Methan (das ca. 30 mal effektiver als das Treibhausgas Kohlendioxid ist) einen Hitzesprung innerhalb von einigen Jahren auslösen könnte, der einen galoppierenden Hitze-Effekt hervorruft, dann kann einem Angst und Bange werden.
Allerdings muss man hier sagen, dass solche doch recht radikalen Thesen derzeit absolut unbestätigt sind und rund um die Frage der sibirischen Löcher die Forschung erst beginnt. Im Auge behalten sollte man die Entwicklung in Sibirien jedoch unbedingt!

Klima-Höhepunkte

In der Grafik zeigt sich im Juni 2015, dass die radikalen Klimaanomalien abgenommen haben. Der El Niño scheint sich hier also noch nicht auszuwirken, er kommt aber auch erst in Fahrt und wird im Herbst seinen Höhepunkt erreichen.

1. Arktis und Antarktis: Hier sehen wir den seltsamen Gegensatz, dass in der Arktis (Nordhalbkugel) die Eisschmelze ungemindert voranschreitet und den drittniedrigsten See-Eis-Stand aufweist, während in der Antarktis (Südhalbkugel) das See-Eis auf dem dritthöchsten jemals gemessenen Stand befindet. Dennoch ist erfreulicherweise Im Vergleich zum Vormonat eine überraschende leichte Entschärfung der Lage festzustellen.

2. Skandinavien erlebte sogar einen sehr kühlen Juni und erlebte bedingt durch die Tröge und Wetterlage eine Erholung von sonst brutal heißen Mittelwerten.

3. Alaska, Spanien, Südamerika, Australien und die Westküste der USA (Kalifornien) erlebten hingegen abnorme Hitze bzw. Trockenheit.

Ergebnis und Aussichten: Führt der El Niño zu einem Hitzesprung?

Der letzte El Niño 1997 führte nachweislich zu einem Sprung der globalen Temperaturen und hatte in den Folgejahren 1998 bis 2008 furchtbare Folgen mit nie gekannter Hitze und Dürren, auch in Deutschland. Aber: Er erfolgte 1997 in einer Phase zunehmender Sonnenfleckenaktivität, während sich die Lage heute im Jahr 2015 genau gegensätzlich darstellt, was die Sonnenflecken angeht. Ob dies einen abschwächenden Effekt haben wird, werden wir in den kommenden Jahren bei den globalen Temperaturen sehen.
Sollten sich die Prognosen des derzeitigen El Niños bewahrheiten, könnte uns aber eine Katastrophe bevorstehen, denn die Werte sind mit Abstand die höchsten jemals gemessenen Temperaturen vor der Küste Südamerikas!
Bisher jedoch ist von den zu erwartenden Anomalien wie Regenfällen in Südostasien beispielsweise nichts zu sehen. Möglicherweise, weil der El Nino erst noch richtig in Fahrt kommen wird.

Allerdings trägt der El Nino vermutlich zu einem globalen Hitzesprung bei, da er logischerweise die Ozeantemperaturen hochschießen lässt. Die Werte für die globalen Ozeantemperaturen (siehe oben) würden jedoch auch ohne El Nino passen. Man muss hier also die weitere Entwicklung in den kommenden Monaten abwarten und in den folgenden globalen Klimaberichten sehen, welche Entwicklung sich abzeichnet.

DIE LETZTEN GLOBALEN KLIMABERICHTE: Mai 2015, April 2015, März 2015
DIE LETZTEN NATIONALEN KLIMABERICHTE: Juni 2015, Mai 2015, April 2015, März 2015
JAHRESKLIMABERICHTE: 2014.

  • Blizzard

    Mhh und das altbekannte Muster sollte weiter gehen, Frontalzone südlich auf dem Atlantik, GB, Skandinavien und Norddeutschland kommt ab zu in ihren Genuss.(http://www.wetterzentrale.de/pics/Rtavn24018.gif) Zusätzlich kommt der Süden in den Genuss von Dauerregenlagen, vorerst aber nicht Vb bedingt sondern durch ein Höhentief, dass sich weiß was ich wie gebildet hat..http://www1.wetter3.de/Animation_12_UTC/24_27.gif
    Die allgemeine Lage der Nation schreit förmlich nach Regen, selbst ein abgebrühter Sofete hat meiner Propaganda „Oh; wieder nur bewölkt und keinen Tropfen Regen“ fast schon zugestimmt 😉
    Oh, großartiges GEM mögest du doch nur einmal Recht behalten..http://www.wetterzentrale.de/pics/Rgem1323.gif
    P.S.: Höhentief über dem M-Raum entsteht durch Warmluftadvektion^^ in der oberen Troposphäre http://www1.wetter3.de/Animation_12_UTC/54_29.gif

