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Der DWD hat die Klimabilanz für Deutschland im dritten und letzten Frühlingsmonat, Mai 2017, veröffentlicht: Deutschlandwetter im Mai 2017 (PDF).

Nach dem temperaturtechnisch normalen April 2017 mit einer allerdings unfassbaren Dürre und der zombiesken Wiederkehr der „Deutschen Sahelzone“ (DSZ) vom Südwesten bis nach Berlin, befürchtete ich, dass der Mai 2017 dieses Jahr keine Eisheiligen erleben würde. Leider wurde ich nicht enttäuscht. Nach Jahren des zuverlässigen Eintreffens war es aber zumindest statistisch absehbar.

Der Start des Mai war allerdings wie ein Vorfeuern mit flüssigem Stickstoff. Kühl kam nach den Zahlen der Mai zunächst daher. Man könnte auch von „vorgezogenen“ Eisheiligen sprechen, die paradoxerweise im Bereich der kalendarisch falschen Eisheiligen (10.-15.05.) landete. Das führte bei den meisten Leuten zu der irrigen Ansicht, dass es sich um die Eisheiligen handele. Falsch. Die Eisheiligen sind klar als Einbruch im Mittel vom 20. bis 25. Mai zu erkennen und diese Zeit entspricht auch nach der Gregorianischen Kalenderreform im 16. Jahrhundert den tatsächlichen, klimatisch nachweisbaren Eisheiligen.

Der Mai 2017 war im letzten Drittel ein Gewittermonat und das hängt entgegen der Meinung einiger Meteorologen <a target="_blank" href="http://kaltwetter.com/gewitter-festtage-deutschland-klimawandel/">mit dem "Klimawandel", also der globalen Treibhausgaskatastrophe</a> zusammen.
Der Mai 2017 war im letzten Drittel ein Gewittermonat und das hängt entgegen der Meinung einiger Meteorologen mit dem „Klimawandel“, also der globalen Treibhausgaskatastrophe zusammen.

Erste Hitzevorläufer deuteten an, was am Ende des Monats dann erfolgte: Gewitter (Folge des Klimawandels?) und treibhausgasgesteigerte Brüllhitze, die erste des Jahres. Natürlich mit dem üblichen Fall lokaler Allzeit-Hitzerekorde – das wird auch die nächsten hunderte Jahre so weitergehen, bis alle tot sein werden, die darüber berichten könnten …

Am Ende war der Mai 2017 somit in der Summe extrem zu warm.
Zu trocken war er trotz des typischen Auftreten von Extremwetter mit Starkregen und Überschwemmungen ebenfalls – das klassische Muster der Klimakatastrophe, die in Deutschland mit Riesenschritten auf uns zukommt und möglicherweise uns auch zertreten wird irgendwann und dabei den Südwesten mit dem Oberrheingraben zuerst, während die Küsten davon fast nichts mitbekommen werden: Klima-Krisenregion Oberrhein.
Anders ausgedrückt: Im Grunde erlebt der Südwesten von Trier über Freiburg, Mannheim, Mainz bis Wiesbaden bereits das Klima des Jahres 2040, während die Küsten im Jahr 1985 etwa verharren dank des atlantischen Nordseeeinflusses. Einen Eindruck konnte ich dank diverser Urlaube in Ostfriesland selbst gewinnen: Wie eine Zeitreise in eine klimatische Normalität mit echtem Regen, der sogar nicht als Schauer, sondern Landregen daherkam. Ein Schock.


Mai 2017: Sofetische Apokalypsereiter statt Eisheilige

Der Mai 2017 setzte die kühlen Episoden des Aprill 2017 zunächst fort. Doch ein irrational, drohendes Gefühl schwebte wie ein glühendes Damoklesschwert über einem Monat, der in der Klimakatastrophe viel zu oft der erste Sommermonat ist – viele Wochen vor dem astronomischen Sommerbeginn am 21. Juni.

