Der Sofetenmotor stottert.
Ging ich im Februar 2016 davon aus, dass ein deutlich zu warmes Frühjahr am wahrscheinlichsten sei, so und es mit jedem Monat schlimmer würde, so hat ein gnädiger Eisgott einen Eiszapfen in die Speichen der Sofetenhitzemaschine geworfen.

Frühling 2016: Zu warm, zu trocken, zu sonnig - trotzdem im Mai vor allem im Süden Regenmassen mit regionalen Überschwemmungen!
Frühling 2016: Zu warm, zu trocken, zu sonnig – trotzdem im Mai vor allem im Süden Regenmassen mit regionalen Überschwemmungen!

Zwar war der Verlauf korrekt, dass es jeden Monat schlimmer wurde, aber das Mittel traf sich innerhalb dieser Stufung auf einem niedrigeren Niveau. Der Grund: Erst die Spätfolgen des Major Warmings aus dem März, dann die verfrühten Eisheiligen. Die 4 kleineren Hitzewellen (2 im April, 2 im Mai) konnten das Monats- und Gesamtergebnis im Frühling 2016 damit erwartungsgemäß leider in den zu warmen, positiven Temperaturbereich bugsieren.

Auch die von mir im Februar 2016 vermutete und befürchtete Hitze-Einflussnahme des El Niño konnte definitiv nicht bestätigt werden. Statt dessen führten die Troglagen aus dem Major Warming zu wunderbaren Kaltphasen, die sich ab April mit kurzer Hitze abwechselten.
Am Ende des Winters waren wir wie 2015, 2014, 2013 und 2012 maßlos enttäuscht, vor allem im Westen, Südwesten und Süden. Erneut kein Winter, in Tropenhessen nicht einmal eine einzige Minute Schnee! Die wenn auch nur sehr geringen Hoffnungen auf einen Ausgleich im Frühling haben sich leider nicht erfüllt. Andererseits ist die befürchtete Brutalhitze ausgeblieben und die Umkehr der Klimaverhältnisse mit einem im Spätfrühling kühleren Süden und einem zu warmen Norden und Osten brachten dem wintervernachlässigten Süden somit am Ende einen Ausgleich für einen schlechten bzw. einen Nichtwinter, wohingegen vor allem im Norden und Osten dank einer Ostlage der Winter im Unterschied dazu eintraf.

Wie der Frühling verlief, wie die Zahlen lauten und vor allem wer in der Frühlingsprognose von Ende Februar 2016 die Nase vorn hatte, betrachten wir in einem Blick zurück auf die Monate März, April und Mai des Jahres 2016.

Der Frühling 2016 in Zahlen

Die Hitzejahre 2014 und 2015 hatten uns den Frühling als „Glühling“ fürchten gelehrt.
Statt die Hitzemaschine der Sofeten zu drosseln, wurde diese offenbar mit Kerosin heimtückisch befüllt und Deutschland versank in Hitze und einer beispiellosen Dürre. 2016 nun erfolgte etwas, was sich erst in der Nachbetrachtung in einigen Jahren bewerten lassen wird. Entweder war es die Rückkehr zur Normalität (was eher unwahrscheinlich ist) oder es war eine erholsame Ausnahme durch eine meteorologisch seltene Wetterlage.
Die einzelnen Monate und die Temperatursumme des Frühlings 2016 spiegeln einen „normal zu warmen“ Frühling wider (alle Daten Wikipedia – Zeitreihe der Lufttemperatur in Deutschland, identisch mit den Daten des DWD). Die Temperaturmittel 1961-1990 lauten: März 3,5 Grad, April 7,4 Grad, Mai 12,1 Grad, Gesamtfrühling 7,7 Grad Celsius).

März 2016: 4,0 Grad = +0,5 Grad zu warm
April 2016: 7,9 Grad = +0,5 Grad zu warm
Mai 2016: 13,7 Grad = +1,6 Grad zu warm


Insgesamt: 8,5 Grad = +0,8 Grad zu warm = Warmfrühling

Beim Niederschlag* stellen wir trotz einer unterschiedlichen Wetterlage zu den Vorjahren erneut einen zu trockenen Frühling fest: Mit 167 l/qm statt 185 l/qm wurde das Soll mit nur 90% deutlich verfehlt. Dabei gab es große Unterschiede und vor allem der Alpenraum, sprich Bayern, bekam genug Regen, während der zu warmen Norden und Osten nach dem regionalen Mittel zu wenig erhielt.

Ausgerechnet die Sonnenscheinbelastung hingegen, ohnehin im Frühling ein stetig steigendes Ärgernis, lag mit 465 Stunden über dem Soll von 459 Stunden. (der DWD verwendet hier vermutlich das Klimakatastrophenmittel und nicht mehr das Mittel 1961-1990, sodass man sogar von einer zu hohen Sonnenscheindauer ausgehen kann im Vergleich zu normalen Zeiten).

Verglichen zu den Vorjahren war der Frühling damit gar nicht charakteristisch wechselhaft, stürmisch und extrem, sondern für seine Verhältnisse lief der Wettermotor mit Ausnahme der letzten 10 Tage im Mai erstaunlich gleichmäßig und ruhig, wenn auch in ungewohnter Umkehr der Verhältnisse mit einem oft zu warmen Norden und Osten und einem ab der Mainlinie kühleren Süden. Ein Blick auf die letzten Jahre zeigt dennoch die Wirksamkeit der Klimakatastrophe in den Zahlen mit 3 Frühlingsjahren über 2 Grad Erwärmung im Mittel überdeutlich:

Frühling 2015: 8,6 Grad Celsius = +0,9 Grad
Frühling 2014: 10,0 Grad Celsius = +2,3 Grad
Frühling 2013: 6,7 Grad Celsius = -1,0 Grad
Frühling 2012: 9,8 Grad Celsius = +2,1 Grad
Frühling 2011: 10,1 Grad Celsius = +2,4 Grad

März 2016

Temperaturkarte Deutschland März 2016, © http://www.bernd-hussing.de/klima.htm
Temperaturkarte Deutschland März 2016, © http://www.bernd-hussing.de/klima.htm

Niederschlagskarte Deutschland März 2016, © http://www.bernd-hussing.de/klima.htm
Niederschlagskarte Deutschland März 2016, © http://www.bernd-hussing.de/klima.htm

Sonnenscheinkarte Deutschland März 2016, © http://www.bernd-hussing.de/klima.htm
Sonnenscheinkarte Deutschland März 2016, © http://www.bernd-hussing.de/klima.htm

April 2016

Temperaturkarte Deutschland April 2016, © http://www.bernd-hussing.de/klima.htm
Temperaturkarte Deutschland April 2016, © http://www.bernd-hussing.de/klima.htm

Niederschlagskarte Deutschland April 2016, © http://www.bernd-hussing.de/klima.htm
Niederschlagskarte Deutschland April 2016, © http://www.bernd-hussing.de/klima.htm

Karte Sonnenbelastung Deutschland April 2016, © http://www.bernd-hussing.de/klima.htm
Karte Sonnenbelastung Deutschland April 2016, © http://www.bernd-hussing.de/klima.htm

Mai 2016

Temperaturkarte Deutschland Mai 2016, © http://www.bernd-hussing.de/klima.htm
Temperaturkarte Deutschland Mai 2016, © http://www.bernd-hussing.de/klima.htm

Niederschlagskarte Deutschland Mai 2016, © http://www.bernd-hussing.de/klima.htm
Niederschlagskarte Deutschland Mai 2016, © http://www.bernd-hussing.de/klima.htm

Karte Sonnenbelastung Deutschland Mai 2016, © http://www.bernd-hussing.de/klima.htm
Karte Sonnenbelastung Deutschland Mai 2016, © http://www.bernd-hussing.de/klima.htm

Verlauf des Frühlings 2016

Der März 2016 (Klimabilanz März 2016) wurde eindeutig von Troglagen, die im Bergland noch Schnee brachten, bestimmt. In der Monatsmitte durchbrach ein Hoch über den britischen Inseln und Skandinavien dieses Muster und führte trockene Kälte aus dem Osten heran. Die Temperaturen blieben stetig um das Mittel herum und brachten wegen des im März noch niedrigen Temperaturmittels teilweise Schnee, in der Summe blieben letztlich +0,5 Grad stehen, ohne dass es eine gefürchtete frühe Hitzewelle gab.
Anfang des Monats erfolgt ein Warming in der Stratosphäre, das strittig beurteilt wurde. Dr. Judah Cohen sieht es heute noch als Major Warming an. Seine Auswirkungen sollten sich jedoch erst im Lauf des Aprils ergeben.

