Süden kalt, Norden heiß: Im Mai stand das Klima in Deutschland buchstäblich auf dem Kopf.
Süden kalt, Norden heiß: Im Mai stand das Klima in Deutschland buchstäblich auf dem Kopf.

Der DWD hat die Klimabilanz für Deutschland im dritten und letzten Frühlingsmonat Mai 2016 veröffentlicht: Deutschlandwetter im Mai 2016 (PDF).
Mit 1,5 Grad zu warmen Temperaturwerten im Mittel war der Mai 2016 nach den nur verhalten warmen Frühlingsmonaten März und April (beide +0,6 Grad) deutlich zu warm. Die regionalen Unterschiede jedoch zeigen große Differenzen und es scheint, als habe der Wettergott auf dem Kopf gestanden, denn der Süden war kühler als der Norden und Osten!

Mai 2016: Osthitze macht den Norden zur Hitzehölle und den Süden zur Kältekammer

Die insgesamt dritte Hitzewelle des Jahres (2 im April) startete am 06. Mai und dauerte deutschlandweit vier Tage lang an. Ursache war ein sich zurückziehender Trog, der den Weg für eine Südwestlage freigab. Als sich das abtropfende Tief weiter südlich bewegte, besserte sich die Hitzelage.

Ungewöhnliche Wetterlage mit 2 isolierten Tiefs, deren Strömungen zu Osthitze (roter Pfeil) und kühlem Süden (blauer Pfeil) führten; © <a target="_blank" href="http://www.wetterzentrale.de/topkarten/fsavneur.html">Wetterkartenarchiv von wetterzentrale.de</a>
Ungewöhnliche Wetterlage mit 2 isolierten Tiefs, deren Strömungen zu Osthitze (roter Pfeil) und kühlem Süden (blauer Pfeil) führten; © Wetterkartenarchiv von wetterzentrale.de

In der zweiten Monatshälfte war vor allem der Norden und Osten in einer Linie von Ostfriesland über Hannover bis Berlin ungewöhnlich warm und rekordverdächtig trocken, während der Süden von Wolkenparadiesen profitiert. Ausschlaggebend war auch hier wieder ein abtropfendes Tief, das durch seine Lage südlich von Deutschland in Verbund mit einem lokalen Hoch dem Süden, Westen und der Mitte bis etwa auf Höhe der Mainlinie kühlere Temperaturen brachte. Der Osten und Norden jedoch geriet in den Zustrom warmer südöstlicher Luftmassen. Insgesamt eine sehr ungewöhnliche und seltene Wetterlage!

Am Ende des Monats schließlich gab es viele Unwetter durch ein ausgedehntes Tief über Deutschland, das herrliches Extremwetter mit Gewitter und Starkregen zunächst vor allem in der Mitte (Hessen) und dem Süden brachte, bevor am letzten Tag des Monats auch der Norden nach wochenlanger Dürre von der Tiefdrucklage profitierte. Bedauerlicherweise waren auch vier Tote zu beklagen – wir würden uns wünschen, dass den dutzenden bis hunderten Hitzetoten jedes Jahr (oder den unglaublichen 70.000 bis 100.000 Toten von 2003) auch diese Beachtung geschenkt würde …

So sah es im Mai im Süden und der Mitte Deutschlands südlich des Main oft aus. Ein Sonnenbild für den geplagten Norden und Osten Deutschlands erspare ich uns allen.
So sah es im Mai im Süden und der Mitte Deutschlands südlich des Main oft aus. Ein Sonnenbild für den geplagten Norden und Osten Deutschlands erspare ich uns allen.

Der Niederschlag war unterschiedlicher, wie er kaum sein konnte! Vor allem der Alpenraum profitierte im Verlauf des Mai massiv von der Wetterlage und erlebte Regenmengen, die zu Überschwemmungen führten. Der Raum Berlin hingegen erlebte eine Dürre, die ihresgleichen suchte. Noch kurz vor Ende des Monats zählte man dort unglaubliche 15% des Solls von 100%! Erst die Gewitterlage ganz am Ende des Monats entspannte sowohl die Lage im Norden und Osten, und führte die Zahlen innerhalb von nur wenigen Tagen von 70% auf 100% des Monatssolls!

