Der Klimawandel und Deutschland – ein antagonistisches Verhältnis, könnte man sagen.
Während im September und Oktober die Temperaturen in Deutschland unter dem Mittel 1961-1990 landeten, drehte die Klimakatastrophe im November 2015 über El Niño und Dauersüdlagen auf und entsetzte global mit einer Verdoppelung der Erwärmungsrate. Jetzt im November, dem schlimmsten Hitzemonat seit vermutlich mehreren tausend Jahren in Deutschland, sinken die Temperaturen global – allerdings nur auf dem Land und auf der Nordhalbkugel!

Dafür steigt die Temperatur in den Ozeanen sprunghaft an – bei dem El Niño nicht weiter verwunderlich und vielleicht auch ein Indiz für die Theorie, dass die Speicherkapazität der Ozeane, die bisher den Großteil der Hitze der Klimakatastrophe geschluckt haben, an ihrem Ende angelangt ist. In diesem Fall wären die Folgen: Erwärmung der Ozeane -> Reduzierung des Sauerstoffs in den Ozeanen durch die Wärme -> sog. „Todeszonen“ im Ozean mit Massensterben der darin befindlichen Meerestiere -> Zusammenbruch der Nahrungskette und die Ozeane werden umkippen zu kochenden Wassern ohne Leben. Vgl. dazu auch: http://byjrdp.myraidbox.de/die-waermewirkung-des-kohlendioxids-und-die-klimasensitivitaet/ und http://byjrdp.myraidbox.de/daten-zur-eisschmelze-entlarven-klimawandelskeptiker-als-luegner/

Ob eine solche fatale Entwicklung 20 oder 200 Jahre benötigt, kann derzeit jedoch kein Wissenschaftler seriös beantworten.

Insgesamt sind durch die „kochenden“ Ozeane die Gesamtzahlen für den November 2015 global in summa auf Rekordniveau. Mit anderen Worten: Die Erde ist so heiß wie nie zuvor. Nicht nur seit Messungsbeginn (die ältesten Daten beziehen sich auf England und etwa 1770), sondern vermutlich seit mehreren tausend oder sogar Millionen Jahren, je nachdem welche Maßstäbe man anlegt.
Nachdem man auf der Klimakonferenz von einer Begrenzung der Erwärmung global auf 1.5 bis 2.0 Grad fabulierte, gehen die fatalen Hitzesprünge weiter und die Globalerwärmung liegt mittlerweile bei bereits 1 Grad.

Man beachte unbedingt bei den angegebenen Zahlen, dass
(a) das verwendete Mittel nicht der übliche Dreißigjährige Zeitrahmen ist (außer bei den Karten, wie angegeben), sondern das 20. Jahrhundert komplett als Maßstab verwendet wurde, also die Jahre 1901-2000.

(b) die beiden Regionen, in denen die stärkste Erwärmung auftritt, die Arktis und die Antarktis werden bei den Messungen und angegebenen Daten aufgrund nach wie vor fehlender Instrumente ausgespart. Die tatsächliche Erwärmung des Planeten ist somit noch (vermutlich deutlich) höher.

Ergebnis: Der Monat November 2015 liegt auf Platz 1 und ist somit der heißeste November-Monat, der jemals gemessen wurde.

Die Daten werden nach Landmassentemperaturen und Ozeantemperaturen unterteilt und lauten wie folgt:
Landtemperatur: +1.31 Grad über dem Mittel = Platz 5 aller jemals im November gemessenen Werte
Ozeantemperatur: +0.84 Grad über dem Mittel = Platz 1
Land und Ozean somit: +0.97 Grad über dem Mittel = Platz 1

Die Ozeantemperaturen steigen seit Monaten in einer bedenklichen Kurve an. El Niño befeuert im wahrsten Sinne des Wortes diese Entwicklung noch durch die Temperaturanomalien im Pazifik, die sich global verteilen.

Dies addiert sich noch zu der oben erwähnten These, dass die Kohlendioxidaufnahme der Meere ihr Limit erreicht hat.

Die Landtemperaturen sind El Niño-bedingt auf der nördlichen Hemisphäre geradezu explodiert und haben zum dritten Mal die Schwelle von 1 Grad oder mehr überschritten. Bitte beachten: Die Darstellung bezieht sich nicht auf ein ganzes Jahr, sondern immer nur auf den aktuell analysierten Monat, also in diesem Fall dem November!

