Sommersonnenwende!
Der Punkt, an dem die Sonne ihren höchsten Punkt erreicht und an dem der Tag am längsten und die Nacht am kürzesten ist. Ich seufze.
Denken wir anders und interpretieren diese deprimierenden Fakten um, dann wird ab jetzt der Tag (nach zwei, drei Tagen Stagnation) endlich wieder kürzer und die herrliche Nacht länger. Gegen Ende Juli oder Anfang August wird man dies erst richtig bemerken.
Aber es ist ein Anfang, ein subtiles Zeichen, dass der Sommer im Moment seiner scheinbar allmächtigen Terrorgewalt bereits den Samen seines eigenen Kältetodes trägt.

Heiliges Sofetenritual: Das feierliche Entzünden des Grills vor dem Sonnenaltar. © <a target="_blank" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hellen_ritual_(3).jpg">YSEE auf commons.wikimedia.org</a>, Lizenz: <a target="_blank" href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en">CC BY 2.0</a>
Heiliges Sofetenritual: Das feierliche Entzünden des Grills vor dem Sonnenaltar. © YSEE auf commons.wikimedia.org, Lizenz: CC BY 2.0

Ich betrachte Sommerfetischisten, die in der glühenden Hitze sich an den Händen fassen, um einen riesigen Grill wie tumbe Kreaturen einer anderen Spezies tanzen und dabei musikalische Helene Fischer-Perversionen grölen. Noch einige Millionen Jahre und der intelligente Teil unserer Spezies wird als Folge vermutlich seine Hörorgane evolutionär aus Überlebensgründen zurückentwickeln …
Der Gedanke führt mich zu einem weiteren: Wie begehen wohl außerirdische Kulturen auf anderen Planeten die Sommersonnenwende? Sind alle Spezies so dumm wie der Homo sofensis? Oder führt der Besuch auf anderen Planeten zu der wohl kaum überraschenden Erkenntnis, dass die Mehrheit der Menschheit lediglich eine dümmliche Skurrilität im Universum bildet, quasi eine Kakerlake im kosmischen Maßstab?

Kurzentschlossen eile ich (soweit die Hitze es gestattet) in meine unterirdische Garage und steige in mein Kühlraumschiff Kaltwetter.
Rasch ist die Energie aktiviert, die Pulte füllen sich mit kaltem Licht. Das dumpfe Wummern der mächtigen Maschinen weckt Vertrauen in eine Technik, die ihrer Zeit Jahrhunderte voraus ist. Bei der Zielauswahl zögere ich. Wohin soll mich das Kühlschiff Kaltwetter bringen?

Innenraum des Kühlschiffs Kaltwetter.com mit Gefrierboxen.
Innenraum des Kühlschiffs Kaltwetter.com mit Gefrierboxen.

Leider gibt es keinerlei Informationen über die Kulturen auf den Zielplaneten, sondern lediglich Angaben, ob dort eine außerirdische Zivilisation existiert oder nicht … Vulkanier können so unfassbar logisch sein. Und langweilig.

Schließlich entscheide ich mich zunächst für ein recht weit entferntes Sternsystem: Der „Granatstern“ im Sternbild Kepheus, 5260 Lichtjahre entfernt. Gottlob überwindet mein Kühlschiff mit einem physikalischen Trick die Lichtgeschwindigkeitsgrenze, sonst hätte ich eine Reise vor mir, die 5260 Jahre dauern würde oder noch viel länger, wenn ich keine Lichtgeschwindigkeit mit 300.000 km pro Sekunde erreiche. Das Apollo-Raumschiff hat schlappe 40.000 km/h geschafft, das sind gut 11 km pro Sekunde …
Der „Granatstern“ ist ein M-Klasse-Stern. Auf dem zweiten seiner 5 Planeten zeigt meine Datenbank außerirdisches Leben an. Ich wähle also μ Cephei B im Zielcomputer und begebe mich in die Stasiskammer, die mich vor den Gefährdungen der Raumzeitkrümmung schützt. Sobald ich die Kammer betreten habe und mit einem breiten Grinsen eingefroren bin, aktiviert sich der Tarnschild und das Raumschiff verlässt den Planeten Erde.

Ach ja: Am Ende der Geschichte können Sie selbst entscheiden, welchen der Planeten SIE gerne bereisen würden!

μ Cephei B: Die grüne Hölle

Erst als das Kühlraumschiff Kaltwetter in die Umlaufbahn von μ Cephei B eintritt, werde ich aufgetaut. Nach einem kurzen Herrichten von Kleidung, Haaren und Aussehen (schließlich soll der Eindruck auf die Aliens nicht zu schlimm werden) betrachte ich den Panoramabildschirm meiner kleinen Kapsel. Seltsam grün wie eine verschlammte Kugel hängt der Planet im Netz der Raumzeit, gehalten von unsichtbaren Gravitationskräften der Sonne, die in einem ungewohnt warmen Orange für das Licht des astronomischen Schauspiels sorgt.
Der Bordcomputer bestätigt die Anwesenheit von Lebensformen auf μ Cephei B und der im Schiff integrierte Transporter errechnet passende Zielkoordinaten auf dem Planeten. Da die Atmosphäre atembar ist, statte ich mich mit einem legeren Kampfanzug aus, einfach, um mich etwas sicherer zu fühlen.

Die Ankunft nach der Rematerialisierung ist wie ein Rückfall in den Sommer der Erde in Tropenhessen: Schwüle Hitze lässt mich taumeln. Alles ist grün. Die Riesenbäume um mich herum, die herumschwirrenden, skurrilen Insektenformen und sogar der durch das dichte Blätterdach gelegentlich sichtbare Himmel. Neben dem Pfeifen, Trällern und Brüllen ferner Tiere bemerke ich, wie Holz knackt und Blätterrascheln auf mich zukommt.

Lebensform auf μ Cephei B, © <a target="_blank" href="http://fpesantez.deviantart.com/art/Alien-design-Climber-461503903">FPesantez auf deviantart.com</a>, Lizenz: <a target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nd/3.0/">CC BY-ND 3.0</a>
Lebensform auf μ Cephei B, © FPesantez auf deviantart.com, Lizenz: CC BY-ND 3.0

Aus dem Dickicht bricht plötzlich eine entfernt humanoide Kreatur und bleibt überrascht stehen, als sie mich sieht. Das Wesen wechselt die Hautfarben fließend von einem dunklen Blau zu dem alles umgebenden Grün und zurück und ich frage mich, ob dies eine bloße Tarnung ist oder sich Gefühle in den wirren Farben abbilden. Die schlanken Beine enden in nur zwei langen Zehen. Der Kopf erscheint einem Menschen furchteinflößend, denn ein Knochenkamm und Augenwülste, die die kleinen Augen bösartig erscheinen lassen, wirken dann doch etwas befremdlich. Im Vergleich zu den seltsamen Tentakeln, die wie überlange Zähne aus dem Mund hängen, sind sie jedoch noch geradezu harmlos.
Ich denke mir, dass Sofeten mir noch weit fremdartiger erscheinen, hole meine gute Kinderstube heraus und glänze mit der Vorurteilsfreiheit eines naiven Menschen.
»Guten Tag, ich komme vom Planeten Erde und würde gerne mehr darüber erfahren, welche Sitten Sie zur Sommersonnenwende haben.« Ich lächle und hoffe, dass dies keine unbeabsichtigte Beleidigung darstellt. Der Babelfisch-Übersetzer in meinem Ohr und meinem Kehlkopf übersetzt die Worte in Echtzeit in die hier gängige Sprache und ich wundere mich, dass mein Kehlkopf bei den Krächzlauten, die er plötzlich produziert, nicht vor Verzweiflung den Hals verlässt.
Der Außerirdische bleibt regungslos, dann zuckt er mit seiner dreigliedrigen Klaue wild in der Luft herum und krächzt los.
»Häßlicher Fremder, du sprichst Gaggschlot.« Mit einem Piepser weist mich mein Babelfisch im Ohr darauf hin, dass das letzte Wort ohne weitere kulturelle Informationen unübersetzbar ist. Ich vermute jedoch, dass der Außerirdische den Begriff der Sommersonnenwende nicht kennt. Ich versuche mein Bestes und erkläre ihm, dass die Sommersonnenwende der höchste Punkt der Sonne ist und die heißeste Zeit des Jahres.

μ Cephei B: Kein Planet, um länger zu verweilen, egal ob Sommersonnenwende oder nicht ...
μ Cephei B: Kein Planet, um länger zu verweilen, egal ob Sommersonnenwende oder nicht …

Der Außerirdische pustet seine Tentakel nach vorne, die wie ein Fächer aufgehen.
»Ja, ich verstehe. Das ist der Zeitpunkt des Ztargzr-Festes«, der Babelfisch piept wieder, »wenn unsere Götter auf ihrer Straße aus Blut auf unseren Altären Platz nehmen.«
Götter. Altäre. Blut. Kommt mir vertraut vor aus der Geschichte. Ich schlucke. Visionen von monströsen, nebelgeschwängerten Mayatempeln in wuchernden und schwärenden Regenwäldern, Jaguarkriegern mit Obsidianmessern, die Opfer für ihre Alptraumgötter suchen, kommen mir in den Sinn.
»Wir haben die Zeit kurz vor dem Ztargzr«, krächzt der Außerirdische. »Und meine Aufgabe ist es, für Blut zu sorgen.« Mit einem elektronischen Sirren schiebt sich eine Waffenlafette vom Rücken auf die Schulter und visiert mich mit ihrem glotzenden Auge an.
Fluchend werfe ich mich herum und renne in das Dickicht des Waldes. Bei einem Blick über die Schulter sehe ich noch, wie der Außerirdische mit grotesken, hastenden Sprüngen hinter mir herwetzt. Eine Detonation neben mir motiviert mich, trotz der allgegenwärtigen Hitze das Maximum aus meinen Sprinterfähigkeiten zu holen. Ein hohler Riesenbaum verschafft mir die Gelegenheit, mich zu verstecken und ich höre noch, wie der Außerirdische vorbeihetzt. Dann wage ich es, per Stimmkommando mein Kühlraumschiff zu rufen und mich zurückbeamen zu lassen.

Wütend blicke ich auf die Panoramascheibe und die grüne Schlammkugel μ Cephei B. Welch ein Reinfall! Eine harmlose Frage und man endet gleich auf den Altären primitiver Gottheiten.
Die Sommersonnenwende als krudes Schlächterritual für grausame Götter! Und ich hatte gedacht, nur die Menschheit wäre primitiv. Ich schüttele den Kopf und wende mich einem vielversprechenderen Ziel zu.

Lambda Herculis C: Der Planet mit falscher Achse

Vielleicht sollte ich nicht so weit entfernte Sternensysteme auswählen, sondern näher liegende. Vielleicht ist es wie auf der Erde: Je näher man am eigenen Kulturkreis bleibt, umso mehr Parallelen und Gemeinsamkeiten tun sich auf. Also wähle ich dieses Mal den nur 370 Lichtjahre von der Erde entfernten Stern Lambda Herculis aus. Der K-Stern ist zwar etwas heißer als ein M-Stern, aber ich wage den Versuch dennoch.
Nach der üblichen Reiseprozedur in Stasis blicke ich bald darauf auf einen Planeten Lambda Herculis C herab, der angenehm normal wirkt in seiner Mischung aus blauen Ozeanen, weißen Wolken und den dunklen Schatten der kontinentalen Landmassen. Beinahe fühle ich mich an die Erde erinnert.
Der Bordcomputer setzt mich auf einer Art Marktplatz ab. Zwischen seltsam organisch wirkenden Objekten mit Wabenstrukturen, die vermutlich Gebäude sind, stapfen Wesen umher, die wie humanoide Dinosaurier wirken und mindestens doppelt so groß wie Menschen sind. Auch wenn die Kulisse fremdartig anmutet, sieht es nicht danach aus, als wolle man mich zur Sommersonnenwende hier für Götter ausbluten lassen! Das Klima ist angenehm kühl, ungefähr wie ein Herbst in Kanada.

Einwohner von Lambda Herculis c: Freundlich, aber leider mit falscher Achse. © <a target="_blank" href="http://fpesantez.deviantart.com/art/Alien-Head-shot-482351886">FPesantez auf deviantart.com</a>, Lizenz: <a target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nd/3.0/">CC BY-ND 3.0</a>
Einwohner von Lambda Herculis c: Freundlich, aber leider mit falscher Achse. © FPesantez auf deviantart.com, Lizenz: CC BY-ND 3.0

Zuversichtlich trete ich auf eine der Kreaturen zu, die meine Ankunft überhaupt nicht aus der Ruhe bringt. Ich bemerke beiläufig, dass der Boden warm und weich ist, als schreite man auf einer Leber und dass er auch eine ähnliche Farbe aufweist.
»Bitte entschuldigen Sie, ich würde gerne erfahren, ob Sie hier die Sommersonnenwende feiern.« Mein Babelfisch übertragt meine Gedanken an meinen Kehlkopf, der nun harte Worte ausstösst, die allerdings im Kontrast dazu in einer Art Singsang geäußert werden.
Das Wesen vor mir hat einen kahlen Kopf, wie viele hier, besitzt vier Augen und einen senkrechten statt waagerechten Mund.
»So etwas ist mir nicht bekannt, tut mir leid.«
Mist! Schon wieder habe ich Pech. Aber ich gebe erneut nicht auf, immerhin scheint diese Zivilisation auf Lambda Herculis C höflich zu sein. Ich erkläre die Sommersonnenwende und es dauert eine Weile, bis der Babelfisch das astronomische Konzept vermittelt hat. Die feingliedrigen Finger meines außerirdischen Gesprächspartners zucken in einem wilden Gestentanz, dessen Bedeutung mir verborgen bleibt, während sein Singsang von meinem Babelfisch übersetzt wird.
»Ich verstehe, aber es tut mir sehr leid für Sie. Dieser Planet verfügt über keine schwankende Achse, sodass wir keine Veränderungen unseres Klimas durch die Zeitvariable aufweisen. Das Klima bleibt hier immer gleich.« Es deutet auf den Himmel und kurz fühle ich mich in einen alten Science-Fiction-Film aus den 1980er Jahren versetzt.
»Möchten Sie nach Hause telefonieren?«, frage ich das Wesen und ohrfeige mich innerlich im gleichen Moment für diese dämliche Frage.
Pikiert zuckt der Kopf der Kreatur zurück und vier Augen blinzeln irritiert.
Ich entschuldige mich mit leicht gerötetem Antlitz und versetze mich wieder in mein Raumschiff.

Wieder nichts!
Diesmal aus astronomischen Gründen. Ich suche mir unter den Milliarden Planeten, die mir zur Verfügung stehen, ausgerechnet einen aus, der über keine schiefe Achse verfügt, sodass sich auch keine Jahreszeiten durch die unterschiedliche Sonneneinstrahlung bilden können. Brillant!
Mund abputzen und weitermachen.
Ich setze mich wieder vor den Bordcomputer und wähle mein nächstes Ziel.

Anser B: Wohnungstausch

Das nächste Ziel erblicke ich, als mich der Bordcomputer aufgetaut hat: Ein roter Riese namens „Anser“ strahlt über den Panoramabildschirm, dass die Planeten kaum auffallen.
Alpha Vulpeculae, so sein korrekter Name, im Sternbild Fuchs war 300 Lichtjahre von der Erde entfernt und der zweite Planet schien vielversprechend laut Bordcomputer. Der Planet selbst sah ungewöhnlich aus. Die nördliche Hemisphäre leuchte im Kontrast zum roten Riesen in einem kühlen Hellblau, was auf Eis und Schnee deutete. Die südliche Hemisphäre jedoch bestach durch grüne Kontinente und tiefblaue Ozeane. Allerdings schienen sich beide Hemisphären an den äquatorialen Grenzen zu vermischen.

Der Bordcomputer setzt mich direkt vor einem Gebäude ab, das sich hoch über meinen Kopf türmte. Die konische Form und Wabenähnliche Strukturen ließen mich vermuten, es handle sich um ein Wohngebäude, doch zwei Kreaturen vor dem Gebäude lenkten mich von meinen Gedanken ab.