Die Sonnenscheinbelastung war 6% zu hoch und erreichte entsprechend dem Gefälle beim Niederschlag ab der Mainlinie bis in den Süden niedrige Werte, im Norden und Osten (vor allem Raum Magdeburg/Leipzig) jedoch zu hohe Werte.

Die Karten spiegeln einen Monat wieder, der für einen Mai erstaunlich heterogen verlief, wo man doch oft den „Wonnemonat“ mit alptraumhafter Dauerhitze und stabilen Hochlagen assoziiert. Davon war mit Ausnahme der 2 kurzen Hitzewellen nichts zu sehen (die Werte unterscheiden sich geringfügig von den „offiziellen“ DWD-Daten, da hier andere Messstationen vermutlich ausgewertet werden. Insgesamt aber dennoch die beste frei verfügbare Datendarstellung):

Temperaturkarte Deutschland Mai 2016, © <a target="_blank" href=" http://www.bernd-hussing.de/klima.htm"> http://www.bernd-hussing.de/klima.htm</a>
Temperaturkarte Deutschland Mai 2016, © http://www.bernd-hussing.de/klima.htm

Niederschlagskarte Deutschland Mai 2016, © <a target="_blank" href=" http://www.bernd-hussing.de/klima.htm"> http://www.bernd-hussing.de/klima.htm</a>
Niederschlagskarte Deutschland Mai 2016, © http://www.bernd-hussing.de/klima.htm

Karte Sonnenbelastung Deutschland Mai 2016, © <a target="_blank" href=" http://www.bernd-hussing.de/klima.htm"> http://www.bernd-hussing.de/klima.htm</a>
Karte Sonnenbelastung Deutschland Mai 2016, © http://www.bernd-hussing.de/klima.htm

Der Monat Mai 2016 war in Deutschland 1,5 Grad zu warm

Verglichen zum März und April 2016 war der Mai deutlich wärmer, aber letztlich trotz zweier Hitzewellen noch kein „Brüllhitzemonat“ wie sonst üblich.
Um einmal das Ganze in Relation zu setzen, schauen wir uns doch einmal die Mai-Werte der letzten Jahre an. Die Mitteltemperatur für Mai beträgt im Mittel 1961-1990 12,1 Grad Celsius und zeigt in dem gewaltigen Sprung von den 7,4 Grad im April, dass die Zeit der Hitzeleiden normalerweise bereits im Mai beginnt. Die Abweichungen von dieser Temperatur lauten in einem Vergleich der jüngeren Vergangenheit mit der weiter zurückliegenden Vergangenheit, als die Klimakatastrophe noch nicht die Auswirkungen wie heute hatte:

Mai 2015: +0,2 Grad
Mai 2014: +0,3 Grad
Mai 2013: -0,3 Grad
Mai 2012: +2,1 Grad
Mai 2011: +1,8 Grad
Mai 2010: -1,7 Grad
Mai 2009: +1,5 Grad
Mai 2008: +2,4 Grad
Mai 2007: +2,1 Grad
Mai 2006: +1,0 Grad
Mai 2005: +0,7 Grad

Als Vergleich einmal die Jahre 1965-1970:
Mai 1965: -0,9 Grad
Mai 1966: +0,9 Grad
Mai 1967: +0,4 Grad
Mai 1968: -1,2 Grad
Mai 1969: +0,8 Grad
Mai 1970: -0,7 Grad

Man sieht, dass sich die großen Schwankungen des Frühlings im Mai ausgleichen und allein durch den Sprung im Mittel auf hohem Hitzeniveau Ruhe einkehrt. Mit Ausnahme des legendären Jahres 2010 (Sonnenfleckenminimum!) pendeln die Werte zwischen Normalität und starker, aber nicht abstruser Wärme. Verglichen mit den Jahren 1965-1970 ist aber die Erwärmung der Klimakatastrophe letztlich auf lange Sicht deutlichst erkennbar!
Noch einmal zur Erinnerung: Es handelt sich um monatliche MITTEL-Temperaturen. Zur groben Einschätzung halte man in Erinnerung, dass +1 Grad über dem Mittel etwa 3 Grad zu hohe Tagesmaximaltemperaturen im Flachland bedeuten, also z. B. statt 16 Grad 19 Grad. +2 Grad über dem Mittel entsprechend ca. 5 Grad zu hohe und +3 Grad etwa 7 Grad zu hohe Tagesmaxima.