Globale Temperaturentwicklung Land und Ozean im Monat November, © NOAA
Globale Temperaturentwicklung Land und Ozean im Monat November, © NOAA

Temperaturverteilungen auf dem Planeten

Global gesehen, fallen sofort die klimatologischen „Dauerbrenner“ auf:
* El Niño ist weiterhin aktiv und auch auf der Karte sichtbar vor der Westküste Südamerikas
* Der „kalte Fleck“ im Atlantik, den viele für eine Abschwächung des Golfstroms halten, hält sich auch im ersten Wintermonat und hat sich wieder radikal verstärkt (vgl. Darstellung bei Tropical Tidbits, Auswahl North Atlantic links unten). Vgl. auch die Diskussion um alternative Erklärungen zum Golfstromausfall.

Deutschlands Höllentemperaturen nach den 2 zu kühlen Monaten September und Oktober 2015 sind ebenfalls zu sehen. Eine Erklärung, dass nach Forschungen des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung der „Kalte Fleck“ als Magnet für Tröge dienen kann und Deutschland sich in diesem Fall hinter der Troglage in Dauerhitze durch Südströmung befindet, erhält hier einen deutlichen Argumentationsschub.

Bitte beachten: Die hier dargestellten Veränderungen beziehen sich auf die Klimakatastrophenjahre 1981-2010 und nicht auf das Mittel 1901-2000, um deutlich zu machen, ob sich die Klimakatastrophe weiter verschärft oder sie abklingt.

Verteilung globaler Temperaturanomalien im Monat November 2015, © NOAA
Verteilung globaler Temperaturanomalien im Monat November 2015, © NOAA

Klima-Höhepunkte

In der Grafik der NOAA zeigt sich im November 2015, dass die radikalen Klimaanomalien, befeuert durch El Niño, ebenso wie in den Vormonaten wieder zugenommen haben.

1. Arktis und Antarktis: Erneut werden hier keine Rekordminuszahlen verzeichnet, der Trend geht sogar nach oben. In der Arktis steht der sechstniedrigste Stand des See-Eis zu Buche und in der Antarktis sogar 1.2% oberhalb des Mittels 1981-2010, was dem vierzehntGRÖßTEN (!) Betrag eines Novembers entspricht (die Oktoberwerte waren identisch). Ob dies eine Folge der El Niño-Winterbedingungen auf der Südhalbkugel ist, wäre denkbar, ist aber bisher nicht in der Presse zu sichten.

2. Europa, Zentral- und Südamerika, die Ost-Antarktis und Australien erlebten November mit abnorm zu warmen Temperaturen.

3. Ungewöhnlicher Starkniederschlag nimmt jetzt im Winter plötzlich zu, wie in Prognosen zur Klimakatastrophe oft erwähnt (Dürre von Frühjahr bis Herbst, Winter neiderschlagsreich, analog zum Klima Kaliforniens). Alaska, die östlichen USA (in den letzten Jahren zu diesem Zeitpunkt noch in einem Rekordwinter!) und Japan erlebten deutlich zu nasse Novemberwochen.

4. El Nino-bedingte Hurricanes waren weniger wegen ihres Auftretens überraschend (in El Niño-Jahren ist der Atlantik im Herbst nahezu Hurricanefrei, im Pazifik hingegen sind die Wirbelstürme sehr aktiv), aber hinsichtlich ihres Zeitpunktes und ihres Ortes: An der Westküste der USA hat man so spät im Jahr noch nie einen Hurricane gesehen und im Jemen (!) tauchte zum ersten Mal überhaupt in der Aufzeichnungsgeschichte ein Hurricane auf.

Die vorgestellten Daten und das Politikertheater der Klimakonferenzen

Man könnte angesichts von Meldungen, es sei „historisches“ bei der Klimakonferenz in Paris erreicht worden, annehmen, dass die Politiker weniger von der Realität verstehen als ein Kaspar Hauser. Vermutlich dient die ethische Selbstbeweihräucherung auch nur der Blendung der Wählermassen, damit die einzelnen Politiker zuhause etwas vorzuweisen haben.

