Tornadoschwemme Juni 2016 in Deutschland: Indiz für den Klimawandel oder nur eine Folge seltener Extremwetterlagen?
Tornadoschwemme Juni 2016 in Deutschland: Indiz für den Klimawandel oder nur eine Folge seltener Extremwetterlagen?

Vor allem am Wochenende des 4. und 5. Juni 2016 hat Deutschland die Tür in eine Klimakatastrophe durchschritten.
So könnte es in einigen Jahren im Rückblick heißen, wenn über das massenhafte Auftreten von bisher in der Zahl unerreichter Tornados in Schleswig Holstein bis hin nach Hessen bewertet wird.
Doch stimmt das überhaupt?
Die Presse gefällt sich derzeit im Ignorieren eines Ereignisses, das eindeutig in höchstem Maße außergewöhnlich ist und vermutlich in den letzten hundert oder tausend Jahren oder noch länger nicht gesichtet wurde. Die Massensichtung von Tornados in Deutschland könnte durchaus ein Zeichen der Klimakatastrophe sein, auch wenn Presse und Medien nicht müde werden, den eingängigen Tenor, dass der Klimawandel damit nichts zu tun habe, fleißig einer vom anderen ohne Einsatz des Gehirns abschreiben.
Denken wir also einmal eigenständig nach.

Tornados in Deutschland – eine neue Entwicklung?

Tatsächlich ist es so, dass Tornados jedes Jahr in Deutschland auftreten und sogar bis zu 60 an der Zahl (siehe den Erfassungsversuch bei tornadoliste.de). Die meisten von ihnen werden jedoch nicht bemerkt, nur lückenhaft erfasst und richten keinen Schaden an.

Schema eines Tornados mit Superzelle, die bisher in Deutschland nicht aufgetreten sind (Mesozyklonale Tornados).
Schema eines Tornados mit Superzelle, die bisher in Deutschland nicht aufgetreten sind (Mesozyklonale Tornados).

Dabei gilt vor allem die niedersächsische Ebene als deutsche „Tornado Alley“, wo die Entstehungsbedingungen abseits von Bergen ideal sind (zur Entstehung von Tornados siehe den kaltwetter.com-Artikel zum Tornado am 05. Mai 2015 in Mecklenburg-Vorpommern sowie den Wikipedia-Artikel).

Gängige Theorie ist, dass die Häufung von Tornados lediglich eine Folge der veränderten gesellschaftlichen Beobachtungsbedingungen ist. Zum Einen wird in der heutigen medialen Welt jede Beobachtung sofort mitgeteilt und verbreitet sich sekundenschnell, sodass subjektiv der Eindruck entsteht, dass im Vergleich zu früheren Zeiten deutlich mehr Tornados in Deutschland entstehen.
Auch die technische Ausstattung mit Handys trägt zu dieser Entwicklung bei.
Insgesamt kann man also gar nicht nachweisen, ob es eine signifikante und vor allem langfristig stabile Zunahme von Tornados in Deutschland gibt – weder pro noch contra!
Sitzen wir also alle einer Verzerrungswahrnehmung durch zunehmende „Beobachtungsgeilheit“ auf?

Warum Tornados trotzdem ein Zeichen für die Klimakatastrophe sein könnten

Unabhängig von der Relativierung der beobachteten Tornados ist eines ganz sicher: Das Wochenende vom 04. und 05. Juni 2016 war einmalig. Selbst eine Beobachtungsverzerrung kann die Masse an Tornados mit teilweise zwei Tornados gleichzeitig nebeneinander nicht mehr erklären. Es handelt sich um ein Ereignis, dass beispiellos in der Geschichte Deutschlands ist und zwar allein von den Zahlen, weniger von der Zerstörungskraft her.

