Ein eiskalter Oktober 2015! Wer hätte mit dieser Geilheit gerechnet?
Ein eiskalter Oktober 2015! Wer hätte mit dieser Geilheit gerechnet?

Der DWD hat die Klimabilanz für Deutschland für den ersten Herbstmonat Oktober 2015 herausgegeben (Deutschlandwetter im Oktober DWD).

Der September 2015 war bereits 0,3 Grad UNTER dem Mittel 1961-1990, der Oktober 2015 verdoppelte dies sogar noch auf einen Wert von -0,6 Grad! Abermals Rumms!
Dennoch fühlte es sich insbesondere in der zweiten Monatshälfte oft gar nicht so an. Woran lag das? In der ersten Monatshälfte waren die Luftmassen auch in großen Höhen noch deutlich unter dem Mittel und brachten neben herrlich kühlen Temperaturen auch Wolken und für einen Tag sogar einen Schneeeinfall bis in das Flachland!
Anschließend änderte sich die Lage und ein geradezu „Hochdruck-Monster*“ prägte das Wettergeschehen in Deutschland. Oft lag es leider östlich verschoben, sodass Südlagen abnorme Wärme zu uns brachten – bis zu diesem Tage im November hat sich daran ja auch nichts geändert. Dies führte zudem zu unerträglicher Dauersonne, die nur regional bzw. lokal durch Nebel verbessert wurde.

Die Karten sprechen Bände (die Werte unterscheiden sich geringfügig von den „offiziellen“ DWD-Daten, da hier andere Messstationen vermutlich ausgewertet werden. Insgesamt aber dennoch die beste frei verfügbare Datendarstellung):

Temperaturkarte Deutschland Oktober 2015, © <a target="_blank" href=" http://www.bernd-hussing.de/klima.htm"> http://www.bernd-hussing.de/klima.htm</a>
Temperaturkarte Deutschland Oktober 2015, © http://www.bernd-hussing.de/klima.htm

Niederschlagskarte Deutschland Oktober 2015, © <a target="_blank" href=" http://www.bernd-hussing.de/klima.htm"> http://www.bernd-hussing.de/klima.htm</a>
Niederschlagskarte Deutschland Oktober 2015, © http://www.bernd-hussing.de/klima.htm

Sonnenscheinbelastung Deutschland Oktober 2015, © <a target="_blank" href=" http://www.bernd-hussing.de/klima.htm"> http://www.bernd-hussing.de/klima.htm</a>
Sonnenscheinbelastung Deutschland Oktober 2015, © http://www.bernd-hussing.de/klima.htm

Der Monat Oktober 2015 war in Deutschland 0,6 Grad zu kühl und ist somit der zweite zu kühle Monat in Folge!

Die bisherigen Monate des Jahres bestätigen dennoch, dass die Klimaerwärmung nach wie vor aktiv ist – global ohnehin!

Januar 2015 = 2,2 Grad Celsius im Mittel = +2,7 Grad zu warm (2014: +2,6 Grad)
Februar 2015 = 0,7 Grad im Mittel = +0,3 Grad zu warm (2014: +4,7 Grad)
März 2015 = 5,2 Grad Celsius = +1,8 Grad zu warm (2014: +3,4 Grad).
April 2015 = 8,6 Grad Celsius = +1,2 Grad zu warm (2014: +3,4 Grad).
Mai 2015 = 12,5 Grad im Mittel = +0,4 Grad zu warm (2014: +0,3 Grad).
Juni 2015 = 16,0 Grad im Mittel = +0,6 Grad zu warm (2014: +0,7 Grad).
Juli 2015 = 19,5 Grad Celsius = +2,5 Grad zu warm (2014: +2,4 Grad).
August 2015 = 19,9 Grad Celsius = +3,4 Grad zu warm (2014: -0,5 Grad).
September 2015 = 13,0 Grad Celsius = -0,3 Grad zu kühl (2014: +1,6 Grad).
Oktober 2015 = 8,4 Grad Celsius = -0,6 Grad zu kühl (2014: +2,9 Grad).

Noch einmal zur Erinnerung: Es handelt sich um monatliche MITTEL-Temperaturen. Zur groben Einschätzung halte man in Erinnerung, dass +1 Grad über dem Mittel etwa 3 Grad zu hohe Tagestemperaturen im Flachland bedeuten, also z. B. statt 16 Grad 19 Grad. +2 Grad über dem Mittel entsprechend ca. 6 Grad zu hohe und +3 Grad etwa 9 Grad zu hohe Tagesmaxima.

Quellen für alle Temperaturen: DWD, Zeitreihe der Lufttemperatur in Deutschland, Wetterkontor.