Aktuelle Entwicklung des CO2-Gehalts in der Atmosphäre belegt die anthropogene Klimaerwärmung, © NOAA
Aktuelle Entwicklung des CO2-Gehalts in der Atmosphäre belegt die anthropogene Klimaerwärmung. Die rote Linie kennzeichnet die durch saisonales Pflanzenwachstum bedingt Schwankung. Die schwarze Linie kennzeichnet das Mittel der Werte. © NOAA

Insofern ist das Gefasel der Politiker nichts weiter als Augenwischerei und Volksberuhigung (zumal die Zusagen der CO2-Einsparung weder von Russland noch China, ja sogar von Deutschland nicht eingehalten werden), da die Klimaerwärmung nicht linear und gleichmäßig von statten geht, sondern sich durch Kipppunkte im Kleinen wie den El Niño in Sprüngen vollzieht und dabei globale Kipppunkte auslöst (wie die Eisschmelze beispielsweise), die wiederum in größerem Maßstab für weitere Aufheizung sorgen. Wie bei einem Dominoeffekt kippen also Steinchen für Steinchen und verwandeln die Erde in ein Treibhaus wie es die Venus derzeit in extremster Form zeigt.

Wie sicher ist diese Katastrophe?
Das ist in der Tat schwierig zu beantworten, da im Detail kein Wissenschaftler den exakten Verlauf einer Hitzekatastrophe in der Vergangenheit rekonstruieren kann. Man kann also lediglich einen Temperatursprung durch wissenschaftliche Methoden nachvollziehen und die Skelette* aus dem Erdboden paläontologisch ausgraben und anhand der Erdschichten und dem plötzlichen Abbruch der Fossilien und der Verfärbung (rote Wüste statt braune, pflanzenhaltige Schichten) die tödliche Erwärmung nachvollziehen.
Daraus jedoch wie Klimalügner unter Heranziehung bewusst verfälschter Daten die Klimakatastrophe zu negieren und zu verharmlosen, entspricht dem Verhalten eines Selbstmörders, der von einem Hochhaus springt und an den vorbeifliegenden Fenstern den entsetzten Zuschauern zubrüllt „Descartes sagt, die Welt ist eine Illusion, daher existiert der Boden gar nicht“. Smätsch.

Wie sich also die Klimakatastrophe verhalten wird, wissen wir nicht. Fest steht: Sie ist da. Wer daran anhand der Zahlen und der wissenschaftlichen Erkenntnisse noch zweifelt, darf sich gerne das Gehirn überprüfen lassen.
Da nicht mehr und nicht weniger als unsere gesamte Existenz auf dem Spiel steht, wäre es historisch betrachtet sicher nicht wenig sinnvoll, zu handeln. Denn wenn man die Klimakatastrophe als „Explodierende Atombombe in Zeitlupe“ definiert, dann stehen wir einer sogenannten „globalen Katastrophe“ gegenüber, die wir nie zuvor erlebt haben. Die Menschheit ist durch einen Zufall der Natur in geologisch und astronomisch sehr stabilen Zeiträumen entstanden.
Insofern greift das Argument einer „Natürlichkeit der Klimaerwärmung“ nicht. Selbst wenn die Klimaerwärmung natürliche Ursprünge hätte, so würde sie trotzdem Millionen oder Milliarden menschliche Opfer kosten – was daran macht es besser als die gleichen Opferzahlen einer anthropogenen Klimakatastrophe?
Viele überschätzen hier aufgrund fehlenden Wissens über Zusammenhänge unsere globale Gesellschaft, die durch feinste Fäden miteinander verknüpft ist. Reißen einige der Fäden ab, wie z. B. durch Überflutung der Landmassen aufgrund Steigen des Meeresspiegels, wirtschaftliches Chaos, Verarmung auch in Industrieländern, Millionen Flüchtlinge, schließlich das Umkippen der Ozeane und Wegfall der Meeresfrüchte, Nahrungsmittelverknappung in ultimativem Ausmaß und letztlich die entstehenden brutalen Kriege um die restlichen Ressourcen, dann steht die Menschheit am Abgrund. Denn die Gefahr, dass wir (a) in den Kriegen Atomwaffen einsetzen oder (b) versuchen, in hektischem Aktionismus Geo-Engineering zu betreiben und dabei unwissentlich die gesamte Atmosphäre vernichten und einen Selbstmord-Holocaust an uns selbst verüben, ist unfassbar hoch und das Ende unserer gesamten Spezies auf dem Planeten – so undenkbar das uns heute erscheinen mag – stünde vor der Tür und steht bereits in Ansätzen vor der Tür, weil selbst Blinde aktuell die Zeichen erkennen, auch wenn viele sie verdrängen oder sich in Hoffnung durch ihr Nichtwissen kleiden.