Das weiße Monster von Anser B: Entrüstet über das Verhalten von Sommerfetischisten! © <a target="_blank" href="http://fpesantez.deviantart.com/art/Monster-In-The-Snow-396953187">FPesantez auf deviantart.com</a>, Lizenz: <a target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nd/3.0/">CC BY-ND 3.0</a>
Das weiße Monster von Anser B: Entrüstet über das Verhalten von Sommerfetischisten! © FPesantez auf deviantart.com, Lizenz: CC BY-ND 3.0

Eine der beiden schien ein seltsames, riesiges weißes Wesen mit einem runden, zahnbesetzten Maul zu sein. Durch seine weiße Hautfarbe und den amorphen Körper mutete es wie ein Lovecraftscher Alptraum an. Die andere Kreatur war eindeutig insektoid. So insektoid, dass die Komposition aus Facettenaugen, Fühlern und behaartem Chitin auf meine menschlichen Augen äußerst gewöhnungsbedürftig wirkten, zumal auch diese Kreatur größer als ein Mensch war.
Die beiden schienen in eine hektische Unterhaltung vertieft zu sein, sodass sie mich nicht bemerkten oder ich ihnen zu klein oder gleichgültig war.
Ich nahm meinen Mut zusammen, registrierte beiläufig den glühend roten Himmel, an dem der rote Riese wie ein blutendes Auge hing und stapfte durch die hohen Gräser auf die Beiden vor dem Wabengebäude zu. Der Bordcomputer hatte mich offensichtlich in der südlichen Hemisphäre abseits der Eishälfte der Welt abgesetzt.
Mein Babelfisch übersetzte nach anfänglichen Schwierigkeiten die Unterhaltung für mich.
»Es wird Zeit! Der Vertrag ist gültig und hormonell ratifiziert. Sie müssen die Wohnung räumen.« Das weiße Monster globberte und zuckte aufgeregt mit stachligen Fortsätzen.
Das Insektenwesen flirrte heftig mit den Fühlern und fixierte seinen Gegenpart mit kalten Facettenaugen. »Ich weiß, aber meine Brüder und Schwestern brauchen noch etwas Zeit.« Es deutete mit hakenbewehrten Chitinbeinen auf den Himmel, wo ich erst jetzt sah, dass viele der insektoiden Kreaturen wie Bienen in Flugzeuggröße geschäftig umherschwirrten.
»Zeit!«, brummte das Monster mit seinem runden Maul. »Haben Sie eigentlich eine Ahnung, wie viel Zeit es kostet, Ihre Umbauten in dem Haus rückgängig zu machen, damit es für normale Wesen wieder bewohnbar wird?«
Das Insektenwesen trippelte und schien aufgebracht. »Das ist wieder typisch Eiswomper! Sich immer nur beschweren, aber die Rituale der Sommersonnenwende missachten!«, schnarrte es pikiert.

Sommersonnenwende!
Endlich schien ich den richtigen Planeten gefunden zu haben. Enthusiastisch mischte ich mich in die Unterhaltung ein, doch bevor ich dazu kam, motzte mich das weiße Monster an.
»Und was wollen Sie? Mir etwa Misthaufenheizungen andrehen?«, knurrte es.
»Sie verwechseln mich offenbar. Ich stamme von einem fernen Sternensystem und würde gerne mehr über Ihre Sommersonnenwenderituale erfahren«, erklärte ich mit fester Stimme. Was zur Hölle war eine Misthaufenheizung?

Anser B: Freundliches, aber Wohnungsschlampiges Insektengeschöpf
Anser B: Freundliches, aber Wohnungsschlampiges Insektengeschöpf

Das weiße Monster schnaubte. »Da kommen Sie genau richtig. Dieses hitzepervertierte Chitinwesen will sein Haus nicht räumen!«
Das angesprochene Wesen klickte mit den Fühlern. »Sie müssen die Grobheit dieses eisverwirrten Berges entschuldigen, Fremder. Verstehen Sie, für uns ist die Sommersonnenwende das Zentrum unserer Existenz. Unser Planet hat eine extreme Achse, sodass die Jahreszeiten auf den beiden Hemisphären unseres Planeten sich ebenso extrem unterscheiden. Auf der Nordhalbkugel herrscht strengster Winter, ein furchtbarer Ort.«
»Ein traumhafter Ort«, verbesserte das weiße Monster entrüstet.
»Ein furchtbarer Ort«, wiederholte das Riesen-Insekt. »Aus diesem Grund wechseln wir zur Sommersonnenwende die Planetenhälfte, denn die Jahreszeiten folgen sehr rasch aufeinander und es benötigt einige Zeit, bis unsere unterschiedlichen Spezies die Wohnorte getauscht haben.«

Das war äußerst faszinierend!
Dieser Planet schien über zwei vollkommen unterschiedliche Spezies zu verfügen, die jedes halbe Jahr zur Sommer- und Wintersonnenwende die Orte auf der jeweiligen Planetenhälfte tauschten. Das weiße Monster schien Kälte zu lieben, das Insekt verständlicherweise jedoch Hitze.
»Ja, wir tauschen unsere Wohnorte aus und es ist genau festgelegt, wer welches Haus bekommt – allerdings bleibt uns Kälteliebhabern wie immer die Arbeit, weil die Hitzepervertierten einfach nicht ihre Wohnung so verlassen, wie sie sie vor einem halben Jahr vorgefunden haben!«
Der Streit brach wieder aus. Ich verkniff mir die Bemerkung, dass ich das weiße Monster sehr gut verstünde, immerhin war das Insektenwesen sehr freundlich zu mir gewesen. Daher überließ ich die beiden Einwohner von Anser B ihrem Streitgespräch und beamte mich wieder in mein Kühlraumschiff Kaltwetter.

Wer hätte das gedacht? Eine planetenweite Symbiose aus kälte- und hitzeliebenden Kreaturen. Das klang geradezu wie gemacht als Lösung auch für die Erde. Man machte sich zur Sommersonnenwende auf, um im Herbst dann nach der langen Reise die andere Planetenhälfte zu erreichen. Die Sommerfetischisten verblieben in der jeweils heißen Hälfte, die normalen Menschen in der kühleren. Ich schnaubte. Es wäre keine Überraschung, wenn man seine Halbjahreswohnung in einem furchtbaren Zustand anträfe. Überall Grillkohle, peinliche Rattanverkleidungen, sich verflüssigende Zimmerwände, weil die Heizung trotz der warmen Außentemperaturen auf höchste Stufe geschaltet war. Allmählich verstand ich den Groll, den das weiße Monster gegen die insektoide Kreatur gehegt hatte.

Al Sharasif D: Die Eis-Madonna

Zeit für die nächste Forschungsreise in Sachen Sommersonnenwende!
Dieses Mal wählte ich einen ungewöhnlichen Stern der Spektralklasse A mit höherer Oberflächentemperatur, aber blauer Farbe namens Al Sharasif im Sternbild Becher, der 200 Lichtjahre von der Erde entfernt war. Der vierte Planet befand sich in weitem Abstand vom heißen Zentralgestirn und glitzerte bereits aus dem Weltraum in einem vielversprechenden, kühlen Weißblau, das Lust auf eine nähere Erforschung machte.

Al Sharasif D: Zauber einer eisigen Welt, © <a target="_blank" href="http://fpesantez.deviantart.com/art/Snow-landscape-Sci-fi-fantasy-411303158">FPesantez</a>, Lizenz: <a target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nd/3.0/">CC BY-ND 3.0</a>
Al Sharasif D: Zauber einer eisigen Welt, © FPesantez, Lizenz: CC BY-ND 3.0

Nach der üblichen Prozedur fand ich mich tatsächlich auf einer weißen Ebene des Planeten wieder. Glücklicherweise hatte mich der Computer auf die hier herrschenden Traumtemperaturen von -30 Grad hingewiesen, sodass ich eine leichte Winterjacke mit Kapuze übergezogen hatte. Mit leuchtenden Augen betrachtete ich vom Schneeplateau aus die Landschaft. Eisige Felsnadeln stachen in den Himmel, der mit typischen Schneewolken bedeckt war. In der seelenwärmenden Dunkelheit erhellte der Schnee und das Eis eine Landschaft aus meinen Träumen, wie man sie auf der überhitzten Erde nicht mehr kennt.
Kälteversonnen stand ich nun im Schneewirbel und genoss den Augenblick.

»Willkommen in unserem Kältereich aus eisigen Wundern«, erklang eine weibliche Stimme, die der Babelfisch problemlos übersetzte.
Ich zuckte herum. In meiner Faszination über diese Welt hatte ich ihre erste Bewohnerin völlig übersehen. Ich musterte das humanoide Wesen, welches beinahe ein Mensch hätte sein können. Doch seltsame Implantate bedeckten ihre Augen und Teile des Kopfes. Für einen Moment fielen mir die Borg aus „Star Trek“ ein, allerdings nur für einen Moment, denn das Wesen wirkte alles andere als feindselig oder gar kalt. Ihre Stimme war warmherzig und freundlich und ihre Gestik hatte etwas von einer Schneepriesterin.
»Vielen Dank«, antwortete ich. »Ich komme vom Planeten Erde und versuche, mehr über die Sommersonnenwende zu erfahren.«
Die Eis-Madonna, wie ich Sie in Gedanken nannte, breitete bedauernd die Arme aus. »Oh, dies ist ein blasphemisches Thema, fürchte ich.« Sie trat mit wiegenden Schritten auf mich zu, die seltsam erotisch wirkten.
»Aber ich werde es Euch erklären, da Ihr ein rätselhafter Fremder seid.« Blaue Lippen verzogen sich zu einem Lächeln.
»Wir lieben unseren Planeten und die Kälte, die Zauber aus Eis und Schnee. Und wir hassen die Sonne und ihr Licht, sodass wir bereits bei der Geburt augenlos auf der Weltenbühne aus Eis und Schnee erscheinen. Implantate gestatten uns, die Schönheit unserer Welt zu erblicken und gleichzeitig die gräßliche Sonne auszublenden, wann immer wir es wünschen. Wir befinden uns am Vorabend der Sommersonnenwende. Es ist noch relativ warm und wir ersehnen den Winter.« Sie liebkoste mit graziler Handführung die wundervolle aquamarinfarbene freie Haut. »Ist Euer Planet auch so schön?«
Ich schüttelte bedauernd den Kopf, während ich von den Informationen begeistert war. Eine kälteliebende Spezies voller Anmut! »Leider hat der Großteil meiner Spezies keinen Sinn für die Subtilität von Winter, Schnee und Eis. Meine Welt steht unter dem Licht einer grellen, gelben Sonne und wird durch Hitzeliebhaber verbrannt. Schnee und Eis sind uns beinahe unbekannt geworden.«

Die Eis-Madonna auf Al-Sharasif D. © <a target="_blank" href="http://fpesantez.deviantart.com/art/Madonna-of-Sorrow-437479635">FPesantez auf deviantart.com</a>, Lizenz: <a target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nd/3.0/">CC BY-ND 3.0</a>
Die Eis-Madonna auf Al-Sharasif D. © FPesantez auf deviantart.com, Lizenz: CC BY-ND 3.0

Das anmutige Eiswesen schien bestürzt von dieser Nachricht. Doch kein Wort belangloser Platitüden kam über ihre Lippen. Stattdessen trat sie noch näher an mich heran und schenkte mir einen eisigen Kuss wie von einer nordischen Göttin. »Bleibt, solange Ihr wünscht, bedauernswerter Fremder«, hauchte sie, bevor sie wieder zurücktrat.
Verzaubert nickte ich und zusammen genossen wir schweigend den Blick auf ihre wundervolle Welt. Ich bin mir nicht sicher, wie lange ich neben meiner Eis-Madonna die Wunder von Al Sharasif D in mich aufgenommen habe, doch irgendwann reaktivierte sich die automatische Rückholsicherung des Bordcomputers meines Kühlschiffs. Ich winkte zum Abschied mit Tränen in den Augen und fand mich kurz darauf in meinem Raumschiff wieder.
Es dauerte eine Weile, bis ich meine Gefühle wieder unter Kontrolle bekam, doch ich wusste, es war gut, dass der Computer mich wieder zurückgeholt hatte. Wer weiß, vielleicht wäre ich sonst für immer dort unten geblieben …

Mehr, um mich abzulenken als wirklich Lust auf mein neues Ziel zu haben, wählte ich gedankenlos einen beliebigen Planeten als nächste Station meiner Forschungsreise in Sachen Sommersonnenwende.

Duhr C: Die Klimakatastrophe

Mein Raumschiff hatte mich zum Ziel meiner Zufallswahl geführt: Duhr, auch Delta Leonis genannt. Das Sternensystem lag im Sternbild Löwe und war lediglich 60 Lichtjahre von der Erde entfernt. Der A-Klasse-Stern sah wie Al Sharasif vielversprechend blau aus, vielleicht etwas grauer als blau. Hatte ich das Glück, erneut einen Eisplaneten zu entdecken und erneut solch ein zauberhaftes Wesen wie die Eis-Madonna?
Der dritte Planet sah vielversprechend aus – Wolken und eine graue Planetenfarbe schlossen Eis und Schnee zumindest nicht aus. Ich bereitete mich vor, wählte ein leichtes Winteroutfit für die Reise nach unten und landete in einer Hölle!

Duhr C: Eine Welt nach der Klimaapokalypse und eine Vision der Zukunft der Erde? © <a target="_blank" href="http://fpesantez.deviantart.com/art/Space-Marine-Zombie-413533553">FPesantez auf deviantart.com</a>, Lizenz: <a target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nd/3.0/">CC BY-ND 3.0</a>
Duhr C: Eine Welt nach der Klimaapokalypse und eine Vision der Zukunft der Erde? © FPesantez auf deviantart.com, Lizenz: CC BY-ND 3.0

Eine verwüstete Landschaft aus zertrümmerten Gebäuden, verbogenem Metall und ein schwarzer Himmel, aus dem ein öliger Regen tröpfelte, schockierte mich. Eine Horrorgestalt lief auf mich zu und brüllte etwas. Der Babelfisch übersetzte, doch unter dem Schock des Gesehenen dauerte es einen Sekundenbruchteil bis ich die Worte wahrnahm. »In Deckung!«
Die humanoide Gestalt sah wie ein Zombie aus, denn eine Skelettfratze grinste mich unter einem Soldatenhelm an und ein Arm war bereits abgerissen. Er sprang auf mich zu und riss mich um. An der Stelle, wo ich gestanden hatte, schlug eine Granate ein und warf Trümmerteile in die Luft.
Der Zombiesoldat hatte mich hinter den Rest einer Stahlwand umgeworfen, die uns vor dem Schrapnellhagel schützte. Meine Ohren klingelten von der Explosion.
»Wer sind Sie? Was machen Sie hier«, brüllte mich der Zombiesoldat an.
»Ich, ich komme von weit her, vom Planeten Erde und würde gerne etwas über ihre Sommersonnenwende erfahren«, stammelte ich traumatisiert.
Die Skelettfratze erstarrte, dann hustete sie, was mein Babelfisch uncharmant als „Auslachen“ kommentierte. »Sommersonnenwende? Hier herrscht ein ewiger Krieg, Sie Narr! Eine globale Klimakatastrophe hat den gesamten Planeten verwüstet. Wir geben einen Dreck auf astronomische Phänomene und kennen keine Sommersonnenwende und nicht einmal mehr die Sonne. Hier gibt es nur 425 Tage im Jahr Leid und Tod. Eine unbarmherzige Militärindustrie lässt uns nicht einmal sterben, wenn wir fallen, sondern belebt uns künstlich mit Nanorobotern wieder.«
Ich begriff, während um uns herum Granatensalven den Boden aufrissen.
Der Zombiesoldat lud sein Gewehr nach. Ein letztes Mal drehte er sein grauenvolles Gesicht zu mir um. »Verschwinden Sie hier, bevor sie rekrutiert werden!« Dann verließ er die Deckung und wurde vor meinen Augen von einer weiteren Granate zerfetzt. Nur Augenblicke später tauchte ein fremdartiges metallenes Insekt auf, suchte seine Überreste zusammen und flog mit ihnen davon.
Mit zitternden Fingern kontaktierte ich mein Raumschiff und floh von diesem Planeten.

Zurück an Bord bedurfte es einiger beruhigenden Tees und eines Baldriankonzentrates, um meinen Adrenalinspiegel mit Millionenwerten wieder auf ein normales Maß abzusenken, während ich auf den grauen Planeten Duhr C unter mir hinabblickte. Ein seltsames Gefühl wollte mir weismachen, dass dies auch die Erde in einigen Jahrzehnten sein könnte. Doch dann verdrängte ich diese Vision und spielte mit dem Gedanken, nach dieser jüngsten Erfahrung zur Erde zurückzukehren. Ich schüttelte den Kopf. Das astronomische Abenteuer nach der Sommersonnenwende wollte ich nicht mit solch einem negativen Schlussakkord beenden und suchte mir so schnell wie möglich das nächste und letzte Ziel.

