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Die NOAA hat die Temperatur- und Klimadaten für den Planeten Erde im Oktober 2016 ausgewertet und veröffentlicht.

Nach wie vor eine alarmierende jährliche Steigerungsrate von mehr als 3 ppm (früher: 1 ppm); © <a target="_blank" href="http://www.esrl.noaa.gov/gmd/ccgg/trends/">NOAA</a>
Nach wie vor eine alarmierende jährliche Steigerungsrate von mehr als 3 ppm (früher: 1 ppm); © NOAA

Das Ergebnis ist eine Fortsetzung aus dem September 2016, die überrascht: „Nur“ der drittwärmste Oktober aller Zeiten. Grund dafür ist vor allem die sibirische Anomalie, die sich aus veränderten Luftströmungen der überwarmen Arktis ergibt und die zu massiven Schneefällen geführt hat – wir hatten dies bereits in verschiedenen Artikeln im Vorfeld der Winterprognose besprochen.
An der Klimakatastrophe ändert dies zunächst nichts. Vor allem, weil im Gegensatz zu den erstmals seit Jahren sinkenden Landtemperaturen aufgrund einer völlig neuen klimatischen Lage im Winter in einer Klimakatastrophe die Ozeantemperaturen unverändert hoch bleiben.
Am Ende wird das gesamte Jahr 2016 somit auf jeden Fall ein neues Hitzerekordjahr in der Summe der 12 Monate.

Dennoch ist der Oktober 2016 in den globalen Zahlen ein positiver Schock. Nur Platz 16 auf der Hitzeliste der wärmsten Landtemperaturen der Nordhemisphäre wie auch global für beide Hemisphären zusammen!
Was sich daraus auch im November ergeben wird, mutet spannend an – zumal sich die Lage in Sibirien im aktuellen Monat noch kälter geworden ist. Ob sich hier eine spätherbstliche/winterliche Abkühlung der Erde durch neue Kälteverteilungen aufgrund einer brennenden Arktis (siehe letzten Abschnitt des Artikels) ergibt, ob es nur eine extrem seltene Schwankung ist oder gar eine Abkühlung der Erde durch Wärmeabstrahlung in den Weltraum aufgrund von Wärmströmungen von der Troposphäre in die Stratosphäre, das muss man geduldig abwarten.

Die Zahlen stellen aber zum ersten Mal seit Jahren (!) eine landbezogene Erholung der Erde dar – eben aufgrund der arktischen Erhitzung (deren Temperaturen von der NOAA nach wie vor wegen fehlender Messbojen nicht berücksichtigt wird, daher die graue Fläche in den diesbezüglichen Karten), die zu einem sibirischen Kälteblock auf dem Kontinent führt. Es hat beinahe den Anschein, als ob die Erde in eine neue Phase der Klimakatastrophe eintritt: Vielleicht mit einem Radikalismus aus Kaltwintern und brüllend heißen, lebensgefährlichen Sommern in Europa …

Man beachte unbedingt bei den angegebenen Zahlen, dass
(a) das verwendete Mittel nicht der übliche Dreißigjährige Zeitrahmen ist (außer bei den Karten, wie angegeben), sondern das 20. Jahrhundert komplett als Maßstab verwendet wurde, also die Jahre 1901-2000.

(b) die beiden Regionen, in denen die stärkste Erwärmung auftritt, die Arktis und die Antarktis werden bei den Messungen und angegebenen Daten aufgrund nach wie vor fehlender Instrumente ausgespart. Die tatsächliche Erwärmung des Planeten ist somit noch (vermutlich deutlich) höher.

Ergebnis: Der Monat Oktober 2016 liegt global auf Platz 3 der heißesten Oktobermonate seit Messungsbeginn.

Die Daten werden nach Landmassentemperaturen und Ozeantemperaturen unterteilt und lauten wie folgt:
Landtemperatur: +0.76 Grad über dem Mittel = Platz 16 aller jemals im Oktober gemessenen Werte (bisheriger Rekord: 1.35 im Jahr 2015)
Ozeantemperatur: +0.72 Grad über dem Mittel = Platz 2 (bisheriger Rekord im Oktober: +0.86 im Jahr 2015)
Land und Ozean somit: +0.73 Grad über dem Mittel = Platz 2 (bisheriger Rekord im September: +0.99 im Jahr 2015)