    • Ich sags ja: Die Mentalitäten ändern sich (zumindest bei denen, die halbwegs noch Hirn im Schädel haben). Ich höre hier jeden Tag die normalen Menschen jammern über die Hitze. Was die Regenprognosen angeht: Ich habe langsam die Hoffnung auf solche Großerlösung aufgegeben. Der Witz: heute morgen 2 Stunden (!!) Nieselregen. Unangekündigt. Da rennt man dann auf die Terrasse und setzt sich freudestrahlend auf den Boden in den Regen. Ein Blick in den Himmel, der voll mit grauen Wolken war, und spürt, wie Tropfen das Gesicht liebkosen.
      Meiner verstörten Tochter musste ich schonend beibringen, was das ist, was vom Himmel fällt. Sie kennt das hier ja nicht. Na gut, das ist jetzt Satire lol Aber sie hat sich zu mir gesetzt und sich gefreut. Kinder wissen halt noch, was gut ist nach unfassbaren 28 Tagen Hitze seit 01.06. (>25 Grad).

  • Kältefreak

    Auch dieser Text von Spon untermauert unser aller empfinden…! Es ist eunfach nur gruselig…:(
    http://m.spiegel.de/wissenschaft/natur/a-1044553.html

    • Jo1965

      Man weiß bei dem Spiegel-Artikel nur nicht, ob man froh oder traurig sein soll, dass es keine Kommentarfunktion gibt. Gäbe es diese, wäre das Ding innerhalb kürzester Zeit mit Beiträgen der Klimawandelleugner- und -verharmloserfraktion vollgespammt.

      • Stimmt. Ich kann diese hirnlosen Postings mit EIKE- und Kalte Sonne-Links nicht mehr sehen. Typisch auch, dass nur die Links gepostet werden, denn merke: Der Sommerfetischist denkt nur in Bildschlagzeilen. Da wird dann im Nebel umfassender Dämlichkeit eine Schlagzeile bemerkt „Klimakatastrophe gibt es nicht“, „ab 2030 Eiszeit“ und dann wird der Link als „Beleg“ gecopypasted. Man schreibt sich die Finger wund mit Gegenbelegen, mit Argumenten, mit Kausalzusammenhängen, alles umsonst. Erreicht das Murmelgehirn gar nicht. Statt dessen: Wieder hunderte wertlose Links zu Klimaidiotenseiten.
        Wie die Menschheit bis heute trotz solcher Spacken überlebt hat, muss da doch wirklich verwundern. Oder die Evolution hat sich dabei gedacht, dass solche Spinner notwendig sind, damit die kluge Minderheit des homo sapiens vor lauter Wut einen Antrieb hat, die Spezies voranzutreiben lol

    • Ja, aber am gruseligsten finde ich, dass niemand es ernst nimmt. Nachweislich palavern Politiker auf Klimakonferenzen herum und beschließen irgendeine theoretische CO2-Reduzierung von 20% in 20 Jahren, wo wir 70% vor 5 Jahren bräuchten und während wir Regenwälder abholzen, die das CO2 verarbeiten würden. Wir sägen auf dem Ast auf dem wir sitzen. Eine abgegriffene Metapher, aber nie war sie so zutreffend wie jetzt. Die Menschheit kann sich einfach nicht vorstellen, dass sie sich selbst ausrottet, weil es nie geschehen ist zuvor.
      Ich bin ja Fatalist. Daher weiß ich, dass ohnehin nichts geschehen wird und erst dann mit technischem Wahnwitz versucht wird zu reagieren, wenn alles lange zu spät ist. Ich bin gespannt, wie die Klimakatastrophe explodieren wird und wie dann Politiker und Bürger wie die Hühner herumrennen werden. „Das konnte man ja nicht ahnen“. Doch. Man konnte. Man benötigt nur Gehirn dazu. Immerhin haben wir dann hier auf kaltwetter.com für die Nachwelt eine prima Dokumentation, wie es zu der Katastrophe kommen konnte. Als Historiker finde ich das prima.

  • Eva

    Und die Sofeten bejubeln aber immer noch ihr schööönes Sommerwetter! Inzwischen hagelt es aber massenweise Beschwerdebriefe an die Sofetenmedien. Wir sind nicht allein,liebe Sommerhasser- Brüder und -Schwestern! Der Ekel-Juli neigt sich dem Ende zu, der Herbst rückt immer näher!