Zeta Reticuli A: Der Sitnikovplanet

Ich hatte mir ein recht bekanntes Sternsystem ausgesucht: Zeta Reticuli. Seine Bekanntheit erfuhr es mit einem der Berichte von Entführungsfällen durch Außerirdische*. So gaben Betty und Barney Hill 1961 an, von Außerirdischen, die sie als „Greys“ bezeichneten, entführt worden zu sein. Dabei soll Betty Hill auch eine Sternenkarte der Herkunft dieser Wesen gesehen haben und sie identifizierte Zeta Reticuli als deren Heimat.
Das weitaus Interessantere war, dass es sich um ein Doppelsternsystem mit nur einem einzigen Planeten handelte. Dieser stellte sich aus dem Orbit als schwarze Kugel dar, auf dem es diamanten glitzerte. Eine Nachtwelt? Möglicherweise waren die beiden unserer Sonne ähnlichen G-Sterne, die den Planeten geradezu in die Zange nahmen, der auf Zeta Reticuli A lebenden Spezies zu hell.

Neugierig machte ich mich bereit und wählte angesichts einer nur schwer atembaren Atmosphäre eine leichte Atemmaske mit und zog angesichts von angenehmen 10 Grad auf Zeta Reticuli A nur leichte Kleidung an.

Künstliche Lebensform auf dem äußerst komplizierten Sitnikovplaneten Zeta Reticuli A. © <a target="_blank" href="http://fpesantez.deviantart.com/art/Bio-droid-Concept-01-480039905">FPesantez auf deviantart.com</a>, Lizenz: <a target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nd/3.0/">CC BY-ND 3.0</a>
Künstliche Lebensform auf dem äußerst komplizierten Sitnikovplaneten Zeta Reticuli A. © FPesantez auf deviantart.com, Lizenz: CC BY-ND 3.0

Meine Vermutung täuschte mich nicht, als ich auf Bodenniveau materialisierte: Der Himmel war pechschwarz. Ich stand auf einer weiten, ebenen Fläche aus schwarzem Metall, das in eckigen Blöcken unterschiedlicher Größe wie eine Art Computerplatinenpflaster angeordnet war und zwischen denen eingelassene, grüne Lichter blinkten.
»Identifizieren Sie sich!«, schnarrte eine Stimme hinter mir.
Ich drehte mich um und erblickte eine offenbar künstliche Lebensform. Der Droide schien vermutlich über eine künstliche Intelligenz zu verfügen. Eine Roboterzivilisation! Faszinierend. Ich stellte mich also vor und nannte meinen Herkunftsplaneten.
»Planet Erde. 0100100110111001101010 ist uns bekannt. Wir haben bereits Daten über Ihre Spezies gesammelt«, dröhnte die Droidenstimme.
»Ach?«, antworte ich mit schwacher Stimme und mir fiel wieder die Geschichte von Betty und Barney Hill ein.
»Positiv. Willkommen auf 10001011101101010101010.«
»Danke.« Diese außerirdischen Droiden mussten wohl alles binär bezeichnen, was es für den Babelfisch unübersetzbar machte.
»Was ist Ihre Absicht auf unserem Planeten? Handel? Eroberung? Kontaktaufnahme?«, erklang die gefühllose Stimme wieder und die Augen blitzten beim Abscannen meines Körpers – vermutlich auf Waffen.
»Oh, ich befinde mich auf einer Reise, um mehr über die Sommersonnenwende herauszufinden. Ich fürchte, da werden Sie mir wohl nicht helfen können.«
»Wissenserwerb ist ihr Begehr. Positiv. Unsere Rituale über die Sommersonnenwende sind sehr komplex und äußerst faszinierend«, überraschte mich der Droide völlig.
»Ach?«, stammelte ich wieder.
»Positiv. Unser Sternensystem ist ein Sitnikov-Planet. Sind Sie mit den astronomischen Grundlagen dieses Konzeptes vertraut?«
»Äh, nein«, murmelte ich kleinlaut und kam mir wie in der Schule vor, wenn mich der Lehrer im Mathematikunterricht zurechtgewiesen hatte.

Problemfall Sitnikov-Planet (M3) in einem Doppelsternsystem aus Stern M1 und M2, wodurch sich der Planet nur auf einer Z-Achse bewegt und die Jahreszeiten unvorhersehbar werden. © <a target="_blank" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Sitnikov_Problem_Konfiguration.jpg">Moneo auf commons.wikimedia.org</a>, Lizenz: <a target="_blank" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5/deed.en">CC BY-SA 2.5</a>
Problemfall Sitnikov-Planet (M3) in einem Doppelsternsystem aus Stern M1 und M2, wodurch sich der Planet nur auf einer Z-Achse bewegt und die Jahreszeiten unvorhersehbar werden. © Moneo auf commons.wikimedia.org, Lizenz: CC BY-SA 2.5

Der Droide drückte einen Schalter auf seinem Arm und ein holografisches Bild in bestechender Klarheit baute sich vor meinen Augen auf. Es zeigt die beiden Sterne von Zeta Reticuli und den Planeten, auf dem ich mich befand.
»Unser Planet befindet sich genau im Gravitationsschnittpunkt der beiden Sterne. Daher bewegt er sich nicht um die Sterne kreisförmig oder elliptisch herum, sondern lediglich auf und ab«, erklärte der Droide.
»Wie ein Fahrstuhl«, murmelte ich.
Der Droide stutzte, schien interne Datenspeicher zu aktivieren, die der Erde vorbehalten waren und nickte dann. »Positiv. Wünschen Sie weitere Informationen?«
»Positiv«, passte ich mich der kalten Sprachlogik dieser Welt an.
»Je nach Gravitationseinwirkung der beiden Sterne ergeben sich äußerst komplexe Jahreszeiten. Wir besitzen exakt 246 Definitionen der von Ihnen bezeichneten „Sommersonnenwende“, je nachdem wie viel Gravitation von jedem der beiden Sterne auf unseren Planeten einwirkt.«
246 Arten von Sommersonnenwenden? Mein Unterkiefer klappte vor Staunen auf und ich studierte das holographische Bild, das der Droide mir zeigte. Nach einer halben Stunde Diskussion war mir das ganze Konzept immer noch nicht klar. »Können Sie mir ein Beispiel nennen?«, fragte ich schon beinahe aus Verzweiflung.
»Positiv. Beispielsweise befinden wir uns soeben in einer Omega 42-Sommersonnenwende, bei der nahezu der gesamte Planet in Nacht gehüllt ist, da die beiden Sterne sich an den planetenfernsten Punkten befinden. Da ihre Umlaufzeit unterschiedlich ist, nähern sie sich nun unterschiedlich dem Planeten und lösen unterschiedliche Jahreszeiten aus. So kann auf den langen Winter ein extrem kurzer Tagesfrühling folgen, gefolgt von einem Jahressommer und einem ebensolangen Herbst, wiederum gefolgt von keinem Winter.«
»Sie meinen, die Jahreszeiten verändern sich andauernd und können Tage oder Jahre betragen?«, fragte ich verblüfft.
»Positiv. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Ablauf stabiler Jahreszeiten auch nur kurzfristig einstellt, beträgt exakt 1 zu 954.343.129.555.«
Nachdem ich der Ansicht war, das Konzept des Sitnikovplaneten weitestgehend verstanden zu haben, verabschiedete ich mich, bedankte mich für die Erläuterungen und begab mich zurück in mein Kühlraumschiff Kaltwetter.

Der letzte Planet auf meiner Reise war definitiv der komplizierteste gewesen und mir brummte der Kopf von den Informationen, die ich erhalten hatte und nach wie vor im Detail noch nicht verstanden hatte. Ich fand im Bordcomputer einen Artikel des Astronomen Florian Freistetter, den ich mir für später abspeicherte, um mir das Thema noch einmal in Ruhe zur Gemüte zu führen. Er erklärte dies anhand der Himmelsmechanik zur Fantasyreihe „Game of Thrones“ und ich vermutete, dass diese Erklärung sich mit meinem Verstand auf einem annehmbaren niedrigeren Niveau traf als die Erklärung des Droiden von Zeta Reticuli A: Artikel zum Sitnikovplaneten.

Nach all diesen Abenteuern auf fremden Planeten, hatte ich trotz der Klimakatastrophe jetzt wieder Lust auf die Heimat, die gute, alte Erde bekommen. Daher wies ich den Computer an, wieder das Heimatsystem anzufliegen und sah schon bald wieder den vertrauten, blauen Planeten, den wir mit aller Kraft versuchen, als unsere Lebensgrundlage zu zerstören.

Die Demaskierung der Sofeten

Ich parkte das Kühlraumschiff Kaltwetter in der geheimen, unterirdischen Garage, derweil es immer noch über 30 Grad waren und mir der Schweiß ausbrach.
Die Reisen waren anstrengend gewesen. Alles was ich jetzt noch wollte, war Ruhe in meinem klimatisierten Wohnzimmer mit Doppelverglasungsschallschutz vor dem Sofetenlärm draußen. Der Nachbar hatte bereits eifrig seine Dutzend Sofetenfreunde zu einer der täglichen Grillorgien eingeladen. Dümmliche Unterhaltungen und peinliche Schlagermusik überstieg die Schmerzgrenze deutlich. Offenbar galt die Regel umgekehrter Proportionalität, dass mit sinkendem IQ der Lärmpegel ebenso stark anstieg. So schnell wie möglich flüchtete ich in die Wohnung.

Kaum wieder auf der Erde nerven die Sommerfetischisten!; © <a target="_blank" href="https://www.flickr.com/photos/artmouse/4068303148">danielle peña auf flickr.com</a>, Lizenz: <a target="_blank" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/">CC BY-SA 2.0</a>
Kaum wieder auf der Erde, nerven die Sommerfetischisten!; © danielle peña auf flickr.com, Lizenz: CC BY-SA 2.0

Aufatmend ließ ich die Tür ins Schloss fallen und schlüpfte in etwas Bequemes.
Doch kaum wollte ich mich zu einem erholsamen Nickerchen auf der Couch einfinden, um die Eindrücke auf den Planeten zu verarbeiten, klingelte es an der Haustür. Genervt raffte ich mich ächzend auf und öffnete, nachdem es bereits das zweite Mal geklingelt hatte.
Ein weiterer Nachbar stand in einem peinlichen Hawaiihemd vor mir, dass ich Sehstörungen bekam. Durch das Öffnen der Haustür prügelte eine 35-Grad-Backofenhitze auf mich ein.
»Ganz schön kalt bei dir«, war das erste, was ich zu hören bekam und es gehörte mit Sicherheit nicht zu den Top Ten der intelligenten Aussagen.
Ich schwieg und starrte – ein profundes Mittel, um Unsicherheit zu erzeugen.
Leider wirkt es nur, wenn das Gegenüber auf ein Mindestmaß an Denkfähigkeit kommt. In diesem Fall grinste der Nachbar ein debiles, alkoholgeschwängertes Grinsen und deutete nach einer Weile, in der seine spärlichen Neuronen genug Fähnchen geschwenkt hatten, um ein Reizsignal vom Restgehirn an den Mund zu übermitteln, mit dem Daumen über seinen Rücken. Ich vermutete zunächst eine Übersprungshandlung, doch nach einer weiteren, unpassenden Pause sprach es. »Wir ham nich genuch Steakmesser und Bier wäre auch nicht schlecht.«
In mir wuchs der Zorn.
Erst stört mich dieser Sofet nach einer anstrengenden Weltraumreise und jetzt hat er nicht einmal den Anstand, seine Wünsche in Form einer Bitte vorzutragen? »Tut mir leid, ich kann lediglich mit Ohropax-Familienpackungen und Kühlwesten dienen.«
»Kühlwesten?«, fragte der Sofetennachbar kuhäugig. Nach diversen neuronalen Kurzschlüssen erfolgte ein krächzendes Lachen. »Ein Ofen wäre bei den Kühlsommertemperaturen deutlich besser.« Sein Daumen deutete wieder über den Rücken nach draußen, während er in der Backofenhitze stand.
Ich dachte kurz darüber nach, ihn hereinzubitten, um ihm dann den Daumen beim Zuschlagen der Tür abzutrennen, doch dann beließ ich es bei einem »Guten Tag« und schlug die Tür zu.

Gewaltsam verdrängte ich die unerfreuliche Begegnung der dritten Sofetenart und stellte die Klimaanlage auf Maximum. So etwas hellt immer die Seele auf.
Es sei denn, es klingelte erneut. Und genau das tat es.
Wutentbrannt schoss ich aus der Couch wie ein Känguruh mit Hämorrhoiden und eilte zur Tür. Öffnen. Backofenhitze. Es war dieses Mal der andere Nachbar, den ich bei der Ankunft mit seinen Sofetenfreunden im Garten gesehen hatte. Er hatte sogar einen Anzug an. Unfassbar bei der Hitze, das war wie einer dieser Garbeutel für den Ofen.
»Ganz schön kalt bei dir«, sagte er zur Begrüßung.
Bevor ich wieder das Martyrium einer sofetischen Unterhaltung auf mich nahm, ließ ich es zu, dass mir die Sicherungen durchbrannten.
»Was zur Hölle ist mit euch Sofeten eigentlich los? Ihr bratet in der Gluthitze, bis euer Gehirn nur noch aus verglühten Rosinenresten besteht, nervt normale Menschen, die einfach nur Kühle und Ruhe wollen und erwartet dann auch noch, dass man freundlich ist, wenn ihr dreimal verfluchte Steakmesser, Bier und anderes Sofetenzeugs schnorren wollt?«
Eine Stille setzte nach den Worten ein, die nur vom Knistern des aufgeheizten Fußwegs gestört wurde.
»Ich erkläre Ihnen das gerne, Nachbar«, sagte schließlich mein Gegenüber. Oh, eine Kriegserklärung! Ich war in der richtigen Stimmung, sie anzunehmen. Übermüdet, überreizt und überhitzt wie ich war, musste ich lediglich dafür Sorge tragen, dass keinerlei Waffen in meine Nähe gerieten.
Ich bot ihm einen Sessel als Platz an und nahm selbst auf der Couch Platz.
»Also, was haben Sie für ein Problem mit mir?«, lächelte mein Nachbar im Anzug.
»Das erkläre ich Ihnen gerne. Sie lärmen draußen bei dieser Bullenhitze herum und nehmen keinerlei Rücksicht auf andere Menschen. Es ist doch schon schlimm genug, dass die Hitze überall ist und man ihr nicht entkommen kann, dann muss ich mir doch nicht auch noch das debile Hochloben von idiotischer Hitzeperversion gefallen lassen!«, schnaubte ich.
»Wieso? Hitze ist doch prima, da lebt man richtig auf. Ab 40 Grad wird es doch erst richtig angenehm«, grinste mein Nachbar.
Für einen Moment war ich sprachlos. Der Mann beleidigte mich mit Sofetengequatsche in meinen eigenen vier Wänden? »Sie sind nicht normal, Mann! 20 Grad sind schon zu viel, 10 Grad sind erträglich und -10 Grad sind ein Traum. Ich komme gerade von einer anstrengenden Weltraumreise zurück und habe genug gesehen, um sagen zu können, dass selbst Aliens klüger sind als Typen wie sie. Sie können ehrlich gesagt auch kein Mensch sein, wenn ich mir ihr dämliches Gequatsche so anhöre. Vermutlich sind Sie auch ein reptiloider Außerirdischer, andernfalls würden Sie wohl kaum 40 Grad als angenehm empfinden. Also nehmen Sie ruhig die Maske ab«, spottete ich im Wahn meiner Wut.
»Wie Sie meinen«, sagte mein Nachbar und zog sich seine Gesichtshaut vom Kopf.