Diese Zahlen sind eine Sensation!
Platz 16 (!!) bei den Landtemperaturen nach endlosen Monaten und Jahren der Hitzerekorde. Dabei ist keine sanfte Abkühlung zu verzeichnen, sondern ein sagenhafter Absturz um 0.59 Grad!
Auch die Ozeantemperaturen sind, wenngleich auf Platz 2 um sagenhaft 0.14 Grad niedriger, was für die schwankungsresistenten Wassertemperaturen eine echte Hausnummer ist.
Global betrachtet landet die Erde somit zwar im Oktober auf dem dritthöchsten Hitzeplatz aller Zeiten, doch die Reduzierung zum Rekord vom letzten Jahr beträgt satte 0.26 Grad, was für sich genommen der Hitzesumme aus ungefähr 15 Jahren entspräche.

Wie kann dies sein?
Ich gehe davon aus, dass die abnormen Hitzemengen in der Arktis, die 20 Grad im Mittel (!) betragen, die Daten gewissermaßen verfälschen, da die Arktis von der NOAA nicht bei den Statistiken berücksichtigt wird. Die völlig abstruse Hitze in der Arktis führt, wie wir mittlerweile wissen, zur Bildung eines großen Kältepotentials in Sibirien (was auch unten auf den Karten überdeutlich zu sehen ist) und senkt damit radikal die Temperaturen. Dies wurde im übrigen bereits vor Jahren als Folge der sog. „Arktischen Verstärkung“ und Folge der Klimakatastrophe vorhergesagt. Wie es aussieht, scheint die Arktis als klimatologischer Kipppunkt nun zu fallen. Paradoxerweise könnte das vermehrte Kaltwinter in Eurasien bedeuten, auch in Europa. Indizien dafür sehen wir bekanntlich derzeit in der Diskussion um den Verlauf des kommenden Winters. Der Winter 2016/17 wird somit auch eine Blaupause und Beleg, wie die Klimakatastrophe im Winter sich auswirken wird: Kaltwintergerechtigkeit für Europa? Oder am Ende doch wieder durch andere Faktoren eine stetige Steigerung der Temperaturen, bis der Winter vollständig in Deutschland verschwunden sein wird? Mehr dazu am Ende dieses Artikels.

Globale Temperaturentwicklung Land und Ozean im Monat Oktober; © NOAA
Globale Temperaturentwicklung Land und Ozean im Monat Oktober. Deutlich ist der Absturz vor allem der Landtemperaturen zu sehen; © NOAA
Globale Temperaturentwicklung Nördliche und Südliche Hemisphäre im Monat Oktober; © NOAA
Globale Temperaturentwicklung Nördliche und Südliche Hemisphäre im Monat Oktober; © NOAA

Temperaturverteilungen auf dem Planeten

Im Oktober 2016 fällt ohne viel Mühe der gigantische Kälteklotz in Sibirien aufgrund der massiven Schneefälle und diese wiederum aufgrund des geringen Meereises der Arktis ins Auge.

Der „kalte Fleck“ im Atlantik, den viele für eine Abschwächung des Golfstroms gehalten haben, ist nach wie vor vorhanden. Neueste Erkenntnisse der internationalen Forschung deuten auf einen tatsächlichen Zusammenhang mit der Schmelze des Grönlandeises! (Dazu folgt demnächst von mir ein Artikel, der die Ergebnisse der Forschung zusammenfasst). Es ist also wohl doch nicht so, dass der Windstress (vgl. auch die Diskussion um alternative Erklärungen zum Golfstromausfall) die Ursache für den „Kalten Fleck“ ist, wie ich es noch vor kurzem angenommen habe. Es scheint eher so zu sein, dass mit dem Herbst und vor allem dem Winter mit dem jahreszeitlichen Stoppen der Schmelze auch der Kalte Fleck kleiner wird, bevor er im Frühling und Sommer analog zur Eisschmelze wieder größer wird und deutlicher hervortritt.

Bitte beachten: Die hier dargestellten Veränderungen beziehen sich auf die Klimakatastrophenjahre 1981-2010 und nicht auf das Mittel 1901-2000, um deutlich zu machen, ob sich die Klimakatastrophe weiter verschärft oder sie abklingt. Das bedeutet: Allein um einen Vergleich zur Zeit vor dem Start der beschleunigten Klimakatastrophe zu erhalten, muss man für globale Verhältnisse etwa +0.2 Grad dazuzählen.