Wir sehen es ja mehr als deutlich: Gletscher schmelzen in Jahren statt Jahrhunderten oder Jahrtausenden, die Pole verlieren ihr Eis und damit einen wichtigen Hitze-Puffer, die Ozeane werden immer saurer und entwickeln nachweislich „Todeszonen“, Tierarten sterben plötzlich in Massen (von Biologen nachgewiesen), wir selbst stöhnen unter abartigen Temperaturen im Sommer, im Frühling, im Herbst und wundern uns über einen 15-20 Grad-Winter?
Wie blöd muss man als Homo sapiens (mit Betonung auf „sapiens“) sein, um da nicht zu stutzen. Zieht man außer dem gesunden Menschenverstand noch die Wissenschaft hinzu, wird es beileibe nicht besser. Die Alarmglocken schrillen nun mal. Aber wenn ein Haus brennt, hilft es auch nichts, wenn 20 Leute im noch nicht brennenden Keller stehen und etwas von Hysterie faseln, obwohl sie in einigen Minuten sterben werden, während die Leichen ihrer Mitmenschen oben sich in Asche verwandeln (oder denken Sie ernsthaft, dass Indien uns nichts angeht?).

Korona der Sonne im ultravioletten Bereich. Diese oberhalb der kühlen Oberfläche der Sonne angesiedelte Region zeigt Sonnenflecken im Detail: 600.000 Grad Kelvin heißes Plasma wird von Magnetströmen gebündelt und gelenkt. Die Ein-/Austrittorte der Magnetfeldlinien sind im sichtbaren Bereich als "Sonnenflecken" zu sehen. © <a target="_blank" href="https://www.flickr.com/photos/gsfc/7257660442">NASA auf flickr.com</a>, Lizenz: <a target="_blank" href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">CC BY 2.0</a>
Korona der Sonne im ultravioletten Bereich. Diese oberhalb der kühlen Oberfläche der Sonne angesiedelte Region zeigt Sonnenflecken im Detail: 600.000 Grad Kelvin heißes Plasma wird von Magnetströmen gebündelt und gelenkt. Die Ein-/Austrittorte der Magnetfeldlinien sind im sichtbaren Bereich als „Sonnenflecken“ zu sehen. © NASA auf flickr.com, Lizenz: CC BY 2.0

Ob die Sonne mit der vermutlich zu erwartenden „Kleinen Eiszeit“ uns astronomisch retten wird, wage ich zu bezweifeln und tendiere eher dazu, dass die Auswirkung massiv überschätzt wird. Doch dies werden wir anhand der monatlichen globalen Zahlen ab 2030 etwa selbst verfolgen können. Ein Indiz mag sein, dass auch trotz der zyklisch wiederkehrenden Ruhezustände der Sonne etwa alle 10 Jahre keine Pause der Klimakatastrophe in den Zahlen zu verzeichnen war und somit uns auch eine „Kleine Eiszeit“ nicht retten wird.

Möchten Sie warten, bis Ihnen das Nordsee-Wasser zum Hals steht? Oder Sie in einem Krankenhaus im Sommer 2035 bei 50 Grad ohne Klimaanlage ihr Leben aushauchen? Oder möchten Sie verantwortlich sein für eine Welt in 50 Jahren, in denen ihre Kinder ums Überleben kämpfen?
Könnten Sie in die Zukunft reisen und die Folgen sehen, würde das zum Erkenntnissprung angesichts des wahrhaftig erlebten Hitzesprungs führen? Vermutlich würden Ihre dann erwachsenen Kinder Sie mit herzhaften Flüchen als Dank empfangen. Und wenn Sie noch einmal 50 Jahre weiterreisen, werden Ihre Enkel Sie mit Steinen bewerfen. Denn über höherwertige zivilisatorische Waffen verfügen sie dann schon lange nicht mehr …