Die Dürre in der „Deutschen Sahelzone“ (DSZ) hat sich zwar entspannt, aber im Süden ist die Trockenheit der Böden nach wie vor äußerst akut – sehr ungewöhnlich für den ersten Herbstmonat und eine Folge der vielen meridionalen Wetterlagen und dem Ausbleiben der Westdrift, die in Europa normalerweise für den Regen* (und leider auch für Wärme) sorgt. Auch die berüchtigten Vb-Wetterlagen mit Starkregen im Alpenraum sind bisher trotz eines durch den Sommer überhitzten Mittelmeeres nicht zu verzeichnen gewesen.
Der DWD hält fest, dass der Oktober sage und schreibe der neunte zu trockene Monat in Folge war! Ein ganz klares Zeichen des Überwiegens meridionaler Wetterlagen und eine Folge der bipolaren Telekonnektion des El Niño im Verbund mit einem niedrigen Stand der Sonnenflecken.

(1) Temperaturen im Oktober 2015

Reihenfolge der Bundesländer, von Bundesländern mit der besten, also niedrigsten Temperatur bis hin zu den Klimaopfern mit der höchsten Temperatur – wobei im Oktober alle Bundesländer unter dem Mittel 1961-1990 landeten:

Platz 1: Thüringen 7,6 Grad
Platz 2: Sachsen 7,9 Grad
Platz 3: Bayern 8,0 Grad
Platz 4 und 5: Sachsen-Anhalt und Brandenburg 8,2 Grad
Platz 6: Baden-Württemberg 8,4 Grad
Platz 7: Hessen 8,5 Grad
Platz 8: Rheinland-Pfalz 8,6 Grad
Platz 9 und 10: Saarland und Mecklenburg-Vorpommern 8,7 Grad
Platz 11: Niedersachsen 8,8 Grad
Platz 12: NRW 9,0 Grad
Platz 13: Schleswig-Holstein 9,3 Grad

Die Diskrepanz zum bisherigen Jahresverlauf fällt deutlich auf: Die im Frühjahr und Sommer in Traumkühle befindlichen Länder Niedersachsen und Schleswig-Holstein (aufgrund der Küstenregionen) landen im Temperaturranking ganz unten und somit bei den wärmsten Bundesländern. Im Herbst dreht sich zumeist die Lage um und die warme Nordsee führt zu höheren Temperaturen als in den „innerkontinental“ liegenden Bundesländern.

(2) Niederschlag im Oktober 2015

Der neunte zu trockene Monat in Folge – insbesondere in Rhein-Main gab es nicht einmal eine kurze Phase der Entspannung seit Februar – ist eine Folge der im Vergleich zu 2014 komplett veränderten Wettergroßlage: Vermehrt meridionale Wetterlagen mit Hochdruckblockadesituationen, die die feuchte, aber auch warme Westdrift des Atlantiks von uns fernhalten. Das führte zu großer Trockenheit, aber oft auch zu kühlen Ostlagen und dann leider auch (wie aktuell) zu viel Sonne (Nordlagen und Südwestlagen bringen jedoch Wolken mit sich). Jede Wetterlage hat also ihre Vor- und Nachteile.

Der DWD verzeichnet nur 79% des Regensolls deutschlandweit – und das ist bereits der ohnehin reduzierte Wert aus dem Mittel 1981-2010!
Die einzelnen Bundesländern in absoluter Reihenfolge, beginnend mit den regenreichsten Ländern als positives Vorbild bis hin zu den bedauernswerten, regenarmen Bundesländern:

Platz 1: Sachsen 60 l/qm
Platz 2 und 3: Bayern und Brandenburg mit 55 l/qm
Platz 4: Sachsen-Anhalt 50 l/qm
Platz 5-8: Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern mit 45 l/qm
Platz 9: NRW mit 40 l/qm
Platz 10 und 11: Hessen und Baden-Württemberg mit 30 l/qm
Platz 12: Rheinland-Pfalz 25 l/qm
Platz 13: Saarland 20 l/qm

Halten wir also hier fest, dass es in Sachen Niederschlag noch ein großes Potential gibt und dass die Trockenheit eine Folge der zumeist meridionalen Wettermuster ist. Wenn der fehlende Regen dann im Winter als Schnee fallen würde, läge mir eine Beschwerde fern 😉

(3) Sonnenscheinbelastung im Oktober 2015

Trotz meridionaler Wetterlagen gab es aufgrund von Tiefs genug Wolken und Nebel, um die Sonnenscheinbelastung auf einen Wert knapp unter dem Soll zu reduzieren (89%) – eine Labsal nach dem Sonnenterror des Sommers, sollte man meinen. Dennoch war insbesondere das Ende des Monats in vielen Regionen mit tagelanger Dauersonne ohne ein erlösendes Wölkchen erneut ein Stimmungskiller.

