Sie hat von Ofenhessen aus den Winter in Moskau entdeckt! Handlich, mobil und mit integriertem Godmode: Das Wintersuche-Teleobjektiv SIGMA 200!; © Håkan Dahlström auf flickr.com, Lizenz: CC BY 2.0, hier: Größe, Schärfe, Komprimierung geändert.
Sie hat von Ofenhessen aus den Winter in Moskau entdeckt! Handlich, mobil und mit integriertem Godmode: Das Wintersuche-Teleobjektiv SIGMA 200!; © Håkan Dahlström auf flickr.com, Lizenz: CC BY 2.0, hier: Größe, Schärfe, Komprimierung geändert.

Jahrelang lagen wir den Firmen in den Ohren, dass der Markt in der Klimakatastrophe bereit sei für ein auf Digitalkameras* aufsetzbares Teleobjektiv, mit dem man den Winter fotografieren könne – sogar dann, wenn er gar nicht vor Ort sichtbar war.

Doch nun ist es soweit: Das Sigma 200-Teleobjektiv für die Wintersuche erobert den Markt der Winterfreunde!
Die Ingenieure hatten eine harte Nuss zu knacken. Der Bau des Teleobjektivs war nicht so sehr das Problem als vielmehr ein kleiner Fehler in der Optik. Erst sehr spät stellte sich heraus, dass das Sigma 200 durch seine Größe ein eigenes Schwerefeld aufbaut, das die Optik verzerrte.
Nach der Lösung dieses Problems kommt das Wintersuche-Teleobjektiv nun auf den Markt und wird von vielen Winterfreunden sehnlichst erwartet, da es in der Klimakatastrophe kaum noch Schnee und Winter gibt – vor allem nicht in der Deutschen Sahelzone von Rhein-Main bis Franken.

Leichtbaulafette für das SIGMA 200-Teleobjektiv. Kulant: Die 22 Arbeiter sind im Preis inbegriffen und werden mitgeliefert.
Leichtbaulafette für das SIGMA 200-Teleobjektiv. Kulant: Die 22 Arbeiter sind im Preis inbegriffen und werden mitgeliefert.

Der erste Praxistest im garantiert winter- und schneefreien Ofenhessen (Rhein-Main-Gebiet) beeindruckt: Nach der Montage auf einer Eisenbahnlafette, auf der einst Eisenbahngeschütze Granaten gen Frankreich feuerten, erkennen wir tatsächlich Schneekristalle in der Mütze eines Russen*, der soeben auf dem Roten Platz in Moskau spazieren geht.

Ein sehr wichtiger Sicherheitshinweis soll nicht unterschlagen werden: Bei einem Feldstecher sollte man niemals in die Sonne blicken! Dies ist zwar mit dem SIGMA 200 kein Problem, da das Gerät die lichtgebärende Korona sofort durchdringt und die Heliumatome im Kern darstellt oder je nach Zoom auch die Quarks.

Die Reichweite des SIGMA 200 ist annehmbar und reicht bis zum Urknall. Angeblich hat man sogar Gott selbst bei der Initiation des gewaltigsten Knalls der Existenz gesichtet. Deswegen heißt es, SIGMA bedeute: Schneeteleskop mit integriertem Godmode für Atheisten, die nun endlich den geforderten Beweis für Gott sehen.
Die Reichweite des SIGMA 200 ist annehmbar und reicht bis zum Urknall. Angeblich hat man sogar Gott selbst bei der Initiation des gewaltigsten Knalls der Existenz gesichtet. Deswegen heißt es, SIGMA bedeute: Schneeteleskop mit integriertem Godmode für Atheisten, die nun endlich den geforderten Beweis für Gott sehen.

Doch richtet man das Wintersuche-Teleobjektiv in den Himmel, weil man auf der Erde keinen Winter mehr gefunden hat, dann sollte man NICHT auf maximalen Zoom stellen. Mit dieser Einstellung blickt man direkt in den Urknall vor etwa 11 Mrd. Jahren, wodurch die eigene Netzhaut atomisiert wird. Bei der kleinsten Zoom-Einstellung ist es jedoch problemlos möglich die Methaneiskristalle auf den Monden des Saturn zu bestaunen.

Bei der unverbindlichen Preisempfehlung aber wittert der Kunde einen Haken: Der Preis ist mit 23.499 EUR schockierend niedrig! Es ist zu vermuten, dass der Hersteller hier eine schamlose Dumpingpreispolitik betreibt, um die Marktführerschaft zu übernehmen und anschließend monopolistisch die Preise zu diktieren. Der Vorteil für den Kunden: Noch gibt es das Wintersuche-Teleobjektiv zum Schnäppchenpreis. Wer sich jedoch zum Geburtstag des Ehemannes nicht mit einem Billiggeschenk* blamieren möchte, wartet besser noch, bis der Preis auf das Niveau des Bruttoinlandsproduktes von Norwegen angehoben wurde.

Doch auch einige Schwachpunkte sollen nicht unerwähnt bleiben!
Wir hatten ein Problem bei der Einreise nach Schweden, da Panzerfäuste* dort nicht erlaubt sind. Wir wiesen darauf hin, dass Panzerfäuste deutlich kleiner sind, worauf sich die Behörden bei uns entschuldigen mussten.

Hubble-Teleskop: Nur ein kleiner Bruder und daher unmöglich mit dem SIGMA 200 zu verwechseln!
Hubble-Teleskop: Nur ein kleiner Bruder und daher unmöglich mit dem SIGMA 200 zu verwechseln!

Bei einem USA-Urlaub wurde unser Sigma 200 beschlagnahmt, da man davon ausging, dass wir das Hubble-Weltraumteleskop gestohlen hatten. Erst nach zahlreichen Beweisführungen und Nachfragen bei der NASA wurde das Missverständnis schließlich aufgeklärt.
Das Produkt selbst gab selbst nach ausführlichem Testmarathon nur ein einziges Manko preis: Der für den maximalen Zoom integrierte Akku besteht aus mehreren Uranbrennstäben, was die Entsorgung (Protestdemos von Alt-68ern vor dem eigenen Haus) problematisch gestaltet.

Einen Geheimtipp noch zum Schluss: Wenn man umgekehrt in das Sigma 200 sieht, indem man in die Öffnung am Rohrende klettert, ist man in der Lage die genetischen Schäden bei einem Sofeten direkt in der DNS-Helix zu betrachten, der sich am anderen Ende des Sigma 200 befindet. Man kann natürlich auch die eigene DNS betrachten, wenn mal nichts im Fernsehen kommt. Dazu benötigt man aber die Selfie*-Sonderausstattung von Thyssen-Krupp, bestehend aus drei 1,5m x 10m Stahlträgern und einer Kupplungsplattform, die ein Nachbau eines Geschützturms von einem US-amerikanischen Flugzeugträger ist.

Insgesamt ist das SIGMA 200 somit gleichsam eine Therapie für den Bewohner der Deutschen Sahelzone. Vorbei sind die Zeiten augenzerkratzender Verzweiflung wenn ganz Deutschland in Schnee versinkt bis auf eine Region. Nun befinden sich die gesamten Winter der Welt und des Universums in diesem handlichen Kleingerät. Wir wünschen viel Freude mit dem SIGMA 200.

Dieser Artikel könnte Spuren von Satire enthalten. Wenn Sie mit diesem Humorkonzept nicht vertraut sind: Fragen Sie Ihren Humorbeamten oder Ihre (einstigen) Erziehungsberechtigten.





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