"Der Klimawandel ist für den Menschen nichts anderes als eine globale Atombombenexplosion in Zeitlupe" ...
„Der Klimawandel ist für den Menschen nichts anderes als eine globale Atombombenexplosion in Zeitlupe“ …

DIE LETZTEN GLOBALEN KLIMABERICHTE: Oktober 2015, September 2015, August 2015, Juli 2015, Juni 2015, Mai 2015, April 2015, März 2015
DIE LETZTEN NATIONALEN KLIMABERICHTE: November 2015, Oktober 2015, September 2015, August 2015, Juli 2015, Juni 2015, Mai 2015, April 2015, März 2015
JAHRESKLIMABERICHTE: 2014.

  • Alptraum der Sofeten

    Guter Artikel und regt zum Überlegen an also denke ich das Ziel ist erreicht. Sind aber wahrlich schlechte Aussichten, die uns im Moment neben dem Horrornovember und Horrordezember noch hilfloser erscheinen lassen…
    Danke für die neuen Infos Michael 🙂

    • Danke, Tim. Auch ich hoffe irgendwann aus völlig überraschenden Gründen dauerhafte Minusrekorde in den globalen Zahlen verkünden zu können oder zumindest eine Stagnation. Leider sieht es nicht einmal annähernd danach aus.

      • Alptraum der Sofeten

        Sehr unschön leider. Habe Angst und weiß nicht wie ich/wir das aushalten soll wenn es jetzt immer wärmer wird. :O

        • Ganz ehrlich: Ich auch nicht. Definitiv nicht. Da kann man nur die Hoffnung in die Kleine Eiszeit bzw. das Sonnenfleckenminimum 2021 stecken. Ob’s was bringen wird, ist eher unwahrscheinlich, aber letztlich wissen es ja sogar die Forscher nicht wirklich ^^

  • Autumn

    Was Du schreibst, ergibt Sinn. Vor allem erklärt das die ekelhafte Dauersüdlage und Dauersüdwestlage. El Nino begünstigt Tröge. Diese werden immer wieder vom kalten Fleck wie magisch angezogen, infolgedessen landen wir ständig auf der piefigen Vorderseite und kriegen die ekelhaften Südwest- und Südlagen, bzw. wir kommen ständig in den (zweifelhaften) „Genuss“ der advehierten subtropischen Luftmassen. Ach, Freude schöner Götterfunken (Ironie). Ach, da hilft eigentlich nur noch etwas Humor und Satire – in Form einer Sofeten-Wettergeschichte *winke mit dem Zaunpfahl* (habe wieder einmal so Lust, auf diese Sch….sonne und die Sofeten verbal draufzukloppen).

    • ich auch ^^ Bin auch schon am Planen. Bis dahin ein paar Weihnachtlieder.
      *sing* Stille Nacht, sofetische Nacht
      Alles grillt, einsam wacht
      Nur das braune Fäkalien-Paar,
      Hohl die Alte mit brennendem Haar,
      Schwitz in teuflischer Glu-ut,
      Schwitze in teuflischer Glut.
      😛

  • buumms

    Eine Frage, was glaubst du, ganz hypothetisch…was können wir in 20 Jahren erwarten (oder sogar in Naher Zukunft, sprich in den nächsten 5 Jahren)? Vor allem im Bezug auf Überflutungen, Unwetter, Hurricans und ganz allgemein wetterbedingte Naturkatastrophen.

    Irgendwie scheint mir das alles exponentiell zu schnell zu gehen.