25.05.2016: Ungewöhnliche Wetterlage mit 2 isolierten Tiefs, deren Strömungen zu Osthitze (roter Pfeil) und kühlem Süden (blauer Pfeil) führten; © <a target="_blank" href="http://www.wetterzentrale.de/topkarten/fsavneur.html">Wetterkartenarchiv von wetterzentrale.de</a>
25.05.2016: Ungewöhnliche Wetterlage mit 2 isolierten Tiefs, deren Strömungen zu Osthitze (roter Pfeil) und kühlem Süden (blauer Pfeil) führten; © Wetterkartenarchiv von wetterzentrale.de

Im April 2016 (Klimabilanz April 2016) zeigte sich gleich zu Beginn mit der ersten Hitzewelle des Jahres, wie der Frühling hätte verlaufen können: Eine Südostlage, die Glühlingshorror mit Werten von weit über 20 Grad brachte und eine knappe Woche anhielt. Anschließend jedoch wirkte sich das Major Warming aus, insofern es den Jetstream zum Schwingen brachte.
Die Arktische Oszillation kippte ab ins Negative und brachte ausgedehnte, riesige Troglagen mit herrlichen Kaltlagen und teilweise Schnee, vor allem im Bergland und höheren Flachland (mit der üblichen Ausnahme des Südwestens). Die GFS-Zeitreihen der Richttemperaturen in 1.500 Metern Höhe zeigten punktuell unfassbare Werte von regional teilweise 10 Grad unter dem Jahreszeitlichen Mittel!
Nur aufgrund der Hitzelagen am Monatsanfang und in der letzten Dekade endete der April 2016 letztlich doch noch im zu warmen Bereich von +0,5 Grad Celsius, war aber letztlich ein traumhafter Kältemonat dank der späten Auswirkungen des Major Warmings.

Der Mai 2016 (Klimabilanz Mai 2016) kam als letzter Frühlingsmonat ganz anders daher als der kühle Troglagen-April. Zunächst gab es die üblichen Hitzewellen, zwei an der Zahl, welche aber dank der verfrühten „Eisheiligen“ zur Mitte des Monats nur kurz Bestand hatten. Dabei stellten sich durch eine ungewöhnliche Wetterlage mit Tiefdruckgebieten bei den Azoren und in Osteuropa die gewohnten Klimaverhältnisse auf den Kopf und der Norden und Osten wurde durch das Tief in Osteuropa mit „Osthitze“ geflutet, während der Süden etwa ab der Mainlinie durch das Tief auf dem Atlantik mit immer noch zu warmen, aber kühleren Luftmassen aus Südwesten bedacht wurde.
Diese Gemengelage aus trockener und feuchter, kalter und warmer Luft, die mitten in Deutschland aufeinandertraf, führte in der letzten Dekade des Mai zu einer Gewitterlage, die man lange nicht mehr gesehen hatte. In einigen Regionen kam es zu Unwettern, Überschwemmungen und sogar Tornados.
Ob diese Lage mehr oder weniger über den Sommer Bestand hat, wie es AccuWeather in der großen Sommerprognose sieht, ist die große Frage für die nächste und schlimmste Jahreszeit.

Analyse der Prognosen: Wer hatte die beste Vorhersage zum Frühling 2016?

Wie immer wurde im Vorfeld des Frühlings 2016 viel geschrieben, gemutmaßt und prognostiziert. Wer hatte nun von allen Anbietern die beste Vorhersage? Die ursprüngliche, ausführliche Frühlingsprognose mit allen Anbietern finden Sie hier: Wie wird der Frühling 2016?

NASA

Die NASA lag erstaunlich gut von den reinen Zahlenwerten: In jedem Monat prognostizierte der Wetterableger des Weltrauminstituts eine nur leichte Abweichung von +1 Grad nach dem Mittel 1981-2010, somit +2 Grad nach 1961-1990. Das ist relativ weit daneben, gehört aber wegen der Einstufung eines „verhalten warmen Frühlings“ zu den besten Ergebnissen.
Der Verlauf wurde leider nicht korrekt vorhergesagt: Die NASA sah den März und April wärmer als den Mai. Tatsächlich verhielt es sich genau umgekehrt.

IRI

Das IRI prognostizierte für den Gesamtfrühling ein zu warmes Ergebnis, was letztlich zutraf. Diese Vorhersage war kein großes Kunststück, da sie IRI nicht über die einzelnen Monate ausließ und auch keine Temperaturwerte angab, sondern lediglich eine Wahrscheinlichkeit, ob der Frühling zu kühl, normal oder zu warm verlaufen sollte.

MetOffice UK

Ähnlich wie IRI liegt auch das MetOffice hier richtig, wenngleich auch hier die Prognose aufgrund fehlender Detailliertheit kaum bewertet werden kann. Die reduzierten Wahrscheinlichkeiten in den Karten könnte man jedoch so interpretieren, dass der Frühling auf gar keinen Fall superwarm ausfallen würde. Und diese Prognose stimmte mit der Realität durchaus überein.

DWD

Der Deutsche Wetterdienst beschränkt sich in seiner Langfristprognose wie das IRI und MetOffice auf Wahrscheinlichkeiten für die gesamte Jahreszeit ohne eine Differenzierung nach Monaten. Ganz ähnlich wie die britischen Kollegen zeugten die relativ ausgeglichenen Wahrscheinlichkeiten von einem verhaltenen, wenn auch zu warmen Frühling und lagen damit im korrekten Bereich.

NOAA/CFSv2

Der mit Abstand deutliche Prognosesieger im Herbst 2015 und Winter 2015/16 NOAA mit dem CFSv2-System sagte einen deutlich zu warmen März, dann eine Abkühlung auf normale Temperaturen im April (= +1 Grad zu warm nach 1961-1990) und sogar einen teilweise zu kühlen Mai 2016 (+/- 0 Grad nach 1961-1990, Teilregionen bis +1 Grad zu warm) voraus.
Obwohl die reinen Temperaturprognosen sehr nah an der Realität lagen, war wie bei der NASA hier der Verlauf falsch: Der März war mit +0,5 Grad alles andere als die deutliche Hitze, die die NOAA sah. Insgesamt muss sich dieses Mal also die NOAA den 2. Platz zusammen mit dem „Landsmann“ NASA teilen!

Lars Thieme

Lars Thieme von langfristwetter.com und sein statistisches Modell haben leider auf ganzer Länge versagt. Die prognostizierten bis zu 3,0 Grad über dem Mittel liegenden Temperaturen wurden nicht einmall annähernd erreicht. Allenfalls der März steht aufgrund der von Lars Thieme sehr großen Bandbreite von 0,5 bis 1,8 Grad Celsius über dem ungewöhnlichen Mittel 1961-2010 im unteren Bereich zu den zutreffenden Prognosen.

Kai Zorn

Der Meteorologe von wetter.com sagte einen verhaltenen Frühling voraus, womit er definitiv recht hatte! Die Temperaturangaben lagen bei Kai Zorn um das Mittel herum, was zumindest für März und April vollkommen zutraf.
Insofern darf sich dieses Mal Kai Zorn als Gewinner der Prognose fühlen!

kaltwetter.com

Ich selbst hatte auf einen deutlich zu warmen Frühling in der 2014er und 2015er Tradition getippt durch die noch vorhandenen El Niño-Auswirkungen und lag damit (erneut) völlig daneben! Allenfalls der Mai 2016 könnte im Rahmen meiner Prognose als zutreffend charakterisiert werden.
Ich nehme es sportlich, gratuliere Kai Zorn und gebe zu, dass ich gewisse Entwicklungen nicht auf dem (Bild)schirm* hatte.

krone

Insgesamt lag Kai Zorn somit von allen Prognosen vorne und war am überzeugendsten.

Was bleibt vom Frühling 2016?

In der Dreiteilung:
März = Immer noch kein Spätwintereinbruch im Süden
April = Überraschende Kühle durch die Spätfolgen des Major Warmings im März
Mai = Klima steht auf dem Kopf und Unwetter
bleibt vor allem der dramatische letzte Monat in der Erinnerung, der uns gottlob viele Wolken und endlich auch Regen brachte, wenngleich an manchen Orten zu viel des Guten. Ob das eine Folge der Klimakatastrophe ist, wie vielerorts zu lesen war, mag fraglich sein. Gewiss ist die Energiemenge der Atmosphäre durch die höhere Wärme angestiegen, doch letztlich war die ungewöhnliche Wetterlage einer umgedrehten Klimasituation mit dem dadurch erfolgten Aufeinandertreffen unterschiedlicher Luftmassen dafür verantwortlich.

Auch wenn der Frühling der dritte zu warme in Folge war, konnte man ihn vor allem im Süden nicht als „Glühling“ bezeichnen. Für den kühlen April (auch im Norden!) und einen wolken- und regenreichen Mai darf man letztlich trotz der 4 kleinen Hitzewellen im April und Mai 2016 am Ende ein positives Fazit ziehen. Für den Norden und Osten fällt das Fazit durch einen sonnigen, extrem trockenen und heißen Mai hingegen etwas bescheidender aus.

Frühling 2016: Zu warm, zu trocken, zu sonnig, aber trotzdem erträglich.
Frühling 2016: Zu warm, zu trocken, zu sonnig, aber trotzdem erträglich.



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  • Alptraum der Sofeten

    Da bin ich ja wieder auf dem neusten Stand. Schön gemacht mit der Zusammenfassung immer.