Die einzelnen Bundesländer, angefangen mit dem besten, also niedrigsten Wert und endend mit den Sonnenopfer-Ländern:

Platz 1: Saarland mit 70 Stunden
Platz 2: Rheinland-Pfalz mit 80 Stunden
Platz 3-6: Bayern, Hessen, Thüringen und Baden-Württemberg mit 90 Stunden
Platz 7: NRW mit 95 Stunden
Platz 8: Niedersachsen mit 100 Stunden
Platz 9: Sachsen-Anhalt mit 105 Stunden
Platz 10 und 11: Schleswig-Holstein und Sachsen mit 110 Stunden
Platz 12: Mecklenburg-Vorpommern mit 120 Stunden
Platz 13: Brandenburg mit 125 Stunden

Plötzliche Kälte – Die Gründe

Gleich zwei aufeinanderfolgende Monate mit Temperaturen unter dem Mittel – wann hat es das schon mal gegeben? Genau gesagt: Im Februar und März des Jahres 2013.

Schnee im Oktober 2012
Schnee im Oktober 2012

Und dann Schnee*. Im Oktober! Mitte des Monats gab es in einem Streifen in der Mitte Deutschlands bis ins Flachland einen kurzen Schneebesuch. Wann hat es das schon mal gegeben? Das gab es zuletzt im Jahr 2012 (Spiegel-Artikel) und davor wohl Jahrzehnte lang nicht.

Die Gründe sind fleißigen kaltwetter.com-Lesern bekannt: Meridionale Wetterlagen im Jahr 2015. Das heißt: Blockade der Westdrift, die vom Atlantik feuchte und warme Luftmassen zu uns führt. Diese Blockade führt logischerweise mit dem Ausbleiben der Regenmassen vom Atlantik auch zu trockenen Monaten und zu der oben genannten Feststellung, dass der Oktober bereits der 9. zu trockene Monat in Folge war.

Ursache für diese überwiegend meridionale Wetterlage mit Atlantik-Blockade ist der El Niño und der recht niedrige Stand der Sonnenflecken (Sonnenflecken erhöhen die Zyklogenese, also Tiefdruckankurbelung auf dem Atlantik).
Zusammen mit daraus resultierenden Ost- und Nordlagen kamen kühle polare Luftmassen aus Skandinavien (Nordlage) bzw. Russland/Sibirien (Ostlage) zu uns nach Deutschland. Südlagen, die bei Blockadesituationen auch denkbar sind, kamen nur selten vor – allerdings erleben wir soeben, dass Meridionalität im ungünstigen Fall eben eine solche Südlage ebenfalls ermöglicht und damit auch ohne Westdrift die unerträgliche Wärme zurückkehrt (Südostlage und Südlage dabei als schlimmster Fall, Südwestlage als halbwegs erträglich, vor allem im Südwesten).

Der El Niño wird im kommenden Frühjahr enden und damit wohl als maßgebliche Antreiber der Meridionalität ausfallen (hoffentlich nach einem Hardcore-Kaltwinter von Dezember bis April inklusive!). Inwieweit der Einfluss der Sonnenflecken einzuschätzen ist, wird sich dann zeigen, denn letztlich wird der ohnehin schwachbrüstige Zyklus weiter absinken und seinen Tiefstand erst im Jahr 2021 erreichen. Bekanntlich sprechen Forscher anschließend sogar von einem sehr seltenen Ausfall des Sonnenfleckenzyklus, der sog. „Kleinen Eiszeit“, ab etwa 2030.
Sollte dies so kommen, wird natürlich keine Eiszeit erfolgen, aber die Meridionalität wird für sehr lange Zeit die beherrschende Wetterlage in Europa werden. Dies würde oft kühle Temperaturen, aber auch eine Trockenheit bedeuten, die zum Problem werden kann in ihrem Ausmaß – falls der Einfluss der Sonnenflecken wirklich so gravierend sein sollte, was in der Forschung noch lange nicht gesichert ist.

