Modell des Kopfes eines Heterodontosaurus (
Modell des Kopfes eines Heterodontosaurus ("Echse mit verschiedenartigen Zähnen"), der Ende Trias und im Jura lebte, © Tyler Keillor auf commons.wikimedia.org, Lizenz: CC BY 3.0

Klimatologisch infantile Geistesakrobaten und Sofeten werden bekanntlich nicht müde, darauf zu verweisen, dass es früher auf der Erde viel wärmer war als heute und dass man sich keine Sorgen machen müsse.
Abgesehen davon, dass wir keine Dinosaurier sind und wir uns daher sehr wohl Sorgen machen müssen zumal die Dinosaurier bekanntlich ausgestorben sind, schadet es nicht, einmal einen Blick auf längst vergangene geologische Zeiten zu werfen und wie mit einer Zeitmaschine eine Erde zu besuchen, die uns gänzlich fremd erscheinen mag. Das geht thematisch etwas am Wetterthema vorbei, da auch die Umwelt mit Flora und Fauna berücksichtigt werden muss, aber es kann nie schaden, die eigene Perspektive über Umwege zu erweitern.

Eine einzelne Epoche der Dinosaurier gibt es nicht. Statt dessen wird im medienwirksamen Wahn um Tyrannosaurus Rex & Co. vergessen, dass es sich um unvorstellbare lange geologische Zeiträume handelt. Die Epoche der Dinosaurier wird daher in 3 große Zeitbereiche eingeteilt.

Dimetrodon: Kein Dinosaurier und ausgestorben im Massensterben durch die Klimakatastrophe am Ende des Perm
Dimetrodon: Kein Dinosaurier und ausgestorben im Massensterben durch die Klimakatastrophe am Ende des Perm

Das Perm-Zeitalter endete vor etwa 250 Millionen Jahren mit einer Massenvernichtung des Lebens durch eine globale Erwärmungskatastrophe, ausgelöst durch sog. „Trapp-Vulkanismus“. In der Katastrophe starben Dinosaurierähnliche Reptilien wie z. B. Dimetrodon, die aber nicht zu den Dinosauriern zählen. Erst nach dem Massensterben wird der Weg für die Dinosaurier allmählich frei in den 3 Epochen der Dinosaurier:

1. Trias (250 bis 200 Millionen Jahre vor unserer Zeit)
2. Jura (200 bis 145 Millionen Jahre vor unserer Zeit)
3. Kreide (145 bis 65 Millionen Jahre vor unserer Zeit)

Logischerweise wird die Reihe aus 3 Artikeln bestehen und heute werfen wir einen genauen Blick auf den Beginn der Dinosaurier im Zeitalter Trias. Der nächste Artikel wird die Blütezeit im Jura behandeln und am Ende das große Drama (für das ich bereits eine Riesenüberraschung versprechen kann) mit dem geologisch betrachtet sekundenschnellen Ende aller Dinosaurer, ohne welches wir Menschen nicht heute auf der Erde wandeln würden.

Trias: Ein Superkontinent, archaische Pflanzen und die ersten Dinosaurier

Wie stellt man sich die Welt vor 250 bis 200 Millionen Jahren vor, wenn man aus einer Zeitmaschine ausstiege?
Ganz einfach: Man käme sich vor wie auf einem komplett anderen Planeten. Schauen wir uns einmal Flora, Fauna und Klima genauer an.

Faszinierende Uraltpflanzen

Trotz warmen Klimas muss man sich von bunter tropischer Farbenpracht erst einmal sofort verabschieden, denn es gibt keine Blütenpflanzen. Statt dessen bestimmen archaische, grüne Pflanzen* wie Schachtelhalme und Farne das Bild (neben ausgedehnten Wüsten im zentralkontinentalen Bereich). Der heute noch seltsam archaisch, aber wunderschöne Ginkgo-Baum* ist im Trias ebenso anzutreffen wie Koniferen, also Nadelgehölze. Dies ergibt eine allgrüne Welt ohne jeden Farbtupfer, die uns heute sehr fremdartig vorkäme.