Mein Sofetennachbar ohne Maske ...
Mein Sofetennachbar ohne Maske …

Zum Vorschein kam ein Aliengesicht, das mich aus reptilischen Augen ansah. Ich blinzelte. War ich noch auf einem anderen Planeten und träumte?
Mein Alien-Nachbar lächelte mit diesem seltsam verkniffenen Mund, der mir bei ihm so vertraut war und der jetzt so anders aussah. »Sie haben ganz recht. Alle vermeintlichen Menschen, die Sie „Sofeten“ nennen, sind in Wirklichkeit Humanoid/Reptilien-Hybriden und wir benötigen unnatürliche Wärme, um zu überleben und um uns wohl zu fühlen. Deswegen versuchen wir ja ihren Planeten zu reptiloformen.« Die Stimme meines Nachbarn klang nun so völlig anders und unnatürlich.
»Was? Reptiloformen?«, hauchte ich ungläubig.
»Ganz recht. Wir haben an allen wichtigen Positionen auf ihrem Planeten unsere Leute postiert, die den Klimawandel in die Wege geleitet haben. Die Menschen sterben in der Hitze aus und wir haben einen Kolonisationsplaneten und das bereits innerhalb von nur wenigen Jahrzehnten.«
Die Klimakatastrophe war ein Angriff durch Aliens? Jetzt erklärte sich einiges. Mir schwindelte. War es nicht doch etwa nur ein Traum? »Wa … warum tun Sie uns das an?«
Der reptiloide Aliennachbar lächelte mit den verkniffenen Lippen. »Oh, wir haben unseren Planeten leider vernichtet, als wir unsere Sonne gekitzelt haben.«
»Wie bitte? Gekitzelt??« Wovon redete dieses Wesen nur?
»Allerdings. Wir haben eine Plutoniumsprengladung in der Größe eines Mondes in den Kern unserer Sonne gejagt, um einen Koronalen Massenauswurf gigantischen Ausmaßes zu erzeugen.« Es schien, als verklärten sich seine reptilischen Augen in Erinnerung dieses Ereignisses. Eine Zwischenlid zog sich kurz über die Augen wie bei einem Krokodil.
»Wieso um Himmels willen haben Sie solch einen Wahnsinn unternommen?«, rief ich aufrichtig entsetzt.
»Uns war ganz einfach zu kalt auf unserem Planeten. Er zuckte seltsam grotesk mit den Schultern. Dann winkte er ab. »Aber das ist Geschichte. Bald haben wir ja ihren Planeten.« Er stand auf und zog sich die menschliche Maske wieder über den Kopf. »Genießen Sie die gräßliche Kühle«, er deutete zur Klimaanlage. »Bald wird sie die steigenden Temperaturen nicht mehr kompensieren können. Unsere Kolonisationsschiffe werden im Jahr 2050 hier eintreffen und eine vom Homo sapiens entvölkerte Welt vorfinden. Sie können übrigens ruhig diese Geschichte jedermann erzählen. Ich werde es genießen, wenn Sie als wahnsinniger Fantast wie ihr Vorgänger Erich von Däniken im Fernsehen lächerlich gemacht werden. Einen schönen Tag noch.« Er tippte an seine Stirn. Schritte entfernten sich und schließlich fiel eine Tür ins Schloss.

Konsterniert saß ich auf der Couch. Ich hatte es immer geahnt. Sofeten waren keine Menschen und konnten unmöglich menschlichen Ursprungs sein. Wieso bin ich nicht früher darauf gekommen? Jetzt war es zu spät. Zu spät für uns alle. Am Ende blieb vielleicht noch Al Sharasif D als Exilplanet übrig.
Ich lächelte schließlich, als mir eine biblische Geschichte einfiel. Alles, was wir brauchten, war ein Raumschiff so groß wie eine Arche für genügend Platz für Millionen Menschen.
Oder wo würden Sie am liebsten ins Exil von einer brennenden Erde fliehen? (Zur Abstimmung sind keine sofetischen reptiloiden Rassen zugelassen, sondern nur Angehörige der Spezies Homo sapiens)!

Verwendete Bilder

Die Werke von FPesantez auf deviantart.com sind herausragend in ihrer Qualität und ich habe einige von Ihnen für diesen Artikel benutzt. Bitte beachten Sie unbedingt, falls Sie Ihnen auch gefallen, dass die Lizenz jede Veränderung der Bilder untersagt (Creative Commons NON-DERIVATIVE)!
Ein Blick auf die Seite von FPesantez lohnt sich in jedem Fall: FPesantez auf deviantart.com – Gallery.

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ABSTIMMUNG

[Die Abstimmung steht aufgrund einer Softwareumstellung leider nicht mehr zur Verfügung.]

  • Autumn

    Fehlstart! Wir bleiben auf der Erde, treten den Sofeten in den Hintern und suchen uns dann einen Planeten mit Jahreszeiten und Temperaturen zwischen 0 und 25 °C, schönen Ozeanen, viel Grün und einem langen, schönen Herbst 🙂

    • *g* was ich gewählt habe, dürfte klar sein ^^
      Wobei Sofeten-Aliens in den Hintern treten ist durchaus eine Alternative 😉

      • Autumn

        Ich hätte beinahe für Lambda Herculis gestimmt, habe lange hin und her gehandert, schlussendlich bin ich zum Schluss gekommen, dass Jahreszeiten sein müssen. Denn das Schönste am Sommer ist, wenn er zu Ende geht: Ende August, die Temps werden langsam milder, der Herbst schleicht sich langsam an, man riecht ihn schon langsam, es riecht nach Erde und Blättern, der September kommt bald, die Sonne scheint mild und golden, die Blätter der Bäume werden langsam bunt, HERRLICH! Ohne Sommer würde ich mich niemals so sehr über den Herbst, bzw. die Herbsterlösung freuen! Ohne Winter könnte ich mich nie so über den Frühling freuen und ohne Sommer könnten wir uns auch nie so über die tolle Adventszeit, die Vorweihnachtszeit freuen, obwohl ich mich frage, ob es überhaupt noch sowas wie „Winter“ gibt? Ich erinnere mich an die ersten Schneeflocken damals in der Vorweihnachtszeit und nun? Äääääh….. Vorweihnachtszeit, aha, 15 °C und Sonnenschein? Na toll! *urks* Trotzdem: Canadischer Herbst wunderbar, aber alles hat seine Zeit :)))

        • Ich wäre über ein normales Klima wie früher mit kühlem Herbst, frühem Winter und kühlem Frühling bei verhaltenem Sommer sehr dankbar, dann könnte ich mich auch über die Jahreszeiten freuen.
          Mittlerweile wird es mehr zu einer Qual bei 20-25 Grad im November statt nebligen 5 Grad und 15 bis 20 Grad zu Weihnachten statt 0 Grad und Schnee, wobei das früher auch selten war.

          Ob die Maximierung der Erlösungfreuden die dafür notwendigen Hitzequalen rechtfertigt und aufwiegt, bin ich mir nicht sicher ^^ Zwar ist es richtig, dass man den Herbst ersehnt wie nie zuvor, allerdings ist er ja in 75% der Fälle mittlerweile weiterhin ein Dauersommer ohne Sturm und über 10 bis 15 Grad täglich zu warm.

          Mit genug Kleingeld könnte man all dem entfliehen. Aber wer hat das schon, um zumindest mal 3-4 Monate in Island zu verbringen? Insofern wäre die Idee einer Raumschiffarche bzw. eines sog. „Generationenraumschiffs“ für mich sehr attraktiv. Ich bin lieber im All als auf einer hitzeverseuchten Kugel, die jedes Jahr schlimmer wird.

          • Autumn

            Früher mochte ich den Sommer sehr gern. Damals, als die fürchterliche 3 vorne noch selten war, als der Sommer noch 25-28°C hatte, und vielleicht ab und an mal 30°C plus. Seit einigen Jahren jedoch bin ich zum Sommerhasser geworden. Die Sommer werden immer unerträglicher.

          • Stefan

            Geht mir genauso. Vor allem ist heutzutage laut Sofetenpropaganda 25-28°C ja kein Sommer. Erst ab 35°C verfallen die in hysterische Jubelarien. Kranke Welt.

          • Autumn

            GENAU!!! So 25°C ist „kein Sommer“ und wenn dazu noch ab und an ein paar Tropfen Regen fallen, omg! Wo bleibt der Sommer? Das war ja kein Sommer blablubb. Erst bei 35°C und mehr darf und soll man gefälligst in orgastisches Jubelgeschrei verfallen und man hat diese Hitze gefälligst zu lieben, sonst ist man ein Gestörter :)))) Und dann kommt mein absoluter Lieblings-Oberhass-Sofeten-Spruch: „Jetzt ist mal endlich richtig Sommer“!!!!!!!!!! Aaaaaaaaaaaargggggggh!!!

          • Stefan

            Kein Wunder. Es rennen ja genügen Bekloppte mit Winterjacken und Daunenwesten bei 20°C rum und glotzen einen an, wenn man ein T-Shirt trägt. Eine Kollegin war letztes Jahr im Sommer an der Ostsee. Hier Brüllhitze, dort um die 20 Grad. „Da war es soooooooooooooo kaaaaalt, ich musste mir extra ne Daunenjacke kaufen““!“. Nicht zu fassen.

          • Autumn

            Hahaha, stimmt. Kenne auch solche Exemplare. Bei 20°C schon das große Gejammer: Mir ist kaaaaalt, brrr, mach das Fenster zu, wo ist mein Pulli, wo ist meine Jacke? Ich hab ganz kalte Hände, brrr. Ohje. *Augen roll* Am liebsten würde ich sagen: Dann wandere doch in den Süden oder besser gleich in die Sahara aus!!!

  • buumms

    So, dann möchte ich mal für etwas Abkühlung sorgen. Entschuldigt die teilweise schlechte Qualität aber die Fotos sind schon etwas älter. Die „Sommerbilder“ sollen als Vergleich herhalten, wie es normalerweise aussieht 😉 Tja, so WAR mal der Winter in Johanngeorgenstadt. Wenn ich alte Schwarz/Weiß Fotos finden sollte, reiche ich diese gerne auch nochmal nach … da sind diese Fotos noch Kindergarten (Ja meine Kindheit war schon super 😀 )

  • Jo1965

    Boah, Leute, wenn Ihr Sofetenpropaganda in der schlimmstmöglichen, konzentrierten Form sehen wollt, dann werft mal momentan einen Blick auf wetter.com. Hier zwei der aktuell schlimmsten Beispiele und die ausgerechnet wieder von Kai Zorn, der sich bei so einem Riesenhaufen Scheiße, der allein in den Überschriften steht, doch selbst verleugnen bzw. zu Tode schämen muss:
    http://www.wetter.com/wettertv/kais-kolumne-hitze-der-juni-packt-seine-juwelen-aus/57694063cebfc04e1c8b45f5
    http://www.wetter.com/wettertv/urlaubswetter-in-antalya-fast-schon-zu-heiss/57693755cebfc0bd188b4567
    Tropentage mit Taupunkten über 20 Grad bei Temperaturen knapp unter oder über 30 Grad werden als „Der Sommer packt seine Juwelen aus“ angekündigt und wenn wie zur Zeit in Antalya die Tageshöchsttemperaturen bei 43 Grad und die Tiefstwerte in der Nacht bei 28 Grad (sic!) liegen und das bei einer mordsmäßigen Schwüle, die für die Küstenregionen des Mittelmeers im Sommer typisch ist, sodass dort noch nicht mal das Märchen „Aber am Mittelmeer herrscht immer eine trockene Hitze“ zutrifft, dann, ja dann kann eine Überschrift, die „In Antalya FAST schon zu heiß“ lautet, nur aus den längst verschrumpelten Hirnwindungen eines vollrohrverblödeten Idioten stammen. Man kann gar nicht so viel saufen, wie man kotzen möchte, wenn man einen solchen Müll liest!

    • Ich denke, der wird gezwungen so einen Sofetenpropagandamist zu schreiben, weil er sonst seinen Job verliert. Auf seiner Facebookseite sieht das nämlich ganz anders aus, wo er schreibt, dass man so viel machen kann wenn die Temps unter 30 Grad liegen und das so bleiben könne …
      Seltsam. In meinem Sommerhasserbuch erlebt der Protagonist Zay Korn, dass seine aufgezeichnete Wettermoderation neu in sofetischem Sinne synchronisiert wurde ^^ Muss wohl reiner Zufall sein 😉

      • Autumn

        Das denke ich eben auch. Wetter.com ist keine Ausnahme, sowas ist die Regel. Wetter.de ist noch schlimmer. Sobald es Sommer wird, kriegen die multiple Orgasmen, wenn es 35°C wird und schlimmste Nervenzusammenbrüche, wenn mal ein paar Tropfen Regen fallen oder Wolken es wagen, die schöööööne Sooooonne zu verdecken. Aber Wetter.de gehört ja auch zu RTL, was will man erwarten? Alle anderen Doof-Medien propagieren nicht nur bei Wetter stets den gleichen Einheitsbrei. Egal, was Du liest, ob Qualitätsmedium (deren Qualität in den vergangenen Jahren brutal abgenommen hat) oder Klatsch-Käseblatt: derselbe Einheitsbrei, was man auch liest. Dieselbe Manipulation und Propaganda. Kein Wunder spricht man von der „Lügenpresse“, denn das ist sie längst.

        • Bill Harziose

          Nimm das Wort „Pinocchio-Presse“, dann gibt es auch einen like:-)
          Die Sofeten warten auf Arizona-Conditions im Juli bei uns, da es dazu 2016 zum Glück nicht kommen wird, werden sie in den Urwald fliehen und holen sich eine kostenfreie Bilharziose ab:-)

          • hehe ich wusste, bei dem Humor kannst nur du es sein, Boris – willkommen zurück. Wenn du nächstes Mal mir mailst, versuche bitte den Mailaccount aktiviert zu lassen, sonst kann ich nicht antworten 😉

          • Bill Harziose

            Welcome back Michael!
            Kriegst noch ne mail von mir. Nimmst Du auch Visa? Meine tan-Funktion geht nur mit tan-card und die muss man bestellen und paypal tillt auch.
            Thema heute: Die Sofeten quatschen alle von 30Grad, doch wo sind sie bloss? hehe

          • keine Panik, ich hatte dir geschrieben in Sachen monetärer Hilfeleistung. Schreib mir mal, dann mail ich zurück 🙂

            Die Sofeten werden sich wundern – bei der Konzeption aktuell mit einem Hitzeberg gibt es (a) Gewitter bei der Ankunft der Hitzewelle (geringe Wahrscheinlichkeit), (b) Hitzegewitter auf dem Höhepunkt (mittlere Wahrscheinlichkeit) und (c) Gewitter bei Verdrängung der Hitze durch die Kaltfront (hohe Wahrscheinlichkeit).
            Ich denke mal nach den CAPE/Lifted Index-Werten bei GFS wirds am 25./26.06. richtig knallen ^^ Und danach rauschen die Werte runter auf 30-Jahresmittel. Oh wie schön… Siebenschläfer doch im Kühlbereich und ein erträglicher Sommer bis Ende August? Die Chancen steigen. *mach die Säge*

          • Autumn

            Ist korrigiert. Pinocchio-Presse mit ganz ganz langen Nasen :)))

          • aber so was von! Und dann wundern sich die Medienspackos. Peinliche Gegenmaßnahme: Sie wählten „Lügenpresse“ als Unwort des Jahres. Das ist ungefähr so, als würden Putin, Kim Jon-Un, Assad und Erdogan das Wort „Diktator“ als Unwort des Jahres verkünden 😛

          • Bill Harziose

            Oder „Gutmensch“ als Unwort. Die Grönemeyers und Co. sollen doch froh sein, dass mit Ihnen noch so charmant umgegangen wird:-)

          • Wahre Worte. Die leben in einer ähnlichen Parallelwelt fern der Bevölkerung wie Fussballer („Nachbar Boateng“) und Politiker.

          • Bill Harziose

            Prima Autumn!
            Und sie werden immer lääängeeer..Tag für Tag:-(
            Tipp: Eisenbahnromantik auf SWR: Beruhigt und beleuchtet retro-mäßig alte Zeiten, ohne Werbung und Hektik:-)

        • Bill Harziose

          Eigentlich war’s Tante Frauke, die durch diese Wortfindung die Assoziation mit den Neonazis (zurecht) vermeiden wollte, hättst „Lügenpresse“ auch stehen lassen können.
          Egal, freuen wir uns auf hoffentlich stattfindende hardore-Unwetter am Sa nach 2 Sofeten-kompatiblen Tagen, (würg):-(

          • Autumn

            Eben, eigentlich trifft das Wort perfekt den Nagel auf den Kopf, aber da ich keine Renée bin, sage ich gerne „Pinocchio“-Presse. Das Wort gefällt mir 🙂

  • Unfassbar. Ein Sofet mit der IP 84.160.57.46 hat 6x eine Stimme für die grüne Hölle abgegeben hahahaha wie kleingeistig kann man sein? Aber schön, dass er meine Werke liest. Ich interpretiere das mal als Wille, sich selbst zu hinterfragen und geistig die nächsthöhere Stufe zu erklimmen. Vermutlich dann als Amöbe ^^
    Nur zur Info: Die mehrfachen Votings wurden gelöscht *gg*

    • Autumn

      Huuuuh, ich will gar nicht wissen, wie viele Sofeten-Beschimpfungen pro Tag Du bekommst. Dabei gibt es doch mehr als genug Sofeten-Foren.

      • Alles Kreativstoff für das Sommerhasserbuch. So helfen mir Sofeten, diverse Charaktere im Roman zu konkretisieren ^^ Und das ohne es selbst zu wollen. Schöne Ironie, finde ich lol

    • Sandra Ditt

      Gib zu, du manipulierst und willst nur die Eiswüste vorne haben…..;-) – lol. Ich kann jedenfalls nur 1 Stimme abgeben, mehrfach ist bei mir gar nicht möglich……?!?

      • Stimmt, aber wer sich mit Computern ein wenig auskennt, kann das umgehen ^^
        Nee, Manipulation geht gar nicht wenn man philosophisch gebildet ist und immer die Wahrheit sucht, deswegen muss man halt 6 gleiche Stimmen auch löschen. Auch wenn’s nur eine Spielerei ist.