Stand des aktuellen Sonnenfleckenzyklus 24 mit Prognose des weiteren Verlaufs (Quelle: NOAA)
Stand des aktuellen Sonnenfleckenzyklus 24 mit Prognose des weiteren Verlaufs (Quelle: NOAA)

Die globale Analyse im September 2015 zeigt, dass die 2 kühlen Herbstmonate in Deutschland NICHT das Ende der Klimakatastrophe bedeuten – das wäre nun wirklich Milchmädchenklimatologie! Es ist eher so, dass der kleine Fleck Deutschland sich von einem meteorologisch verfluchten Vorreiter und Zentrum der Klimakatastrophe zu einem kältebegünstigten Fleck zeitweise gewandelt hat.
Zudem darf man nicht vergessen, dass die CO2-Wirkung sich ab dem Herbst abschwächt, da das Treibhausgas regional die immer schwächer werdenden Sonnenstrahlen nicht verstärken kann und diese Wirkung verglichen zum Sommer und Frühjahr deutlich nachlässt. Kaltphasen sind somit trotz Klimakatastrophe und steigender Temperaturen im Herbst und Winter immer noch möglich, mit Einschränkung auch im Frühjahr.
Mit anderen Worten: Der nächste Hitzeterror wird mit 100% Sicherheit kommen, spätestens im nächsten Sommer und dann wird er auch gleich wieder brutal mit 40 Grad zuschlagen. Ob „La Niña“, also das Gegenteil des El Niño, dies verhindert, wage ich zu bezweifeln. Man rechnet dann eher mit feuchten Sommern. 2016 wird also vermutlich im Zeichen der Kontraste stehen von einem niedrigen Sonnenfleckenstand mit meridionaler, trockener Wirkung gegen die feuchte Westdrift-La Niña.
Hier scheint alles offen außer, dass die Brüllhitze* leider wiederkommen wird. Der letzte Kaltsommer datiert aus dem Jahr 1987 und das sagt eigentlich alles aus: Es wird nie wieder einen Kaltsommer geben in der Klimakatastrophe, es sei denn, ein Vulkan fährt dem Hitzebrüllaffen in die Parade und bricht aus. Dann müsste es allerdings auch ein größerer Vulkanausbruch sein mit mindestens Vulkan-Explosivitätsindex (VEI) 6 oder höher.

Zusammenfassung kann man also sagen, dass die zwei kühlen Monate September und Oktober 2015 ein Teamwork aus Sonnenflecken, El Niño und günstiger meteorologischer Wetterlagen waren. Der November 2015 scheint deutlich zu warm aufgrund der Südlagenstabilität daher zu kommen, aber wie Blizzard herausgefunden hat, könnte ein warmer November auch eine Konstante bei einem Kaltwinter sein – alles sehr strittig und noch auf schwachen Beinen diese Theorie, aber die Indizien sind zumindest da.
Wir alle sind aufgerufen, dieses Jahr und diesen Winter 2015/16 die Theorie zu überprüfen. Denn wie in meiner Winterprognose 2015/16 dargestellt, bin ich nach wie vor von einem Kaltwinter überzeugt ab Januar 2016.

DIE LETZTEN GLOBALEN KLIMABERICHTE: September 2015, August 2015, Juli 2015, Juni 2015, Mai 2015, April 2015, März 2015
DIE LETZTEN NATIONALEN KLIMABERICHTE: September 2015, August 2015, Juli 2015, Juni 2015, Mai 2015, April 2015, März 2015
JAHRESKLIMABERICHTE: 2014.

  • cleopatra

    Auf Platz drei waren wir und gerade die letzten Tage war es hier täglich fast wolkenlos sonnig, bis sich heute ganz plötzlich der Himmel zuzog (ich stand gerade auf der Leiter in der Küche, um den Frauenhaarfarn höher zu hängen, der verträgt nicht mal die Novemberabendsonne).
    Und es sieht aus, als ob es erstmal so trübe bleibt.

    Nein, mir gefällt das nicht, ich fand die milde Sonne, die eh erst sehr spät aufging und bereits gegen 15/16 Uhr wieder unterging nicht als Belastung sondern als Muntermacher.

    Was hast du bloß gegen die Sonne, Kaltwetter?
    Wir müssen nicht über das Glutding im Mai-August reden, aber im November, Oktober? Da brennt sie weder die Haut weg, noch nimmt den Atem, noch nervt sie allzu intensiv und lange.

    Du musst eine Genmutation haben, dass sich dein Organismus nach trüben, nebeligen Dauerzuständen sehnt (mal Nebel ist sehr schön, aber bitte nicht tagelang und dauerhaft).

    Momentan ist es einfach perfekt. Tagsüber sonnig und abends gemütlich mit Kerzen und man kann gut schlafen bei gekipptem Fenster. Das ist ja im kalten Winter dann nicht mehr so.