Die Erde brennt: Verteilung globaler Temperaturanomalien im Monat April 2016 - Wärme als Ursache für Zunahme von Tornados, © NOAA
Die Erde brennt: Verteilung globaler Temperaturanomalien im Monat April 2016, © NOAA

Die Frage stellt sich also: Handelt es sich um ein einmaliges Ereignis? Oder ist es der Beginn einer neuen Zeitrechnung mit beinahe US-amerikanischen Tornadoverhältnissen?
Auch diese Frage ist nicht endgültig zu klären!
Es ist durchaus möglich, dass die sehr seltene Wetterlage in Deutschland (siehe Klimabilanz Mai 2016: Verkehrte Welt) die Ursache für die Tornados war.

Andererseits lautet eine Theorie, dass der Klimawandel generell die Energie der Atmosphäre drastisch erhöht, indem die Wärme gesteigert wird. Je mehr Wärme, desto mehr Energietransfer findet in der Atmosphäre statt und umso höher ist das Potential in Sachen Unwetter und Tornados.
Letztlich wird sich erst im Laufe von Jahren zeigen, ob wir in Deutschland in eine neue Zeitrechnung eingetreten sind oder ob es sich um einen seltenen Zufall handelt. Angesichts einer brennenden Welt mit sich bedenklich steigernden Hitzezahlen und globalen Klimakatastrophen würde ich ehrlich gesagt keinen Cent darauf setzen, dass es sich um einen Zufall handelt, doch letztlich zählen auch für mich nur wissenschaftliche Belege und diese stehen derzeit noch aus. Es schadet jedoch nie, den hastigen Versprechen der Massenmedien nicht voreilig zu folgen, sondern selbstständig die Entwicklung und vernetzten Informationen zum globalen und nationalen Klima genauestens in der Zukunft zu verfolgen.

Videos vom „Tornado-Wochenende“

Tornado in Schleswig-Holstein am 05.06.2016:

Doppeltornado in Schleswig-Holstein am 06.06.2016:

Tornado in Schleswig am 05.06.2016:

Tornados bei der A7 in Schleswig-Holstein am 05.06.2016:




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  • buumms

    Sehr schöner Artikel, danke!

    • Gern geschehen. Darauf musste ich ja eingehen. Bin gespannt, ob das ganze einer seltenen Wetterlage geschuldet ist oder wir in den kommenden Jahren mehr davon erleben werden. In dem Fall sollte ich wirklich mal „Stormchasen“ ^^

      • buumms

        Also wenn man davon leben könnte, wäre ich sofort dabei! Gäbe es nen “geileren“ Job? 😉

        • Wäre schön. Leider sieht die Realität natürlich anders aus. Ist eher ein kostspieliges Hobby, bei dem schon mal 20.000 EUR Umbaukosten am Auto und technische Ausstattung vorab fällig werden ^^

  • Jo1965

    Also das dritte Video mit dem Doppeltornado in Schleswig-Holstein deutet darauf hin, dass der Typ im Gegensatz zu seiner Freundin, die aus gutem Grund Angst bekommt, einen Sofeten-IQ besitzt und gar nicht ahnt, was schon ein F2-Tornado, um den es sich hier durchaus handeln könnte, mit seiner läppischen Karre anstellen würde, von der Unfallgefahr durch den sintflutartigen Niederschlag mit möglichem Hagel mal ganz abgesehen.
    Da ich selber vor einigen Jahren in einer Firma, die Windenergieanlagen baut, gearbeitet habe, weiß ich auch, dass die Anlagen, wie man sie in dem Film sieht, bei einem Tornadotreffer im Gegensatz zur Einwirkung bei normalem Orkan nicht so schnell runterfahren könnten und die tonnenschweren Rotorblätter aufgrund der eigenen hohen Umderehungsgeschwindigkeit (an den Rotorblattspitzen locker 300 km/h!) trotz ihrer enormen mechanischen Stabilität schwer beschädigt werden könnten. Da würde auch diesem Schwachmaten der Arsch mächtig auf Grundeis gehen.