  • Blind Guardian

    Das perverse ist, dass die Klimatologen verschweigen, dass die Menge an Methan-Eis quadratisch mit der Tiefe des Wassers zunimmt.
    Beim Anstieg der Wassertemperaturen wird pro Meter Tiefemehr Methan-Eis freigesetzt, denn Methan-Eis hat eine Freisetzungstemperatur.
    Dieser Kipp-Punkt ist exponentiell.
    In Russland/Sibirien explodieren z.Z. die ersten Methan-Eis-Vorkommen an Land und hinterlassen große Löcher im Boden.

    Blind Guardian

    • Das mit Russland verfolge ich auch schon. Alter Artikel wo ich das noch etwas satirisch gesehen hatte: http://byjrdp.myraidbox.de/raetselhafte-riesenloecher-in-sibirien/
      Mittlerweile wird’s ernst.

      Hast du eine Quelle für deine Zahlenangaben? Welche hochinteressant sind – denn so kann man viel besser abschätzen, ab wann wieviel Methan frei wird. In der Atmosphäre zumindest ist der Anstieg wenig bekannt, aber gut dokumentiert: http://www.esrl.noaa.gov/gmd/webdata/ccgg/trends/ch4_trend_gl.png

      • Bill Harziose

        @disqus_4ogehltSF8:disqus
        Klasse Namen, so mancher Sofetenschrott in den Medien lässt sich mit dieser Art Mucke besser ertragen
        Thema Methan: Wird z.Zt. völlig unterbewertet, bin gespannt, welch Trojanisches Monsterpferd sich in den kommenden Jahren entwickelt. Erinnert mich an Merkels Flüchtlingspolitik: Ausbaden dürfen’s die nachfolgenden Generationen:-((((

      • Blind Guardian

        Wenn man die Methan und die CO2-Kurve über einander legt könnte man fast annehmen, dass beide Kurven fast im gleichen Monat ihren Knick nach Oben haben.
        http://www.chemie.de/lexikon/Methanhydrat.html

        http://homepages.uni-paderborn.de/wgs/Dlehre/Methanhydrat.pdf

        Wenn man die Mengen an Methan betrachtet, die an frei gesetzt werden,
        schwimmen die Schiffe im Meer wohl auf der „Weltuntergangsbombe“ die
        langsam aber immer schneller explodiert.

        Leider gibt es keine genauen Zahlen für die Tiefenverteilung.

        Man hat wohl kein Interessem dass die Masse aufschreit und Stopp ruft…

        • Nun, wenn’s passiert, dann werden wir es zumindest unzweifelhaft bemerken und nicht verpassen 😛

  • Autumn

    Kinder, auch der aktuelle Lauf bestätigt: durchschnittlicher Sommer. Wetter-Sini rückt zwar mit einem Horror-Szenario an, einer Patt-Situation, aber die Läufe sprechen eine andere Sprache.

    • Die Läufe sind aktueller als Sini – seine Prognose stammt von der Zeit vor dem 12z. Ich denke morgen wird er (wenn 18z und 00z so günstig für uns bleiben) die Kehrtwende vollziehen ^^

    • Der aktuelle GFS-Lauf 12z ist ein Traum was Siebenschläfer angeht mit kühler Westlage ^^ Bitte weiter so GFS!
      http://www.wetterzentrale.de/pics/Rtavn3481.gif

      • Autumn

        Ja, immer noch ein Traum, auch der 00Z. Durchschnittstemperaturen, keine ekelhaft piefige Brüllhitze 🙂

  • Blizzard

    Gruß in die Runde!
    Nun hat das gelbe Monster es doch geschafft und unter Advektion subtropischer Warmluft die Wolken und damit auch die Kühle vertrieben. Ein Hoch regiert Mitteleuropa. Doch scheint es als stöße ein wahrhaft majästätisches Tief den falschen Sonnenkönig schon bald vom Thron. Das Hoch erkennt die Gefahr, setzt zum ersten Schlag an und verpestet die Luft mit stickig-feuchter Tropenschwüle. Teilweise werden Taupunkte von 23-24° erreicht (d.h. hier ist die Luft zu 100% gesättigt). Das Tief reagiert. Cape-Werte explodieren, Gewitterparameter steigen ins unermessliche. Doch das Tief will keinen schnellen Sieg, dafür einen deutlichen. So maschiert seine Armee aus Blitz und Starkregen zwar langsam, doch gibt sie keinen gewonnenen Meter an das Hoch zurück.
    Das beschriebene Szenario beginnt wohl Heute Abend über dem NW und schwänkt langsam über Deutschland hinweg und klingt bis Samstag langsam aus. Die Daten sprechen für eine bundesweite Unwetterlage, regionale Unterschiede vorprogrammiert. Cape Werte von über 2000 kein Problem, hohe Taupunkte, Temperaturdifferenz in der mittleren Troposphäre (850 auf 500 Hpa) bei 30K, Auslösetemperatur für Konvektion wird erreicht. Vor der quasistationären Konvektionslinie wird es auf Grund einer hohen Deckelung kaum Konvektion geben. Wird der Deckel allerdings gesprengt schießen die Wolken blumenkohlförmig in den Himmel. Hagel und Starkregen sind an der Konvektionslinie (Do/Fr) ein weiteres Thema, während Sturm-/Orkanböen v.a. an der Kaltfront (Sa) anzusprechen sind. Diese ist präfrontal wetteraktiv (Anakaltfront) und es kann sich mit dem Durchzug Stabilisierung einstellen. Dauerregen ist mancherorts möglich gegeben, sehe ich aber eher in den südlichen Landesteilen sowie in den Mittelgebirgsregionen. Eine Ausnahme bildet Schleswig-Holstein.
    Ich wünsche allen das Glück eine Gewitterzelle abzubekommen oder wenigstens Starkregen. Es ist eine starke Unwetterlage, die aber (erfahrungsgemäß…) auch als Flop ausfallen kann. Die Temperaturen werden wieder erträglichere Mittelwerte annehmen. Mittelfristig kann sich ein TrW/TB etablieren, welches gemäßigt warme Antlantikluft zu uns führt, wir verbleiben weitgehends antizyklonal. Hoffen wir, dass es nicht der erste Vorstoß zu einer großräumigen Umstellung sein wird. Bisher war das Azorenhoch unser Freund, schön auf dem Atlantik, und das soll auch so bleiben!

    @Kaltwetter genialer Artikel! 😉

    • Danke und Lob zurück – genialer Kommentar, bin kurz davor mich im Wetterkrieg für die Front freiwillig zu melden!
      Was ist eine Analkaltfront? ^^ Klingt schmerzhaft und ist vermutlich auf Sofeten bezogen 😉
      Möge die Welt im Regen untergehen – besser als in Hitze!

      • Blizzard

        Kaltfronten lass sich in zwei Kategorien einteilen: 1. Ana-Kaltfront 2. Kata-kaltfront
        Anakaltfronten ziehen langsamer, sind aber verantworlich für einen starken Windsprung an der Front. Sie befinden sich im Anfangsstadium der Zyklogenese, in der das Bodendruckfeld noch nicht ausgeprägt ist, das Höhentief aber schon. Deutlich höhere Vertikalbewegungen als Katakaltfronten. Den meisten Niederschlag gibt es präfrontal als Konvektion, an der Front geht es in stratiforme Niederschlag über (daher Daurregenmöglichkeit). Hat sich die Kaltluft auch in der Höhe durchgesetzt klart es auf. Es sind aber nur Klassifikationen natürlicher Gegenbenheiten, keine Besonderheiten.

        • Klasse! Wieder was gelernt. Danke für die ausführliche Erläuterung.

          • Blizzard

            Ich auch 😛 hatte nochmal nachgelesen und postfrontale Niederschläge sind auf alle Fälle drin. Das war bei der Katakaltfront, da hört es direkt auf zu regnen…

        • Bill Harziose

          „Analkaltfront“ ist sicher nur was für homosexuelle Eskimos, Michael! Eieiei:-)
          Jedenfalls habe ich und viele andere gelernt, dass die Ana-kaltfronten eigentlich das Normale sind, da die schwerere und schnellere Kaltfront die warme Suppe anhebt und so es zu konvektiven Starkniederschlägen kommt. (Zyklonendurchgang)

          @Blizzard Postfrontale Niederschläge sind doch der Beginn des Rückseitenwetters, will heißen Schauerniederschläge mit Zwischenaufheiterungen aber mit deutlich zivileren Temps?& was ist TrW/TB?

          • Blizzard

            TrW und TB sind Abkürzungen für Großwetterlagen. TrW: Trog West, also ein Tief bei Frankreich, Südengland oder Nordspanien mit Zufuhr gemäßigt maritimer Luft je nach Lage wärmer oder kälter. TB: Tief Britische Inseln, kühler Norden mit Niederschlägen warmer, trockener Süden.
            Diese Lage ist im Sommer nicht schlecht, solange das Tief selbstständig ist. D.h. nicht in einem größeren Tiefkomplex, sodass es immer wieder ein Ableger Richtung Festland schickt.

          • Bill Harziose

            Danke für die Antwort; nach GFS sind die Dinger isoliert d.h. positiv für uns:-)

          • Bill Harziose

            Danke für die Antwort, nach GFS könnte am 6. Juli also sowas mit gemeint sein…

          • Und das wäre dann Siebenschläferbereich. Jackpot. ^^

    • Sandra Ditt

      Genial Blizzard, unser Meterologe hier 🙂 😉

      • Bill Harziose

        ein o zu wenig, aber echt hast

  • HaMa1975

    Grüße vom Niederrhein (23.06.2016, 16.30 Uhr, Schatten) ! :-(((

    • Bill Harziose

      Darauf einen Schnaps:-((( KA hat grad genau dasselbe:-(((

      • HaMa1975

        Als Hitze-Pessimist würde ich sagen: Kann das Komma nicht weiter links stehen? Als Optimist würde ich sagen: Wie gut, daß diese Zahl überhaupt ein Komma hat !

      • Statt Out sollte dort besser „Tilt!“ stehen ^^

    • Michael Bodin

      Hab ich ja Glück gehabt!!!! Schwante um 16:30 Uhr „nur“ 32,8 Grad !!! Loool….
      Dafür ist die Hitze aber hier noch „erträglich“, da gerade einmal 43 % Luftfeuchtigkeit herrschen….
      Morgen soll es kacke werden, 35 Grad und schwül…..
      Hallo Pool!!! Ich komme !!!!!!

      • Bill Harziose

        Von wegen morgen! Obersulm bei Heilbronn hat heute grauenhafte 35,7Grad gemessen:-(((

    • Stefan

      Tropenhessen meldet: Gerade eben um 20:19 Uhr ist das Thermomenter unter 30,0 °C gesunken. Und das obwohl die Sofetenapp immer noch sagt, dass es 32°C sein soll. Schweinerei, auf nix kann man sich mehr verlassen. Keine 30 Grad mehr. Irgendwie wird mir kalt 😉 Und in der Bude sind es auch nur 24 Grad. Muss wohl schnell noch mal alle Fenster aufreißen, damit es nicht zu Kühl in der Wohnung wird 🙂

      Und spätestens am Sonntag meldet sich der Winter zurück. Nur noch 22 Grad Höchsttemperatur! Wo war nochmal das Brennholz? 😉

      • Bill Harziose

        Brennholz gibt’s ab morgen keines mehr, da der Taunus waldbrandmäßig komplett abfackeln wird:-(

        • spontane Selbstentzündung bei 35 Grad nehm ich an ^^

          • Stefan

            Genau so bin ich mir vorgekommen, als ich heute nachmittag aus dem klimatisierten Büro hinaus in die apokalyptische Saunahölle getorkelt bin!

          • Bill Harziose

            Wie bei uns: Unser Edeka-Laden im Ort ist eine Sensation: Klimaanlage gefühlt +8Grad. Das hat aber einen Nachteil: Sobald man raus ist: Wooooosch, Fegefeuer, Atemnot, Tod durch Verdampfen, gefühlte 55Grad bei einer scheinbaren Luftfeuchte von 225%:-((((

          • Die Wahl der Harten: Erst Eis, dann Asche. Isländische Erlösungswallfahrt zum Edeka ^^

          • Stefan

            Hör mir auf mit 35 Grad …

        • Stefan

          Ach was, der Taunus ist noch viiiiiel zu nass. Überall sind noch Pfützen. Bäh! Und Immerhin ist hier die Temperatur innerhalb von gut 2 Stunden um unfassbare 7 Grad auf jetzt 23 Grad gefallen. Wenn das so weitergeht, gibt’s morgen früh noch Bodenfrost. 🙂 Außerdem soll es ab morgen Abend Gewitter geben, vielleicht sogar mir Regen!!! Igittigitt! Dann ist der schöne Sommer schon wieder dahin. 😉 .

          Ich muss Mütze und Handschuhe doch wieder rauskramen. Herrje, jetzt sind es nur noch 22,5 Grad.

          Im Ernst: Zum Glück wissen wir alle, dass diese elende tropenpampigemistpissschwüle Dreckshitze ab Samstag zum Teufel gejagd wird. Also sehe ich es locker und rege mich gar nicht drüber auf. Den einen läppischen Tag sitzen wir doch locker auf einer Backe ab. 🙂

  • Sven Rindermann

    Einen wunderschönen guten Abend…..das ich das noch erleben darf……eine Seite so genial wie meine Lieblingstemperatur…KALT!!! Ubrigens sehr gut geschieben….Die Stelle mit der Eis Madonna (oder war es Prinzessin)?? Genial gut geschrieben.
    Liebe Grüße Sven.

    • Grüße! Und Willkommen in der Runde 🙂
      Vielen Dank für das Lob und möge uns alle der Segen der Eis-Madonna von Al Sharasif erreichen in diesen schweren Hitzezeiten. 😉

  • Jo1965

    Was für ein Elendstag heute! Um 7:15 Uhr heute morgen im Bergischen zur Arbeit Richtung Essen gestartet und obwohl das Fusionsmonster bereits um diese Zeit seine hässliche Fratze zeigte, ging es sowohl temperatur- als auch schwületechnisch noch einigermaßen. Doch im Laufe des Tages ging die Post dann richtig ab. In der ganzen Region Rheinland, Ruhrgebiet als auch Bergisches Land wurden die 30 Grad leider doch geknackt, aber noch viel schlimmer war bzw. ist diese irrsinnige Schwüle. Kachelmanwetter meldet aktuell immer noch Taupunkte von 18 Grad in Wuppertal und sogar 22 Grad in Düsseldorf. Jede Glasflasche aus dem Kühlschrank ist innerhalb kürzester Zeit siepennass.
    Jetzt bin ich mal gespannt, was sich hier aus der Unwetterlage entwickelt. Einige Cumolonimben sahen in der Abendsonne vielversprechend aus und die CAPE-Werte sind ja fast astronomisch, doch wäre es eben nicht verwunderlich, wenn das ein Rohrkrepierer wird.

    • Ja, das wird wieder ein Gewitterglücksspiel. Ich erwarte eigentlich wenn, dann morgen abend bis nachts etwas hier.

  • Dunja Stroop

    Blick aus unserem Küchenfenster…es blitzt und donnert….

  • wie gut, daß es bei mir Isolierfenster gibt. Trotz 30°C draußen gestern sind es in der Wohnung 22°C geblieben.

  • bin mal gespannt, wann die Front hier in München ankommt. Laut Flugwetter soll es heute abend soweit sein und morgen regnen. Gibt’s hier übrigens frei verfügbar: http://www.dwd.de/DE/fachnutzer/luftfahrt/teaser/luftsportberichte/luftsportberichte_tabelle.html?nn=565402
    Im Gegensatz zum Austrocontrol, der natürlich auch nur für die Alpen gilt, wo man sich aber mit Einsenden des Flugscheins anmelden muß (!!!)

  • Autumn

    Ich war verrückt genug, gestern noch zum Sport zu gehen. Dass das Herz dabei donnerte und raste wie n Presslufthammer, brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Trotzdem muss Bewegung sein, auch wenn richtige Wasserfälle an Schweiß geströmt sind. Bäääh! Bin froh, ist nur noch heute so heiß und dann haben wir mal für ne Weile Ruhe vor der Brüllhitze!!

    • Ich sehe das ja auch so. Ob 25 oder 40 Grad ist mir dann auch egal. Man schwitzt im Liegen genauso sprenklermäßig wie beim Sport (nur mehr), also kaum Unterschied. Gut, man muss langsamer machen, aber irgendwie hat man innerlich noch das Gefühl „Hitze ich krieg dich klein“, so eine Art Kampfmotivationsmodus ^^ Sommer ist halt immer Scheiße, egal wie und wo und wann. 24/7.