Quellen für alle Temperaturen: DWD, Zeitreihe der Lufttemperatur in Deutschland, Wetterkontor.

Wir sehen an den Zahlen vor allem 2 Aspekte:
1. Der Mai beruhigt sich statistisch verglichen zu den anderen beiden Frühlingsmonaten. Oft ist er so warm, dass er von den Mittelwerten aufgrund des Sprungs vom April zum Mai bereits leider Sommerwerte erreicht (Mai 12,1 Grad im Mittel, Juni 15,4).

2. Die Klimakatastrophe ist an den Mai-Werten nicht mehr unbedingt wie in den Vormonaten zu erkennen (sondern nur im Vergleich der Werte vor mehreren Jahrzehnten). Der „natürliche“ Hitzesprung gleicht hier die Auffälligkeiten aus. Trotzdem ist in den jüngsten Jahren eine Häufung von Monaten mit deutlich leidvoll spürbaren Erwärmungen von 1,5 bis 2,4 Grad über dem Mittel zu verzeichnen, während in den 1960er und 1970er Jahren die Zahlen noch deutlich anders, nämlich kühler aussahen.
Temperaturentwicklung in den jeweiligen Jahreszeiten:

Temperaturentwicklung im Frühling von 1760 bis 2010, Quelle: <a target="_blank" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Zeitreihe_der_Lufttemperatur_in_Deutschland">Wikipedia Zeitreihe der Lufttemperatur in Deutschland</a>
Temperaturentwicklung im Frühling von 1760 bis 2010, Quelle: Wikipedia Zeitreihe der Lufttemperatur in Deutschland

Temperaturentwicklung im Sommer von 1760 bis 2010, Quelle: <a target="_blank" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Zeitreihe_der_Lufttemperatur_in_Deutschland">Wikipedia Zeitreihe der Lufttemperatur in Deutschland</a>
Temperaturentwicklung im Sommer von 1760 bis 2010, Quelle: Wikipedia Zeitreihe der Lufttemperatur in Deutschland

Temperaturentwicklung im Herbst von 1760 bis 2010, Quelle: <a target="_blank" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Zeitreihe_der_Lufttemperatur_in_Deutschland">Wikipedia Zeitreihe der Lufttemperatur in Deutschland</a>
Temperaturentwicklung im Herbst von 1760 bis 2010, Quelle: Wikipedia Zeitreihe der Lufttemperatur in Deutschland

Temperaturentwicklung im Winter von 1760 bis 2010, Quelle: <a target="_blank" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Zeitreihe_der_Lufttemperatur_in_Deutschland">Wikipedia Zeitreihe der Lufttemperatur in Deutschland</a>
Temperaturentwicklung im Winter von 1760 bis 2010, Quelle: Wikipedia Zeitreihe der Lufttemperatur in Deutschland

Haben Sie im Sommer auch an ihre Hunde gedacht? Wir können schwitzen über die gesamte Haut, Hunde können nur hecheln …

(1) Temperaturen im Mai 2016

Zunächst die Reihenfolge der Bundesländer, von Bundesländern mit der besten, also niedrigsten Temperatur bis hin zu den Klimaopfern mit der höchsten Temperatur – man beachte die Umkehrung gewohnter Temperaturverhältnisse: Der Norden und Osten war wärmer als der Süden. Betrachtet man allerdings die absoluten Zahlen (auf der Temperaturkarten von Bernd Hussing oben in schwarz), dann ist der Unterschied gar nicht so groß. Rheinstetten war trotz +0,8 Grad zu warmer Temperaturen mit regionalen 14,6 Grad immer noch wärmer als das ostfriesische Emden mit +1,7 Grad, aber absoluten 13,8 Grad … mit anderen Worten: Der Norden und Osten bekommt jetzt zu spüren, was für den „Süden“ (hier eher eine Linie von Saarbrücken über Freiburg über Südhessen, hoch zu Magdeburg) sonst die alljährliche Qual ist, wenn der Sommer bereits im April anfängt und in Ostfriesland erst im Juni.
Gönnen wir also dem Süden diese Ausnahme der Angleichung an normale Temperaturen des Nordens!
Ausnahmen bilden jedoch die beiden Regionen Bayern mit unfassbaren 11,6 bis 12,9 Grad im Mittel als kühlste Region und Berlin mit ebenso unglaublichen 15,8 Grad als Hitzezentrum im Osten.
Die Farbcodes (rot = zu warm, grün = dem Mittel entsprechend max. +0,2 Grad, orange = leicht zu warm, blau = kälter als das Mittel) geben daher die regionalen Besonderheiten wieder und bestätigen das Gesagte: Auch wenn der Osten und Norden außergewöhnlich warm waren, lag jedes einzelne Bundesland regional betrachtet nach relativen Zahlen deutlich im zu warmen Bereich und ist daher rot gekennzeichnet.