Die klassische Hitzelage, die immer häufiger auftritt als Folge der Klimakatastrophe: Tiefdruckrinne Atlantik, östlich davon Hitze mit Zustrom südlicher Luftmassen nach Deutschland durch ein aufwölbendes Subtropenhoch. © <a target="_blank" href="http://www.wetterzentrale.de/de/reanalysis.aspx?map=1&model=avn&var=1&jaar=2016&maand=7&dag=19&uur=0&h=1">Kartenarchiv wetterzentrale.de</a>
Die klassische Hitzelage, die immer häufiger auftritt als Folge der Klimakatastrophe: Tiefdruckrinne Atlantik, östlich davon Hitze mit Zustrom südlicher Luftmassen nach Deutschland durch ein aufwölbendes Subtropenhoch. © Kartenarchiv wetterzentrale.de

Dabei kam es endlich zu einigen Niederschlagsepisoden. Ursache war ein Tief über Deutschland, das sich wie im Vorjahr so lange hielt, da es stationär verweilt und sich langsam auflöste.

Anschließend kam es noch zu einigen Troglagen, die aber zumeist in Südwestlagen resultierten und nicht in Kaltlagen.

Knapp nach der Hälfte des Monats sollten dann allmählich der Theorie nach die Eisheiligen kommen. Doch die Statistik weist hier bekanntlich nur Werte zwischen 60 und 80% aus. Tatsächlich kam es nicht nur zu einem Ausfall der für unser Leben in der Treibhausgaskatastrophe so eminent wichtigen Eisheiligen, sondern natürlich gleich zum genauen Gegenteil: Dem Einritt der üblichen sofetischen Apokalypsereiter.
In einer klimatischen Welt, die Normalität nicht mehr kennt, führten aufwölbende Hochdruckgebiete zu gleich 30 Grad, insbesondere wie immer in den südlichen Landesteilen. In den 1970er und 1980er Jahren noch undenkbar führen die Änderungen der Wetterlagen durch die Klimakatastrophe und die Erhöhung des Strahlungsantriebs durch immer weiter anwachsende Treibhausgasschicht zu Hitzeleid und täglichen Qualen.

Temperaturkarte Deutschland im Mai 2017, © <a target="_blank" href=" http://www.bernd-hussing.de/Archivdateien/Archiv.htm">Bernd Hussing (Archiv)</a>
Temperaturkarte Deutschland im Mai 2017, © Bernd Hussing (Archiv)

Dabei fiel  die übliche Struktur auf, die ich bereits 2015 aufgezeigt hatte: Der Golfstrom schwächelt und Deutschland versinkt deswegen in Hitze? Dabei erzeugen Troglagen auf dem Atlantik (statt über Deutschland) eine Hitzelage im Tal dahinter und somit direkt über Deutschland.

Ende Mai führte genau diese Situation mit einer ausgedehnten Troglage zu weit westlich zum Aufwölben des Subtropenhochs Richtung Deutschland. Mörderische Temperaturen sogar bis 35 Grad (entspricht etwa 42 Grad in der Sonne, denn wo ist man denn schon draußen im Schatten?) führten (natürlich) zu neuen Hitzerekorden, die jedes Jahr den pausenlosen Anstieg in einer brennenden Welt dokumentieren und legten das öffentliche Leben in wie ausgestorben wirkenden Städten lahm. Von jubelnden Sofetenhorden, die über Brüllhitze jubeln keine Spur. Statt dessen sah man in den Hitzeschlieren die Apokalypsereiter über die leeren Straßen preschen wie eine stille Drohung und Ahnung, was auf uns zukommen wird in den nächsten Jahren …

Der einzig positive Effekt waren Gewitterlagen, die es in sich hatten und direkt aus der Hitze der Klimakatastrophe gespeist werden. Die bedauernswerten Schadensopfer der Hagelstürme wird das nicht trösten, aber letztlich führen Wolken zu 7 Grad kühleren Temperaturen durch die ausgeblendete Sonne und der Extremregen wenigstens ein wenig zum Nässen des Bodens.

