Besitzt der
Besitzt der "Blutmond" magische Kräfte und zaubert uns eine Kältelage herbei?; © Oliver Stein auf commons.wikimedia.org, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Der DWD hat die Klimabilanz für Deutschland für den ersten Herbstmonat September 2015 herausgegeben (PDF) und hier die Klimabilanz, symbolisch zusammengefasst aus der Sicht eines Sommerfetischisten:

September 2015: Kälte-Volltreffer! - © <a target="_blank" href="https://www.flickr.com/photos/31244652@N00/12449412">Jerry Daykin auf flickr.com</a>, Lizenz: <a target="_blank" href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">CC BY 2.0</a>
September 2015: Kälte-Volltreffer! – © Jerry Daykin auf flickr.com, Lizenz: CC BY 2.0

Mit anderen Worten: Der September 2015 ist der erste Monat seit August 2014, der Temperaturwerte UNTER dem Mittel 1961-1990 erreichte.
Rumms.
Das muss man sich erstmal vor Augen halten. Sie dürfen sich auch gerne kneifen, ob das nicht wieder einer dieser Träume ist, die oft im Glutsommer daherkommen und aus denen man dann, ohne es zu wollen, schreiend und schwitzend aufwacht. 😉

Die Karten sprechen Bände (die Werte unterscheiden sich geringfügig von den „offiziellen“ DWD-Daten, da hier andere Messstationen vermutlich ausgewertet werden. Insgesamt aber dennoch die beste frei verfügbare Datendarstellung):

Temperaturkarte Deutschland im September 2015, © <a target="_blank" href=" http://www.bernd-hussing.de/klima.htm"> http://www.bernd-hussing.de/klima.htm</a>
Temperaturkarte Deutschland im September 2015, © http://www.bernd-hussing.de/klima.htm

Niederschlagskarte Deutschland im September 2015, © <a target="_blank" href=" http://www.bernd-hussing.de/klima.htm"> http://www.bernd-hussing.de/klima.htm</a>
Niederschlagskarte Deutschland im September 2015, © http://www.bernd-hussing.de/klima.htm

Sonnenscheinbelastungskarte Deutschland im September 2015, © <a target="_blank" href=" http://www.bernd-hussing.de/klima.htm"> http://www.bernd-hussing.de/klima.htm</a>
Sonnenscheinbelastungskarte Deutschland im September 2015, © http://www.bernd-hussing.de/klima.htm

Was ist der Grund für den plötzlichen Wechsel vom Höllensommer in einen Traumherbst?
Vermutlich wirkte sich der El Niño weiterhin in Form einer verstärkten negativen Arktischen und negativen Nordatlantische Oszillation aus. Dies wiederum begünstigt ein „Ausbeulen“ des Jetstreams und Tröge, die sich weit nach Süden bewegen und im günstigsten Fall Deutschland und Europa erreichen.

Dies war im September tatsächlich häufig der Fall und die aufeinanderfolgenden Wetterlagen von Hochs und Tiefs begünstigten das Heranführen von Kaltluft und sahen gottlob bis auf die ersten ein, zwei Septembertage keine Zufuhr von tropischer Luft aus dem Süden. Der Süden und Südosten musste aber leider zu Beginn des Monats noch etwas länger als der Rest Deutschlands leiden.

Das Ergebnis am Ende: Einer der klimatisch goldenen Momente, wenn nach endlosen zu warmen Monaten ein einzelner Monat wieder normal bzw. im Mittel leicht zu kühl wird.

Der Monat September 2015 war in Deutschland 0,3 Grad zu kühl und ist somit der erste Monat nach August 2014, der nicht zu warm war!

Die bisherigen Monate des Jahres bestätigen dennoch, dass die Klimaerwärmung nach wie vor aktiv ist – global ohnehin!