Koniferen (hier in Chile), © <a target="_blank" href="https://en.wikipedia.org/wiki/Mesozoic#/media/File:Conguillio_llaima.jpg">Tigrerayado auf commons.wikimedia.org</a>, Lizenz: <a target="_blank" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en">CC BY-SA 3.0</a>
Koniferen (hier in Chile), © Tigrerayado auf commons.wikimedia.org, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Szene aus der Triaszeit
Szene aus der Triaszeit

Faszierend archaisches Gingko-Blatt, © <a target="_blank" href="https://www.flickr.com/photos/49503154413@N01/3546138051">THOR auf flickr.com</a>, Lizenz: <a target="_blank" href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">CC BY 2.0</a>
Faszinierend archaisches Gingko-Blatt, © THOR auf flickr.com, Lizenz: CC BY 2.0

Archaische Reptilien und erste Dinosaurier

Dieses Wesen namens Kannemeyeria ist ein typischer Therapside: Kein Dinosaurier, sondern ein "säugetierähnliches Reptil", das noch aus dem vorigen Zeitalter Perm stammt. Besondere Merkmale sind die skurrilen Zähne, altertümliche Fortbewegung mit abgespreizten Beinen und der gedrungene Körper. © <a target="_blank" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kannemeyeriidae#/media/File:Kannemeyeria_DB.jpg">Dmitry Bogdanov auf commons.wikimedia.org</a>, Lizenz: <a target="_blank" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en">CC BY-SA 3.0</a>
Dieses Wesen namens Kannemeyeria ist ein typischer Therapside: Kein Dinosaurier, sondern ein „säugetierähnliches Reptil“, das noch aus dem vorigen Zeitalter Perm stammt. Besondere Merkmale sind die skurrilen Zähne, altertümliche Fortbewegung mit abgespreizten Beinen und der gedrungene Körper. © Dmitry Bogdanov auf commons.wikimedia.org, Lizenz: CC BY-SA 3.0

In dieser recht kargen, seltsam eintönigen Welt treffen wir auf die Synapsiden, die die Perm-Katastrophe überlebt haben und skurril anmuten: Schwerfällige Reptilien mit riesigen Zähnen und seitwärts abgewinkelten, plumpen Gliedmaßen.
Ihre Schwerfälligkeit und im Vergleich zu den aufkommenden Dinosauriern weniger an die Umwelt angepassten Verhaltensweisen führten letztlich zu ihrem schleichenden Aussterben etwa vor 200 Millionen Jahren am Ende der Trias, möglicherweise unterstützt durch ein weiteres Massensterben aufgrund einer Erwärmungskatastrophe.

Die Dinosaurier zeigen bereits im Trias, worin ihr unschlagbarer Vorteil besteht: Der Fähigkeit des Bipedalismus (Zweifüßigkeit), die sich allmählich entwickelt, obwohl natürlich auch vierfüßige Exemplare, vor allem im Bereich der Herbivoren (Pflanzenfresser) als Gattung bestehen bleiben.
Salopp gesagt, sind die Dinosaurier im Trias der Ferrari der Evolution, hochmodern, angepasst an die vielen Lebensraumnischen und sie erobern die Welt im Laufe der Epoche.

Sauropoden werden die riesigen pflanzenfressenden Dinosaurier genannt, von denen in der Trias bereits ein erstes Exemplar (Melanorosaurus) auftaucht. Daneben gibt es jedoch auch den kleineren Plateosaurus (auch: Sellosaurus) und den ganz kleinen Silesaurus (auch: Technosaurus).

Plateosaurus. Die Stiftzähne waren nicht etwa Reißzähne, sondern dienten zum Abrupfen der Blätter. Der Dinosaurier war doppelt so hoch wie ein Mensch, 4 bis 10 Meter lang und wog bis zu 4 Tonnen, © <a target="_blank" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Plateosaurus#/media/File:Sellosaurus.jpg">Nobu Tamura auf commons.wikimedia.org</a>, Lizenz: <a target="_blank" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en">CC BY-SA 3.0</a>
Plateosaurus. Die Stiftzähne waren nicht etwa Reißzähne, sondern dienten zum Abrupfen der Blätter. Der Dinosaurier war doppelt so hoch wie ein Mensch, 4 bis 10 Meter lang und wog bis zu 4 Tonnen, © Nobu Tamura auf commons.wikimedia.org, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Silesaurus im Größenvergleich mit einem Menschen:

Silesaurus war ein kleiner pflanzenfressender Dinosaurier der Trias
Silesaurus war ein kleiner pflanzenfressender Dinosaurier der Trias

Den herbivoren (pflanzenfressenden) Dinosauriern standen die carnivoren (fleischfressenden) Dinosaurier gegenüber, die auch Theropoden genannt werden und welche nahezu alle zweibeinigen fleischfressenden Dinosaurier umfassen.