    • Bill Harziose

      Habe gestern auch 1000HM bewältigt (2,5 mal Königstuhl) und musste danach meinem alden Vadder den EM-Plan ausfüllen und habe währenddessen getropft wie ne Sofetin bei Ronaldo. Deshalb: Heute Ruhetag oder wollt ihr sonst meiner Beerdigung beiwohnen?

      • Stramme Leistung!
        Bevor ich Kunstschnee auf deinem Grab verstreue, mach mal besser Pause ^^

        • Bill Harziose

          Bin gerade eben auf den Balkon raus. Ich frage mich, was soll man da draußen machen außer sterben bzw. chlorgereinigten Urin gurgeln?

          • Rasensprenger oder Sprenklerschlauch anmachen. Führt zu adiabatischer Kühlung. Funktioniert hier auf der Terrasse prächtig mit Brunnenwasser ^^

          • Bill Harziose

            Habe beides nicht. Seufz. :-((

          • Mist. Dann hilft tatsächlich nur Urin gurgeln. Mein Beileid 😛

      • Bill Harziose

        Der ganze Effekt ist mittlerweile verpufft, habe sogar massiv zugenommen weil der Kreislauf spinnt und der Stoffwechsel in Minus-Bereiche abdriftet:-(((((((

  • Bill Harziose

    WALDBRAND im Taunus!
    Leider hat es sich bewahrheitet. Im Vordergrund rechts Mainhattan.
    Aufnahmedatum: 24.06.2016 12Uhr55
    Standort: Mainz Hofgut Laubenheimer Höhe.@kaltwettercom:disqus Mach die Fenster zu:-)

    • Und ich fluche hier dauernd über die Sofeten und ihre Grillorgien, dabei waren die das offenbar gar nicht 😛
      Sieht heftig aus.

  • Michael Bodin

    Update für Schwante: 35,6 Grad, gerade wieder Wind der Stärke 0-1 !!! Ein paar weiße Wattetupfer am strahlend blauen Himmel. Sommerherz, was willst du mehr….
    Ok, genug von dem Sch….. Es ist zum kotzen hier, zum Glück soll es bis zu 5 Liter Regen geben bis Montag. Welch Sintfluten….

    • HaMa1975

      Wir hatten gestern +34,8 Grad, dazu extrem feucht, heute NUR noch +24 Grad, aber sehr pampig.

      • Michael Bodin

        Zum Glück hatte ich kein Geld, um mir einen Keller zu bauen, wenn ich Dein Video sehe.
        Dafür habe ich als Ausgleich hier immer noch 30,4 Grad (19:56 Uhr) und natürlich immer noch WINDSTILLE !!!!!
        Man könnte sagen, die Luft kann man schneiden.
        Erstaunlicher Weise (oder zum Glück) ist die Luft aber nicht schwül, heute zeitweise wieder nur knapp über 40% Luftfeuchte.
        Mal sehen was morgen wird, aktuell bleibt der heiße Ostwind (in der Höhe) stark genug, die Gewitter auf weite Distanz zu halten….

  • HaMa1975

    Hatten gestern Abend ein Unwetter gehabt, was ich so noch nicht erlebt habe. Sonnenuntergang ist in Xanten um 21.56 Uhr; es ist also noch fast taghell. Um 21.49 Uhr war es Nacht – wie im Winter in einer Neumondnacht. Diese „Wand“ hatte eine Energie, das ganze Haus hat gewackelt: http://www.lokalkompass.de/xanten/natur/gewaltige-stroboskopgewitter-erhellten-den-nachthimmel-am-niederrhein-mit-video-d671166.html Das Feeling war echt der Wahnsinn !

    • Sven Rindermann

      Geil !!! Hoffe nur das nix passiert ist. Hier bei uns heute fast den ganzen Tag Starkregen.

      • HaMa1975

        Im Video ist ab 3 Min. 30 Sek unser Keller …

        • Bill Harziose

          Wenn Du Vogelfutter mit Pattex in die Fugen und Löcher schmierst dann hält das bombenfest, garantiert, oder magst Du feuchte Keller?

          • HaMa1975

            Neee, aber Goldfische in der Mausefalle sind durchaus witzig. ;-))

          • Bill Harziose

            Die von Peta wird’s freuen harhar

  • Bill Harziose

    Blick von unserem Balkonfenster – zum Glück gibt es noch Nachbarn, die bei der Hitze etwas Vernünftiges im Kopf haben:-((

    • HaMa1975

      Ach du Sch…e ! 😉

      • Bill Harziose

        Habe ich gelöscht, da mir der Anblick den Magen umdreht. Gestern war im DG die Hölle bei uns und anscheinend wünschen mir die meisten Deutschen das ewige Fegefeuer. Dank BLOED. Dank Angie. Dank Pinocchio-Presse!:-((

  • HaMa1975

    REGENMESSER: Mal noch ne Frage: Mein Regenmesser ist mal wieder übergelaufen; 89 bis 150 Liter waren einfach zu viel. Such einen guten Monsun-Regenmesser ;-)) – entweder analog oder digital (Funk) – zuverlässig und relativ genau. Vorschläge ?

  • HaMa1975

    REGENMESSER: Mal noch ne Frage: Mein Regenmesser ist mal wieder übergelaufen; 89 bis 150 Liter waren einfach zu viel. Such einen guten Monsun-Regenmesser ;-)) – entweder analog oder digital (Funk) – zuverlässig und relativ genau. Vorschläge ?

    • Bill Harziose

      Warte bis Michael zurückkommt, dann besprechen wir alles! Scheint irgendwie aufm Grillfest zu sein oder so:-)

      • lol momentan extrem viel Arbeit, bin nach 12 Stunden am Stück einfach weggepennt für 2 Stunden 😛
        Und kein fucking Gewitter hier. Nichts. Nicht ein Tropfen. Immer noch 24 Grad um 23:30 Uhr gerade. Zum Heulen.

        • Bill Harziose

          Die geilen Gewitter sind westlich vorbeigezogen..und gerade die Anwaltsfamilie nebenan hält die Nachtruhe ab 22Uhr nicht ein; es ist zum Kotzen–> fürchterliches Gekicher; das sind die neben dem Grill-Sofeten…
          In Stromberg bei Bad Keuznach hat’s aber gut geschüttet, also westlich von Dir..Ich wünsche mir so sehnlichst ein fettes Gewiiter, dass die Honks endlich ins Haus gehen:-(

          • Die Gefühlslage kenne ich mit den Sofeten. Wenn Sie schon Hitze wollen, sollen sie ihren Hintern in die Wohnung bewegen, die Fenster schließen und die Heizung anstellen.
            Habe ich morgen wohl vor mir. Ich baue noch auf die Gewitter, die evtl. noch morgen kommen sollen.

          • Bill Harziose

            Achtung: Bei uns 0:41 erster Donner und genau um 1:41 fängts an zu pieseln–> Rüsselsheim evtl. 2:30
            Die Erlösung kommt aus Süden:-)

          • Nicht wirklich hier im Gewitterloch. Bis jetzt alles um mich herum voller Wolken. 10 km-Umkreis hier: Nichts ^^

          • Bill Harziose

            Gerade Jeanne Mas gehört „rouge et noir“–1986 bombast
            Der Bombast-Saft kommt auch zu dir aus dem Süden:-)

          • buumms

            Hier in Chemnitz auch noch heiter Sonnenschein. Heute Nacht gab’s angenehme und wohlige 28°C Zimmertemperatur. Der Ventilator lief durch…ist es nicht herrlich?

          • Michael Bodin

            Aktuell im Bereich Oberkrämer ( 17:20 Uhr ) :
            Die Gewitterwolken schießen wie Atompilze in den Himmel. Innerhalb von 10 – 15 Minuten entstehen kleine aber extrem heftige Gewitterzellen mit Hagel und Starkregen. Gerade jetzt hat sich etwa 5 -7 Km östlich solch eine Zelle gebildet. Die Farben dazu auf der DWD Wetterwarn-App: tiefer Lilaton, mehr geht kaum noch.
            Mal sehen, was heute noch passiert, ob wir hier auch was abbekommen.
            Gerade „nur“ noch 32,3 Grad. Der Schweiß läuft, das kalte Radler aber auch !!!

    • Michael Bodin

      Funkwetterstation CTW 600, habe die selbe, Regen 0,3l/qm genau, Temp 0,1 Grad Windmesser naja, muss 100% gerade angebracht sein. Bin aber sehr zufrieden.

      Oder aber diese hier, da ist der Messintervall bei 16 bzw. 18 Sek., bei meiner bei 53 Sek. :o(

      http://www.ebay.de/itm/Profi-Funk-Wetterstation-WS8700-Tripple-SlimLine-Windmessung-Regen-PC-Auswertung/331612516392?_trksid=p2045573.c100505.m3226&_trkparms=aid%3D555014%26algo%3DPL.DEFAULT%26ao%3D1%26asc%3D36887%26meid%3D2199d846e2124a26b59566dd4000c2d9%26pid%3D100505%26rk%3D1%26rkt%3D1%26

      • HaMa1975

        Nun ja, die 40l/qm kamen hier beim Hauptunwetter in nur 20 Minuten runter ! ;-))

        • Michael Bodin

          Glaube, die Dinger sind für solche Extreme nicht gebaut, da solltest Du dann in der Preisklasse um 700 € nachsehen….

        • Bill Harziose

          Nicht schlecht! Am 27.6.1994 fielen in Daudenzell (15km östlich von uns) 239l/qm in 2! Stunden, Deutschlandrekord. Der dortige Nebenfluss vom Nebenfluss vom Nebenfluss des Neckars brachte soviel Wasser mit sich, dass unser Tal am nächstenTag 2m unter Wasser stand. Damals spielte Deutschland-Südkorea bei der WM 3:2 und jeder hatte in der Kneipe „getankt“. Wäre ich nicht relativ besoffen die paar Meter heimgefahren, wäre mein FIAT UNO am nächsten frühen Morgen bis zum Dach abgesoffen gewesen. (Wir wohnen weiter weg vom Fluss)
          Moral von der Geschicht? Ich weiß sie nicht.
          Aber: Ich gehe mal nachfragen, wie die das geschafft haben, diese Menge zu messen. Ich kann mich erinnern, es war ein Inferno. Grüne Landschaft mit brauner Hochwasserbrühe und zwar flächenhaft. Ich frag also mal nach in Aglasterhausen-Daudenzell wie die das damals gemessen haben. Geduld please!Schließlich habt ihr auch CRO-POR überlebt.

          • Die Moral? Immer wenn Deutschland absäuft, siegt die Nationalmannschaft? Dann muss ich mir wegen dem Spiel heute abend ja keine Sorgen machen 😛

          • Bill Harziose

            Da es im Juli nicht mehr ganz soviel schiffen wird (aber zum Glück ohne Backofentemps) lautet das Finale FRA-POR:-)

          • Bill Harziose

            geä. 27.06.
            DE-BEL

          • Na also. Geht doch ^^

  • Michael Bodin

    Habe gerade festgestellt, was diese Kaltfront mit der heiße Luft für Potenzial birgt. In Wittstock/Dosse ist gerade ein schweres Gewitter durchgezogen. Das liegt Luftlinie 65 Km entfernt. Hier der Link einer guten Seite dazu :

    https://www.luftlinie.org/

    Wir hatten trotzdem Sturm bis knapp 60 Km/h.
    Möchte nicht wissen, was in dem Gewitter los war….
    Die äußeren Wolkenränder kamen bis auf etwa 5 Km an uns ran.
    Bin mal auf Morgen gespannt.

  • Stefan

    Meldung aus Tropenhessen (Vordertaunus): Heute früh um kurz nach 5 Uhr so etwas ähnliches wie ein Gewitter und Regen. Das Meiste ist natürlich bei uns mal wieder vorbeigezogen. Naja … Jetzt sind es 22 Grad bei gefühlten 195% Luftfeuchtigkeit. Aber besser als gestern, wo ich noch das Vergnügen hatte, zum Feierabend am Auto einer Kollgin einen platten Reifen welchseln zu dürfen; bei gefühlen 50 Grad in einem aufgeheizten Backofen-Parkhaus. Welch ein beschi… Start ins Wochenende. :(( Aber ich musste dabei an Michaels sofetische Reifenwelchselstory denken, da ging es dann. Den schrottigen Wagenheber konnte ich allerdings nur Gedanken an die Wand knallen. 🙂

    • Bill Harziose

      Hätte der Dame ein Busticket spendiert…

    • Gut, dass es Männer gibt auf der Welt! Der Antipode wäre der Sofet, der in einem (theoretischen) Winter bei -20 Grad der Dame den Reifen wechselt samt Schneekettenaufzug.

  • buumms

    Mitten drin, statt nur dabei! Problem? Auf dem Radar sieht es super, aber hier Donnert es nur in einer Tour … 4 Blitze und bissel Regen 🙁 und kälter wird es auch (noch?) nicht …

  • Bill Harziose

    Zitat Sini ganz am Schluss:“…Nichtsdestotrotz wünschen sich viele von unseren Lesern eine stabile
    sommerliche Wetterlage. Ob und wann die kommen könnte, klären wir gegen
    17:00 Uhr in einem neuen Wettertrend Sommer 2016…“
    Wieder ein Grund mehr, diesem Land für immer den Rücken zu kehren…

    • Schnell noch nach England einbürgern, solange es noch geht, dem einzigen vernünftigen Volk in Europa. ^^

    • Autumn

      Das zeigt wie dumm manche Sofeten sind. So wie jetzt geht ein normaler Sommer bei uns in Deutschland. Wer Dauerhitze und Dauersonne wünscht, soll in den Süden auswandern oder nach Afrika.

  • GFS zeigt: Siebenschläfergünstige Werte. Bitte weiter so und keine Hitzeblase mehr!!
    Berlin ungünstiger.
    München wie immer als Sekt oder Selters-Land mit ausgeprägten Radikalismen im Guten wie im Schlechten.
    (c) http://www.wetterzentrale.de

  • Michael Bodin

    Wenigstens ist die Temperatur im Moment etwas zurückgegangen, aktuell 26,3 Grad und etwas Wind.
    Aber das hier habe ich verpasst:
    P.S. Ich wohne rund 8 Km westlich davon.

  • Michael Bodin

    Das Bild sagt mehr: Um mich herum Regenmengen ohne Ende, da am weißen Punkt war/ist nichts, da wohne ja auch ich…

  • Bill Harziose

    Schon wieder Sini, Zitat: „…In einigen Bundesländern beginnen demnächst die Sommerferien und wir bekommen vermehrte Anfragen, ob denn sich das Wetter bald „bessern“ möge….“

    Liebe „Anfrager“! Das Wetter hat sich doch schon gebessert, spätestens seit vorhin, als der zweite Gewittersturm seit gestern über das Badner Land zog:-) Frischauf Frischauf, mein Treibhausbadner Land:-)

    • lake-effect

      Bisschen nass momentan, kann manche Leute verstehen, dass die das nicht mögen. Jedem seins. Aber, dass jemand den Frühling und Sommer (Sommer ist erst seit 4 Tagen) zu kalt findet, das geht mir nicht in den Kopf.
      Ich schwitz ständig, und das nicht erst seit dieser Hitzewelle…

      • Bill Harziose

        Dein Profil-Pic hilft mir in den schwersten (Sommer-) Stunden:-)

    • hehe

      • Bill Harziose

        Deutschland Einigkeit und Kaltheit:

        • Michael Bodin

          Habe seit 2 Stunden alle Fenster und Türen auf und lüfte bei Windstärke 4-5 ordentlich durch. Heute früh (06:15 Uhr ) waren 15,2 Grad, aktuell 18,5. Frische Luft, herrlich…..

          • HaMa1975

            Wenn es da nicht so Nachbarn mit Kamin gäbe… 🙁

          • Bill Harziose

            Es ist wie eine Wiedergeburt – renne auch schon seit 2Stunden durch den Wald in der Sofeten-freien Zone:-)
            Was macht die Dürre, genauer gesagt die Trockenheit im Boden bei Euch in Brandenburg? Ihr ward schon seit jeher benachteiligt, wegen dem Harz als Regenfänger…

          • Michael Bodin

            Gestern überraschend 3,9 L/qm aus einer sich auflösenden Gewitterfront.
            49,2 L gesamt diesen Monat. Berlin Tegel ( etwa 13 Km Luftlinie, oder Oranienburg, etwa 7 Km Luftlinie ) hatte weit über 60, fast 70 l/qm.
            Regional sehr begrenzt große Unterschiede.