Januar 2015 = 2,2 Grad Celsius im Mittel = +2,7 Grad zu warm (2014: +2,6 Grad)
Februar 2015 = 0,7 Grad im Mittel = +0,3 Grad zu warm (2014: +4,7 Grad)
März 2015 = 5,2 Grad Celsius = +1,8 Grad zu warm (2014: +3,4 Grad).
April 2015 = 8,6 Grad Celsius = +1,2 Grad zu warm (2014: +3,4 Grad).
Mai 2015 = 12,5 Grad im Mittel = +0,4 Grad zu warm (2014: +0,3 Grad).
Juni 2015 = 16,0 Grad im Mittel = +0,6 Grad zu warm (2014: +0,7 Grad).
Juli 2015 = 19,5 Grad Celsius = +2,5 Grad zu warm (2014: +2,4 Grad).
August 2015 = 19,9 Grad Celsius = +3,4 Grad zu warm (2014: -0,5 Grad).
September 2015 = 13,0 Grad Celsius = -0,3 Grad zu kalt (2014: +1,6 Grad).

Noch einmal zur Erinnerung: Es handelt sich um monatliche MITTEL-Temperaturen. Zur groben Einschätzung halte man in Erinnerung, dass +1 Grad über dem Mittel etwa 3 Grad zu hohe Tagestemperaturen im Flachland bedeuten, also z. B. statt 16 Grad 19 Grad. +2 Grad über dem Mittel entsprechend ca. 6 Grad zu hohe und +3 Grad etwa 9 Grad zu hohe Tagesmaxima.

Quellen für alle Temperaturen: DWD, Zeitreihe der Lufttemperatur in Deutschland, Wetterkontor.

Die Dürre in der „Deutschen Sahelzone“ (DSZ) hat sich zwar entspannt, aber im Süden ist die Trockenheit der Böden nach wie vor äußerst akut – sehr ungewöhnlich für den ersten Herbstmonat und eine Folge der vielen meridionalen Wetterlagen und dem Ausbleiben der Westdrift, die in Europa normalerweise für den Regen* (und leider auch für Wärme) sorgt. Auch die berüchtigten Vb-Wetterlagen mit Starkregen im Alpenraum sind bisher trotz eines durch den Sommer überhitzten Mittelmeeres nicht zu verzeichnen gewesen.

Dürrezustand am 21.09.2015 in 25 cm Bodentiefe (links) und 1,8 Meter Bodentiefe (rechts), © <a target="_blank" href="http://www.ufz.de/index.php?de=33328">Helmholtz-Zentrum Dürremonitor</a>
Dürrezustand am 21.09.2015 in 25 cm Bodentiefe (links) und 1,8 Meter Bodentiefe (rechts), © Helmholtz-Zentrum Dürremonitor

(1) Temperaturen im September 2015

Reihenfolge der Bundesländer, von Bundesländern mit der besten, also niedrigsten Temperatur bis hin zu den Klimaopfern mit der höchsten Temperatur – wobei im September selbst das wärmste Bundesland Brandenburg nur geringfügig über dem Mittel lag und der Norden ohnehin eine niedrigere Mitteltemperatur aufweist und nur knapp unter dem Mittel landete. Insgesamt war die Temperaturspannbreite also nur gering, wie es bei bundesweit zu kühlen Temperaturen typisch ist:

Platz 1-3: Bayern, Thüringen und Saarland 12,5 Grad
Platz 4 und 5: Hessen und Baden-Württemberg 12,6 Grad
Platz 6: Rheinland-Pfalz: 12,7 Grad
Platz 7: NRW 12,9
Platz 8 und 9: Niedersachsen und Sachsen: 13,3 Grad
Platz 10 und 11: Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt: 13,5 Grad
Platz 12: Mecklenburg-Vorpommern: 13,9 Grad
Platz 13: Brandenburg: 14,0 Grad

Die Diskrepanz zum schlimmsten Monat seit Jahren, dem August 2015, ist augenfällig: Mit 18-21 Grad im August ergibt sich im Mittel ein Absturz, den man so extrem selten sieht. Da wünscht man sich für die kommenden Monate für die nächsten 25 Jahre ähnliche Monate wie den September, um die Leiden der Klimakatastrophe der letzten 25 Jahre auszugleichen! Letztlich kann sich niemand beschweren: Die Temperaturen waren im September hoch genug, dass man immer noch im T-Shirt* herumlaufen konnte und die Heizung aus bleiben durfte (vorausgesetzt man lebt in einer vorschriftsmäßig gedämmten Wohnung).