Ein typischer Vorfahr dieser Gattung, die sich viel später zu Bestien wie dem Tyrannosaurus entwickeln sollten und deren einzige Überlebende heute die Vögel sind (ja, ganz richtig gelesen!), war Herrerasaurus in der Trias:

Herrerasaurus, ein früher Theropode der Trias. Er erreichte menschliche Brusthöhe und wog bis zu 350 kg. © <a target="_blank" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Herrerasaurus_BW.jpg">Nobu Tamura</a>, Lizenz: <a target="_blank" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en">CC BY-SA 3.0</a>
Herrerasaurus, ein früher Theropode der Trias. Er erreichte menschliche Brusthöhe und wog bis zu 350 kg. © Nobu Tamura, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Auch unsere heutigen Krokodile entstammen übrigens der Trias-Epoche, wo Euparkeria als Vorläufer gilt.
In der Luft gab es erste flugfähige Dinosaurier wie Eudimorphodon und im Meer war die Gruppe der delphinähnlichen Ichtyosaurier perfekt ihrer Zeit angepasst. Erste Plesiosaurier, die sich viel später dann zu den gewaltigen Exemplaren wie Elasmosaurus entwickeln sollten, finden ebenfalls ihren Beginn in der Trias-Epoche.

Temnodontosaurus war ein Ichthyosaurier Am Ende der Trias und im darauffolgenden Zeitalter des Jura
Temnodontosaurus war ein Ichthyosaurier Am Ende der Trias und im darauffolgenden Zeitalter des Jura

Eudimorphodon ist einer der frühesten Flugsaurier mit einer Flügelspannweite von 1 Meter, © <a target="_blank" href="https://en.wikipedia.org/wiki/Eudimorphodon#/media/File:Eudimorphodon_BW.jpg">ArthurWeasley auf commons.wikimedia.org</a>, Lizenz: <a target="_blank" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en">CC BY-SA 3.0</a>
Eudimorphodon ist einer der frühesten Flugsaurier mit einer Flügelspannweite von 1 Meter, © ArthurWeasley auf commons.wikimedia.org, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Thalassiodracon, ein früher Plesiosaurier der Trias, © <a target="_blank" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Thalassiodracon_BW.jpg">Nobu Tamura auf commons.wikimedia.org</a>, Lizenz: <a target="_blank" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en">CC BY-SA 3.0</a>
Thalassiodracon, ein früher Plesiosaurier der Trias, © Nobu Tamura auf commons.wikimedia.org, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Kontinente und Klima in der Trias

Die Kontinente vor rund 200 Millionen Jahren waren zwar dieselben wie heute, allerdings lagen sie an völlig anderen Orten. Denn die Erde kann man sich wie ein Ei mit zersplitterter Schale vorstellen, bei dem die Schalenbruchstücke als Kontinente sich stetig durch die innere Hitze des Planeten und den Magmakreislauf bewegen – zwar nur mit der gleichen Geschwindigkeit, mit der Fingernägel wachsen, so heißt es bekanntlicherweise, doch über Jahrmillionen genügt dies, um das uns bekannte Antlitz der Erde vollständig zu verändern. Und auch das Klima.

Die heutigen Kontinente waren im Trias noch „zusammengebacken“ in den zwei Großkontinenten Laurasia (Nordamerika, Europa, Asien) und Gondwana (Südamerika, Antarktis, Australien, Afrika). Zu Beginn der Trias waren beide Grosskontinente noch enger zusammen und bildeten den Superkontinent Pangäa. Durch den Hitzedruck aus dem Erdinnern entstanden Grabenbrüche und durch Vulkanismus rissen die gewaltigen Landmassen an den empfindlichsten Sollbruchstellen, wie es heute nicht anders ist, um anschließend auseinanderzudriften. Sehr viel später trafen die Kontinente auch aufeinander und so falteten sich Gebirgsmassive auf – wie beispielsweise die Alpen, da Italien als abgelöstes und um 90 Grad gedrehtes „Bruchstück“ von Afrika sich gegen Europa schiebt.
Der gewaltige Tethys-Ozean im Osten verschwand in späteren Zeitaltern und sein Meeresboden findet sich heute in jungen Faltengebirgen in Europa und in Südasien, da sich wie erwähnt beim Aufeinandertreffen der Kontinente Gebirge auffalteten und den einstigen Ozeangrund auf mehrere tausend Meter Höhe anhoben. Daher findet man in den Gebirgen heute auch Meeresfossilien aller Art.