    • Stimmt. Auch die kürzere Tageslänge macht sich allmählich angenehm bemerkbar. Ab ca. 08.08. wird das dann richtig auffällig.

      Wer übrigens weitere Unterstützung und Zuspruch in einer Welt der Hitzefanatiker sucht, wird bei Facebook bei der „Gruppe der Aussätzigen Sommerhasser“ fündig. Querdenker mit teilweise Brachialhumor, kein Gruppenkuscheln. Da kann man sich auch mal auskotzen, somit sehr zu empfehlen.

  • Eva

    Übrigens: Ganz lustig ist Wetterprognognose-Wettervorhersage. Macht den Sofeten ständig Hoffnung auf eine stabile sommerliche Wetterlage. Das nervt! Können die nicht einfach neutral berichten?

    • Nee, der Sini geht nach den Modellen. Und wir wissen ja wie die Modelle laufen. Momentan ist die Abkühlung auch wieder weg am Ende, nur die von Sonntag bis Mittwoch ist noch da.
      Ein Sommerfetischist ist der nicht ^^ Sini spricht nur aus Marketinggründen eine neutralere Sprache und orientiert sich an der Meteorologie, also dem Wetter und nicht wie ich an der Klimatologie, also dem Klima und der Klimakatastrophe (sofetisch-euphemisierend auch als „Klimawandel“ bekannt).
      Darüber hinaus ist die besagte Seite eine der besten im Web, was die Exaktheit des Wetters und der Prognosen angeht. Man ist halt als Meteorologe ein Sklave der Modelle. Es würde nur Zeit, dass die die Klimakatastrophe und den Treibhauseffekt mehr reinrechnen, dann würde auch nicht immer diese verfluchte „Hitzeüberraschung“ kommen. Denn die Abkühlung findet ja nie in dem Maße statt und eine Hitzewelle wird unter Garantie immer stärker als vorhergesagt, weil das CO2 als Verstärker der Sonnenstrahlen fungiert. Das ist nicht mit einberechnet. Manchmal sollten die Meteorologen eben besser auch mal über den Horizont blicken und das Klima in das Wetter mit einbeziehen.

  • Eva

    Im August könnte diese Ekelhitze wiederkommen. HEUL! ICH WILL DAS NICHT! !!!

    • Könnte, sollte, hätte ^^ Ganz cool. Keiner kann derzeit sagen, was jenseits des 5-Tage-Prognosefensters kommt. Dass es im August heiß wird, für diese Erkenntnis brauchen wir keinen Meteorologen, gell? 🙂 Die Prognosen sind derzeit sehr uneinheitlich. Keiner weiß was kommt. CFS sagt dauernd was kühles voraus (haben sie aber auch für Juli und wir wissen ja wie der Juli ist – die schlimmste Katastrophe seit 2003 …), NASA sagt Hitze, andere sagen nur leicht überdurchschnittlich, Kai Zorn sagt es wird kühler. Am besten wir lesen bald aus den Eingeweiden von Vögeln oder aus dem Schweißtropfenmuster das wir beim Weg zum Supermarkt hinterlassen.
      Hoffen aus das Beste und Befürchten des Schlimmsten ist sicher eine gute Wahl lol

    • ich weiss das tröstet jetzt nicht, aber das 30-Jahresmittel 1961-1990 (rot) zeigt, dass leider 12 Grad in 1500 Metern Höhe für August ganz normal sind und wohlgemerkt VOR der Klimakatastrophe! Das entspricht 27 Grad am Boden. Den Norden jetzt mal wieder ausgeschlossen, da liegt das Mittel niedriger.
      http://www.wetterzentrale.de/pics/MT8_Frankfurt_Main_ens.png

      Damit es also immer noch zu warme 20 Grad werden, müsste das Mittel um sage und schreibe 7 Grad unterboten werden. Entspricht einem klimatischen Wunder der Göttlichkeitsstufe 6 (omnipotent) hehe. Weiterkämpfen. Der Herbst wird kommen!

