Kühlweste von e.cooline
Kühlweste mit Spezialvlies; (c) e.cooline

Hier geht es um Kühlung, nicht um luftige Stoffe!

Es ist im Grunde der Traum jedes Hitzeverweigerers: Kleidung, die aktiv kühlt und nicht etwa Kleidung aus vermeintlich „luftigen“ Stoffen, die die sommeraffine Industrie als „sommerleicht“ bezeichnet und die natürlich überhaupt nicht wirkt.

Die Firma e.cooline hat Kühlungs-Bekleidung in ihr Portfolio aufgenommen, die ursprünglich für Hitzebelastung bei Arbeiten gedacht war. Mit dieser speziellen Arbeitskleidung sollten die Belastungen, denen zum Beispiel Bauarbeiter im Sommer ausgesetzt sind, reduziert werden. Dafür, dass e.cooline diese Bekleidung an die Bedürfnisse auch des „Normalverbrauchers“ angepasst hat, gebührt ihnen allein schon ein Orden, denn die Kühlungs-Kleidung funktioniert.

 

Funktionsweise der Kühlung

Die Funktionsweise ist einfach: Man gießt eine Flasche Wasser über die Weste. Die Spezialfasern nehmen die gesamte Flüssigkeit auf, so dass die Bekleidung von außen völlig trocken ist. Der Verdunstungseffekt, bei dem die Körperwärme die Flüssigkeit verdunsten lässt und dabei Kälte entsteht, führt dazu, dass der Körper hitzeentlastet wird und das gleich in doppelter Hinsicht: Von außen dringt die Hitze wegen der Feuchtigkeit innerhalb der Weste beispielweise nicht zum Körper durch und von der Hautseite kühlt die Weste die Hautoberfläche.
Dabei kühlt die Weste, je heißer es wird, da mit steigenden Temperaturen mehr Wasser verdunstet und somit mehr Verdunstungskühle erzeugt. Ingenieure haben die Kühlungsleistung dabei mit 333 Watt beziffert, was erstaunlich ist angesichts der Tatsache, dass keine strombasierende Technologie zum Einsatz kommt, sondern auf intelligente Weise der physikalische Effekt der Verdunstungskälte perfekt ausgenutzt wird.

Ein Video veranschaulicht die kindereinfache Handhabung:

 

Praxistest

Wir haben den Praxistest gemacht und können nur konstatieren, dass die Kühlungskleidung hält, was sie verspricht. Beim Sport hat sich die kurze Weste sehr bewährt. Im Einzelnen (die Bilder sind nur bei nicht aktivierten Werbeblocker sichtbar):

Die kurze Weste
Das Kleidungsstück kühlt den Oberkörper mit dem Herz, was beim Sport die Hitzebelastung deutlich reduziert und auch zu einer Leistungssteigerung führt. Sozusagen legales Doping 😉
Powercool SX3 Shirt
Das Powercool-Shirt ist sehr leicht und kühlt nicht nur den Oberkörper, sondern auch den Bauch – ideal für den Sport und herrliche Abkühlung 😉
Das Stirnband
Das günstigste Produkt im Portfolio von e.cooline ist ein praktisches Kühlungs-Stirnband. Aufgesogen mit Wasser (wohlgemerkt: bei dem es selbst außen ganz trocken ist!) kann es um die Stirn gebunden werden, um den Nacken geknotet (besonders wirksam und beinahe unsichtbar unter der Kleidung), um die Handgelenke gewickelt werden oder sogar an Stellen, wo die Sonne nie hinscheint – es soll nicht verschwiegen werden, dass vor allem die Herren der Schöpfung oft an Stellen schwitzen und leiden, die gerne unerwähnt bleiben.
Kurzum: Eine wahre Allzweckwaffe gegen die Hitze!
Kühlen Kopf bewahren: Die Basecap
90% der Hitzebelastung wird über den Kopf abgebaut, da liegt es nahe, eine kühlende Mütze zu tragen. Wir haben gelegentlich patschnasse Basecaps genutzt, um gegen den Sommerterror vorzugehen, doch die herabtropfende Nässe und in den Nacken laufendes Wasser mag nicht jedermanns Sache sein.
Die Basecap von e.cooline löst dieses Problem, indem das Wasser von Spezialfasern aufgenommen wird. Die Cap bleibt außen trocken und bewahrt innen lange Zeit die Feuchtigkeit und gewährleistet so lange Zeit eine angenehme Kühlung im Kopfbereich, die im Sommer Wunder wirkt. Für uns ein unverzichtbares Kleidungsstück bei Temperaturen ab 25 Grad Celsius.
Kühl gebettet: Das Kühlhandtuch
Wer sich nicht auf ein Körperteil festlegen will, greift zum Handtuch wie früher. Mit dem Unterschied, dass das Spezialvlies des e.cooline-Handtuchs das Handtuch außen trocken hält und dennoch bestens kühlt. Man kann es sich um den Kopf binden, um den Hals legen, man kann auf ihm liegen und unser Tipp für furchtbare tropische Nächte: Man liegt herrlich kühl, wenn man das Handtuch direkt auf das Kopfkissen legt oder es unter den Bezug steckt. Eine Nachtkühlung, die man nicht mehr missen möchte!
Kampf dem Hitzefieber: Die Wadenwickel
Auch die Wadenwickel aus e.cooline-Spezialvlies dienen zunächst der Beseitigung des Wärmestaus bei sommerlichen Temperaturen, klar. Allerdings kann man diese auch bei Fieber verwenden, um mit der klassischen Wadenwickeltechnik das Fieber durch Kühlung des Blutes im Wadenbereich zu senken. Besonders bei Kindern, die oft die triefend nassen Wickel ablehnen, ist die Verwendung der e-cooline-Wadenwickel eine optimale und gesunde Methode.
Darüber hinaus sind sie auch geeignet, um die berüchtigten „dicken Beine und Füße“ zu bekämpfen, insbesondere bei älteren Menschen und Schwangeren. Und wenn Sie zu diesen Gruppen nicht gehören: Zuhause getragen kühlen die Wadenwickel jedermann und erleichtern die Hitzebelastung in den warmen Monaten von April bis Oktober.