Unfassbar: Die Nordhalbkugel im Griff sibirischer Kälteerlösung!, © NOAA
Unfassbar: Die Nordhalbkugel im Griff sibirischer Kälteerlösung!, © NOAA

Klima-Höhepunkte

In der Grafik der NOAA zeigen sich im Oktober 2016 wie immer endlose Beispiele für zu heiße und/oder zu trockene Gebiete, aber dank dem Sibirischen Kälteblock und WACCY (siehe unten) auch zu kalte Gebiete!

1. Zu heiße Regionen: Hier sind vor allem die USA, Südamerika und Afrika zu nennen.

2. Zu trockene Regionen: Alaska und Skandinavien erlebten einen deutlich zu trockenen Monat.

3. Zu kühle Regionen: Sibirien, klar. Außerdem aber auch noch Australien.

4. Hurricanes: La Nina-Zeit ist Hurricane-Zeit! „Matthew“ auf dem Atlantik vor der Ostküste der USA war der erste Kategorie 5-Hurricane seit 2007!

5. Die Lage an den Polen verschärft sich wieder: In der Arktis gab es ein Rekordminimum verglichen zum Aufzeichnungsbeginn 1979 und in der Antarktis den zweitniedrigsten Stand von Meereseis.

Die Arktis brennt, die Kontinente kühlen im Winter aus: Waccy!

Die Klimakatastrophe scheint möglicherweise einen neuen Kipppunkt überschritten zu haben.
Die Arktis verzeichnet Rekordtemperaturen, die teilweise 20 Grad (!) über dem Mittel lagen, das Meereis schmolz im für den Winter entscheidenden Oktobermonat im Zeitraffer. Das Ausmaß der Eisschmelze war bereits im September ganz normalen Kreuzfahrtpassagieren bewusst geworden, die von dem fehlenden Eis völlig schockiert gewesen waren: Video.

Dazu muß man wissen, dass der Effekt der „Polaren Verstärkung“ in einer Klimakatastrophe in Form einer globalen Aufheizung im anthropogenen Zeitraffer die Pole deutlich stärker erwärmt als den Äquator. Dies hat mit den spezifischen Bedingungen an den Polen zu tun, allen voran die Albedorückkopplung beim Schnee- und Eisverlust und die niedrigere Atmosphäre: Polare Verstärkung.
Die Auswirkung der möglichen Überschreitung eines Kipppunktes in der Arktis könnte im sogenannten WACCY-Effekt liegen. Dieses englische Akronym bedeutet „(W)arm (A)rctic, (C)old (C)ontinents“, also warme Arktis und kalte Kontinente (das „y“ wurde hinzugefügt, um den einprägsamen Begriff zu erhalten und ihn mit der zusätzlichen Bedeutung „verrückt“ = waccy zu versehen). Wenn man sich die Erdkugel vorstellt, so führt eine Erhitzung der Polbereiche dann zum Gegenteil auf den benachbarten, südlichen Regionen, wohin die Kälte verdrängt wird, könnte man vereinfacht sagen.

Der sibirische Kälteklotz mit einer (Beinahe-)Rekordschneedecke ist der Beweis dafür und wurde auch so in dieser Form von Dr. Judah Cohen als Ursache für anhaltende, weit gefächerte Kaltgebiete im kommenden Winter gesehen. Ob es so kommen wird, steht jedoch in den Sternen, da eine solche Situation wie in diesem Winter einmalig ist, d.h. es hat sie für einen unbestimmten Zeitraum nicht mehr gegeben, wobei es unbekannt ist, ob sich dieser Zeitraum auf tausende oder Millionen Jahre erstreckt oder sogar auf die gesamte Erdgeschichte – vergessen wir nicht, dass der Zeitfaktor der anthropogenen Klimakatastrophe so rasend schnell verläuft, dass zumindest die Geschwindigkeit dieser Entwicklung einzigartig sein dürfte.