          • Bill Harziose

            Kärnten Juli 2013 genauso: Gewitter spätabends 3h am Stück & Dauerregen aber im Nachbardorf 4km entfernt war’s f*tztrocken, haben die Eingeborenen dort am nächsten Morgen erzählt:-)

  • Autumn

    20°C hier in BaWü, aber so schwül! Richtiges Waschküchenwetter, bääh. Naja, Hauptsache keine 35°C. 🙂 Die zwei Tage Hitze gingen noch. Solange es nur ein paar Tage sind, was soll´s. Der aktuelle GFS-Lauf sieht für den Siebenschläferzeitraum normale bis leicht zu kühle Temperaturen, yeeah! Ich denke, das wird endlich endlich mal ein normaler, milder Sommer! Aber die Sofeten jammern und heulen. Ja, Sini kriegt ständig anfragen, wann denn „der Sommer kommt“. Liebe Leute, es IST Sommer und wir sind hier nicht in Südeuropa! Dies ist ein normaler Sommer in Deutschland.

  • Stefan

    Seit gestern nachmittag ist die Schwüle im Vordertaunus weg. Temperatur waren dann so 18-19 Grad, zuvor gab es zu noch den ein oder anderen Schauer. Am frühen Abend war ich im sofetenfreien Taunus unterwegs. Tief hängende Wolken, Temperatur um die 13 Grad. Fast schon Herbstfeeling Ende Juni. Herrlich!!! Heute ein Mix aus Wolken, ab und zu mal etwas Sonne, Temperatur aktuell 19 Grad. So mag ich den Sommer. 🙂 Und so kann er gerne bleiben.

  • Stefan

    Leute, den können wir uns wirklich einrahmen … Ok, etwas mehr Nierdeschlag wäre perfekt aber das wäre Jammern auf hohem … ähh … niedrigen (Temperatur)niveau :))

    • Alptraum der Sofeten

      Jo sieht gut aus. Bei mir war der Samstag einfach nur schön. Mit 18 Grad Höchsttemperatur und den ganze Tag lang kräftiger Regen 🙂

      • Stefan

        Glückwunsch! Hört sich geil an. Bei mir im Moment schon auf 14,5 Grad runter. Traumhaft.

        • Alptraum der Sofeten

          Ist momentan echt fast unfassbar gegenüber den letzten Jahren, dass es doch noch normal geht hätte ich ja nicht wirklich gedacht. Die nächsten Tage werden auch gut. Unter 20 Grad und viele Wolken. So kann der Sommer weiter gehen bis dann hoffentlich endlich mal ein normaler Herbst kommt 🙂

          • Stefan

            Amen :))

          • Autumn

            Der Nachteil: Das obersupermega nervige Geheul und Gejammer der Sofeten!!! Kaum ein Wetterbericht ohne „LEIDER“ und „BEDAUERN“ und „Hoffen auf ´richtigen´Sommer“. *Augen rolle*

          • Stefan

            Das ist für mich kein Nachteil. Das Sofetengeheul ist Musik in meinen Ohren. :)) Sollen sie heulen bis sie schwarz werden! 🙂 Je mehr die heulen und flennen desto besser ist das Wetter in unserem Sinn.

            Unerträglich ist da schon viel eher der penetrante Jubel der Sofetenpropaganda bei apokalypischer Höllenhitze.
            Zitate erspar ich Euch … aus nachvollziebaren Gründen 😉

          • Genau meine Meinung. In allen Detailpunkten.

          • Autumn

            Das stimmt, das orgastische Dumpfbackengeschrei der Sofetenmedien im Sommer 2015! Ich hätte die echt erschlagen können! Und obwohl diese Sofeten-Blödmedien zig Beschwerdemails erhielten, hielten sie an ihrer Sofetenpropaganda und ihrem blödsinnigen Jubelgeschrei fest. Ich kenne keinen, der den Sommer 2015 wirklich toll fand, sogar einige Sofeten haben gemeint, es sei ihnen definitiv zu heiß, weniger wäre mehr gewesen. Aber wie Kai Zorn letztes Jahr noch ehrlich gesagt hat: Die sitzen in ihren klimatisierten Büros und können natürlich gut jubeln.
            Aber weil wir so schön darüber quatschen: Mein absoluter „Favorit“ unteren den Megagiga-Hass-Sofetensprüchen: „Jetzt ist doch mal endlich richtig Sommer“!!! *facepalm*

          • Stefan

            Ich kenn einen noch besseren Spruch: „Jetzt ist EINMAL richtig Sommer und es wird NUR darüber gemeckert“!

            Nimm es mit Fassung und stell dir vor wie das erbsengroße Resthirn solcher Blödbommel langsam aber sicher in der Dauerhitze verdampft. 🙂

          • Autumn

            Uaaaaah, der ist ja noch blöder als der obige! 😀 Sofeten, die sowas von sich geben, können einfach NUR komplett hirnverbrannt sein. Kommt wohl von zu viel sonnenbaden.

    • Autumn

      So ein schöner Lauf und gerade während Siebenschläfer!! Ja, so kann der Sommer weiter gehen, mal Sonne, mal Wolken, mal Regen aber menschliche und endlich mal erträgliche Temperaturen. Hatte die Hoffnung auf einen normalen Sommer schon aufgegeben nach den vergangenen Jahren voll eklig piefiger Dauerhitze auf Subtropenniveau. Auch SO geht Sommer. Herrlich!

  • Bill Harziose

    Und wieder Sofetenpropaganda, wenn auch nur indirekt, von einer sog. „Psychologie-Studierten“ und selbsternannten Gesundheitsexpertin.
    Aus der RP: Der Wecker klingelt, keine Lust auf Arbeit – einmal seufzen bitte.
    Dauerregen statt Sonnenschein – nochmal seufzen. Wir seufzen ungefähr
    alle fünf Minuten. Doch warum eigentlich? Um zu überleben, sagen
    Wissenschaftler. Von Tanja Walter
    Da seufze ich gerne mit:-(((
    Es muss heißen: Dauerregen statt Hitzehölle und wir seufzen/stöhnen vor Geilheit.

  • Bill Harziose

    Sonnenstunden Seefeld/Tirol zirka die nächsten 10 Tage. So kann es weiter gehen bis zur Herbsterlösung in 66 Tagen:-)

    • Hm wie kriege ich die Werte auf die 0?
      Satanische Rituale? Wäre einen Versuch wert.
      Selbstbau einer HAARP-Anlage? Zu viel Behördenhürden.
      Mit Silvesterraketen Nanopartikel in die Atmosphäre jubeln bis die Menge ausreicht dass sich die Atmosphäre nach unten dunkel tönt und nach oben silberspiegelig die Sonnenstrahlen reflektiert? Geoengineering im Eigenbau.
      Ich denk mal weiter nach.

      • Bill Harziose

        Der Ort heißt Seefeld und nicht Sonnenbad^^

        • Es gibt auch Orte die heißen Eiskeller und sind trotzdem sonnenverseucht lol

  • Autumn

    Also wenn es so weiter geht, sollten wir das mit einer lustigen Wettergeschichte über die 10 nervigsten und lustigsten Sofeten-Jammersprüche feiern! *wink mit dem Zaunpfahl* :))))

    • Sorry, momentan fehlt mir die Zeit. Arbeite derzeit an ein paar wichtigeren Fronten ^^ Aber sobald ein Zeitloch ist, schau ich mal auf meine gepeicherten Vorschläge für Teil 2 der dämlichsten Sofetensrpüche 😉

  • Malte

    Kai meinte das wird der 20. sommer der zu warm ist?

    • Bill Harziose

      viel zu früh dazu

      • na ja bei den Werten aktuell und für Juli und August nach den Aussichten ist der 20. zu warme Sommer in Folge zu 99% sicher. Was denn sonst in einer Klimakatastrophe mit Treibhauseffekt? Einen Kaltsommer werden wir und auch die nächsten ca. 20.000 Generationen nicht mehr erleben.
        http://www.bernd-hussing.de/TT27.jpg

  • Malte

    Wie wird der Herbst eigentlich ?

  • Bill Harziose

    Wie wird der Herbst 2025?

    • Autumn

      So wie der Herbst 2022 😛

      • Bill Harziose

        Woher weißt Du das?

        • Auspendeln und Bäume fragen 😉

        • Stefan

          Handauflegen und Stöckchen werfen. 😉

          • Autumn

            Nö. Tarotkarten und Glaskugel.

        • Autumn

          Ich habe die Karten gelegt. 🙂

  • Stefan

    Eben diesen Artikel bei hessenschau.de gefunden. Der hr-Meteorologe Tim Staeger spricht von der Tendenz zu einem „optimalen Sommer“. Bemerkenswert objektiv geschrieben.

    http://hessenschau.de/panorama/siebenschlaefer—wie-wird-der-sommer-2016,siebschlaefer-wetter-100.html

    • Der normale Tropenhesse unterliegt einem natürlichen Mentalitätswandel durch jahrelange Katastrophensommer mit Nichtwintern. Wer da nicht normal wird und Kühle als erstrebenswertes Ziel sieht, dem sei wirklich der Gang in ein Krematorium ohne Rückkehr empfohlen ^^

      • Stefan

        So ist es. Aber es ist immerhin ein Lichtblick in der allgemeinen, stumpfsinnigen Hitzeanbeterei der Medien. Übrigens habe ich letzte Woche Donnerstag und Freitag selbst im sofetisch angehauchten Kollegen- und Freundeskreis ein allgemeines Fluchen über die schier unerträgliche Hitze vernehmen können. Es scheint doch noch gesunden Menschenverstand zu geben.

        • Ein Hoch darauf! Dann gibt es noch Hoffnung für die Menschheit.

    • Bill Harziose

      Sympathischer Mensch, dieser Herr Staeger. Nur noch eine Frage der Zeit, bis er seinen Job los ist:-((

  • Heute Island gegen Brexit im Fussball. Also wenn den Isländern das Wunder gelingt, kriegen wir einen Restkühlsommer sage ich jetzt einmal abergläubisch 😉

    • Bill Harziose

      Das wär dann das Siegtorsson, ein Hammer gemeinsam mit der Hekla-Eruption:-)

      • Das wäre nur der obligatorische Jubel in isländischem Stil, wenn die Hekla eruptiert 😉

        • Dieser endgeile Haka-Jubel… https://youtu.be/qGSa_UCKY84

          Und England mal wieder in der uralten Tradition, sich durch die Qualifikation zu siegen, danach sind sie, die Spieler, die Presse, der Trainer alle bereits Europameister/Weltmeister und müssen nur noch einige Spiele lästigerweise absolvieren, bis sie den Pokal in der Hand halten und dann, ja dann spielen sie wie Ost-Samoa beim Strandkick und scheiden auf maximal peinliche Weise durch Elfmeter oder wie jetzt gegen unterklassige Gegner aus.
          60 Jahre ohne Titel und für die Großkotzigkeit sage ich nur: Verdient! Auch wenn ich anglophil bin was die Briten und ihre Insel angeht ^^

    • Auf den Kühlsommer!! hahahahaha

  • Bill Harziose

    JJAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA

    • und du hast sogar recht gehabt mit dem Siegtor durch Siegthorsson ^^ Jetzt muss nur noch die Hekla jubeln lol Endgeil.

  • Jo1965

    Hallo Leute! Ja, wenn das isländische Wetter es der Fußballnationalmannschaft nur nachmachen könnte 🙂
    Hier übrigens mal ein klasse Beitrag von Jörg Kachelmann im WZ-Forum, als Antwort auf das dort bei vielen bereits vorherrschende Gejammer, dass uns diese Sommer bisher keine endlosen Hitzeorgien beschert hat: http://www.wzforum.de/forum2/read.php?33,3227325,3227531#msg-3227531

    • Bin leider nicht registriert, daher kann ich es nicht lesen. ^^

      • Jo1965

        Oh sorry, hatte vergessen, dass diese bizarren WZ-Admins die Wetterwiese nur noch für registrierte User sichtbar machen. Weiß bis heute nicht, was dieser Schwachsinn soll. Ich habe den Beitrag mal kopiert:

        <>

        • Jo1965

          Ach herrjeh, ein 2. Versuch:

          „Wenn 22 bis 23 Grad an einem 26.6. furchtbar sind, befinden Sie sich…
          geschrieben von: Jörg Kachelmann (IP-Adresse bekannt)
          Datum: 26. Juni 2016 17:53

          …womöglich einfach nur im falschen Land. Ich schrieb mal dazu:

          Es hackt. Wirklich? Erwartungen an einen Sommer und die schiere Normalität
          Dieser Sommer bisher ist deutlich näher am Durchschnitt als ein Sommer wie 2006 („Sommermärchen“), in dem es auch mal wochenlang sonnig und heiss war.

          Das war früher den Menschen in Deutschland bekannt, wodurch sie auf die Idee kamen, im Sommer tendenziell Richtung Süden in den Urlaub zu fahren. Die Ostseeküste zwischen Hiddensee und Usedom ist innerhalb Deutschlands die sonnigste Gegend im Sommer, weshalb Menschen, die nicht in den Süden fahren konnten, tendenziell dort versuchten ein FDGB-Heim in Tateinheit mit einem Urlaubsschein zu finden.

          Und wen zuhause in Wanne-Eickel oder Eutritzsch blieb wusste: Immerhin zuhause/heeme. Kenn ich alles. Werd nicht abgezockt.

          In den letzten 20 Jahren passierten wundersame Dinge: Junge Radiomoderatoren machten uns durch permanente Agitation glauben, dass es uns nur gut ginge, wenn die Sonne scheint und wir weinend zusammenbrechen müssten, wenn es regnet. Sie taten so, als wäre es normal, wenn es im Sommer tagelang Sonne und 30 Grad gäbe und als wäre es ein neues teutonisches Menschenrecht neben #ischfahre200 #ischdrängeldischaufautobahn #ischtrennemüllunddenkisumweltschutz, dass ein deutscher Sommer ist wie in Rimini.

          Ist er nicht. Kann aber alles noch kommen. Wenn der Juli und August tierisch heiss werden, werden Mai und Juni bald vergessen sein. Mal sehen, was die erste Juliwoche macht. Wenn die ein Sommerhoch bringt, ist die Wahrscheinlichkeit 2:1, dass es länger bleibt (der 27. Juni, der in den Gaga-Medien wieder als wichtiger Siebenschläfertag verkauft werden wird, spielt hingegen keine Rolle).““

          • ah, hatte die Korrektur von dir übersehen ^^
            Ich frage mich nur, warum alle schreiben „es hackt“. Nein, es hakt. Von (fest)haken, nicht von (Holz) hacken.

            Ansonsten hoffen wir mal, dass kein Sommerhoch kommt, wann auch immer

          • Bill Harziose

            Toller Artikel! Junge Radiomoderatoren haben bei mir eh keinen Stellenwert, weil sie den Sud, der Ihnen diese neue Zeit bietet, kritiklos übernehmen und uns unterjubeln wollen. Allein schon dieses EM-Lied-Geträller im Stadion, bei ARD und ZDF, eigentlich überall (was zum Teufel ist das? Eine Miniatur-Vuvuzuela??) bringt mich zur Weißglut. Nur Island war bislang in der Lage, diese Glut zu löschen.

          • Schön, dass das noch jemand so sieht. Ich haste immer zur Fernbedienung um die Mutetaste zu erwischen. Unerträglich das Mainstreamgedudel.

        • Etwas schwer zu lesen aber klappt.
          Kachelmann mal wieder mit klaren Worten ^^ Und den Siebenschläfertag sieht er wohl ohne Relevanz, das gibt zu denken. Aber laut Wikipedia gilt er ja eh nur für den Süden und dort auch nur zu ca. 60-70% (München 80%).

  • Dunja Stroop

    Jo

    • Bill Harziose

      In der S-Bahn von München nach Garmisch war ein Opa aus der Pfalz, der hat mindestens 800mal auf der Strecke „heijo“ gesagt.
      Z.B.: Werden wir Europameister? Heijo. Ist die Merkel bald weg? Heijo…usw. Und hat ununterbrochen gequasselt über Belanglosigkeiten, so wie ich grad.

  • Dunja

    sorry..für den Sinnlos-Post….das passiert wenn man gleichzeitig bei kaltwetter.com schaut und ein kleines Kind betreut ;-))

    • lol kommt mir irgendwie auch bekannt vor ^^ Und ich dachte nur Männer leiden an Multitasking-Irritationen lol

  • Bill Harziose

    Heijo

  • Alptraum der Sofeten

    Hi Michael, ich hab da ein Vorschlag den du auch noch in deine wie ich finde tolle Leiste die oben immer durchläuft einbauen kannst. Die Tage werden ja bereits glücklicher weise wieder kürzer. Nämlich die Zeitumstellung auf normal, weg von dieser komischen verrutschten Zeit 😀 😉

    • Danke für den Vorschlag aber die Zeitumstellung ist ja zum Kotzen an sich und keine natürliche (astronomische) Begebenheit. Ich hoffe, die Politiker kommen nach endlosen Beschwerden es endlich mal auf den Trichter, die Zeitumstellung endgültig abzuschaffen. Für immer!