    • Danke. Und Kai Zorn hat gewonnen! Ha! Endlich setzt sich mal die Meteorologenfraktion aus Deutschland durch 🙂

  • Nina Trina

    Da will ich doch schwer hoffen, das sich die Nord-Südumkehr wieder dreht…bin extra (!) aus dem mit unglaublich widerlichem Sommerwetter geprügelten Rheinhessen in den eigentlich angenehmen Norden umgezogen, und jetzt sowas *grmpf* immerhin hatten wir Schnee…

    • haha da kommt in mir ja beinahe etwas wie Schadenfreude hoch 😉 Aber auf lange Sicht denke ich, ist das eine sehr, sehr weise Entscheidung hinsichtlich der Wohnortwahl 🙂 Ich folge dann nach der Rente nach ^^

      • Nina Trina

        *g* da bist du nicht der erste;-) Die „Hinterbliebenen“ lachen sich schon nen Ast…Aber ich gebe nicht auf…

  • Mxpale

    Ich bin hier in München auch mehr als zufrieden mit dem Verlauf des Frühling 2016… Könnte ab jetzt jeder Frühling der Zukunft so daher kommen! 🙂 …und jetzt bitte bis September weiter so!

  • Kai Zorn geht weiter von keiner Dauerhitzelage im Juni aus und auch der Norden soll in etwa 10 Tagen erlöst werden: http://www.wetter.com/wettertv/kais-kolumne-bestaendiges-hochsommerwetter/5752cb47cebfc0f4498b4588

    • Michael Bodin

      Wenn man hier im Osten mal von den wenigen mittelmäßig kräftigen Gewittern absieht, ist Tag um Tag der selbe Schrott. Ab 7 Uhr schießen die Temperaturen nach oben, Höchstwerte liegen bei rund 28 / 29 Grad. Dazu Sonne satt und erst ab etwa 21 Uhr erreichen wir so langsam die 20 Grad. Durch die Ostströmung gehen die Temperaturen nachts aus 12 – 14 Grad zurück, dann ab 7 Uhr ist alles vorbei.
      Im März hatte ich hier in Schwante knapp 30 L/qm, der April brachte 27,9 L/qm und der Mai 31,9 Liter. Also alle Monate mit Abstand zu wenig Wasser. Dafür Sonne satt und kaum Wind (meiste Zeit).
      Ich will garnicht dran denken, dass das noch 10 Tage so weitergehen soll.

      • cleopatra

        Bei euch potenziert sich das was wir haben und seit heute thront die Sonne wieder über dieser seit Wochen stabilen Gesamtsituation, yeaah.
        Hast du keinen Bach in der Nähe, den du schröpfen kannst mit einem Pumpensystem?
        Neid ist mein bester Freund heute, ich bin endlos neidisch auf Menschen, die mit Wärme und Hitze besser bis sehr gut klar kommen und davon in ihrer Lebensqualität sogar profitieren. Möchte ich auch haben.
        bei der Partnerwahl sollte man sich ja glatt überlegen, ob man einen hitzeresisten Partner bevorzugt, damit wenigstens die Kinder nachher etwas gewappneter sind. Das kommt bei mir jetzt in den Scanner, gleich nach Nixraucher 😀

        • Michael Bodin

          Pumpe das Wasser direkt aus dem Boden. Aber trotzdem muss man sich die Zeit ja nehmen.
          Das schlimme ist gerade jetzt, dass hier rumsitze und etwa 5 Km südlich entstehen ordentliche Gewitter und ziehen südwärts……
          Ich könnte heulen……
          Dafür finde ich die aktuellen 29,4 Grad gerade als in Ordnung, ich glaube mein Körper hat Schaden genommen, als ich gestern 4 Stunden Holz gesägt und gehackt habe…..

          • cleopatra

            Oder ein gewisser Gewöhnungseffekt, der dir eine Atempause vor dem großen Sommersonnenloch verschafft!
            Eine Freundin von mir macht gerade freiwillig Hyperthermiebehandlung, die tut mir auch leid. Das hätte sie besser ein paar Monate früher gemacht…
            Ich hab heute eine Spontanidee umgesetzt und meine Situation etwas verbessert!
            Hab ein ätztendes, ehemals richtig teures Obi-Thermorollo am riesigen Schlafzimmerfenster und dieses Rollo hat sich mit der Sonne verbündet und knallt öfter mal runter (weil sich an einer Seite so ein Plastikdings weiter nach innten verschiebt, je öfter man Rollo betätigt).
            Wollte das Teil gerade heute zum Müll bringen morgens, da knallte die Sonne mir hämisch und schadenfroh ins Gesicht. Tja, hab ich kurzerhand Scheibe vermessen, Thermostoff zugeschnitten, doppelseitiges Klebeband und ab **außen** an die Scheibe mit der Folienseite zur Sonne.
            Das war richtig effektiv, mein Schlafzimmer ist jetzt noch relativ kühl und tagsüber hab ich kurz sogar mal darin gefröstelt…. das heißt, ich muss es auch nicht wieder die ganze Nacht sperrangelweit offen haben um bisschen Kühle reinzukriegen.
            Am liebsten würde ich das so belassen, da von außen an der Scheibe doch einfach mehr bringt, wusste ich ja, hätte es aber nicht geglaubt. Ich hatte auch schon Alufolie innen an der Balkontür aus Verzweiflung bevor ich dort Schutz hatte, das war nicht so effizient, obwohl die Folie super reflektierte. Aber dahinter wars einfach warm, richtige Hitzewellen, das ist bei dem Rollofenster jetzt anders. Die Scheibe bleibt kühl.
            Hab Angst, dass bei etwas mehr Wind mir das Teil abgefetzt wird und es nachher Ärger gibt, falls das einem auf den Kopf fällt 😉
            Man könnte aber theoretisch von außen Alufoliebahnen ganz ordentlich aufkleben, die könnte der Wind nicht nehmen, und wenn, wärs nicht so tragisch wie bei dem superdicken Thermostoff.
            Vielleicht mach ich das nächstes Jahr und kaufe gar kein neues Rollo.
            Leider haben wir hier keine Rolläden.

    • Mxpale

      Danke Danke Danke. Die Gebete wurden anscheinend erhört 😉 und dann „nur“ noch Juli und August, dann heißt es wieder Tschüss Sommer!

  • Alptraum der Sofeten

    Ich konnte ja gerade eben kaum begreifen das diese Wortfolge auf dieser Seite überhaupt möglich ist. xD
    „Nach Hitze wieder angenehmer“.
    (Bild)

    • Ich bin schockiert. Sollten meine 278 Artikel und 2 Jahre Arbeit doch nicht umsonst gewesen sein und es mehren sich in den Medien die Stimmen der Vernunft? ^^ Irgendwie glaube ich nicht daran 😉

      • Alptraum der Sofeten

        Wow. 278 Artikel schon. Zahl des Tages würd ich mal sagen 😀
        Mal beobachten ob die Medien wieder Menschlicher werden? Daran glaub ich leider auch nicht 😛

    • Jo1965

      Ich fürchte, der Autor dieser Zeile ist schon gefeuert worden 🙂

      • Alptraum der Sofeten

        Ist leider zu befürchten 😀

  • Unfassbare Endgeilheit!
    Hagelsturm in Tropenhessen! Hagel in der Größe von Murmeln und ich habe Schnee auf meiner Terrasse und das nach einem Winter ohne einen einzigen Tag Schnee muahahaha
    So etwas habe ich nie zuvor gesehen. DANKE an den Wettergott für dieses Erlebnis. Welch ein Geschenk.

    • Alptraum der Sofeten

      Sehr schön da freu ich mich für dich mit 🙂 Aber der Hagel wäre mir persönlich ja schon zu groß 😀
      Im Sommer ist es also bei dir weißer als im Winter, …. ist schon verstörend 🙁

      • Verstörend trifft es ^^ Aber zu groß? Never! Das wäre mein Traumtod. Von einem Felsbrockenhagel erschlagen werden muahaha

    • Schneewegschiebeboy

      Hm, also bei Hagel bekomme ich immer ein flaues Gefühl im Bauch… Letztes Jahr, am 05.07. hatten wir hier bei uns in der Region einen Hagelsturm mit Korngrößen zwischen 7 und 11 cm. Das ganze hat ca. 50 Sekunden gedauert und ging los als hätte jemand mit dem Finger geschnippt und die Schleusen geöffnet. Es hatte sich zwar vorher zugezogen, aber nicht so als das man hätte sagen können gleich passiert solch historisches. Das Ende vom Lied: Von unseren vier Enten wurde eine erschlagen, einer zweiten wurde ein Auge ausgeschlagen. An unserem Haus waren 4500 Euro Schaden, ganz abgesehen von sämtlichen Obstbäumen und allen Sträuchern die zerstört wurden. Von den Autos hier fange ich garnicht erst an und auch einige Spaziergänger wurden überrascht und mussten mit heftigen Platzwunden ins Krankenhaus. Alleine in unserer 10000 Einwohner Gemeinde wurde nur von der Provinzial ein Schaden von etwas über 30 Mio. Euro reguliert. Das weiß ich weil ich den Versicherungsmitarbeiter hier kenne. Sowas hatte hier zuvor noch niemand erlebt und wenn ich ehrlich sein soll möchte ich das auch nichtmehr erleben, obschon ich weiß das man in heutiger Zeit überall damit rechnen muss, leider…

  • Michael Bodin

    Saß gerade auf der Terasse (Nordausrichtung) in gleißendem Sonnenschein und habe die Umgebung beobachtet. Jetzt sitze ich vor dem PC und schaue aus dem Dachflächenfenster nach Osten. In wenigen Kilometern Entfernung kann ich sehen, wie sich gewaltige Wolkentürme aufbaien und dort sintflutartigen Regen ablassen. Es ist nach dem Radar eine kleine Gewitterzelle, ist aber mit Starkregen und teilweise Hagel beladen. Hier ist Windstille und 25 Grad……
    Micha, genieße dein schönes Wetter, ich warte weiter in der Hitzehölle des Ostens auf Besserung. 5 Tage-Vorhersage meint: (verschiedene Wetterseiten) täglich 25 – 27 Grad, nachts 13 – 16 Grad fast kein Wind.