  • lake-effect

    Ach Leute hört doch auf Euch von dem Tornado-Hype, der gerade durch die Medien geht, blenden zu lassen. Natürlich ist es ein spektakuläres Ereignis. Natürlich geht es in Facebook rauf und runter.
    Aber das ist zwischen Mai und September normal in Deutschland. Ja, ihr habt richtig gehört: Normal!
    Im schnitt gibt es in Deutschland jährlich 30-50 Tornados, je nach Wetterlage. Auch schon vor 100 Jahren war dies so. Die meisten Tornados sind dabei eher schwach, wie auch der heutige in Hamburg: F0 oder F1..
    Und wenn dieses Jahr ein Tornadoreiches Jahr werden sollte, heißt das noch lange nicht, dass die klimaveranderung das verursacht. Sorry, kann dem absolut nicht zustimmen.
    Viel mehr besorgt mich die ständigen riesenregenmengen bei den aktuellen Gewittern. Nicht die Regenmenge an sich: das ist auch nichts ungewöhnliches, sondern, dass diese Gewitterwetterlage so lange anhält. Erhaltungsneigung. Das ist glaube ich auf das verschwinden des meereises im polarmeer zurückzuführen.

    • lake-effect

      Noch eine Anmerkung zu dem schematischen Bild mit dem Aufbau der Superzelle. Ja, das ist die superzelle, wie sie im Bilderbuch steht. Hauptsächlich inden USA aanzutreffen. In Deutschland treten die meisten Tornados nicht bei Gewittern mit großer windscherung auf sondern bei normalen Schauerwolken im Zusammenhang mit schwschwächen höhenwinden.

      • Jup so stets auch verkürzt unter dem Bild in der Beschreibung ^^ Allerdings muss ich widersprechen: Die letzten Tornados entstanden durch Windscherung lt. Informationen der Wetterdienste, da unterschiedliche Luftmassen am Boden aufeinandertrafen.

      • Gute Zusammenfassung mit Unterscheidung von Typ I und II-Tornados auf: http://www.wetteran.de/wirbel/tornados/24-tornados

        Dort in Sachen WIndscherung: „Die ESWD-Datenbank zeigt eine „europäische“ Tornado-Alley, die sich von Nordfrankreich, Südengland, Benelux, Norddeutschland, Südschweden, Nordpolen bis nach Südfinnland zieht. Hier überlappen sich am häufigsten synoptisch-skalig bedingte hohe Windscherung und zumindest mäßiger CAPE.“

    • Nope, das ist es ja was ich mit Gehirn anstrengen meine. Das Ereignis der letzten Tage ist beispiellos in der Tornadogeschichte Deutschlands. Punkt. Kann man so auch von der Häufung der Zahlen auf tornadoliste.de nachprüfen).

      Als Folgeschluss muss man die Frage stellen: War das jetzt ein einmaliges Zufallsereignis oder gibt es Kausalitäten, die man hätte an diesem Ereignis erkennen können, wenn man sich nicht vom populären Antihype „Das ist normal“ anstecken lässt. Metakritik ist die Kardinalfähigkeit der Philosophie.
      Bewerten kann man das erst in einigen Jahren oder sogar erst in Jahrzehnten mit der Erkenntnis: Ja das war ein einmaliges Zufallsereignis, bedingt durch die Wetterlage oder Nein, das war der Beginn einer Klimakatastrophe, die durch Energiepotentialerhöhung in der Atmosphäre und aus veränderten Jetstream- und Klimabedingungen zu einer völlig neuen Situation in Deutschland geführt hat.

      • lake-effect

        „Bewerten kann man das erst in […] Jahrzehnten.“
        Da haben wir’s doch;)

        • Kein Thema. Ich halte nichts von Politikergeschwafel sondern wie im philosophischen Kolloquium gehts zur Sache mit konträren Meinungen 😉 Die Suche nach Wahrheit erfordert Kampf und steht über allem.