 

Unser Geheimtipp

Für Härtefälle, zu denen ich mich selbst zähle, reichen selbst diese Mittel oft nicht aus, da bereits 18 Grad für mich zu schlechter Laune und Schwitzen führen. Aus diesem Grund habe ich mit der Kühlweste experimentiert:

1. Ich habe die Weste mit der dreifachen Menge Wasser begossen, bis das Vlies richtig gesättigt war. Hier kann es schon einmal vorkommen, dass die Weste außen nass bleibt, aber selbst in diesem Fall ist das lediglich marginal spürbar.

2. Die Weste in eine Tiefkühltruhe stecken, idealerweise eine größere mit etwa -18 Grad Celsius Temperatur. Hierbei darauf achten, dass die Armlöcher der Weste beim Falten der Jacke relativ offen bleiben.

3. Etwa 1 bis 2 Stunden warten und die Weste durchfrieren lassen 🙂

4. Herausnehmen. Die Weste sollte nun steifgefroren sein und stellenweise Eis außen sichtbar sein, wo das Wasser nicht vom Vlies aufgenommen wurde. Man kann die Weste nun 5 Minuten antauen lassen (warm genug ist es ja draußen wenn man sich genötigt sieht, solche Experimente zu veranstalten…). Auch wenn es mitunter etwas knirscht, kann man nun die Weste auseinanderbiegen, bis man hineinschlüpfen kann.

Die Weste ist innerhalb nun mit Eisklumpen gefüllt, die ihre Kälte wunderbar abgeben. Für mich hat es sich angefühlt, wenn ich nach draußen in eine 30-Grad-Hölle gegangen bin, als hätte ich einen klimatisierten Raumanzug an. Für einen Zeitraum von etwa 30 Minuten ist man in Herbstkühle gehüllt (und ich meine echten Herbst und nicht diesen Herbstsommer der letzten 4 Jahre …). Danach ist das Eis verflüssigt und die Weste kühlt auf herkömmliche Weise, bis sie nach etwa einer weiteren Stunde ihre Wirkung verloren hat und erneut mit Wasser „aufgeladen“ werden muss. Es versteht sich von selbst, dass die Behandlung der Weste auf diese eisbrachiale Art nur auf eigene Gefahr erfolgt.

Ich hatte auch den Verdacht, dass das Vlies durch das Eis geschädigt wird, aber nach mittlerweile 2 Sommern kann ich keinerlei Verlust der Wirksamkeit feststellen. Man sollte jedoch darauf achten, dass nach erfolgreichem Überleben der Hitzehöllenzeit die Weste komplett an der Luft getrocknet wird, damit sie geschont wird und im nächsten Jahr wieder ihre Arbeit verrichten kann. Ein Schon-Waschgang bei 30 Grad empfiehlt sich ebenfalls.

Eine spezielle innere Silberbeschichtung sorgt zudem dafür, dass das Kleidungsstück antibakteriell bleibt (Allergiker müssen auch keine Sorgen haben, da es sich um elementares, natürliches Silber handelt, das gefahrfrei gemäß EU-Biozidverordnung ist und sich wie gesagt INNERHALB des Vlies und nicht außen auf dem Textil befindet).