So zeigt das Bild der Welt aktuell nahezu lehrbuchhaft den WACCY-Effekt einer Hitze in der Arktis, die mit bis zu 20 (!) Grad über dem Mittel beinahe die Skalen sprengt und in den Breiten südlich der Arktis dann die teilweise deutlichen Abweichungen zum Temperaturmittel erzeugt, allen voran Sibirien:

WACCY-Effekt mit warmer Arktis und kalten Kontinenten; © <a target="_blank" href="http://www.karstenhaustein.com/climate">Karsten Haustein</a>
WACCY-Effekt mit warmer Arktis und kalten Kontinenten; © Karsten Haustein

Es bleibt die Frage offen, ob es sich um eine Ausnahmeerscheinung handelt oder ob durch das Überschreiten eines Kipppunktes jetzt jedes Jahr diese Entwicklung ab etwa dem Oktober zu beobachten sein wird.
Weiterhin bleibt die Frage offen, ob sich der Waccy-Effekt dann auch auf Europa erstreckt oder doch nur auf Sibirien oder ob er sich mit zunehmender Steigerung der Klimakatastrophe ausweitet. Selbst im aktuellen Fall einer Beschränkung auf Sibirien könnte der Waccy-Effekt die Winterchancen für Deutschland beträchtlich erhöhen, wenn die Wetterlagen sich auf eine Ostlage einpendeln und der sibirische „Kühlschrank“ angezapft wird.
Noch eine Frage bleibt offen: Was passiert nach Waccy? Erwartet uns ein Hitzefrühjahr der Hölle, wenn die Hitze auf der Nordhemisphäre brutal zurückschlagen wird, sobald Waccy mit steigendem Sonnenstand wieder verschwindet? Oder geschieht dies doch erst im Sommer? Oder könnte sogar der Sommer kühler werden? Letzteres mit großer Wahrscheinlichkeit nicht, im Gegenteil. Mit dem Winter wird auch der Waccy-Effekt verschwinden und die Nordhalbkugel in den vollen „Genuss“ der Auswirkungen einer außer Kontrolle geratenen Klimakatastrophe kommen.

"Arktische Todesspirale" mit Vergleich der Meereisausdehnung (im monatlichen Mittel) von 1979-2014. © <a target="_blank" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Arctic-death-spiral.png">Andy Lee Robinson auf commons.wikimedia.org</a>, Lizenz: <a target="_blank" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en">CC BY-SA 3.0</a>
„Arktische Todesspirale“ mit Vergleich der Meereisausdehnung (im monatlichen Mittel) von 1979-2014. © Andy Lee Robinson auf commons.wikimedia.org, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Am Ende deutet sich an, dass sich das Klima so verändern könnte, dass wir zwischen 45-Grad-Sommern und eiskalten Wintern pendeln. Besser als 45-Grad-Sommer und 20-Grad-Weihnachten wäre das allemal. Dennoch geben die Entwicklungen unabhängig von Hitzevermeidung und einer potentiellen Rückkehr echter Winter größten Anlass zur Sorge, spiegeln sie doch die Anzeichen für eine Welt ab, die sich klimatisch an einem gigantischen Abgrund befindet und deren Folgen, wenn sie bereits jetzt so stark und extrem in Erscheinung treten, im Jahr 2030 oder 2040 vollkommen unvorhersehbar im Ausmaß von Katastrophen sind.

Das Ende der Arktis ist dabei bereits unumkehrbar. Zwar wird das Meereis im Winter trotz aller Hitzerekorde wieder wachsen. Dennoch sind die Lebensräume und die Tierarten des Polarkreises dem Untergang geweiht. Allein diese Tragödie sollte man nicht achselzuckend hinnehmen. Denn diese Entwicklung ist nur ein Symptom von vielen Morden an der Natur, die alle auf die Kappe der Menschheit gehen, weil wir Gier, Profit und Rücksichtslosigkeit über Verantwortung und Respekt setzen. Wohlgemerkt: Ich bin kein linkspolitischer Ökofaschist, der die Globalisierung verteufelt und den Kapitalismus. Die menschliche Natur braucht Anreize und eine Form des Kommunismus ist realitätsfern und der völlig falsche Weg. Aber es wird allerhöchste Zeit, dass wir unsere Lebensweise auf globaler Ebene radikal überdenken und schnellstens ebenso radikal verbessern, damit die Erde, ihre Naturräume und Tiere, für die wir die Verantwortung tragen und letztlich wir selbst, eine kleine Chance zum Überleben erhalten. Denn mehr wird es zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr sein als diese nur noch kleine Chance angesichts des Ausmaßes der bereits laufenden biologischen Massenvernichtung, dem Ausmaß emittierter Treibhausgase und dem in Gang gesetzten und mittlerweile unaufhaltsamen, weil selbsterhaltenden klimatischen Kollaps.

