Ozean: Die Kapazitäten sind überschritten!
Ozean: Die Kapazitäten sind überschritten!

Es ist bekannt, dass die Ozeane der Welt einen Großteil der Erderwärmung, genauer gesagt das Treibhausgas Kohlendioxid, „geschluckt“ und den „Klimawandel“ somit gebremst haben.
Zwar zeigen die neuesten Zahlen, dass die Erwärmung gerade der Ozeane plötzlich immer schneller vonstatten geht und dieser „Speicher“ ausfällt und dadurch die Klimakatastrophe sprunghaft verstärken wird. Trotzdem bleibt die Frage: Wo genau speichern die Ozeane denn überhaupt das Kohlendioxid und was passiert damit?

Der Mechanismus der Kohlenstoffspeicherung in den Ozeanen

Mit Sedimentproben haben Forscher um Thomas Ronge vom Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven nun festgestellt, dass vor 20.000 Jahren das Wasser des südlichen Pazifiks, wo die Proben entnommen wurden, stark geschichtet war. Mit anderen Worten: Es fand kaum ein Wasseraustausch statt. Und das für satte 3000 Jahre lang!

Schematische Darstellung des Kohlenstoffkreislaufs auf der Erde
Schematische Darstellung des Kohlenstoffkreislaufs auf der Erde

Auf diese Weise wurde das Kohlendioxid in der Tiefsee in vielen tausend Metern Tiefe abgelagert.

Dies erfolgt auf logisch ganz nachvollziehbare Weise: Lebewesen reichern ihre Körper mit Kohlenstoff an. Wenn sie sterben, sinken ihre Überreste zum Meeresboden und werden als Teil des Sediments mitsamt des enthaltenen Kohlenstoffs abgelagert und so gespeichert. Da es keinen Wasseraustausch zu oberen Schichten gab, erhöhte sich im Laufe der Jahrtausende der CO2-Gehalt ständig in dieser (Speicher-)Schicht.

Dies führt zu einer weiteren Frage: Warum durchmischten sich die Wasserschichten in den Ozeanen nicht und wie sieht es heute aus?

Ein weiterer Eskalationseffekt: Kohlendioxid in der Tiefsee

Der Grund für die fehlende Durchmischung war die Eiszeit!
Die Vereisung der Ozeanoberflächen verschloss diese und verhinderte einen Austausch der salzreichen Wasserschichten. Die „Lüftungsklappen“ des Ozeans waren also geschlossen. Dass die Westwinde sich weiter nach Norden verlagerten, trug zu diesem „eingeschlafenen“ Zustand zusätzlich bei.

Was dann am Ende der Eiszeit geschah, entspricht den typischen Strukturen des Klimas, das sich auch nach Analysen der Eisbohrkerne recht schnell ändern kann. Dies bedeutet in geologischem Sinne: In tausenden Jahren und nicht in Millionen.
Als sich die Welt wieder erwärmte, änderte sich der Zustand auch der Ozeane und das alte Kohlendioxid, das 3000 Jahre lang gespeichert worden war, kam wieder an die Meeresoberfläche, wurde an die Luft abgegeben und trieb zusätzlich zur ohnehin vorhandenen Erwärmungstendenz die Erderwärmung massiv voran.

Vereinfachte Darstellung des CO2-Gehalts in der Atmosphäre seit 100 Millionen Jahren und für die nächsten 300 Jahre. © <a target="_blank" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Treibhauseffekt#/media/File:CO2-variations-d_hg.png">Hannes Grobe auf commons.wikimedia.org</a>, Lizenz: <a target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5/">CC BY-SA 2.5</a>
Vereinfachte Darstellung des CO2-Gehalts in der Atmosphäre seit 100 Millionen Jahren und für die nächsten 300 Jahre. © Hannes Grobe auf commons.wikimedia.org, Lizenz: CC BY-SA 2.5

Und wie sieht es heute aus?
Angesichts einer Erderwärmung, die von den Zahlen alles in der Erdgeschichte um den Faktor 100 bis 10.000 übersteigt, wird das gespeicherte CO2 vermutlich wieder in die Atmosphäre gelangen, wenn die Ozeane wärmer und wärmer werden und irgendwann – vielleicht schon jetzt? – die Schwelle überschritten ist, wo sich CO2 wieder in die Luft löst. Die Verstärkung der Westwinde auf der Südhalbkugel durch die Klimakatastrophe führt nach den Forschern zu der fatalen Entwicklung, dass kohlenstoffreiches Tiefenwasser an die Oberfläche kommt und unvorstellbare Mengen des Treibhausgases somit in eine Atmosphäre gelangen könnten, die sich allein schon durch unser Zutun derzeit im Zeitraffer mit CO2 anreichert …
Die Forscher gehen zwar von den nächsten hunderten Jahren aus, aber wenn wir uns vor Augen halten, wie viele „überraschende“ Entwicklungen wir bisher dem Klima zugestehen mussten, dann würde uns die nächste Hiobsbotschaft auch nicht „überraschen“.