(2) Niederschlag im September 2015

Weder Fisch noch Fleisch – das Niederschlagssoll fällt mit 92% unbefriedigend, aber nicht katastrophal wie in den Vormonaten aus. Die meridionalen Lagen brachten wenig Regen, aber genug, um am Soll zu kratzen. Regional gab es dennoch weiterhin Dürren und um die 7-monatige Dürre (in Hessen wurde zum ersten Mal seit Januar!!! das Regensoll wieder erreicht) zu beheben, reichte der insgesamt mäßige Niederschlag nicht aus, vor allem im Süden.

Die einzelnen Bundesländern in absoluter Reihenfolge, beginnend mit den regenreichsten Ländern als positives Vorbild bis hin zu den bedauernswerten, regenarmen Bundesländern:

Platz 1: Saarland 105 l/qm
Platz 2: Schleswig-Holstein mit 95 l/qm
Platz 3: Rheinland-Pfalz 85 l/qm
Platz 4: NRW mit 80 l/qm
Platz 5 und 6: Hessen und Niedersachsen 65 l/qm
Platz 7 und 8: Baden-Württemberg und Bayern mit 50 l/qm
Platz 9-12: Sachsen, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg mit 45 l/qm
Platz 13: Sachsen-Anhalt 35 l/qm

Halten wir also hier fest, dass es in Sachen Niederschlag noch ein großes Potential gibt und dass die Trockenheit eine Folge der zumeist meridionalen Wettermuster ist. Wenn der fehlende Regen dann im Winter als Schnee fallen würde, läge mir eine Beschwerde fern 😉

(3) Sonnenscheinbelastung im September 2015

Trotz meridionaler Wetterlagen gab es aufgrund von Tiefs genug Wolken, um die Sonnenscheinbelastung* auf einen Wert knapp unter dem Soll zu reduzieren (91%) – eine Labsal nach dem Sonnenterror des Sommers, sollte man meinen. Dennoch war insbesondere das Ende des Monats in vielen Regionen mit tagelanger Dauersonne ohne ein erlösender Wölkchen erneut ein Stimmungskiller.

Die einzelnen Bundesländer, angefangen mit dem besten, also niedrigsten Wert und endend mit den Sonnenopfer-Ländern:

Platz 1: Thüringen mit 115 Stunden
Platz 2 und 3: NRW und Hessen mit 120 Stunden
Platz 4 und 5: Bayern und Niedersachsen mit 130 Stunden
Platz 6 und 7: Saarland und Rheinland-Pfalz mit 135 Stunden
Platz 8: Sachsen-Anhalt mit 140 Stunden
Platz 9: Baden-Württemberg mit 145 Stunden
Platz 10 und 11: Schleswig-Holstein und Sachsen mit 155 Stunden
Platz 12: Mecklenburg-Vorpommern mit 160 Stunden
Platz 13: Brandenburg mit 165 Stunden

Der Blutmond – Zeichen des apokalyptischen Hitzereiters oder der Wunderkälte?

Ganz Deutschland schien sich am 28. September nachts auf den Beinen zu befinden auf dem Irrweg, das Wunder einer totalen Kernschatten-Mondfinsternis mit technischem Gerät und viel Lärm festzuhalten, nicht begreifend, dass man solche Momente allein in der Stille der Nacht nur mit den eigenen Augen aufsaugen und verinnerlichen muss.

