Mal sehen, wie lange das die Erde bzw. eigentlich der Homo sapiens das aushält ...
Mal sehen, wie lange das die Erde bzw. eigentlich der Homo sapiens das aushält ...

Die NOAA hat die Temperatur- und Klimadaten für den Planeten Erde im Juni 2016 ausgewertet und veröffentlicht.

Zum Vormonat ein minimaler Rückgang, bedingt durch die Vegetationsperiode; © <a target="_blank" href="http://www.esrl.noaa.gov/gmd/ccgg/trends/">NOAA</a>
Zum Vormonat ein minimaler Rückgang, bedingt durch die Vegetationsperiode; © NOAA

Bei den Landtemperaturen hatten wir im Mai 2016 eine Atempause festgestellt, wenngleich die Summe aus Ozean- und Landtemperaturen den 13. globalen Rekordhitzemonat in Folge brachte. Der Juni 2016 stellte den Landtemperaturrekord von 2015 ein und stellte bei den Ozeantemperaturen einen neuen, traurigen Hitzerekord auf. Es handelt sich damit um den 14. Monat in Folge, der den Temperaturrekord in Sachen Hitze für diesen jeweiligen Monat gebrochen hat und stellt somit eine neue Dimension der globalen Klimakatastrophe dar. 

Die erhoffte, deutliche Normalisierung der Zahlen nach dem Abklingen des El Nino ist somit leider vom Tisch und damit auch unsere Hoffnung, dass die Klimakatastrophe stagniert. Das einzige, was man feststellt, ist ein Rückgang der Erwärmungszahlen von 0.60 Grad auf ca. 0.04 bis 0.10 Grad (je nach Monat). Mit anderen Worten: Die Treibhausgase steigen weiterhin dramatisch an und sind aktuell so hoch wie SEIT 14 MILLIONEN JAHREN nicht mehr und somit höher als jemals, seit es Menschen auf dem Planeten gibt! Die Erwärmung schreitet logischerweise ebenso voran und was weitaus schlimmer wiegt: Der Fall der extrem wichtigen Klimatischen Kipppunkte nähert sich mit jedem Zehntelgrad.

Überaus bedenklich stimmt dabei der Umstand, dass vor allem die Ozeantemperaturen immer weiter ansteigen und die zunächst deutlich stärkere Landhitze einholen bzw. aufholen. Wann ein sog. „Großes Anoxisches Ereignis“ kommt, also das komplette Umkippen der Ozeane durch den Kreislauf Erwärmung -> Verringerung des Sauerstoffgehaltes -> Vermehrung anaerober Bakterien (die ohne Sauerstoff auskommen) -> Ausscheidung von Giftstoffen -> Massensterben in den Ozeanen, ist unbekannt. Erste Anzeichen sind aber bereits aufgetreten (sog. „Todeszonen„).

Methan ist 30 bis 40x stärker als Kohlendioxid und steigt extrem an; © <a target="_blank" href="http://www.esrl.noaa.gov/gmd/ccgg/trends_ch4/">NOAA</a>
Methan ist 30 bis 40x stärker als Kohlendioxid und steigt extrem an; © NOAA

Man beachte unbedingt bei den angegebenen Zahlen, dass
(a) das verwendete Mittel nicht der übliche Dreißigjährige Zeitrahmen ist (außer bei den Karten, wie angegeben), sondern das 20. Jahrhundert komplett als Maßstab verwendet wurde, also die Jahre 1901-2000.

(b) die beiden Regionen, in denen die stärkste Erwärmung auftritt, die Arktis und die Antarktis werden bei den Messungen und angegebenen Daten aufgrund nach wie vor fehlender Instrumente ausgespart. Die tatsächliche Erwärmung des Planeten ist somit noch (vermutlich deutlich) höher.

Ergebnis: Der Monat Juni 2016 liegt auf Platz 1 und ist somit der heißeste Juni-Monat, der jemals gemessen wurde.