    • Alptraum der Sofeten

      Bei mir ists ähnlich. In Moskau müsste man gerade sein, da sind Morgen und Übermorgen geile 13 Grad!

    • cleopatra

      Wo bist du eigentlich genau, Berlin oder weiter nördlich? Sorry, Schwante sagt mir so nix…
      Und schau dir lieber mal (nicht!?) die 10-Tage-Vorschau an, das könnte deine Laune noch verändern.
      Falls dieser Sommer wieder so endet wie der letzte, ist bei mir ernsthaftes Nachdenken über eine Veränderung zum Wohle meines Wohlbefindens angesagt. Ist schon jetzt der Fall, aber Leidensdruck wohl noch nicht hoch genug bzw noch nicht so lange vorhanden.
      Neuanfänge haben ja auch ihren Reiz, nicht nur wettertechnisch….

      Blöd ist nur, falls ich nördlicher wandere, aber in den Landen bleib, kann es mir blühen, dass die Hitze mir direkt folgt. Ahhhh!!!

      • Ha! Das ist der sofetische Siggifluch 😉 Den habe ich auch. Wenn du wüßtest, was ich alles schon an Abstrusitäten probiert habe, um den loszuwerden 😉

  • Die Tornadomeldungen häufen sich, Unwetter global… so langsam komme ich ins Grübeln. So ganz ohne Klimakatastrophe lässt sich das eigentlich nicht mehr hinsichtlich der Qualität (also Stärke) erklären. Ist ja auch logisch: Je mehr Wärme in der Atmosphäre, desto mehr Energie steht zur Verfügung. Ich kann mich – Beobachtungszunahme und Technikverbreitung hin oder her – nicht daran erinnern jemals, auch nicht in den Vorjahren so viele Tornados in Deutschland gesehen zu haben, das sind ja fast amerikanische Verhältnisse!

  • buumms

    Wäre es denn möglich hier einen Bereich auf der Seite einzurichten, wo User solche Bilder hochladen könnten? Heute hier in Chemnitz, an uns ging es mal wieder vorbei, jedoch südlich war sicherlich einiges los.

    • Deswegen gibts den Kommentarbereich ^^ Alles andere sprengt meinen Server.
      Wirklich gute Aufnahmen wie z. B. die Tornados oder so könnt ihr auch gerne an info@kaltwetter.com senden mit einer formlosen Erlaubnis, dass ich einzelne oder alle Bilder verwenden darf. Dann bastel ich einen Artikel daraus.

      • buumms

        Ja das kann ich verstehen 😉 sofern du das Bild auch verwenden wollen würdest, kann ich es dir gerne nochmal unkomprimiert zukommen lassen (inkl Erlaubnis der freien Verwendung)

        • Danke, aber momentan brauche ich mehr aus Schleswig-Holstein zu den Tornados die dort gesichtet wurden oder Hagelschlagszenen. Ganz schön was los in Deutschland.

          • buumms

            Ja ist einerseits beängstigend andererseits faszinierend! Ganz nebenbei, die ganzen Wetterkapriolen haben sich bei uns schon auf die Gebäudeversicherung ausgewirkt, denn anders kann ich mir die verdreifachung der Kosten in der Nebenkostenabrechnung nicht erklären :-/

  • Woooaaaaa wie in den USA. Vielleicht kann man ja doch noch zum Stormchaser umlernen ^^ https://youtu.be/co7FcD_DmWY

    • Jo1965

      Also, das sieht doch eher nach einem zugegebenermaßen ziemlich kräftigen Staubteufel aus, der sein bedrohliches Aussehen dem mächtig aufgewirbelten Ackerboden verdankt. Auf alle Fälle beeindruckend!
      Im Moment scheint es noch sehr schwierig zu sein, ob die extremen Unwetter, auch Tornados, aufgrund der Klimaerwärmung sifgnifikant zugenommen haben, mal abgesehen davon, dass dank Smartphones und Internet natürlich heutzutage viel mehr Bildmaterial existiert, aber für mich steht außer Frage, dass in einer aufgeheizten Erdatmosphäre die zusätzlich Energie sich auch in der Form zeigen wird, wie es vor allem viele Süddeutsche in den letzten Tagen erlebt haben. Das ist übrigens eine weitere Sache, die in hohlraumversiegelten Sofetenbirnen natürlich keinen Platz findet, nämlich dass das Potenzial für solche Wetterkatastrophen dank Global Warming zunimmt, sodass solchen Figuren mal Hab und Gut unter dem Arsch weggespült werden müssten.
      Ich war übrigens letzte Woche im Herzen der klimatischen Finsternis, nämlich mitten in Tropenhessen, genauer gesagt in Wiesbaden und da habe ich auch eine verkehrte Welt erlebt. Einen Tag vor meiner Ankunft war dort Weltuntergang mit komplett gefluteter Innenstadt und Hoteltiefgarage und Fast die ganze Woche war es bedeckt, immer wieder Regen und herrlich frische Temperaturen, während mein Vater mich schon vorwarnte, dass es in NRW und auch im Bergischen widerlich schwül ist. Und genauso ist es auch die ganzen Tage seit Freitag hier, einfach nur zum Kotzen, vor allem weil auch alle Gewitterzellen immer schön an uns vorbeigezogen sind.

      • buumms

        Sicher ein Staubteufel? Muss dafür der Boden nicht irgendwie sehr heiß, bzw überhitzt sein?

      • Tropenhessen als Kühlregion, manchmal fasst man sich an den Kopf bei solch aktuellen Wetterparadoxien, oder? ^^
        Wie gesagt scheinen die Tornados zwar zuzunehmen, die Unwetter an sich aber nicht. Sie werden nur stärker. Sozusagen: Quantitativ weniger zu früher, Qualitativ stärker. Bei den Tornados verfälschen Beobachter und technische Ausstattung zu früher die Zahlen zumal es kein Mittel gibt, um Tornados am Computer zu erfassen. Man muss sie optisch sehen, um sie zu belegen.

        Ein „Staubteufel“ ist aber keine wissenschaftliche Bezeichnung ^^ Tornado ist Tornado und physikalisch-meteorologisch definiert. Trichter, Tiefdruck, Windscherung etc. Du denkst also, dass es eher ein F0er war statt F2er? https://de.wikipedia.org/wiki/Fujita-Skala oder sogar nur eine „Kleintrombe“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Kleintrombe), d. h. ohne die Einwirkung konvektiver Bewölkung (die ist auf dem Video aber klar zu sehen)?

        Aktuell zeigen die hektischen Einträge auf http://www.tornadoliste.de/ dass die derzeitige Wetterlage die Zahlen explodieren lässt.

        • Jo1965

          Einspruch, Euer Ehren 🙂 Ich weiß, ich hätte „Staubteufel“ direkt in Anführungszeichen setzen sollen, weil ich selber diese ganzen boulevardmedientauglichen Schwachsinnswörter wie „Wasserhose“, „Blitzeis“ und ähnlichen Mist nicht ausstehen kann, aber hier vermute ich mal, dass der Fusionsofen den Acker vorher ordentlich aufgeheizt hat, so wie buumms es meint, sodass kühlere Umgebungsluft wie das Wasser bei einem Ausguss ansaugt wird, zumal ich keine Verbindung der Trombe zur Wolkenunterseite erkennen kann.
          Aber auch diese „Minitromben“ können es in sich haben und sind nicht zu unterschätzen. Ich kann mich noch erinnern, wie ich dieses Phänomen als Kind an den Stränden der Nordseeküste bei intensiver Sonneneinstrahlung im Sommer mit Staunen beobachtet habe und wie dabei ganze Windschutze samt Verankerung aus dem Boden gerissen wurdenund dadurch zu gefährlichen Geschossen werden konnten.