Schematische Darstellung der Mondfinsternis mit Kernschatten und Halbschatten
Schematische Darstellung der Mondfinsternis mit Kernschatten und Halbschatten

Wissenschaftlich ist die Geschichte über den Blutmond schnell erzählt: Es handelt sich um eine totale Mondfinsternis, bei der der Mond den Kernschatten der Erde durchläuft (siehe Bild links). Da trotz des Schattens etwas vom Sonnenlicht in den Schatten fällt, ist der Mond nach wie vor sichtbar und weil das Licht durch die Erdatmosphäre langwellig gebrochen wird, erscheint der Mond* uns in einer (blut-)roten Farbe. Es handelt sich um den gleichen Effekt wie beim Spektrum von Galaxien: Entfernt sich eine Galaxie, erscheint sie rot, weil das Licht gestreckt und langwellig wird. Kommt eine Galaxie hingegen auf uns zu, so erscheint sie blau, da die Lichtstrahlen kürzer werden und im kurzwelligen Bereich liegen, welcher optisch als blau wahrgenommen wird.
Bei der Blutmondfinsternis ist es nicht die Geschwindigkeit, die das Licht verzerrt, sondern die Erdatmosphäre.

Wie viel inspirierender als die trockene, wissenschaftliche Materie ist jedoch die Fantasie!
Ein Blutmond – als Krönung eines zauberhaften Septembermonats. Beinahe wirkt es, als sei er von den Göttern als Zeichen geschickt worden, um eine Zeit surrealer Wunder zu eröffnen.

Blutmond, kaltwetter.com, mondfinsternis, kernschatten, 28.09.2015

Oder ist es doch eher so, dass der Mond nun auch ein Opfer der El Niño-Hitze wurde und sich sein Antlitz puterrot vor Hitzestress färbt? Oder ist es ein Omen für die „Phantomhitze“ des apokalyptischen Hitzereiters, der uns kurz Anfang Oktober besucht?
Esoteriker würden wie viele unwissende Völker der Weltgeschichte im Mond wohl eher ein Symbol für den bevorstehenden Weltuntergang sehen. Und auch wenn sie damit vielleicht gar nicht so falsch liegen mögen, so haben die Probleme der Welt mit dem Mond an sich natürlich nichts zu tun.

Ganz pragmatisch hatte einst Christoph Kolumbus sein astronomisches Wissen verwendet, um indianische Eingeborene auf diese Weise einzuschüchtern und gefügig zu machen. Zu schade, dass ich die Gelegenheit verpasst habe, um einigen Sommerfetischisten weiszumachen, dass der Blutmond das Zeichen einer Klimaumkehr durch Vulkanausbrüche sei und im nächsten Sommer sogar noch Schnee fallen wird. Ich bin sicher, die betreffenden Personen wären schreiend von dannen gerannt, um sich in hysterischer Panik dem Bau eines Heizungsbunkers zu widmen 😉

DIE LETZTEN GLOBALEN KLIMABERICHTE: August 2015, Juli 2015, Juni 2015, Mai 2015, April 2015, März 2015
DIE LETZTEN NATIONALEN KLIMABERICHTE: August 2015, Juli 2015, Juni 2015, Mai 2015, April 2015, März 2015
JAHRESKLIMABERICHTE: 2014.

  • Michael Bodin

    Heute Nacht den ersten leichten Frost gehabt. Die Wetterstation zeigte zwar noch 0,2 Grad, aber sie hängt in 2,5 Meter Höhe am Carport. Der Rasen war mit Rauhreif überzogen.

    • Glückwunsch! Ich vermute mal die tropenhessische Region ist mal wieder am weitesten entfernt von irgendwelchen angenehmen Temperaturen. Heute 20 Grad am Tag, 9 Grad am Morgen. Dauerbestrahlung. Ich zähle die Tage bis November in der Hoffnung, dass es wieder Wolken und/oder Nebel gibt, damit die Temps hier endlich richtig angenehm werden (0 Grad morgens, 10 Grad max. am Tag).