      • Alptraum der Sofeten

        Ok. Das soll bloß abgeschafft werden. Stimme ich zu, ist einfach eine Surrealität.

        • Bill Harziose

          Hey AdS, rechne so 55 Days hinzu. Früher fand ich es cool, wenn es länger hell war (war aber auch Bayern-Fan bis 1988:-((würg, beicht)

          –> aber heute hasse ich es, wenn die Sofeten draussen lärmen, am Schlimmsten dürfte es auf Sylt sein:-(((

          • Aber wir sind ja optimistisch, deswegen 01.09. *hust*
            Bayernfan war ich auch mal, als sie noch ohne Geldungleichheit verloren haben ^^ Aber mir ist ein sklavisches Anbeten von Vereinen und Fußballmillionären ohnehin suspekt. Momentan halte ich es mit dem BvB und dem FSV Mainz aber mein Fußballinteresse auf Vereinsebene erlahmt deutlich. Das ganze System ist so krank und geldgesteuert, dass man sich fragt wieso sieht man sich jede Woche ein Rennen eines Trabbi mit Platten gegen Ferraris an, wo das Ende mit Anpfiff feststeht weil eine mafiöse FIFA und UEFA ein System befeuert, in dem für ein paar mehr Tore zig Millionen gezahlt werden so dass 6 Vereine Europa regieren und der Rest als Kanonenfutter dient.

          • Bill Harziose

            Aber genau diese Geschichte hat das englische Nationalteam kaputtgemacht: Die Vereine tragen die Hauptschuld, da jahrelang die teuersten Spieler aus dem Ausland weggekauft wurden und die eigene nationale Jugendarbeit auf der Strecke blieb.
            Off-Topic?
            Iwo. Das ist der Grund, warum viele junge Engländer auf die Kanaren ausgewandert sind, nicht des Wetters wegen:-)

          • Stimmt. Die Premier League ist der Tod des Nationalteams.
            Vielleicht reisen sie jetzt lieber nach Island aus, wo so guter Fußball gespielt wird. Wäre schade, wenn die Insel jetzt mit Sofeten voll wird, aber spätestens im nächsten Herbst sind die wieder ernüchtert weg. Es sei denn die Hekla bricht aus und die Sofeten haben ihre Lavabadewanne für den Winter 😛

  • Ich war heute tatsächlich mal draußen bei Dauerwolken. Meine Tochter hat mich überredet 😉 Mit „Eiskönigin-T-Shirt“ ist sie dann losgepest, dass ich Mühe hatte, hinterherzukommen.
    Wir haben sogar ein riesiges Mohnblumenfeld entdeckt. Zwar sofetische Gewächse aber ich finde Mohnblumen sind die rotledrigen Fledermausblumen des Sommers 😉

    • Bill Harziose

      Sofetengewächse? Eher nicht. Das sind geniale Gebilde, deren Genese Rosinengehirne niermals nachvollziehen können.
      & Wachsen in der Wüste Blumen? Ich musste ein GP-Botanik machen. Der Anblick von Blumen ist doch wesentlich schöner als der von Zombie-Sofeten:-)

  • Die täglichen Sonnenflecken gehen ab und an auf NULL! Wie lange habe ich darauf gewartet …
    http://space-env.esa.int/Data_Plots/noaa/ssn_plot.gif

    • Michael Bodin

      Sollte es die nächsten Monate doch unser Wetter werden??? Kann auch La Nina uns keinen Strich durch die Rechnung machen???
      Und spielt vielleicht doch die Hekla noch ihren Royal Flush aus???
      Wir werden sehen und feste die Daumen drücken…….

      • Autumn

        Es ist Siebenschläfer. In Süd-DE tritt er zu 80 % zu. Wie das Wetter zu Siebenschläfer, so bleibt es die nächsten 6-7 Wochen. Also können wir uns entspannt zurücklehnen, zumal der aktuelle Lauf sehr vielversprechend ist: Statt ekelhafter Hitzewellen haben wir dieses Jahr Kältewellen 🙂

        • Abwarten. So optimistisch sehe ich das nicht zumal nur die wenigsten im Süden wohnen.
          Die Großwetterlage ist im Sommer auf Messers Schneide, das ist wie ein Kampf Eis-David gegen Hitzegoliath, da es quasi keine Kaltluft mehr gibt und nur das Islandtief uns retten kann. Sollte das Azorenhoch kalben, dann sind wir gef… äh bestraft. Juni immer noch +1,55 Grad zu warm.

          • Bill Harziose

            Wolltest Du sagen „gefallen“? Wie im Krieg:-(

          • nicht ganz ^^ Passt aber auch.

          • Autumn

            Es wird sich kein stabiles Hochdrucksystem ausbilden können bis Mitte Juli (gemäß neuestem Bericht von Wetter-Sini). Das Azorenhoch kalbt zwar, aber die Kälbchen verdursten, weil sie keine Verbindung zu einem Osteuropa-Hoch herstellen können. Die Frontalzone grätscht immer wieder dazwischen. Es kann sein, dass es dann während den „Hundstagen“ heiß wird, aber das ist ja nur kurz. Und Mitte August endet schon die Hochsommer-Wetterlage, also die fürchterliche 3 vorne ist erst einmal nicht in Sicht (Hurra!).

          • Nach dem 06z muss ich da zustimmen ^^ Der 18z brachte noch ein massives Kalben des Azorenhochs ins Spiel.

          • Autumn

            Die bringen schon die ganze Zeit ein Kalben des Azorenhochs ins Spiel, das nie eintrifft. So wie letztes Jahr immer die Abkühlung weggerechnet wurde, muss dieses Jahr die Brüllhitze weggerechnet werden :P. Diese Berechnungen basieren auch auf Standards und in den vergangenen Jahren hat das Azorenhoch halt immer gekalbt und dabei eine Hochdruckverbindung aufgebaut. Das fließt halt in die Berechnungen und Vorhersagen mit ein.

          • Ja, aber die Frage bleibt: Warum? Wenn man nicht um die Gründe weiß, dann ist die Vorhersage letztlich nur Zufall und auch du kannst nicht wissen, ob es dann eben nicht doch schon im nächsten Lauf wieder drin ist.
            Ich rätsel gerade herum, was der Sonnenfleckennullstand bewirkt. Wenn überhaupt. Dass er im Winter Atlantikblockaden begünstigt nach den Forschungen, ist relativ klar. Aber im Sommer?

          • Autumn

            Der Jetstream! Der verläuft diesmal südlich und biegt erst in Osteuropa gen Norden ab. So haben Tiefdruckausläufer Chancen, unser Wetter zu beeinflussen.

          • Kommt aktuell zwar hin. Aber kann sich bereits morgen wieder ändern. Wenn der Jetstream aber bis in den Juli rein sich nicht gravierend in der Lage ändert, könnte es was werden mit einem offiziell zwar deutlich zu warmen, aber halbwegs erträglichen Sommer
            http://modeles.meteociel.fr/modeles/gfs/runs/2016062906/gfsnh-5-6.png?6

          • Aktuell driftet der Jetstream um den 8. Juli in den Prognosen sogar noch weiter südlich ^^
            http://modeles.meteociel.fr/modeles/gfs/runs/2016062906/gfsnh-5-228.png?6

          • Peter

            Wollte ich auch mal sagen. Der Juni 2016 ist bei uns in Niederösterreich wärmer als der Juni 2015! So ca. 1,7° zu warm. Hitzetage letztes Jahr bis Ende Juni 8, heuer 5, Sommertage praktisch ex equo. Bei uns gestern 30° heute 31°, geht weiter bis Samstag… Erst Sonntag deutliche Abkühlung. Bin nicht so optimistisch, dass der Sommer so angenehm wird. Bisher ist er nur nicht so trocken wie letztes Jahr.

          • Jep, innerkontinental siehts immer übler aus. Je weiter nördlich, desto näher ist man am Jetstreameinfluss. In Österreich ist man schon so weit weg, dass eigentlich nur die Hitze ausschlaggebend sein kann. Leider.

        • lake-effect

          Im süden gabs heute verbreitet über 25℃ und viel Sonne, so wie auch gestern, und eigentlich die ganze Woche…

          • Freund des Winters

            Ja … gefällt mir auch ganz gut zur Zeit, vielleicht bald wieder 2-3 Grad kälter wenn ich mir was wünschen dürfte 😉

          • Autumn

            Ich antworte mal so: 😉

          • Die 5 Tage seriöses Wetter gelten aber im Guten ebenso wie im Schlechten 😉 Aber ich freu mich schon auf die neue Wetterprognose die ich schreibe. Mal sehen was ich da als thematischen Aufhänger nehmen kann, endlich mal was positives!

          • Bill Harziose

            Wohnst Du in KA, dem „Schmelztiegel“?:-)

          • Autumn

            Nicht weit von KA entfernt. Ich Arme ;(

          • Bill Harziose

            Sollte es Mitte Juli wirklich so fresh werden und vielleicht die Schneefallgrenze in den Alpen < 2500m sinken, werde ich Dir ein Moninger bzw. Hoepfner spendieren:-)

          • Prost ^^

          • Bill Harziose

            Aber nicht über 40, so wie es viele Sofeten gerne hätten:-(

          • Tja, alles unter 30 Grad ist ab Ende Juni ein Gewinn. Die Ensembles unterstützen ja sogar teilweise 20 Grad an den Tiefpunkten im aktuellen Lauf. Mehr kann man nicht erwarten. Wenn auch Herbst und Winter erst wieder richtiges Wetter bringen werden. Es sei denn wir bekommen wieder 20-25 Grad im November und Dezember wie letztes Jahr …

    • Alptraum der Sofeten

      Oh wie ist das schön! Man da kommt ja richtig Freude auf (und das im Sommer) wenn das jetzt immer so weiter geht 🙂
      Was wohl der Winter zu so einer großzügigen Einladung sagt? 😀

      • Das ist die Frage… La Nina Dezemberwinter wie von mir beschrieben mit Atlantikblockade durch ruhige Sonne? Oder fällt alles ins Wasser? Vielleicht ist die Lage für den Winter ja doch nicht so hoffnungslos wie sie ursprünglich schien. Aber es ist noch zu weit bis zum Herbst und den Analysen der Eisdecke und Schneehöhen Dr. Cohens etc. pp. Freu mich aber schon drauf, in die Winteranalysen einzusteigen, auch wenn vieles reine Spekulation ist 😉

        • buumms

          Kann man denn davon ausgehen, dass die geringe Sonnenaktivität ein merklichen Einfluss auf die Temperatur hat (haben wird)?

          • Wie schon sehr oft beschrieben, lautet die wissenschaftliche Folklore, dass der Einfluss der Sonne maximal 0,2 Grad global beträgt. Im Vergleich: Die Klimakatastrophe erwärmt global den Planeten derzeit um +1,0 Grad, an Land sogar teilweise bis 2,5 Grad. Mit anderen Worten: Man würde von einer sog., „Kleinen Eiszeit“ nicht das Geringste bemerken weil der menschliche Hitzeeinfluß etwa 5 bis 12 mal stärker ist, Tendenz steigend.

            Es wird darüber theoretisiert, dass eine ruhige Sonne allerdings die Luftströmungen und Wetterbedingungen auf dem Atlantik verändert und z. B. Blockadesituationen im Winter begünstigt, die wiederum zu Kaltwintern führen KÖNNTEN (wenn die Gesamtwetterlage günstig ist).
            Allerdings gibt es hier noch einigen Forschungsbedarf. Der Wissensstand rund um die Sonne und ihre Auswirkung auf die Erde ist als relativ gering zu betrachten.

          • buumms

            Vielen Dank! Das mit den 0.2°C hatte ich auch gelesen und wollte diesbezüglich dann nochmal nachhaken aber du hast mir schon alle Fragen beantwortet 😉

          • Kommt heute noch in der neuen Wetterprognose am Ende das Ganze etwas ausführlich zur inaktiven Sonne und der „Kleinen Eiszeit“ und Solarem Minimum.

        • Alptraum der Sofeten

          Meine Gedanken sind fast das ganze Jahr über immer bei Winter, Eis und Schnee oder kreisen zumindest in der nähe davon herum 😀

  • hier 25 Grad und Dauersonne… ächz… so was von nervig. Ich frage mich mit verbittertem Blick nach Draußen wann der erste Tag wieder sein wird, der max. Temperaturen von 10 Grad aufweist. Das ist immer meine Richtschnur.

    • Stefan

      10 Grad Höchsttemperatur? In Tropenhessen? Oje, das dauert noch etwas, fürchte ich. Jetzt rennen hier erst mal wieder die Sofeten herum und jubeln, weil das Wetter langsam wieder „besser“ wird … Ist schon irgendwie frustrierend. Vor allem in einem Sofeten-Großraumbüro, welches zwar klimatisiert ist aber ab 23 Grad bereits das Geplärre losgeht, dass es viel zu kalt ist und zieht usw.

      • Ich weiß, deswegen ist es ja so quälend. Dabei ist 10 Grad nur meine Normaltemperatur. Ideal wären -10 Grad. 😛

        • Stefan

          Aber unsere Zeit wird kommen. Und dann kann man sich an dick eingepackten Sofeten mit Mütze, Schal und Handschuhen erfreuen, wie sie ab +10 Grad knapp vor einem gefühlten Kälte-Exitus durch die Gegend taumeln.

          • Bill Harziose

            röööchtiiig-siehe post oben

  • Ein Konzert auf dem in der Klimakatastrophe schmelzenden Eis vor abbrechenden Eisbergen. So viel Schmerz, so viel Traurigkeit und Melancholie. Unfassbares Video.
    Man kann so viel über die Klimakatastrophe und den Mord, den wir an der Natur und an unseren nachfolgenden Generationen begehen, schreiben, doch nirgends habe ich das, was ich mitteilen möchte so deutlich gesehen wie hier. Mir kommen die Tränen.

    https://youtu.be/dHpHxA-9CVM

    • Bill Harziose

      Kann leider keinen Sound in der Spielhalle GAP empfangen, habe aber eine Theorie:
      Die Tiroler wollen doch tatsächlich den Pitz- mit dem Ötztaler Gletscher als Skigebiet fusionieren und ich dachte, die Gletscher verrecken alle?
      Was wir m.E. brauchen sind Neuschneefälle im Sommer, zumindest bis 2500m herab. Dann sollten Automatismen einsetzen, wie alpiner Kühlschrankeffekt und starke Albedo auf frisch gefallenem Schnee. So soll auch die Eiszeit entstanden sein, als das Hochland von Tibet vereiste.
      Problem ist nur die Treibhausgeschichte, die die reflektierte Wärme schwerer in den Weltraum entlässt. Sollte der Mensch eines Tages mit Geoengineering umgehen können, bin ich -nur ausnahmsweise- dafür, diese Pestschicht mit technischen Hilfsmitteln zu durchlöchern. Für sommerliche Schneefälle bräuchten wir kalte La Nina-Sommer, weniger kalte Winter, mehr NW-Lagen, damit z.B. deine Tochter in 25 Jahren Gletscher wie 1960 vorfindet und sich skimäßig das ganze Jahr von Tropenhessen erholen kann. Bis dahin bin ich wohl schon im Ötzi-Status:-)
      Kopf hoch, don’t cry!

      • Stimme ich zu, auch mit dem Geo-Engineering.
        Ich sehe Traurigkeit aber nicht unbedingt nur negativ. Wer zu tiefen, subtilen Gefühlen fähig ist und die „schöne Traurigkeit“ als Erkenntnismittel begreift und damit auch den Vanitasgedanken nicht nur auf einer rationalen, sondern emotionalen Ebene, nur der kann auch in die Zukunft sehen und in ganzem Umfang verstehen, was kommen wird und wie das Ausmaß der Verbrechen unserer Generation einzuschätzen ist.
        Auch wenn man an dieser Erkenntnis innerlich zerbricht. Aber auch das ist eine Erkenntnis und ein Beleg, wie ernst die Lage wirklich ist.

        • Bill Harziose

          Sadness kann durchaus positiv sein. Allerdings ist nicht der Mensch per se schlecht, sondern nur einige wenige durchgeknaltte Gewinnmaximierer, die die Welt klimamäßig versauen…

          • Die Welt wird nicht eher gerettet werden, bevor die Philosophen Könige oder die Könige Philosophen geworden sind…

    • Alptraum der Sofeten

      Sehr passend diese traurige Klaviermusik. Leider. Danke fürs zeigen.

  • Bill Harziose

    Heijo, Dunja!
    LG

  • Deswegen quasseln wir auch mal offtopic über Fußball und anderes 😉

  • buumms

    Aktuell 15°C hier in Chemnitz, bei nem herrlichen Regen. I’m in heaven!