          • Angesichts der Tatsache, dass in SH dutzende Tornados gesichtet wurden und somit die Voraussetzungen für Tornados definitiv gegeben waren (http://www.tornadoliste.de/), sehe ich das anders – auch vom Eindruck der sichtbaren Zerstörung am Boden, aber den Unterschied zwischen einer Kleintrombe („Staubteufel“) und einem F0-Tornado vermag ich rein optisch auch nicht hinbekommen für diesen einzelnen Fall ^^
            Die große Frage, die sich stellt lautet nun: Eine Folge des Klimawandels oder ein in 1000 Jahren einmaliger Zufall? Zumindest eins ist klar: Schleswig-Holstein und die niedersächsische Ebene gilt als „Tornado Valley“ Deutschlands, weil die Bedingungen zur Entstehung dort noch am besten sind. Bisher entstanden jedoch kaum welche, insgesamt ca. 60/Jahre, die meisten unbemerkt und im F0-Bereich. Spannend.

  • cleopatra

    Das lässt sich doch leicht anhand von Statistik überprüfen.
    Einzelfall, aber bei mir nahmen die Unwettererscheinungen tendenziell ab. Früher, vor 3, 4 Jahren, musste ich oft die Starkregen-, Überflutungs- und Windböenschäden beseitigen, war davon ziemlich genervt, weil alle paar Tage wiederkehrend.
    Vor 4 Jahren, als ich gerade eingezogen war und die Balkonwände frisch in leuchtendem Gelb gepinselt, haute es sogar mehrfach meterhoch Blumenerde bis an die innere Wand, fast bis Deckenhöhe, bei einem überdachten Balkon! Also alles vorne über die Brüstung reingeschmettert per Regen, Hagel, Sturm und was weiß ich und bis hoch an die Decke verteilt. Ich musste wirklich mit der Leiter dort ran….
    Von daher, hier ganz klar Abnahme und dieses Jahr noch gar nicht vorhanden. Nicht mal Starkregen, keine heftigen Windböen und Gewitter hatten wir auch noch kein einziges.
    Auch im größten Pflanzenforum mit regelmäßig Unwetterwarnungen und Schadensberichten sieht es für letztes und dieses Jahr ganz gut aus…. für die Gartenbesitzer, die finden solche Kapriolen gar nicht toll, ist ja auch verständlich, wenn die Arbeit und Mühe von Monaten in einem Augenblick zerstört wird.
    ich hoffe, es bleibt hier ebenfalls ruhig über das Jahr, womit ich nicht mal gelegentlich Gewitter, Wind und auch mal nen richtigen Regenguss meine…. aber echte Zerstörungsextreme brauche ich nicht.
    Ach so, in dem Zusammenhang fällt mir auch vor 4 Jahren ein Sommer ein, in dem ich mehrfach auf der Heimfahrt von richtig fiesem Hagel überreascht wurde…. solche Brocken wie auf den Fotos hier.
    Das tat weh, wenn einem so ein Teil unverhofft traf 😀
    Gabs aber auch die letzten 2, 3 Jahre nicht mehr. Nur moderaten Hagel, und der ist ok.

    • Bei den Unwettern lässt sich das in der Tat statistisch feststellen. Hier nehmen die Unwetter an Zahl ab, aber legen an Stärke zu. Was ganz logisch ist: Der Jetstream ist durch die Klimakatastrophe langsamer geworden, die Stürme nehmen ab. Zudem verlagert sich der Jetstream immer mehr nach Norden und spart somit die mittleren Breiten mehr aus mit Stürmen.
      Wenn es dann aber Unwetter aus den Wetterlagen heraus (und nicht aus der Westdrift) gibt wie aktuell, dann haben die Unwetter große Wucht, weil die Energiemenge in der Atmosphäre sich deutlich erhöht hat.

      Bei den Tornados kann man das wie gesagt statistisch nicht überprüfen wegen der Einflussfaktoren wie erhöhte Aufmerksamkeit der Beobachter, technische Ausstattung (Handys). Tornados lassen sich leider nicht lückenlos erfassen via Computer, sondern nur optisch, daher ist die Streuung und Fehlerquelle extrem hoch.

      • cleopatra

        Ich hoffe einfach, dass wir hier zwischen vielen Bergen geschützt und vor richtig extremen Auswüchsen weiterhin verschont bleiben. Das Flachland ist dafür anfälliger, und das ist mal ein Ausgleich dafür, dass ich hier keinen km Rad fahren kann ohne irgend einen Hügel oder Steigung…
        Beschäftige mich auch nicht näher damit, solange es mich nicht betrifft, da bin ich knallhart egoistisch…. ich denke ja auch nicht dauernd an die Krebswahrscheinlichkeiten, obwohl die mit der Unwetterwahrscheinlichkeit gleichauf liegen dürfte, wenn nicht sogar deutlich drüber. Was nicht heißt, dass die Tornadoopfer nicht mein Mitgefühl haben.
        Ich wäre echt froh, wenn das Wetter generell wieder viel mehr aus dem Fokus raus und unbemerkt nebenher laufen würde – durch diese Dreckssonne werde ich gezwungen, mich quasi 24 Stunden damit zu befassen plus Überstunden für Sonnenproblemlösungsfindungen :(((((((((

  • buumms

    Zum Thema Tornado. Eine kleine Anekdote: Es ist der 29.07.2005, ich wohne noch bei meinen Eltern in Johanngeorgenstadt. Freitag morgen, nach einer Stürmischen Nacht klingelt das Telefon. Meine Oma ist dran, vollkommen aufgeregt sagt sie, dass hinter ihrer Wohnung der komplette Wald „weg wäre“. Wir alle nahmen das zunächst nicht so ernst, da meine Oma auch gerne mal etwas „Übertreibungen“ neigte – wie dem auch sei, machten wir uns auf den Weg zu ihrer (Miets)wohnung. Man muss sagen, dass sie hinten aus ihrer Wohnung auf nichts als Wald schaut. Auf den 5 Minuten Fahrweg merkten wir schon das etwas nicht stimmt, viel Polizei und Feuerwehr war unterwegs, als wir dann über eine Koppe fuhren sahen wir es dann auch schon teilweise – viele umgeknickte Bäume, Leute standen auf den Straßen und machten Fotos. Bei meiner Oma in der Wohnung angekommen, sahen wir dann das ganze Ausmaß. Der Wald war wirklich „weg“. Auf einer Schneise von (geschätzt) 400m stand kein Baum mehr. Man muss sagen, das Mietshaus meiner Oma stand von der Grenze der letzten gefällten Bäume max. 100m entfernt – soll heißen, wäre der Tornado damals auch nur 100-150m weiter in Richtung der Häußer runtergekommen, wäre da nichts mehr übrig geblieben. Das war einfach Wahnsinn! Wer sich dafür interessiert, hier gibt es noch nähere Infos.
    http://www.frontgewitter.de/1000063.html
    http://www.wetteronline.de/extremwetter/2005-07-29-to
    http://www.rsl-blank.de/TornadoErlabrunn.html
    http://www.wzforum.de/forum2/read.php?7,1178825,1178825

    • Heftig. „Der Wald ist weg“ lol Das nimmt man nicht ernst, aber wer die Zerstörungskraft von Tornados kennt … Ich habe selbst noch keinen gesehen oder erlebt,

    • cleopatra

      Ihr habt euch hoffentlich bei Oma entschuldigt für die Übertreibungsverdächtigung!!^^

      Praktisch betrachtet hat diese Schneiße auch viel Positives. Die Gemeinde spart sich die Waldpflege dort, und auf der wild entstandenen Lichtung können junge Rehfamilien picknicken und die Kitze ihre ersten Tollversuche unternehmen und wilde Orchideen und neue Pilzsorten sich ansiedeln. Solche Lichtungen sind heißbegehrt!
      Das mein ich nicht mal satirisch 🙂
      War ja mal vor einiger Zeit in einem Kindheitswald und bin fast tot umgefallen vor Schreck. Der Wald war nicht mal mehr begehbar, da das Unterholz so verflochten und ganze Teile unserer früheren Waldrand-Spielgebiete komplett von irgendwelchen invasiv wachsenden Brombeeren komplett eingenommen waren. Keine Ahnung, woher die „plötzlich“ kamen oder welche Faktoren da aus dem Ruder gelaufen waren, jedenfalls hatten wir früher in diesem Waldgebiet, lichter Mischwald auf Abhängen und Anhöhen (ein Naturschutzgebiet-Berg) eifrig Pilze gesucht und auch gefunden. Diese riesigen Parasole, die man schon aus 500 m Entfernung sah… alles komplett verwuchert, verwildert und von Hexen bewohnt wahrscheinlich. Jedenfalls deutete die unüberwindbaren Dornenhecken darauf hin 😉
      also dort könnte ruhig mal so ein mittlerer Tornada drüber fegen und die Wucher-Wildnis wieder begehbar machen.

  • Alptraum der Sofeten

    Hahahah in Moskau aktuell nur 8 Grad!
    Und GFS sieht aktuell auch richtig schön aus für uns. Mit viel Niederschlag und Temperaturen um das 30 Jährige Mittel. Mal sehen was von übrig bleibt.

    • buumms

      Chemnitz: Aktuell 26°C, Sonne …. so weit das Auge reicht, Schwüle, so weit die Haut fühlt. Ich will nach Moskau!