      • Blizzard

        Bei dem Diagramm möchte ich noch anmerken, dass zum Monatswechsel in den Membern der Einzelläufe alles möglich ist, also abwarten, mittelfristig lässt sich nur sagen (wie an anderer Stelle erwähnt) dass wir in eine nordwestliche Höhenströmung gelangen, zeitweise zyklonal beeinflusst, aber zumindest dämpft es die Temps. Selbst Werte um das 30er Mittel sind zur Zeit zu bevorzugen..!
        Langfristig, ich möchte noch nicht allzuviel andeuten, da sich die Großstruktur (innerhalb der nächsten ~15Tage) auf der Norhalbkugel grundlegend ändern wird. Gründe hierfür sind eine Veränderung des Polarhochs, des Hochs vor der Westküste Amerikas und des langwelligen Trogsystems über Russland.
        Aktuell: http://www.wetterzentrale.de/pics/Rhavn121.gif
        In einer Woche: http://www.wetterzentrale.de/pics/Rhavn1741.gif

        Die große Frage ist wie immer Erhaltungsneigung und wiederholte Hochdruckdominanz oder Ausgleichsverhalten und Troglagen; Sein oder Nicht-Sein, wobei Hamlet, der alte Däne, bei derlei Temperaturen schon hundertmal den Freitod geählt hätte..;)

        Sicher ist nur es geht meridional weiter!

        • Mein Herz geht ja immer wieder hoch bei solch fulminanten intellektuellen Anspielungen und dann noch mein Lieblingsautor Shakespeare mit Hamlet! Chapeau!

          Klingt spannend, was du zur Großwetterlage schreibst, Blizzard. Spann uns nur nicht zu lange auf die Folter 😉
          Sind das bereits Auswirkungen des (vorherbstlichen) Sonnenstandes? Ich gebe zu, ich habe erst im letzten Sommer mit der Meteorologie angefangen und behandle sie etwas stiefmütterlich da ich die Klimatologie bevorzuge als Thema. Bzgl. Neuaufbau des Polarwirbels etc. bin ich noch recht unbedarft. Daher die Frage.

          FALLS es meridional weitergeht, was erwartest du grundlegend? Eine Fortsetzung des Katastrophen-Juli mit einem Glühling-Herbst? Oder eher das Gegenteil? Einen sturmlosen Herbst mit Trögen, die für ganz Deutschland mehrheitlich sehr kühle Temperaturen bringen? Letztes Jahr war der Herbst ja zyklonal geprägt mit Südwestwinden (Hessen konnte sich quasi als einziges Land über 2 Monate Dauerwolken freuen aber leider auch über Horrortemperaturen weinen jenseits aller Vorstellung). Meridional müsste ja dann gravierende Änderungen bringen. Die Frage ist nur: Gute oder noch schlechtere?

          • Blizzard

            ich antworte später, wenn mir herbstliche Gelüste neuen Antrieb geben…
            Meridional meint für die M-frist erstmal aufkeilendes Azorenhoch bei uns, was aus NW Tiefdruckgebiete vom Atlantik bringt und erstmal das hohe Geopotential über uns abbaut (auch bekannt als Großwetterlage Eutropien). De Frage ist dann, wo bewegt sich das Tief hin, zieht es ein neues Hoch hinter sich her, wo regeneriert sich das Azorenhoch, auf dem Atlantik (i.d.F.Ausgleichsverhalten) oder bei uns (i.d.F.Erhaltungsneigung)

          • Kein Thema, Blizzard, das kann ich verstehen, hier ist die Hölle bei 33 Grad. Der Postbote hat gerade von mir Wasser bekommen, er sagt er zieht aus Tropenhessen weg. Ich bin auch in der Planung langfristig…

            Den Azorenhochmist habe ich auch gesehen, Oh bitte keine stabile Hochdrucklage mehr und 30 Grad bis Oktober. Ich weiß nicht, was ich dann noch machen soll. Die einzige Hoffnung, die man hat, ist, dass alles jenseits von 5 Tagen in der Zukunft noch offen ist.

  • Eva

    Allein die Aussage „nicht mehr so hohe Temps“ reicht, um mich glücklich zu machen. Alles unter 30 ist für mich völlig okay. Hauptsache man ist nicht so schlapp und antriebslos und der Sport wird einigermaßen erträglich. Kein Bock mehr auf Sport im Schneckentempo! Alles mit einer 2 vornedran ist Erlösung. Übrigens mögen die meisten keine über 30 Grad -ergab eine Umfrage. Nur die Wenigsten geben es zu – weil man laut Doofiemedien gefälligst zu jubeln hat wenn „endlich Sommer“ ist. Meine Hoffnung liegt auf CFS. Hoffentlich haben alle recht, die Abkühlung vorher sagen! Siehe 2006 und 2013: HORROR-JULI, dafür Totalabsturz im August! Und allgemeines Geheule. Bei Hitzehassern JUBEL!

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