Planet Erde vor 200 Millionen Jahren im Trias-Zeitalter mit den Kontinenten Laurasia, Gondwana und dem Tethys-Ozean, © <a target="_blank" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Laurasia-Gondwana-de.svg">Lenny222 auf commons.wikimedia.org</a>, Lizenz: <a target="_blank" href="https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/deed.en">CC BY 3.0</a>
Planet Erde vor 200 Millionen Jahren im Trias-Zeitalter mit den Kontinenten Laurasia, Gondwana und dem Tethys-Ozean, © Lenny222 auf commons.wikimedia.org, Lizenz: CC BY 3.0

Das Klima wird entscheidend von der Lage der Kontinente auf der Erde mitbestimmt.
So werden Eiszeiten begünstigt, wenn sich Landmassen an den Polen befinden, wie aktuell die Antarktis im Gegensatz zur Arktis eine eisbedeckte, kontinentale Landfläche bildet.
Im Trias waren die Temperaturen auf Bodenniveau im globalen Durchschnitt (nur) etwa 2,5 Grad wärmer als heute.

Insgesamt war in der Trias das Klima heiß und trocken. Da sich im Sommer über Landgebieten durch die Verdunstung Tiefdruckgebiete bilden, wenn die Feuchtigkeit in den Himmel steigt und Wolken bildet, gab es beim Superkontinent Pangäa einen Monsuneffekt: Die Luft im Zentralbereich des Kontinents wurde nicht vom Ozean zugeführt, sondern von anderen Landesteilen – wie es heute ähnlich in Arabien vorkommt.
Große Teile des Kontinents waren daher wohl von Wüsten geprägt.

Szene aus einer typisch trockenen, heißen Zentralregion von Gondwana oder Laurasia mit einem Binnenmeer und typisch heißem-trockenem Klima
Szene aus einer typisch trockenen, heißen Zentralregion von Gondwana oder Laurasia mit einem Binnenflachmeer, Sandstürmen und Chirotherium, von dem nur fossile Klauenspuren überliefert sind

Der Kohlendioxidgehalt betrug 1750 ppm (Teile pro Millionen) – im Vergleich heute: Vorindustriell betrug der Wert etwa 260 ppm, aktuell bereits über 400 ppm, Tendenz stark steigend. Ein Treibhauseffekt war damals vor 200 Millionen Jahren also vorhanden, allerdings ohne menschliche Eingriffe und somit nicht im unkontrolliert-künstlichen, sondern im natürlichen Bereich. Dies bedeutet: Natürliche Veränderungen erfolgten im Laufe von hunderttausenden von Jahren und nicht wie aktuell innerhalb von Jahrzehnten und damit mit der 10.000-fachen Geschwindigkeit!
Gab es sprunghafte Veränderungen durch klimatische Katastrophen (Kometenaufprall, Vulkanismus), so hatte dies ein Massensterben zur Folge.
Um auf den Beginn dieses Artikel zurückzukommen: Es kann nicht der Sinn sein, zu behaupten, frühere Erdepochen hätten wärmere Temperaturen gehabt, ohne die Ursachen und die Folgen zu berücksichtigen und ein menschliches Massensterben als „natürliches Ziel“ zu goutieren.
Jede Klimaveränderung führt zu Massensterben, weil bereits weit geringere Schwankungen als jene, die wir soeben selbst verursachen, zu massiven Änderungen in einer Art klimatischen Dominoeffekt führen. Zu glauben, dass wir Menschen über diesem Kreislauf stehen, ist nicht nur grundlegend falsch, sondern ein arroganter Trugschluss, der letztlich unser Aussterben garantieren würde.

Die Ursachen des warmen Klimas im Trias sind völlig andere als heute gewesen und wenn die Menschheit in diesem irrwitzigen Tempo der selbst verursachten Klimaerwärmung weitermacht, wird diese innerhalb von Jahrzehnten (!) statt in Jahrmillionen zum Massensterben unserer Art führen, vor allem durch die Folgen: Zusammenbruch der Nahrungskette (Todeszonen im Meer als Beginn), Pandemien und innere Konflikte.