    • cleopatra

      Nachtrag:
      ich hoffe, ich darf trotzdem weiterhin hier mitlesen (deine Beiträge lese ich sehr gerne, auch wenn ich nicht immer einer Meinung mit dir bin in allem), auch wenn ich kein Kaltwetterfan bin sondern nur ein Hitzesommermuffel 😀

      • *g* Meinungen darf hier jeder äußern, solange sie im Rahmen bleiben, also wieso nicht?
        Andererseits bestehe ich auf meiner eigenen Meinung und die lautet: Sonne ist Mist. Sie blendet und so oft wie sie in Tropenhessen zu sehen ist, ist das für meinen Geschmack etwa 50 Stunden pro Monat zu viel. Diese Meinung hat man zu akteptieren bzw. zu tolerieren. Jeder, der dazu nicht fähig ist, kriegt von mir die geballte Satireladung. Andererseits: Jeder, der Hitze mag und sich tolerant verhält, wird von mir auch respektiert. So einfach ist das.
        Insofern betrachte ich deine Worte und dein Unverständnis mit „Genmanipulation“ als Beleidigung oder als Unfähigkeit zur Transzendenz, um Andersdenkende zu akzeptieren.

        Denn Sonne inspiriert mich nicht. Weder physisch. Noch literarisch. Höchstens astronomisch als der nächste Stern, den man untersuchen kann.
        So wie Sofeten ihre Lötlampe am Himmel anbeten, suche ich das Gegenteil. Wolken und die Nacht. Weil diese mit meiner Seele im Gleichklang schwingen, könnte man esoterisch sagen. Wenn es dir anders geht, gut. Deswegen muss ich dir ja kein nichtphilosophisches Denken, fehlenden angeborenen Sinn für Ästhetik und geistiges Mainstreamsklaventum unterstellen, oder? Sondern ich akzeptiere das bei dir so, wie es eben subjektiv ist.

        Darüber hinaus fühle ich selbst mich bei Kälte wohl und habe wohl noch nie in meinem Leben richtig gefroren. Bei Hitze fühle ich mich rein physisch unwohl und fange bereits bei 15 Grad an zu schwitzen bei körperlicher Tätigkeit (trotz nur T-shirt und kurzer Hose). Insofern ist die Lage klar.

        Und um noch einmal darauf hinzuweisen: Meine Seite heißt Kaltwetter.com. Nicht Normalwetter.com oder Mainstreamwetter.com.
        Jeder darf hier lesen und mitmachen, aber die Ausrichtung bleibt, wie sie ist. Aber Leute, die kaltes Wetter mögen, zu diffamieren, das verbitte ich mir – denn deswegen gibt es ja diese Seite. Weil die Sofetenprolls nichts anderes können und machen, zu dumm zur Reflexion und Toleranz sind. Das findet man überall. Und deswegen sollen sich hier Leute austauschen, die nicht wie die Hitzespacken (Sofeten) oder Hitze- und Extremwetteranhänger empfinden.

    • Alptraum der Sofeten

      Hört sich in der Tat( wie Michael schon geschrieben hat) leider ein wenig abwertend an. Jedem das seine. 😉

    • Lossoth

      Also ich finde das Wetter im Moment überhaupt nicht perfekt, eher stinklangweilig. Für mich bedeutet Herbst Nebelschwaden, Regen, auch mal stürmisches Wetter. Gegen ab und zu mal Herbstsonne (wenn es sich in Grenzen hält, hab ich auch nichts) aber das was wir jetzt haben ist einfach nur öde.

      • Milan

        Passt, Daumen hoch, dito. 😉

    • Snow Patrol

      Gerade wenn dieses Protonenmonster tief steht, kann es gefährlich für unsere Glotzkugeln sein und der Straßenverkehr wird ebenfalls gefährdet. Sofeten sehen das natürlich anders (bis sie blind sind). Jemanden Genmutation zu unterstellen ist tatsächlich sehr anmassend.

    • Milan

      Hm… liebe Cleopatra, mal eine Frage: Woher nimmst du eigentlich die Sicherheit, dass DU nicht die Genmutation hast, weil du derzeit Sonnenschein vorziehst? Vielleicht bist du ja die „Abnormale“ und nicht die, die trüberes Wetter vorziehen? 😉
      Diese Wertung wie du sie abgegeben hast, lässt nur einen Schluss zu: du fühlst dich „besser“ und „richtiger“ als sie. Muss aber nicht stimmen, kann ein totaler Irrtum sein.

  • Alptraum der Sofeten

    Kai hat ein neues Video vom 04.11.2015 (Bald geht es der Milden Luft an den Kragen)
    Ob das eine gute Umstellung wird bezüglich zum Winter die auch lange anhalten wird. man wird wieder warten müssen. Aber warten ist ja bekanntlich das halbe Leben.