Letztlich muss man sich immer vor Augen führen, dass es keine Blaupause in der Vergangenheit für das gibt, was wir momentan mit der Erde und unserem Klima anstellen. Das Ausmaß und die Schnelligkeit der Erdzerstörung durch eine Klimaapokalypse ist so gewaltig und ohne Beispiel, dass klimatische Kipppunkte immer schneller fallen werden und vermutlich zu unseren Lebzeiten eine klimatische und gesellschaftliche Katastrophe herbeiführen werden.
Dabei spielt die Wissenschaft leider durch ihre eigentlich vorbildliche Seriosität die Rolle eines ungewollten Verharmlosers, weil die wissenschaftlichen Daten mit unserem Kenntnisstand und einem fehlenden Ereignis in der Vergangenheit immer wieder die Auswirkungen der Klimakatastrophe zu niedrig einstufen und bisher ohne Ausnahme jede neue Erkenntnis die Klimakatastrophe verschärfte und nicht etwa sie relativierte.

Daneben beklatschen sich gewissenlose Politiker auf Klimakonferenzen und belügen sich gegenseitig, ohne zu handeln. Die Industrie finanziert mit ihren Mitteln Klimalügen auf perfide Art und Weise und knüpft über Machtverhältnisse Einflussstrukturen in die Politik, um die Bekämpfung des euphemistisch bezeichneten „Klimawandels“ zu forcieren, damit die Gewinne nicht einbrechen. Und der Dummbürger glaubt zumeist an die Lügen, entweder weil ihm die Bildung zur Reflektion eingefahrener Denkmuster fehlt oder weil er psychisch hitzepervers ist und glaubt, dass die Klimakatastrophe gleichbedeutend wäre mit dem Hochdrehen der Heizung und nicht mit dem, was sie wirklich ist: Das Zünden von global einigen Millionen Atombomben in Zeitlupe.

Artikel
Scinexx: Eiszeit – Wo blieb das Kohlendioxid?

Artikel von Kaltwetter.com
Zum Dilemma wissenschaftlicher Methodik in „MEERESSPIEGELANSTIEG: EINE WEITERE POSSE UM UNTERSCHÄTZTE FOLGEN?“

SYMPTOM DER OZEANÜBERHITZUNG: KORALLENSTERBEN BEIM GREAT BARRIER REEF

Sprung in den globalen Hitzezahlen im Klimabericht Februar 2016

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  • Alptraum der Sofeten

    Sie wird dich bestrafen, sie wird dich verstören, sie wird dich kriegen. Da du nicht weg kannst wird Sie dich holen die „Klimaerwärmung“.

    • Ich bin gespannt, wann der galoppierende Effekt sich richtig auswirkt und die Welt in ein Chaos stürzt. 2030? 2040? Oder doch erst 2050?

      • Dunja Stroop

        Unsere armen Kinder…..

        • Verstehe ich als Vater auch. Allerdings sehe ich das dennoch etwas anders.
          Jede Generation wird in eine Zeit geworfen, die nur sie selbst als selbstverständlich hinnimmt. Kinder, die heute geboren werden, wachsen mit der Klimakatastrophe auf und kennen nichts anderes. Für sie ist es keine Belastung, da sie unsere Zeiten der Vergangenheit nie gelernt haben.

          Und hier zeigt sich auch, wie sich die Menschheit als Ganzes ändern kann: Durch die neuen Generationen werden Werte wirksam, die heute nicht vorhanden sind.
          Die neue Generation wird um ihre Welt, die wir vernichtet haben, kämpfen und sie wird findig und erfolgreich sein, auch wenn es viele Opfer kostet. Vielleicht macht sie es besser, wo wir alle gescheitert sind.

          Und für das Individuum darf man eines nicht vergessen: Glück kann niemals von außen in die Seele gelangen. Glück findet sich nur innen. Es kann also nur unsere Aufgabe sein, trotz einer Welt, die durchdreht, trotz eines Klimas das wir zerstören, der Blick unserer Kinder für die Schönheit in der Welt nicht verbaut wird. Sondern dass wir ihnen das intellektuelle Rüstzeug mitgeben und Selbstverantwortung lehren, damit sie das Schöne erkennen können und Glück empfinden.
          Ich bin überzeugt, dass man Wehrhaftigkeit Kindern beibringen muss heutzutage (damit sie in keine Opferrolle fallen), Selbstbewusstsein, Lust an der Bildung und am Wissen (statt Leistungsdruck und Lebensverplanung) und worin die Wunder der Welt bestehen (ohne dass das Erwachsenwerden sie darin abstumpft) damit sie das kindliche Staunen niemals verlernen.
          Solch einem Kind kann das innere Glück niemals durch äußere Dinge genommen werden …

          • Dunja Stroop

            Lieben Dank für deine ausführliche Antwort! In vielen Punkten stimme ich dir voll und ganz zu. Aber ich habe dennoch oft das Gefühl, dass man auch Dinge, die man selbst nie kennenlernen durfte, vermissen kann.
            Als Beispiel: ich bin 1977 geboren, meine älteste Tochter 1998. Obwohl wir beide die 1960er Jahre nie erlebt haben, ist bei uns eine Sehnsucht nach dieser Zeit, der Musik und Kultur vorhanden. Und obwohl ich Ur-Bio- Deutsche bin und mein Leben lang im milden NRW verbracht habe, denke ich manchmal, ich wäre besser im tiefsten Winter in Russland aufgehoben… Ich hoffe natürlich inständig, dass es mir gelingt, meinen Mädels ( die Kleinste ist erst ein Jahr alt ) eben genau das mitzugeben…. Die Kraft, den Willen zu lernen und vor allem die Freude am Leben! Wir können als Eltern nur unser Bestes geben….