Ein letzter Blick auf die Temperaturkurve der Erde über die Jahrmillionen zeigt allein durch die rote Linie rechts unserer Zeit, wie extrem die anthropogene Erwärmung ist. Wenn man bedenkt, dass jede große Temperaturschwankung zu einem Massensterben geführt hat, ist die These einer globalen Klimakatastrophe und eines Endes der Menschheit innerhalb nur von Jahrzehnten oder Jahrhunderten alles andere als Hysterie oder Fantasterei …
Übrigens: Am Ende der Trias vernichtete ein Massensterben die Thecodontier, einen Zweig der Vorfahren der Dinosaurier vollständig. Ursache: Höchstwahrscheinlich eine Klimaerwärmung über mehrere hunderttausend Jahre (im Diagramm die schwarze, gestrichelte Linie vor 210 Millionen Jahren).

Temperaturen auf der Erde im Laufe der geologischen Epochen von 500 Millionen Jahren vor unserer Zeit bis heute, © <a target="_blank" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:All_palaeotemps_G2.svg">:Glen Fergus, hg6996 auf commons.wikimedia.org</a>, Lizenz: <a target="_blank" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en">CC BY-SA 3.0</a>
Temperaturen auf der Erde im Laufe der geologischen Epochen von 500 Millionen Jahren vor unserer Zeit bis heute, © :Glen Fergus, hg6996 auf commons.wikimedia.org, Lizenz: CC BY-SA 3.0



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ARTIKEL AUS DEM WEB

Ablösung der Synapsiden durch die Dinosaurier schneller als erwartet: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/studie-kappt-den-stammbaum-der-dinosaurier-a-1066137.html

Ein neu entdeckter Saurier aus der Trias, der die Lücke zwischen Herrerasaurus und den Theropoden schließt: http://www.wissenschaft.de/erde-weltall/palaeontologie/-/journal_content/56/12054/996124/Dinosaurier-aus-der-Triaszeit-gefunden/

Massensterben am Ende der Trias: http://www.scinexx.de/dossier-detail-43-11.html

Nicht alle Theropoden waren Fleischfresser: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/vegetarischer-dinosaurier-knochenfund-in-chile-a-1030925.html

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HANDVERLESENE SAURIERBÜCHER

Reich bebilderter, großformatiger Atlas Zeitreise zu den Dinosauriern in Deutschland, Österreich und der Schweiz Paläo-Art, also Dinosaurierkunst: Dinosaurier zum Leben erwacht mit Hilfe von Zeichnern (englischsprachig, stört aber nicht, weil es sich um Bilder handelt)

SAURIERFIGUREN

Dimetrodon (Perm) Ichthyosaurus Elasmosaurus (Plesiosaurier, Kreide)
  • Sandra Ditt

    Toll, toll, toll……! Für mich sehr spannend (wieder mal) zu lesen! Warum? Mein Thema der Biologie Jahresarbeit für’s Abitur: „Das Leben der Dinosaurier in der Kreidezeit unter besonderer Berücksichtigung der Flora und Fauna“ – Danke für die „Zeitreise“ 🙂 ^^

    • Ich wollte mal unbedingt Paläontologe werden. Irgendwie hatte ich aber immer ein ungutes Gefühl, als ich die Forscher stundenlang in der Wüste braten und graben sah. Ich sah mich eher in einem klimatisierten Elfenbeinturm bei der dokumentarischen Erfassung und habs dann sein lassen mit diesem Beruf lol

      Aber das Wissen hat sich da schon über etwa 40 Jahre aufgebaut und ich habe nur versucht die brachliegenden Dinge mit der Lektüre einiger guter neuer Fachbücher abzustauben und der Allgemeinheit die noch nie zuvor sich Gedanken über die Dinos gemacht haben, zur Verfügung zu stellen.
      Stolz bin ich eher, dass ich den Artikel in etwa 2x 4 Stunden bei 38 Grad Fieber oder so geschrieben habe. Geistesarbeit klappt auch krank. Prima!

      Die Kreidezeit kommt ja dann im 3. Teil ^^ Das wird dramatisch.

  • Michael Bodin

    Ich liebe solche Dokus im Fernsehen, wenn man anhand von Computern die Dinosaurier wieder zum Leben erweckt und ihre Geschicjte erzählt.
    Dank Dir MIcha