Die Daten werden nach Landmassentemperaturen und Ozeantemperaturen unterteilt und lauten wie folgt:
Landtemperatur: +1.24 Grad über dem Mittel = Platz 1 aller jemals im Januar gemessenen Werte (bisheriger Rekord: 1.24 im Jahr 2015)
Ozeantemperatur: +0.77 Grad über dem Mittel = Platz 1
Land und Ozean somit: +0.90 Grad über dem Mittel = Platz 1

Anstieg der globalen Aufheizung in 3 Zukunftsvarianten bei ungebremsten Emissionen von Treibhausgasen (oben: Anstieg bei hoher Reaktion des globalen Klimas, Mitte: wahrscheinlichster Anstieg, unten: Anstieg bei nur geringer Klimasensitivität). Im Vergleich sieht man, wie stabil in den letzten Jahrtausenden vor dem menschlichen Einfluss die globalen Temperaturen waren vor der Explosion der Treibhausgase mit der Industriellen Revolution; © <a target="_blank" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Globale_Erw%C3%A4rmung#/media/File:Bau_future_warming_med.jpg">Skeptical Science auf commons.wikimedia.org</a>, Lizenz: <a target="_blank" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en">CC BY-SA 3.0</a>
Anstieg der globalen Aufheizung in 3 Zukunftsvarianten bei ungebremsten Emissionen von Treibhausgasen (oben: Anstieg bei hoher Reaktion des globalen Klimas, Mitte: wahrscheinlichster Anstieg, unten: Anstieg bei nur geringer Klimasensitivität). Im Vergleich sieht man, wie stabil in den letzten Jahrtausenden vor dem menschlichen Einfluss die globalen Temperaturen waren vor der Explosion der Treibhausgase mit der Industriellen Revolution; © Skeptical Science auf commons.wikimedia.org, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Nachdem im Februar der Landtemperaturhöchstwert um unfassbare 0.63 Grad übertroffen und pulverisiert wurde, im März 2016 dann um 0.32 Grad und im April 2016 einen Erwärmungssprung von 0.42 Grad Celsius zum vorigen Rekordapril aus dem Jahr 2007, stagnierten im Mai die Landzahlen und steigen nun lediglich leicht an. Wie sich die Entwicklung weiter gestaltet und ob der momentan sehr schwach prognostizierte La Niña-Effekt überhaupt einen Einfluss haben wird, müssen wir an den weiteren Entwicklungen beobachten.

Zur Einordnung der globalen Zahlen sei darauf hingewiesen, dass ab einer globalen Erwärmungsschwelle von 2.0 oder 2.5 Grad eine weltweite Katastrophe angenommen wird, die nicht mehr zu verhindern sein wird.
Die globale Erwärmung betrug im Jahr 1997 bei Beginn der Aufzeichnungen der NOAA +0.42 Grad Celsius.
Im Jahr 2007 hatte sich die Erwärmung auf +1.02 Grad Celsius mehr als verdoppelt.
Das letzte Jahr 2015 bezifferte die Erwärmung auf +1.33 Grad Celsius, Tendenz stark ansteigend. Da auch 2016 bereits jetzt auf Hitzerekordkurs sich befindet, liegen wir als Menschheit mit einem maximalen Unbelehrbarkeitsfaktor und einem noch größeren Idiotenfaktor voll im Plan einer rasend schnellen Selbstvernichtung. Glückwunsch.

Diese Zahlen belegen, dass die Klimakatastrophe immer weiter voranschreitet. Die begleitenden Nachweise von Treibhausgasen, globalen Hitzeentwicklungen, dem Zustand der Biodiversität, die Versauerung der Ozeane, zeigen, dass wir uns auf einem Weg in die Zukunft befinden, der zu einer Selbstvernichtung führt, die unsere Kinder erleben werden. Mehr dazu am Ende dieses Artikels.