      • Ich hatte letzte Nacht auch 2,6°C mit Bodenfrost gehabt. Die Luft hat nach Winter gerochen und aus den Kaminen stieg Rauch, fast wie an einem Wintertag:)

        • Michael Bodin

          Mein Kamin darf auch morgens und abends Rauchzeichen geben. Heute auch nur 0,3 Grad mit Rauhreif

  • Michael Bodin

    Wenn Du glaubst, hier ist es anders…
    Am Tage 17/18 Grad und Sonne von morgens bis Abends.
    Regen??? Was ist das?? Letzten Monat 29,1 Liter von durchschnittlichen 46 Litern. Und hier in Schwante soll es erstmal auch nicht regnen. aber dann schaffe ich heute und morgen noch mein neues Brennholz zu sägen und spalten.

    • Jep, das kenne ich. Mittlerweile 9 Tage Dauersonne ist etwas viel. 3 Tage lasse ich mir noch gefallen, aber so langsam nervt es gewaltig.
      Wir waren hier regentechnisch im September wenigstens im Soll – 46 Liter als Soll und 29,1 de facto sind aber auch verflixt wenig, das dürfte bundesweit wohl Rekord sein, vermute ich jetzt einfach einmal.

  • Michael Bodin

    Nö. Berlin-Tegel als meine Referenz für Regen und Temperatur hatte 24,4 Liter.
    Unter wetterkontor.de kann man da alles schön nachlesen.

    • Ich weiß, ich war nur zu faul lol 24,4 oder 29,1 ist eh kein großer Unterschied ^^ Vielleicht haben wir im Flachland ja mal Glück und es gibt dann 100 l/qm im Winter als Schnee 😉

      • Michael Bodin

        Fangen wir mal mit 50 an…. :o)

        • haha hast ja recht, realistisch bleiben 😉 Am Ende ist man froh, wenn es 20 sind 😛

  • Alptraum der Sofeten

    Aktuell ist der GFS Lauf ja noch weiter runter gegangen und im Internet werden die Sofeten langsam unruhig und sehen mit sorgen in die nächste Woche 😀
    Vielleicht bekommen wir ja sogar die schöne Luft die über Westrussland vom Pol her kommt ab.

    • Na das hoffen wir doch. Momentan gelangt der Trog aber noch nicht ganz zu uns. Ich warte schon auf die Bodendruckkarten vom 18z-Lauf, die kommen immer 2 Stunden vor den ENS ^^

      • Alptraum der Sofeten

        Bin gespannt 🙂

        • Wahnsinn. Im 18z geht der Trog sogar noch weiter: http://www.wetterzentrale.de/pics/Rtavn1801.gif

          Anschließend Skandi-Hoch mit 10 Grad Bodentemps grosso modo. Das sieht alles prima aus.

          • Alptraum der Sofeten

            Sehr schön 🙂 jetzt muss es nur so kommen oder sogar noch kälter. Hauptsache das wird nicht weg gerechnet, sonst haben wir bereits wieder die 1ste Enttäuschung. Denke wenn das morgen noch genau so gerechnet wird ist es sicher(80%) das es so kommt oder?

          • Rein theoretisch ja, da zumindest übermorgen innerhalb des 5-Tage-Fensters. Andererseits sind momentan die Modelle sehr schwankend, auch weil die Lage des Trogs entscheidend ist, ob wir warme oder kalte Temps bekommen. Vor kurzem wurde noch bekanntlich eine Südlage berechnet, weil die Tröge anders positioniert waren.
            Insgesamt von den Wahrscheinlichkeiten also optimistisch, aber sicher ist nur der Hitzetod ^^

          • Alptraum der Sofeten

            Gut, aber was meinst jetzt mit Hitzetod? Das keine Hitze mehr kommt oder als Sprichwort? 😀

          • *g* nur als abgewandeltes Sprichwort von „Sicher ist nur der Tod“ 😉

          • Alptraum der Sofeten

            Alles klar.

  • Michael Bodin

    Hat jemand schon die neue Video-Kolumne von Kai Zorn gesehen????
    Das macht Hoffnung……..