          • Das stimmt, dass man auch Dinge lieben kann, die man nie erlebt hat – weil wie in deinem Fall du die 1960er Jahre vom Gefühl für dich positiv geistig erlebt hast und deine Tochter diese Begeisterung mit dir geteilt und gelebt hat und sich dadurch auch eine zusätzliche emotionale Verknüpfungskomponente aufbaut. Wenn deine Tochter an die 1960er Jahre denkt, so addiert sich zu der Mentalität, Musik und Kultur der 60er auch ihre Liebe zu dir und die Zeit, in der sie diesen Austausch mit dir teilte. So funktionieren eben Emotionen und das ist gut so.
            Und auch wenn sich das jetzt sehr analytisch und kalt anhört, meine ich sehr wohl in erster Linie das warme, tiefe Erleben und Durchleben der Gefühle, die sich per definitionem nicht in Worte fassen lässt, weil Worte aus der ratio stammen.

            Leidenschaft macht uns erst zu Menschen. Und Leidenschaft sagt viel über uns aus, weil je nachdem was man leidenschaftlich verfolgt und in sein Weltbild aufnimmt, die damit verbundenen (realen oder geglaubten) Werte sich auswirken und ebensosehr widerspiegeln was wir sind, wie auch selbst Einfluss nehmen auf das, was wir in Zukunft werden.

            Ich denke daher, dass ohne meine Leidenschaft für die Ästhetik des Dunklen, das alte Japan, die Geschichte, die Philosophie ich nicht der wäre, der ich heute bin. Insofern sind unsere Leidenschaften auch eine Wahl, wenngleich dies vielen nicht bewusst ist und sie sich ihre Leidenschaften nicht aussuchen, sondern eher zufällig darüber stolpern oder sie ihnen von anderen vorgegeben werden.

            Und in Russlands Winter wie auch der melancholisch-düsteren russischen Seele wäre ich bestimmt auch gut aufgehoben, wenn die Regierung nur dort nicht so menschenverachtend wäre, wie in vielen Regionen des Planeten mittlerweile. ^^

          • Dunja Stroop

            Das hast du sehr treffend ausgedrückt und beschrieben. Wir wollen hoffen, dass unsere Kinder auch etwas für sich entdecken, das sie erfüllt und glücklich macht; gerade in Zeiten wie diesen…

      • Dunja Stroop

        Ich habe vier wundervolle Mädchen und kann rein gar nichts tun um sie davor ( und vor vielen anderen Dingen ) zu beschützen. Das macht mich sehr traurig….

  • Jo1965

    Dazu ein sehr interessanter (und ebenfalls alles andere als beruhigender Beitrag) im Klimatologieforum der Wetterzentrale. Die Verlinkung des Teilnehmers verweist zwar auf das englischsprachige Original von „Nature Geoscience“, dürfte aber trotzdem zur Not auch mit Hilfe von Google Translator z.B. ganz gut zu verstehen sein. Passt absolut zu diesem Artikel von Michael:
    http://www.wzforum.de/forum2/read.php?6,3187887

    • Danke für den Link, Jo. Der Abstract (http://www.nature.com/ngeo/journal/v9/n4/full/ngeo2681.html) liest sich vielversprechend, der Artikel selbst kostet dann aber Geld ^^ Allein die Aussage aber, dass der CO2-Ausstoß der Menschheit so stark ist wie seit 66 Millionen Jahren sagt allerdings schon mal das Wichtigste aus …
      Dieser Umstand, dass es nie zuvor eine solche Beeinflussung des Klimas in so kurzer Zeit gab, bestätigt meine heute im Jahr 2016 als „radikal“ empfundene These, dass damit auch die Folgen, die sich aus dieser wahnsinnig zu nennenden Emission ergeben, heute kaum abschätzbar in ihrem Ausmaß sind.

      Ich bin selbst gespannt, wo das allein bis etwa 2030 oder 2040 führen wird. Irgendwie noch gar nicht verzweifelt, weil es zu surreal ist. Wir werden sehen.
      Es fällt zudem auf, dass alle wissenschaftlichen neuen Erkenntnisse zu 100% in eine immer weitere Verschärfung der Klimakatastrophe gehen. Ich habe in den letzten 16 Jahren keinen seriösen Artikel gefunden, der die Klimakatastrophe irgendwie relativiert. Das gibt mir zu denken.