Niederschlagskarte Deutschland im Mai 2017, © <a target="_blank" href=" http://www.bernd-hussing.de/Archivdateien/Archiv.htm">Bernd Hussing (Archiv)</a>
Niederschlagskarte Deutschland im Mai 2017, © Bernd Hussing (Archiv)

Der Niederschlag ist trotz der Regenmassen in den Gewitterlagen des Mai 2017 erneut zu gering ausgefallen und zwar im Deutschlandmittel sogar deutlich zu niedrig. Nur 80% des Mittels von 72 Litern pro Quadratmeter fielen – das sind 55 Liter pro Quadratmeter bundesweit. Die Unterschiede waren regional jedoch enorm und auch ungewöhnlich: So erhielt die Deutsche Sahelzone, insbesondere der Frankfurter Raum, endlich Regenmassen. Durch die Extremregencharakteristik gelangte davon aber nur ein Bruchteil in den tieferen Boden – auch dies ist eine Folge der Klimakatastrophe: Statt Landregen, der das Land furchtbar macht, zerstören Extremfluten den fruchtbaren Boden und reißen alles mit sich … die monatelange Dürre bleibt somit paradoxerweise im tieferen Boden bestehen.

Karte Sonnenbleastung Deutschland im Mai 2017, © <a target="_blank" href=" http://www.bernd-hussing.de/Archivdateien/Archiv.htm">Bernd Hussing (Archiv)</a>
Karte Sonnenbleastung Deutschland im Mai 2017, © Bernd Hussing (Archiv)

Die Sonnenscheinbelastung lag – mal wieder -deutlich zu hoch und das auch noch angesichts eines Mittels im Mai, das ohnehin mit Dauertag und fehlender Nachtkühle und -erholung ohnehin von der Erträglichkeitsgrenze Lichtjahre entfernt ist, im wahrsten Sinne des Wortes.
220 statt 196 Stunden und somit 14% zu viel notierte der DWD.
Dabei erhielten die südlicheren Landesteile die übliche Doppelbestrafung: Deutlich mehr Hitze und deutlich mehr Sonnenpein.

Der Mai 2017 versprach somit heuchlerisch Kälte, um dann letztlich das zu erfüllen, was jeder befürchtet hatte: Eine Hitzerekorde stapelnde Brüllhitzekatastrophe mit Lebensqualitätermordung schon vor dem Sommer …

Der Monat Mai 2017 war in Deutschland 2,1 Grad zu warm.

Der Mai war auch schon in früheren Zeiten durch sein hohes Temperaturmittel durchaus gelegentlich der erste unerträgliche Hitzemonat. Allerdings gab es noch zahlreiche Ausnahmen durch klimatische Normalität, bevor die Klimakatastrophe das Klima durch die anthropogenen Treibhausgasemissionen entkoppelte. Entscheidend war dabei zum Eintreffen der klimatischen Normalität und Kühle, ob die Eisheiligen kamen, sprich: Troglagen, die die Restkälte des sich auflösenden Polarwirbels anzapften und im Rahmen einer günstigen meteorologischen Wetterlage nach Deutschland führten.

Blicken wir auf die Mai-Monate der letzten Jahre, so gab es 2013 bis 2015 deutliche Eisheilige bzw. abseits davon eintreffende Troglagen. Auch 2016 gab es die Eisheiligen, die jedoch vom heißen Restmonat statistisch „aufgefressen“ wurden.

Die Mitteltemperatur im Mai beträgt 12,1 Grad Celsius. Die Abweichung von dieser Mitteltemperatur beträgt in den Farbcodes: Blau = unter dem Mittel, Grün 0,0 bis +0,4 Grad, Orange +0,5 bis +0,9 Grad, Rot +1,0 bis +2,5 Grad, Violett über +2,5 Grad.
Man beachte, dass durch die ohnehin hohe Mitteltemperatur des Mai bereits Abweichungen von 2,0 Grad Kelvin über dem Mittel deutliche Hitzewellen und vorsommerliche Pein implizieren:

Mai 2016: +1,6 Grad
Mai 2015: +0,2 Grad

Mai 2014: +0,3 Grad
Mai 2013: -0,3 Grad
Mai 2012: +2,1 Grad
Mai 2011: +1,8 Grad
Mai 2010: -1,7 Grad
Mai 2009: +1,5 Grad
Mai 2008: +2,4 Grad
Mai 2007: +2,1 Grad
Mai 2006: +1,0 Grad
Mai 2005: +0,7 Grad

Als Vergleich einmal die Jahre 1965-1970:
Mai 1965: -0,9 Grad
Mai 1966: +0,9 Grad
Mai 1967: +0,4 Grad
Mai 1968: -1,2 Grad
Mai 1969: +0,8 Grad
Mai 1970: -0,7 Grad

Auch hier wird beim Mai überdeutlich: Früher gab es Normalität. Keine Brüllhitze im Mai und wenn Hitze, dann nur extrem selten. Statt dessen wechseln sich herrlich kühle Mai-Monate wie man sie aus der Kindheit erinnert, als man noch Freude am Frühling hatte, mit moderat warmen Mai-Monaten ab.
Die Entkopplung der klimatischen Selbstvernichtung der Menschheit zeigt sich überdeutlich in den Werten unserer irrsinnigen Epoche mit Hitze, die nahezu regelmäßig den Mai zu einem Sommer pervertiert, die schlimmste aller Jahreszeiten verlängert und die Qualen ebenso.

Noch einmal zur Erinnerung: Es handelt sich bei den obigen Maiwerten um monatliche MITTEL-Temperaturen. Zur groben Einschätzung halte man in Erinnerung, dass +1 Grad über dem Mittel etwa 3 Grad zu hohe Tagesmaximaltemperaturen im Flachland bedeuten, also z. B. statt 12 Grad 15 Grad. +2 Grad über dem Mittel entsprechend ca. 5 Grad zu hohe und +3 Grad etwa 7 Grad zu hohe Tagesmaxima. +4 Grad Mittelanomalie erreichen +10 Grad zu hohe Tagesmaxima.

Quellen für alle Temperaturen: DWD, Zeitreihe der Lufttemperatur in Deutschland.

Wir sehen an den Zahlen vor allem einen Aspekt:
Der Mai ist in 80% der Fälle der erste Sommermonat – 2 Monate vor dem eigentlichen Beginn dieser unsäglichen Hitzejahreszeit. Bedingt durch die treibhausgasgesteigerte Energiezunahme am Boden und durch Veränderungen der klimatischen Zonen und Faktoren nehmen die Hitzeeinflüsse Überhand. Ein zu kalter Mai ist dennoch möglich, wenn die klimatische Anomalie der Eisheiligen wirksam wird – der Prozentsatz des Eintreffens liegt bei etwa 60 bis 70%.

Temperaturentwicklung in den jeweiligen Jahreszeiten:

Temperaturentwicklung im Frühling von 1760 bis 2010, Quelle: <a target="_blank" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Zeitreihe_der_Lufttemperatur_in_Deutschland">Wikipedia Zeitreihe der Lufttemperatur in Deutschland</a>
Temperaturentwicklung im Frühling von 1760 bis 2010, Quelle: Wikipedia Zeitreihe der Lufttemperatur in Deutschland

Temperaturentwicklung im Sommer von 1760 bis 2010, Quelle: <a target="_blank" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Zeitreihe_der_Lufttemperatur_in_Deutschland">Wikipedia Zeitreihe der Lufttemperatur in Deutschland</a>
Temperaturentwicklung im Sommer von 1760 bis 2010, Quelle: Wikipedia Zeitreihe der Lufttemperatur in Deutschland

Temperaturentwicklung im Herbst von 1760 bis 2010, Quelle: <a target="_blank" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Zeitreihe_der_Lufttemperatur_in_Deutschland">Wikipedia Zeitreihe der Lufttemperatur in Deutschland</a>
Temperaturentwicklung im Herbst von 1760 bis 2010, Quelle: Wikipedia Zeitreihe der Lufttemperatur in Deutschland