    • Alptraum der Sofeten

      Ok, danke werd ich jetzt schauen. Hab da auch schon so was gehört mit der Polarluft aus Nordost 😉

    • Milan

      Mal angeschaut. Klar, war abzusehen. Das genau ist es aber, was mir Kummer macht: alles nur noch extrem geworden.

  • Milan

    Mir wäre ja mal dicker fetter Regen das Liebste. (Und auch vernünftig, so wie Herbst eigentlich ist.) Siehe Daten im Thema. 🙁 Sieht mau aus mit dem Wasser in der Tiefe. Eine stramme Westlage also mit Wind usw. Jetzt ja. Ich nähme dafür sogar nochmal ein paar Grad mehr in Kauf, denn „unerträglich warm“ wirds vorläufig nicht mehr. Danach darf der Winter kommen und allen den Schnee bescheren. Sonst wird es ja dasselbe wie bei Sofeten, nur anders herum. 😉 Zu zeitig Frost, und ohne richtigen Regen voran, hat exakt denselben Effekt wie die Sommerhitze auf unsere Pflanze: sie vertrocknen dann.
    Also: Kaltluft in Ehren, aber noch ist Herbst.

    • Geht mir auch so – heute unangekündigter (!) Regen, der ganze Sonntag nach 10 quälenden Tagen mit Dauersonnenterror mit Dauerwolkendecke und Niesel. Ich hätte heulen können vor Glück.
      Dennoch sieht es momentan von den Vorzeichen nach unglaublicher Blockade, Trögen und einem perversen Skandinavienhoch aus mit 1035 hPa. Deutet alles auf Brutalwinter meiner Meinung nach und ist eine Folge von El Nino und evtl. den wieder geringen Sonnenflecken. Was ist das eine spannende Wetterlage.

      • Milan

        Gönne ich dir nach dieser Dauersonne von Herzen. 🙂
        Bei uns war es durchwachsen, aber eben wieder ohne Nass vom Himmel.
        Hm, oh ja, diese Lage ist seit Frühjahr. Kalte Nord- oder heiße Südluft. Wenn dicke Wolken im Frühjahr am Himmel, dann kein Tropfen.
        Ich war erschrocken, als ich deine Statistik las. Nur ein bisschen Regen kommt einem ja schon wie viel vor. Och mönsch, waren das noch Zeiten, als es noch Winter im Winter und Herbst im Herbst gab… 🙁

    • Michael Bodin

      Heute mal was anderes bei uns hier: Morgens wieder „warme7,9 Grad“ und zur Abwechselung weiterhin Sonnenschein den ganzen Tag…..
      Bin ständig am gießen……

      • Milan

        Oh man, sind das immer schlappe Zahlen. 🙁 Gießen musste ich wenigstens nicht mehr, da es eine zeitlang Nebel gab. Und die Sonne hat auch nur zwei Tage ungebremst losgelegt. Aber in der Tiefe mangelt es einfach an Wasser.

      • Hier in Tropenhessen ist mal wieder das Übliche. Südwestlage = Königswetter mit Dauerregen seit heute Nacht. Endgeil. Zwar viel zu warm und schwül aber tausend Mal besser als diese eklige Dauersonne seit 10 Tagen.
        Ab morgen dann jeden Tag kälter, bis in 1 Woche 12 Grad max. Tagestemps und 5 Grad nachts erreicht werden. So geht Herbst!

        • Michael Bodin

          Hier gab es seit dem 25.9. plus/minus einen Tag keinen Regen mehr.
          Ich würde gerne deine Variante hier haben.
          Meine Wetterstation hat wahrscheinlich schon Spinnenweben angesetzt, weil es nicht mehr regnet

          • Ja das kenne ich im Rhein-Maingebiet – wir waren mit einer der trockenste Dürreregionen von Februar bis August. Gottlob bessert es sich etwas inzwischen.
            GFS zeigt leider bis auf München derzeit kaum Ausschläge für die nächsten Wochen, also gehört da weiter auch Wetterglück dazu ^^

  • Autumn

    Soooo schön! Jetzt ist endlich mal wieder richtig Herbst!!!!! So muss ein Herbst sein und nicht eklige 25 Grad.