Platz 1: Baden-Württemberg 12,6 Grad
Platz 2: Bayern 12,7 Grad
Platz 3: Saarland 13,1 Grad
Platz 4: Rheinland-Pfalz 13,3 Grad
Platz 5: Thüringen 13,4 Grad
Platz 6: Hessen 13,4 Grad

Platz 7: Schleswig-Holstein 13,8 Grad
Platz 8: Sachsen 13,9 Grad
Platz 9: NRW 14,1 Grad
Platz 10: Niedersachsen 14,3 Grad
Platz 11: Mecklenburg-Vorpommern 14,5 Grad
Platz 12: Sachsen-Anhalt 14,7 Grad
Platz 13: Brandenburg 15,5 Grad

(2) Niederschlag im Mai 2016

Insgesamt notiert der DWD im deutschlandweiten Mittel noch zu wenig Niederschlag, was aber daran liegt, dass der letzte Tag nicht in die Bewertung einfloss. Bernd Hussings Karten zeigen, dass mit dem letzten Tag und den ausgedehnten Gewitterschauern das Soll von 71 l/m2 im Zielfinish erreicht wurde.
Die ungewöhnliche, „auf den Kopf gestellte“ Wetterlage mit der Schnittmenge von feuchter warmer Luft und trockener kalter Luft bescherte somit durch die damit entstehenden Gewitterfronten den ersten nicht zu trockenen Monat seit Februar 2016 und entspricht in der meteorologischen Lage exakt der Vorhersage von AccuWeather in der großen Sommerprognose.

Es folgt die Aufstellung der einzelnen Bundesländer mit dem besten Ergebnis, also der größten Menge des köstlichen, lebensspendenden Nass*, an erster Stelle bis hin zu den trockenen Regionen. Da es viele regionale Unterschiede zwischen den Bundesländern hinsichtlich des Niederschlagssolls gibt, sind die Länder teilweise auch mit gleichen absoluten Werten unterschiedlich markiert. Grün stellt hierbei das Soll oder einen Regenüberschuss dar, Orange ein mittleres Niederschlagsdefizit und Rot ein deutliches Niederschlagsdefizit, sowie Lila ein extremes Niederschlagsdefizit. Auffallend ist, dass Baden-Württemberg erneut nach den besten Temperaturen nun auch den meisten Regen erhielt – wer im Mai in Baden-Württemberg war, darf sich beglückwünschen!

Platz 1: Baden-Württemberg 125 l/m2
Platz 2: Bayern 105 l/m2
Platz 3: Saarland 100 l/m2
Platz 4: Rheinland-Pfalz 85 l/m2
Platz 5: Hessen 70 l/m2
Platz 6: Thüringen 55 l/m2
Platz 7: Sachsen 50 l/m2
Platz 8 und 9: NRW und Sachsen-Anhalt 45 l/m2
Platz 10: Schleswig-Holstein 40 l/m2
Platz 11 und 12: Niedersachsen und Brandenburg 35 l/m2
Platz 13: Mecklenburg-Vorpommern 30 l/m2