Temperaturentwicklung im Winter von 1760 bis 2010, Quelle: <a target="_blank" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Zeitreihe_der_Lufttemperatur_in_Deutschland">Wikipedia Zeitreihe der Lufttemperatur in Deutschland</a>
Temperaturentwicklung im Winter von 1760 bis 2010, Quelle: Wikipedia Zeitreihe der Lufttemperatur in Deutschland


Vergleich der 30-Jahresmittel 1961-1990 und 2000-2016

Erschreckend wird es, wenn wir die zwei Mittelwerte vergleichen in den jeweiligen Monaten. Das Mittel 1961-1990 umfasst dabei zwar durchaus bereits eine moderate Erwärmung durch die Klimakatastrophe, doch die exponentielle Steigerung der Faktoren fing erst nach der Pinatubo-Eruption ca. ab 1994 an.
Die Steigerung der Temperaturen ist im Jahresmittel 2000-2016 erschreckend hoch und dient als ultimative Warnung, was wir Menschen derzeit mit der Erde anstellen und wie sich die unkontrollierte Klimakatastrophe einer nach geologischen Maßstäben blitzartigen, künstlichen Treibhausaufheizung bereits jetzt auswirkt. Und das ist erst der Anfang.
Wie man sieht, ist der Mai ein Monat, der zwar eine erschreckende Steigerungsrate von 1,1 Grad Celsius aufweist, aber aufgrund der Eisheiligen im Vergleich zum April (1,7 Grad Hitzesteigerung) noch glimpflich daherkommt …

Temperaturvergleich der Monate zwischen den Mitteln 1961-1990 und 2000-2016.© Wikipedia Zeitreihe der Lufttemperaturen in Deutschland
Temperaturvergleich der Monate zwischen den Mitteln 1961-1990 und 2000-2016.
© Wikipedia Zeitreihe der Lufttemperaturen in Deutschland

Zur Einschätzung: +0,5 Grad sind deutlich spürbar. +1,0 Grad Anomalie sind im Grunde eine andere Klimazone mit ca. +3 Grad höheren Tagesmaxima jeden einzelnen Tag im Flachland …

Ablenkung mit dem brandaktuellen viralen Hit der FINGER SPINNER – süchtig machendes schwereloses Fingerspiel

(1) Temperaturen im Mai 2017

Zunächst die Reihenfolge der Bundesländer, von Bundesländern mit der besten, also niedrigsten Temperatur bis hin zu den Klimaopfern mit der höchsten Temperatur.

Der Mai 2017 sieht den Absturz Bayerns von der Spitze auf kühle Platz 3. Die durch den Meereseinfluss kühlen Küstenländer geraten im Sommer nun immer mehr an die Spitze. Da Ostfriesland nicht als einzelnes Bundesland zählt (leider), gehen dessen Temperaturen aus einer anderen Klimazone im restlichen Warmniedersachsen (insbesondere die Ofenregion nördlich Magdeburgs) unter.

Das gleiche gilt für die Hitzetopwerte.
Der Südwesten steht hier an der Spitze in Baden-Württemberg. „Ofenhessen“ (Rhein-Main) sticht in Hessens statistischen, gebirgsgestützten 14,3 Grad im negativen Hitzesinne mit 15,9 Grad Celsius heraus.

Die Farbcodes spiegeln die regional sehr unterschiedlichen Temperaturmittel wieder. Temperaturen mit maximal +0,5 Grad sind im normalen Bereich und grün dargestellt, Temperaturen von +0,6 bis +0,9 Grad im leicht zu warmen, orangefarbenen Bereich, +1,0 bis +2,4 Grad im deutlich zu warmen, roten Bereich und ab 2,5 Grad Celsius im extrem zu warmen Bereich, der lilafarben markiert ist. Blau ist unser aller Ziel und spricht für sich: Temperaturen unter dem Mittel.