  • joshua

    kommt bald eine neues Update zum Winterwetter?

    • Ist noch etwas zu früh, die Prognosesysteme sind noch teilweise auf dem Stand Anfang September, also dem Stand meiner letzten Winterprognose.
      Vor meinem Urlaub ab dem 21.10. gibt es aber auf jeden Fall ein Update mit einer kleinen Prognoseüberraschung: Der October Pattern Index wurde wohl eingestampft und steht nicht mehr zur Verfügung. Kein Wunder nach dem Ergebnis letztes Jahr.
      Dafür habe ich die (extrem komplexen und detaillierten) Prognosen von Dr. Judah Cohen wieder aufgenommen, der aus den Fehlern des letzten Jahres gelernt hat wie das ein echter Wissenschaftler nun mal machen sollte ^^

      • joshua

        ok dann bin ich mal gespannt danke für die Antwort

      • Wilder Süden

        Na da bin ich aber auch gespannt…..Schnee Mitte Oktober bis ins Flachland ist vom Tisch, oder…? War ja nur ein „Ausreißer“.. Ja ja der OPI…Ohne Plan Irgendwie…hihihi (nicht bös gemeint!!) Hoffe auf jeden Fall, dass der Haslinger Sepp daneben liegt….

        • Stimmt OPI = Ohne Plan irgendwie passt 😛

          Also wenn man sich derzeit die Bodentemps im Mittel am Ende des Prognosezeitraums mit Troglagenausläufer ansieht, wäre Schnee möglich: http://www.wetterzentrale.de/pics/Rtavn3845.gif

          Ich hoffe der Haslinger Sepp hat Unrecht, weil die Realität selbst seinen prognostizierten Jahrtausendwinter übertreffen wird 😉 Denn wenn nicht in ganz Deutschland eine 10 Meter-Schneedecke herrscht, wirds wie immer in Rhein-Main und Tropenhessen nichts mit Schnee werden lol

          • Wilder Süden

            …und im wilden Süden (HN) dann auch nicht…. ;-)) Warten wirs ab…

  • Hans Hägermann

    Kleinen Prognoseüberraschung Kaltwetter ? Das hört sich schon mal gut an.Ich Weiß als Winterfan wird man langsam Unruhig wenn es auf die Kalte Jahreszeit zugeht , aber wir sollten uns noch in Geduld üben.Unsere Zeit kommt noch.Habe mal nachgeschaut wie die Trefferquote von dem Sepp Haslinger war. Ist wirklich beeindruckend die letzten 4 Jahre.Normalerweise halte ich nichts davon von der Blume auf dem kommenden Winter zu schließen.

    • Ja ist wirklich erstaunlich und sehe ich genauso, ich bin bei solchen Land-Esoterikern eher vorsichtig. Richtig sicher kann man auch nicht sein, es sei denn er sagt seit 30 Jahren das korrekt voraus. Dann wäre es empirisch gesichert. Momentan widersprechen sich die Profiprognosen mit den volkstümlichen Indizien (Vogelflug, Baumfrüchte, Haslinger Sepp) und den klimatologischen Indizien (El Nino, Sonnenflecken) total.