Globale Temperaturentwicklung Land und Ozean im Monat Juni; © NOAA
Globale Temperaturentwicklung Land und Ozean im Monat Juni; © NOAA
Globale Temperaturentwicklung Nördliche und Südliche Hemisphäre im Monat Juni; © NOAA
Globale Temperaturentwicklung Nördliche und Südliche Hemisphäre im Monat Juni; © NOAA

Abkühlung gegen die Hitze

Temperaturverteilungen auf dem Planeten

Der Juni 2016 zeigt wie in den Vormonaten seit dem Abklingen des El Niño weniger Extreme, dafür eine weiter verbreitete Hitze an den meisten Orten – vor allem in Sibirien, wo bekanntlich die Explosionen und Löcher im Boden auf die Destabilisierung des Methanhydrats erstmals seit Jahrtausenden hindeuten und damit auf einen Kipppunkt.
Man könnte mit bitterem Beigeschmack sagen: Statt Radikalhitze mit seltener Kälte sehen wir nun eine gleichförmige Hitze wie in der Zeit vor dem El Niño. Der „kalte Fleck“ im Atlantik, den viele für eine Abschwächung des Golfstroms halten, hält sich auch im Juni 2016 erstaunlich stabil, wie seit mittlerweile über 2 Jahren (vgl. Darstellung bei Tropical Tidbits, Auswahl North Atlantic links unten). Vgl. auch die Diskussion um alternative Erklärungen zum Golfstromausfall). Mittlerweile stärkt allein die Aufeinanderfolge des Kalten Flecks Monat für Monat ohne Unterbrechung die Theorie, dass es sich eben doch um eine Schwächung des Golfstroms durch das grönländische (Süßwasser-) Schmelzwasser handelt. Andererseits scheint der Kalte Fleck sich im Juni abgeschwächt zu haben. Wir werden also weiterhin genau hinschauen müssen, um herauszufinden, ob es sich um eine „stabile“ Anomalie handelt und somit die Schwächung nur als eine im Sommer typische Erscheinung zu interpretieren ist.

Bitte beachten: Die hier dargestellten Veränderungen beziehen sich auf die Klimakatastrophenjahre 1981-2010 und nicht auf das Mittel 1901-2000, um deutlich zu machen, ob sich die Klimakatastrophe weiter verschärft oder sie abklingt. Das bedeutet: Allein um einen Vergleich zur Zeit vor dem Start der beschleunigten Klimakatastrophe zu erhalten, muss man für globale Verhältnisse etwa +0.2 Grad dazuzählen.

El Nino-Radikalismen glätten sich trotz nach wie vor viel zu hohen Temperaturanomalien. Verteilung globaler Temperaturanomalien im Monat Juni 2016, © NOAA
El Nino-Radikalismen glätten sich trotz nach wie vor viel zu hohen Temperaturanomalien. Verteilung globaler Temperaturanomalien im Monat Juni 2016, © NOAA

Klima-Höhepunkte

In der Grafik der NOAA zeigen sich im Juni 2016 trotz der Landtemperaturstagnation wie immer endlose Beispiele für zu heiße und/oder zu trockene Gebiete in einem Ausmaß, das Angst macht und zwar zu recht!

1. Zu heiße Regionen: Die Auflistung wird langsam lächerlich, daher belasse ich es bei: Die ganze Welt mit Ausnahme der zu kühlen Regionen unter Punkt 4.

2. Zu trockene Regionen: Die Fidji-Inseln leiden immer noch wie im Mai 2016 unter extremer Dürre.

3. Niederschlagsanomalien über dem Mittel verzeichneten Australien und Teile von Mittel- und Nordeuropa.

4. Zu kühl war es lediglich in außerordentlichem Maße an der Südspitze Südamerikas, wie schon im April und Mai 2016, vermutlich aufgrund des Einflusses der Antarktis (der Kälteschrank der Südhalbkugel ist stabiler in seinem Einfluss auf benachbarte Landmassen im Gegensatz zur Nordhalbkugel). Außerdem gab es in Teilen Russlands kühlere Gebiete, quasi um den „Backofen“ Sibirien herum.