  • Blizzard

    Hallo Kaltwetter.com,
    dann melde ich mich auch mal zu Wort. Ich lese seit etwa einem Monat munter die Beiträge hier auf der Seite, da ich die Seite entdeckt habe beim Durchstöbern von Google nach den zuverlässigsten Winterprognosen (Als Schneefan hofft man eben jeden Herbst erneut^^). Dabei sei gesagt, dass ich nichts von banalen Statistikauswertungen oder sonstigen Naturprognosen halte, die nur aus Zusammenhängen zweier Fakten beruhen (warmer November = kalter Winter, etc..oder die Wetterkerze..), da diese Deutungen auf Basis von zu wenigen Messwerten (=Messjahren) beruhen und daher als Zufall zu interpretieren sind.

    Physikalische, meteorologische Ansätze sind, beileibe, natürlich auch sehr unzuverlässig, dennoch stelle ich mir die Frage: Warum rechnet das amerikanische Langfristmodell mit einem zu warmem Winter?
    Denn hier, und das wünsche ich mir auch, wird von einem Kaltwinter ausgegangen (die „Anzeichen“ deuten ja darauf hin).
    Ich erinnere mich noch an letzten Herbst, da habe ich auch regelmäßig auf http://www.wetterprognose-wettervorhersage.de/ die Prognosen beobachtet. Der Winter 14/15 wurde stets als zu warm simuliert, was dann letztlich auch stimmte. Also muss man das Modell durchaus ernst nehmen (im Vergleich zu so manch anderen Prognosen). Für dieses Jahr wird eine Abweichung von +1/+3°C gegenüber dem langjährigen Mittelwert für ganz D über den gesamten Winterzeitraum simuliert.
    D.h. wir bekommen eher einen „Normalwinter“ (normal, seit dem Klimawandel) dieses Jahr?!

    P.S. Hier am Bodensee haben wir seit 2 Wochen dauernebel (zumindest Hochnebel)^^

    • Blizzard

      Nachtrag: ich finde Deine Blogeinträge hier auf der Seite übrigens sehr gut!
      Nicht, dass das jetzt falsch rüberkommt.

      • Danke und keine Sorge ^^ Kritik und Wahrheitssuche – deswegen sind wir ja hier und weil letztlich keiner weiß, was kommen wird. Das macht es ja so spannend. 😉

    • Noch ein Blizzard – da müssen wir zusehen, dass wir euch nicht durcheinanderbringen ^^
      Ein herzliches Willkommen von mir. 🙂
      Du hast natürlich recht mit den „esoterischen“ Versuchen, den Winter vorauszusagen – deswegen sehe ich solche Dinge aus der gleichen Perspektive als kritisch an.
      Andererseits sollte man auch nicht leichtgläubig auf die Computerberechnungen vertrauen. CFS ist das perfekte Beispiel, dass die Prognose ebenso falsch sein kann und wir heutzutage die Technik, die ratio und die Computer aufgrund eines technologisch-mechanistischen Weltbildes als überlegene Wahrheit völlig überbewerten.

      Ich halte es so, dass ich bei der Wahrheitssuche alles berücksichtige. Und die Indizien versuche zu bewerten. Und hier muss man festhalten, dass die Computermodelle den klimatologischen Einfluss NICHT mit berücksichtigen. Warum das so ist, das müsste man einen der Programmierer der Computermodell fragen. Vielleicht sind die klimatologischen Aspekte zu komplex oder es dauert einfach nur.
      Aus diesem Grund sehe ich die Lage so, dass die Chance auf einen Kaltwinter CP El Nino-induziert nicht bei 100%, aber bei 80% liegt. Ich denke, dass die meteorologischen Strukturen nachgeordnet sind und die klimatologischen Aspekte eine Meta-Bedeutung haben. Wetter folgt Klima könnte man vereinfacht sagen.
      Soweit zur Theorie.
      Die Praxis muss nun zeigen, wo die Wahrheit liegt.
      Darüber hinaus: Ein Mildwinter ist zu etwa 75% statistisch die Normalität in Europa. Natürlich liegen die Computermodelle da fast immer richtig, wenn sie einen Mildwinter prognostizieren. Interessant würde es also prognosetechnisch eigentlich nur dann richtig, wenn sie mal einen Kaltwinter vorhersagen, aber das habe ich bisher noch nicht erlebt 😉

      • lake-effect

        okay, wusste nicht, dass es Blizzard schon gibt. Hab mich daher kurzerhand in „Lake-Effect“ umbenannt :D, da ich das gerne mal am Bodensee hätte (glaube aber, dass es nicht einmal theoretisch möglich ist, weil der See zu schmal ist).

        Ist das wirklich so mit den 75% für einen Mildwinter.. wenn man von einer gleichmäßigen Verteilung der Temperaturmittelwerte ausgeht, dann wäre die Chance doch 50/50? Okay, seit dem Klimawandel vermutlich dann bei 75/25.