  • GuapoJoe

    ätsch, ich glaube eher, euch läuft schon wieder die Zeit davon. Davon ausgehend, daß der Sommer pünktlich am 20. Februar in Karlsruhe beginnt ( Bestuhlung am Ludwigsplatz wird rausgeräumt für den ersten Tag mit 20 Grad in der Sonne) sind es nur noch 137 Tage bis dahin. Kalt wird es hier erst wieder am 11. November. Dann beginnen 100 Tage des Frohlockens. Die Kältebubis – angeführt von Kai Zorn – zeigen Tag um Tag Karten, die mittels Polarwirbelsplit, aufgewölbtem Azorenhoch und Skandinavienhoch von der (immer in ab Vorhersagemoment in 10-14 Tagen eintretenden) Eiszeit in Deutschland fabulieren. Die mag es vereinzelt (ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn) am Alpenrand, auf dem Brocken und in Frankfurt /Oder auch geben, aber wen interessiert, was dort abgeht.In der Masse jedoch werden diese frostigen Pennälerträume durch massivst milde Westlagen weggebrezelt und im Südwesten freuen wir uns auf 14 Grad am Heiligabend. Und die paar kalten Tage, die dann um Silvester herum nerven, vermeiden wir durch Reislustbefriedigung in Südostasien. Ab 20.Januar werden die Tage wieder fühlbar länger und nach 31 Tagen ist dann der gefühlte Sommeranfang :-).

  • GuapoJoe

    ätsch, ich glaube eher, euch läuft schon wieder die Zeit davon. Davon ausgehend, daß der Sommer pünktlich am 20. Februar in Karlsruhe beginnt ( Bestuhlung am Ludwigsplatz wird rausgeräumt für den ersten Tag mit 20 Grad in der Sonne) sind es nur noch 137 Tage bis dahin. Kühler wird es hier erst wieder am 11. November. Man braucht dann das Winterjäckchen, bleibt aber darunter in Sommermode, da das Heizsystem im Büro irgendwie 25 Grad anpeilt. 70 Tage des Frohlockens über Kai Zorns Verzweiflung stehen an. Er und die Kältejünger zeigen Tag um Tag Wettersimulationskarten, die mittels Polarwirbelsplit, aufgewölbtem Azorenhoch, Skandinavienhoch in Verbindung mit Spinnenaktivität von der (immer in ab Vorhersagemoment in 10-14 Tagen eintretenden) Eiszeit in Deutschland fabulieren. OK, In Polen und auf dem Brocken wird es vereinzelt frostig (ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn- besonders unwürdig war letzten Winter Kai Zorns jämmerlicher Versuch sich am Alpenvorlandschnee eine Art Prognosetreffer zuzusprechen, das kann aber auch der Chefmetereologe bei „Bild der Frau“). Aber wen scherts, was in Polen abgeht. In der Masse jedoch werden diese frostigen Pennälerträume durch massivst milde Westlagen weggebrezelt und im Südwesten freuen wir uns auf 14 Grad am Heiligabend. Und die paar kalten Tage, die dann um Silvester herum nerven, vermeiden wir durch Reislustbefriedigung in Südostasien. Die Sommersachen packen wir dann nicht mehr weg, da es sowieso nicht mehr lange dauert, bis Dürre und Hitze einsetzen. Ab 20.Januar werden die Tage wieder fühlbar länger und nach 31 Tagen ist dann der gefühlte Sommeranfang 🙂

    • Mal abgesehen von ihrem kruden Kai Zorn-Hass, der symptomatisch für einen Sommerfetischisten ist: Von seriösen Gegenbelegen lese ich bei Ihnen nichts. Wieso wundert mich das nicht? Mein Rat: Begeben Sie sich auf Hitzeseiten, wo Sie sich vermutlich wohler fühlen. Ihr Name hat übrigens einen Fehler: Ein „n“ statt „p“ wäre deutlich passender ^^

    • Hans Hägermann

      Sag mal GuapoJoe muss die Provokation sein.
      Hier im Forum unterhalten sich Menschen in angenehmen Ton und
      Provozieren nicht.Ich Glaube du hast diese Seite verwechselt mit einer Hitzeseite.
      Hier mögen die Leute den Winter und das sollte man Respektieren.
      Und für Provozieren ist diese sehr gut gemachte Seite von Kaltwetter nicht gemacht.
      Was du gegen Kai Zorn hast ist deine Sache.

    • Wilder Süden

      Ich finde Ihren Kommentar auch total unpassend hier….GuanoJoe

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