(3) Sonnenscheinbelastung im Mai 2016

Die Sonnenscheinbelastung ist im Mai erdrückend hoch. Normalerweise. Dieses Mal jedoch gab es große Unterschiede durch den Kopfstand der Wetterverhältnisse, wobei logischerweise der „Süden“ ab der Mainlinie im Vorteil war, da herrliche Wolken viele Tage zu einer Erholung gestalteten, die im Mai ihresgleichen sucht. Der Norden und Osten hingegen litt, als wäre er der Süden der Vorjahre. So wären 1 Stunde Sonne am Tag gewiss ideal, somit 30 Stunden im Monat erträglich. Die Sonnenopfer des Mai zählten jedoch Kernfusionswerte von über 200 (in Worten: Zweihundert) Stunden!
Bundesweit war der Mai 2016 nach dem Mittel 1961-1990 ca. 7% größer als das Mittel hinsichtlich der Sonnenscheinbelastung.

Die einzelnen Bundesländer, angefangen mit dem besten, also niedrigsten Wert und endend mit den Sonnenopfer-Ländern (grün = weniger Sonnenstunden als das Mittel, orange = Sonnenstunden etwa im Mittel, rot = mehr Sonnenstunden als das Mittel):

Platz 1: Saarland mit 175 Stunden
Platz 2: Baden-Württemberg mit 180 Stunden
Platz 3: Rheinland-Pfalz mit 190 Stunden
Platz 4: Bayern mit 195 Stunden
Platz 5: Hessen mit 205 Stunden
Platz 6: NRW mit 210 Stunden
Platz 7: Thüringen mit 215 Stunden
Platz 8 und 9: Niedersachsen und Sachsen mit 235 Stunden
Platz 10: Sachsen-Anhalt mit 250 Stunden
Platz 11: Schleswig-Holstein mit 255 Stunden
Platz 12: Brandenburg mit 260 Stunden
Platz 13: Mecklenburg-Vorpommern mit 275 Stunden

Wie ist der Mai 2016 zu bewerten und was gab es noch für Besonderheiten?

Der Mai 2016 war somit durch eine äußerst seltene und ungewöhnliche Wetterlage durch die Umkehrung der Verhältnisse von großen regionalen Unterschieden geprägt, wo sich der Süden relativ gesehen zu seinem Mittel kühler als normal gab und der Norden, relativ zu seinem Mittel, wärmer, trockener und sonniger war als in den letzten Jahren.

Erwähnenswert waren zudem einige Tornadomeldungen aufgrund der ungewöhnlichen Gewitterlage am Ende des Monats. Am 15. Mai wurde bei Berlin ein kleiner Tornado gesichtet, der ein Haus abdeckte. Ein Zusammenhang mit der Klimakatastrophe lässt sich hier jedoch nicht nachweisen, da die erhöhte Aufmerksamkeit und technische Ausstattung der Beobachtenden die Zahlen statistisch verfälscht. Forscher gehen jedoch davon aus, dass die erhöhte Energiemenge in der Atmosphäre zumindest auf lange Sicht in Europa die Anzahl und Stärke von Tornados erhöhen wird.

Gewitterstürme, Hagel und Starkregen waren im letzten Monatsdrittel außergewöhnlich häufig anzutreffen. So tobte am 22. Mai ein Gewittersturm in Minden/NRW und richtete beträchtliche Schäden an. In Hessen wurde Wiesbaden unter Wasser gesetzt (Mainzer Freunde erzählten mir, das sei die beste Nachricht des Jahres gewesen – Achtung, regionaler Insiderwitz!). Zwischen Heilbronn und Schwäbisch Hall kam es am 29.05. nach Gewitterstarkregen zu Überschwemmungen mit Flutwellen. Extremwetterliebhaber kamen Ende Mai auf jeden Fall auf ihre Kosten!

Man könnte auch sagen, die lärmende, stinkende Dauer-Sofetenparty von Mai bis September erfuhr eine erholsame Unterbrechung:

Ende Mai 2016: Die Sofetenparty fällt aus!; © <a target="_blank" href="https://www.flickr.com/photos/andreas_bodonge/27297178066/">Andreas Bodonge auf flickr.com</a>, Lizenz: <a target="_blank" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/">CC BY-SA 2.0</a>
Ende Mai 2016: Die Sofetenparty fällt aus!; © Andreas Bodonge auf flickr.com, Lizenz: CC BY-SA 2.0



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