5. Ein tropischer Hurricane namens Colin tauchte im Atlantik an der Ostküste der USA zu Beginn des Monats auf. Bekanntlich begünstigt La Niña die Hurricaneentstehung im Atlantik und dies könnte bereits der erste Hinweis auf die Umstellung von El Niño (kaum Hurricanes) auf La Niña und der Auftakt einer Hurricanesaison sein!‘

6. Die Lage an den Polen ist die altbekannte: In der Arktis schmilzt ohne einen vorhandenen Kontinent alles weg mit Rekordwerten, in der Antarktis ist die Lage etwas entspannter – auch, weil sich die Südhalbkugel weniger stark erwärmt als unsere Nordhalbkugel.

Der Weg in die Selbstvernichtung ist viel näher, als wir alle ahnen

Die politischen Krisen ufern immer mehr aus und spiralieren in einen globalen Wahnsinn, der uns von der Katastrophe, die in 20 bis 50 Jahren alles überschatten wird, effektiv ablenkt …
Wir haben uns typisch menschlich schon „daran gewöhnt“, dass Hitzewellen durch den Treibhauseffekt plötzlich nicht mehr 30 Grad betragen, sondern regelmäßig und innerhalb nur weniger Stunden gleich auf alptraumhafte 37 Grad springen.
Die wirkliche Gefahr sind die klimatologischen Kipppunkte, bei deren Fall die Klimakatastrophe Sprünge durchführen wird, die wiederum zu einer beschleunigten Entwicklung führen: Taut der Permafrost in Sibirien, dann wird das freiwerdende Methan die atmosphärische Treibhauskausalität weiter vorantreiben. Schmelzen Gletscher und das Eis in Grönland, das See-Eis der Arktis und das Packeis in der Antarktis, sowie trocknen die Seen aus, dann reduziert sich die Albedorate der Erde drastisch, wodurch die Sonnenstrahlen nicht mehr zurückgeworfen werden, sondern exponentiell die Erde aufheizen, wodurch wiederum die nächsten Kipppunkte fallen werden.
Was wirklich kommt, weiß derzeit niemand, noch nicht einmal die Wissenschaftler. Wir wissen lediglich, dass eine Entspannung der Lage vollkommen und zu 100% ausgeschlossen ist, es sei denn ein Supervulkan bräche aus. Allein die Möglichkeit, dass die globale Klimakatastrophe sich so verschärfen könnte, dass die Menschheit im Jahr 2050 oder 2080 am Rande einer Vernichtung steht im Sinne, dass die Zivilisation zusammenbricht und wir in eine andere Zukunft gehen werden, in der der Zusammenbruch unserer kranken Welt aus Gier, Vergewaltigung von Mitlebewesen und Ressourcen auf uns selbst zurückgeschlagen ist, wirkt zugegeben surreal. Doch die Daten und Projektionen sprechen eine unfassbar klare, deutliche Sprache.
Nur weil die vielen Anzeichen heute noch nicht jedem vor der Haustür sichtbar sind, sondern eher abstraktes Wissen und Bildung erfordern, legen sich viele eine heile Welt mit Lügen zurecht, doch ahnen die meisten jedoch schon, was mit unserer Welt aktuell passiert.