Platz 1: Schleswig-Holstein 13,3 Grad Celsius
Platz 2: Mecklenburg-Vorpommern 13,6 Grad Celsius
Platz 3: Bayern 13,7 Grad Celsius
Platz 4: Baden-Württemberg 14,0 Grad Celsius
Platz 5 bis 8: Hessen, Niedersachsen, Sachsen und Thüringen 14,3 Grad Celsius

Platz 9: Rheinland-Pfalz 14,7 Grad Celsius
Platz 10 bis 12: NRW, Brandenburg und Sachsen-Anhalt 14,8 Grad Celsius
Platz 13: Saarland 14,9 Grad Celsius

(2) Niederschlag im Mai 2017

Nach monatelanger Dürre bleibt die Situation vor allem im tieferen Boden nach wie vor kritisch (hier: Dürresituation Stand 20. Mai 2017); © <a target="_Blank" href="http://www.ufz.de/index.php?de=37937">Dürremonitor des Helmholtz-Zentrums</a>
Nach monatelanger Dürre bleibt die Situation vor allem im tieferen Boden nach wie vor kritisch (hier: Dürresituation Stand 20. Mai 2017); © Dürremonitor des Helmholtz-Zentrums

Der Mai 2017 war mit nur 80% des Mittels erneut zum unzähligen Mal ein deutlicher Dürremonat.
Die lokal durch Gewitterzellen erfolgenden Extremregen fließen dabei oberirdisch ab und gelangen nur zu einem sehr geringen Teil in den Boden, wie ich es bereits einmal als eine der Folgen der Klimakatastrophe ausgearbeitet hatte: Bedrohliche Erosion: Klimakatastrophe frisst fruchtbaren Boden.

Es folgt die Aufstellung der einzelnen Bundesländer mit dem besten Ergebnis, also der größten Menge des köstlichen, lebensspendenden Nass*, an erster Stelle bis hin zu den trockenen Regionen.

Da es aufgrund geologischer Bedingungen viele regionale Unterschiede zwischen den Bundesländern hinsichtlich des Niederschlagssolls gibt, sind die Länder teilweise auch mit gleichen absoluten Werten unterschiedlich markiert. Grün stellt hierbei das Soll oder einen Regenüberschuss dar, Orange ein mittleres Niederschlagsdefizit und Rot ein deutliches Niederschlagsdefizit, sowie Lila ein extremes Niederschlagsdefizit mit weniger als 75% des Solls. Blau kennzeichnet deutliche (mehr als 125%) Niederschlagsmengen über dem Mittel.

Platz 1: Baden-Württemberg 80 l/m2
Platz 2: Bayern 75 l/m2
Platz 3: Hessen 70 l/m2
Platz 4 und 5: Rheinland-Pfalz und Saarland 60 l/m2
Platz 6: Thüringen 55 l/m2
Platz 7 bis 9: Schleswig-Holstein, NRW und Niedersachsen 50 l/m2
Platz 10 und 11: Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt 45 l/m2
Platz 12: Brandenburg 35 l/m2
Platz 13: Sachsen 30 l/m2


(3) Sonnenscheinbelastung im Mai 2017

Insgesamt notiert der DWD im bundesweiten Mittel 220 statt übliche 196 Sonnenstunden. Damit lag der Mai 2017 erneut im Plusbereich und zwar mit 14 Prozent – wir kennen es aus den letzten endlos grellen Monaten.
Zur Einschätzung: Für einen geborenen Nachtästheten liegt der Idealwert bei 30 Stunden pro Monat.

Es folgen die einzelnen Bundesländer, angefangen mit dem besten, also niedrigsten Wert und endend mit den Sonnenopfer-Ländern (grün = weniger Sonnenstunden als das Mittel oder genau im Mittel, orange = Sonnenstunden leicht über dem Mittel, rot = deutlich mehr Sonnenstunden als das Mittel, violett = mind. 25% mehr Sonnenstunden als das Mittel).

Platz 1: Niedersachsen mit 195 Stunden
Platz 2 und 3: NRW und Hessen mit 210 Stunden
Platz 4: Thüringen mit 215 Stunden
Platz 5 und 6: Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt mit 220 Stunden
Platz 7 und 8: Baden-Württemberg und Brandenburg mit 225 Stunden
Platz 9 bis 11: Saarland, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern mit 230 Stunden
Platz 12 und 13: Bayern und Sachsen mit 235 Stunden


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