Artikel aus dem Internet zur Arktiserwärmung und dem Waccy-Effekt
Zeit: Die Arktis glüht
Spektrum.de: Die Arktis bleibt sommerlich
Wikipedia: Folgen der globalen Erwärmung in der Arktis
Wiki-Bildungsserver: Kalte Winter in Europa
Bild der Wissenschaft: Klimawandel macht eurasische Winter kälter
Welt: Warum es am Nordpol plötzlich warm wird (Artikel von 2015 zu den Plustemperaturen am Nordpol)

Temperaturen auf der Erde im Laufe der geologischen Epochen von 500 Millionen Jahren vor unserer Zeit bis heute, © :Glen Fergus, hg6996 auf commons.wikimedia.org, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Temperaturen auf der Erde im Laufe der geologischen Epochen von 500 Millionen Jahren vor unserer Zeit bis heute. Der Mensch existiert erst seit max. 1 Million Jahren (ganz, ganz rechts…), © :Glen Fergus, hg6996 auf commons.wikimedia.org, Lizenz: CC BY-SA 3.0

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  • Leon

    Sollte der Effekt eintreffen, würden wir ab jetzt jeden Monat bis nächsten Winter 2017/2018 vor vielen Fragezeichen stehen und immer etwas Neues erleben.
    Alte Regeln werden über Bord geworfen werden müssen weil wenn der kipppunkt Arktis jetzt schon eingetroffen ist, fehlt der nordhemisphäre im Sommer die natürliche Klimaanlage.

    Interessante aber höchst bedrohliche Zeit in der wir leben.
    Ich hoffe das sich mehr Menschen damit beschäftigen und Umdenken. Und vorallem hoffe ich das in ach so tollen klimaverträgen auf Gelaber taten folgen.

    • Auf letzteres würde ich nicht wetten … Die Erfahrung zeigt uns aus der etwa nur 10.000jährigen Geschichte und Vorgeschichte, dass es immer erst abertausende bis Millionen Opfer geben muss, bevor die Menschheit auch nur beginnt, umzudenken.

      • Sven Rindermann

        Ich sehe es noch etwas anders…Die Natur holt sich alles selbst zurück..Egal ob Klimaleugner oder nicht.Ich hoffe und wünsche mir nur , das meine Kinder in der Lage sind auf die Straße zu gehen, und somit die Politik zum umdenken bewegt. Ich glaube einfach, das für uns ( ich spreche da jetzt eher von meiner Altersstufe 🙂 ) der Zug abgefahren ist.Werde weiter politisch nix sagen, weil ich mit meiner Meinung mal ziemlich großen Shitstorm bekam. ( Nein es ging nicht um die AFD)

      • Leon

        Ich weiß… vermutlich werden noch einige Katastrophen passieren müssen, wobei die Natur nicht mehr viele davon aushält.
        Für mich ist das nicht mehr als eine Vergewaltigung an unserem Planeten, der wie Durch ein Wunder (manche nennen es gott) perfekte Bedingungen bot bis die „Intelligenz“ der Menschheit kam.

  • Asaad Chneker

    Schöner Bericht!

  • HaMa1975

    Erschreckend guter Bericht ! Auf der WACCY-Effekt-Karte sehe ich aber auch eine zu warme Antarktis (Spätfrühling), ein nicht gerade kleines Gebiet weist ebenfalls +20K auf. Und noch was Leute: Die Modelle, welche das Wetter der nächsten Wochen berechnen, halten sich an spezielle Berechnungsformeln; also das, was der Mensch ihnen einprogrammiert hat. Mit Hilfe der Stations- und Meßdaten wird dann ein Modell berechnet. Allerdings sieht diese Formel keine +20K oder -20K dieses gigantischen Ausmaßes vor – also abwarten und Eistee trinken, wenn das GFS z.B. mal wieder den Frühling ausruft ! ;-))