Ökologische Belastungsgrenzen. Stand: 2009 - mittlerweile hat sich die Lage deutlich verschärft. © <a target="_blank" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Portal:Klimawandel/Glossar#/media/File:Oekologische_Belastungsgrenzen_planetary_boundaries.png">Felix Müller auf commons.wikimedia.org</a>, Lizenz: <a target="_blank" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.en">CC BY-SA 4.0</a>
Ökologische Belastungsgrenzen. Stand: 2009 – mittlerweile hat sich die Lage deutlich verschärft. © Felix Müller auf commons.wikimedia.org, Lizenz: CC BY-SA 4.0

Dass die ökologischen Folgen bereits heute Grenzen irreparabel überschreiten, ist nur deswegen fatal, weil die Menschen die Folgen nicht begreifen. Der gefährlichste Aspekt ist der Umstand, dass wir uns mitten in einem großen Massensterben der Arten befinden, das wir selbst ausgelöst haben – durch unseren fehlenden Respekt vor Natur und Lebewesen, durch schamlose, psychopathische Ausbeutung und durch eine Klimakatastrophe, die trotz glasklarer Beweise von uns ignoriert wird.

Ich bin alles andere als ein Sozialist, Kommunist oder linkspolitischer Fantast. Doch der aktuelle Zustand des Homo sapiens auf diesem Planeten ist so fern von einer möglichen Weiterentwicklung unserer Spezies, dass unsere Gesamtexistenz aktuell lediglich den felsenfesten Beweis widerspiegelt, dass wir eine Sackgasse der Evolution sind und wir uns durch unsere eigene Dummheit vernichten werden und zwar in einem Bruchteil der Zeit, den die Dinosaurier dafür benötigt haben und es nicht einmal direkt selbst verursachten.

Jetzt bereits liegen wir bei den Treibhausgasen auf dem höchsten Stand seit 14 Millionen Jahren (und der Mensch existiert erst seit grob 2 Millionen Jahren, wenn man die Definition des Menschen weit ausdehnt). Die Temperaturen schießen global in die Höhe in einer Geschwindigkeit, die 1000 bis 10.000 mal schneller als jede historische Veränderung ist. Man stelle sich vor, dass diese Entwicklung wie ein Zug ist, der seit der Industriellen Revolution 1850 Fahrt aufgenommen hat. Erst seit 1970 waren erste Irritationen messbar, seit 1992 schwankt er auf den Gleisen und wir spüren wie er immer schneller wird und die Entgleisung der Menschheit droht. So wie es aussieht, wird der Zug 2030 spätestens von der Maschine außer Kontrolle sein und immer weiter beschleunigen und unsere Notbremse ist dann längst zerbrochen.

Dies ist keine Fantasie, kein unrealistisches apokalyptisches Szenario, sondern eine seltsam surreal wirkende Wahrheit. Was oft vergessen wird: Die Klimakatastrophe entwickelt sich nicht linear weiter und erwärmt den Planeten schön langsam, sodass wir 500 Jahre Zeit haben. Nein, sie beschleunigt sich und was noch 1990 10 Jahre benötigte für ein bestimmtes Maß an Erwärmung und Auswirkungen, wird bald in 1 Jahr stattfinden und dann immer schneller werden, bis uns die Folgen überrollen und wir angesichts der Geschwindigkeit dieser von uns selbst ausgelösten Kausalkette buchstäblich hinweggefegt werden.

Steigt unaufhörlich. Kohlendioxidgehalt seit 650.000 Jahren.
Steigt unaufhörlich. Kohlendioxidgehalt seit 650.000 Jahren.

Ich gehe 100% davon aus, dass diese Zukunft angesichts der legendären Dummheit und Egozentrik des Menschen unausweichlich ist. Mit einer Art faszinierendem Entsetzen verfolge ich die wissenschaftlichen Hiobsbotschaften, die Entwicklungen die sogar recht einfach vorherzusagen sind und wette darauf, wann welches Klimaereignis eintritt. Vielleicht sollte ich T-Shirts vorbereiten mit dem entsprechenden Ereignis: „Klimaflüchtlinge? Ich hab’s euch gesagt!“ – „Dürren und tausende Hitzetote in Deutschland? Ich hab’s euch gesagt!“.
Aber es geht auch gar nicht darum, wer recht hat. Es geht im Grunde darum, dass wir einen Holocaust begehen von unvorstellbaren Ausmaßen und eine Welt unseren Kindern hinterlassen, die komplett und nachhaltig zerstört, in ihren Grundfesten vernichtet ist und zu Gesellschaften führen wird, die ungefähr so sicher sind wie aktuell die Türkei für einen Erdogankritiker oder Schweden und mittlerweile auch Deutschland für Frauen.