      • Alptraum der Sofeten

        Das ist bei mir im Moment wie verhext. Vor 2 Stunden sah es so aus als ob ein kräftiger Unwetterkomplex auf mich zu kommt der sich immer weiter verstärkt. Aber dann hat der Lümmel sich einfach abgeschwächt und hier kommt wenn ich Glück habe noch ein zwei tropfen runter xD. Obwohl es auch hier den ganzen Tag schwül ist und 26 Grad mit Bewölkung dann ab ca. 15 Uhr. Also hier ist auch nicht viel besser.

        • cleopatra

          Ja, gut, aber auf Unwetter oder Gewitter zu hoffen als Allheilmittel oder Wundermittel, ist doch voll für die Katz!!

          Dann wirds mal für ein Stündlein angenehmer, oder auch zwei, danach ist alles wieder wie vorher oder noch schlimmer, weil die Nebel fröhlich wallen nach dem Unwetter und dampft und dumpft.
          Außerdem schöpft man Hoffnung auf Besserung und das ist es doch in den allermeisten Fällen einfach nicht.

          • Das stimmt allerdings. Ist mir auch immer nicht so klar, wieso alle wegen der Abkühlung danach lechzen. Im Sommer gibts keine Abkühlung, es sei denn die Gewitter sind die folgen einer Kaltfront von Norden, die die Temps generell und dauerhaft absenkt.

            Das ist aber selten. Die Regel sind Hitzegewitter. 30 Grad – Feuchtigkeit steigt auf – Quellwolken bilden sich – es knallt und schüttet – nach 10 Minuten ist alles vorbei, die Fuck Sonne verdampft das gefallene Wasser und verwandelt alles in eine Regenwaldschwüle die bei dann 27 Grad schlimmer ist als die trockenen 30 Grad vorher. 😛

          • Alptraum der Sofeten

            Man muss halt nehmen was man kriegt. Aber auf die abkühlung kommt es mir auch nicht wirklich an sondern auf das kleine Abenteuer das auch ein kleines Gewitter mit bringen kann. Die Blitze und der Donner mit dem Niederschlag und natürlich den quellenden Wolkentürmen sind nebenbei auch mal ganz gut für eine Abwechslung von dem Dauer Sonnenschein mit blauem Himmel. Was von dem Gewitter was auf mich zu kam übrig geblieben ist, ist schon eine Frechheit 😛
            Ein paar Wolken und nun wieder mal Sonnenschein, Sonnenschein juhuuuuu {+_x}

          • Was nicht gut gegen die Hitze ist, kann aber gut für die Seele sein 😉 Stimmt.

          • Alptraum der Sofeten

            Heute war schon wieder ein Tornado im Norden!

          • cleopatra

            Das kann ich total verstehen, nur leider bin ich nach einem Vollsonnentag so bewusstseins- und kreislaufreduziert, dass das Gewitter auch der Regengott höchstpersönlich sein künnte, ich würds nicht mehr so richtig mitkriegen 😀
            Aufs Sofa hauen scheint mir dann naheliegender als draußen rumtollen, obwohl man das tun sollte.
            mir wäre aber ein halber Tag leichter Nieselregen lieber, auf den sich dann das Gewitterwasser verteilt, hätte ich die Wahl.
            Ach, ich konzentriere mich einfach nur aufs Überleben in solchen Dauerwarmphasen, hab dann wenig Sinn für Wolkentürme ;;)

          • Alptraum der Sofeten

            Kann ich verstehen. Vor allem wenn man sich in so einer Luft anstrengen muss egal ob geistig oder Körperlich. Stimmt da versucht man nur zu überleben aber wenns schlecht läuft hat man dann ja auch noch in der Nacht was von der liebreizenden Hitze und kommt sich langsam jeden Tag ein bisschen mehr so vor als würde man immer mehr betäubt werden. Als würde man Dauer betrunken (zumindest bei mir) 😀
            Aber nach ein paar Tagen merke ich nicht mehr viel von Hitze sondern stumpfe irgendwie zu einem intoleranten und Dauer verärgerten/herum schreienden Zeitgenossen ab (Sofeten) 😀 ;D

          • cleopatra

            Da beneid ich dich aber, ich rege mich jeden Tag aufs Neue auf und finde auch immer was zum Aufregen.
            Bei mir bleibt grad so viel liegen, nicht weil ich faul bin, sondern viel mehr Zeit für alles und dazwischen laaaange Pausen brauch.
            gar nix tun kann ich aber erst recht nicht, Ablenkung ist extrem wichtig, sonst würd ich durchdrehen!
            Hatte heute auch kurz Schwindel, als ich von einem Schrank was runterangeln wollte. So richtig taumelig, was bei mir aber definitiv auch an viel zu wenig trinken liegt…. vielleicht sollte ich mal auf Bier umsteigen… dann passt das wenigstens mit dem Schwindel.

    • Michael Bodin

      Wenn davon nur die Hälfte übrig bliebe, dann würde ich schon einen Freudentanz aufführen.
      Das Wetter hier im Osten in/um Berlin ist echt krass. Wobei es im Norden auch recht mies aussieht. Einfach mal Bernd Hussings Karte studieren…
      Wenn es bei uns auch 3 Grad kühler wäre im Schnitt, dann wäre der Juni sogar zu kalt bisher…..

  • cleopatra

    Positiv am Wetter ist zu erwähnen hier an der Ostfront, dass es neuerdings abends (also jetzt) immer ein frisches Windchen gibt und mein Schlafzimmer seit neuestem tatsächlich der „kühlste“ Raum ist!!
    Ihm fehlen vormittags die 4, 5 Stunden Hitzeattacke durch meinen draußen-Hitzeschutz, kann ich euch nur ‚wärmstens‘ empfehlen, wer noch nicht hat!!! :p
    Nachmittags wärmt der Raum sich zwar durch das sonnenverschluderte Wohnzimmer und katzenfreundlich offenstehende Türen auf (kann wegen Pflanzen auch dort nicht von außen schattieren), aber bis das so richtig erfolgreich ist, ist es schon abends und ich kann das frische Windchen durchfegen lassen.
    Solange es nicht noch heißer wird tagsüber und nachts relativ stark abkühlt – funktioniert das. Aber auch nur solange!!

    • Michael Bodin

      Also hier knapp nördlich von Berlin ist heute seit 4 Tagen das erste Mal, dass sich auch Abends nach 19 Uhr noch ein Lüftchen regt. Die letzten Tage war ab spätestens 20 Uhr Windstille, nix mit durchlüften. Dafür sind morgens gegen 05:30 Uhr nur etwa 12 Grad, das geht. Ab 10 Uhr sind aber bei Sonne schon locker wieder 23 Grad, Tendenz deutlich steigend. Aber es war heute wieder trockene Wärme, teils nur 38 % Luftfeuchtigkeit.

    • buumms

      Kann ich mich anschließen, hier in Chemnitz ist Abends / Nachts immer ganz angenehm!

    • hehe ja die „katzenfreundlich“ offenstehende Terrassentür, wo die frische 60-Grad-Luft zum Wohnzimmer hereindröhnt. Kenne ich 😉

  • Jo1965

    Seit ich Freitag wieder im Bergischen angekommen bin, nur widerliche und sinnlose Schwüle. Sinnlos, weil trotz dauernder Warnungen der UWZ jede Gewitterzelle an uns vorbeigezogen oder kurz vorher krepiert ist.
    Momentan ist es besonders ekelhaft: Taupunkt ca. 17 Grad bei knapp 23 Grad Lufttemperatur und totale Windstille, die Luft in meiner Wohnung ist zum Durchschneiden! Das wird sich auch bis morgen nicht mehr viel abkühlen.
    Hoffnung macht mir, dass die Modelle schon seit einiger Zeit eine wenn auch trockene Abkühlung für diese Woche rechnen und danach auch ausgeprägte Niederschlagssignale gerechnet werden, die wir im Gegensatz zu den Leuten in den Hochwassergebieten auch gut gebrauchen könnten. Stellvertretend mal die ENS von GFZ 12z für Essen. Die irrwitzigen Ausreißer im UGKB ignoriere ich vollkommen.

    • Sieht gut aus. Sollte es so bleiben (und nicht wie immer nach oben gehen), könnten wir dankbar sein.
      Erinnert sich eigentlich noch jemand an die Schafskälte und den Verlauf im Juni 2015 vor 1 Jahr? ^^

  • Jo1965

    Meine Güte, wie ich zuvor schrieb, die ganzen letzten Tage sind die Gewitter vorbeigezogen und jetzt hat’s einen Volltreffer fürs Bergische Land und insbesondere Wuppertal gegeben. In Essen, wo ich mich aktuell aufhalte, ist auch einiges los, aber scheinbar nicht so heftig wie bei mir zu Hause.
    Hier mal ein WDR-Bild vom Starkregen und Hagelschlag über dem Wuppertaler Stadtgebiet.

    • Ich bin von den letzten 2 Wochen verwöhnt ^^ Hier ist heute mal nichts. Gar nicht. Außer Dauersonne und 30 Grad. Megafrust. Aber ab morgen wirds in Etappen ja besser.