          Dann gehen wir am Ende ja doch noch d’accord ^^ Wenn die nächsten Jahre jeden Sommer 30-50 Tornados in der Tornado Alley in Norddeutschland auftauchen, gibst du einen aus! lol

          • lake-effect

            Wie gesagt ich mein damit allein Tornadoereignisse. Dass das Wetter im allgemeinen schlimmer wird stimmt bzw. sieht man jedes Jahr.
            Möglich, dass diese Wetterlage so langsam aufhört, bin gespannt, ob dann nun nach der schafskälte die hitzewelle kommt oder ob es so feucht weitergeht.

  • Alptraum der Sofeten

    In diesem Video wird von einem Professor zumindest die Steigerung der Unwetter offen gelegt und zwar nehmen sie Welt weit zu. Es wird auch die Klimakatastrophe wie Michael immer so schön sagt als Verursacher genannt.
    (Video)
    https://www.youtube.com/watch?v=HCV4gdsr8zU

    • Heftigste Bilder! Wahnsinn.
      Prof. Rahmstorf gilt ja bei Klimalügnern als das Feindbild schlechthin, aber wie das so ist. Gegen Dummheit kämpfen selbst Professoren vergebens… seine Argument sind stets seriös. Da er sich sehr stark gegen Klimaskeptiker gewehrt hat, steht er wohl auf der Abschussliste. Wenn ich ein unreflektierter Idiot wäre, der seine skurrile Meinung und sein verlottertes Halbwissen als Besitz fehlinterpretiert, würde ich wohl auch angepisst reagieren. 😛
      Trotzdem steht eine dezidierte Analyse über die Auswirkungsfaktoren der Klimakatastrophe noch aus, was logischerweise nicht gerade einfach ist, da es sich um hunderte oder tausende Faktoren handelt, die sich zudem auch noch wechselseitig beeinflussen. Keine leichte Aufgabe. Aber auch hier gilt, wie ich schon sagte: Die Realität selbst wird zeigen, ob sich die Klimakatastrophe hier kausal auswirkt oder nicht. Und wenn sie so deutlich allein durch ihr Auftreten nachweisbar ist über Unwetter, Überflutungen, Tornados usw., dann kann man davon ausgehen, dass es richtig schlimm aussieht, da solche Kausalitäten normalerweise nicht von uns Laien am realen Beispiel eruiert werden könnten, sondern nur über subtile Forschungen und Veränderungen, die nur Kollege Computer mit den Forschern zusammen aufzeigen kann.

  • Mein spezieller Freund Axel Bojanowski mit einem klimakritischen Beitrag: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/unwetter-die-bizarre-sehnsucht-nach-klimawandel-a-1096368.html

    Was er vergisst: Die Bild und andere Boulevardpressorgane sind kein Maßstab. Darüber hinaus ist Deutschland nur ein Minifleck auf der globalen Karte. Global siehts nämlich schon etwas anders aus. Die Klimakatastrophe führt regional zu mehr Extremen, aber dazu gehört auch die Spaltung in Dürren/Überschwemmungen. Wenn man Starkregen isoliert betrachtet, ergeben sich logischerweise völlig falsche Schlußfolgerungen.
    Deutschland verzeichnet eher weniger Niederschläge von Frühling bis Herbst und mehr im Winter. Wo früher Überschwemmungen durch Vb-Lagen erfolgten, entstehen sie heute weniger aber ungewöhnlich heftig bei Gewitterlagen.
    Global sieht es ähnlich aus: Hitzewellen mit Toten verbreiten sich in einer im Zeitraffer sich erwärmenden Welt blitzschnell (Indien, Pakistan!), Starkniederschläge gibt es nur punktuell in bestimmten Regionen zu bestimmten Wetterlagen. http://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Starkniederschl%C3%A4ge_und_Hochwasser

    Dass also die Presse verallgemeinernd und oberflächlich Falschmeldungen herausgibt über die Klimakatastrophe ist nichts neues. Dadurch wird die Klimakatastrophe selbst aber nicht negiert.
    Das wäre das Gleiche als wenn man sagen würde: In Deutschland gab es bisher keine Terroranschläge, also gibt es den Islamischen Staat und den globalen Terrorismus nicht ^^

  • cleopatra

    Wenn ich wüsste, wovon ihr redet….. weil hier gabs dieses Jahr noch nicht mal ein Gewitterchen!