  • Jo1965

    Ich halte den global entfesselten Kapitalismus allerdings für eines der Hauptübel, denn dieses Wirtschaftssystem kennt nur eine Richtung: Wachstum, Wachstum und nochmals Wachstum ohne jede Rücksicht auf die Begrenztheit der natürlichen Ressourcen. Zudem frisst dieser Wachstumsirrsinn auch technische Fortschritte zur Ressourcenschonung fast ständig auf. Was nutzt es z.B., wenn ein Auto nur noch die Hälfte verbraucht, sich die Anzahl der Autos aber verdreifacht?
    So wie der planwirtschaftliche Pseudosozialismus zu Recht auf dem historischen Müllhaufen der Geschichte gelandet ist, hätte es der Kapitalismus ebenfalls verdient. Das Problem ist aber, dass dieses System nicht wie der Realsozialismus einfach lautlos verröcheln wird, weil es eine derartige Eigendynamik und gewalttätige Widerstandskraft besitzt, dass es entweder erst durch einen finalen globalen ökologischen und sozialen Kollaps mit allen daraus resultierenden katastrophalen Folgen beeendet wird oder es doch gelingt, durch eine Art radikale „Transvolution“ in eine echte funktionierende Alternative die Kurve zu kriegen, wobei meine Hoffnung auf letzteres nahezu erloschen ist.
    Obwohl ich mich politisch eindeutig links verorte, habe ich mit irgendwelchen Weltrevolutionsspinnereien nie etwas am Hut gehabt und immer versucht, ausgehend von den realen Verhältnissen Vorstellungen zu entwickeln, wie Verbesserungen aussehen können. Deshalb gefällt mir auch der Begriff der Transvolution so gut, da er zum einen die Revolution als Bruch mit dem Bestehenden beiinhaltet, zum anderen aber auch die Transformation als fließenden Übergang.
    Deshalb bitte beachten: Meine Vorstellung der Transvolution hat nix mit dem hier zu tun
    http://www.wirtschaftslexikon.co/d/transvolution/transvolution.htm

    • Als konservativer Mensch, den heute vermutlich der linkspolitische Wahnsinn als „rechts“ verordnen würde, obwohl er das nicht ist (das wären eher die bemitleidenswerten Irren der NPD und Konsorten) und als von einer Tradition eines Sozialismus der Mitte Träumenden, der Brandt, Schmidt und Schröder nachtrauert, finde ich das einen vernünftigen und sehr interessanten Ansatz!
      Transvolution als Mittel, um dem Kapitalismus Benehmen beizubringen? Gefällt mir. Die Frage ist natürlich, wie man so etwas umsetzen könnte. Vermutlich wird der Druck der Ereignisse selbst dafür sorgen.

      Ich denke, wir werden gerade Zeugen eines Zusammenbruchs alteingefahrener Politikstrukturen: Die Politiker wollen sich abkapseln als Elite und ihre Macht autoritär verteidigen und scheuen dabei auch vor schleichender Entdemokratisierung, die sie schlau und marketingoptimiert als „Notwendigkeit“ verkaufen und was Merkel ja in der DDR in der Jugend gelernt hat, nicht zurück.
      Die Menschen reagieren mit Widerstand und Protestwahlverhalten, weil sie nicht so dumm sind, wie die Politiker es gerne hätten. Global brechen die Demokratie zusammen und die gute alte Tyrannis erhebt auch überall ihr schreckliches Haupt. Ich bin ungewohnt optimistisch, dass all diese Symptome die Zeichen einer neuen Zeit sind, an deren Ende (transvolutionär?) die Menschheit erwachsen wird. Die Alternative bestünde nämlich in der Auslöschung. Wir befinden uns an einer historisch einmaligen Weggabelung. Denn die Welt ist global geworden. Mit ihr auch die Risiken. Und die Chancen. Um letztere zu erkennen und entgegen aller irrationalen Gier auch zu verfolgen, bedarf es wie immer im schlimmsten Fall Weltkriege und viele Millionen Opfer. Aber vielleicht geht es ja auch einmal anders. Das hoffe ich zumindest.
      Letztlich kann der Streit über den Weg in die Zukunft auch nur im Kampf entschieden werden, weil es keine objektive Wahrheit dazu gibt und traditionell die Menschheit sich in solchen Fällen in 2 Lager spaltet, von denen beide als Verlierer aus den Kriegen hervorgehen, aber der Weg der einen sich dann durchsetzt.
      Am Ende, davon gehe ich immer aus, wollen alle seltsamerweise das Beste für uns und unsere Kinder und Kindeskinder – bis auf ein paar wenige, die wirklich anarchisch sind und zerstören wollen, egal ob von rechts (NPD) oder links (Antifa und Konsorten).

    • Autumn

      So, habe endlich Zeit wieder hier vorbei zu schauen und wollte eigentlich genau DAS schreiben! Unterschreibe hier mal zu 100%.

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