  • Michael Bodin

    Und ich breche hier zusammen, was aber nicht an den 28 Grad und dem Sonnenschein liegt.
    Ich habe auf dem Weg nach Hause und beim Einkaufen heute 2 Frauen gesehen, die bei 28 Grad mit langer Jacke in der Sonne unterwegs waren. Ganz entspannt ohne Anzeichen irgendwelcher Scheißatacken. Als ich das gesehen habe, bin ich hinter dem Steuer meines unklimatisierten PKW fast zusammengebrochen. Ich kann es nicht fassen………….
    Dafür habe ich heute morgen kurzfristig Gänsehaut gehabt, als ich um 05:20 Uhr aus dem Haus bin. Könnte an der Überraschung gelegen haben, dass nur 8,2 Grad waren. Einfach herrlich….

    • Das hat mich gestern in München auch gewundert, so viele Leute mit Jacke und mir läuft im T-Shirt der Saft runter… Wie halten die das bloß aus? Dabei hatte das Thermometer im Schatten sogar noch moderate 24°C.

      • Michael Bodin

        Ich muss aber zu deren Verteidigung sagen, dass es ja auch nur 24% Luftfeuchtigkeit waren, also nicht wirklich schwül.
        Ich fand es gestern trotz 28 Grad trotzdem zum aushalten, habe keine Schwitzatacken bekommen.

  • 1. Tag mit Klimaanlage in diesem Jahr (2015 war das Teil schon im April in Betrieb …), Komplettumbau des Kellers zur Optimierung der Kühlleistung.
    Den ganzen Tag schon Flimmern vor den Augen, Kribbeln auf der Haut, in der Sonne der pure Tod, ca. 36 Grad. Mit -18-Grad-Kühlweste konnte ich wenigstens 30 Minuten dringende Besorgungen durchstehen.
    Gut, dass das ab morgen/übermorgen endet.

    • Michael Bodin

      Na Hauptsache es endet auch mit Regen bei Dir. Schwante soll es auch kühler werden, um die 20 Grad Do. / Fr. aber nur ein paar Tropfen Regen.
      Auf spontane Gewitterwolken, die sich direkt über mir aufbauen brauch ich nicht zu hoffen. Heute Windstärke 1, in Böen 2 evtl. 2,5 :o) Und bei einer Luftfeuchtigkeit von sage und schreibe 24 % !!!!! kann sich da nix entwickeln….
      Mein Rasensprenger läuft…., wie so oft hier…..

      • Jup hier auch. Ich hab einen Sprenklerschlauch vor der Terrasse verlegt. 5 Stunden am Stück künstlicher Regen. Tut der Seele gut. Und den Pflanzen vor der Terrasse auch ^^

  • Alptraum der Sofeten

    Herrlich. Bei mir sind die 3 vergangenen Stunden (seit 15 Uhr) um 17 Grad gewesen! Leider war ich in Dortmund und habe fast nix mitbekommen Gewitter technisch. Soll wohl ordentlich geschüttet haben hier. 1 Stunde lang. Aber nun ist schöner Dauerregen bei immer noch wundervollen 18 Grad! Mal sehen wie lange es noch regnet. Da bin ich mich ja fast so am freuen als wenns im Winter schneit gerade 😀

    • Jup, das Regenradar ist überdeutlich ^^ Glückwunsch. Tropenhessen ist wohl erst morgen dran wenn ich mir den GFS-Lauf so ansehe.

  • cleopatra

    Die Klimaanlage hätte ich aber schon lange in Gebrauch. Und was ist eine Kühlweste? Sind das zwei Aldi-Kühltüten gefüllt mit Eis oder so? 😀

    ha, heute haben wir es lt Wetterinfo im Vergleich mit München, Hamburg und Berlin mal am besten getroffen. Berlin tut mir leid, die trifft es immer am härtesten.
    Mein Erlebnis heute: Hab einem Bekannten was in seinem Garten geholfen und dabei alle zwei Minuten gemotzt und gemeckert und gebrabbelt, was für ne Ätzhitze und überhaupt. Männer sind ja da sehr geduldig, wenn sie nicht grad Lösungen anbieten, aber da bestand ja keine Gefahr 😉
    Irgendwann hab ich ihn dann mal direkt gefragt: „sag mal, macht dir das Wetter nix aus!?“
    „Nö!“ (mit kurzem ö). Kam wie aus der Pistole geschossen, so dass ich es als authentische Stellungnahme einordnete. Der war einfach echt nicht genervt. Dabei ist zu bedenken, er ist schon ganz schön älter, 60 oder sowas ungefähr, dazu Diabetiker (im Vollkrankheitsbild und hält sich weder besonders gut an Ernährung noch stimmt die Spritzerei allzu genau), dazu noch diverse andere chronische Wehwechen, Rücken usw. Dagegen bin ich topfit und supergesund und ja auch nur halb so alt. wie kann das bloß sein, und ich mag nicht dran denken, wie es mir geht in dem Alter, falls ich die Sonne überlebe.
    Danach musste ich direkt ins Fitness, um mein Selbstwertgefühl wieder gerade zu rücken. Ach, da hab ich mich ja eine Stunde rumgequält, allerdings nach ner gewissen Zeit Ausblendung betrieben und ab da ging es besser. Normalerweise traniere ich 1,5 Stunden zügig und nicht nur mit Gewichtlein sondern richtig power und mach auch nicht wie andere dauernd Kaffeepause oder blockiere mit Schwätzen die Geräte. Das geht momentan absolut nicht und mir fehlt grad jetzt der Aggressionsabbau.
    Die Fitnesstanten übrigens rennen auch jetzt noch langärmelig herum, als einzige. Hab mich mit der Cheftante auch schon geraffelt, als ich beim ersten Wärmeanschlag vor paar Wochen morgens halb 9 schon fertig ankam (fahre immer mit Rad). Da meinte sie zu meinem Geschimpfe: Ach jetzt lasst doch mal die paar schönen warmen Maientage, ich friere hier drinne eh immer, endlich ist es mal angenehm und schön!“ Und setzt sich dann gleich raus vor die Tür in die Sonne. Bin mal gespannt, ob die auch bei Sommerhitze so rumrennen, ich glaube, ich hag die beiden noch nie kurzärmlig gesichtet. Auch nicht letztes Jahr.

    • muahahaha Alditüten mit Eis als Kühlweste. Geile Idee!!
      Ich verwende eher das: http://byjrdp.myraidbox.de/kuehlungs-bekleidung-gegen-hitze/

      Bisher hatten wir zum ersten Mal seit Jahrzehnten in Tropenhessen mal Glück, nur heute nicht ^^ Gerade geht in Münster die Welt unter, wie 2015 und 2014.

      Sport als Aggressionsabbau ist immer eine prima Sache. Macht mir auch nichts mehr aus. Völlig egal ob keuchend im Liegen bei 30 Grad oder Joggend, Radfahrend, alles der gleiche Mist. Nur beim Sport kann man sich so schöne Fantasien vorstellen und die negative Energie nutzen 😉

      Verständnis für Sofeten aufzubringen habe ich schon lange aufgegeben. Es wird einem ja eh nicht gedankt. In freier Wildbahn neige ich eher dazu, diese Kreaturen zu studieren und wenn ich so richtig schlecht drauf bin, bis aufs Blut in Live-Satire zu provozieren. Führt leider nicht dazu, dass diese Hitzeperversen auf Toleranzgedanken kommen, sondern steigert eher deren Missionierungsfaktor. Seltsamerweise sieht man, wenn ich das Loblied auf die Kälte singe, meist ein „Tilt!“-Zeichen in den Augen von Sofeten, dann legen sie den Kopf schief und dann labern sie weiter, als hätte ich gar nichts gesagt. Erstaunlich, wie manche Leute auf Unerwartetes, Niveau oder Antimainstream reagieren 😛

      Andererseits findet man auf diese Weise auch Menschen, an denen man sonst einfach vorbeigegangen wäre in gegenseitigem Sprechblasensmalltalk. Werde nie vergessen, wie ich einfach mal statt „Wie geht’s?“ jemandem gesagt habe: „Heute ist wirklich ein prima Tag. Ich habe endlich den kategorischen Imperativ von Kant verstanden und nur aus einer Alltagsintuition heraus. Wie war ihr Tag?“. Daraus ergab sich ein philosophisches Tiefengespräch, das kreative Nahrung für das gesamte Restjahr liefert. Dafür lebe ich! Aber für Sofeten? Ganz sicher nicht. Verlorene Lebenszeit, da kann man sich auch mit einer glühenden Betonwand unterhalten ^^

    • Jo1965

      Vielleicht muss man dieses „Nö“ Deines Bekannten auch nicht besonders ernst nehmen, Cleopatra. Denn Sofeten verneinen kategorisch jeden Nachteil von Dauersonne, Hitze oder Schwüle, selbst wenn sie selber leiden, was vielleicht auch einem latenten Masochismus dieser Spezies liegt.
      Mir fallen z.B. gerade während der sommerlichen Urlaubszeit immer wieder Aussagen der folgenden Art bei denen auf: „Also wir waren ja im Juli auf Kreta (wahlweise auch Süditalien, Mallorca, türkische Rivera undsoweiterundsofort). Tagelang über 40 °C im Schatten, man konnte es ohne Sonnenschirm nicht aushalten, uns lief der Schweiß die Kimme runter, aber es war herrlich! Das sieht man ja auch daran wie wunderbar (in der Realität statt in verblödeter Selbstwahrnehmung: runzelig, lederlappig) braun wir geworden sind.“
      Ich kann mittlerweile nicht mehr zählen, wie oft ich einen solchen oder ähnlichen Stuss schon gehört habe.