    • Ja, mir auch. Aber ich kann unmöglich vorhersagen was 2035 sein wird. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Klimakatastrophe ungebremst Entwicklungen auslöst, die sogar Sofeten erschrecken dürften, ist sehr hoch.
      Ob die Sonne mit dem Sonnenfleckenminimum oder die „Kleine Eiszeit“ mit einem kompletten Ausfall der Sonnenflecken überhaupt etwas bewirkt, wissen nicht mal Forscher an der vordersten Front, da gibt es 2 gegensätzliche Meinungen. Die einen sagen, die Sonne wird unterschätzt und wir wissen zu wenig und es wird die Klimakatastrophe bremsen oder der Einfluss der trotz allem sehr stabilen Sonne ist sehr gering, weil die Klimakatastrophe durch den physikalischen Treibhauseffekt zig mal stärker ist.
      Wir müssen beobachten, recherchieren und wachsam sein. An den Zahlen global und national wird man letztlich sehen, ob sich eine Verbesserung ergibt. Ich bin da äußerst skeptisch.
      Vergessen darf man allerdings auch nicht, dass wir uns in einem El Nino-Jahr befinden, das die Welt so noch nicht gesehen hat und es dadurch eben das Chaos seit Sommer gibt. Ob sich das Wetter ab Spätfrühling/Sommer 2016 dann nach Abklingen des El Nino beruhigt, werden wir sehen.

  • Jo1965

    Wie soll sich auch wirklich in Richtung Klmaschutz etwas tun, wenn die Menschheit einem völlig pervertierten kapitalistischen Wirtschaftssystem huldigt, das nur ein Motto kennt: Wachstum, Wachstum und nochmals Wachstum. Alles, was z.B. durch Energieeffiziens, Einsparungen etc. erreicht wird, wird durch diesen Wachtumsirrsinn komplett wieder aufgefressen.
    Was eine Veränderung in positiver Richtung angeht, schwindet mein Optimismus auch immer mehr.
    Übrigens aktuell bei uns im Bergischen: 12 Grad, pisswarmer Wind, kein Regen. Der endlose Hypermildwinterhorror geht nicht nur weiter, sondern erreicht hier momentan einen Höhepunkt, wie ich ihn noch nie in meinem Leben erlebt habe!

    • Ich kein linkspolitischer Verteufler des Kapitalismus, aber sicher ist eine Wurzel des Übels da zu suchen. Es ist aber weniger eine Form der Gesellschaft als des Menschen an sich, egal wie man das Gesellschaftssystem nennt.
      Ob sich das beim Homo sapiens überhaupt jemals anders darstellen wird aufgrund seiner angeborenen Dispositionen wage ich zu bezweifeln. Was in der kleinen Gruppe zum Überleben gut war, erweist sich auf globaler Ebene als Schnellstrasse zum Selbstmord.
      Wie man eine bessere Gesellschaft erreichen könnte, ist mir nicht klar. Kommunismus und Sozialismus sind es ganz gewiss nicht. Vielleicht muss sich die Menschheit mit Genetik und Kybernetik erst selbst überholen, damit das was wird. Währenddessen dürfen wir beobachten, wie sich die Folgen klimatisch und politisch global in eine Spirale des Wahnsinns hineinsteigern, an deren Beginn wir uns just erst befinden.

    • Elvis Altherr

      das geht mir gleich bei uns konstant seit Wochen wenn nicht Monaten die gleiche Scheisstemperatur von 9 Grad sogar jetzt noch wo sich der gelbe Pestball vom Himmel verzogen hat.. die Weihnachtsstimmung ist damit sowieso fürn‘ Arsch..

  • Elvis Altherr

    mir macht der Kack wirklich Sorgen denn so schlimm wie dieses Jahr war es noch nie zuerst der Horrorsommer dagegen ist die Hölle ein lauer Ort 🙂 und dann der ganze Rotz im November und Dezember gleich nochmals als Nachschlag.. und die Sofeten finden es noch geil.. aber wehe wenn dann das Wasser knapp wird dann geht das Geschrei los.. aber dann ist es eh zu spät.. oder gibts eventuell noch Hoffnung?

    • Jo1965

      Genau das ist es, Elvis. Ich möchte es gerne mal erleben, wenn so ein Sofet morgens an einem seiner so innigst geliebten Hitzehöllesommertage unter die Dusche stiefelt, aber es nach dem Aufdrehen nur noch tröpfelt, weil das Wasser rationiert werden muss. Oder z.B. bestimmte Lebensmittel wegen Ernteausfällen drastisch teurer und knapper werden. Glaub‘ mir, dann geht ein Gejaule los, dass einem das Trommelfell platzt, denn das ist auch ein ganz wichtiges Merkmal der geistigen Beschränktheit eines Sofeten: Der Glaube, dass der Strom aus der Steckdose, die Lebensmittel aus dem Supermarkt und das Wasser einfach so aus dem Wasserhahn kommt, ohne dass das irgendetwas mit unserer Umwelt zu tun hat.