    Der Tornado-Hype hat auch etwas von Voyeurismus. Brot und Spiele fürs Volk…. Hauptsache, wat zu kucken und tratschen und ja…. sich nicht um seine eigene Fußmatte und Kehricht drunter zu kümmern.

    Meist hat man ja im eigenen Leben und Gefüge etliches, das nicht so optimal ist und vor allem sich ändern lässt. Ich bin damit ziemlich gut beschäftigt, noch für die nächsten Jahre, vermute ich mal.
    Weshalb sollte ich mich auch mit möglicherweise unliebsamen Klimaveränderungen befassen, die ich erstens eh null ändern oder beeinflussen kann und zweitens es eine Menge Leute gibt, die genau dafür fürstlich bezahlt werden, sich damit zu befassen? Selbst die können rein gar nix dran ändern…. aber uns ne neue Steuer aufdrücken, das ginge vermutlich. Tornado-Steuer. Ich bin begeistert.

    • Wenn du das so siehst, ok. Aber für einen Philosophen gibt es keine größere Blasphemie als die Suche nach Wahrheit und Wissen zu leugnen und sich davon abzuwenden. Das wäre so als würde man mir empfehlen mit dem Atmen aufzuhören ^^

  • Michael Bodin

    “ Die Grenzwetterlage bevorzugt den Nordosten “ ist die Überschrift eines Viedeos von Gernot Schütz auf wetter.com
    Jetzt frage ich mich, wie wir hier „bevorzugt“ werden sollen??? Weil wieder mal kein Regen hier fallen wird??? Weil die extreme Trockenheit weitergeht????
    Innerhalb von 3 Modellläufen wurde die Niederschlagsmenge von 10 auf 3,5 Liter für Montag reduziert. Bin mal gespannt, ob hier bei Berlin überhaupt was passiert.
    Zum Glück sind wir hier ja “ BEVORZUGT “ !!!!!! So ein sch……..

    • Du hast so recht. Die Sofeten sind so blind, das ist als würde man beim Start eines Atomkriegs angesichts des ersten Atompilzes in Sichtweite sagen „Welch schöne Struktur! Schön, dass ich das erleben darf. Ich bin bevorzugt“ ^^

    • buumms

      Das gleiche hier in Chemnitz. Bevorzugt werden wir hier vor allem immer mit Schwüle, ohne Abkühlung durch Gewitter.

  • buumms

    Ah, ein gleichgesinnter Schachtscheisser 😉 Glück Auf ^^

    • Herrmann Walhalla

      Jawohl und Glück Auf zurück! 😉

  • Michael Bodin

    Da es angefangen hat etwas zu nieseln, habe ich ebend noch schnell Dünger auf dem Rasen verteilt. Es soll ja die nächsten 3 Tage hier was geben. wetter.com sagt etwa 38 L / qm voraus und kachelmannwetter.com etwa 25 L / qm.
    Ich nehme davon mal den Schnitt ( 31,5 Liter ) und freue mich, wenn es davon dann wenigstens die Hälfte gibt.
    Schönen Abend noch….

    • Hier gabs heute 2 Gewitter mit Starkregen, den ganzen Tag dunkle Wolken, der absolute Traumsonntag. Jetzt noch ein deutscher Sieg und ich habe den perfekten Tag gebucht ^^

      • Michael Bodin

        Wenn nicht doch ein Wunder passiert, dann darf ich heute Abend meinen Rasen doch sprengen, damit der Dünger einziehen kann.
        Wird lt. Kachelmann doch wieder kein/fast kein Regen geben bis Donnerstag.
        Ich könnte ko…!!!!