      • cleopatra

        Der ist aber kein Sofet. Die Sonne ist ihm piepegal, prinzipiell das Wetter. Wenn man nicht besonders hitzesensibel ist, hat das einfach keine große Relevanz fürs Tagesgeschehen, glaube ich. Wir sind da als Betroffene sensibilisiert und haben auch eine selektivere Wahrnehmung.
        Er hat in fast jeder Situation die Ruhe weg und lässt sich eher durch Taktolosigkeiten aus der Fassung bringen als vom Wetter. Ich bin da genau umgekehrt…

        • Jo1965

          Na, da bin ich doch sehr skeptisch. Ob Sofet oder nicht, jeder menschliche Organismus ist ein Regelkreis, der nicht umsonst dafür sorgt, dass bei einer Körpertemperatur knapp unter 37 Grad das biologische Optimum liegt. Wird dieser Regelkreis durch extreme Hitze bzw. Schwüle torpediert, kippen ja selbst Menschen, deren Körper viel extremere Temperaturen als wir gewöhnt sind, um, wie z.B. jetzt in Indien, wo wie im letzten Jahr die Vormonsunzeit wieder mit Temps über 50 Grad im Schatten wütet.
          Zugegebenermaßen waren wir von so was hier in den letzten Tagen natürlich weit entfernt und ich gehöre z.B. auch zu einer extrem schwüleempfindlichen Spezies, die da wesentlich früher als andere reagiert, So empfinde ich einen Taupunkt von 15 Grad schon als absolut widerlich, während viele andere sich dabei immer noch wohl fühlen bzw. nichts Negatives empfinden.

  • Und ein nettes neues Kapitel über das Heimischwerden von widerlichen Insekten als Folge der Klimakatastrophe: Fliegende Blutsaugerwanzen, die schwärende Wunden verursachen. Bin begeistert.
    http://osthessen-news.de/n11532429/unbekannte-wanzenart-breitet-sich-im-raum-fulda-aus.html

  • Manoli hat sich beim wetterzentrale-Forum zurückgemeldet nachdem er durchaus zu recht aus Protest vor einigen Monaten sich abgemeldet hatte…
    Herrlicher Wiedereinstandspost mit Analyse der Wetterlage auf Profiniveau: http://www.wzforum.de/forum2/read.php?28,3218387,3218391#msg-3218391

    • Michael Bodin

      Was ich aber aus diesem -für mich- Fachchinesisch rausgelesen habe, wird es in den nächsten 1 – 2 Wochen hier im Osten immer noch keine ordentlichen Niederschläge geben, dafür der bereits geflutete Süden weiter vollgeschüttet….

      • Ja das sehe ich tendentiell auch so. Allerdings sind nichtsdestoweniger im GFS einige Signale erkennbar ab ca. dem 12.06.
        http://www.wetterzentrale.de/pics/MT8_Berlin_ens.png

        • Michael Bodin

          Falls sie dann auch so kommen werden.
          Das habe ich die letzten Wochen immer beobachtet, kurz vorher wurden die Signale weggerechnet oder soweit abgeschwächt, dass man die Tropfen noch zählen konnte.

          • Jup. Du kennst das ja. 3-5 Tage sind seriös. Alles darüber hinaus nicht.

  • In Island gibts aktuell eine Hitzewelle.
    14. Grad.
    Ich könnte losheulen. Einfach nur so… https://grapevine.is/news/2016/06/06/scenes-of-101-in-a-heat-wave/

    • Jo1965

      Hitzewelle auf isländisch. HER DAMIT!!!

  • Lars Thieme hat seine Prognose aktualisiert. (www.langfristwetter.com). Sieht für den Sommer immer noch gut aus. Der September als Rekordkälteherbst wäre ein Traum, für den ich diverse Gliedmaßen opfern würde ^^
    http://www.langfristwetter.com/langfristprognose.jpg

    • Michael Bodin

      Das wäre wirklich nicht schlecht. Dann noch den Januar und Februar 2017 so wie angepriesen zu kalt und dann wäre es mal eine geile Zeit für uns….

      • Nicht übermütig werden lol Ich wäre schon froh, wenn nur die Hälfte des im Bild Angezeigten tatsächlich einträfe ^^

        • Michael Bodin

          Ok, hast ja recht. Erstmal warte ich auf den zu nassen Juni (Hoffnung stirbt zuletzt) und hoffe auf einen durchschnittlichen bis feuchten Juli.
          Dann sehen wir mal weiter….

    • Jo1965

      Diese Vorhersage würde ich auch sofort kaufen! Langfristprognosen sind leider überhaupt nicht mein Ding und schon für den Juni dürfte die Niederschlagsprognose bereits Geschichte sein, denn auch wenn die Starkregenereignisse zum Teil sehr lokal waren und auch nächste Woche wieder ein paar Gebiete nicht viel abbekommen, dürfte der gemittelte Flächenwert deutlich über dem Durchschnitt liegen, zumal die Aussichten auch für den bisher wieder einmal ziemlich trockenen Osten recht feucht aussehen.

    • Autumn

      Kaufe ich auch sofort. Ich nehm gleich zwei, bitte auch schon für 2017 solch eine Vorhersage 😀

  • Peter

    Was soll jetzt der Scheiß?
    Das wären ja an die 40 Grad am 19.6. Vor allem gehen da fast alle Member gleich mit.

    Sag Michael, was ich an den Diagrammen immer so seltsam finde, ist, dass die Maxima of um 0 Uhr auftreten, das kann doch nicht sein, oder verstehe ich da was falsch?

    • Oh je, das sieht übel für jenseits der Alpen aus… warte mal, da muss ich mir die Wetterkarten mal ansehen. Also auf dem 12z der jetzt schon in den Karten raus ist, scheint das verschwunden zu sein, mal den GFS-Ensemblelauf abwarten. Vorher war das eine Südostströmung, die nach Österreich die Hitze brachte aber nicht bis Deutschland. Ich drück die Daumen!

      Was meinst du mit 0 Uhr? Auf den Grafiken ist keine Tageszeit eingetragen? die rechte Spalte sind Niederschlagsmillimeter (0 bis 50), die linke sind Temperaturen (-30 bis +30 Grad Celsius), x-Achse = Tage von 10 Juni bis 26. Juni. Klär mich auf, wo du 0 Uhr siehst, dann kann ich das Missverständnis ausräumen.

      • Peter

        Hallo!

        Na ja, die Tage sind ja wohl chronologisch, das heißt z. B. der 19.6. beginnt um 0 Uhr und endet am 20.6. um 0 Uhr. Und da sind sehr oft die höchsten Temperaturen, also um Mitternacht, oder versteh ich da was komplett falsch?

        • Das ist echt eine gute Frage. Da war ich jetzt erstmal baff.
          Also. Theoretisch sollte tatsächlich auf der x-Achse nicht nur der Tag als Einzelwert berücksichtigt werden, sondern auch die 4 Läufe (18z = Mitternacht quasi, 00z = morgens, 06z = Mittags, 12z = abends). Auch wenn das sehr schwer erkennbar ist, weil ein Quadratkästchen im Ensemble den Zeitraum von 2 Tagen umfasst und innerhalb dieser 8 Einzelläufe von 00z bis 18z.
          Dann müsste bei jedem Eintrag eines neuen Tages dieser mit dem 00z-Lauf morgens beginnen und hätte hier den niedrigsten Wert, was sich auch mit der obigen Darstellung Wien durchaus deckt.

          Was man nicht vergessen sollte: Es handelt sich um die Temperaturen nicht am Boden, sondern in 1.500 Metern Höhe und da sieht das Wetter schon mal anders aus als auf Bodenniveau hinsichtlich der Temperaturen. Die Unterschiede fallen hier von einem Teillauf zum nächsten nicht so gravierend aus. Daher wohl auch die nicht ganz so klaren optischen Unterscheidungen in den „Spaghettidarstellungen“.

          Wählt man statt 850hPa im gleichen Dialogfenster die „Bodennahen Werte“ erkennt man sehr viel deutlicher die Tag/Nachtschwankungen zwischen 00z bis 18z-Läufen: http://www.wetterzentrale.de/pics/MS_Wien_avn.png

          • Peter

            Ok, jetzt kenn ich mich aus! Danke!!!!!

          • Gern geschehen. 🙂

    • Im 12z-Lauf ist der Hitzeterror zumindestum etwa 5 Grad reduziert worden. (c) http://www.wetterzentrale.de

  • Inzwischen schauen die Läufe aber schon wieder viel normaler aus… (hoffentlich stimmt es auch)

    • Michael Bodin

      Zum Glück. Vorgestern wurde für den 23.06. in Berlin endlich sommerlich heiße 34 Grad prognostiziert. Jetzt 23 Grad, puuuuuh………….