Dass die Menschheit unter dem Druck der Ereignisse aufwachen wird, ist möglich, aber unwahrscheinlich, zumal die Auswirkungen – selbst wenn kein Mensch auf der Erde wäre -, sich teilweise tausende Jahre halten werden. Was als unveränderlich galt, zeigt sich in der Epoche unserer Katastrophe als zerbrechlich. Und wir hausen auf unserer Heimat, dem wunderschönen Planeten Erde, wie es ein Tier nicht könnte, gleich einem blutgierigen Monstrum ohne Sinn und Verstand, ohne Respekt und Anstand und ohne Intelligenz und Weisheit. Also genau dem Gegenteil, das unserem Namensbestandteil „sapiens“ entspricht. Aber letztlich gibt sich nur eine Spezies von anmaßenden Wahnsinnigen einen arroganten Namen, um zu verschleiern, wo die wahrhaftige Essenz unserer Spezies wirklich liegt. Denn gerne wären wir gefallene Engel. Aber in Wahrheit sind wir nichts weiter als Affen (Desmond Morris).

Temperaturen auf der Erde im Laufe der geologischen Epochen von 500 Millionen Jahren vor unserer Zeit bis heute, © :Glen Fergus, hg6996 auf commons.wikimedia.org, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Temperaturen auf der Erde im Laufe der geologischen Epochen von 500 Millionen Jahren vor unserer Zeit bis heute, © :Glen Fergus, hg6996 auf commons.wikimedia.org, Lizenz: CC BY-SA 3.0



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  • Stefan

    Vielen Dank für diesen – einmal wieder – schonungslosen Artikel. Es ist unendlich traurig, dass die Menschheit ob solcher Aussichten nichts besseres zu hat, als das zu tun, was sie immer tut. Nämlich dem Geld hinterher zu rennen und sich gegenseitig den Schädel einzuhauen.

    • Wir werden es weiter beobachten. Ich habe immer Hoffnung vor jedem Monatsbericht, dass wenigstens ein Strohhalm sichtbar wird. Aktuell ist es wohl eher ein Wettkampf Strohhalm vs. Klimahitzepanzer 😛

    • HaMa1975

      Diesem Kommentar schließe ich mich einfach mal an !

  • buumms

    Irgendwie fühle ich mich an “ Der Schwarm“ erinnert, wenn ich das alles so lese 😉 nur das wir in diesem Szenario selbst der Schwarm sind und uns selbst vernichten.

  • buumms

    @ Michael Hast du dich zufällig schon mit der Thematik des Methans beschäftigt, welches als “Eis“ auf dem Meeresgrund liegt und nur auf steigende Meerestemperaturen wartet, um “endlich in höherer Sphären aufsteigen“ zu können? Is das überhaupt möglich, realistisch,…und wäre das, das endgültige Ende für uns?

  • Alptraum der Sofeten

    Nach den letzten Jahren wo viele bemerkenswerte Wetter/Klimaereignisse gesehen sind denke ich auch immer mehr das es wie du sagst schon 2050 zu erheblichen Klimaproblemen und damit zusammenhängenden Katastrophen kommen kann. Oh man wenn man sich das mal vor Augen führt ist es ja schon ein na ja Wunder das hier noch keine Alliens vorbei gekommen sind die sich gedacht haben, oh guck mal da diese verrückten Bestien sollten wir sofort vernichten bevor noch schlimmeres passiert.

  • Peter

    Hallo Michael!

    Danke für den sensationellen Artikel, wenngleich er traurig macht. Einmal steht irrtümlich Jänner statt Juni, Liebe Grüße Peter

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