  • Jo1965

    Auch in den USA zum großen Teil fürchterliche Temperaturen. Hier mal der Orignaltext zum Thema des Tages am 21.12.2015 bei http://www.dwd.de:

    „Ein Blick auf die vergangenen Dezembertage wird bereits einiges
    vorwegnehmen, denn auch weite Bereiche der USA erleben eine teils
    beispiellose Wärme in diesem Dezember. Während der ersten 16 Tage im
    Dezember wurden nach vorläufigen und noch nicht vollständig
    verifizierten Aussagen des nordamerikanischen Wetterdienstes mehr als
    2400 Höchsttemperaturrekorde gebrochen oder egalisiert. Wen das noch
    nicht beeindrucken sollte, der erhält für die neuen Rekorde bei den
    Tiefsttemperaturen eine noch größere Zahl, nämlich um 3400. Manche
    dieser Rekordwerte wurden mitten in der Nacht gebrochen und am
    darauffolgenden Tag in bisher unbekannte Höhen getrieben, sodass
    zahlreiche Rekorde nicht nur knapp, sondern sehr deutlich übertroffen
    wurden. Buffalo (New York) erlebte am 18. Dezember und somit so spät wie
    noch nie den ersten messbaren Schneefall (davor lag der Rekord im Jahre
    1899, wo erst am 3. Dezember der erste Schnee beobachtet wurde). Im
    Durchschnitt sollten zu dieser Zeit bereits akkumuliert mehr als 50 cm
    Schnee gefallen sein. Auch die Eisbedeckung der Großen Seen ist bisher
    nicht wirklich vorhanden mit einer vom Satelliten gemessenen
    Gesamtbedeckung von 0.2 % am 20. Dezember. Wir könnten noch viele
    weitere Beispiele aufzeigen, da der Dezember bisher auch in Florida oder
    in Bereichen des Mittleren Westens deutlich zu warm verläuft, doch dies
    würde den Umfang dieses Beitrages sprengen.“

    Ohne Worte!

    • Michael Bodin

      Dafür ist in den westlichen Bundesstaaten seit geraumer Zeit ein Schneefallgebiet nach dem anderen durchgezogen und die Temperaturen liegen um bzw. unter dem Gefrierpunkt. In Montana, Oregon, Wyoming Nevada, New Mexico und sogar in Washington und Kalifornien schneit es woche um Woche 10 – 25 cm.
      In den Bergen ab 2000 Meter 50 – 80 cm pro Woche, gucke mir das schon seit 4 Wochen an und überlege immer noch, wie ich da hin kommen könnte…..

  • Autumn

    Mal ein wenig Aufmunterung: Je länger eine solche Wetterlage dauert, umso mehr steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie bald endet. Erst der Satanssommer, dann ein piefig lauer November und nun ein noch piefigerer Weichspülerdezember….. so kann es ja nicht ewig weitergehen (hoffe ich).

    • Sandra Ditt

      Hatte es schon einmal geschrieben, klar kommt irgendwann die Umstellung. Wenn diese aber dann nur 30 Tage Winter oder Temperaturen gerade so unter dem Gefrierpunkt bringt, war es für mich kein Winter sondern eine Fortsetzung des Herbstes…… Einfach nur traurig und deprimierend….. Mittlerweile werde ich schon aggressiv wenn ich „Umstellung der Großwetterlage“ nur lese!!!!

      • Autumn

        Ich werde aggressiv, wenn ich „Südwestwetterlage“ lese….sowas ist doch wirklich zum ko…. Ich bin eigentlich kein Winterfan, wie man an meinem Namen eindeutig lesen kann. Bin eher der Frühling- und Herbstfan, aber hey, ein Winter soll trotzdem ein Winter bleiben und keine pissig warme Pampe.

  • joshua

    so wie es aussieht bekommt der Norden gegen Neujahr den Winter oder sehe ich das Falsch?

    Der Süden wird dann warscheinlich wieder 10 grad und Sonne bekommen :/

    • Noch mal: Man steigere sich besser nicht emotional in Prognosen hinein, die so weit entfernt liegen, dass dagegen Zuckerwatte die Substanz von Stahlbeton hat ^^

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