        Aber mal was anderes: Hat El Nino auf unser Klima so viel Einfluss, dachte hier in Europa ist es hauptsächlich der Jetstream (NAO, AO) und wir hoffen auf den Polarwirbelsplit an der richtigen Stelle?

        • Lake Effect Snow (LES) ^^ Klasse Name, passt! Für alle, die es nicht verstehen: http://byjrdp.myraidbox.de/les-lake-effect-snow-die-schneemaschine-aus-seewasser-und-kaltluft/

          Danke für die Umbenennung, das macht’s etwas einfacher. 🙂

          Die 75% ergeben sich rein aus den statistischen Werten der letzten Jahrzehnte. Ich hab’s allerdings auch noch nicht exakt nachgerechnet.
          Klar reden wir dann von einem deutschlandweiten Mittel – aber ich denke in den Bergen liegt die Chance wohl bei 50/50 und im Flachland bei 20/80 😉

          El Nino und der Jetstream hängen ja in gewisser Weise zusammen. Und wenn ein CP (kein EP!) El Nino die Strukturen des Polarwirbels schön durcheinanderbringt und Warmings produziert, die AO ins Negative kippt, dann ist die Chance auf Kaltwinter nun einmal erhöht, wobei die Systematik etwas komplexer ist. Das Schaubild verdeutlicht etwas mehr, wie die Systematik aufgebaut ist: http://byjrdp.myraidbox.de/wp-content/uploads/2014/12/1325_image001_3.png

          Klar muss der durch die Warmings erfolgende Polarwirbelsplit die richtige Achse haben. Wir haben jetzt 2 Jahre in Folge nur Pech und die USA nur Glück gehabt. Wird Zeit, dass es mal in Europa richtig mit einem Kaltwinter kracht 😉

  • SchneeKönigin

    Hallo zusammen!
    Liebe Cleopatra…sehr sinnig…hat die echte Cleo nicht auch die Sonne geliebt?? 😀
    Teile deine Meinung ganz und gar nicht. Finde diesen November nur noch abscheulich und pervers!! Trage immer noch Pantoletten ohne Strümpfe…mir ist es viel zu warm!!
    Hatte inständig gehofft, dass es nach diesem Mördersommer endlich mal genug mit ewigem Sonnenschein ist…tja…soll wohl nicht so sein!
    Teile Lossoth’s Meinung…das Wetter ist momentan stinklangweilig!! Herbst bedeutet für mich Sturm, Regen, grauer Himmel (mit Sturmwolken!!), Nebel…so dass man bei jedem Spaziergang glaubt, in irgendeine verwunschene Gegend gelangt zu sein…
    Außerdem stimmt deine Behauptung doch überhaupt nicht, liebe Cleopatra! Du schreibst, dass die Herbstsonne schön mild und nicht mehr giftig wie im Sommer wäre.
    Dein Frauenhaarfarn scheint da wohl anderer Meinung zu sein… 😀
    Ich jedenfalls muß mein Südfenster im Wohnzimmer schattieren, damit meine Pflanzen dort nicht alle verbrennen…
    Für mich ist die Sonne mittlerweile zum Todesstern mutiert!
    Also, wenn du dich schon hier auf dieser ausgewiesenen ‚kaltwetter‘ – Seite herumtreibst, dann mußt du unsere Vorlieben schon tolerieren!! :))