  • HaMa1975

    Von Montag, den 30.05.2016 bis Freitag, den 03.06.2016 kamen hier in Xanten und Umgebung 217 Liter pro Quadratmeter vom Himmel; einige Felder stehen immer noch unter Wasser und der Grundwasserspiegel befindet sich knapp unterm Fußboden. Bis zum Ende der Woche werden erneut verbreitet 50 bis 80 Liter pro Quadratmeter erwartet, regionale Unwetter bringen dies bereits in einer Stunde. Der Südwesten säuft ab, der Nordosten trocknet aus – grrr ! :-(((

    • Michael Bodin

      Ihr habt es im Süden/Südwesten echt hart getroffen. Man kann immer nur hoffen, dass es keine großen Schäden gibt…

      • Na ja Xanten ist Westen, nicht Südwesten ^^ Hier im Südwesten gings eigentlich. Schöne Regenereignisse, einfach was die Erde so braucht. Von Überschwemmung und Schäden in meinem Bereich keine Spur.

        • Autumn

          Bei uns war der Keller überflutet aber sonst nichts.

          • Seltsam. Hier bei uns auch alle: Der Keller ist überflutet. Bei mir: Nichts. Also entweder seid ihr ein Opfer der ca. 60% Bausünden was Keller angeht oder ich habe einfach Glück. Natürlich habe ich eine Schutztür am Keller. Und mache Fenster und Türen bei Starkregen zu. Kanalüberlauf hatten wir auch noch nie in der Gegend hier.
            Also ich genieße einfach rundrum den Starkregen, der hier gelegentlich mal runterpladdert ^^

          • Autumn

            Nö, wir wohnen ein bisschen nah am Neckar 🙂

  • Zum Thema der verlorenen Nacht: http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-20270-2016-06-13.html
    Das macht mich traurig. Hitze und Licht in einer kranken Welt. Ich brauche von beidem das Gegenteil um zu atmen …

    • Stefan

      Da hast Du sowas von recht. Diese immer heller werdende nächtliche Dauerbeleuchtung geht mir schon lange auf den Zeiger. Aber sag da mal was. Da wirst du gleich niedergebrüllt. Anscheinend rennt die Hälfte der Menschheit nachts in der Gegend herum. Aber schön hell muss es sein, damit man nicht womöglich über die eigenen Füße stolpert. Und diese LED Straßenlaternen sind sie Pest. Viel zu hell. Aber wenn es technisch möglich ist, wird es eben hingebaut. Am schlimmsten sind aber diese orangefarbenen Natriumdampf-Lampen. Davon bekommt man im Winter echt Depressionen, weil die nun wirklich alle Farben schlucken. Schon mal auf einer belgischen Autobahn gefahren? Grausam.

      • Ja die LED Straßenlaternen sind grausam. Ich hab hier eine direkt vor der Haustür. Ich bin schon am Überlegen, wie man die außer Betrieb bekommt 😛
        Als die mal ausgefallen war…. gott war das schön. Man konnte den Nachthimmel sehen. Sterne. Milchstrasse. Orion das Wintersternbild. Wie oft wünsche ich mich in die isländische Einsamkeit. Ohne Licht. Ohne Menschen. Voller Stille. Voller Tiefe. Baden im Sternenmeer und die eigene Seele versinkt im All und im Wahrtraum…

        • Es ist auch schon erwiesen, daß die nächtliche Dauerbeleuchtung ungesund ist. Für den Menschen, aber auch für Tiere. Und was die Insekten angeht (und leider mal wieder trifft es eher die nützlichen), sind die Natriumdampflampen deutlich besser als die anderen, weil deren Blauanteil nämlich dazu führt, daß deren nächtliche Lebensweise gestört wird.
          Dabei wäre es so einfach und man würde sogar noch Energie dabei sparen, wenn die Städte z.B. nachts ab 22 Uhr mindestens die Beleuchtung halbieren würden. Und zudem Beleuchtungen abschaffen würden, die woanders als auf den Boden strahlen…

        • Stefan

          Ach, wenn es ums Außerbetriebsetzen geht, da wäre ich durchaus kreativ 🙂 Früher konnte man die Funzeln austreten, das funktioniert bei den LED Laternen leider nicht mehr … Aber die sind ja immer wieder angegangen. Es gibt aber auch solche und solche LED Laternen. Bei uns haben sie welche aufgebaut, die sind recht moderat und werden auch um 23 Uhr gedimmt. Aber einmal bin ich nachts irgendwo durch ein Kaff gefahren, da hatten sie eine regelrechte Flutlichtanlage an die Gasse gesetzt. Ich musste das Rollo vom Glasdach zuziehen, so hell waren die Dinger. Krank.