  • Eisbär

    Vielen Dank für die Reise in die Zeit von vor 250 bis 200 Millionen Jahren vor heute. Wenn ich mich richtig an meine Paläontologievorlesungen erinnere, werden neben dem Bipedismus mindestens zwei weitere Vorteile der Dinosaurier für das Aussterben der Synapsiden verantworlich gemacht. Zum einen die Beinanatomie, die dazu führt, dass, anders als bei den Synapsiden und auch bei heutigen Reptilien, die Beine nicht seitwärts vom Körper abstehen sondern sich gerade unter dem Körper befinden. Was dann dazu führt, dass die Dinosaurier deutlich beweglicher waren als die Synapsiden. Zum anderen waren die Dinosaurier wahrscheinlich in der Lage effektiver zu atmen. Ähnlich wie Vögel hatten sie wohl zusätzlich zur Lunge einen oder mehrere Luftsäcke, die ihre Atmung deutlich effektiver gestalteten, als bei Synapsiden und auch vielen heute noch lebenden Reptilien. Außerdem waren die Dinos wohl werder gleich- noch wechselwarm, sondern lagen dazwischen (mesotherm). Unterm Strich waren die Dinos einfach schneller.

    • Ah da spricht der Profi.^^ Genau so ist auch mein Stand in der Fachliteratur, wobei ich im Artikel selbst aus Gründen der Verständlichkeit das Ganze nicht so detailliert und in die Tiefe ausgeführt habe.
      Gerade in der Anatomie sind unfassbare Dinge zu bestaunen: Scharniergelenke, mit denen Allosaurus seine Kiefer deutlich vergrößern konnte. Nach Berechnungen konnte das Herz eines großen Sauropoden wie Diplodocus gar nicht das Blut bis zum Kopf am Ende des langen Halses pumpen, sodass man lange Zeit annahm, es gäbe mehrere Herzen im Körper, bis dann ein Forscher auf eine Art „Rückstoßklappenventil“ kam, die das ganze dann auch mit nur einem Herz umsetzbar machte.
      Auch in Sachen Kaltblüter oder nicht stimme ich zu, da die Argumente klar sind. So hätte ein riesiger Sauropode als Kaltblütervariante 100 Jahre gebraucht (so heißt es), bis der Nachwuchs erwachsen geworden wäre, was dann doch etwas lang anmutet. Als mesotherme oder wechselwarme Variante wären es nur 10 Jahre grosso modo gewesen.
      Immer wieder faszinierend diese Epochen. Vor allem wenn man sich von der Vorstellung löst, dass es einfach hatte so sein müssen. Denn überhaupt die Tatsache und Entdeckung, dass Millionen Jahre vor unserer Zeit die Natur solche unglaublichen Tiere geschaffen hat, haut einen erkenntnistheoretisch einfach nur um, wenn man das philosophische Wundern (thaumacein) nicht verlernt hat und noch teilweise wie ein Kind empfinden kann.
      Hast du das Studium abgeschlossen? Oder war’s nur ein Nebenfach?

      • Eisbär

        Ich habe Paläontologie nur als Nebenfach belegt. Ich bin fertig studierter Geoökologe mit Schwerpunkt Hydrologie und Klimatologie. Aber ich finde auch die Wunder der Erdgeschichte faszinierend und umwerfend. Insbesondere, wenn man mal betrachtet, wie oft das Leben neu erfunden und umgebaut worden ist und auch wie lange das alles gedauert hat. Von den Trilobiten bis zu uns „schlappe“ 500 Millionen Jahre. Und dann kommen wir und schaffen es ein stabiles, gut funktionierendes System in gerade mal 150 Jahren zum kochen zu bringen. Natürlich war der CO2-Gehalt in der Atmosphäre während der Dinosaurierzeit viel höher als heute, aber das gesamte System Erde hat zu der Zeit anders funktioniert als heute. So sah der ganze Kohlenstoffkreislauf wahrscheinlich damals anders aus als heute und die Lebewesen waren auch an die damaligen Bedingungen angepasst bzw. hatten ausreichend Zeit sich anzupassen.

        Ich bin schon gespannt, was du über das Jura und die Kreidezeit schreiben wirst.

        • Spannend, da kannst du sicher noch so einiges zum Erkenntnisgewinn in Sachen Klimatologie beitragen.
          Gerade der Zeitfaktor wie du ihn beschreibst, macht mir enorme Sorge und dass die meisten Menschen die geologischen Zeiträume einfach nicht begreifen können inkl. der Schlussfolgerungen, die sich aus der aktuellen Situation ergeben.
          Bzgl. der Klimalage vor 250 Millionen kann ich dir nur recht geben. Die 1750 ppm CO2 sind aus anderem Blickwinkel zu sehen, zumal die Zusammensetzung der Atmosphäre (ca. nur 80% des heutigen Sauerstoffgehaltes) noch im Detail anders war.

          Ich freu mich schon aufs Schreiben der Artikel (sobald ich wieder genesen bin).

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