  • Jo1965

    Nana, nun seid mal nicht so streng zu Kleopatra 😉 Der schwächste Punkt in ihrem Beitrag ist, wie Kaltwetter korrekt geantwortet hat, dass die Ablehnung von Sonnenschein an sich, auch ohne Hitze, genetisch bedingt und widernatürlich sei. Diese Passage ist wirklich fast sofetenkompatibel!
    Ich selber bin auch nicht so extrem wie Kaltwetter, was tiefe Temperaturen und Sonnenschein angeht, kann das aber 100%ig nachvollziehen, weil ansonsten die Sofeten auch in den Mainstreammedien total dominieren und Leute, die anders denken und fühlen, geradezu penetrant nötigen, Dauersonnschein und Dauerwärme schön zu finden. Wäre z.B. diese jetzt wieder nicht enden wollende Warm- und Sonnenphase vielleicht 3, maximal 4 Tage lang gewesen, hätt‘ ich auch noch die schöne Seite, wie z.B. die Kombination Licht und buntes Herbstlaub genießen können.
    Aber diese möglicherweise bereits dem Klimawandel geschuldete zeitliche Penetranz und Intensität dieser Wetterlagen ist wirklich nur noch zum Kotzen und hat nichts mehr mit unserem traditionellen mitteleuropäischen Klima zu tun.
    Und trotz der kurzen Tage und der Filterung des Lichts durch den niedriegen Sonnenstand mutiert dieses Ding dann tatsächlich wieder zum Monster. Ist ja auch kein Wunder, dass Sofeten auch immer „Sonnenanbeter“ sind, wie sie sich ja selber bezeichnen, denn dieser Fusionsreaktor ist ihr „Goldenes Kalb“.
    Und auch wenn ich ab und zu und unter bestimmeten Witterungsumständen (vor allem keine Dreckshitze) sonniges Wetter mag, kann ich diese Vergötterung des Sonnenlichts an sich überhaupt nicht verstehen. Bei Wikipedia steht z.B., dass die Stadt Phoenix in Arizona 312(!) Sonnentage im Jahr hat, also 312 Tage im Jahr mit quasi wolkenlosem Himmel und Sonneneinstrahlung von morgens bis abends. Abgesehen von den Backofentemperaturen, die dort herrschen, wäre allein dieses ewige grelle Licht ein Alptraum für mich: Fast jeden Tag immer das gleiche Wetter, ständig malträtiert durch ein Photonenbombardement, gegen das man sich nur durch Dauereinsatz non Rollos, Jalousien etc. einigermaßen schützen kann. Ich würde echt kaputtgehen!
    Bei allen Unterschieden zwischen ihm und mir find‘ ich’s deshalb absolut richtig, dass Kaltwetter auch der abartigen Verherrlichung des Sonnenlichts den Kampf angesagt hat.

    • Recht so. Und Frauen mit einer schönen Nase verzeihe ich vieles 😉 http://farm3.staticflickr.com/2856/10365299724_7d3994f0f5_o.jpg

    • Snow Patrol

      Dann google mal Ben Nevis/Schottand. Höchster Berg von GB und 300 Tage im Jahr in Wolken eingehüllt:-) Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa

      • Perfekt!! Das wäre also dann mein Urlaubsexil 😀 Und ich bezweifle dass sich Sofeten dorthin verirren bei dem Wetter ^^ Spätestens wenn sie an meinem zyklopischen Alptraumtorbogen mit den organisch wirkenden Lettern „Ad maiorem hiemis gloriam“ entlangwanken, werden sie wissen, dass sie mein Reich betreten und sie werden wohl schreiend wieder von dannen ziehen 😉

        • Snow Patrol

          Sie werden es bis dahin höchstwahrscheinlich gar nicht schaffen, weil sie mit der Gehirnzellenanzahl eines Andreas Gabalier sich garantiert verlaufen werden und in die Schlucht auf der Nordostseite hinunterfallen könnten. „Skeletons of society“ sagen dann in vielen Jahren unsere Nachfahren zu ihren Überresten..

      • Wahnsinn. Schottland liebe ich ohnehin, aber der Berg hat was in Form, Geschichte und Klima. https://de.wikipedia.org/wiki/Ben_Nevis

        • Lossoth

          Ja Schottland ist toll und Sofeten findest du dort allerhöchstens im Hochsommer in der Gegend von Edinburgh. Im Norden ist man vor ihnen sicher. Hab mir da auch schon ein paar Orte für meinen „Altersruhesitz“
          ausgesucht.

          • Gute Wahl! Hoffentlich machen dann die arthritischen Gelenke mit. Sonst mit Whisky ölen, vermute ich 😉

          • Lossoth

            Der Whisky wird dann sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet.
            Alkohol konserviert ja bekanntlich. Da hab ich dann -hoffentlich- auch lange was von meiner Rente.

          • Kann manchmal die letzte Rettung sein. Hier die verhängnisvolle Entwicklung einer Sofetin durch zu viel Sonne samt irrationaler Aggression gegen Normalwetteranhänger: https://www.facebook.com/torsten.schulz.1000/videos/490647177762941/

          • Milan

            Schönes Torffeuer machen – innen und außen. *lol

          • Milan

            Wie wäre es mit Glen Lyon? *lol

        • Milan

          Ich bin Schottlanfan. 😉 Habe sehr lange Zeit dort verbracht und öfter. Ein herrliches Klima. Ausgeglichener, dem Körper sehr zuträglich und ziemlich nass. Vor allem nicht dauernd diese Sonne. Und das Wetter: dauernd anders. Sehr interessant und in gewissem Sinne auch eine Herausfoderung. Hatte aber auch mal eine Begleitung, die dauernd gefroren hatte und sich über die „Kälte“ beklagte. Dem hatte ich dann die Frage gestellt, wieso er überhaupt mitfuhr. War doch bekannt. 😉

      • Jo1965

        Danke für den Hinweis! Liest sich wirklich spannend.

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