  • lake-effect

    In den letzten 4 Wochen mehr als 80 Tornadoverdachtsfälle, davon mindestens 12 bestätigt. Vielleicht nehmen die Tornados doch zu. Wenn’s so ist gesteh ich meine Falschannahme ein.;)

    • Das ist ja, was ich meine 😉 Aber wie gesagt: Eine tote Schwalbe macht noch keinen Kaltsommer ^^ Wenn wir das jetzt jedes Jahr erleben, können wir in ein paar Jahren noch mal die Bewertung nachholen.

  • Michael Bodin

    Wer es noch nicht gelesen hat, hier mal ein netter Link zum Thema Klimakatastrophe:

    http://gizmodo.com/this-might-get-the-world-to-finally-pay-attention-to-cl-1781662009

    • lol an was man nicht alles denken muss … gut, ich bin jetzt kein Hyperpazifist und Linkspolitischer Fantast, sondern bin der Überzeugung, dass unsere eigene Armee, dieser Schrotthaufen, für 200 Mrd. EUR aufgerüstet werden muss, um den inneren wie äußeren Gefährdungen gerecht zu werden. Aber es gibt schlimmere Folgen der Klimakatastrophe als dass ein Kriegsschiff wegen zu heißer Ozeantemperaturen ausfällt ^^

  • Michael Bodin
    • Autumn

      Wurde ja mal Zeit, dass sich ein Sommer ENDLICH zu UNSEREN Gunsten wendet. Ich bin mit dem Verlauf des Sommers bislang mehr als zufrieden (BaWü).

    • Prima. Und eine gute Kolumne von Kai. Mir stößt zwar der Satz auf „Wetter ist und ist weder gut noch böse“. Das ist in der Klimakatastrophe schlichtweg eine meteorologische Scheuklappensicht unter Ausblendung klimatischer Apokalypseszenarien für die Menschheit, die alles andere als Illusionen sind. Sei’s drum, das Weltklima wird das schon augenöffnend erledigen.
      Der Sommer ist bisher halbwegs erträglich, eher von der Stimmung her und den Wolken und dem Regen als von der Wärme. Ich schwitz mich hier bei 21 Grad und Schwüle trotzdem kaputt lol Aber besser als 35 Grad und Dauersonne. Bin trotzdem heilfroh wenn der Sommer dann rum ist.

  • Michael Bodin

    Krasse Ausschäge: Tarik Schwenke sagt es auch in seinem neuen Video von heute…:

  • Michael Bodin

    https://www.youtube.com/watch?v=x8r-AxSWQmI

    Die Wahrheit mit ehrlicher Zunge gesprochen. Nichts geschönt oder drumherum geredet.

    • Schau ich mir sobald ein Zeitfenster bei mir ist, in Ruhe an – danke erstmal für den Link!

      • Michael Bodin

        Gerne. War wirklich sehr gut
        Am 14.06.2016 21:42 schrieb „Disqus“ :

        • Jetzt hab ich’s gesehen. Erstaunlich. Eine Doku über eine Welt mit einem Szenario, wie ich es momentan aufgrund der Daten, Zahlen und Fakten sehe und bekanntlich seit 2 Jahren predige.
          Viele benötigen ja mehr Bilder als dass sie diese Bilder selbst aus den nackten Zahlen extrahieren können – nach der Doku sollte dem einen oder anderen vielleicht doch mal ein Licht aufgehen …

          • Micha Bunsen

            Sagte ich ja. Ungeschminkt und knallhart ehrlich diese Doku. Einfach klasse gemacht

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